Newsletter Nr. 7 vom 30. April 2026
Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Eckwertebeschluss 2027: Finanzrahmen und Prioritäten bis 2030
Reaktionen auf den Eckwertebeschluss der Bundesregierung
Engagement im ländlichen Raum im Fokus des Ausschusses für Sport und Ehrenamt
»Sind wir noch zu retten?«: Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien
Unterstützung der Zivilgesellschaft durch Bundesprogramme
Digitaler Kompetenznachweis zur Anerkennung von Engagement-Erfahrungen
Digitale Teilhabe älterer Menschen stärken
Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bestandsaufnahme und Beteiligung junger Menschen
Impulse für ein Freiwilliges Gesellschaftsjahr
Spendenmonitor: Gemeinnütziges Vererben auf Rekordniveau
Gutachten zu den Hintergründen der Insolvenz des Dachverbands Sächsischer Migrant*innenorganisationen
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
BBE-Geschäftsstelle: Stellenausschreibung Leitung Kommunikation
Botschafter*innen-Ernennung »Engagement macht stark!« am 19. Mai 2026
Interaktives Podium des BBE beim Zukunftsfestival »Streit und Zuversicht«
Neue Beiträge im Blog des Bundesprogramms »Menschen stärken Menschen«
Reise durch die Zeit: Einblicke in zehn Jahre Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«
Neue Sprecherin der BBE Adhoc-Gruppe »Engagement in ländlichen Räumen«
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Ausschreibung: »Globales Lernen für junge Menschen im ländlichen Raum«
Ausschreibung: Das startsocial-Stipendium
Bildungsprojekt für junge erwachsene Migrant*innen
»Engagier dich!« – Engagementbörse für die Willkommenskultur
5. Berliner Care-Salon
Deutscher Diversity-Tag am 19. Mai: Aufruf zu Sichtbarkeit und Engagement
Fokusreihe des Bundesjugendrings zu Herausforderungen im Ehrenamt startet 2026
Demokratie und Zivilgesellschaft: Veranstaltungsreihe der Konrad Adenauer Stiftung
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Eckwertebeschluss 2027: Finanzrahmen und Prioritäten bis 2030
Die Bundesregierung hat am 29. April 2026 die Eckwerte für den Haushalt 2027 sowie für den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Zu den finanzpolitischen Prioritäten der Regierung zählen Investitionen für Wachstum, Beschäftigung und Modernisierung, die Strukturreformen zur Entlastung der Bürger*innen und Unternehmen sowie die Konsolidierung des Haushalts. Die Wirtschaft soll wettbewerbsfähiger und die Sozialsysteme effizienter gestaltet werden, für mehr Sicherheit und Resilienz werde gesorgt. Strukturelle Einsparungen sind in allen Ministerien in Höhe von insgesamt etwa vier Milliarden Euro pro Jahr vorgesehen, darunter Reformen und Einschnitte bei Sozialleistungen. Eine Einsparvorgabe von einem Prozent in jedem Einzelhaushalt sowie eine weitere Absenkung der Mittel für die Entwicklungshilfe sind Teil der Einsparungsstrategie. Zudem sollen die Bundeszuschüsse zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung gesenkt werden. Konkrete Zahlen nennt das BMF dazu noch nicht. Im Kernhaushalt, im Klima- und Transformationsfonds sowie im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität stehen 2027 insgesamt 118,5 Milliarden Euro an Investitionsmitteln (ohne finanzielle Transaktionen) bereit. Diese fließen u.a. in die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz, Schulen, Kindergärten, Wohnungsbau und moderne Krankenhäuser. Diese und weitere Maßnahmen werden in den kommenden Wochen von den Ressorts ausgearbeitet und fließen in den Regierungsentwurf des Haushalts 2027 ein. Die Ministerien haben eine Deadline erhalten: Sie sollen dem Finanzminister Entwürfe, die innerhalb der Regierung abgestimmt sind, bis zum 20. Mai vorlegen. Der Haushalt soll Anfang Juli im Kabinett beschlossen werden.
