BBE Newsletter

Newsletter Nr. 17 vom 23. Oktober 2026

Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.

Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte

Staatsminister Rauhe: Sachstandsbericht zum Thema Ehrenamt
Förderung der Landes-Demokratiezentren
Anhörung zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe
Ergebnisse der bundesweiten Untersuchung zur wirtschaftlichen Bedeutung der Amateurmusik
Auszeichnung »Gute Bürgerbeteiligung«
AGJ verleiht Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2026
Kinder- und Jugendbeteiligung: Wahlalter senken und Selbstorganisation stärken

Schwerpunkt: Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!

BBE: Politisches Gespräch »Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!«
Julia Hudy: Verlässliche Infrastrukturen für eine starke Zivilgesellschaft
Stephanie Handtmann über die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts
Rebecca Einhoff: Bürgerschaftliches Engagement als unverzichtbare Säule der sozialen Daseinsvorsorge
Larissa Probst: Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen: drei Schritte, die nichts kosten
Anja Treichel: Demokratie braucht starke Migrant*innenorganisationen
Nina Reip: Verlässliche Förderstrukturen für einen demokratischen und inklusiven Sport
Olaf Ebert: Zivilgesellschaft langfristig stärken und fördern
Sophia Hofer: Jugendengagement braucht verlässliche Strukturen

Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle

11. BBE-Fachkongress im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«
BBE-Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen«
Deutschland und die Ukraine im Dialog
Bericht aus der Sitzung der Arbeitsgruppe »Migration, Teilhabe, Vielfalt«

Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen

»KIS – Kompetenzen innovativ stärken«: Förderung von Integrationsprojekten
KULTURLICHTER-Preis 2026/27: Bewerbungsphase gestartet
Förderpreis »Verein(t) für gute Kita und Schule« 2026: Medienkompetenz stärken
Wer macht Demokratie stark? Veranstaltung der Stiftung Bildung
4. Berliner Engagementkonferenz
Freiheit und Solidarität: Grundlagen einer resilienten Demokratie
Gemeinsame Veranstaltung politischer Stiftungen: Politische Bildung für Demokratie und Pluralität
Zuversichtsbarometer 2026: Zukunftsperspektiven der Zivilgesellschaft
Leipziger Engagement. Messe 2026
Digitale Broschüre: So stärkt euch die Engagementstrategie in Nordrhein-Westfalen


Hinweis


Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte

Staatsminister Rauhe: Sachstandsbericht zum Thema Ehrenamt

Am 14. Oktober 2026 stellte der Staatsminister für Sport und Ehrenamt, Ronald Rauhe, erstmals in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Ehrenamt seine Schwerpunkte für die Engagementpolitik vor. Unter den Leitlinien Anerkennung, Vereinfachung, Unterstützung und Forschung soll der geplante »Zukunftspakt Ehrenamt« Bürokratie abbauen und die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement verbessern, so Rauhe. Schwerpunkte seien, die Sichtbarkeit des Ehrenamts zu erhöhen, niedrigschwellige Zugänge für unterschiedliche Altersgruppen zu ermöglichen und Engagement vor Bedrohungen zu schützen. Das BBE wurde als wichtige Partnerin benannt, das u.a. mit der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements für Anerkennung sorge. Auf Rückfragen von Seiten der Abgeordneten hin erläuterte Staatsminister Rauhe, dass auch rechtliche Voraussetzungen verbessert werden sollten. Genannt wurden hier insbesondere das Datenschutzrecht, das Vereins-, Gemeinnützigkeits- und das Zuwendungsrecht. Er berief sich auch auf die Ziele, die im Koalitionsvertrag festgelegt wurden und auf die Perspektive von Engagementpolitik als einer Querschnittsaufgabe. Fragen tangierten auch die politischen Berichterstattungen im Auftrag des Bundeskanzleramtes: Die Namen der Mitglieder der Kommission für den Fünften Engagementbericht der Bundesregierung sollen demnächst veröffentlicht werden. Die Geschäftsstelle für die Kommission werde dieses Mal durch die DSEE bestellt. Die Daten des Freiwilligensurveys sollen mit Blick auf das Engagement junger Menschen und auf die Frage der Resilienz von Zivilgesellschaft einer Sonderauswertung unterzogen werden. Die Abgeordneten diskutierten ferner mit dem Bundeskanzleramt über Maßnahmen, die eine konkrete Wirkung erzielen könnten (Stichworte: Once-Only-Prinzip/ reduzierte Registerpflichten, Verträge mit der GEMA in ausgewählten Ländern, Zuständigkeiten bei Ehrenamtskarten). In diesem Zusammenhang wurde auch gefordert, weniger Preisverleihungen zu fördern als vielmehr mehr konkrete Wirkung durch Maßnahmen zu erzielen. Dabei wurde auf das aktuelle BBE-Positionspapier »Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!« Bezug genommen und die Forderung eines Engagementfördergesetzes zur Diskussion gestellt. Ronald Rauhe hat im September 2026 das Amt des Staatsministers im Bundeskanzleramt übernommen.

