Newsletter Nr. 18 vom 29. Oktober 2026
Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Breite zivilgesellschaftliche Unterstützung für Forderung nach einem Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz
Niedersachsen plant Gesetz zur Förderung von Demokratie und Ehrenamt
Ergebnisse der weltwärts-Längsschnittstudie – Kurzbericht: Langzeiteffekt des weltwärts-Freiwilligendienstes
Deutsch-Afrikanisches Jugendwerk wird Ende 2027 eingestellt
Bayerischer Social-Media-Award 2026: Digitales Engagement ausgezeichnet
Diakonie fordert einen gerechten Sozialstaat und Schutz der Zivilgesellschaft
Schwerpunkt: ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ
Editorial zum Schwerpunktthema
Embacher: ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ – Das Programm des BBE in der zweiten Phase
Mohaupt: Ökologische Standards für Kultureinrichtungen – und darüber hinaus!
Dase / Schlotter: MatchFactory – Vernetzung nicht dem Zufall überlassen
Der KlimaCheck des BBE – ein Selbsterkundungstool für Klimaschutz
Die Fachtagung Klima-Engagement 2026. Ein Bericht
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Anmeldung verlängert: Digitales Rahmenprogramm zum 11. BBE-Fachkongress im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«, 5. November 2026
BBE-Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen«
Deutschland und die Ukraine im Dialog
Erste Berichte aus der BBE-Veranstaltungsreihe »Mittagsgespräch KI – Kompetenzen und Ansätze im Netzwerk«
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Digital Democracy Day 2026
Demokratie ist Arbeit: Demokratische Kultur im Unternehmen stärken
Online-Workshop zum Auf- und Ausbau von Patenschafts- und Mentoringnetzwerken
»Kommune bewegt Welt«: Neue Wettbewerbsrunde gestartet
Ausschreibung: Förderung für demokratiestärkende Praxis in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Kostenloses Kompaktseminar für engagierte Jugendliche in Fulda
MUT Insights: Mission oder Organisation?
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Breite zivilgesellschaftliche Unterstützung für Forderung nach einem Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz
Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen spricht sich für ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz aus. Im Zuge der Diskussion um eine mögliche Reaktivierung der Wehrpflicht und die damit verbundene Wiedereinführung eines modifizierten Zivildienstes stellen sich grundsätzliche Fragen zur Positionierung der Freiwilligendienste. In ihrem Forderungspapier, veröffentlicht im August 2026, formulieren zivilgesellschaftliche Zentralstellen gemeinsame Anliegen zur Stärkung der Freiwilligendienste und bringen diese in die politische Debatte ein. Die Forderungen werden nun, in der Version vom Oktober 2026, auch durch das BBE, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Lebenshilfe, den Deutschen Bundesjugendring und den Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e.V. unterstützt und somit zivilgesellschaftlich breit mitgetragen. Es geht dabei v.a. darum, angesichts des geplanten Bundesgesellschaftsdienstegesetzes auch die Jugendfreiwilligendienste – FSJ, FÖJ und IJFD – gleichberechtigt zu stärken und abzusichern. Sie gelten als ein Erfolgsmodell der Zivilgesellschaft, deren Potenzial sich weiter entfalten wird, wenn Bund und Länder gemeinsam handeln.
Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite des BAK FSJ
Forderungspapier für ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz
Niedersachsen plant Gesetz zur Förderung von Demokratie und Ehrenamt
Der Niedersächsische Landtag hat erstmals über den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Demokratie und des bürgerschaftlichen Engagements (NDEFG) beraten. Ziel ist es, die Bedeutung einer lebendigen Demokratie und einer aktiven Zivilgesellschaft gesetzlich anzuerkennen und die Verantwortung des Landes für deren Förderung verbindlich festzuschreiben. Dazu gehört die langfristige Absicherung wichtiger Strukturen und Einrichtungen, darunter die Koordinierungsstelle Ehrenamt und Engagement, die Landeszentrale für politische Bildung sowie Programme gegen Radikalisierung und Diskriminierung. Das Gesetz soll damit demokratiestärkende Arbeit und bürgerschaftliches Engagement institutionell verankern und vor kurzfristigen politischen Veränderungen schützen. Einen individuellen Anspruch auf staatliche Förderung für einzelne Verbände oder Nichtregierungsorganisationen begründet der Entwurf nicht. Der Gesetzentwurf wurde von SPD und Bündnis 90/Die Grünen am 30. September 2026 in den Niedersächsischen Landtag eingebracht und am 7. Oktober 2026 erstmals im Plenum beraten. Anschließend wurde er an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.
