Jahresschwerpunkt 2021

Schwerpunkt 2022: Europa für die Jugend – Engagement- und Demokratieförderung in der EU

Die Europäische Union hat das Jahr 2022 zum Europäischen Jahr der Jugend ausgerufen. Die Europaarbeit des BBE fokussiert hierbei die Engagement- und Demokratieförderung. Was macht die EU in diesen Bereichen für die Jugend?

Beiträge zum Schwerpunkt aus den Europa-Nachrichten

BBE Europa-Nachrichten Nr. 4 vom 28.4.2022

Junge Journalist*innen: Umweltschäden in der Ukraine

Im Rahmen des EU-Programms für junge Journalist*innen berichten Austėja Dumčiūtė aus Litauen und Lorenzo aus Italien über die Umweltschäden durch den Krieg in der Ukraine. Dabei setzen sie bei der schon schwierigen Umweltsituation vor dem Krieg an und skizzieren erkennbare und absehbare Folgen der Kriegshandlungen.

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Empfehlung des Rates über die Mobilität junger Freiwilliger in der EU

Am 5. April 2022 wurde vom Europäischen Rat die Empfehlung über die Mobilität junger Freiwilliger in der Europäischen Union angenommen. Sie aktualisiert die Ratsempfehlung vom 20. November 2008 mit dem gleichen Titel. Wesentliche Entwicklungen und Schwerpunktsetzungen im Freiwilligenbereich und in der europäischen Jugendpolitik insgesamt wurden in die aktualisierte Ratsempfehlung aufgenommen bzw. dort berücksichtigt.

Weitere Informationen auf der Webseite JUGEND für Europa


BBE Europa-Nachrichten Nr. 3 vom 14.4.2022

»Young Observers« für »Horizont Europa«: Ausschreibung

Im Rahmen des Europäischen Jahres der Jugend 2022 lädt »Horizont Europa« Masterstudent*innen europaweit ein, als junge Beobachter*innen an der Evaluierung von Vorschlägen im Rahmen von »Horizont Europa«, dem EU-Programm zur Förderung von Forschung und Innovation, teilzunehmen. Das Auswahlverfahren ist fortlaufend, von der Eröffnung der Aufforderung (1. April 2022) bis zum Abschluss der Aufforderung (14. Dezember 2022). Junge Beobachter*innen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeladen – je nach Zeitplan der Evaluierungen, die im September 2022 starten. »This new initiative will allow students across Europe to witness as young observers the robust, fair and impartial evaluation process at EU level that contributes to Europe’s cutting edge research and competiveness. We need to support young people to have access to all the opportunities EU research and innovation can offer« – sagte Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

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DiscoverEU nimmt wieder Fahrt auf

DiscoverEU ist eine Aktion des Programms Erasmus+. Die Idee dahinter ist, jungen Menschen im Alter von 18 Jahren ein Reiseerlebnis zu bieten und hiermit die Gelegenheit, die Vielfalt Europas, sein Kulturerbe und seine Geschichte zu erkunden. Im April 2022 werden die Europäische Kommission und die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) mindestens 35.000 junge Menschen auswählen und an diese »Travel-Pässe« vergeben, damit sie Europa zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 30. Juni 2023 einen Monat lang bereisen können. Die erfolgreichen Bewerber*innen reisen in der Regel mit der Bahn. Damit jedoch möglichst viele junge Menschen teilnehmen können, sind unter Berücksichtigung von Umweltaspekten, Reisezeit und Reiseentfernung auch alternative Verkehrsträger wie Fähren und Fernbusse erlaubt. Die Bewerbungsrunde endet am Donnerstag, dem 21. April 2022, um 12.00 Uhr (MESZ).

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»Die Wahrheit über Lügen«: Vorschläge der jungen Europäer*innen zum Thema Desinformation

»The truth about lies. Youth challenging Disinformation « – unter diesem TItel stand die Jugendveranstaltung »Your Europe, Your Say!« (YEYS2022), veranstaltet vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) am 31. März und 1. April 2022. Nach zwei Tagen Onlinediskussionen und -debatten erarbeiteten die 99 Schüler*innen aus 27 EU-Ländern im Alter von 16 bis 18 Jahren eine Reihe konkreter Empfehlungen, die sie EU-Kommissionsvizepräsidentin Věra Jourová in einer abschließenden Plenarsitzung vorstellten und mit ihr diskutierten.