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Aufzeichnung der Sitzung


Förderung der Landes-Demokratiezentren

Die Bundesregierung stellt ab 2027 sechs Millionen Euro für die Landes-Demokratiezentren bereit. Das geht aus ihrer Antwort (21/8649) auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion (21/8224) hervor. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) habe die zusätzliche Förderung infolge des islamistischen Anschlags auf den Berliner CSD entschieden. Fünf Millionen Euro sind für Extremismusprävention sowie Deradikalisierungs-, Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit vorgesehen. Eine weitere Million Euro soll die Demokratiebildung in Regelstrukturen stärken und die Werte einer freiheitlichen, offenen und liberalen Gesellschaft vermitteln.

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Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 21/8649) (15.10.2026) (PDF)

Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 21/8224) (25.09.2026) (PDF)


Anhörung zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe

Am 12. Oktober 2026 befasste sich der Bundestagsausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz (1. KJHSRG). Der Entwurf sieht unter anderem eine infrastrukturelle Bildungsassistenz, einen stärkeren Vorrang von Infrastruktur- und Regelangeboten sowie Änderungen bei der Eingliederungshilfe für junge Menschen mit Behinderungen vor. In der Anhörung diskutierten die Sachverständigen die geplanten strukturellen Veränderungen, deren Umsetzung und Finanzierung sowie die Auswirkungen auf individuelle Unterstützungsleistungen. Die Stellungnahmen verdeutlichten unterschiedliche Einschätzungen zu den erwarteten finanziellen und fachlichen Auswirkungen der Reform.

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Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz (1. KJHSRG) (21/8274) (PDF)


Ergebnisse der bundesweiten Untersuchung zur wirtschaftlichen Bedeutung der Amateurmusik

Eine bundesweite Studie von ZiviZ im Stifterverband im Auftrag des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) untersucht erstmals die wirtschaftliche Bedeutung der Amateurmusik in Deutschland. Demnach belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf mindestens 22,4 Milliarden Euro. Amateurmusizierende ab 16 Jahren geben durchschnittlich 1.516 Euro pro Jahr aus, bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren sind es 1.288 Euro. Hinzu kommen die Ausgaben der Ensembles. Grundlage der Untersuchung sind Angaben von mehr als 3.000 Amateurmusizierenden, knapp 900 Ensembles und 66 Amateurmusikverbänden für das Jahr 2025. Die Ausgaben betreffen unter anderem Instrumente, Unterricht, Noten, Reisen, Musikschulen, Instrumentenbau, Gastronomie, Beherbergung und Veranstaltungstechnik. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus privaten Mitteln. Öffentliche Fördermittel decken durchschnittlich elf Prozent der Ausgaben der Ensembles. Informelle Bands, Musikgruppen in Sport- oder Feuerwehrvereinen sowie Verbandsausgaben sind in der Schätzung teilweise oder gar nicht berücksichtigt.

Studie zur Wirtschaftskraft der Amateurmusik

Die wirtschaftliche Bedeutung von Amateurmusik in Deutschland


Auszeichnung »Gute Bürgerbeteiligung«

Das Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung e.V. und das Berlin Institut für Partizipation haben 2026 erneut herausragende kommunale Beteiligungsprojekte ausgezeichnet. Aus mehr als 50 Bewerbungen wurden drei Preisträger*innen ausgewählt: Mannheim für den inklusiven Mehrgenerationenpark Plankstadter Straße, Marzahn-Hellersdorf für das Klimaanpassungsprojekt »Heisses Hellersdorf« und das Amt Goldberg-Mildenitz für das Zukunftskonzept mit 65 bürgergetragenen Projekten. Erstmals wurden zusätzlich zwei Kommunen für Kinder- und Jugendbeteiligung geehrt: Moritzburg für den »Kinder-Zukunfts-Rat«, in dem Grundschulkinder Empfehlungen zu Sport und Bewegung entwickelten, und Dorsten für »Kinder gestalten Dorsten«, das Kinderbürgermeister und eine Kinderkonferenz umfasst. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Bürger*innen kommunale Entwicklungen aktiv mitgestalten und Beteiligung in konkrete Veränderungen münden kann. Die Preisverleihung fand am 16. Oktober 2026 im Fernsehstudio von Alex TV Berlin statt.