Gesetzentwurf (Drucksache 19/11731) (PDF)
Ergebnisse der weltwärts-Längsschnittstudie – Kurzbericht: Langzeiteffekt des weltwärts-Freiwilligendienstes
Ein Freiwilligendienst im Ausland kann junge Menschen langfristig prägen und ihr gesellschaftliches Engagement stärken. Zu diesem Ergebnis kommt die Langzeitstudie »Engagiert. Geprägt. Gestärkt. Der Langzeiteffekt des weltwärts-Freiwilligendienstes«, für die das unabhängige Umfrageinstitut uzbonn 537 Freiwillige über sieben Jahre hinweg begleitete. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmenden persönliche und soziale Kompetenzen entwickeln, globale Zusammenhänge besser verstehen und sich auch nach ihrer Rückkehr häufig weiterhin gesellschaftlich engagieren. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte und von Engagement Global koordinierte Programm weltwärts ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren einen Freiwilligendienst in mehr als 60 Ländern des Globalen Südens. Seit dem Programmstart 2008 haben bereits mehr als 50.000 Freiwillige teilgenommen. Bewerbungen für Einsätze ab Sommer 2027 sind ab sofort möglich.
Deutsch-Afrikanisches Jugendwerk wird Ende 2027 eingestellt
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk (DAJW) zum 31. Dezember 2027 aufgrund von Haushaltskürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit ein. Das von Engagement Global umgesetzte Programm fördert den Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und afrikanischen Ländern und unterstützt gemeinsame Projekte zu nachhaltiger Entwicklung. Neben Jugendbegegnungen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen richtete sich das Angebot insbesondere an junge Fachkräfte und Unternehmen und umfasste auch ein Alumni-Netzwerk. Neue Projekte können nicht mehr beantragt werden. Bereits bewilligte Vorhaben werden bis zu ihrem regulären Abschluss begleitet. Die Einstellung bedeutet einen Einschnitt für die entwicklungspolitische Bildungs- und Austauschlandschaft. Engagement Global bietet weiterhin Beratung zu alternativen Förder-, Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten an. Das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk (DAJW) nahm im Juni 2021 offiziell die Arbeit auf. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von Engagement Global durchgeführt und vom Senior Experten Service (SES) unterstützt.
Website vom Deutsch-Afrikanischen Jugendwerk
Bayerischer Social-Media-Award 2026: Digitales Engagement ausgezeichnet
Wie soziale Medien ehrenamtliches Engagement sichtbar machen und Menschen zum Mitmachen motivieren können, zeigt der Bayerische Social-Media-Award 2026. Bei der zweiten Preisverleihung am 9. Oktober in München wurden aus 164 Bewerbungen Projekte ausgezeichnet, die durch authentische, kreative und zielgruppengerechte digitale Kommunikation überzeugen. Die Initiative der Versicherungskammer Stiftung und der lagfa bayern im Rahmen des Projekts »digital verein(t)« würdigt digitales Engagement mit jeweils 2.000 Euro Preisgeld. In der Kategorie Newcomer gewann ApK Bayern e. V. – Junge Angehörige, die auf Instagram junge Menschen mit psychisch erkrankten Angehörigen ansprechen. In der Kategorie Engagementfluencer überzeugte Hockey for Hope e. V. mit seiner Verbindung von Sport und Spenden für bedürftige Kinder. Der erste Platz in der Kategorie Young Impact ging an die Pfadfinderinnen der PSG Augsburg, die Sonderauszeichnung für Freiwilligenagenturen erhielt das Büro für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt der Stadt Erlangen. Der Wettbewerb macht deutlich, wie digitale Kanäle unterschiedliche Zielgruppen erreichen, Gemeinschaft stärken und neue Menschen für das Ehrenamt begeistern können. Die nächste Bewerbungsphase beginnt im Frühjahr 2027.