Reaktionen auf den Eckwertebeschluss der Bundesregierung
Vertreter*innen der im BBE organisierten Zivilgesellschaft reagierten auf den Eckwertebeschluss der Bundesregierung. So warnt beispielsweise die Diakonie Deutschland eindringlich vor massiven Einschnitten im sozialen Bereich. »Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft unseres Sozialstaates«, erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch mit Blick auf die geplanten Kürzungen. Die Mittel für humanitäre Hilfe könnten weiter sinken, denn trotz der vielen globalen Krisen wurden bereits seit 2022 hier mehr als 70 Prozent gestrichen. Statt Kürzungen brauche es Aufwüchse, fordern die Entwicklungsorganisation ONE und VENRO, der Dachverband entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen, stellvertretend für über 150 zivilgesellschaftliche Organisationen.
Engagement im ländlichen Raum im Fokus des Ausschusses für Sport und Ehrenamt
In einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Sport und Ehrenamt am 15. April 2026 wurde die zentrale Bedeutung des freiwilligen Engagements in ländlichen Räumen hervorgehoben. Die Sachverständigen betonten übereinstimmend, dass das Ehrenamt wesentlich zum sozialen Zusammenhalt, zur Daseinsvorsorge und zur Lebensqualität beiträgt. Gleichzeitig wiesen sie auf strukturelle Herausforderungen hin, die das Engagement zunehmend erschweren. Susann Seifert von der Erlebe was geht gGmbH in Altenburg betonte die grundsätzlich hohe Engagementbereitschaft, wies jedoch darauf hin, dass das Ehrenamt zunehmend auf zu wenigen Schultern laste. Dies sei unter anderem auf demografische Herausforderungen, niedrige Einkommen und die Abwanderung junger Menschen im Altenburger Land zurückzuführen. Gleichzeitig habe sich die soziale Infrastruktur deutlich ausgedünnt, wodurch Begegnungsmöglichkeiten abgenommen hätten und das Ehrenamt häufig Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge übernehme. Insgesamt stehe das Engagement im ländlichen Raum damit unter einem doppelten strukturellen Druck. Tuuli-Marja Kleiner, Soziologin am Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und Sprecher*in der BBE-AG Zivilgesellschaftsforschung betonte, dass zivilgesellschaftliches Engagement in ländlichen Räumen zwar ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist, seine Wirkung jedoch nicht selbstverständlich und ungleich verteilt sei. Es entfalte sein Potenzial nur unter bestimmten sozialen und institutionellen Bedingungen und bleibe ohne Unterstützung begrenzt. Engagement dürfe daher nicht als Ersatz staatlicher Leistungen verstanden werden, sondern sei selbst auf verlässliche Infrastrukturen, Förderstrukturen und institutionelle Einbettung angewiesen. Als zentrale Handlungsbedarfe wurden eine stärkere Anerkennungskultur, der Abbau bürokratischer Hürden, der Ausbau hauptamtlicher Unterstützungsstrukturen sowie bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Engagement, Beruf und Care-Arbeit genannt. Zudem sei der Erhalt und Ausbau von Begegnungsorten entscheidend, da diese als Grundlage für ehrenamtliche Aktivität gelten. »Wer das Ehrenamt stärkt, stärkt das Land«, sagte Heidrun Diekmann vom Deutschen Landfrauenverband. Sie plädierte zudem für einen bundesweiten Bildungsurlaub für Verbandsarbeit sowie ein Anrecht auf Freistellung für ehrenamtliche Tätigkeiten in Leitungsgremien.
Bericht (15.4.2026): »Stärkung des freiwilligen Engagements in ländlichen Räumen«
Videoaufzeichnung der 21. Sitzung
»Sind wir noch zu retten?«: Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien
Im Rahmen der Gesprächsreihe »Sind wir noch zu retten?« veranstaltet von der Publix gGmbH gemeinsam mit dem Medienhaus CORRECTIV am 28. April 2026 in Berlin, diskutierten Publix-Intendantin Maria Exner und CORRECTIV-Chefredakteur Justus von Daniels mit Bundesministerin Karin Prien (BMBFSFJ) über wesentliche Herausforderungen der Bildungs- und Demokratiepolitik. Die Bundesministerin verteidigte die geplante Neuausrichtung des Förderprogramms »Demokratie leben!«. Sie kritisierte eine einseitige Ausrichtung sowie die Förderung teils »extrem selbstreferenzieller« Projekte und betonte, sie sei »allergisch« gegen Identitätspolitik (s.u. Der Spiegel, Correctiv, FAZ). Künftig solle stärker die gesellschaftliche Mitte angesprochen werden, um das Vertrauen der Menschen zu erhalten und auf Bedrohungen der Demokratie zu reagieren. Prien unterstrich, dass es nicht um Kürzungen, sondern um eine inhaltliche Neugewichtung gehe. Kritik an ihren Plänen habe sie erwartet. Eine neue Förderrichtlinie will sie bis Ende Juni vorlegen; das jährliche Fördervolumen von rund 180 Millionen Euro soll bestehen bleiben. Des Weiteren äußerte sich Prien deutlich zu ihren Zielen, für Rückendeckung für Lehrkräfte zu sorgen, ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren umzusetzen und Schritte zur Stärkung frühkindlicher Bildung zu forcieren. Die Veranstaltung war die erste in einer Gesprächsreihe von CORRECTIV und Publix. In den nächsten Monaten werden weitere Minister*innen des Kabinetts eingeladen, Rede und Antwort zu stehen.