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Mitschnitt der Veranstaltung


AGJ verleiht Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2026

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat am 1. Oktober 2026 den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis – Hermine-Albers-Preis in drei Kategorien verliehen. Aus knapp 260 Einreichungen wählte eine elfköpfige Jury die Preis- und Anerkennungsträgerinnen aus; die Würdigung wurde anschließend vom AGJ-Vorstand beschlossen. Im Praxispreis, der 2026 unter dem Schwerpunkt Demokratiebildung und -förderung in der Kinder- und Jugendhilfe stand, wurde das Nürnberger Angebot »Lernort Rathaus« ausgezeichnet. Eine Anerkennung erhielt das Leipziger Medienbildungs- und Demokratieprojekt »Tram Talk«. Den Medienpreis erhielten Larissa Sobral und Daniel Kähler für den Podcast »Ich pflege meine Mama seit ich 13 bin: Young Carer«. Eine Anerkennung ging an Marius Elfering für seinen Hörfunkbeitrag »Erziehung und Strafe – Jugendkriminalität in Deutschland«. Der Theorie- und Wissenschaftspreis wurde Dr. Anna Hamer für ihre Dissertation »Erziehung – Gewalt – Identität. Erzählungen ehemaliger Adressatinnen über Intensivpädagogische Maßnahmen« verliehen. Eine Anerkennung erhielt Dr. Rudolph Meyer für seine Streetwork-Ethnographie »Im Käfig – Straßenfußball und Straßenkindheit in einem marginalisierten Quartier«. Der von den obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder gestiftete Preis würdigt herausragende Leistungen in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, in der Wissenschaft und im Journalismus, die zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe beitragen oder die Lebenswelten junger Menschen sichtbar machen.

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Kinder- und Jugendbeteiligung: Wahlalter senken und Selbstorganisation stärken

Für eine verbindliche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderrechte – National Coalition Deutschland eine gesetzliche Grundlage auf Bundesebene sowie ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen für die Selbstorganisation junger Menschen. Zu den zentralen Forderungen gehört außerdem, das Wahlalter auf Bundes- und Landesebene auf 16 Jahre zu senken. Bestehende Beteiligungsangebote erreichten häufig dieselben jungen Menschen. Junge Menschen mit Fluchterfahrung oder Behinderungen stießen auf Zugangshürden, etwa durch fehlende Assistenzfinanzierung, unzureichend zugängliche Beteiligungsräume oder zeitliche Belastungen. Politik und Verwaltung sollten transparent machen, wie die Beiträge junger Menschen in Entscheidungen einfließen. Die beiden Organisationen wollen die Entwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung auf Bundesebene weiter beobachten und den Austausch dazu fortsetzen.

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Schwerpunkt: Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!

BBE: Politisches Gespräch »Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!«

Unter dem Titel »Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!« diskutierte das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) am 16. Oktober 2026 im Rahmen eines politischen Gesprächs unter der Schirmherrschaft von Stephan Mayer, MdB, mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Bundespolitik über die Zukunft demokratischer Engagementstrukturen. Ausgangspunkt bildete das gleichnamige Positionspapier des BBE, das verlässliche politische und rechtliche Rahmenbedingungen für Engagement und organisierte Zivilgesellschaft fordert und hierfür auf konkrete erforderliche Maßnahmen verweist. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Sicherung langfristiger Förderbedingungen, der Abbau bürokratischer Hürden und die nachhaltige Stärkung demokratischer Engagementstrukturen über ein reformiertes Zuwendungsrecht und nachhaltige Förderbedingungen aus. Das BBE sprach sich zudem für die verfassungsrechtliche Verankerung des Rechts auf Engagement aus, für ein Engagement- und ein Demokratiefördergesetz. Das vorliegende Schwerpunktthema greift die Impulse auf, die Mitglieder des BBE im Rahmen von Statements einbrachten. Die Beiträge beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven aktuelle Herausforderungen für die Zivilgesellschaft, zeigen Handlungsbedarfe auf und machen Ansätze sichtbar, wie Engagement und demokratische Teilhabe politisch und strukturell gestärkt werden können.