Diakonie fordert einen gerechten Sozialstaat und Schutz der Zivilgesellschaft
Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE) spricht sich für eine verlässliche Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen und eine sozial ausgewogene Gestaltung der Sozialpolitik aus. In Deutschland sieht das Werk die gemeinnützige Wohlfahrtspflege als wichtigen Bestandteil eines leistungsfähigen Sozialstaats. Reformen der sozialen Sicherungssysteme sollten nach Ansicht von Rüdiger Schuch, Vorstandsvorsitzender des EWDE und Präsident der Diakonie Deutschland, mit Augenmaß erfolgen und Menschen mit kleinen Einkommen nicht übermäßig belasten. International weist Dr. Dagmar Pruin, stellvertretende EWDE-Vorstandsvorsitzende sowie Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, auf Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume durch restriktive Gesetze, gekürzte Fördermittel und Einschüchterung hin. Das EWDE fordert deshalb, demokratisch engagierte Organisationen und ihre Partner auch international verlässlich zu unterstützen.
Weitere Informationen auf der Website von Brot für die Welt
Schwerpunkt: ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ
Editorial zum Schwerpunktthema
Liebe Leser*innen,
wie jedes öffentlich relevante Thema hat auch der Klimaschutz seine Konjunkturen. Nach der euphorischen Zeit in der Folge der Fridays-For-Future-Bewegung und einer breiten gesellschaftlichen Beachtung haben das Interesse und die Aufmerksamkeit in der letzten Zeit deutlich abgenommen. Was dagegen nicht abgenommen hat, ist das bürgerschaftliche Engagement für das Klima. Im Gegenteil: Zahlreiche gemeinnützige Organisationen, die nicht aus dem Umwelt- oder Klimaschutzbereich kommen, haben sich mittlerweile auf den Weg Richtung Klimaneutralität begeben. Die aufgeregte Debatte über die Grenzen des Planeten und die Pariser Klimaschutzziele ist vielerorts der Frage gewichen, welche praktischen Schritte eigentlich erforderlich sind, um das Klima wirksam zu schützen und damit den Klimawandel zu bremsen. Diese Frage beschäftigt auch das BBE-Programm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ. Seit 2021 verfolgen wir damit die Absicht, den Schutz des Klimas aus der ökologischen Fachdebatte heraus- und in die Breite der Bürgergesellschaft hineinzutragen. Seit dem Sommer 2025 befindet sich das Programm in der zweiten Phase, welche bis 2029 laufen wird. Der vorliegende Newsletter-Schwerpunkt gibt einen Überblick über diese zweite Programmphase, berichtet über die diesjährige Fachtagung Klima-Engagement am 1. Oktober 2026 in Bonn, stellt das von uns entwickelte Vernetzungsformat der MatchFactory dar und kündigt den ebenfalls vom Klimateam des BBE entwickelten KlimaCheck an. Der KlimaCheck ermöglicht Vereinen und Verbänden, auf einfache Weise eine Bestandsaufnahme zum Klimaschutz in der eigenen Organisation. Er wird bei der Mitgliederversammlung des BBE am 19. November 2026 vorgestellt und dann online und kostenlos zur Verfügung stehen. Schließlich freuen wir uns sehr über einen Gastbeitrag von Franziska Mohaupt, die für den Bundesverband Soziokultur maßgeblich ökologische Standards für gemeinnützige Organisationen entwickelt hat.
