BBE Europa-Nachrichten

BBE Europa-Nachrichten Nr. 8 vom 1.10.2026

Die BBE Europa-Nachrichten zu »Newsletter für Engagement und Partizipation« bieten monatlich Informationen und Hintergrundberichte zu europäischen Fragen der Engagementpolitik und -förderung, Gastbeiträge namhafter Europaexpert*innen sowie Hinweise auf internationale Beteiligungsverfahren.

Aktuelles aus europäischer Engagementpolitik und -debatte

Lage der Union 2026: Prioritäten für ein handlungsfähigeres Europa
Stimmen aus der Zivilgesellschaft zur Lage der Union 2026
EWSA: Zivilgesellschaft als Teil europäischer Resilienz
Erasmus+ 2028-2034: Europaparlament fordert mehr Mittel und bessere Zugänglichkeit
Civil Society Europe: Zivilgesellschaft als Säule des Democracy Shield
Digital Services Act: EU-Kommission berät mit Zivilgesellschaft und Forschung
European Week of Sport: Auftakt mit parlamentarischem Workout
KI-Politik: Mehr Beteiligung der Zivilgesellschaft gefordert
Ergebnisse der Umfrage zur Rolle von Unternehmen für die demokratische Resilienz in Deutschland

Schwerpunkt: Europa im Klassenzimmer: Bildung, Zivilgesellschaft und europäische Werte

Zum Schwerpunktthema
Europäische Koalition für Lese- und Schreibkompetenz in Brüssel gegründet
EU plant Bildungspaket 2040: Zivilgesellschaft an Konsultation beteiligt
AI Literacy Framework für Schulen in allen EU-Amtssprachen verfügbar
European Innovative Teaching Award 2026: Erasmus+-Projekte ausgezeichnet
eTwinning 2026: Zukunftsfähige Schulen für ein demokratisches Europa
Bildung für Europa: Werte, die Europa verbinden
Europäischer Wettbewerb für Schüler*innen

Internationale Beteiligungsverfahren

Umfrage zur Europäischen Bürgerinitiative: Erfahrungen und Anregungen gesucht
Social Media und Influencer*innen für erfolgreiche Kampagnen
EU-Bürgerforum zur demokratischen Resilienz gestartet

Aktuelles aus dem BBE und von europäischen Partnern

BBE-Strategierunde »Europa«: Europäische Aktivitäten weiterentwickeln
Parlamentarischer Abend zur Internationalen Jugendarbeit
EBD-Dokumentationsfilm: Gemeinsam für Europa

Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen

Heute startet die DiscoverEU-Bewerbung für 18-Jährige
16. EWSA-Zivilgesellschaftspreis: Initiativen gegen Armut gesucht
Diskussion zu Transparenz und demokratischer Kontrolle in der EU
Europäischer Tag der Sprachen: Sprache als Schlüssel zur Inklusion
Dialog mit der Europäischen Bürgerbeauftragten
College of Europe: Europa studieren, Europa gestalten
Argumentationstraining für demokratische Werte



Hinweis


Aktuelles aus europäischer Engagementpolitik und -debatte

Lage der Union 2026: Prioritäten für ein handlungsfähigeres Europa

In ihrer Rede zur Lage der Union (»State of the Union Address«) am 16. September 2026 stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen neben Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und strategischer Handlungsfähigkeit auch den Schutz der europäischen Demokratie und Werte in den Mittelpunkt. Als Herausforderungen nannte sie unter anderem ausländische Einflussnahme, Desinformation und hybride Bedrohungen. Die demokratische Widerstandsfähigkeit Europas soll daher weiter gestärkt und insbesondere der Schutz des demokratischen Raums ausgebaut werden. Für die europäische Zivilgesellschaft relevant ist zudem der angekündigte Europakongress 2027, der anlässlich des 70. Jahrestags der Römischen Verträge stattfinden soll. Er soll Menschen und Akteure aus Europa zusammenbringen und Raum für die Debatte über die Zukunft der Europäischen Union schaffen. Bei der Rede zur Lage der Union handelt es sich um die jährliche Grundsatzrede der Präsidentin bzw. des Präsidenten der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Parlament. Sie gibt einen Überblick über die politischen Schwerpunkte der Kommission und skizziert die Vorhaben für das kommende Jahr.