Positionspapier


Julia Hudy: Verlässliche Infrastrukturen für eine starke Zivilgesellschaft

Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk ist ein Hamburger Netzwerk zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Es verbindet zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen und weitere Akteure. In ihrem Beitrag weist Julia Hudy, Geschäftsführerin von AKTIVOLI, auf die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen hin, die nötig sind, um diese Räume krisenfest zu gestalten. »Investieren Sie jetzt in zivilgesellschaftliche Infrastrukturen, in Netzwerke und in die sektorübergreifende Kooperation!«, so der Appell von Julia Hudy an die Politik und Entscheidungsträger*innen.

Beitrag von Julia Hudy (PDF)


Stephanie Handtmann über die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts

Die Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung« vertritt 240 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft und setzt sich für ein modernes Gemeinnützigkeitsrecht ein. In ihrer Rede macht Stephanie Handtmann, Vorständin der Allianz, deutlich: »Zivilgesellschaft ist kein politisches Lager. Sie ist weder links noch grün, sie ist nicht in ›gut‹ und ›böse‹ oder ›politisch‹ und ›unpolitisch‹ aufteilbar, sondern primär ein Raum für gesellschaftliche Selbstorganisation. Hier engagieren sich Menschen, setzen sich für ihre Ziele ein, helfen anderen und tun Gutes für die Allgemeinheit. Und damit ist sie die Basis für unsere Demokratie.« Dennoch gerät die Zivilgesellschaft zunehmend unter Druck. Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen zeigen, dass Vereine dadurch verunsichert, in ihrer Arbeit behindert und im schlimmsten Fall zum Rückzug aus dem gesellschaftlichen Engagement gedrängt werden. Stephanie Handtmann fordert eine dringende Modernisierung des Gemeinnützigkeitsrechts, die Rechtssicherheit schafft, politische Betätigung im Rahmen gemeinnütziger Zwecke absichert und die Zivilgesellschaft wirksam vor Angriffen von Rechtsaußen schützt. Im Rahmen des »Zukunftspakts Ehrenamt« müsse die Abgabenordnung entsprechend angepasst werden.

Beitrag von Stephanie Handtmann (PDF)


Rebecca Einhoff: Bürgerschaftliches Engagement als unverzichtbare Säule der sozialen Daseinsvorsorge

Der Deutsche Caritasverband ist der katholische Verband der Freien Wohlfahrtspflege. Er bietet in rund 25.000 Einrichtungen und Diensten Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen und gestaltet die sozial- und gesellschaftspolitische Entwicklung mit. In ihrem Beitrag erläutert Rebecca Einhoff, Referentin für Engagement beim Deutschen Caritasverband e.V., die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die soziale Daseinsvorsorge, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Sie zeigt auf, welche verlässlichen Rahmenbedingungen und Strukturen notwendig sind, um Engagement zu fördern, Zugangsbarrieren abzubauen und insbesondere jungen Menschen gesellschaftliche Mitgestaltung zu ermöglichen.

Beitrag von Rebecca Einhoff (PDF)


Larissa Probst: Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen: drei Schritte, die nichts kosten

Der Deutsche Fundraising Verband e. V. (DFRV) vertritt die Interessen von Fundraiser*innen, gemeinnützigen Organisationen und unterstützenden Dienstleister*innen. Geschäftsführerin Larissa M. Probst sieht in Deutschland großes Potenzial für Engagement und Spenden. Um dieses zu fördern, plädiert sie vor allem für drei Maßnahmen, die kein zusätzliches Geld erfordern: 1. Umsetzung der vorliegenden praxiserprobten Vorschläge zum Zuwendungsrecht. 2. Neue Projekte nur mit der Praxis und 3. Eine faire Debattenkultur. In ihrem Beitrag verweist sie darauf, dass »der Wandel möglich ist und an vielen Stellen schon begonnen hat. Wo Vertrauen wächst, sind Menschen und Unternehmen bereit, Geld und Zeit zu spenden«, so Larissa M. Probst.