Mit herzlichen Grüßen
Serge Embacher für das Klimateam des BBE
Embacher: ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ – Das Programm des BBE in der zweiten Phase
In der zweiten Förderphase des BBE-Programms ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ, die im Juni 2026 begonnen hat, steht die dauerhafte Verankerung von Klimaschutz in Strukturen und Arbeitsweisen gemeinnütziger Organisationen im Mittelpunkt. Dabei rückt neben dem ökologischen Fußabdruck auch der so genannte Handabdruck in den Blick. Kernstück ist das neue KlimaLab, das Vereine und Verbände auf dem Weg zur klimaneutralen Transformation begleitet. Vernetzung, jährliche Fachtagungen und engagementpolitische Impulse bilden weitere zentrale Bausteine. Das Ziel: Klimaschutz soll zu einem selbstverständlichen Bestandteil bürgergesellschaftlichen Handelns werden. Dr. Serge Embacher, Leiter des Programms ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ in der Geschäftsstelle des BBE, stellt in seinem Beitrag die zweite Phase des Programms vor. Er erläutert, welche Rolle das neue BBE-KlimaLab spielt und welche Programmbausteine der Vernetzung und der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Klimaschutzengagement dienen.
Beitrag von Dr. Serge Embacher (PDF)
Mohaupt: Ökologische Standards für Kultureinrichtungen – und darüber hinaus!
Wie lassen sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit systematisch in Organisationen verankern? Ein neues Tool des Bundesverbands Soziokultur bietet dafür einen praxisnahen Orientierungsrahmen. Die ökologischen Standards bündeln Anforderungen aus unterschiedlichen Kultursparten in einem Instrument. Dank modularem Aufbau können Organisationen passende Bereiche gezielt auswählen und bearbeiten. Das Tool dient zugleich als Checkliste, Managementhilfe und Begleiter für Veränderungsprozesse. Von der Selbstevaluation bis zur strategischen Planung unterstützt es nachhaltige Organisationsentwicklung. Die Standards richten sich nicht nur an Kultureinrichtungen, sondern sind darüber hinaus nutzbar. Autorin Franziska Mohaupt zeigt in ihrem Beitrag, wie ökologische Standards Kultureinrichtungen dabei unterstützen, Klimaschutz strategisch zu verankern und nachhaltiger zu arbeiten.
Beitrag von Franziska Mohaupt (PDF)
Dase / Schlotter: MatchFactory – Vernetzung nicht dem Zufall überlassen
Gute Netzwerke entstehen nicht zufällig, sondern nur durch gezielte Gestaltung. Mit der MatchFactory im Rahmen der jährlichen Fachtagungen im Programm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ des BBE schaffen wir Räume, in denen aus ersten Kontakten Kooperationen werden können. Die MatchFactory ermöglicht und begleitet Vernetzung von der Vorbereitung über die Begegnung bis zur Nachbereitung. Dafür kommen Akteur*innen durch Online-Briefings, aktive Moderation und persönliche Vermittlung gezielt zusammen. Im Mittelpunkt stehen nicht Projektpräsentationen, sondern Gespräche und gemeinsame Anknüpfungspunkte. So entstehen tragfähige Verbindungen, die über eine einzelne Veranstaltung hinauswirken. Gerade im Klima-Engagement stärken solche Netzwerke Zusammenarbeit und Handlungsfähigkeit. Charlotte Dase und Dominik Schlotter stellen in ihrem Beitrag das Format »MatchFactory« vor, das die Vernetzung zwischen gemeinnützigen Organisationen, Politik, Verwaltung und Wissenschaft gezielt fördert. Am Beispiel der Zusammenarbeit von Kommunen und Zivilgesellschaft im Klimaschutz verdeutlichen sie, wie strukturierte Vernetzung Kräfte bündeln und gemeinsames Engagement stärken kann.
Beitrag von Charlotte Dase und Dominik Schlotter (PDF)
Der KlimaCheck des BBE – ein Selbsterkundungstool für Klimaschutz
Das BBE-Klimateam hat mit dem »KlimaCheck« ein Selbsterkundungstool entwickelt. Es unterstützt gemeinnützige Organisationen dabei, ihren aktuellen Stand im Klimaschutz einzuschätzen und Handlungsbedarfe zu erkennen. Mithilfe von Fragen zu Strategie und Organisation, Energie, Mobilität und Beschaffung bietet das Tool eine praxisnahe Orientierung für die Verankerung des Klimaschutzes im Organisationsalltag. Nach einer Erprobung mit Organisationen aus dem BBE-Netzwerk wird der KlimaCheck am 19. November 2026 auf der BBE-Mitgliederversammlung vorgestellt und steht anschließend kostenfrei zur Verfügung.
