Newsletter Nr. 5 vom 26. März 2026
Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Umstrukturierung des Bundesprogramms »Demokratie leben!«
Bürger*innenproteste und politische Auseinandersetzungen zu Frauenrechten
Anhörung zum Gesetz gegen einschüchternde Klagen
Grüne betonen Rolle der Zivilgesellschaft im Umwelt- und Klimaschutz
Hessen passt Stiftungsgesetz an bundesweites Stiftungsregister an
Digitale Ehrenamtskarte und App
Neue Studie zur Bedeutung von Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Bildung und Engagement
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Migration, Teilhabe, Vielfalt
Digitale Veranstaltungsreihe Mittagsgespräch KI: nächster Termin am 23. April
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Save-the-date Zukunftsfestival Streit & Zuversicht
NPO-Day: Digitale Kompetenzen für gemeinnützige Organisationen stärken
»Frühling der Regionen«: Bundesweite Aktionen für mehr Engagement vor Ort
Tag der Nachbarschaft
Neue Förderrunde für partizipative Kulturprojekte & Ausschreibung des 13. Innovationspreis Soziokultur
Monatlicher Austausch zur Nutzung von KI für zivilgesellschaftliche Organisationen
40.000 Zugtickets für junge Menschen: Bewerbung für DiscoverEU startet
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Umstrukturierung des Bundesprogramms »Demokratie leben!«
Bundesfamilienministerin Karin Prien kündigt die grundlegende Überarbeitung des Programms »Demokratie leben!« an. Gemäß der Welt am Sonntag erläutert sie, dass die Programmbereiche »Entwicklung einer bundesweiten Infrastruktur« und »Innovationsprojekte« eingestellt und die Förderung von über 200 Projekten bis zum Jahresende beendet werden sollen. Neben lokalen Initiativen sind diverse Träger betroffen, unter anderem die Amadeu Antonio Stiftung, der BUND, HateAid, Correctiv, der Zentralrat der Juden und der Bundesverband der Mobilen Beratung. Prien sieht die Programmziele nicht nachhaltig erreicht; Programmbereiche sollten besser wirken. Das Programm soll zukünftig stärker mit Regelstrukturen arbeiten und z.B. Schulen, Sportvereine, Feuerwehren oder Bibliotheken einbeziehen. Die Perspektive auf die Prävention von Radikalisierung, Hass im Internet, Antisemitismus und Linksextremismus sei zu stärken. Vertreter*innen geförderter zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen sich zum Teil in ihrer Existenz bedroht. Den Rückbau langjährig aufgebauter demokratiestärkender Strukturen könne man sich derzeit nicht leisten; ihr Wegfall sei nicht einfach zu kompensieren und die gesellschaftlichen Konsequenzen von großer Tragweite. Zahlreiche Medien berichten. Die Zukunft von »Demokratie leben!« ist schon seit Beginn der Legislaturperiode Inhalt von Kontroversen der Bundesregierung. Am Freitag ist die Förderung durch »Demokratie leben!« auch Thema einer Debatte im Bundestag. Mit dem Bundesprogramm wird seit dem Jahr 2025 zivilgesellschaftliches Engagement und ein demokratisches Miteinander gestärkt; dafür sind im diesjährigen Bundeshaushalt 191 Millionen Euro eingeplant.
