BBE Europa-Nachrichten Nr. 5 vom 22.5.2026
Die BBE Europa-Nachrichten zu »Newsletter für Engagement und Partizipation« bieten monatlich Informationen und Hintergrundberichte zu europäischen Fragen der Engagementpolitik und -förderung, Gastbeiträge namhafter Europaexpert*innen sowie Hinweise auf internationale Beteiligungsverfahren.
Aktuelles aus europäischer Engagementpolitik und -debatte
Gemeinsame Erklärung der Mitglieder des Europäischen Parlaments zu IVY 2026
EU-Kommission startet Konsultation zur Jugendstrategie nach 2027
Europäische Freiwilligenhauptstadt
Preis Frauen Europas 2026
Europäischer Jugendkarlspreis
Schwerpunkt: Zivilgesellschaft und friedliches Zusammenleben in Europa
Editorial
UN: International Day of Living Together in Peace
Bertelsmann Stiftung: Gesellschaftliche Vorsorge in Europa: Eine Bestandsaufnahme zivilgesellschaftlicher, kommunaler und bürgergeführter Initiativen
Brot für die Welt: Atlas der Zivilgesellschaft 2026
European Civic Forum (ECF): Civic Space Report 2026
Gutheil/ Lorch: »Shrinking space« in Europe Pressure on civil society spaces
FRA: Civic Space Update 2026: Enabling civil society to uphold EU values and strengthen democracy
Liberties Rule of Law Report 2026: Persistent Gaps and Growing Democratic Decline in the EU
Internationale Beteiligungsverfahren
Öffentliche Kommunikation: Strategie für das Recht zu bleiben: Deine Region, Deine Zukunft
Öffentliche Kommunikation: EU-Strategie zur Korruptionsbekämpfung – ein umfassender Ansatz zur Korruptionsbekämpfung innerhalb und außerhalb der EU
Mitteilung der Europäischen Kommission zur Europäischen Bürgerinitiative zum Verbot von Konversionspraktiken
Aktuelles aus dem BBE und von europäischen Partnern
Vanessa Beyer ist Engagementbotschafterin 2026
Dr. Lilian Schwalb zu Gast bei »Volle Kanne« im ZDF
37. Europäischer Abend
EUD: Kampagne zu 40 Jahren Europatag
BBE: Stimmen für Europa aus unserem Netzwerk
EBI-Botschafterin zur Europäischen Bürgerinitiative als Motor demokratischer Teilhabe in der EU
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen die finanzielle Bildung verbessern? (Bericht)
Neuerscheinung: Jelinek/ Sinko: Das beste Europa aller Zeiten
Aktuelles aus europäischer Engagementpolitik und -debatte
Gemeinsame Erklärung der Mitglieder des Europäischen Parlaments zu IVY 2026
Anlässlich des Internationalen Jahres der Freiwilligenarbeit 2026 (IVY 2026) und des 30-jährigen Bestehens der europäischen Jugendfreiwilligenprogramme haben mehrere Mitglieder des Europäischen Parlaments eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung und Absicherung von Freiwilligenarbeit in der EU unterzeichnet. Darin wird freiwilliges Engagement als zentrale Säule demokratischer Teilhabe, sozialer Kohäsion und gesellschaftlicher Resilienz hervorgehoben. Die Erklärung fordert bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen, eine stärkere europäische Koordinierung sowie langfristige Förderstrukturen für Freiwilligenorganisationen. Sie betont die Bedeutung von Freiwilligenarbeit für Demokratie, Krisenbewältigung und den generationenübergreifenden Zusammenhalt. Zudem wird freiwilliges Engagement als wichtiger Lern- und Erfahrungsraum anerkannt, dessen Kompetenzerwerb stärker validiert werden soll. Mit Blick auf den EU-Haushalt ab 2028 fordern die Unterzeichnenden eine sichtbare und ausreichend finanzierte Freiwilligenkomponente im Programm Erasmus+ sowie zusätzliche langfristige Förderlinien für engagementfördernde Organisationen.
EU-Kommission startet Konsultation zur Jugendstrategie nach 2027
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur künftigen EU-Jugendstrategie nach 2027 initiiert. Hintergrund ist das Auslaufen der aktuellen EU Youth Strategy (2019-2027). Mit der Konsultation sollen die Perspektiven junger Menschen sowie von Fachkräften, Wissenschaft, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen in die Entwicklung der nächsten europäischen Jugendstrategie einfließen. Die Kommission betont die Bedeutung der Jugendstrategie für die gesellschaftliche und politische Teilhabe junger Menschen sowie für die Ausrichtung der europäischen Jugendpolitik an ihren Bedürfnissen. Zur Beteiligung eingeladen sind alle interessierten Personen und Institutionen, auch ohne bisherige Erfahrungen mit EU-Jugendpolitik. Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 16. Juli 2026.