Beitrag zum KlimaCheck des BBE (PDF)
Die Fachtagung Klima-Engagement 2026. Ein Bericht
Klimaschutz gelingt sich nicht allein durch Strategien und Programme, sondern vor Ort, in Städten und Gemeinden, da wo bürgerschaftliches Engagement stattfindet. Im Zuge der Fachtagung Klima-Engagement des BBE im Oktober 2026 diskutierten unter dem Motto »Klima. Kommune. Kooperation« mehr als 100 Teilnehmende aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft darüber, wie Zusammenarbeit vor Ort gelingen kann. Dabei wurde vor allem deutlich, dass funktionierender lokaler Klimaschutz auf Kooperation angewiesen ist und diese jeweils konkret ausgestaltet werden muss. Der Bericht blickt auf die BBE-Fachtagung zurück und zeigt, wie die Zusammenarbeit von Kommunen und Zivilgesellschaft den Klimaschutz vor Ort stärken kann.
Bericht zur Fachtagung Klima-Engagement 2026 (PDF)
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Anmeldung: Digitales Rahmenprogramm zum 11. BBE-Fachkongress im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«, 5. November 2026
Unter dem Titel »Gemeinsam stark in Zeiten von Veränderung: MsM-Community im Austausch« laden am 5. November von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr das BBE und openTransfer Patenschaften der Stiftung Bürgermut zu einem digitalen Austauschformat rund um das Thema »Resilienz« ein. Die Anmeldung ist bis zum 4. November möglich. Das BBE richtet den Kongress im Rahmen des Bundesprogramms »Menschen stärken Menschen«, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, seit der Lancierung des Programms im Jahr 2015 aus.
Weitere Informationen und Programm
BBE-Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen«
Wie kann Bildung zukunftsorientiert gedacht und konzipiert werden, in und mit kommunalen Räumen? Wie können individuelle Bildungs- und Lebensbiographien gestärkt und gesellschaftliche Mitgestaltung ermöglicht werden? Diese und weitere hochaktuelle Fragen stehen im Mittelpunkt der Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen« am 12. November 2026 in Leipzig, ausgerichtet durch die BBE-Arbeitsgruppen »Bildung und Engagement« und »Kommune und Engagement«. Zur Teilnahme eingeladen sind Vertreter*innen aus Kommunalpolitik und -verwaltung, aus Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft sowie alle, die Bildung vor Ort mitgestalten (wollen). Unterstützt wird die Tagung von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der VDI GaraGe. Anmeldungen sind noch möglich.
Weitere Informationen zur Fachtagung
Deutschland und die Ukraine im Dialog
Am 11. November 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) findet der digitale Auftakt der neuen Reihe »Deutschland und die Ukraine im Dialog: Hybride Bedrohungen und demokratische Resilienz – Was Deutschland und die Ukraine voneinander lernen können« statt. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine widmet sich die Veranstaltungsreihe der Frage, welche Rolle die Zivilgesellschaft für die Widerstandsfähigkeit demokratischer Gesellschaften spielt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen der ukrainischen Zivilgesellschaft im Umgang mit hybriden Bedrohungen, Desinformation und gesellschaftlicher Destabilisierung sowie die Frage, welche Impulse sich daraus für Deutschland und die weitere deutsch-ukrainische Zusammenarbeit ergeben. Zum Auftakt kommen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Staat, Wissenschaft und Think Tanks zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und Perspektiven für eine stärkere Zusammenarbeit zur Förderung demokratischer Resilienz zu entwickeln. Die Dialogreihe wird vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und Open Platform e.V., Teil der Allianz Ukrainischer Organisationen in Deutschland (Open Platform/AUO), in Kooperation mit der Europa-Union Deutschland (EUD) initiiert. Unterstützt wird sie von der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD). Die Simultanübersetzung (Deutsch–Ukrainisch und Ukrainisch–Deutsch) wird mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung ermöglicht.