Frankfurter Rundschau (22.3.2026): »Zerschlagung demokratischer Netzwerke befürchtet«
Süddeutsche Zeitung (24.3.2026): »›Schlag ins Gesicht‹ für Vertreter der Zivilgesellschaft«
Taz (20.3.2026): »Umbau des Programms ›Demokratie leben‹: Ein fatales Zeichen«
Debatte im Bundestag im Rahmen der Aktuellen Stunde am 27.3.2026
Bürger*innenproteste und politische Auseinandersetzungen zu Frauenrechten
In mehreren Städten in Deutschland haben in den vergangenen Tagen Demonstrationen gegen sexualisierte Gewalt stattgefunden. Am 25. März 2026 versammelten sich in Hannover mehrere hundert Menschen unter dem Motto »Sexualisierte Gewalt stoppen«. Auch in Berlin demonstrierten zuvor mehrere tausend Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt und forderten Solidarität mit den Betroffenen. Heute, am 26. März 2026, wird in Hamburg eine Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt organisiert, wo nach Polizeiangaben 7.500 Teilnehmer*innen angemeldet sind. Für das Wochenende ist zudem eine weitere Demonstration in Köln angekündigt. Die bundesweiten Proteste spiegeln damit eine wachsende gesellschaftliche Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen und Mädchen wider und unterstreichen die politische Dringlichkeit des Themas. Am 25. März 2026 warnten auch Vertreter*innen von Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung im Entwicklungsausschuss vor zunehmenden globalen Rückschritten bei Frauenrechten. Anlass waren auch die Ergebnisse der 70. UN-Frauenrechtekonferenz (CSW), die im März in New York stattfand. Erstmals konnte die Abschlusserklärung der Konferenz nicht im Konsens verabschiedet werden, nachdem die USA dagegen stimmten. Die Parlamentarische Staatssekretärin Bärbel Kofler (SPD) sprach von zunehmenden Einschränkungen bei der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen und Mädchen sowie bei ihrem Schutz und ihren sexuellen und reproduktiven Rechten. Uta Hergenröther von UN Women Deutschland betonte, der Einsatz für Frauenrechte sei dringlicher denn je. Dabei gehe es derzeit vor allem darum, bereits erreichte Fortschritte zu verteidigen. Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit, auch durch die USA und Deutschland, erschweren die Arbeit vieler Organisationen. Zudem würden die USA auf Grundlage der Global Gag Rule Fördermittel für Organisationen streichen, die sich für Gleichstellung sowie sexuelle und reproduktive Rechte einsetzen, so Hergenröther. Carla Dietzel von CARE Deutschland warnte ebenfalls vor gravierenden Folgen nicht nur für das Leben und Überleben von Frauen und Mädchen, sondern auch für das Engagement für Frauen- und Menschenrechte: Während feministische Organisationen um ihr Überleben kämpften, gewännen gut finanzierte Anti-Menschenrechtsakteure an Einfluss. Zusätzlich machen Mittelkürzungen und restriktive Visa-Regeln es für Menschenrechtsverteidiger*innen aus dem Globalen Süden unmöglich, zu internationalen Konferenzen zu reisen und ihre Stimmen einzubringen.
hib (25.2.2026): »NGOs warnen vor Rückschritten bei Frauenrechten«
Anhörung zum Gesetz gegen einschüchternde Klagen
Am 16. März 2026 diskutierte der Bundestag den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zum Schutz vor SLAPP-Klagen. SLAPP steht für »Strategic Lawsuits Against Public Participation« und bezeichnet eine strategische Klage, die darauf abzielt, Menschen und Organisationen einzuschüchtern, die sich öffentlich engagieren. Die Vertreter*innen des Deutschen Richterbundes und der Bundesrechtsanwaltskammer betonten, dass es in Deutschland – anders als in anderen EU-Ländern – zumindest kein strukturelles SLAPP-Problem gebe. Kritik gab es allerdings an der Beschränkung des Gesetzes auf grenzüberschreitende Fälle, da eine scharfe Abgrenzung zwischen rein inländischem und grenzüberschreitendem Bezug vor allem im Zeitalter des Internets kaum möglich ist. Nina Noelle von Greenpeace Deutschland wies vor allem auf die Probleme gemeinnütziger Organisationen durch SLAPP-Verfahren hin. Diese hätten oft nicht die finanziellen Rücklagen, um langjährige Gerichtsverfahren durchzustehen, und könnten deshalb »in den Bankrott geklagt werden«. Noelle verlangte, eine wesentlich höhere Missbrauchsgebühr im Gesetz zu verankern.
hib (17.3.2026): »Lob und Tadel für Gesetz gegen einschüchternde Klagen«
Grüne betonen Rolle der Zivilgesellschaft im Umwelt- und Klimaschutz
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat im Deutschen Bundestag den Antrag »Natur, Klima und Zivilgesellschaft schützen – Einschränkungen verhindern« (BT-Drs. 21/4757) eingebracht. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, zivilgesellschaftliche Organisationen im Umwelt- und Klimabereich stärker zu unterstützen und ihre Beteiligungs- und Klagerechte zu sichern. Umweltverbände und Initiativen hätten eine wichtige Funktion bei der Umsetzung und Kontrolle von Umweltrecht sowie bei der gesellschaftlichen Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen. Der Antrag richtet sich insbesondere gegen mögliche Einschränkungen des Verbandsklagerechts und gegen eine Schwächung von Beteiligungsverfahren. Darüber hinaus spricht sich die Fraktion für einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien und die Unterstützung des europäischen Green Deal aus. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen.