Beitrag von Larissa Probst (PDF)


Anja Treichel: Demokratie braucht starke Migrant*innenorganisationen

Das Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung und Teilhabe (bbt e. V.) dient der bundesweiten Vernetzung migrantischer Elternvereine und -initiativen, um ihre Kompetenzen und Potenziale als wichtige Akteure der Integrationsförderung zu bündeln und Synergien zu schaffen. Anja Treichel, Geschäftsführerin des bbt, betont die zentrale Bedeutung von Migrant*innenorganisationen (MO) für demokratische Teilhabe, politische Interessenvertretung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Durch ihre engen Verbindungen zu migrantischen Communities, ihre Mehrsprachigkeit und ihre gewachsenen Vertrauensbeziehungen schließen sie wichtige Lücken, etwa in der Kommunikation zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Gleichzeitig gefährden befristete Projektförderungen, fehlende Rücklagen, rassistische Anfeindungen und die Infragestellung ihrer Legitimität ihre Arbeit. Treichel fordert daher eine verlässliche Finanzierung, besseren Schutz für bedrohte Engagierte sowie mehr politische Anerkennung und verbindliche Beteiligung. Angesichts drohender Fördermittelkürzungen in Sachsen-Anhalt müssten Bund, Stiftungen und weitere Fördernde gemeinsam Verantwortung übernehmen, um den Fortbestand dieser wichtigen Strukturen zu sichern.

Beitrag von Anja Treichel (PDF)


Nina Reip: Verlässliche Förderstrukturen für einen demokratischen und inklusiven Sport

Die Deutsche Sportjugend und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) positionieren sich für einen offenen und vielfältigen Sport und solidarisieren sich mit demokratisch engagierten Akteuren. Nina Reip, Referentin für Demokratieförderung, hebt in ihrem Beitrag hervor, dass »zivilgesellschaftliche Organisationen des Sports – und darüber hinaus – als strategisch weitsichtig, organisiert und klar wertebasiert« seien. Sie fordert langfristige, verlässliche Förderstrukturen, eine umfassende Strategie des Bundes und den Abbau bürokratischer Hürden, damit »die Zivilgesellschaft ihre Arbeit machen kann – beispielsweise für einen demokratischen und inklusiven Zusammenhalt im Sport.«

Beitrag von Nina Reip (PDF)


Olaf Ebert: Zivilgesellschaft langfristig stärken und fördern

Olaf Ebert, Mitglied des BBE-Sprecherinnenrates und Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Bürger für Bürger, verweist auf die zu erwartenden Kürzungen in Sachsen-Anhalt und deren Folgen für die Zivilgesellschaft. Er betont die Notwendigkeit, bestehende Strukturen zu stabilisieren und langfristige Förderperspektiven zu schaffen. Als Beispiel für sektorenübergreifende Zusammenarbeit nennt er die Gemeinschaftsinitiative »Zukunftswege Ost«, die Stiftungen, Unternehmen und private Spender*innen zur Förderung von Demokratie, Engagement und gesellschaftlichem Zusammenhalt zusammenbringt. Insbesondere in Ostdeutschland fehle es gemeinnützigen Organisationen häufig an privaten Finanzierungsquellen. Ebert fordert daher auch den Bund auf, zivilgesellschaftliche Organisationen und ehrenamtliche Initiativen langfristig zu unterstützen und verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu schaffen.

Beitrag von Olaf Ebert (PDF)


Sophia Hofer: Jugendengagement braucht verlässliche Strukturen

Die Jugendpresse Deutschland e. V., Bundesverband junger Medienmacher*innen, fordert eine verlässliche und langfristige Förderung des Jugendengagements. Geschäftsführerin Sophia Hofer betont, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und gesellschaftliche Beteiligung gestalten sollen, dafür jedoch professionelle Unterstützungsstrukturen benötigen. Angesichts steigender Anforderungen an Inklusion, Barrierefreiheit, Datenschutz und Organisation brauche es ein starkes Hauptamt, das Ehrenamtliche begleitet, qualifiziert, Wissen sichert und organisatorisch entlastet. Erforderlich sei daher eine mehrjährige, strukturbildende Förderung, die Personal, Koordination und Infrastruktur berücksichtigt und verlässliche Rahmenbedingungen für nachhaltiges Jugendengagement schafft.