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BBE Europa-Nachrichten Nr. 2 vom 17.3.2022

Europäische Impulse für Jugendarbeit und -politik: Veranstaltung

JUGEND für Europa lädt zusammen mit dem Bundesfamilienministerium am 22. März 2022 zu einer digitalen Veranstaltung ein. Im dritten Jahr der Corona-Pandemie und anlässlich des Europäischen Jahres der Jugend 2022 sollen die Chancen junger Menschen wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Welche Potenziale bieten europäische Impulse für Initiativen und Prozesse in Deutschland und damit für einen Aufbruch von Jugendarbeit und Jugendpolitik nach der Pandemie? Wie sollten die jugendpolitischen Schwerpunkte in Deutschland aussehen? Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einblick in Entwicklungen von Jugendarbeit während der Pandemie zu geben sowie verschiedene Initiativen, Projekte, Prozesse und Möglichkeiten vorzustellen, die Impulse für das Arbeitsfeld bieten können. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Politik, Multiplikator*innen und Fachkräfte der Jugendarbeit sowie alle, die auf kommunaler oder Landesebene Jugendpolitik gestalten.

Informationen und Anmeldung


Jugend im Protest: Von der Märzrevolution bis heute

Mehr als ein Drittel der Aufständischen, die im Verlauf der Barrikadenkämpfe vom 18. und 19. März 1848 ums Leben kamen oder verhaftet wurden, waren jünger als 24 Jahre. Was motiviert Jugendliche dazu, auf die Straße zu gehen? Welche Faktoren bestimmen, ob eine Protestbewegung friedlich bleibt oder gewaltvoll verläuft? Und was ist der Maßstab, um Protest als erfolgreich oder gescheitert zu betrachten? Schüler*innen des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Berlin befassten sich in einem zweitägigen Workshop mit diesen Fragen und präsentierten in einer Veranstaltung in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung am 15. März 2022 die Ergebnisse ihrer Recherchen. Prof. Dr. Ingo Juchler gab einen historischen Überblick über Jugendproteste in Berlin. Anschließend fand ein Podiumsgespräch mit Berliner Aktivist*innen statt. Kooperationspartner waren der Gedenkort Friedhof der Märzgefallenen (Paul Singer e.V.) und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist verfügbar.

Mitschnitt der Veranstaltung bei Youtube


ACTION FOR WATER of the Future – Finanzielle Förderung für Wasser-Aktionen

finep, das forum für internationale entwicklung + planung, vergibt im Rahmen der EU-weiten Kampagne »Water of the Future« finanzielle Kleinstförderungen zwischen 600 und 1.000 € an junge Menschen, die Aktionen rund um die Themen Klimakrise und Wasser planen wollen. Die Aktionen können für den Zeitraum zwischen 1. Mai und 31. Juli 2022 geplant und beantragt werden. Antragsfrist ist der 25. März 2022, 18 Uhr. Die Ausschreibung möchte insbesondere jungen Menschen zwischen 18 und 35 Jahren die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden und mit eigenen Aktionen ein Zeichen gegen die weltweite Klimakrise zu setzen. finep stellt dafür Aktionsmaterialien zum Thema Wasser bereit, die die Aktionen begleiten sollen: Ein Glücksrad etwa macht auf das Thema Wasserstress aufmerksam, eine XXL-Zeitung erzählt Wassernachrichten aus der Zukunft oder ein Verkaufsregal zeigt, wie viel virtuelles Wasser in unseren Produkten steckt. Mit den Tools möchte finep Bewusstsein dafür schaffen, wie Wasser mit Nachhaltigkeit zusammenhängt, warum unser Wasserverbrauch auch die Länder des Globalen Südens betrifft und wie sich die Klimakrise auf den Zugang zu Wasser auswirkt.

Ausschreibung


Programm für Nachwuchsjournalist*innen

Bis zum 12. Juli 2022 können sich angehende Journalist*innen für eine EU-Förderung bewerben, um sich mit EU-Regionalpolitik zu befassen: »Youth4Regions – programme for aspiring journalists«. Bewerben können sich neben Nachwuchs aus Mitgliedsländern der EU auch Nachwuchsjournalist*innen aus Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau und der Ukraine.

