Newsletter Nr. 8 vom 18. Mai 2026
Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Bundestag: »Mitmachen für Demokratie und Grundgesetz« im Ausschuss
Bundesjugendkuratorium neu berufen: Impulse für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendpolitik
Grüne fordern Sicherung des EU-Programms LIFE
Empfehlungspapier des Fachbeirats DigiBäM: »Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle«
Volksbegehrensbericht 2026: Direkte Demokratie in den deutschen Bundesländern
DOSB-Umfrage: Bedeutung des Vereinssports für Zivilgesellschaft und Demokratie
Weizenbaum Report 2026: Politische Partizipation in Deutschland
FörderMonitor 2026
Deutscher Demografie Preis 2026
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Ernennung der*des Engagement-Botschafter*in 2026 – »Engagement macht stark!«
Regionalkonferenz zu inklusivem Engagement in Münster
KlimaLab: Fünf Organisationen gehen in die erste Runde
37. Europäischer Abend
30 Jahre UPJ: ein Jubiläum der gelebten Zusammenarbeit
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Deutscher Stiftungstag 2026 in Hamburg
Ausschreibung »Pro Engagement« 2026
Deutscher Fundraising Kongress 2026
Moderne Führung in NGOs
Ratgeber Ehrenamt: Unternehmen stärken Ehrenamt
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Bundestag: »Mitmachen für Demokratie und Grundgesetz« im Ausschuss
Der Ausschuss für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestags kommt am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, zu seiner 24. Sitzung zusammen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Im Mittelpunkt des ersten Tagesordnungspunktes steht die Selbstbefassung »Mitmachen für Demokratie und Grundgesetz«. Hierzu werden Stellungnahmen und Berichte mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen beraten. Als Sachverständige sind Vertreter*innen von Coexister Germany e. V., EndEndoSilence e. V., der Dresdner Initiative SPREUWEIZEN, des Vereins zur Förderung des Frauen- und Kinderschutzhauses Heidenheim e. V. sowie von War Child Deutschland gGmbH beteiligt. Weitere Berichte kommen aus dem Bundespräsidialamt, zudem ist das Bundeskanzleramt vertreten. Weitere Tagesordnungspunkte betreffen den 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung zur Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter sowie den Nationalen Aktionsplan »Neue Chancen für Kinder in Deutschland« und dessen ersten Fortschrittsbericht. Interessierte können die Beratungen live im Parlamentsfernsehen sowie online verfolgen. Zudem wird die Sitzung zeitversetzt in der Mediathek bereitgestellt.
Bundesjugendkuratorium neu berufen: Impulse für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendpolitik
Staatssekretärin Petra Bahr berief am 5. Mai 2026 im Auftrag von Bundesministerin Karin Prien die Mitglieder des Bundesjugendkuratoriums für die 21. Legislaturperiode. Das gesetzlich verankerte Sachverständigengremium berät die Bundesregierung zu grundlegenden Fragen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kinder- und Jugendpolitik. Dem Bundesjugendkuratorium gehören 15 Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Fachpraxis an. In seine Beratungen werden zudem junge Menschen einbezogen, um ihre Perspektiven und Erfahrungen bei der Bearbeitung jugendpolitischer Themen gezielt zu berücksichtigen. Das Gremium hat die Aufgabe, aktuelle Herausforderungen für junge Menschen aufzugreifen und Impulse für eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendpolitik zu geben.
Weitere Informationen zum Bundesjugendkuratorium
Grüne fordern Sicherung des EU-Programms LIFE
Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2028 bis 2034 für den Erhalt des EU-Programms LIFE auf dem bisherigen Finanzierungsniveau einzusetzen. Das seit 1992 bestehende Programm gilt als einziges eigenständiges Finanzierungsinstrument der EU für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Mit mehr als 6.500 geförderten Projekten übernimmt LIFE nach Auffassung der Grünen eine wichtige Brückenfunktion zwischen europäischer Umweltpolitik, Forschung und praktischer Umsetzung vor Ort. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zum Biodiversitäts-, Klima- und Naturschutz sowie innovative Ansätze nachhaltiger Entwicklung. Darüber hinaus fordert die Fraktion transparente Governance-Strukturen, einen einheitlichen europäischen Förderrahmen mit niedrigen Zugangshürden sowie eine stärkere parlamentarische Kontrolle der Mittelverwendung. Diese Initiative steht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum langfristigen EU-Haushalt und zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2028.