Weitere Informationen auf der Website des Deutschen Bundestages
Antrag vom 17.3.2026 (21/4757 21) (PDF)
Hessen passt Stiftungsgesetz an bundesweites Stiftungsregister an
Im Hessischen Landtag wurde der Gesetzentwurf zur Änderung des Hessischen Stiftungsgesetzes in erster Lesung beraten. Hintergrund ist die Einführung eines bundesweiten Stiftungsregisters mit Publizitätswirkung ab 2028, das die bisherigen landesweiten Verzeichnisse ersetzt. Das Gesetz soll Verwaltungsverfahren vereinfachen, Doppelstrukturen vermeiden und die Transparenz erhöhen. Künftig sind Vertretungsverhältnisse direkt im Register einsehbar, Veröffentlichungen und Vertretungsbescheinigungen entfallen. Zudem wird die Stiftungsaufsicht für Mittel- und Nordhessen beim Regierungspräsidium Gießen gebündelt, um Abläufe zu vereinheitlichen und Ressourcen effizient zu nutzen. Innenminister Roman Poseck betonte die Rolle von Stiftungen als tragendes Fundament der Zivilgesellschaft, die in Bildung, Kultur, Wissenschaft und sozialen Projekten langfristiges Engagement für das Gemeinwohl ermöglichen. Hessen zählt derzeit rund 2.800 rechtsfähige Stiftungen, besonders in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel. Mit etwa 46 Stiftungen pro 100.000 Einwohner*innen liegt das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Digitale Ehrenamtskarte und App
Seit 15 Jahren gibt es in Sachsen die Ehrenamtskarte für Engagierte. Als Zeichen der Anerkennung bietet sie Vergünstigungen bei Staat, Wirtschaft und Kommune, beispielsweise günstigeren Eintritt in Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Anspruchsberechtigt sind Personen, die sich seit mindestens zwei Jahren mindestens drei Stunden pro Woche ehrenamtlich engagieren und ihren Wohnsitz in Sachsen haben. Nun wurde die Sächsische Ehrenamtskarte digitalisiert und ist auch über eine App verfügbar. Damit können Ehrenamtliche ihre Vorteile direkt auf dem Smartphone nutzen, Vergünstigungen leichter finden und Angebote in ihrer Umgebung entdecken. Die analoge Karte bleibt bis Ende 2027 gültig. Über die App können Interessierte die Ehrenamtskarte beantragen, verlängern und verwalten. Das erleichtert den Zugang deutlich. Die Verwaltung erfolgt durch die Engagementstiftung Sachsen im Auftrag des Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die digitale Karte ist ab 16 Jahren verfügbar, die analoge bereits ab 14 Jahren.
Neue Studie zur Bedeutung von Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen
»Kleine Summen, große Hilfe?« Mikroförderungen für zivilgesellschaftliche Organisationen sind ein wichtiges Instrument zur Stärkung des lokalen Engagements. Damit jedoch kleinere Initiativen davon profitieren können, sind einfachere Verfahren und bessere Zugänge erforderlich, so die im März 2026 veröffentlichte Studie von »Zivilgesellschaft in Zahlen« (ZiviZ), einem Think-and-Do-Tank im Stifterverband. Kleine Förderbeträge von bis zu 5.000 Euro werden häufig genutzt, um lokales Engagement niedrigschwellig zu unterstützen: Rund 40 Prozent der Organisationen greifen bereits darauf zurück. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass das Potenzial dieser Förderform noch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Viele Vereine und Initiativen kritisieren den hohen bürokratischen Aufwand und die unübersichtliche Förderlandschaft. Die Untersuchung basiert auf einer bundesweiten Befragung von über 1.400 Organisationen und zeigt zudem Unterschiede zwischen Organisationen mit und ohne hauptamtliches Personal: Professionell aufgestellte Organisationen können Fördermittel häufiger über Netzwerke einwerben, während rein ehrenamtliche Initiativen stärker auf persönliche Kontakte oder eigene Recherchen angewiesen sind.