Europäische Freiwilligenhauptstadt
Der aktuelle Aufruf zur Bewerbung für den Titel »European Capital of Volunteering 2028« befindet sich in der Endphase. Interessierte Städte und Kommunen können ihre Bewerbungen noch bis zum 6. Juni 2026, 12:00 Uhr (CET) einreichen. Mit dem Wettbewerb werden europäische Städte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Förderung und Anerkennung von Freiwilligenarbeit engagieren. Ziel ist es, freiwilliges Engagement sichtbar zu machen, gute Praxisbeispiele zu teilen und die Bedeutung von Zivilgesellschaft und Ehrenamt auf lokaler Ebene zu stärken. Die Ausschreibung verweist zudem auf ergänzende Informationen zu den Auswahlkriterien sowie auf Komponenten zur Wirkungsmessung, die im Rahmen des Bewerbungsverfahrens berücksichtigt werden. Aktuell ist Maia (Portugal) Europäische Freiwilligenhauptstadt, 2027 folgt County Clare (Irland).
Preis Frauen Europas 2026
Die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) hat am 4. Mai 2026 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin die Preisverleihung »Preis Frauen Europas 2026« durchgeführt. Mit dieser Auszeichnung werden Frauen geehrt, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für europäische Verständigung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. In diesem Jahr wurden Ina Rumiantseva und Prof. Dr. Gabriele Abels ausgezeichnet. Rumiantseva steht für zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Menschenrechte, insbesondere im Kontext von Belarus und europäischer Solidarität. Abels wird für ihre wissenschaftliche Arbeit zur europäischen Integration sowie ihr langjähriges Engagement in Bildung, Forschung und zivilgesellschaftlichen Netzwerken gewürdigt. Die Preisverleihung unterstreicht die Vielfalt europäischer Engagementformen von politischer und zivilgesellschaftlicher Arbeit bis hin zu wissenschaftlicher und bildungsbezogener Vermittlung. Sie macht sichtbar, wie Frauen in unterschiedlichen Kontexten zur Stärkung eines demokratischen und solidarischen Europas beitragen.
Weitere Informationen zur Preisverleihung
Ina Rumiantseva und Prof. Dr. Gabriele Abels sind Frauen Europas 2026
Europäischer Jugendkarlspreis
Mit dem Europäischen Jugendkarlspreis werden jährlich Projekte junger Menschen ausgezeichnet, die Demokratie und aktive Bürgerschaft fördern und Menschen zusammenbringen. Die Verleihung des Europäischen Jugendkarlspreises 2026 fand am 12. Mai 2026 im Aachener Rathaus statt. Ausgezeichnet wurden mehrere europäische Jugendinitiativen, die sich in besonderer Weise für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und den europäischen Gedanken engagieren. Den ersten Platz erhielt das estnische »Athena-Projekt«, das dazu beiträgt, die demokratische Teilhabe und Führungsrolle junger Frauen zu stärken. Den zweiten Platz belegte ein französisches Projekt, das eine digitale Plattform bzw. App entwickelt hat, über die Bürger*innen zu gesellschaftlichen Themen und Gesetzesvorhaben abstimmen können. Der dritte Platz ging an ein spanisches Netzwerk, das den Austausch zwischen der EU und China fördert. Als deutscher nationaler Gewinner wurde die Initiative »k_einheit« ausgezeichnet. Sie richtet sich insbesondere an junge Menschen aus Ostdeutschland und stärkt deren Stimme im öffentlichen Diskurs. Im Fokus stehen dabei Themen wie Erinnerungskultur, Demokratieverständnis und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Das Ziel besteht darin, Vorurteile abzubauen, neue Perspektiven und Narrative zu entwickeln sowie junge Menschen stärker zur aktiven Teilnahme an demokratischen Debatten zu motivieren. Co-Gründerin Vanessa Beyer ist zugleich die neue Engagementbotschafterin des BBE.