Zur Gesprächsreihe »Sind wir noch zu retten?«
Spiegel, 29.4.2026: »Karin Prien (CDU) weist Kritik an Reform von ›Demokratie leben‹ zurück«
Correctiv, 29.4.2026: »Bildungsministerin Prien fordert grundlegende Reformen«
Die Zeit, 29.4.2026: »Karin Prien verteidigt Neuausrichtung von ›Demokratie leben!‹ Programm«
Frankfurter Allgemeine, 29.4.2026: »Ich bin allergisch gegen Identitätspolitik«
Unterstützung der Zivilgesellschaft durch Bundesprogramme
In ihrer Antwort (Drucksache 21/5301) vom 9. April 2026 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Drucksache 21/5061) stellt die Bundesregierung klar, dass die Unterstützung der Zivilgesellschaft in Deutschland über eine Vielzahl von Bundesprogrammen erfolgt. Hierzu zählen insbesondere die Programme »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie »Zusammenhalt durch Teilhabe« des Bundesministeriums des Innern. Diese Programme dienen der Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention. Zugleich betont die Bundesregierung, dass sie die Wahrnehmung grundrechtlich geschützter Freiheiten gewährleistet und die Prüfung möglicher Rechtsverstöße ausschließlich der Judikative obliegt. Damit unterstreicht sie sowohl die Förderlogik staatlicher Programme als auch die rechtsstaatliche Zuständigkeitsverteilung.
Antwort der Bundesregierung (Drucksache 21/5301) (PDF)
Kleine Anfrage (Drucksache 21/5061) (PDF)
Digitaler Kompetenznachweis zur Anerkennung von Engagement-Erfahrungen
Mit dem neuen digitalen Kompetenznachweis von engagiertes.berlin können die im freiwilligen Engagement erworbenen Fähigkeiten strukturiert dokumentiert und für Bewerbungen in Ausbildung, Studium und Beruf genutzt werden. Freiwilliges Engagement gilt als zentraler Lernraum, in dem vielfältige Kompetenzen entstehen, beispielsweise in den Bereichen Projektarbeit, Kommunikation, Teamkoordination und Konfliktlösung. Diese bleiben außerhalb des Engagementkontexts häufig unsichtbar. Der Kompetenznachweis setzt hier an und trägt dazu bei, informell erworbene Fähigkeiten systematisch zu erfassen und besser anzuerkennen. Über ein Online-Formular werden Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen erfasst und automatisch als PDF-Dokument generiert. Nach Bestätigung durch die Organisation steht ein offizieller Nachweis zur Verfügung, der Bewerbungen beigefügt werden kann. Die Nutzung ist ohne Anmeldung möglich und datenschutzkonform gestaltet. Die Plattform engagiertes.berlin wird von Renk e. V. umgesetzt und durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert. Sie bündelt Informationen zu Engagement, Förderungen und Weiterbildung und erweitert ihr Angebot um ein Instrument zur stärkeren Sichtbarmachung freiwilliger Kompetenzen.