Vollständige Rede von Präsidentin von der Leyen zur Lage der Union


Stimmen aus der Zivilgesellschaft zur Lage der Union 2026

Die Rede zur Lage der Union 2026 hat bei verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen Fragen zur demokratischen Weiterentwicklung, zur Handlungsfähigkeit der Europäischen Union und zur Beteiligung der Zivilgesellschaft aufgeworfen. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) begrüßt die weitere Stärkung des Europäischen Zentrums für demokratische Resilienz. Es fordert zugleich eine verbindliche Beteiligung der organisierten Zivilgesellschaft. Positiv bewertet das BBE zudem die Verknüpfung europäischer Fördermittel mit Rechtsstaatlichkeit und Grundrechten sowie den geplanten Europakongress zum 70. Jahrestag der Römischen Verträge. Auch die Europa-Union Deutschland (EUD) begrüßt den geplanten Europakongress. Zugleich fordert die EUD, den Kongress nicht auf eine symbolische Debatte zu beschränken, sondern konkrete Vorschläge für die Weiterentwicklung der Europäischen Union zu erarbeiten. Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) richtet den Blick vor allem auf die institutionelle Weiterentwicklung der EU. Sie begrüßt den Fokus auf europäische Souveränität und Handlungsfähigkeit, sieht jedoch Reformbedarf bei den Entscheidungsstrukturen. Der Europakongress könne Impulse geben, dürfe notwendige institutionelle Reformen jedoch nicht ersetzen. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) legt den Schwerpunkt auf Klima- und Umweltpolitik. Der Verband forderte unter anderem einen konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien, konkrete Maßnahmen für Klimaneutralität und eine stärkere Elektrifizierung auf Basis erneuerbarer Energien und von Energieeffizienz. Auch bei der angekündigten europäischen Strategie zur Klimaresilienz sieht der DNR weiteren Handlungsbedarf. Der European Citizen Action Service (ECAS) stellt die gesellschaftliche Resilienz in den Mittelpunkt seiner Reaktion. Aus Sicht von ECAS müssen Bürger*innen über Wissen, Rechte und Möglichkeiten verfügen, um sich an politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu beteiligen. Dies gelte auch für Fragen der europäischen Sicherheits-, Technologie- und KI-Politik.

Statement des BBE von Rainer Hub und Christian Moos, BBE, zur Rede zur Lage der Union 2026 (PDF)

Europa-Union Deutschland zur Rede zur Lage der Europäischen Union 2026

EBD-Analyse: SOTEU 2026: Europäische Handlungsfähigkeit braucht jetzt institutionelle Reformen

Rede zur Lage der Europäischen Union: DNR fordert Ende der fossilen Abhängigkeit

ECAS Antwort zur Lage der Union 2026


EWSA: Zivilgesellschaft als Teil europäischer Resilienz

Als institutionelle Stimme der organisierten Zivilgesellschaft auf EU-Ebene hat auch der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) die Rede zur Lage der Union 2026 eingeordnet. In seinen Reaktionen richtet der Ausschuss den Blick insbesondere darauf, welche Rolle gesellschaftliche Akteure bei der Bewältigung der aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen Europas spielen können. EWSA-Präsident Séamus Boland hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der organisierten Zivilgesellschaft für eine demokratischere, sozial nachhaltige und wirksame europäische Politikgestaltung hervor. Cillian Lohan, Präsident der EWSA-Gruppe »Organisationen der Zivilgesellschaft«, fordert eine ehrgeizige und nachhaltige EU-Agenda und eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen in deren Umsetzung. Grundrechte, die grüne Transformation und die Stärkung demokratischer Strukturen stehen dabei ebenso im Fokus wie die Beteiligung von Bürger*innen. Ariane Rodert, Vizepräsidentin der EWSA-Gruppe »Organisationen der Zivilgesellschaft«, stellt in einer weiteren Einordnung die gesellschaftliche Resilienz in den Mittelpunkt. Erfahrungen aus Pandemie, Energiekrise, dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und klimabedingten Katastrophen zeigten die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen für humanitäre Hilfe, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und verlässliche Informationen. Für eine widerstandsfähige EU brauche es daher neben wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit auch starke Gemeinschaften und einen handlungsfähigen zivilgesellschaftlichen Sektor.

EWSA-Präsident Séamus Boland – Statement zur SOTEU 2026

Cillian Lohan, Präsident der Gruppe Organisationen der Zivilgesellschaft des EWSA: #SOTEU: Die Zivilgesellschaft fordert eine ehrgeizige, nachhaltige EU-Agenda

Ariane Rodert, Vizepräsidentin der Gruppe für zivilgesellschaftliche Organisationen des EWSA: Reflexionen über die Rolle der Zivilgesellschaft beim Aufbau der Widerstandsfähigkeit Europas


Erasmus+ 2028-2034: Europaparlament fordert mehr Mittel und bessere Zugänglichkeit

Der Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments hat seine Position zum Erasmus+-Programm 2028-2034 beschlossen. Die Abgeordneten fordern ein höheres Budget von 47,39 Mrd. Euro gegenüber den von der Kommission vorgeschlagenen 40,8 Mrd. Euro sowie eine klarere Mittelverteilung auf Bildung und Ausbildung (74,6 %), Jugend und Freiwilligentätigkeit (15 %) und Sport (4,1 %). Zugleich soll Erasmus+ einfacher, planbarer und inklusiver werden. Bei Mobilitätsförderungen sollen Unterschiede bei Lebenshaltungs- und Wohnkosten sowie die Inflation stärker berücksichtigt werden. Vorgesehen ist zudem eine stärkere Unterstützung von Lehrkräften sowie eine Ausweitung der Mobilitätsmöglichkeiten im Breitensport. Nach der Abstimmung im CULT-Ausschuss muss nun das Plenum des Europäischen Parlaments über die Position entscheiden; anschließend können die Verhandlungen mit dem Rat beginnen.