Weitere Informationen zum Europäischen Jugendkarlspreis
Weitere Informationen zu den Gewinner*innen 2026
Weitere Informationen zum Gewinnerprojekt aus Deutschland k_einheit (Initiative No-Unity)
Schwerpunkt: Zivilgesellschaft und friedliches Zusammenleben in Europa
Editorial
Liebe Leser*innen,
am 16. Mai wurde der Internationale Tag des friedlichen Zusammenlebens begangen. Dieser Tag erinnert uns daran, dass Frieden nicht nur die Abwesenheit von Konflikten bedeutet, sondern aktiv gestaltet werden muss durch Vertrauen, Begegnung, Inklusion und gemeinsame Verantwortung. Der Internationale Tag des friedlichen Zusammenlebens steht in engem Zusammenhang mit der Zivilgesellschaft, da Frieden nicht allein auf staatlichen oder institutionellen Ebenen entsteht, sondern im alltäglichen Miteinander der Gesellschaft gestaltet wird.
Zivilgesellschaft schafft Räume für Dialog, vermittelt zwischen unterschiedlichen Perspektiven und macht gesellschaftliche Vielfalt im Alltag erfahrbar. Der Tag macht sichtbar, dass friedliches Zusammenleben ein fortlaufender gesellschaftlicher Prozess ist, der maßgeblich durch zivilgesellschaftliches Engagement getragen und gestärkt wird. In dieser Ausgabe der BBE Europa-Nachrichten steht daher das Schwerpunktthema »Zivilgesellschaft und friedliches Zusammenleben in Europa« im Mittelpunkt, denn Zivilgesellschaft ist eine zentrale Triebkraft für ein friedliches Zusammenleben in Europa. Unter diesem Schwerpunktthema versammeln sich die Berichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen, wie sich gesellschaftlicher Zusammenhalt in Europa derzeit entwickelt und welche Rolle Handlungsräume für die zivilgesellschaftlichen Akteure dabei spielen.
Herzlichst
Ihre Redaktion der BBE Europa-Nachrichten
UN: International Day of Living Together in Peace
»Friedlich zusammenleben: Vertrauen schaffen durch Dialog, Inklusion und Versöhnung« – unter diesem Motto steht der Internationale Tag des friedlichen Zusammenlebens 2026. Der Tag wurde von der UN-Generalversammlung 2017 mit dem Ziel eingeführt, Frieden, Toleranz, Inklusion und gesellschaftliche Solidarität weltweit zu stärken. Er steht im Kontext der UN-Bemühungen, seit der Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg internationale Zusammenarbeit zu fördern und Menschenrechte ohne Diskriminierung zu schützen. Zentrale Grundlage ist die Idee einer »Kultur des Friedens«, die in den 1990er-Jahren durch UN-Resolutionen weiterentwickelt wurde. Frieden wird dabei nicht nur als Abwesenheit von Gewalt verstanden, sondern als aktiver Prozess, der auf Dialog, gegenseitigem Verständnis und Zusammenarbeit beruht. Ziel ist es, Konflikte friedlich zu lösen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Der Tag betont zudem, dass ein friedliches Zusammenleben nur möglich ist, wenn Diskriminierung und Intoleranz überwunden werden und alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Identität gleichberechtigt teilhaben können.
Beschluss der Generalversammlung zur Einrichtung des Internationalen Tags (PDF)
Weitere Informationen zum Internationalen Tag des friedlichen Zusammenlebens
Bertelsmann Stiftung: Gesellschaftliche Vorsorge in Europa: Eine Bestandsaufnahme zivilgesellschaftlicher, kommunaler und bürgergeführter Initiativen
Die Bestandsaufnahme »Societal Preparedness in Europe: Mapping Civil, Community and Citizen-led Initiatives« wurde von Lena Schmalhorst (Trainee im Europe-Programm der Bertelsmann Stiftung, Schwerpunkt europäische Sicherheit und Resilienz) und Helena Quis (Expertin im Europe-Programm mit Fokus auf umfassende Verteidigung und gesellschaftliche Vorsorge) erarbeitet. Die Studie zeigt eine breite Vielfalt von Initiativen zur Stärkung gesellschaftlicher Vorsorge in Europa. Ziel ist es, bestehende Praxisbeispiele sichtbar zu machen, den Austausch zu fördern und gegenseitiges Lernen zwischen Ländern zu unterstützen. Die Beispiele reichen von in Finnland verankerter Medienkompetenzbildung über nationale Freiwilligen- und Katastrophenschutzstrukturen in Frankreich, Österreich und Dänemark bis hin zu Koordinationsmodellen in Belgien. In Deutschland verbinden sich ehrenamtliche Netzwerke im Bevölkerungsschutz mit digitaler Krisenkommunikation. Spanien, Schweden, Litauen, Estland und Portugal setzen u. a. auf Bildung, Jugendprogramme, digitale Kompetenzen und lokale Vorsorge- und Evakuierungsstrukturen. Insgesamt zeigen die Beispiele, wie gesellschaftliche Resilienz durch staatliche und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit entsteht.