Weitere Informationen zum Kompetenznachweis
Digitale Teilhabe älterer Menschen stärken
Am 14. April 2026 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der auf eine verbesserte digitale Teilhabe älterer Menschen abzielt. Rund drei Viertel der über 65-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet. Insbesondere im hohen Alter besteht allerdings weiterhin Unterstützungsbedarf beim Erwerb digitaler Kompetenzen. Im Mittelpunkt stehen dabei Anwendungen, die für die gesellschaftliche Teilhabe zunehmend relevant sind, darunter die elektronische Patientenakte, der elektronische Personalausweis sowie digitale Verwaltungsdienste. Auch Sicherheitsaspekte digitaler Anwendungen werden als zentrale Hürde benannt. Unternehmen wie Banken, Krankenkassen und weitere Dienstleister sollen daher stärker in die Pflicht genommen werden, sichere und nutzerfreundliche digitale Angebote bereitzustellen und Unterstützung im Umgang mit digitalen Anwendungen zu leisten. Zudem fordern die Abgeordneten eine Bestandsaufnahme zur digitalen Ausstattung in Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie in besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe. Der Bund soll gemeinsam mit den Ländern und Kommunen eine flächendeckende und niedrigschwellige Unterstützungsstruktur für digitale Fragen älterer Menschen aufbauen und Freifunk-Initiativen stärker fördern. Darüber hinaus wird die systematische Einbindung älterer Menschen in digitalpolitische Entscheidungsprozesse betont.
Antrag (Drucksache 21/5336) (PDF)
Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bestandsaufnahme und Beteiligung junger Menschen
Die unabhängige Expertenkommission »Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt« hat am 20. April 2026 eine umfassende erste Bestandsaufnahme vorgelegt. Diese bildet die evidenzbasierte Grundlage für Handlungsempfehlungen, die Ende Juni 2026 veröffentlicht werden sollen. Im Fokus stehen die digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie ihre Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe. Digitale Medien sind ein fester Bestandteil ihres Alltags, ermöglichen Zugang zu Kommunikation, Bildung und sozialer Interaktion, bergen jedoch zugleich Risiken durch problematische Inhalte, Plattformmechanismen und KI-Anwendungen. Die Kommission betont, dass wirksamer Schutz und Teilhabe nur im Zusammenspiel von Regulierung, Bildung und technischer Vorsorge gelingen können. Dabei wird Medienkompetenz als zentrale Voraussetzung für eine selbstbestimmte digitale Teilhabe hervorgehoben. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Defizite in der Medienbildung, insbesondere hinsichtlich Verbindlichkeit, flächendeckender Umsetzung sowie der Unterstützung von Eltern und Fachkräften. Die Bestandsaufnahme ist keine Priorisierung einzelner Maßnahmen, sondern eine strukturierte Gesamtschau: Sie zeigt, dass Schutz, Befähigung und Teilhabe nur dann angemessen verstanden werden können, wenn Risiken, Bildung, Prävention und Regulierung gemeinsam betrachtet werden.
Impulse für ein Freiwilliges Gesellschaftsjahr
In der Studie »Sogwirkung entfalten – Impulse für ein Freiwilliges Gesellschaftsjahr« der Bertelsmann Stiftung werden die strukturellen Rahmenbedingungen freiwilligen Engagements untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die individuelle Motivation junger Menschen, sondern die Frage, wie politische und institutionelle Faktoren Beteiligung ermöglichen oder begrenzen. Als zentrale Einflussgrößen werden Zugang, Angebotskapazitäten, Attraktivität sowie Information und Beratung identifiziert. Die Analyse plädiert für einen Paradigmenwechsel hin zu einer »Sogwirkung« freiwilliger Angebote. Dabei soll der Staat weniger steuernd als ermöglichend wirken. Vorgeschlagen wird ein individueller Rechtsanspruch auf ein Gesellschaftsjahr, der Ausbau geeigneter Strukturen sowie eine aktivierende Ansprache junger Menschen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein freiwilliges Gesellschaftsjahr deutlich mehr junge Menschen erreichen kann, wenn die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen gezielt weiterentwickelt werden.
Studie (14.4.2026): »Sogwirkung entfalten«
Spendenmonitor: Gemeinnütziges Vererben auf Rekordniveau
Der aktuelle Spendenmonitor des Deutschen Fundraisingverbandes und der Initiative »Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum« zeigt einen deutlichen Anstieg des gemeinnützigen Vererbens in Deutschland. Demnach können sich rund ein Viertel der über 50-Jährigen sowie mehr als ein Drittel der kinderlosen Befragten vorstellen, eine Organisation in ihrem Testament zu bedenken. Die 26 beteiligten Organisationen erzielten im Jahr 2025 Rekorderlöse von 148 Millionen Euro aus Nachlässen, insgesamt wurden innerhalb von vier Jahren mehr als 570 Millionen Euro verzeichnet. Zentrale Motive sind der Wunsch, Werte über den Tod hinaus weiterzugeben, nachhaltige Wirkung zu entfalten und einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Besonders häufig werden die Bereiche Tierschutz, Umwelt- und Naturschutz sowie Kinder- und Jugendhilfe gewählt. Zudem zeigt sich eine Angleichung zwischen Ost- und Westdeutschland, aber auch Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Räumen sowie zwischen verschiedenen Konfessionen. Insgesamt gewinnt das gemeinnützige Testament als Ausdruck individueller Sinnstiftung und zivilgesellschaftlicher Finanzierung zunehmend an Bedeutung.