Pressemitteilung des Europäischen Parlaments (29.9.2026)


Civil Society Europe: Zivilgesellschaft als Säule des Democracy Shield

Civil Society Europe hat in einem aktuellen Positionspapier Empfehlungen zur Umsetzung des geplanten Democracy Shield der EU vorgelegt. Das europäische Netzwerk betont die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft beim Schutz und bei der Stärkung demokratischer Strukturen. Es fordert unter anderem, das Europäische Zentrum für demokratische Resilienz zu einem zentralen Koordinierungspunkt für die verschiedenen Maßnahmen des Democracy Shield weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sollen unabhängige Institutionen, Faktenchecks sowie die institutionelle und zivilgesellschaftliche Resilienz im Wahlbereich gestärkt werden. Civil Society Europe spricht sich zudem für eine konsequente Umsetzung des European Media Freedom Act, Digital Services Act, Digital Markets Act und AI Act sowie für eine engere europäische Zusammenarbeit zum Schutz von Wahlen aus. Auch die Rolle der Zivilgesellschaft beim Aufbau gesellschaftlicher Resilienz soll nach Auffassung des Netzwerks stärker anerkannt werden, etwa im Katastrophenschutz, bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels und bei der Stärkung des gesellschaftlichen Vertrauens. Mit Blick auf den EU-Haushalt 2028-2034 fordert Civil Society Europe zudem ein starkes AgoraEU-Programm, das zivilgesellschaftliche Organisationen, Kultur und Medien langfristig unterstützt.

Weitere Informationen


Digital Services Act: EU-Kommission berät mit Zivilgesellschaft und Forschung

Am 23. September 2026 hat die Europäische Kommission den fünften Runden Tisch mit rund 60 Organisationen der Zivilgesellschaft und Forschungseinrichtungen zur Umsetzung des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) veranstaltet. Im Mittelpunkt standen systemische Risiken digitaler Plattformen und mögliche Maßnahmen zu deren Eindämmung. Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre Analysen der Risikobewertungsberichte von Plattformen, eigene Forschung zu systemischen Risiken und Minderungsmaßnahmen sowie über Forschungsmethoden und den Zugang zu Daten aus. Die Kommission informierte über zentrale Schritte des DSA-Durchsetzungsverfahrens und zeigte Möglichkeiten auf, wie Zivilgesellschaft und Wissenschaft zur Umsetzung und Durchsetzung des DSA beitragen können. Weitere Themen waren der Schutz von Minderjährigen, Online-Marktplätze und Risiken im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Auch der jüngst vorgestellte Vorschlag für ein EU-Kids-Gesetz wurde erörtert. Der regelmäßige Austausch ist Teil der laufenden Zusammenarbeit der Kommission mit Zivilgesellschaft und Forschung und soll zu einem sicheren, transparenten und rechenschaftspflichtigen digitalen Umfeld in der EU beitragen.

Weitere Informationen


European Week of Sport: Auftakt mit parlamentarischem Workout

Unter dem Motto #BEACTIVE stand vom 23. bis 30. September 2026 die European Week of Sport im Zeichen von mehr Bewegung und einem aktiveren Alltag. Ziel der europaweiten Aktionswoche war es, Menschen für regelmäßige Bewegung zu sensibilisieren und entsprechende Angebote zugänglich zu machen. Den Auftakt bildete das parlamentarische Workout »United let’s move.« am Spreeufer neben dem Reichstag. Daran nahmen unter anderem der Staatsminister für Sport und Ehrenamt, Ronald Rauhe, die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Aydan Özoğuz, Abgeordnete verschiedener Fraktionen sowie Vertreter der Fitness- und Gesundheitsbranche teil. Nach den Grußworten von Aydan Özoğuz und Ronald Rauhe sowie der Begrüßung durch den DSSV e. V. ging es unmittelbar in die Praxis: Unter Anleitung der bekannten Les-Mills-Presenterin Eileen Post absolvierten die Teilnehmer*innen ein gemeinsames Workout. Im Mittelpunkt standen nicht sportliche Höchstleistungen, sondern Bewegung, gemeinsames Training und die Botschaft, dass Fitness unabhängig vom individuellen Leistungsniveau zugänglich sein kann. Die Aktion setzte sich dafür ein, Bewegung niedrigschwellig zu ermöglichen und Fitness als Teil eines aktiven Lebensstils zu stärken. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung der Fitness- und Gesundheitsbranche für Bewegung und Prävention.

Weitere Informationen


KI-Politik: Mehr Beteiligung der Zivilgesellschaft gefordert

In einem Interview erläutert Rudolf Kolbe, Berichterstatter des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) zur Stellungnahme zur »Apply AI Strategy – strengthening the AI continent«, zentrale Empfehlungen für die europäische KI-Politik. Europa müsse die Anwendung von Künstlicher Intelligenz deutlich beschleunigen. 2025 nutzten erst rund 20 Prozent der Unternehmen in der EU KI. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie die freien Berufe benötigten leichter zugängliche Fördermöglichkeiten, weniger Verwaltungsaufwand und klare Regelungen zum geistigen Eigentum. Zugleich müsse Vertrauen eine zentrale Grundlage der KI-Nutzung sein. Kolbe spricht sich für eine menschenzentrierte, transparente und verantwortungsvolle Anwendung von KI, sektorbezogene ethische Standards und eine stärkere Vermittlung von KI-Kompetenzen aus. Nach dem Rückzug der KI-Haftungsrichtlinie sieht er zudem weiteren Bedarf an Rechtssicherheit bei Haftungsfragen. Eine stärkere Beteiligung von Sozialpartnern, Zivilgesellschaft, KMU und freien Berufen hält Kolbe auch für die europäische KI-Governance für erforderlich. Diese Akteure sollten einen formellen Platz in der Apply AI Alliance, im AI Observatory und in weiteren einschlägigen Prozessen erhalten. Mit Blick auf den EU-Haushalt 2028-2034 fordert Kolbe zudem eine verlässliche langfristige Finanzierung der europäischen KI-Politik. Leitgedanke seiner Empfehlungen ist, KI stärker zur Anwendung zu bringen, verantwortungsvoll und mit dem Menschen im Mittelpunkt.