Stifterverband: »Vereinsförderung in Deutschland erreicht ihr Potenzial nicht«
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Bildung und Engagement
Am 12. Februar 2026 kam die Arbeitsgruppe Bildung und Engagement des BBE zusammen, um aktuelle Herausforderungen für das zivilgesellschaftliche Bildungsengagement zu erörtern. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Auswirkungen der zunehmende Druck auf Organisationen, Zielgruppen und Bildungslandschaften hat. Viele Organisationen sehen sich mit finanziellen Engpässen, steigenden Anforderungen und strukturellen Veränderungen konfrontiert, die unter anderem durch den Ausbau von Ganztagsschulen bedingt sind. Gleichzeitig wurde eine zunehmende Verlagerung staatlicher Aufgaben auf zivilgesellschaftliche Akteure beobachtet. Auch die gesellschaftliche Polarisierung beeinflusst die Bildungsarbeit. In der Diskussion wurde deutlich, dass Organisationen unter Anpassungsdruck stehen. Unsichere Förderstrukturen sowie Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen und Fachkräften belasten zudem die Bildungslandschaften. Netzwerke gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Zudem wurde die für den 12. November 2026 in Leipzig geplante Fachtagung »Bildungsengagement in kommunalen Räumen« vorgestellt.
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Bildung und Engagement (PDF)
Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Bildung und Engagement
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Migration, Teilhabe, Vielfalt
In der Sitzung der Arbeitsgruppe Migration, Teilhabe, Vielfalt des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement am 25. Februar 2026 stand das Thema »Engagement für Vielfalt in ländlichen Räumen« im Mittelpunkt. Stefan Kordel von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stellte Forschungsergebnisse zum Engagement von und für Migrant*innen vor. Studien zeigen eine hohe Bereitschaft zur Beteiligung, die jedoch durch strukturelle Hürden, begrenzte Zugänge und fehlende Informationen eingeschränkt wird. Engagement kann in ländlichen Regionen wichtige Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe, Vernetzung und Stärkung von Zugehörigkeit schaffen. Gleichzeitig erschweren Diskriminierungserfahrungen, traditionelle Vereinsstrukturen sowie begrenzte Ressourcen wie Zeit oder Mobilität den Zugang. In der Diskussion wurde auch auf politische Spannungen, rechtspopulistische Angriffe und unsichere Förderbedingungen hingewiesen, die Engagementstrukturen belasten. Zudem stellte Anna Wegenschimmel die neue Ad-hoc-Gruppe »Engagement in ländlichen Räumen« vor, in der der Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik gestärkt werden soll.
Bericht der Sitzung der Arbeitsgruppe Migration, Teilhabe, Vielfalt (PDF)
Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Migration, Teilhabe, Vielfalt
Weitere Informationen zur Ad-hoc-Gruppe Engagement in ländlichen Räumen
Digitale Veranstaltungsreihe Mittagsgespräch KI: nächster Termin am 23. April
Im Rahmen der BBE-Themenpat*innenschaft »Digitale Transformation und KI« wird das digitale Austauschformat »Mittagsgespräch KI« umgesetzt. In regelmäßigen Abständen können sich Mitglieder und Interessierte zu relevanten Themen rund um Kompetenzen, Anwendungsfälle und Perspektiven des gemeinwohlorientierten Umgangs mit KI austauschen. Am 23. April 2026 von 12:30 bis 13:30 Uhr teilt Lisa Schachner, Marketing Managerin Körber-Stiftung, Erfahrungen in der Einrichtung und Nutzung von GPTs im Kommunikationsbereich. Stefanie Kowitz-Harms, Geschäftsführende Vorständin Stiftung Bürgermut und BBE-Themenpatin, begleitet das Format. Über die Themenschwerpunkte entscheiden die Beteiligten selbst und liefern kurze Impulse. Gerne können Erfolgsgeschichten, Bedenken oder Anwendungsbeispiele in der eigenen Organisation eingebracht werden. Für Anregungen melden Sie sich gerne direkt bei Falk Stratenwerth falk.stratenwerth[at]b-b-e.de