Ergebnisse des Spendenmonitors, Grafiken und Hintergrundmaterialien
Gutachten zu den Hintergründen der Insolvenz des Dachverbands Sächsischer Migrant*innenorganisationen
Ein jüngst veröffentlichtes Gutachten von Dr. Felix Hoffmann, Technische Universität Chemnitz, Rat für Migration e.V., untersucht die Hintergründe der im März 2024 erfolgten Insolvenz des Dachverbands Sächsischer Migrant*innenorganisationen e.V. (DSM). Der Verband hatte zuvor eine zentrale Rolle in der Vernetzung migrantischer Organisationen, der Förderung von Teilhabeprojekten sowie im Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung eingenommen. Die Insolvenz steht im Zusammenhang mit Empfehlungen des Sächsischen Rechnungshofs sowie Rückforderungen der Sächsischen Aufbaubank. Das Gutachten ordnet den Vorgang in einen politischen und strukturellen Kontext ein und beschreibt mögliche Auswirkungen auf die Integrations- und Zivilgesellschaftspolitik im Freistaat Sachsen. Mit der Auflösung des DSM ist eine zentrale Struktur für die Interessenvertretung von Menschen mit Migrationsgeschichte weggefallen. Die Veröffentlichung soll eine weitergehende Diskussion über den Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie über Rahmenbedingungen für Teilhabe und Förderung anstoßen. Das Gutachten wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im Sächsischen Landtag in Dresden am 24. April 2026 vorgestellt.
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
BBE-Geschäftsstelle: Stellenausschreibung Leitung Kommunikation
Die BBE-Geschäftsstelle in Berlin sucht zur Verstärkung des Arbeitsbereichs Kommunikation der BBE-Geschäftsstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Leitung Kommunikation (m/w/d, 100%). Gesucht wird ein*e Kolleg*in mit Erfahrungen und Kompetenzen in der Kommunikation aus der Zivilgesellschaft/ NGOs – gerne mit Ideen und Impulsen für die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategie, den Ausbau der Pressearbeit, für die Stärkung unserer Kampagnenfähigkeit und die (engagement-)politische Kommunikation. Wir freuen uns auf das Kennenlernen!
Ernennung der*des Engagement-Botschafter*in 2026 – »Engagement macht stark!«
Am 19. Mai 2026 wird in der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin die*der Engagement-Botschafter*in 2026 ernannt – das neue Gesicht der BBE-Kampagne »Engagement macht stark!«. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) lädt herzlich zur Beteiligung ein, damit aus Engagement Haltung wird und aus vielen Stimmen eine gemeinsame Stimme entsteht. Die*der neue Botschafter*in vertritt all jene, die sich tagtäglich für andere, für Gemeinschaft und für gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen, steht die Veranstaltung bewusst für das Gegenteil: Zusammenhalt, Dialog und Verantwortung. Mit dabei sind Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, die die Auszeichnung überreicht und das neue Kampagnenjahr eröffnet, sowie Christine Marx, Geschäftsführerin von Aktion Mensch e.V., die die neue Engagement-Plattform vorstellt und eröffnet. Von 11:00 bis 13:15 Uhr findet die Ideen-Werkstatt »Miteinander Zukunft gestalten« statt. Hier stehen Austausch und Diskussion zu Kooperation, Teilhabe und der Zukunft des Engagements im Mittelpunkt. Im Anschluss folgt von 14:00 bis 15:30 Uhr die feierliche Ernennung der*des Engagement-Botschafter*in 2026 sowie eine Fishbowl-Diskussion. Ab 15:30 Uhr laden wir zum Austausch beim Get-together ein.