Informationen


BBE Europa-Nachrichten Nr. 1 vom 3.2.2022

EU und die Jugend

Jeder sechste Mensch in Europa ist zwischen 15 und 29 Jahre alt. 75 Prozent von ihnen haben eine positive Meinung von der Europäischen Union und der Demokratie. Jeder Dritte hat Schwierigkeiten, mit COVID-19-Maßnahmen zurechtzukommen. Die COVID-19-Krise hat erhebliche Auswirkungen auf junge Menschen. Deshalb hat die EU beschlossen, Jugendfragen Priorität einzuräumen und sich für die Verbesserung der Perspektiven junger Menschen einzusetzen. Die Europäische Kommission hatte bereits am 14. Oktober 2021 die Initiative offiziell vorgeschlagen und war damit einer Ankündigung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union vom 15. September 2021 gefolgt. Am 22. Dezember 2021 haben Europäisches Parlament und Rat den Vorschlag offiziell angenommen. Am 12. Januar 2022 hat die Europäische Kommission eine eigens geschaffene Website zum Europäischen Jahr der Jugend 2022 gestartet.

Weitere Informationen

Website zum »Europäischen Jahr der Jugend 2022«


Digitales Europa und Zukunftskonferenz: Gabriele Bischoff, MdEP, im Interview

In diesem Jahr legt die EU einen besonderen Schwerpunkt auf die Jugend mit dem Ziel, junge Menschen und ihre Prioritäten in die politische Entscheidungsfindung einzubeziehen und jugendorientierte Aktivitäten in der gesamten EU zu organisieren. Beteiligung der Jugend hat auch bei der Konferenz zur Zukunft Europas eine große Relevanz: Ein Drittel der Teilnehmer*innen an den Bürgerforen ist unter 25 Jahre alt. Im Rahmen der Konferenz umfasst der Themenbereich »Jugend« mehrere Kategorien: Studium, Ausbildung und Entwicklung der Studierenden; Chancen für junge Menschen und Jugendarbeiter*innen im Ausland; Organisationen, die Partnerschaften für Innovation in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend entwickeln; EU-Programm Erasmus+ sowie Europäisches Solidaritätskorps sowie Freiwilligentätigkeit. Gabriele Bischoff, MdEP, erste Vize-Vorsitzende im Ausschuss für konstitutionelle Fragen (AFCO) des Europäischen Parlaments, nimmt im Gespräch mit den BBE Europa-Nachrichten die Konferenz zur Zukunft Europas unter die Lupe und betont: »Mit der Konferenz zur Zukunft Europas sorgen wir dafür, dass die Anliegen der Bürger*innen in die Politikgestaltung der EU einfließen. Hierfür können die Bürger*innen auf digitale Tools zurückgreifen. […] Die digitalen Tools sind besonders wichtig, um junge Menschen zu erreichen.«

BBE-Interview mit Gabriele Bischoff, MdEP (HTML)

BBE-Interview mit Gabriele Bischoff, MdEP (PDF)


Europäische Jugendpolitik: Malte Krumrey im Interview mit dem BBE

Das Europäische Jahr der Jugend, das Europäische Solidaritätskorps und Erasmus+ Jugend sind die Themen im BBE-Interview mit Malte Krumrey. Er ist Fachreferent für Europäische Jugendpolitik bei JUGEND für Europa. JUGEND für Europa ist die Nationale Agentur für die EU-Programme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps. Vom Europäischen Jahr der Jugend erwartet er mehr Sichtbarkeit für Themen junger Menschen und ihre ressortübergreifende Berücksichtigung: »Dazu erhoffen wir uns vom Europäischen Jahr der Jugend auch Rückenwind für europäische jugendpolitische Initiativen wie den Bonn-Prozess, die EU-Jugendstrategie und die EU-Programme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps.«

BBE-Interview mit Malte Krumrey (HTML)

BBE-Interview mit Malte Krumrey (PDF)