Interview


Ergebnisse der Umfrage zur Rolle von Unternehmen für die demokratische Resilienz in Deutschland

Eine repräsentative YouGov-Onlinebefragung im Auftrag der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) hat 505 Führungskräfte mit Entscheidungsverantwortung in Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten in Deutschland zur Rolle der Wirtschaft für die demokratische Resilienz befragt. 81 % der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen grundsätzlich Verantwortung für den Schutz der Demokratie tragen. 78 % sehen demokratische Stabilität als relevante Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens. Am meisten Zustimmung finden öffentliche Positionierungen zu demokratischen Grundsatzfragen (71 %), die Unterstützung gesellschaftlicher Organisationen (70 %) sowie das Eintreten gegen antidemokratische Bewegungen (67 %). Tagespolitische Positionierungen werden von 52 % befürwortet, während parteipolitische Kritik oder Unterstützung mit 37 % deutlich weniger Zustimmung erhält. Für 43 % der Befragten hat die Bedeutung demokratierelevanter Themen in ihrem Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. Gleichzeitig zeigt sich ein Engagement-Gap: Viele Befragte befürworten entsprechende Aktivitäten, während diese in einem Teil der Unternehmen noch nicht umgesetzt werden. Als Hürden werden insbesondere die Gefahr einer Polarisierung im Unternehmen (32 %), Reputationsrisiken (28 %) und rechtliche Unsicherheit (24 %) genannt. Weitere 22 % sehen mögliche Nachteile für Kunden oder Geschäftspartner als Hemmnis. Auch die europäische Dimension der Befragung ist deutlich: 58 % bewerten die deutsche EU-Mitgliedschaft als vorteilhaft für ihr Unternehmen, während 13 % überwiegend Nachteile sehen. Die Ergebnisse zeigen damit einen Zusammenhang zwischen demokratischer Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und verlässlichen Rahmenbedingungen auf der einen sowie wirtschaftlichem Erfolg und Planungssicherheit auf der anderen Seite.

Umfrage

Grafik zur Umfrage (PDF)


Schwerpunkt: Europa im Klassenzimmer: Bildung, Zivilgesellschaft und europäische Werte

Zum Schwerpunktthema

Europäischer Tag der Sprachen am 30. September und der Welttag der Lehrkräfte am 5. Oktober 2026 lenken den Blick auf zwei zentrale Voraussetzungen für demokratische Gesellschaften: Verständigung und Bildung. Wie kann Bildung Menschen befähigen, sich in einem demokratischen Europa zu orientieren, einzubringen und es mitzugestalten? Europa beginnt für viele junge Menschen im Klassenzimmer. Schulen und Lehrkräfte vermitteln längst nicht mehr nur Fachwissen. Sie schaffen Räume für Begegnung, Beteiligung und die Auseinandersetzung mit europäischen Werten. Gerade angesichts von Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung gewinnen digitale und KI-Kompetenz, Lesefähigkeit und Mehrsprachigkeit an Bedeutung. Sie stärken die Fähigkeit, Informationen kritisch einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und sich am gesellschaftlichen und demokratischen Leben zu beteiligen. Zugleich leisten zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, Jugendinitiativen, Bibliotheken und europäische Netzwerke einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Sie schaffen Räume für Begegnung, Engagement und europäische Zusammenarbeit und ergänzen damit die Bildungsarbeit von Schulen und Lehrkräften. Die Europäische Kommission stellt dafür neue und aktualisierte Bildungsangebote bereit vom AI Literacy Framework über Leitlinien zur digitalen Bildung bis hin zur European Literacy Coalition. Zugleich bieten Initiativen wie eTwinning und der Europäische Tag der Sprachen Möglichkeiten für Austausch, europäische Zusammenarbeit und inklusive Bildung. Unser Schwerpunkt beleuchtet aktuelle europäische Bildungsinitiativen und zeigt, wie Schulen, Zivilgesellschaft und europäische Zusammenarbeit dazu beitragen, demokratische Teilhabe zu stärken und europäische Werte mit Leben zu füllen.


Europäische Koalition für Lese- und Schreibkompetenz in Brüssel gegründet

Am 22. und 23. September 2026 wurde in Brüssel ein europäisches Netzwerk, die European Literacy Coalition, gegründet. Organisationen aus Bildung, Kultur, Wissenschaft, Medien, Gesundheit und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um gemeinsame Ansätze zur Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen über alle Lebensphasen hinweg zu entwickeln. Grundlage der Koalition ist das Warschauer Memorandum, das im Anschluss an einen Co-Creation-Workshop im Mai 2026 erarbeitet wurde. Das Dokument formuliert ein gemeinsames Verständnis von Alphabetisierung, benennt zentrale Barrieren und ruft Organisationen sowie Einzelpersonen europaweit zur Beteiligung auf. Die Koalition versteht Alphabetisierung als Grundlage für Lernen, gesellschaftliche Teilhabe und Resilienz. Dabei geht es nicht nur um Lese- und Schreibfähigkeiten, sondern auch um den kompetenten Umgang mit Informationen in einer zunehmend digitalen Gesellschaft sowie um den Umgang mit Fehlinformation und Desinformation.