Anmeldung für die Ideenwerkstatt
Anmeldung für die Teilnahme an der Ernennung
Interaktives Podium des BBE beim Zukunftsfestival »Streit und Zuversicht«
Am 12. und 13. Juni 2026 entsteht beim Zukunftsfestival »Streit und Zuversicht« im Volkspark in Halle (Saale) eine Bühne, auf der Politik, Kultur und Prominenz auf Initiativen, Vereine und Engagierte aus Ostdeutschland treffen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Das Festival will Mut machen für Dialog und Engagement. Unter dem Titel »Geteilte Zukunft, gelebtes Miteinander – Engagement zwischen Praxis, Politik und neuen Perspektiven« trägt auch das BBE im Rahmen seiner Kampagne »Engagement macht stark!« durch eine partizipative Session zum Programm bei. Gemeinsam mit Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin Sport und Ehrenamt, der*dem Engagement-Botschafter*in 2026, Vertreter*innen aus der organisierten Zivilgesellschaft und der Engagementpraxis sind Teilnehmende eingeladen, der Frage nachzugehen, was es braucht, damit Engagement Brücken bauen, Generationen und Perspektiven verbinden, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Veränderungen möglich machen kann. Das Festivalprogramm wird durch die Stiftung Bürger für Bürger und die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gemeinsam mit lokalen, regionalen und überregionalen Partner*innen ausgerichtet. Es wird dazu eingeladen, ins Gespräch zu kommen, andere Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam zu debattieren, was die Region bewegt. Der Eintritt ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Neue Beiträge im Blog des Bundesprogramms »Menschen stärken Menschen«
Gemeinsam Deutsch lernen, sich beim Weg in das Berufsleben unterstützen, Einsamkeit entgegenwirken oder Orientierung beim Ankommen in einer neuen Stadt geben – so wirken Pat*innenschaften im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen« bundesweit an über 900 Standorten. Das BBE-Projekt »Pat*innen, Mentor*innen, Lots*innen - Engagement fördern – Demokratie stärken – gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützen« fördert den fachlichen Austausch und den Wissenstransfer zwischen den am Programm beteiligten Trägerorganisationen. Auf dem »Menschen stärken Menschen« Blog, veröffentlicht auf der Chancenpatenschaften-Website, zeigen zwei neue Beiträge eindrücklich, was das Engagement in Pat*innenschaften so besonders macht: Renate und Resan berichten über ihre gemeinsam erlebten persönlichen Erfolge im Rahmen der »Alt und Jung – Chancenpatenschaften«. Außerdem geben Sebastian Eschenbach und Britta von der Behrens in einem Interview Einblicke in ihre filmische Begleitung des Chancenpatenschaftsprogramms vom Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
Menschen stärken Menschen Chancenpatenschaften Blog
Reise durch die Zeit: Einblicke in zehn Jahre Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Bundesprogramms »Menschen stärken Menschen« (MsM), hat das BBE-Projekt »Pat*innen, Mentor*innen, Lots*innen – Engagement fördern – Demokratie stärken – gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützen« zentrale Meilensteine aus zehn Jahren Engagement in Pat*innenschaften visualisiert. Gesammelt wurden mehr als 300 Eindrücke, Aktionen, Geschichten und Ergebnisse aus dem Kreis der über 900 Pat*innenschaftsstandorte. Die Einreichungen wurden chronologisch aufbereitet und sind nun als interaktiver Zeitstrahl auf der MsM-Chancenpatenschafts-Webseite veröffentlicht. Verlinkt sind zahlreiche Medien wie Fotos, Videos und Publikationen, die Einblick in die vielfältigen Geschichten geben, die tagtäglich im Rahmen des Bundesprogramms erzählt werden. Der Zeitstrahl ermöglicht zudem eine gezielte Filterung nach Jahren, Medien oder Trägerorganisationen.
Zeitstrahl Zehn Jahre Menschen stärken Menschen
Neue Sprecherin der BBE-Adhoc-Gruppe »Engagement in ländlichen Räumen«
Am 22. April 2026 fand die zweite Sitzung der neuen BBE-Adhoc-Gruppe »Engagement in ländlichen Räumen« statt. Im Zuge der Sitzung wurden Perspektiven für das Engagement in ländlichen Räumen erarbeitet. Dr. Carola Croll wurde zur AG-Sprecherin gewählt. Sie wird die Adhoc-Gruppe leiten und das Themenfeld in den Gremien des BBE vertreten. Dr. Croll arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Digitale Chancen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Digitale Inklusion, Digitales Engagement, Social Media, Digitalisierung ländlicher Räume sowie Digitale Kommunikations- und Beteiligungsmöglichkeiten. Sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Frage, wie digitale Tools gesellschaftliches Engagement fördern, den Austausch zwischen Bürger*innen verbessern, Resilienz aus- und Barrieren abbauen und die Demokratie in digitalen und analogen Räumen stärken können. Zudem setzt sie sich dafür ein, in Co-Creation Prozessen innovative Lösungen zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind. Wir gratulieren Dr. Carola Croll herzlich zur Wahl und freuen uns über die Zusammenarbeit!