Empfehlungspapier des Fachbeirats DigiBäM: »Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle«
Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen (DigiBäM), einberufen durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), hat unter dem Titel »Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle« Empfehlungen verabschiedet. Der Beirat verweist auf zentrale Handlungsbedarfe für eine generationengerechte, sektorenübergreifende Digitalpolitik und bietet konkrete Impulse zu digitaler Teilhabe, Partizipation, Bildung, Barrierefreiheit und Cybersicherheit. Das Empfehlungspapier wurde anlässlich eines DigiBäM-Fachgesprächs vom 7. November 2025 zum Thema auf den Weg gebracht und im März 2026 verabschiedet. Abrufbar ist es auf der Website des Fachbeirats DigiBäM, zu dessen Mitgliedern auch das BBE zählt, vertreten durch Geschäftsführerin Lilian Schwalb.
Weitere Informationen zum DigiBäM-Fachgespräch vom 7. November 2025
Volksbegehrensbericht 2026: Direkte Demokratie in den deutschen Bundesländern
Dem »Volksbegehrensbericht 2026« des Fachverbands »Mehr Demokratie« zufolge werden in Deutschland durchschnittlich 11,4 Volksbegehren pro Jahr gestartet. Gut jedes vierte Verfahren beeinflusst die Landespolitik erfolgreich oder teilweise erfolgreich. Seit 1990 gab es insgesamt 395 direktdemokratische Verfahren auf Landesebene. Besonders häufig fanden Volksentscheide in Hamburg, Berlin und Bayern statt. Ralf-Uwe Beck, Bundesvorstandssprecher des Vereins, betont die Bedeutung direkter Demokratie und fordert die Einführung bundesweiter Volksentscheide. Zwischen 2011 und 2025 wurden 171 neue Verfahren gestartet, von denen 49 zumindest teilweise erfolgreich waren. Thematisch beschäftigen sich viele Volksbegehren mit Bildung, Kultur sowie Demokratie- und Innenpolitik. Seit vielen Jahren bietet der Volksbegehrensbericht von »Mehr Demokratie« einen Überblick über die Themen, Erfolge und Trends der direkten Demokratie in den deutschen Bundesländern. Er zeigt unter anderem, welche Verfahren vorhanden sind, wie viele Verfahren zu welchen Themen stattfanden und welche Ergebnisse sie hatten. Bei der Datenanalyse wurde der jeweilige Stand bis zum 31. Dezember 2025 berücksichtigt.
Volksbegehrensbericht 2026: Direkte Demokratie in den deutschen Bundesländern 1946 bis 2025 (PDF)
Hintergrundseite zum Volksbegehrensbericht 2026
Überblick über alle bisherigen Volksentscheide
DOSB-Umfrage: Bedeutung des Vereinssports für Zivilgesellschaft und Demokratie
Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zeigt, dass sich die deutliche Mehrheit der Bevölkerung stärkere politische Investitionen in den Breiten- und Vereinssport wünscht. Anlass der Befragung war der bundesweite Trikottag am 13. Mai. Für die Erhebung hat die Marktforschungsagentur One8Y mehr als 2.000 Menschen befragt. 71 Prozent der Befragten sprachen sich für stärkere Investitionen in den Breiten- und Vereinssport aus. Mehr als 80 Prozent der Befragten bewerten Sportvereine als wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das demokratische Miteinander. Die rund 86.000 Sportvereine gelten demnach als zentrale Orte der Begegnung und Teilhabe. Fast 90 Prozent der Vereinsmitglieder geben an, dort Menschen unterschiedlicher sozialer Hintergründe zu treffen. Der DOSB betont damit die wichtige Rolle des Vereinssports für die Zivilgesellschaft und die Demokratie. Zugleich verweist die Umfrage auf große Herausforderungen: Sanierungsbedürftige Sportstätten, fehlende Investitionen und ein Rückgang des ehrenamtlichen Engagements machen es immer schwieriger, genügend Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Zwar engagieren sich im organisierten Sport weiterhin mehr als acht Millionen Menschen, insgesamt ist das freiwillige Engagement in der Gesellschaft jedoch rückläufig. So sank der Anteil der ehrenamtlich Engagierten zwischen 2014 und 2024 von 40 Prozent auf 36,7 Prozent. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hebt in einem Interview die Bedeutung von 29 Mio. Mitgliedschaften im Sport hervor und erklärt, warum Sportvereine unverzichtbar für unsere Gesellschaft sind.