»Societal Preparedness in Europe: Mapping Civil, Community and Citizen-led Initiatives« (20.3.2026)
Brot für die Welt: Atlas der Zivilgesellschaft 2026
Der aktuelle »Atlas der Zivilgesellschaft« von Brot für die Welt verdeutlicht, wie wichtig der Schutz demokratischer Freiheiten und gesellschaftlicher Teilhabe weltweit ist. Laut dem Bericht leben 2025 nur 277 Millionen Menschen (3,4 Prozent der Weltbevölkerung) in Staaten, in denen Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit garantiert sind. Fast 6 Milliarden Menschen (knapp 73 Prozent) leben hingegen in Ländern, in denen der Raum für die Zivilgesellschaft unterdrückt oder geschlossen ist. Die Analyse macht deutlich, wie wichtig internationale Initiativen zur Förderung offener und resilienter Gesellschaften sind. Ein Schwerpunkt des Atlas liegt auf den Auswirkungen von Desinformation auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Digitale Falschinformationen und polarisierende Narrative erschweren vielerorts die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen und beeinflussen öffentliche Debatten. Zugleich engagieren sich weltweit zahlreiche Initiativen, Medien und Aktivist*innen für Transparenz, Faktenorientierung und demokratischen Dialog. Der Bericht formuliert zudem konkrete Empfehlungen an Politik und Gesellschaft: Gefordert werden die Stärkung demokratischer Institutionen, die Förderung unabhängigen Journalismus, mehr Medienkompetenz sowie eine verantwortungsvolle Regulierung digitaler Plattformen. Das Ziel ist eine widerstandsfähige Informationsgesellschaft, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Teilhabe nachhaltig stärkt.
Atlas der Zivilgesellschaft 2026 (PDF)
European Civic Forum (ECF): Civic Space Report 2026
Der im Mai 2026 veröffentlichte Bericht des European Civic Forum (ECF) analysiert die Entwicklung zivilgesellschaftlicher Freiräume in Europa und basiert auf Beiträgen von Mitglieds- und Partnerorganisationen sowie lokalen Expert*innen aus 13 Ländern. Die Untersuchung verbindet eine europaweite Gesamtanalyse mit Länder- und Regionalberichten, die überwiegend Entwicklungen des Jahres 2025 betrachten. Grundlage ist die sogenannte MACS-Methodik (»Monitoring Action for Civic Space«), die sechs zentrale Bereiche zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume untersucht: Vereinigungsfreiheit, Zugang zu Finanzierung, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen sowie sichere Räume für zivilgesellschaftliches Engagement. Der Bericht zeigt, dass zivilgesellschaftliche Organisationen in vielen europäischen Staaten weiterhin eine wichtige Rolle für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen. Gleichzeitig machen die Analysen deutlich, dass Herausforderungen wie eingeschränkte Beteiligungsmöglichkeiten, Druck auf Aktivist*innen oder digitale Desinformation die demokratische Kultur beeinflussen. Der Bericht betont daher die Bedeutung eines offenen, sicheren und partizipativen zivilgesellschaftlichen Umfelds in Europa.
European Civic Forum (ECF): Civic Space Report 2026 (PDF)
Gutheil/ Lorch: »Shrinking space« in Europe Pressure on civil society spaces
Die Kolumne »›Shrinking Space‹ in Europe« des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) beleuchtet die zunehmende Bedeutung zivilgesellschaftlicher Freiräume für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa. Die Autorinnen Lena Gutheil und Jasmin Lorch zeigen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen eine zentrale Rolle dabei spielen, politische Teilhabe zu fördern, Menschenrechte zu stärken und gesellschaftliche Debatten offen zu halten. Gleichzeitig weisen aktuelle Entwicklungen darauf hin, dass der Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Akteur*innen in einigen europäischen Staaten zunehmend unter Druck gerät. Besonders hervorgehoben wird, dass Kritik an der politischen Neutralität von Organisationen oder verschärfte Regulierungen teilweise genutzt werden, um unbequeme Stimmen zu delegitimieren. Die Autorinnen betonen daher die Bedeutung eines offenen demokratischen Umfelds, in dem Engagement, Beteiligung und gesellschaftlicher Dialog geschützt werden. Eine starke Zivilgesellschaft gilt dabei als wichtiger Bestandteil resilienter Demokratien und als Grundlage für Vertrauen, Vielfalt und gesellschaftliche Mitgestaltung in Europa.