BBE-Themenfeld Engagement in ländlichen Räumen
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Ausschreibung: »Globales Lernen für junge Menschen im ländlichen Raum«
Im Rahmen der Ausschreibung »Globales Lernen für junge Menschen im ländlichen Raum« (RV2026) vergibt die finep Fördermittel an kleinere zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland. Mit der Förderung sollen Bildungsprojekte unterstützt werden, die junge Menschen im ländlichen Raum dazu befähigen, sich mit globalen Zusammenhängen in den Bereichen Bodenschutz und gerechte Verteilung von Bodenressourcen sowie Fragen globaler Gerechtigkeit auseinanderzusetzen und sie zur aktiven Mitgestaltung anregen. Im Vorfeld der Antragstellung wird am 12. Mai 2026 von 15:30 bis 16:30 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung angeboten. Anträge können bis zum 7. Juli 2026 eingereicht werden. Die Ausschreibung wird durch das Programm für Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (DEAR) der Europäischen Union gefördert. Sie ist Teil des Projektes »Rural Voices 2030«.
Ausschreibung: Das startsocial-Stipendium
Am 5. Mai 2026 beginnt die Bewerbungsphase für das startsocial-Stipendium. Im Rahmen dessen werden 100 soziale Initiativen und Vereine durch ein viermonatiges Beratungsstipendium in ihrer Weiterentwicklung unterstützt. Das Programm richtet sich an zivilgesellschaftliche Organisationen und bietet eine kostenfreie Beratung durch jeweils zwei Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Unterstützungsleistungen in Bereichen wie Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit und Organisationsentwicklung. Ergänzend profitieren die teilnehmenden Initiativen von Workshops, erhöhter Sichtbarkeit und Zugang zu einem bundesweiten Netzwerk. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. Juli 2026 und erfolgt online über die Website von startsocial. Zur Bekanntmachung der Ausschreibung werden Unterstützungsbeiträge über verschiedene Kommunikationskanäle wie Newsletter, Social Media und persönliche Weiterempfehlungen angeregt.
Bildungsprojekt für junge erwachsene Migrant*innen
Das Programm »MPs 2030 – Gestärkt im Engagement« richtet sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 32 Jahren, die nach Deutschland gekommen sind und sich bereits gesellschaftlich engagieren oder dies vorhaben. Die nächste sechsmonatige Seminarreihe startet im September 2026, Bewerbungen sind bis zum 24. Mai 2026 möglich. Im Rahmen von Wochenendseminaren in Berlin und ergänzenden Online-Formaten erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in die deutsche Zivilgesellschaft und erwerben Kompetenzen in den Bereichen Projektmanagement, Rhetorik, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Ergänzend bietet das Programm ein Alumni-Netzwerk, eine individuelle Engagement-Beratung sowie Safer-Space-Formate für FLINTA*-Personen. Die Teilnahme ist kostenfrei und es werden Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten übernommen. Das Programm wird von IMPACT – Civil Society Research and Development e. V. umgesetzt und aus EU-Mitteln sowie durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat gefördert.
Seminarprogramm »MPs 2030 – Gestärkt im Engagement«
Anmeldung: MPs 2030 Info-Veranstaltung
»Engagier dich!« – Engagementbörse für die Willkommenskultur
Die 10. Kölner Engagementbörse »Engagier dich!« findet am 6. Mai 2026 im Forum der VHS im Museum am Neumarkt in Köln statt. Die Veranstaltung richtet sich an Personen, die sich in der ehrenamtlichen Geflüchtetenarbeit engagieren oder ein solches Engagement suchen. Sie bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Information und Vernetzung bei einem Abendimbiss. Im Rahmen der Börse präsentieren sich 25 Vereine und Initiativen aus den Bereichen Willkommensarbeit und Arbeit mit Geflüchteten. Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis 9plus, der Kölner VHS sowie dem Forum für Willkommenskultur organisiert.