Weizenbaum Report 2026: Politische Partizipation in Deutschland
Das Weizenbaum-Institut führt seit 2019 gemeinsam mit der Freie Universität Berlin eine jährliche Panelbefragung zu Internetnutzung, demokratischen Einstellungen und politischer Partizipation in Deutschland durch. Im Herbst 2025 wurde die Studie zum siebten Mal durchgeführt. Insgesamt nahmen 1.740 Personen ab 16 Jahren teil, von denen rund 73 Prozent bereits im Vorjahr befragt worden waren. Aktuell lag der Fokus auf Hass, Desinformationen, Gewalt und Drohungen gegen Politiker*innen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Veränderungen in der digitalen Mediennutzung und politischen Beteiligung. So gewinnen soziale Netzwerke und Videoplattformen zunehmend an Bedeutung für die politische Information, während klassische Printmedien weiter an Reichweite verlieren. Gleichzeitig nimmt Nachrichtenvermeidung zu. Die Bewertung von Künstlicher Intelligenz fällt zunehmend positiver aus, während das Vertrauen in etablierte Medien stabil bleibt. Zudem haben sich neue digitale Bürgernormen etabliert, etwa ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen und die Pflege demokratischer Diskurse im Netz. Die Studie zeigt außerdem eine Zunahme bürgerschaftlichen Engagements und politischer Beteiligung, etwa durch Spenden, Ehrenamt oder politische Mobilisierung. Gleichzeitig bestehen digitale Ungleichheiten fort: Jüngere und höher Gebildete nutzen digitale Beteiligungsformen häufiger als andere Bevölkerungsgruppen.
Weitere Informationen zum Weizenbaum Report: Weizenbaum Institut
FörderMonitor 2026
Das Stiftungsnetzwerk #VertrauenMachtWirkung, dem knapp 40 Stiftungen aus dem deutschsprachigen Raum angehören, hat gemeinsam mit dem Deutschen Fundraising Verband (DFRV) eine Befragung unter gemeinnützigen Organisationen durchgeführt. Ziel war es, die Erfahrungen dieser Organisationen mit Förderungen durch Stiftungen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt hohe Zufriedenheit mit Förderbeziehungen: 74 Prozent der Befragten bewerten diese positiv. Gleichzeitig werden jedoch auch deutliche Herausforderungen benannt. Insbesondere umfangreiche Berichtspflichten, unflexible Fördervorgaben und ein hoher Anpassungsdruck an die Ziele der Förderstiftungen werden kritisiert. Viele Organisationen wünschen sich mehr Planungssicherheit, Transparenz und Handlungsspielräume: 81 Prozent sprechen sich für mehrjährige Förderzusagen aus und 70 Prozent fordern transparente Entscheidungskriterien. Zudem wünschen sich mehr als 65 Prozent größere Flexibilität bei der Mittelverwendung. Die Befragungsergebnisse verweisen außerdem auf die positiven Effekte des vertrauensbasierten Förderns: 95 Prozent der Befragten bewerten diesen Ansatz positiv. Vertrauensbasierte Förderung stärkt nach Einschätzung der Organisationen das strategische Arbeiten, die Effizienz, die Resilienz und die psychologische Sicherheit innerhalb der Organisationen.