FRA: Civic Space Update 2026: Enabling civil society to uphold EU values and strengthen democracy
Der Bericht »Civic Space Update 2026« der European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) verdeutlicht die zentrale Bedeutung zivilgesellschaftlicher Freiräume für demokratische Resilienz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Vertrauen in öffentliche Institutionen. Zivilgesellschaftliche Organisationen fördern politische Teilhabe, begleiten Gesetzgebungsprozesse, stärken Menschenrechte und wirken Desinformation entgegen. Besonders hervorgehoben wird ihre Rolle als Vermittler zwischen Bevölkerung und Politik sowie als wichtiger Faktor für Transparenz und demokratische Kontrolle. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass viele Organisationen in Europa vor strukturellen Herausforderungen stehen. Dazu zählen bürokratische Hürden, eingeschränkter Zugang zu Finanzierung, digitale Anfeindungen sowie zunehmender Druck auf Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen. Besonders betroffen sind Organisationen in den Bereichen Umwelt, Antirassismus, Migration und LGBTIQ+-Rechte. Die Studie betont zugleich die wachsende Bedeutung europäischer Schutzmechanismen, Medienkompetenz und nachhaltiger Förderstrukturen, um eine offene, vielfältige und resiliente Demokratie langfristig zu stärken.
FRA: Civic Space Update 2026: Enabling civil society to uphold EU values and strengthen democracy
Liberties Rule of Law Report 2026: Persistent Gaps and Growing Democratic Decline in the EU
Der »Liberties Rule of Law Report 2026« gibt einen differenzierten Überblick über die Entwicklung der Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union. Auf Grundlage der Beiträge von fast 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen werden zentrale Bereiche wie richterliche Unabhängigkeit, Korruptionsbekämpfung, Medienfreiheit sowie demokratische Kontrollmechanismen analysiert. Der Bericht weist darauf hin, dass in mehreren Mitgliedstaaten weiterhin Herausforderungen in der konsequenten Umsetzung rechtsstaatlicher Standards bestehen. So seien zahlreiche Empfehlungen aus den Vorjahren bislang nur teilweise umgesetzt worden. Auch wird auf die Bedeutung einer kontinuierlichen Stärkung institutioneller Strukturen und unabhängiger Medien für funktionierende Demokratien hingewiesen. Gleichzeitig betont der Bericht die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen als wichtige Beobachter und Impulsgeber im Bereich der Rechtsstaatlichkeit. Aus Sicht der Autor*innen besteht Potenzial für eine stärkere Wirksamkeit europäischer Instrumente, insbesondere durch bessere Koordination, konsequentere Umsetzung bestehender Mechanismen und eine nachhaltige Unterstützung demokratischer Strukturen. Insgesamt versteht der Bericht die Rechtsstaatlichkeit als einen fortlaufenden Entwicklungsprozess innerhalb der EU, der durch gemeinsame Anstrengungen von Institutionen, Mitgliedstaaten und Zivilgesellschaft weiter gestärkt werden kann.
Internationale Beteiligungsverfahren
Öffentliche Kommunikation: Strategie für das Recht zu bleiben: Deine Region, Deine Zukunft
Die EU-öffentliche Konsultation zur Strategie »Recht zu bleiben: Deine Region, deine Zukunft« zielt darauf ab, Bürger*innen und Interessengruppen frühzeitig in die Entwicklung einer europäischen Strategie einzubinden, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Regionen verbessern soll. Im Mittelpunkt steht das Ziel, die Abwanderung aus strukturschwächeren und ländlichen Regionen zu verringern und den territorialen Zusammenhalt in der EU zu stärken. Dazu sollen Rahmenbedingungen verbessert werden, damit Menschen in ihrer Region bleiben können, wenn sie dies wünschen. In der Konsultation werden Beiträge zu möglichen Maßnahmen in Bereichen wie Beschäftigung, Bildung, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Wohnraum, digitale Anbindung, Daseinsvorsorge und regionale Entwicklung gesammelt. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven aus ganz Europa einzubeziehen und eine kohärente Politik zu entwickeln, die regionale Unterschiede berücksichtigt und zugleich gleichwertige Lebensverhältnisse stärkt. Rückmeldungen sind bis zum 5. Juni 2026 möglich.