5. Berliner Care-Salon
Am 7. Mai 2026 findet ab 17:00 Uhr im Umspannwerk Ost in Berlin der 5. Berliner Care-Salon statt. In diesem Jahr begleitet die Veranstaltung zugleich das Jubiläum des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung (ZZE). Die unter dem Titel »Care und Demokratie – auf dem Weg in eine andere Moderne« stehende Veranstaltung widmet sich der Verbindung von Sorgearbeit (Care), gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Entwicklung. Der Abend beginnt mit einem Get-together und einem Sektempfang. Ab 18:00 Uhr folgen fachliche Impulse und eine moderierte Diskussionsrunde. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven einer sorgenden Gesellschaft im Kontext demokratischer Transformation zu diskutieren und unterschiedliche Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammenzubringen.
Deutscher Diversity-Tag am 19. Mai: Aufruf zu Sichtbarkeit und Engagement
Der Deutsche Diversity-Tag ist der größte bundesweite Aktionstag für Vielfalt in der Arbeitswelt und findet am 19. Mai statt. Unter dem Motto »Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle« setzen Unternehmen und Institutionen ein Zeichen für eine wertschätzende und diskriminierungsfreie Arbeitskultur. Der Countdown läuft: Organisationen sind eingeladen, sich mit kleinen oder großen Aktionen sowohl online als auch offline zu beteiligen und ein sichtbares Zeichen für Vielfalt zu setzen. Unterstützend stehen Kommunikationsmaterialien und Aktionsideen zur Verfügung. Alle Beiträge können unter dem Hashtag #DDT26 geteilt werden, um Vielfalt innerhalb der eigenen Organisationen und darüber hinaus sichtbar zu machen. Begleitend dazu findet am 7. Mai ein weiterer »Lunch-Talk Spezial« mit Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen statt. Dort werden Best Practices und konkrete Aktionsbeispiele vorgestellt.
Anmeldung zum Lunch-Talk Spezial
Fokusreihe des Bundesjugendrings zu Herausforderungen im Ehrenamt startet 2026
Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) startet im zweiten Halbjahr 2026 die digitale Fokusreihe »ENGAGIERT UNTER DRUCK – Herausfordernde Zeiten für Ehrenamt und Engagement«. Die Auftaktveranstaltung findet am 10. Juni 2026 von 10:00 bis 13:00 Uhr digital statt. Sie eröffnet eine Reihe regelmäßiger Austauschformate zwischen Wissenschaft und Praxis, in deren Zentrum aktuelle Herausforderungen des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen stehen. Ziel der Reihe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus Jugendverbänden und -ringen zu verbinden sowie einen kontinuierlichen Dialog zwischen Forschung und Praxis zu fördern. Dabei dient die Jugendleiter*innen-Card (Juleica) als zentraler Bezugspunkt. Bei der Auftaktveranstaltung diskutieren wir gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis – darunter Prof. Dr. Gunda Voigts – über aktuelle Entwicklungen im Engagementbereich. Eingebunden werden zudem Ergebnisse aus Forschungsvorhaben und Publikationen zu ehrenamtlichem Engagement junger Menschen, auch im Kontext der Corona-Pandemie. Die Reihe richtet sich an Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie Akteure aus Jugendverbänden und -ringen. In regelmäßigen Abständen lädt der DBJR zu digitalen Veranstaltungen ein, um zentrale Themen und Herausforderungen systematisch weiter zu vertiefen.
Demokratie und Zivilgesellschaft: Veranstaltungsreihe
Am 28. Mai 2026 findet in der Akademie der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) in Berlin die erste Veranstaltung in der dreiteiligen Reihe »Demokratische Werte stärken? – Zivilgesellschaft im Fokus« statt. In Zusammenarbeit der KAS mit der Maecenata Stiftung und der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung – beide Mitglieder des BBE – sollen zentrale Fragen demokratischen Zusammenlebens diskutiert werden. Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Praxis sind eingeladen, sich mit Grundlagen und Grenzen demokratischen Handelns auseinanderzusetzen. Im Zuge der ersten Veranstaltung unter der Überschrift »Wie neutral kann man sein? Neutralität und Haltung« kommen als Referenten Dr. Roland Löffler, Direktor Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung und der Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Andreas Püttman zu Wort. Um Anmeldung wird gebeten.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de
Redaktionsschluss ist der 7. Mai 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.
Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lynn Gogolin-Grünberg, Charlotte Wallor und Nino Kavelashvili.
Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de
Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de