Weitere Informationen und Beitritt zur European Literacy Coalition


EU plant Bildungspaket 2040: Zivilgesellschaft an Konsultation beteiligt

Die Europäische Kommission bereitet für das vierte Quartal 2026 ein neues Bildungspaket vor. Mit dem »Fahrplan für das Bildungspaket 2040« sollen drei zentrale Herausforderungen der europäischen Schulbildung angegangen werden: der Rückgang grundlegender Kompetenzen, der zunehmende Lehrkräftemangel und der Bedarf an einer digital souveränen Bildungsinfrastruktur. Im Bereich der digitalen Bildung stehen menschliche Handlungsfähigkeit, Inklusion und digitale Souveränität im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz im Mittelpunkt. Auch Medienkompetenz, Online-Sicherheit und das Wohlbefinden der Lernenden sollen gestärkt werden. Im Rahmen der Aufforderung zur Stellungnahme konnten sich zahlreiche Akteur*innen an der Vorbereitung des Pakets beteiligen. Dazu gehörten neben Lehrkräften, Schulen, Lernenden, Eltern und Bildungsbehörden auch Forschende, Sozialpartner sowie ausdrücklich zivilgesellschaftliche und Jugendorganisationen. Insgesamt gingen 440 gültige Rückmeldungen ein. Rund 20 Prozent der Beiträge wurden von Nichtregierungsorganisationen (NROs) eingereicht. Die Rückmeldungen sollen dazu beitragen, die Problembeschreibung zu präzisieren, Prioritäten für EU-Maßnahmen festzulegen und die geplanten Initiativen weiterzuentwickeln.

Rückmeldungen zur Initiative


AI Literacy Framework für Schulen in allen EU-Amtssprachen verfügbar

Das AI Literacy Framework für Grund- und Sekundarschulen ist inzwischen in allen Amtssprachen der Europäischen Union verfügbar. Der von der Europäischen Kommission, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und internationalen Expert*innen entwickelte Rahmenplan soll einen gemeinsamen Referenzrahmen für die Vermittlung von KI-Kompetenz in der schulischen Bildung schaffen. Das Framework beschreibt zentrale Bereiche und Kompetenzen, die Schüler*innen für einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz benötigen. Neben konzeptionellen Grundlagen enthält der Rahmenplan auch praktische Beispiele für die Anwendung von KI-Kompetenzen im Bildungskontext. Über die Website des Frameworks stehen die Inhalte zudem in einem interaktiven Format zur Verfügung. Nutzer*innen können die Perspektive an ihren jeweiligen fachlichen Hintergrund anpassen und sich gezielt über relevante Inhalte und Anwendungsbeispiele informieren.

AI Literacy Framework

Weitere Informationen

Europäischer Bildungsraum (European Education Area): Leitlinien über die ethische Nutzung von KI und Daten für Lehr- und Lernzwecke

Leitlinien für Lehrkräfte und Bildungspersonal zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Bekämpfung von Desinformation


European Innovative Teaching Award 2026: Erasmus+-Projekte ausgezeichnet

Die Europäische Kommission hat am 29. September 2026 die Gewinner*innen des European Innovative Teaching Award (EITA) 2026 bekannt gegeben. Die Europäische Kommission vergibt den European Innovative Teaching Award seit 2021 jährlich. Die Auszeichnung macht innovative Lehr- und Lernansätze in Erasmus+-Projekten sichtbar und fördert den Austausch guter Praxis in der europäischen Bildungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht das Motto »Skills for Life«. Ausgezeichnet werden Erasmus+-Projekte aus den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie weiteren am Programm Erasmus+ beteiligten Ländern, die grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Lesen und Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, digitale Kompetenzen und Bürgerkompetenz fördern. Diese fünf Kompetenzbereiche bilden nach Auffassung der Europäischen Kommission eine wichtige Grundlage für kritisches Denken, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Orientierung in einer zunehmend digitalen Welt. Der EITA 2026 knüpft an den Basic Skills Action Plan an, der Bürgerkompetenz als eine von fünf grundlegenden Kompetenzen für lebenslanges Lernen einordnet.

Weitere Informationen

Ausgezeichnete Projekte


eTwinning 2026: Zukunftsfähige Schulen für ein demokratisches Europa

Wie können Schulen junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, die von Künstlicher Intelligenz, digitalen Medien und gesellschaftlichem Wandel geprägt ist? Antworten darauf stehen im Mittelpunkt der diesjährigen eTwinning-Jahreskonferenz »Future-ready schools: Empowering teachers and learners«, die vom 1. bis 3. Oktober 2026 in Brüssel stattfindet. Die neue Schwerpunktsetzung von eTwinning, der europäischen Community für Schulen und pädagogische Fachkräfte, für die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 verbindet digitale Kompetenzen, Demokratiebildung, Inklusion und europäische Werte. Im Fokus stehen die Beteiligung von Schüler*innen, der verantwortungsvolle Umgang mit KI, Medien- und Datenkompetenz sowie die Stärkung resilienter und inklusiver Lernumgebungen. Wie diese Ziele in der Praxis umgesetzt werden können, zeigt auch die aktuelle eTwinning-Publikation »Building Basic Skills through eTwinning«. Die Beispiele verdeutlichen, wie internationale Schulpartnerschaften kritisches Denken, demokratische Teilhabe und interkulturelles Lernen stärken. Damit unterstreicht die Veröffentlichung die Rolle von eTwinning als Plattform für europäische Bildungszusammenarbeit und für die Förderung von Kompetenzen, die für eine demokratische und digitale Gesellschaft von Bedeutung sind.