Öffentliche Kommunikation: EU-Strategie zur Korruptionsbekämpfung – ein umfassender Ansatz zur Korruptionsbekämpfung innerhalb und außerhalb der EU
Die Öffentliche Konsultation zur EU-Strategie zur Korruptionsbekämpfung der EU-Kommission dient dazu, Bürger*innen, Organisationen und Expert*innen frühzeitig in die Entwicklung einer umfassenden europäischen Anti-Korruptionsstrategie einzubeziehen. Ziel ist es, Korruption innerhalb und außerhalb der EU wirksamer vorzubeugen, aufzudecken und zu bekämpfen. Dafür sollen bestehende Instrumente besser verzahnt und weiterentwickelt werden, etwa in den Bereichen Transparenz, öffentliche Auftragsvergabe, Geldwäschebekämpfung, Hinweisgeberschutz sowie Zusammenarbeit zwischen nationalen und europäischen Behörden. Die Konsultation soll zudem neue politische Ansätze identifizieren, etwa zur Stärkung der Strafverfolgung, zur Harmonisierung von Definitionen und Sanktionen sowie zur Verbesserung der Integrität öffentlicher Institutionen. Auch die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen und internationaler Kooperation wird einbezogen. Rückmeldungen sind bis zum 6. Juli 2026 möglich.
Mitteilung der Europäischen Kommission zur Europäischen Bürgerinitiative zum Verbot von Konversionspraktiken
Am 13. Mai 2026 hat die EU-Kommission ihre Antwort auf die 13. erfolgreiche europäische Bürgerinitiative angenommen: »Verbot von Konversionspraktiken in der Europäischen Union«. Diese Praktiken, die auf die Veränderung oder Unterdrückung sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität abzielen, werden im Kommunikationspapier als schädlich und grundrechtsrelevant eingeordnet. Die Kommission betont die Bedeutung von Gleichheit und Nichtdiskriminierung als EU-Grundwerte. Sie verweist auf bestehende politische Strategien, die LGBTIQ+-Schutz stärken, sowie auf zunehmende nationale Verbote in mehreren Mitgliedstaaten. Als Antwort auf die Initiative kündigt die Kommission für 2027 eine Empfehlung an, die Mitgliedstaaten zu einem Verbot in ihren nationalen Rechtsrahmen anregen soll. Ein verbindlicher EU-Rechtsakt wird hingegen derzeit nicht vorgeschlagen, da die Umsetzung primär auf nationaler Ebene als wirksamster Ansatz bewertet wird. Die Initiative sammelte über 1,1 Millionen gültige Unterschriften von Bürger*innen der gesamten EU und erreichte die erforderlichen Schwellenwerte in 11 Mitgliedstaaten.
Zwei neue Europäische Bürgerinitiativen zum Schutz von Biodiversität und Ökosystemen
Am 19. Mai 2026 hat die EU-Kommission zwei Europäische Bürgerinitiativen zum Schutz der Biodiversität und Ökosysteme registriert: Die Initiative »Rights for Nature: Empower Citizens to Represent and Protect Ecosystems« fordert die EU-Kommission auf, Rechte der Natur im europäischen Recht anzuerkennen, etwa durch eine Richtlinie oder Verordnung. Ziel ist eine stärkere rechtliche Absicherung von Ökosystemen. Die zweite Initiative »Reconnecting nature through the creation of European biodiversity corridors« ruft die Kommission dazu auf, einen Vorschlag für ein europäisches Koordinierungsrahmenwerk vorzulegen, das die ökologische Vernetzung zwischen Binnengewässern und Landökosystemen stärkt. Damit sollen die Fragmentierung von Lebensräumen verringert sowie Biodiversität und Resilienz gefördert werden. Beide Initiativen sind die sechste und siebte Registrierung im Jahr 2026. Die Organisator*innen haben nun sechs Monate Zeit, um mit der Sammlung von Unterstützungsbekundungen zu beginnen.
Aktuelles aus dem BBE und von europäischen Partnern
Vanessa Beyer ist Engagementbotschafterin 2026
Vanessa Beyer aus Chemnitz wurde am 19. Mai 2026 von Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, sowie Rainer Hub, Vorsitzender des BBE-Sprecher*innenrats, zur Engagementbotschafterin 2026 ernannt. Sie vertritt im Rahmen der BBE-Kampagne »Engagement macht stark!« das Schwerpunktthema 2026 »Miteinander Zukunft gestalten«. Vanessa Beyer engagiert sich dafür, dass junge ostdeutsche Perspektiven im politischen Diskurs stärker sichtbar werden und Gehör finden. Ein zentrales Anliegen ist ihr der Dialog zwischen Generationen und Regionen sowie das Engagement für eine offene, solidarische Gesellschaft. »Besonders prägend waren für mich Initiativen und Vereine, die sich damit beschäftigt haben, Politik greifbar zu machen – gerade auch die Europäische Union und ihre Auswirkungen auf den Alltag. Denn Politik passiert nicht irgendwo abstrakt, sondern ganz konkret im Alltag. Und genau das sichtbar zu machen, fand ich wichtig«, so die Engagementbotschafterin.