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Save-the-date Zukunftsfestival Streit & Zuversicht
Zusammen mit der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS veranstalten die Stiftung Bürger für Bürger und Partner*innen der Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost am 12. und 13. Juni 2026 in Halle (Saale) das Zukunftsfestival »Streit & Zuversicht«. Das gesamte Programm wird zeitnah veröffentlicht. Zum Festival im Volkspark Halle werden rund 800 Gäste erwartet. Die anregenden und ausgefallenen Formate sollen die Vielfalt und Bedeutung von zivilgesellschaftlichen Akteuren und bürgerschaftlichem Engagement in den ostdeutschen Bundesländern sichtbar machen, anerkennen und die Vernetzung zwischen Engagierten, Politik und einer breiteren Öffentlichkeit ermöglichen. Geplant sind Workshops, Konzerte, Performances, Community-Formate und die Verleihung des JugendEngagement-Preises. Durch ein partizipatives Zukunftsforum trägt das BBE mit seiner Kampagne »Engagement macht stark!« aktiv zum Programm bei. Gemeinsam mit der*dem Engagement-Botschafter*in 2026, Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Politik sowie dem Publikum widmet sich dieses partizipative Format der Frage, wie freiwilliges Engagement Brücken baut, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und Veränderung möglich macht. Die Stiftung Bürger für Bürger ist Mitglied im BBE.
NPO-Day: Digitale Kompetenzen für gemeinnützige Organisationen stärken
Der NPO Day der Initiative IT-Fitness richtet sich an Mitarbeitende und Engagierte aus Non-Profit-Organisationen. Er vermittelt praxisnahes Wissen zu digitalen Technologien und Künstlicher Intelligenz. Das Ziel besteht darin, zivilgesellschaftliche Organisationen dazu zu befähigen, digitale Werkzeuge in den Bereichen Kommunikation, Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit effektiv einzusetzen. Am 16. April 2026 kommen Interessierte in Berlin zu einer Mischung aus Panels und Hands-on-Formaten zusammen, um die Rolle der Zivilgesellschaft in der rasanten digitalen Entwicklung zu reflektieren und gleichzeitig praktisch aktiv zu werden. Partnerinnen der Veranstaltung sind die Stiftung Bürgermut und die Akademie für Ehrenamtlichkeit. Sie bringen ihre Expertise in der Förderung von Digitalkompetenzen und zivilgesellschaftlichem Engagement ein. Der NPO Day ist Teil der Bildungsinitiative IT-Fitness, die von Microsoft Deutschland unterstützt und von dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. umgesetzt wird.
»Frühling der Regionen«: Bundesweite Aktionen für mehr Engagement vor Ort
Der »Frühling der Regionen« ist eine bundesweite Aktion der »Allianz der Gestalter*innen«, bei der sich an über 100 Orten in Deutschland Menschen treffen, um ihre Regionen aktiv mitzugestalten. In verschiedenen Formaten wie Frühlingsfest, Frühjahrsputz-Aktionen, ein moderiertes Dialogformat von Mehr Demokratie e.V. »Sprechen & Zuhören«, »Werkstatt der Mutigen« und Spendenparlamenten (Goals Connect e.V.) wird lokales Engagement sichtbar gemacht und Beteiligung gefördert. Das Ziel besteht darin, zu zeigen, dass gesellschaftliche Veränderung auf lokaler Ebene beginnt. Die Allianz ist ein Netzwerk engagierter Akteure aus ländlichen Regionen, das diesen eine stärkere Stimme gegenüber der Politik geben möchte. Getragen wird die Allianz u. a. von ProjectTogether, Neulandgewinner und dem Netzwerk Junge Bürgermeister*innen. Organisationen können eigene Aktionen bis Ende Juni einbringen, Teil der Community werden und für ihre Aktivitäten bis zu 800 Euro Unterstützung erhalten.