Weitere Informationen zur eTwinning-Konferenz 2026

Building basic skills through eTwinning


Bildung für Europa: Werte, die Europa verbinden

Fühlen sich Menschen in Deutschland als Europäerinnen und Europäer? Über 80 % bejahen diese Frage. Doch welche Werte verbinden Europa und welche Rolle spielt Bildung bei ihrer Vermittlung? Die aktuelle Ausgabe des Journals »Bildung für Europa« widmet sich diesen Fragen und zeigt, wie Erasmus+ und weitere europäische Initiativen die Auseinandersetzung mit europäischen Werten unterstützen. Darüber hinaus beleuchtet das Journal das Netzwerk der Erasmus+-Berater*innen in der Berufsbildung und geht darauf ein, wie Bibliotheken von Erasmus+ profitieren können. Herausgegeben wird die Publikation von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Bildung für Europa, Nr. 42/2026: Werte, die Europa verbinden


74. Europäischer Wettbewerb für Schüler*innen

Was kostet die Zukunft und was ist sie uns wert? Unter dem Motto »Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?« lädt der 74. Europäische Wettbewerb Schüler*innen aller Altersstufen dazu ein, sich kreativ mit Fragen von Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Ob Bild, Text, Podcast, Musik oder Video: Die Teilnehmenden können ihre Ideen und Zukunftsvorstellungen in vielfältigen Formaten umsetzen. Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands. Seit seiner Gründung im Jahr 1953 fördert er die Auseinandersetzung mit europäischen Themen und stärkt die europäische Dimension im Unterricht. Mit jährlich bis zu 80.000 Teilnehmer*innen an rund 1.300 Schulen zählt er zu den renommiertesten Bildungswettbewerben in Deutschland. Neu in der aktuellen Wettbewerbsrunde ist eine offene Aufgabe, die lediglich durch eine Überschrift vorgegeben wird und besonders viel Raum für eigene Ideen bietet. Mit seinen altersgerechten Aufgaben fördert der Wettbewerb europäische Bildung, demokratische Teilhabe und das Verständnis für gemeinsame europäische Herausforderungen. Er zeigt, wie Europa bereits im Klassenzimmer erfahrbar werden kann und junge Menschen ermutigt, ihre Perspektiven auf die Zukunft Europas einzubringen.

Weitere Informationen


Internationale Beteiligungsverfahren

Umfrage zur Europäischen Bürgerinitiative: Erfahrungen und Anregungen gesucht

Die Europäische Kommission ruft EU-Bürger*innen sowie Organisationen der Zivilgesellschaft dazu auf, sich an einer Umfrage zur Europäischen Bürgerinitiative (EBI) zu beteiligen. Gefragt sind Erfahrungen mit der Unterzeichnung, Unterstützung oder möglichen Organisation von Bürgerinitiativen auf europäischer Ebene. Die Rückmeldungen fließen in die regelmäßige Überprüfung der Europäischen Bürgerinitiative ein, deren Evaluierungsbericht bis Ende 2027 veröffentlicht werden soll. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis Ende 2026 möglich.

Weitere Informationen und Teilnahme


Social Media und Influencer*innen für erfolgreiche Kampagnen

Wie können Europäische Bürgerinitiativen durch soziale Medien mehr Sichtbarkeit und Unterstützung gewinnen? Das ECI Forum lädt am 6. Oktober 2026 zu einem einstündigen Webinar ein, in dem Organisator*innen von Europäischen Bürgerinitiativen und Kommunikationsexpert*innen erfolgreiche Strategien für digitale Kampagnen vorstellen. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung einer wirkungsvollen Social-Media-Strategie, die Zusammenarbeit mit Influencer*innen sowie Möglichkeiten, Reichweite, Sichtbarkeit und Beteiligung an Bürgerinitiativen zu erhöhen. Das Webinar richtet sich insbesondere an Initiator*innen und Unterstützer*innen von Europäischen Bürgerinitiativen. Die Veranstaltung findet am 6. Oktober 2026 von 12:30 bis 13:30 Uhr online statt.

Weitere Informationen und Anmeldung


EU-Bürgerforum zur demokratischen Resilienz gestartet

Vom 18. bis 20. September 2026 tagte in Brüssel erstmals das Europäische Bürgerforum zur demokratischen Resilienz. 150 zufällig ausgewählte Bürger*innen aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten diskutierten darüber, wie demokratische Teilhabe gestärkt und Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber aktuellen Herausforderungen gemacht werden können. Im Fokus standen unter anderem geopolitische Spannungen, technologischer Wandel, gesellschaftliche Polarisierung, Desinformation sowie schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen. Das Bürgerforum ist Teil der Maßnahmen des Europäischen Schutzschilds für die Demokratie. In drei Sitzungen erarbeiten die Teilnehmenden Empfehlungen für die Europäische Kommission. Nach dem Auftakt in Brüssel folgt vom 16. bis 18. Oktober eine Online-Sitzung; die Abschlusstagung findet vom 20. bis 22. November erneut in Brüssel statt. Die Kommission versteht demokratische Resilienz ausdrücklich als gemeinsame Aufgabe von Institutionen, Zivilgesellschaft, Bürger*innen und Gemeinschaften. Die Empfehlungen des Forums sollen unmittelbar in die weitere Arbeit der Kommission zur Stärkung der Demokratie einfließen. Damit ergänzt das Verfahren die institutionellen Maßnahmen des Democracy Shield um ein Format direkter Bürgerbeteiligung.