Deutscher Demografie Preis 2026
Am 4. Juni 2026 lädt Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) gemeinsam mit den Partner*innen des Deutschen Demografie Preises, darunter dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, Thomas Nitzsche sowie Jenoptik als Hauptsponsor der diesjährigen Preisverleihung und Ed. Züblin AG – Direktion Ost zur Preisverleihung ins Volkshaus Jena ein. Der Preis würdigt Projekte, die innovative Antworten auf die demografischen Veränderungen geben und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft sichern. Erstmals wird der Preis in Thüringen vergeben. Damit soll auf die Bedeutung Jenas für Fortschritt und Vernetzung aufmerksam gemacht und gezeigt werden, dass gerade in der Region rund um Jena zahlreiche Unternehmen mit kreativen Ideen vorangehen. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen: Wirksame Vielfalt - Zusammenhalt stärken, Kompetenzen entwickeln - Perspektiven schaffen, Gesundheit ganzheitlich gestalten, Zukunft der Arbeit gestalten. Außerdem wird der Sonderpreis Nextpractice verliehen. Das ddn ist ein gemeinnütziges Netzwerk von Unternehmen und Institutionen, die den demographischen Wandel als Chance begreifen und aktiv gestalten wollen. ddn wurde 2006 auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und im Kontext der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gegründet. Seit 2020 verleiht es den Deutschen Demografie Preis (ddp). Das ddn ist Mitglied im BBE.
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Ernennung der*des Engagement-Botschafter*in 2026 – »Engagement macht stark!«
Morgen ist es soweit: Am 19. Mai 2026 wird in der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin die*der Engagement-Botschafter*in 2026 ernannt – das neue Gesicht der BBE-Kampagne »Engagement macht stark!«. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) lädt herzlich zur Beteiligung ein, damit aus Engagement Haltung wird und aus vielen Stimmen eine gemeinsame Stimme entsteht. Die*der neue Botschafter*in vertritt all jene, die sich tagtäglich für andere, für Gemeinschaft und für gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. In einer Zeit, in der häufig auf gesellschaftliche Spannungen verwiesen wird, steht die Veranstaltung bewusst für das Gegenteil: Zusammenhalt, Dialog und Verantwortung. Mit dabei sind Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, die die Auszeichnung überreicht und das neue Kampagnenjahr eröffnet, sowie Christina Marx, Geschäftsführerin von Aktion Mensch e.V., die die neue Engagement-Plattform vorstellt und eröffnet. Von 11:00 bis 13:15 Uhr findet die Ideen-Werkstatt »Miteinander Zukunft gestalten« statt. Hier stehen Austausch und Diskussion zu Kooperation, Teilhabe und der Zukunft des Engagements im Mittelpunkt. Im Anschluss folgt von 14:00 bis 15:30 Uhr die feierliche Ernennung der*des Engagement-Botschafter*in 2026 sowie eine Fishbowl-Diskussion. Ab 15:30 Uhr laden wir zum Get-together ein. Anmeldungen sind heute noch möglich.
Anmeldung für die Ideenwerkstatt
Anmeldung für die Teilnahme an der Ernennung
Regionalkonferenz zu inklusivem Engagement in Münster
Am 29. Mai 2026 findet in der Volkshochschule Münster die BBE-Regionalkonferenz »Engagement für alle möglich machen: Zugänge und Beteiligung für Menschen mit Behinderungen gestalten« statt. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur inklusiven Gestaltung von freiwilligem Engagement sowie der Abbau struktureller Zugangshürden für Menschen mit Behinderungen. Thematisiert werden unter anderem Barrierefreiheit, Unterstützungsstrukturen, Beteiligungsmöglichkeiten und nachhaltige Formen der Einbindung engagierter Menschen mit Behinderungen. Die Konferenz legt den Fokus auf praxisorientierte Lösungsansätze und diskutiert die notwendigen Rahmenbedingungen für inklusives Engagement. Geplant sind fachlicher Austausch, Workshops und Vernetzungsangebote. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Selbstvertretungen bisher unterrepräsentierter Gruppen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie kommunale Akteur*innen. Durchgeführt wird die Regionalkonferenz in Kooperation mit der FreiwilligenAgentur Münster und Andrea Walter, Sprecherin der AG Zivilgesellschaftsforschung im BBE und Professorin an der HSPV NRW. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
Weitere Informationen und Programm
KlimaLab: Fünf Organisationen gehen in die erste Runde
Das Team des Programms ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ hat in den letzten Monaten intensiv an der Entwicklung des BBE-KlimaLab gearbeitet. Um die Teilnahme an der ersten Runde (ab Juni 2026 für 12 Monate) hatten sich über 150 gemeinnützige Organisationen beworben. In einem intensiven Sichtungs- und Auswahlprozess in Kooperation mit der Stiftung Mercator als Fördergeberin des Programms wurden nun die fünf teilnehmenden Organisationen bestimmt. In der ersten Runde des KlimaLab dabei sind das Paritätische Bildungswerk Thüringen, der Bayerische Landessportverband, der Deutsche Museumsbund, die Deutsche Pfadfinder*innenschaft St. Georg und das Freiwilligenzentrum Region Kassel. Alle Organisationen, die nicht zum Zuge gekommen sind, sind zu einem weiteren Austausch und der Vernetzung in Sachen Klimaschutz und Klimaneutralität mit dem Programmteam eingeladen. Im Herbst 2027 wird es eine erneute Ausschreibung geben.