Tag der Nachbarschaft
Der Tag der Nachbarschaft ist ein bundesweiter Aktionstag für nachbarschaftliches Miteinander, der von der nebenan.de Stiftung ins Leben gerufen wurde. Seit 2018 rufen die Organisator*innen Ende Mai dazu auf, vielfältige Aktionen in der Nachbarschaft zu veranstalten, bei denen Menschen aller Altersgruppen, Herkunft und Religion zusammenkommen, sich austauschen und Gemeinschaft feiern. 2026 findet der Aktionstag erstmals in Kooperation mit der Aktion Mensch sowie mit Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), der Diakonie Deutschland und Wall GmbH statt. Der Aktionszeitraum erstreckt sich vom 16. bis zum 31. Mai und ist eingebettet in den bundesweiten Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai. Dieser wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiiert und wird von der DSEE umgesetzt.
Neue Förderrunde für partizipative Kulturprojekte & Ausschreibung des 13. Innovationspreis Soziokultur
Der Fonds Soziokultur startet eine neue Förderrunde für partizipative Kulturprojekte. Anträge für die allgemeine Projektförderung können vom 2. April bis zum 2. Mai 2026 gestellt werden. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Menschen vor Ort aktiv in Planung und Umsetzung einbeziehen und gesellschaftliche oder soziale Themen mit kulturellen Mitteln bearbeiten. Gesucht werden innovative Ideen, neue Formate, ungewöhnliche Orte oder Projekte, die neue Zielgruppen erreichen. Die Förderung beträgt zwischen 5.000 und 30.000 Euro und kann bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten abdecken. Antragsberechtigt sind vor allem freie Träger wie Vereine, Initiativen (mit mindestens drei Personen und Wohnsitz in Deutschland), GbR, GmbH, UG oder private Stiftungen. Einzelpersonen sind ausgeschlossen. Die Projekte können bis zu zwei Jahre laufen und frühestens ab Mitte Juli 2026 starten. Zur Unterstützung bietet der Fonds im April 2026 mehrere digitale Informationsveranstaltungen an, in denen das Programm, die Antragstellung und offene Fragen erläutert werden.
Monatlicher Austausch zur Nutzung von KI für zivilgesellschaftliche Organisationen
Das Civic Data Lab (CDL) unterstützt zivilgesellschaftliche Akteur*innen im Umgang mit Daten & KI. Ihr monatliches Austauschformat »KI fürs Gemeinwohl« richtet sich an alle, die gemeinsam an einem informierten und reflektierten Umgang mit KI in der Praxis zivilgesellschaftlicher Organisationen arbeiten wollen. In den Treffen werden gezielt verschiedene Herausforderungen besprochen sowie Erfahrungen und Best Practices aus den konkreten Organisationskontexten geteilt. Der nächste digitale Austauschtermin findet am 29. April 2026 von 11:30 bis 12:30 Uhr statt. Eine Anmeldung und Einsicht in die Dokumentation der Veranstaltungsreihe ist über eine Registrierung auf der CDL-Community-Plattform möglich. Fragen können auch direkt gerichtet werden an nevena.n[at]correlaid.org
Anmeldung über CDL-Community-Plattform
40.000 Zugtickets für junge Menschen: Bewerbung für DiscoverEU startet
Im Rahmen des EU-Programms »DiscoverEU« erhalten 40.000 junge Europäer*innen ein kostenloses Zugticket, um Europa zu entdecken. Die Reise kann allein oder in einer Gruppe von bis zu fünf Personen erfolgen, sofern alle Teilnehmenden die Teilnahmebedingungen erfüllen. Für Jugendliche aus Deutschland sind etwa 6.000 bis 7.000 Tickets vorgesehen. Teilnehmen können 18-jährige EU-Bürger*innen, die zwischen dem 1. Juli 2007 und dem 30. Juni 2008 geboren wurden. Bewerbungen sind vom 8. April 2026 (12:00 Uhr) bis zum 22. April 2026 (12:00 Uhr) über das Europäische Jugendportal möglich. Der mögliche Reisezeitraum liegt zwischen dem 1. Juli 2026 und dem 30. September 2027.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de
Redaktionsschluss ist der 9. April 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.
Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lynn Gogolin-Grünberg und Nino Kavelashvili.
Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Ausgaben & Fristen
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
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Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de