Bei Interesse an der Teilnahme wenden Sie sich bitte an nino.kavelashvili[at]b-b-e.de.
Erste Berichte aus der BBE-Veranstaltungsreihe »Mittagsgespräch KI – Kompetenzen und Ansätze im Netzwerk«
Im Rahmen der BBE-Themenpat*innenschaft »Digitale Transformation und KI« wird das digitale Austauschformat »Mittagsgespräch KI« umgesetzt. In regelmäßigen Abständen können sich Mitglieder und Interessierte zu relevanten Themen rund um Kompetenzen, Anwendungsfälle und Perspektiven des gemeinwohlorientierten Umgangs mit KI austauschen. Interessierte können Themenschwerpunkte einbringen und selbst kurze Impulse beisteuern. Die ersten Mittagsgespräche des BBE geben Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele – von internen KI-Leitlinien über die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Videotools für mehrsprachige Kommunikation. Die Reihe wird fortgesetzt.
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Digital Democracy Day 2026
Am 5. November 2026 findet im Silent Green im Berliner Wedding der Digital Democracy Day unter dem Motto »Für eine resiliente digitale Demokratie« statt. Die von der Initiative Zukunft D organisierte interaktive Konferenz widmet sich der Frage, wie Demokratie in einer digitalisierten Gesellschaft gestärkt werden kann. Im Mittelpunkt stehen drei Themen: die inhaltliche und finanzielle Unabhängigkeit der Zivilgesellschaft in Krisenzeiten, der Schutz und die Weitergabe freien Wissens sowie demokratischer Zusammenhalt und Zukunftsperspektiven. Kreative Diskussions- und Mitmachformate bieten Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung von Akteur*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Bildung und Bürger*innen.
Weitere Informationen und Anmeldung
Demokratie ist Arbeit: Demokratische Kultur im Unternehmen stärken
Wie können Unternehmen demokratische Kultur im Arbeitsalltag fördern und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tagung »Demokratie ist Arbeit« am 11. November 2026 von 15:30 bis 19:00 Uhr im Ludwig Erhard Haus in Berlin. Auf dem Programm stehen wissenschaftliche und praxisorientierte Impulse, eine Podiumsdiskussion sowie Austauschrunden zu Themen wie Transparenz, Beteiligung, Diskriminierung, Desinformation und demokratischer Unternehmenskultur. Die Veranstaltung bringt Vertreter*innen aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern. Veranstalter sind die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Berlin. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Online-Workshop zum Auf- und Ausbau von Patenschafts- und Mentoringnetzwerken
Am 12. November 2026 findet von 13:00 bis 14:30 Uhr im Rahmen des Formats »Mentoring stärken, Zukunft gestalten: Impulse für die Praxis von Patenschaftsprojekten – die digitale Workshopreihe der Aktion zusammen wachsen« der Online-Workshop »Auf- und Ausbau von Patenschafts- und Mentoringnetzwerken« statt. Unter der Leitung von Rita Brechtmann vom Freiwilligen-Zentrum Wiesbaden e. V. erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Impulse zu den Grundlagen der Netzwerkarbeit, zur Vernetzung und zum fachlichen Austausch sowie zu Strategien für eine nachhaltige Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Eine Anmeldung ist bis zum 10. November 2026 über die Veranstaltungsseite möglich. Organisiert wird der Workshop von der Bundesservicestelle »Aktion zusammen wachsen« des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).
Weitere Informationen und Anmeldung
»Kommune bewegt Welt«: Neue Wettbewerbsrunde gestartet
Der Wettbewerb »Kommune bewegt Welt« von Engagement Global zeichnet das entwicklungspolitische Engagement deutscher Städte, Gemeinden und Landkreise aus. In der Wettbewerbsrunde 2026/2027 werden zwölf Preise mit insgesamt 210.000 Euro vergeben. Gesucht sind Projekte und langfristige Initiativen, die globale nachhaltige Entwicklung vor Ort stärken – beispielsweise durch kommunale Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens oder die Umsetzung der Agenda 2030. Bewertet werden unter anderem die strukturelle Verankerung des Engagements, erzielte Wirkungen und die jeweiligen Rahmenbedingungen. Auch Kommunen, die erst am Anfang ihrer entwicklungspolitischen Arbeit stehen, können sich bewerben. Die Bewerbung ist bis zum 29. Januar 2027 über die Online-Plattform möglich. Die Preisverleihung findet im Juni 2027 im Rahmen der 17. Bundeskonferenz der Kommunalen Entwicklungspolitik in Rostock statt. Der Wettbewerb wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.