37. Europäischer Abend
Der 37. Europäische Abend findet am 19. Mai 2026 statt. Im Fokus steht das Thema »Digitales Europa. Zwischen Abhängigkeit und Souveränität«. Dabei wird unter anderem die Frage behandelt, wie die Europäische Union im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung strategische Souveränität erlangen kann. Die Veranstaltung beginnt mit einem Empfang und einer Informationsbörse. Anschließend übernehmen Volker Geyer (dbb beamtenbund und tarifunion) und Chantal Kopf, MdB (Europa-Union Deutschland), die offizielle Eröffnung. Im anschließenden Impulsvortrag wird Gunther Krichbaum, MdB und Staatsminister im Auswärtigen Amt, zentrale Perspektiven zur europäischen Politik einbringen. Das Panel befasst sich mit grundlegenden Fragen der Digitalisierung, Staatsmodernisierung und der europäischen Zusammenarbeit im Kontext aktueller Transformationsprozesse. In seinem Schlusswort wird Rainer Hub, Vorsitzender des BBE-Sprecher*innenrates, auf die Bedeutung der Zivilgesellschaft im Kontext europäischer digitaler Souveränität eingehen. Im Anschluss bietet ein Get-together Gelegenheit zum weiteren Austausch. Der Europäische Abend ist eine Kooperationsveranstaltung des dbb beamtenbund und tarifunion mit der Europa-Union Deutschland (EUD), dem BBE und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Seit 2006 finden die Abendveranstaltungen regelmäßig im dbb forum Berlin statt.
30 Jahre UPJ: ein Jubiläum der gelebten Zusammenarbeit
UPJ feiert sein 30-jähriges Bestehen und blickt auf eine Entwicklung zurück, die den Dialog zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung nachhaltig geprägt hat. Zahlreiche Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft würdigen UPJ als verlässliche Plattform für Partnerschaft und Innovation. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, hebt die Rolle des Netzwerks als Brückenbauer zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren hervor. Sie betont: »UPJ schafft es, Brücken zwischen unterschiedlichen Gesellschaftssektoren zu bauen und trägt dadurch dazu bei, dass gemeinsame Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden. Durch die Förderung von Partnerschaften und die Initiierung nachhaltiger Projekte leistet UPJ einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen nicht isoliert, sondern in enger Abstimmung auch mit der Verwaltung ihre sozialen und ökologischen Ziele verfolgen.« Auch das BBE gratuliert seinem langjährigen Mitglied sehr herzlich zum Jubiläum und würdigt die kontinuierliche Arbeit von UPJ für starke Partnerschaften und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements.
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Deutscher Stiftungstag 2026 in Hamburg
Der Deutsche Stiftungstag 2026 wird am 20. und 21. Mai 2026 im Congress Center Hamburg ausgerichtet. Als größter Fachkongress des deutschen Stiftungswesens bringt die Veranstaltung Akteur*innen aus Stiftungen, Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Unter dem Titel »Aus Freiheit handeln« wird der Frage nachgegangen, wie viel Freiheit unsere Demokratie braucht, um in Zeiten von Polarisierung, globalen Krisen und digitalen Umbrüchen handlungsfähig zu bleiben – und welchen Beitrag Stiftungen zur Bewältigung aktueller Herausforderungen leisten können. Vorgesehen sind Fachforen, Diskussionen und Austauschformate zu Themen wie Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Zukunft der Zivilgesellschaft. Der Kongress versteht sich als Ort der Vernetzung und des fachlichen Dialogs sowie als Impulsgeber für gemeinwohlorientiertes Handeln und sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Veranstalter ist der Bundesverband Deutscher Stiftungen, der Mitglied im BBE ist.