Beitrag von Sophia Hofer (PDF)


Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle

11. BBE-Fachkongress im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen«

Unter dem Titel »Vor Ort, online, gemeinsam: Mit Pat*innenschaften für Engagement, Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe« dreht sich der 11. BBE-Fachkongress im Bundesprogramm »Menschen stärken Menschen« am 3. November 2026 um die Frage, wie Pat*innenschaften auch in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen Orientierung, Zusammenhalt und neue Perspektiven bieten können. Im Fokus stehen sowohl Pat*innenschaften als Räume des Lernens und der Begegnung als auch die strukturellen Herausforderungen und erschwerten Förderbedingungen, denen zivilgesellschaftliche Akteur*innen aktuell ausgesetzt sind. Am Vorabend des Kongresses, dem 2. November 2026, gibt Thomas Laschyk, Blogger, Publizist und Spiegel-Bestseller-Autor bei einem moderierten Couch-Gespräch einen Einblick in das Thema Desinformation und deren Folgen für das Vertrauen in demokratische Institutionen. Am 5. November 2026 laden das BBE und openTransfer Patenschaften der Stiftung Bürgermut zu einem digitalen Austauschformat rund um das Thema »Resilienz« ein. Das BBE richtet den Kongress im Rahmen des Bundesprogramms »Menschen stärken Menschen«, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, seit der Lancierung des Programms im Jahr 2015 aus.

Weitere Informationen und Anmeldung


BBE-Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen«

Am 12. November 2026 widmen sich die BBE-Arbeitsgruppen »Bildung und Engagement« und »Kommune und Engagement« im Rahmen einer Fachtagung dem Thema »Bildungsengagement in kommunalen Räumen«. Die Veranstaltung findet von 9:30 bis 16:30 Uhr in der VDI GaraGe Leipzig statt. Im Mittelpunkt stehen Podiumsgespräche und Workshops zu Herausforderungen und Perspektiven lokaler Bildungsentwicklung sowie die Frage, wie kommunale Bildungslandschaften gemeinsam gestaltet werden können, um individuelle Bildungsbiografien zu stärken und gesellschaftliche Mitgestaltung zu ermöglichen. Die Anmeldung ist bis zum 26. Oktober 2026 möglich.

Weitere Informationen zur Fachtagung

Anmeldung


Deutschland und die Ukraine im Dialog

Am 11. November 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) findet der digitale Auftakt der neuen Reihe »Deutschland und die Ukraine im Dialog: Hybride Bedrohungen und demokratische Resilienz – Was Deutschland und die Ukraine voneinander lernen können« statt. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine widmet sich die Veranstaltungsreihe der Frage, welche Rolle die Zivilgesellschaft für die Widerstandsfähigkeit demokratischer Gesellschaften spielt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen der ukrainischen Zivilgesellschaft im Umgang mit hybriden Bedrohungen, Desinformation und gesellschaftlicher Destabilisierung sowie die Frage, welche Impulse sich daraus für Deutschland und die weitere deutsch-ukrainische Zusammenarbeit ergeben. Zum Auftakt kommen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Staat, Wissenschaft und Think Tanks zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren und Perspektiven für eine stärkere Zusammenarbeit zur Förderung demokratischer Resilienz zu entwickeln. Die Dialogreihe wird vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und Open Platform e.V., Teil der Allianz Ukrainischer Organisationen in Deutschland (Open Platform/AUO), in Kooperation mit der Europa-Union Deutschland (EUD) initiiert. Unterstützt wird sie von der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD).

Bei Interesse an der Teilnahme wenden Sie sich bitte an nino.kavelashvili[at]b-b-e.de


Bericht aus der Sitzung der Arbeitsgruppe »Migration, Teilhabe, Vielfalt«

In der Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe »Migration, Teilhabe, Vielfalt« am 15. September 2026 stand das Engagement junger Menschen mit Migrationsgeschichte im Mittelpunkt. Diskutiert wurden ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten, zentrale Themen und Herausforderungen sowie förderliche und hemmende Rahmenbedingungen für Engagement und Teilhabe. Dabei ging es unter anderem um finanzielle Hürden, sichere Räume, Diskriminierungserfahrungen und Möglichkeiten der Selbstorganisation. Zudem tauschte sich die AG über mögliche Auswirkungen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf zivilgesellschaftliche Organisationen aus.

