Engagiert für Klimaschutz

Gesellschaftlichen Wandel ermöglichen und voranbringen

Vielen Menschen erschien der Klimawandel lange Zeit noch weit entfernt. Inzwischen ist die Klimakrise auch vor der Haustüre der Mitteleuropäer angekommen. Mit der Reaktion der Pflanzen- und Tierwelt auf die Erderwärmung sowie deren Einfluss auf die Jahreszeiten, auf Fragestellungen im Gesundheitssektor, der Landwirtschaft aber auch zum Beispiel im Sport, der Kultur und dem Tourismus werden die Folgen des Klimawandels auch in unserer direkten Umgebung konkret wahrnehmbar. Sie bedrohen die Lebensumstände. Auch in der öffentlichen Debatte ist das Thema angekommen. Die Botschaft ist: Der Klimawandel geht uns alle an. Und: Der Klimakrise kann etwas entgegengesetzt werden. Die Dringlichkeit wächst, dennoch reicht der Handlungsdruck noch bei weitem nicht aus. Hier setzt das Programm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ des BBE an.

Das Rahmenprogramm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ läuft seit Mitte des Jahres 2021 im BBE. In Kooperation mit und gefördert durch die Stiftung Mercator sollen gemeinsam mit den BBE-Mitgliedern und weiteren Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft neue Räume geschaffen werden – für den Diskurs und die fachliche, politische und organisationale Weiterentwicklung des Themenfelds Klimaschutz im Netzwerk und darüber hinaus. Für Kooperationen, Allianzen und Austausch zwischen Akteur*innen, die sich vielleicht bislang noch nicht nah standen, aber gemeinsam Klima „anpacken“ wollen. Und für innovative Ideen und Projekte, die zur Entwicklung und zur Stärkung von Klimaschutz in zivilgesellschaftlichen Organisationen beitragen.

Im Rahmen der vierjährigen Programmlaufzeit wird auf mehreren Ebenen angesetzt:

  • Katalysator: Das BBE bietet als sektorenübergreifender Zusammenschluss wichtige thematische Ansätze für eine Verschränkung der spezifischen zivilgesellschaftlichen Agenda mit klimapolitischen Anliegen. Es wird an die Potentiale der Vernetzung und die bereits bestehenden Themen und Formate im BBE systematisch angeknüpft und gemeinsam mit den Mitgliedern daran gearbeitet, Verbindungen zum Thema Klimaschutz zu identifizieren und zu etablieren. Mit Fachwerkstätten, Workshops und einer Tagung werden Räume für den Fachaustausch und die Vernetzung geschaffen. Akteure aus dem Feld der Umweltverbände und des Klimaschutzes im engeren Sinne sollen ebenso wie informellere Strukturen, Bewegungen und Initiativen mit den Organisationen der weiteren Zivilgesellschaft in den Austausch gebracht werden. Ein Multiplikator*innennetzwerk wird weiterentwickelt und etabliert.
     
  • Ideenwettbewerb: Als Inkubator für die Entwicklung neuer Ideen wird im Programm ein Ideenwettbewerb ausgerufen: In zwei Runden über jeweils eineinhalb Jahre hinweg werden zehn Projekte mit einer Fördersumme von bis zu 50.000 Euro pro Projekt gefördert, kommunikativ begleitet und öffentlichkeitswirksam präsentiert. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden bei ihrer Neuausrichtung und der Aufnahme des Themas Klimaschutz auf ihre Agenda unterstützt, innovative Best Practices sichtbar gemacht. Der Schwerpunkt liegt auf kooperativen Ansätzen, der Diskursverschränkung und dem Aufbrechen des Silodenkens. Bewerben können sich zivilgesellschaftliche Organisationen, die Klimaschutz in der Zivilgesellschaft fördern und das Thema in die Breite tragen wollen. Auswahl und externe fachliche Beratung erfolgen durch einen Beirat.

    Die Bewerbungsphase für den ersten Förderzeitraum (1. März 2022 bis 31. August 2023) läuft: Bis zum 31. Dezember 2021 können sich interessierte Organisationen mit ihren innovativen Projekten und Ideen bewerben! Weitere Informationen
     
  • Zukunftsgipfel Klima-Engagement: Der Zukunftsgipfel Klima-Engagement ist eine große politische Fachveranstaltung mit Strahlkraft: Hier werden die bestehenden Formate aus dem Gesamtvorhaben systematisch verknüpft und dynamisiert. Stabile Kommunikationskontakte werden aufgebaut zwischen den relevanten politischen Verantwortlichen, Wissenschaftler*innen, Unternehmern und Unternehmer*innen, zivilgesellschaftlich Engagierten, Innovator*innen, Publizist*innen. Nachhaltig wirksame Kommunikationsbrücken werden etabliert. Der zweitägige Kongress findet auf Einladung der Stiftung Mercator und des BBE am 2. und 3. Juni 2022 statt. Weitere Informationen
     
  • Politische Impulsgeberin: Mit dem Programm setzt das BBE klare Akzente als politische Impulsgeberin in der eigenen fachpolitischen Arbeit. Wesentliche Zielsetzungen zum Klimaschutz sollen in der politischen Debatte stärker vorangetrieben und politische Rahmenbedingungen für den Klimaschutz verbessert werden. Zu diesem Zweck soll die Zivilgesellschaft in ihren spezifischen Feldern und Bezügen sprechfähiger werden und mehr Gehör finden. Ziel ist, das Thema mit deutlicherer Wirkung auf der politischen Agenda zu platzieren. Zu diesem Zweck wird es zum (Kern-)Thema ausgewählter politischer Formate geben.

Das Programm wird gefördert durch die Stiftung Mercator.