Ausschreibung: Förderung für demokratiestärkende Praxis in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Der ABA Fachverband ruft freie Träger*innen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen zur Bewerbung für das Projekt »Du gehörst zu uns III« auf. Gefördert werden zusätzliche offene Angebote für junge Geflüchtete im Alter von sechs bis 14 Jahren mit 5.000 bis 10.000 Euro pro Praxisprojekt. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Qualitätsstandards für eine demokratiestärkende pädagogische Praxis. Die teilnehmenden Einrichtungen wählen dafür zwei von fünf Qualitätsdimensionen aus: Schutz vor Diskriminierung, Beziehung und Zugehörigkeit, Beteiligung und Selbstwirksamkeit, Konflikt- und Reflexionsfähigkeit sowie professionelle Gestaltung und Qualitätsentwicklung. Begleitende Fachimpulse, Coaching und gemeinsame Reflexion unterstützen die Umsetzung. Die Erfahrungen aus den Praxisprojekten fließen zudem in ein gemeinsames Lern- und Reflexionsmaterial für Fachkräfte ein. Bewerben können sich auch kleinere Einrichtungen und Teams. Dafür ist bis zum 4. Dezember 2026 eine etwa einseitige Projektskizze mit vorläufigem Kostenplan einzureichen. Der Projektzeitraum ist für das Jahr 2027 vorgesehen; die Förderung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung des Gesamtprojekts.
Weitere Informationen und Bewerbung
Kostenloses Kompaktseminar für engagierte Jugendliche in Fulda
Vom 27. bis 29. November 2026 veranstaltet Children for a better World e. V. im Rahmen des Programms CHILDREN JUGEND HILFT ein Workshopwochenende in der Jugendherberge Fulda für engagierte Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren. Das Seminar richtet sich an junge Menschen, die sich in sozialen, ökologischen oder politischen Projekten engagieren, und vermittelt praxisnahes Wissen zu Projektmanagement, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und Teamarbeit. Neben den Workshops bietet es Raum für Austausch und Vernetzung. Sämtliche Kosten für die An- und Abreise mit dem Zug, die Übernachtung und die Verpflegung übernimmt CHILDREN. Die 1994 gegründete, spendenfinanzierte Kinderhilfsorganisation mit Sitz in München setzt sich gegen Kinderarmut ein, fördert das Engagement junger Menschen und ermöglicht Kindern in Kinderbeiräten, über die Vergabe von Fördergeldern mitzuentscheiden. Das 1999 ins Leben gerufene Programm CHILDREN JUGEND HILFT unterstützt selbstinitiierte Projekte von Kindern und Jugendlichen finanziell, durch Anerkennung und mit Workshopangeboten. Pro Projekt können in der Regel zwei Personen am Kompaktseminar teilnehmen.
Anmeldung per E-Mail wirth[at]children.de
MUT Insights: Mission oder Organisation?
Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen ihre strategische Ausrichtung konsequent an ihrer gesellschaftlichen Wirkung orientieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt der sechsten Ausgabe des Digitalformats »MUT Insights« unter dem Titel »Mission > Organisation?«. Das Webinar am 24. November 2026 von 12:15 bis 13:15 Uhr lädt Führungskräfte und Entscheidungsträger*innen dazu ein, bestehende Denkmuster zu hinterfragen und abzuwägen, wann Wachstum der eigenen Organisation sinnvoll ist und wann Kooperationen, Übergaben oder das bewusste Loslassen bestehender Strukturen der Mission besser dienen.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de bis zum 6. November 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.
Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lisa-Sophie Linton und Nino Kavelashvili.
Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
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Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de