Bericht aus der AG-Sitzung (PDF)


Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen

»KIS – Kompetenzen innovativ stärken«: Förderung von Integrationsprojekten

Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) unterstützt im Förderzeitraum Projekte zur Integration und sozialen Inklusion von Drittstaatsangehörigen. Ziel ist es, die Integrationsförderung in Deutschland systematisch weiterzuentwickeln und bundesweite Standards zu stärken. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kann ausgewählte AMIF-Projekte vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel in 2027 (jedoch nur in 2027) kofinanzieren. Mit dem Sonderaufruf »KIS – Kompetenzen innovativ stärken« des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (»AMIF«) besteht die Möglichkeit einer bis zu 24-monatigen AMIF-Förderung für ergänzende Maßnahmen zum Integrationskurs, Projekte zur Verbesserung der Kompetenzentwicklung von jugendlichen Migrant*innen sowie Vorhaben zur Kompetenzförderung von Eltern und Lehrkräften beim Abbau migrationsspezifischer Integrationshemmnisse.

AMIF-Sonderaufruf

Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen Interessenbekundungen für Kofinanzierungen


KULTURLICHTER-Preis 2026/27: Bewerbungsphase gestartet

Die Kulturstiftung der Länder hat die Bewerbungsphase für den KULTURLICHTER-Preis 2026/27 eröffnet. Ausgezeichnet werden innovative Projekte der kulturellen Bildung und Vermittlung, die Museen, Bibliotheken und Archive als offene Orte gestalten, neue Zugänge zu Kulturgut schaffen und Kooperationen mit Bildungspartnern stärken. Der mit 30.000 Euro dotierte »Preis der Länder« würdigt beispielgebende Projekte; der »Preis des Publikums« zeichnet Vorhaben mit überzeugender Gestaltung und Entwicklungspotenzial aus. Bewerbungen sind bis zum 27. November 2026, 23:59 Uhr, möglich.

Bewerbungsportal


Förderpreis »Verein(t) für gute Kita und Schule« 2026: Medienkompetenz stärken

Die Stiftung Bildung und die Verbände der Kita- und Schulfördervereine verleihen zum 13. Mal den Förderpreis »Verein(t) für gute Kita und Schule«. Unter dem Motto »Medienkompetenz: Bücher bis KI – Mediale Welten nutzen und gestalten« werden Projekte ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche zu einem sicheren, kritischen und kreativen Umgang mit analogen und digitalen Medien befähigen. Die Preisverleihung findet am 27. November 2026 in Berlin statt. Über den Publikumspreis konnte bis zum 25. Oktober 2026 online abgestimmt werden. Der Preis macht das Bildungsengagement von Kita- und Schulfördervereinen sichtbar und stärkt innovative Projekte für Medienkompetenz, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Weitere Informationen und Abstimmung


Wer macht Demokratie stark? Veranstaltung der Stiftung Bildung

Am 26. Oktober 2026 um 19 Uhr lädt die Stiftung Bildung unter der Überschrift »Wer macht Demokratie stark?« zum Generationengespräch ein. Gesine Schwan, langjährige Schirmherrin der Stiftung, diskutiert mit der neuen Schirmherrin Jutta Allmendinger und Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz. Im Mittelpunkt stehen Bildung als Grundlage für Zusammenhalt und Teilhabe, die Perspektiven junger Menschen und die gemeinsame Verantwortung der Generationen. Was brauchen junge Menschen, um Gegenwart und Zukunft aktiv mitzugestalten? Zugleich stellt die Stiftung Jutta Allmendinger als neue Schirmherrin vor. Die Veranstaltung findet im Palais am Festungsgraben statt, Festungsgraben 1, 10117 Berlin und wird über LinkedIn Live übertragen. Eine Anmeldung ist über das Veranstaltungsformular möglich.

Anmeldung


4. Berliner Engagementkonferenz

Die 4. Berliner Engagementkonferenz findet am 2. und 3. November 2026 unter dem Motto »Gemeinsam sind wir stark« im bUm – Raum für solidarisches Miteinander in Berlin statt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen des bürgerschaftlichen Engagements, Möglichkeiten der Vernetzung und Formen der Zusammenarbeit. Neben einer Diskussion zu den Auswirkungen der Berliner Wahlen auf Engagement und Zivilgesellschaft bietet die Konferenz Workshops zu Themen wie jungem Engagement, Netzwerken und Ressourcen. Eingeladen sind Engagierte sowie Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Weitere Informationen


Freiheit und Solidarität: Grundlagen einer resilienten Demokratie

Im Rahmen der Berlin Freedom Week 2026 laden die Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung e.V. und die Maecenata Stiftung am 10. November 2026 zu einem Colloquium ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Freiheit und Solidarität zusammenwirken und welche Bedeutung beide Werte für eine offene, demokratische Gesellschaft haben. Dr. Marie Wachinger und Dr. Rupert Graf Strachwitz beleuchten die Begriffe aus politikwissenschaftlicher Perspektive und diskutieren mit den Teilnehmenden ihre praktischen Auswirkungen auf Zivilgesellschaft und demokratische Resilienz. Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 19.30 Uhr online sowie in Präsenz in den Räumen der Maecenata Stiftung in Berlin statt; im Anschluss gibt es einen Empfang.