Digitale Räume gemeinsam gestalten: Demokratiebildung online

Understanding Europe, ein europäisches Bildungsnetzwerk von und für junge Menschen, widmet sein Educational Briefing 2021 dem Thema: »Digitale Räume gemeinsam gestalten: wie Demokratiebildung online gelingen kann«. Neben Beiträgen von Bildungsexpert*innen berichten Netzwerkmitglieder von ihren Erfahrungen mit digitaler Peer-Bildung. Was genau sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Bildung? Welche Tools funktionieren für die meisten jungen Menschen? Wie können digitale Workshops partizipativ gestaltet werden? Und was sind Tipps und Tricks für Pädagog*innen, die noch unerfahren mit digitalen Bildungsformaten sind? Der erste Teil beschäftigt sich mit diesen Fragen, im zweiten Teil der Publikation geht es dann darum, wie junge Menschen dabei unterstützt werden können, sich Kompetenzen anzueignen, die im digitalen Raum von Bedeutung sind.

Educational Briefing 2021


Jugend-Konsultation »Unser Europa, unsere Zukunft«

Die breit angelegte Onlinekonsultation »Unser Europa, unsere Zukunft«, die von Make.org in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk initiiert und durch das Auswärtige Amt unterstützt wurde, ist nun abgeschlossen. Mehr als 45.000 junge Bürger*innen zwischen 15 und 35 Jahren aus Deutschland haben teilgenommen und mit über 390.000 Abstimmungen und 620 Vorschlägen ihre Prioritäten und Erwartungen für das Europa von Morgen zum Ausdruck gebracht. Make.org, das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und die Französische Botschaft laden zur Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Onlinekonsultation »Unser Europa, unsere Zukunft« ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas und anlässlich des Europäischen Jahres der Jugend statt. Anna Lührmann, Staatsministerin für Europa und Klima, sowie Clément Beaune, französischer Staatssekretär für Europa, werden auf die Prioritäten der jungen Bürger*innen für die Zukunft Europas eingehen. Junge Bürger*innen aus ganz Deutschland sind ebenfalls eingeladen, sich mit Anne-Marie Descôtes, Botschafterin Frankreichs in Deutschland, Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Berlin, und Axel Dittmann, Koordinator für die Konferenz zur Zukunft Europas im Auswärtigen Amt, auszutauschen und über die Inhalte der Konsultation zu diskutieren. Die Redner*innen und Vortragenden werden im Europäischen Haus, der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, anwesend sein, die Teilnehmer*innen der Veranstaltung werden gebeten, sich über das Tool Zoom Meeting einzuwählen. Eine Anmeldung ist bis zum 6. Februar 2022 möglich.

Anmeldung

Link zum Zoom Meeting am 9. Februar 2022 um 17:30 Uhr

Weitere Informationen zur Onlinekonsultation


BBE und Europäisches Jahr der Jugend

Die nächsten 12 Monate stehen auch im Zeichen der jungen Europäer*innen, denn seit dem 1. Januar 2022 läuft das Europäische Jahr der Jugend. Das Schwerpunktthema des Arbeitsfelds Europa des BBE lautet: »Europa für die Jugend – Engagement- und Demokratieförderung in der EU«: Was macht die EU in diesen Bereichen für die Jugend? Die weltweite Förderung der Demokratie ist eine vorrangige Aufgabe der Europäischen Union. Was wird unternommen, damit junge Menschen Demokratie »lernen«? Wie können Kinder und Jugendliche Demokratiekompetenzen erwerben? Welche Konzepte, Visionen und Strukturen gibt es in den verschiedenen europäischen Ländern? Auch politisches Engagement von Jugendlichen in Europa könnte ein Teilaspekt des Jahressschwerpunktthemas sein. Wie unterstützt und fördert die EU aktuell das freiwillige Engagement junger Menschen? Was wird unternommen, damit junge Menschen Formen und Möglichkeiten kennen lernen, sich zu engagieren (z.B. Service Learning)? Im Jahr 2020 hatte das BBE das Thema »Jugend für die Zukunft der Demokratie« als Schwerpunktthema des Jahres gewählt. Im Fokus hierbei stand die Frage, welche Zukunftsperspektiven die Jugend in Europa sieht. In diesem Rahmen entstand folgendes Dossier: »Junges Engagement mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und die Zukunft Europas«.

Dossier und weitere Informationen zum Thema

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