Dr. Lilian Schwalb zu Gast bei »Volle Kanne« im ZDF
Am 20. Mai 2026 war Dr. Lilian Schwalb, Geschäftsführerin des BBE, zu Gast im ZDF-Magazin »Volle Kanne«. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und wachsender Herausforderungen für Demokratie und Zusammenhalt. Anhand konkreter Beispiele, dem Engagement für das Quartier in der Oststadt Fürth im genossenschaftlichen Wohnprojekt »Spiegelfabrik« sowie dem inklusiven Ort »Zukunftsschloss Gadebusch«, mit dem Teilhabe und lokale Entwicklung im Landkreis Nordwestmecklenburg gestärkt wird, wurde deutlich, wie vielfältig, wirksam und verbindend Engagement in Quartieren und ländlichen Räumen wirken kann. Mit der Kampagne »Engagement macht stark!« 2026 stellt das BBE genau solche guten Beispiele in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Einen Tag nach dem offiziellen Kampagnenstart und der Ernennung von Vanessa Beyer von der Initiative »k_einheit« zur Engagementbotschafterin 2026 konnte Dr. Schwalb hervorheben, wie wichtig Sichtbarkeit, Anerkennung und gute Rahmenbedingungen für Engagierte und ihre Organisationen sind. Im Gespräch wurde deutlich: Engagement ist kein »Nice-to-have«, sondern eine tragende Säule demokratischer Gesellschaften. Es schafft Räume für Begegnung, stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglicht Teilhabe und Mitgestaltung vor Ort.
»Bürgerschaftliches Engagement – Was bedeutet es für die Gesellschaft?« in ZDF-Mediathek
37. Europäischer Abend
Der 37. Europäische Abend fand am 19. Mai 2026 im dbb forum Berlin statt und stand unter dem Thema »Digitales Europa. Zwischen Abhängigkeit und Souveränität«. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Europäische Union im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung strategische Souveränität stärken und gleichzeitig ihre Handlungsfähigkeit sichern kann. Die Veranstaltung begann mit einem Empfang und einer Informationsbörse. Im Anschluss eröffneten Volker Geyer (dbb beamtenbund und tarifunion) und Chantal Kopf MdB (Europa-Union Deutschland) den Abend offiziell. Einen inhaltlichen Impuls setzte Gunther Krichbaum MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt, der zentrale Perspektiven zur europäischen Digital- und Außenpolitik einbrachte. Das anschließende Panel diskutierte grundlegende Fragen der Digitalisierung, Staatsmodernisierung und europäischen Zusammenarbeit im Kontext aktueller Transformationsprozesse. Abschließend bot eine Infobörse Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Der Europäische Abend ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des dbb beamtenbund und tarifunion, der Europa-Union Deutschland (EUD), des BBE sowie der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und findet seit 2006 regelmäßig in Berlin statt.
Weitere Informationen zum Europäischen Abend
EUD: Kampagne zu 40 Jahren Europatag
Die Europa-Union Deutschland (EUD) hat den Europatag 2026 mit einer bundesweiten Sichtbarkeitskampagne begleitet und damit das 40. Jubiläum des Europatags hervorgehoben. Im Mittelpunkt stand dabei eine Aktion zur öffentlichen Präsenz europäischer Themen im Alltag. Im Rahmen einer Anzeigenkampagne wurden Motive auf digitalen Werbedisplays in Bahnhöfen, U- und S-Bahn-Stationen sowie in Innenstädten gezeigt. EUD-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Wechsler MdEP gab in Köln den offiziellen Startschuss und beteiligte sich mit einem Videobeitrag vor einem der Werbemonitore, der über Social-Media-Kanäle verbreitet wurde. Begleitend fanden bundesweit Veranstaltungen der Kreis- und Landesverbände der Europa-Union statt, die den Europamonat Mai mit zahlreichen lokalen Formaten gestalteten. Ziel der Aktivitäten war es, den Europatag durch eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne sowie vielfältige Veranstaltungen sichtbar zu machen und europapolitisches Engagement zu fördern.