Weitere Informationen


Aktuelles aus dem BBE und von europäischen Partnern

BBE-Strategierunde »Europa«: Europäische Aktivitäten weiterentwickeln

Die Strategierunde »Europa« des BBE kam im September 2026 zweimal zusammen, am 4. und am 25. September. Im Mittelpunkt standen die weitere strategische Ausrichtung der europapolitischen Arbeit des BBE, mögliche Gespräche mit europäischen Akteur*innen sowie die Vorbereitung künftiger europäischer Aktivitäten. Ein besonderer Fokus lag auf der Planung einer möglichen Beteiligung des BBE an der Civil Society Week im März 2027, da dieses europäische Austauschformat eine wichtige Gelegenheit bietet, die Perspektiven des organisierten zivilgesellschaftlichen Engagements einzubringen, bestehende Kontakte zu europäischen Akteur*innen zu vertiefen und neue Netzwerke aufzubauen. Die beiden Strategierunden dienten somit auch dazu, die europäische Präsenz des BBE frühzeitig vorzubereiten und konkrete Gesprächs- und Beteiligungsmöglichkeiten für das Jahr 2027 auszuloten.


Parlamentarischer Abend zur Internationalen Jugendarbeit

Unter dem Motto »Offen für die Welt, engagiert für die Demokratie« brachte der Parlamentarische Abend der Europäischen und Internationalen Jugendarbeit am 23. September 2026 rund 150 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen junger Menschen, die durch internationale Jugendbegegnungen, Freiwilligendienste und Austauschprogramme demokratische Teilhabe und europäische Zusammenarbeit unmittelbar erleben. Vertreter*innen der Trägerorganisationen hoben die Bedeutung europäischer und internationaler Jugendarbeit für Verständigung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratiebildung hervor. Zugleich verwiesen sie auf die finanziellen Herausforderungen des Jugendaustauschs und warben für eine stärkere Förderung über den Kinder- und Jugendplan des Bundes. Junge Teilnehmende berichteten von persönlichen Erfahrungen aus europäischen Begegnungsprojekten und deren prägendem Einfluss auf ihr gesellschaftliches Engagement. Zu den beteiligten Organisationen gehörte auch JUGEND für Europa, Mitglied im BBE, und Nationale Agentur für Erasmus+ Jugend sowie Europäisches Solidaritätskorps in Deutschland. Auch das BBE war bei der Veranstaltung vertreten. Der Abend machte deutlich, welchen Beitrag grenzüberschreitende Begegnungen zur Förderung demokratischer Kompetenzen, europäischer Verständigung und zivilgesellschaftlichen Engagements leisten können.

Weitere Informationen


EBD-Dokumentationsfilm: Gemeinsam für Europa

Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) gibt mit einem neuen Dokumentationsfilm Einblicke in ihr Netzwerk und ihre europapolitische Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die Menschen hinter dem Netzwerk, darunter Vorstand, Präsidentin und Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen sowie die unterschiedlichen Perspektiven, die in der EBD zusammenkommen. Der Film zeigt die EBD als Netzwerk europapolitisch engagierter Organisationen und als Plattform für Verständigung, Engagement und europäische Integration.

Weitere Informationen


Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen

Heute startet die DiscoverEU-Bewerbung für 18-Jährige

Heute, am 1. Oktober 2026, startet die nächste Bewerbungsrunde für DiscoverEU, eine Initiative des EU-Programms Erasmus+. Rund 41.000 18-Jährige können ein kostenloses Reiseticket erhalten und Europa bis zu 30 Tage erkunden. Für junge Menschen aus Deutschland stehen rund 7.000 Tickets zur Verfügung. Bewerbungen sind bis zum 15. Oktober 2026, 12:00 Uhr, möglich. Teilnehmen können in dieser Runde junge Menschen, die zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2008 geboren wurden und in der EU oder bestimmten assoziierten Ländern wohnen. Die Auswahl erfolgt über ein Quiz zu Wissen über die EU und europäische Jugendinitiativen. Die Reisen können zwischen 1. März 2027 und 31. Mai 2028 stattfinden und führen durch die EU sowie weitere teilnehmende Länder. Seit 2018 haben bereits knapp 473.000 junge Menschen DiscoverEU genutzt. Die Initiative verbindet europäische Mobilität mit interkulturellem Austausch und Begegnung. Für junge Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen gibt es zusätzliche Unterstützung über DiscoverEU Inklusion.

Weitere Informationen zur Bewerbung


16. EWSA-Zivilgesellschaftspreis: Initiativen gegen Armut gesucht

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat im Juli 2026 die Ausschreibung für seinen 16. Zivilgesellschaftspreis gestartet. Ausgezeichnet werden wirksame, innovative und kreative gemeinnützige Initiativen zur Bekämpfung von Armut in der EU. Bewerben können sich Einzelpersonen, zivilgesellschaftliche Organisationen und private Unternehmen, sofern sie eine gemeinnützige Initiative durchführen. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträger*innen aufgeteilt werden. Im Mittelpunkt stehen Initiativen, die einen Beitrag zur Förderung der europäischen Identität, europäischer Werte und der europäischen Integration leisten. Bewerbungen sind bis zum 6. November 2026, 10:00 Uhr möglich.

