Kooperationsprojekt »STAEpolSel«

Zugänge zum Engagement ermöglichen – politische Selbstwirksamkeit stärken

Mit dem Projekt »Stärkung der politischen Selbstwirksamkeit, der gesellschaftlichen Partizipation und des bürgerschaftlichen Engagements zur besseren Integration von iranisch- und afghanischstämmigen Geflüchteten und Migrant*innen« wird das Ziel verfolgt, Zugänge zum Engagement in der migrantischen Community zu ermöglichen und Engagement zu fördern. Insbesondere bei jungen Menschen sollen Selbstwirksamkeitserfahrungen unterstützt werden und die Sprechfähigkeit von Migrant*innenorganisationen gesteigert werden.

Migrant*innen sind in Deutschland aus unterschiedlichsten Gründen in vielen Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements unterrepräsentiert. Viele Menschen mit Migrationshintergrund oder Zuwanderungsgeschichte schätzen ihre eigene politische Selbstwirksamkeit eher gering ein. Das BBE und die Iranische Gemeinde in Deutschland (IGD) haben sich mit dem Projekt »Stärkung der politischen Selbstwirksamkeit, der gesellschaftlichen Partizipation und des bürgerschaftlichen Engagements zur besseren Integration von iranisch- und afghanischstämmigen Geflüchteten und Migrant*innen« das Ziel gesetzt, Engagement in der afghanischen und iranischen Community zu stärken und zur politischen Sprechfähigkeit ihrer Migrant*innenorganisationen beizutragen. Die  Organisationen werden auf diese Weise dabei unterstützt, politische, gesellschaftspolitische, kulturelle und soziale Fragestellungen einer vielfältigen Gesellschaft noch aktiver mitzugestalten. Das Projekt wird im Rahmen der »Gemeinwesenorientierten Projekte« (GWO-Projekte) im Themenbereich 1, Teilhabe und Partizipation durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit dem 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2022 gefördert.

In der Community selbst und zwischen Zugewanderten bzw. Migrant*innen sowie Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft soll im Projektverlauf durch verschiedene Maßnahmen eine offene Debatte über die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement und politischer Teilhabe initiiert werden.

Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Diskussionsrunden
  • Workshops
  • Einbezug in partizipative Formate unter anderem des BBE
  • Informations- und Themenabende
  • Delegationen zu politischen Institutionen, Verbänden und Vereinen.

Die primäre Zielgruppe des Vorhabens sind Jugendliche und junge Erwachsene mit Zuwanderungsgeschichte und Migrationshintergrund, welche zur gleichberechtigten demokratischen Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben gewonnen werden. Grundsätzlich ist das Projekt jedoch altersunabhängig angelegt und zielt generell auf eine Stärkung von Demokratie, Partizipation und Anerkennungskultur ab.

Das BBE bringt in das Vorhaben Potentiale der Vernetzung sowie Kompetenzen und Expertise aus der Facharbeit zu Themen des Engagements, der Bürgergesellschaft und Zivilgesellschaft ein. Debatten und Arbeitsergebnisse der BBE-Arbeitsgruppen werden für das Projekt in Wert gesetzt und für das Thema einschlägige Verbindungen zu weiteren Inhalten der Netzwerkarbeit gezogen werden. Der Transfer von Wissen aus BBE-Mitgliedsorganisationen in das Vorhaben und vice versa soll ermöglicht und Akteure aus verschiedenen Kontexten für den inhaltlichen Austausch zusammengebracht werden.