BBE: Stimmen für Europa aus unserem Netzwerk
Zum Europatag am 9. Mai stellt das BBE mit der Kampagne »Stimmen für Europa aus unserem Netzwerk« die Perspektiven seines Netzwerks in den Mittelpunkt. Die Online-Kampagne macht sichtbar, wie vielfältig Europa von zivilgesellschaftlichen Organisationen gedacht und gestaltet wird, geprägt von fachlichen Einschätzungen, klaren Forderungen und inspirierenden Visionen. Dazu wurden prägnante Aussagen und Positionen von Mitgliedsorganisationen gebündelt und sichtbar gemacht, um ihnen gezielt Raum für Gehör zu geben. So entsteht ein lebendiges Bild eines Europas, das von Engagement, Vielfalt und Austausch getragen wird. Das bewusst breit gefächerte Themenspektrum verdeutlicht die Vielschichtigkeit europäischer Perspektiven in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und lädt dazu ein, neue Sichtweisen auf die Zukunft Europas zu entdecken. BBE: Stimmen für Europa aus unserem Netzwerk
EBI-Botschafterin zur Europäischen Bürgerinitiative als Motor demokratischer Teilhabe in der EU
Referentin für Europakommunikation beim BBE Nino Kavelashvili ist Botschafterin für die Europäische Bürgerinitiative (EBI). Die Aufgabe der EBI-Botschafterinnen und -Botschafter besteht darin, den Dialog zu fördern und Menschen den Mut zu geben, sich für Anliegen einzusetzen, die ihnen wichtig sind. In einem Interview mit Euronews betont Kavelashvili die Wichtigkeit dieses Instruments für die europäische Demokratie und Beteiligungskultur auf EU-Ebene. Sie hebt die starke demokratische Wirkung der Bürgerinitiative hervor und betont ihr Potenzial, Menschen in ganz Europa zu verbinden und politische Teilhabe zu stärken. Insgesamt wird die EBI somit als lebendiges und wachsendes Instrument europäischer Demokratie dargestellt.
Euronews: Brüssel unter Druck: So bringen Bürgerinitiativen die EU zum Handeln
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen die finanzielle Bildung verbessern? (Bericht)
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat am 4. Mai 2026 eine öffentliche Anhörung zum Thema »Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen die finanzielle Bildung verbessern?« durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, Ansätze und Erfahrungen aus Zivilgesellschaft, EU-Institutionen und weiteren Stakeholdern zusammenzuführen, um die finanzielle Bildung in Europa weiter zu stärken. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Bedeutung von Financial Literacy für den Schutz von Verbraucher*innen, für Vertrauen in Finanzmärkte sowie für gesellschaftliche Teilhabe in zunehmend komplexen Finanzsystemen. Besonderes Augenmerk galt der besseren Erreichbarkeit vulnerabler Gruppen sowie der Schließung bestehender geschlechtsspezifischer Bildungsunterschiede. Hervorgehoben wurde die besondere Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen, Genossenschaften und Gewerkschaften aufgrund ihrer Nähe zu Zielgruppen sowie die Bedeutung lebensbegleitender Finanzbildung und community-basierter Ansätze. Die Ergebnisse der Anhörung fließen in eine derzeit vom EWSA vorbereitete Initiativstellungnahme zur Rolle der Zivilgesellschaft bei der Förderung finanzieller Bildung ein.
Neuerscheinung: Jelinek/ Sinko: Das beste Europa aller Zeiten
Das bei oekom im Mai 2026 erschienene Buch »Das beste Europa aller Zeiten. Unerhörte Ideen für ein besseres Morgen« von Peter Jelinek und Katja Sinko entwirft eine optimistische und zugleich kritische Zukunftsperspektive für Europa. Ausgangspunkt ist die Diagnose einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung, des Erstarkens rechtsextremer Kräfte und als unzureichend empfundener politischer Strukturen. Die Autor*innen verfügen über langjährige Erfahrung in europapolitischen und zivilgesellschaftlichen Kontexten. Katja Sinko war zudem Engagementbotschafterin des BBE. Beide plädieren dafür, Europa nicht als Krisen-, sondern als Gestaltungsraum zu verstehen. Im Zentrum steht die Idee, europäische Integration durch konkrete, alltagsnahe Reformideen neu zu beleben. Das Werk versteht sich als Impuls für eine demokratische und ökologische Weiterentwicklung der Europäischen Union und verbindet praxisnahe Reformvorschläge mit der Vision eines solidarischen, handlungsfähigen und zukunftsorientierten Europas.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen für die nächste Ausgabe der BBE Europa-Nachrichten an europa(at)b-b-e.de Redaktionsschluss ist am 12. Juni 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.
Die PDF-Dokumente der Gastbeiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen
Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Charlotte Wallor und Nino Kavelashvili.
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de
Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de