Programm und weitere Informationen
Ausschreibung »Pro Engagement« 2026
Der Preis »Pro Engagement« wird zum neunten Mal vergeben. Mit ihm wird das Engagement von Arbeitgeber*innen für die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen gewürdigt. Die Ausschreibung erfolgt anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der mit einem Preisgeld dotierte Preis steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Walbrach betont die besondere Bedeutung von Initiativen zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes. Bewerbungen können ab sofort bis zum 30. September 2026 eingereicht werden.
Deutscher Fundraising Kongress 2026
Der Deutsche Fundraising Kongress 2026 findet vom 1. bis 3. Juni 2026 im bcc Berlin Congress Center in Berlin statt. Der Kongress wird vom Deutschen Fundraising Verband organisiert. Es handelt sich um die zentrale Fachveranstaltung für Fundraising im deutschsprachigen Raum, die Fach- und Führungskräfte aus Non-Profit-Organisationen, Stiftungen und der Zivilgesellschaft zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen im Fundraising, insbesondere die Digitalisierung, der Einsatz von künstlicher Intelligenz, die strategische Organisationsentwicklung sowie neue Kampagnen- und Kommunikationsformen. Weitere Themen sind die Professionalisierung des Sektors und der Umgang mit veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie sinkendem Vertrauen und zunehmender Polarisierung. Das Programm umfasst zahlreiche Vorträge, Workshops und Masterclasses. Ergänzt wird es durch Networking-Formate und Plenarsitzungen. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Deutschen Fundraising Preises 2026, mit dem innovative Projekte und Kampagnen ausgezeichnet werden. Der Kongress versteht sich als Plattform für Austausch, Weiterbildung und strategische Weiterentwicklung im gemeinnützigen Sektor.
Weitere Informationen und Programm
Moderne Führung in NGOs
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe NGOplus lädt die Deutsche Umweltstiftung am 27. Mai 2026 zu einer Online-Veranstaltung zum Thema »Zusammenarbeit gestalten: Moderne Führung in NGOs« ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen und Ansätze der Führung in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Diskutiert werden Fragen der Zusammenarbeit zwischen Beteiligung und Entscheidungsfähigkeit, flachen Hierarchien und wachsender Verantwortung. Thematisiert werden zudem moderne Führungsmodelle und deren praktische Anwendung in kleinen Teams, ehrenamtlichen Strukturen und projektorientierter Arbeit. Die Veranstaltung richtet sich an Akteur*innen aus NGOs und vermittelt praxisnahe Impulse zur Weiterentwicklung von Führungs- und Organisationsstrukturen in der Zivilgesellschaft.
Weitere Informationen und Anmeldung
Ratgeber Ehrenamt: Unternehmen stärken Ehrenamt
Passt Ehrenamt ins Unternehmen? PHINEO und das Business Council for Democracy (BC4D) haben den Unternehmensratgeber »Unternehmen stärken Ehrenamt« veröffentlicht. Die Publikation zeigt anhand von elf Praxisbeispielen, wie Unternehmen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeitenden fördern und gesellschaftliche Verantwortung aktiv unterstützen können. Vorgestellt werden unterschiedliche Ansätze aus der Unternehmenspraxis: So engagieren sich Mitarbeitende des Softwareunternehmens Batix während der Arbeitszeit bei der freiwilligen Feuerwehr, KPMG entwickelt im Rahmen eines Hackathons digitale Lösungen für einen gemeinnützigen Verein, und Ehrenamtliche der Bausparkasse Schwäbisch Hall geben ihre Erfahrungen weiter, um andere zum Engagement zu ermutigen. Ergänzend wurde für die Publikation eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Civey durchgeführt. Die Ergebnisse beleuchten, unter welchen Bedingungen sich Erwerbstätige engagieren und welche Unterstützung sie sich von Arbeitgeber*innen wünschen, um Ehrenamt und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können. Der Ratgeber wurde anlässlich des Ehrentages des Bundespräsidenten am 23. Mai 2026 veröffentlicht.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de
Redaktionsschluss ist der 21. Mai 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.
Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Charlotte Wallor und Nino Kavelashvili.
Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
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Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de