Weitere Informationen


Diskussion zu Transparenz und demokratischer Kontrolle in der EU

Wie transparent sind die Entscheidungsprozesse der Europäischen Union, und wo bestehen Herausforderungen bei demokratischer Kontrolle und Rechenschaftspflicht? Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens lädt die journalistische Rechercheplattform Investigate Europe am 5. Oktober 2026 im Europäischen Haus in Berlin zu einer Diskussion über Transparenz und demokratische Kontrolle in der EU ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen zur Nachvollziehbarkeit europäischer Entscheidungsprozesse, zur Rechenschaftspflicht politischer Akteur*innen sowie zur Rolle des investigativen Journalismus bei der öffentlichen Kontrolle politischer Macht. Journalist*innen, Politiker*innen sowie Expert*innen diskutieren dabei über bestehende Herausforderungen und mögliche Ansätze für mehr Transparenz auf europäischer Ebene.

Weitere Informationen und Anmeldung


Europäischer Tag der Sprachen: Sprache als Schlüssel zur Inklusion

Die Europäische Kommission hat den Europäischen Tag der Sprachen am 30. September 2026 unter dem Motto »Languages unite! How languages shape inclusion« begangen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Sprache und Mehrsprachigkeit zu mehr Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen können. Die virtuelle Veranstaltung beleuchtete unter anderem, wie Sprachkenntnisse Zugänge zu Bildung und Gesellschaft eröffnen, Lernende stärken und demokratische Teilhabe fördern können. Dabei wurde deutlich, dass sprachliche Vielfalt nicht nur eine Bildungsressource, sondern auch ein wichtiger Faktor für inklusive Gesellschaften ist.

Weitere Informationen


Dialog mit der Europäischen Bürgerbeauftragten

Am 6. Oktober 2026 ist die Europäische Bürgerbeauftragte Teresa Anjinho zu Gast beim EBD Dialog im Europäischen Haus in Berlin. Im Gespräch mit den Mitgliedsorganisationen der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) stellt sie die Arbeit der Europäischen Bürgerbeauftragten vor und gibt Einblicke in ihre Aufgaben und aktuellen Schwerpunkte. Nach einem Impuls von Teresa Anjinho ordnet Dr. Anna-Maija Mertens, Präsidentin der EBD, die Ausführungen ein. Anschließend besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion mit den Teilnehmenden. Der EBD Dialog findet von 11:00 bis 12:00 Uhr in englischer Sprache statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland durchgeführt.

Weitere Informationen


College of Europe: Europa studieren, Europa gestalten

Seit seiner Gründung im Jahr 1949 steht das College of Europe für exzellente europäische Hochschulbildung und internationale Vernetzung. Auf den Campus Brügge, Natolin und Tirana studieren jährlich rund 450 Nachwuchskräfte aus mehr als 50 Ländern zu europäischen Politik-, Rechts-, Wirtschafts- und Integrationsfragen. Die praxisorientierten Masterprogramme vermitteln fundierte Kenntnisse über die Europäische Union und ihre Herausforderungen und bereiten auf Tätigkeiten in europäischen Institutionen, der öffentlichen Verwaltung, Unternehmen, Verbänden und der Zivilgesellschaft vor. Für das Studienjahr 2027/28 beginnt die Bewerbungsphase im Oktober 2026. Die Europäische Bewegung Deutschland begleitet das nationale Auswahlverfahren und informiert über Bewerbungs- und Finanzierungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen


Hinweis: Im Rahmen einer Kooperation veröffentlichen wir nachfolgend einen Publikationshinweis des Wochenschau Verlags.

Argumentationstraining für demokratische Werte

Seit mehr als 25 Jahren ist Klaus-Peter Hufers »Argumentationstraining gegen Stammtischparolen« eines der erfolgreichsten Bücher der politischen Bildung in Deutschland. Gemeinsam mit Florian Wenzel, Katrin Kuhla und Christian Boeser hat er es um eine europäische Perspektive sowie um aktuelle gesellschaftspolitische Aspekte und werteorientierte Ansätze erweitert – voilà: das Argumentationstraining »Gegenwind«! Sie suchen ebenso simple wie wirksame Argumentationsübungen, die gut erprobt sind und zielgruppenunabhängig funktionieren? »Gegenwind« besticht durch 40 direkt einsetzbare Übungen zu den Themen: - Identität und Werte - Vielfalt, Konflikte und Dilemmata - Antidemokratischen Parolen begegnen - Umgang mit Macht, Privilegien und Diskriminierung Profitieren Sie mit »Gegenwind« von der jahrzehntelangen Erfahrung aller Beteiligten.

Mehr Infos erhalten Sie unter


Hinweis

Bitte schicken Sie Ihre Informationen für die nächste Ausgabe der BBE Europa-Nachrichten an europa(at)b-b-e.de Redaktionsschluss ist am 29. Oktober 2026.

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Gastbeiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen

Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lisa-Sophie Linton, Charlotte Wallor und Nino Kavelashvili.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de


 

Zum Seitenanfang