Weitere Informationen


Gemeinsame Veranstaltung politischer Stiftungen: Politische Bildung für Demokratie und Pluralität

»Nicht neutral – Politische Bildung für Demokratie und Pluralität«: Zum 50. Jubiläum des Beutelsbacher Konsenses lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit fünf weiteren politischen Stiftungen am 11. November 2026 ab 18:00 Uhr nach Berlin ein. Im Mittelpunkt stehen die drei Grundsätze Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Lernendenorientierung sowie ihre Bedeutung für die politische Bildung heute. Auf eine Keynote von Alena Buyx folgt ein Podium mit ihr, Volker Ullrich, Marina Weisband und Konstantin Gerbrich. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis ergänzen die Diskussion. Empfang und World-Café bieten Raum für Austausch und Vernetzung. Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin.

Programm und Anmeldung


Zuversichtsbarometer 2026: Zukunftsperspektiven der Zivilgesellschaft

Wie zuversichtlich blicken gemeinnützige Organisationen in Deutschland in die Zukunft? Dieser Frage widmet sich das Zuversichtsbarometer 2026 der Robert Bosch Stiftung. Für die erstmals durchgeführte repräsentative Erhebung befragte forsa bundesweit 754 Vertreter*innen von Vereinen, Stiftungen und gemeinnützigen GmbHs. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen, Faktoren, die Zuversicht stärken, und die Frage, wie handlungsfähig die Zivilgesellschaft künftig bleibt. Die Ergebnisse bieten Einblicke in die Perspektiven einer Zivilgesellschaft, die angesichts gesellschaftlicher Polarisierung und eingeschränkter Handlungsspielräume weiterhin wichtige Beiträge zu demokratischer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt leistet. Medienvertreter*innen werden eingeladen, die Ergebnisse des Zuversichtsbarometers kennenzulernen und mitzudiskutieren: Digitales Vorab-Pressegespräch am Dienstag, den 3. November 2026 von 11.30 bis 12.30 Uhr.

Weitere Informationen


Leipziger Engagement. Messe 2026

Der Leipziger Stadtrat hat am 30. September 2026 die Leipziger Engagementstrategie beschlossen. Die Leipziger Engagement. Messe versteht sich als konkreter Schritt zur Umsetzung der Strategie. Die Leipziger Engagement. Messe bringt Leipziger Organisationen mit Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren, zusammen. Sie findet am 28. November von 11:00 bis 17:00 Uhr im Neuen Rathaus statt. Über 110 Vereine, Organisationen und Initiativen stellen ihre Angebote vor und laden im persönlichen Gespräch zum Kennenlernen ein. Auch städtische Engagementangebote sind dabei. Der Eintritt ist frei. Die Leipziger Engagement. Messe 2026 wird von Leipzig weiter denken, der städtischen Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement im Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig organisiert.

Weitere Informationen und Programm

Leipziger Engagementstrategie


Digitale Broschüre: So stärkt euch die Engagementstrategie in Nordrhein-Westfalen

Prof.in Dr. Andrea Walter (HSPV NRW) hat gemeinsam mit der Landesservicestelle für Bürgerschaftliches Engagement Nordrhein-Westfalen eine digitale Broschüre für Engagierte, ihre Organisationen und für engagementfördernde Akteure erarbeitet. Sie gibt ein Update zur Umsetzung der Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen, die im Jahr 2021 per Kabinettbeschluss verabschiedet worden war, und richtet den Blick darauf, was sich seitdem in der Engagementförderung im Land getan hat. Anhand von O-Tönen und Beispielen wird illustriert, wie die geschaffenen Angebote bei den Engagierten vor Ort ankommen und von ihnen genutzt werden. Aktuelle Daten aus dem EhrenamtAtlas NRW zeigen zudem auf, wie es dem Engagement in Nordrhein-Westfalen aktuell geht.

Weitere Informationen


Hinweis

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de bis zum 26. Oktober 2026.

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lisa-Sophie Linton und Nino Kavelashvili.

Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen



Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de


Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de


 

Die Arbeit der Geschäftsstelle des BBE wird

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