Newsletter Nr. 4 vom 12. März 2026
Der BBE-Newsletter informiert über Engagementpolitik und -debatte in Deutschland, interessante Publikationen und Veranstaltungen sowie Aktuelles aus dem BBE.
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Gesetz zu Jugendarbeit im Ganztag beschlossen
Zwischenbilanz: Zukunftspakt Ehrenamt
Linke fordert Demokratiefördergesetz und Reform von »Demokratie leben!«
Förderung des Freiwilligendienstes kulturweit endet 2027
Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg äußert klare Erwartungen an die nächste Landesregierung
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
In Gedenken an Prof. Dr. Thomas Olk
Save the Date: Fachtagung Klima-Engagement – Klima. Kommune. Kooperation.
Bericht: Engagement und demokratische Integration im Fokus der AG Zivilgesellschaftsforschung
Neue Mitglieder stärken das BBE-Netzwerk sektorenübergreifend
Berufung Themenpate »Unternehmen und Engagement«
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Zivilgesellschaft stärken: Veranstaltung
Jahresbefragung 2026: Wie arbeiten Stiftungen – und welche Rolle spielt KI?
LAGFA-Tagung 2026 »Teilhabe stärken, Demokratie leben«
LAMSA mobilisiert für demokratische Teilhabe in Sachsen-Anhalt
Call for Papers: Ehrenamt und Hauptamt – Koexistenz, Kooperation und Konflikt?
Wettbewerb »Gute Nachbarschaft« 2026
Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte
Gesetz zu Jugendarbeit im Ganztag beschlossen
Der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat den Gesetzentwurf »Zur Stärkung der Angebote der Jugendarbeit im Ganztag während der Schulferien« beschlossen. Das Gesetz erweitert die Gestaltungsspielräume für Länder und Kommunen bei der Ganztagsförderung in den Ferien. Öffentliche Träger und anerkannte freie Träger der Jugendhilfe sollen Angebote bereitstellen, die direkt als Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter gelten. Ziel ist es, Engagement, Beteiligung und Mitwirkung von Fachkräften und Ehrenamtlichen zu stärken und das Zusammenspiel von Schulen, Jugendhilfe und Zivilgesellschaft zu fördern. Flexible Ferienangebote sollen Kinder aktiv in Bildungs- und Freizeitprozesse einbeziehen. Kritik besteht vor allem in Bezug auf die Finanzierung freier Träger, die für nachhaltige Beteiligung ausreichend ausgestattet sein müssen. Der Rechtsanspruch tritt stufenweise ab dem 1. August 2026 in Kraft.
Gesetzentwurf der Bundesregierung (21/3193) (PDF)
Zwischenbilanz: Zukunftspakt Ehrenamt
Ein Jahr ist die neue Bundesregierung nun im Amt – mit der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Kanzleramt und dem Ausschuss für Sport und Ehrenamt soll der Engagementpolitik in dieser Legislaturperiode eine neue strukturelle Stärke auf Bundesebene verliehen werden. Wie fällt eine erste Bilanz aus? Sind die Bedingungen für einen neuen Aufbruch günstig? Unter dem Titel »Engagementpolitik für ein starkes Ehrenamt: Aufbruch mit neuen Partnern« diskutierten am 4. März 2026 im Haus der Evangelischen Kirche in Berlin, veranstaltet durch den Diakonie Bundesverband Deutschland und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), Vertreter*innen aus Bundesregierung, Bundestag und Zivilgesellschaft über Ziele, Chancen und Grenzen des Zukunftspakts Ehrenamt sowie über konkrete Umsetzungsschritte. Zusammen mit Staatsministerin Dr. Schenderlein und Aydan Özoguz MdB wurden die bisherigen Schritte hin zu besseren Förderbedingungen, der Verringerung von Haftungsrisiken, der besseren Nachwuchsgewinnung, Aspekten der Staatsmodernisierung und eines größeren Schutzes Engagierter in den Blick genommen. Beispielhaft ist das Vorgehen Thüringens, so zeigten die Ausführungen des Thüringischen Staatssekretärs David Möller, welcher von den massiv ausgebauten Fördervolumina berichtet und dem bundesweit ersten, eigenen Ehrenamtsgesetz. Erfahrungen aus der Praxis des Engagements flossen ebenfalls ein. Der Vorsitzende des BBE-Sprecher*innenrats Rainer Hub (Diakonie Deutschland) wies darauf hin, dass die Frage, wie der demographische Einschnitt der Babyboomer im freiwilligen Engagement gestaltet werden könne, aktuell besonders relevant sei. BBE-Geschäftsführerin Dr. Lilian Schwalb betonte, es gelte dringend, Strukturen zu stärken und nicht weiter zu destabilisieren. Vor allem die Netzwerke des Engagements, die Engagierte verbinden und unsere Demokratie tragen, seien zu unterstützen. Von hoher Bedeutung sei die gemeinsame Strategieentwicklung der Zivilgesellschaft; es gelte, sich gegenseitig zu bestärken, neue Perspektiven zu eröffnen und Brücken zu bauen.
Linke fordert Demokratiefördergesetz und Reform von »Demokratie leben!«
Die Fraktion Die Linke fordert die Bundesregierung in einem Antrag vom 3. März 2026 (21/4455) auf, die Demokratieförderung in Deutschland strukturell zu stärken. Angesichts wachsender demokratiekritischer Einstellungen in Teilen der Bevölkerung sowie zunehmender Infragestellungen demokratischer Institutionen, die insbesondere von rechtsextremen Akteuren vorgebracht werden, bestünde Handlungsbedarf: Demokratiebildung und die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements müssen dauerhaft verankert werden. Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen Entwurf für ein Demokratiefördergesetz vorzulegen. Dieser soll auf dem in der vergangenen Wahlperiode erarbeiteten Entwurf aufbauen und Ergänzungen sowie Forderungen der demokratischen Zivilgesellschaft einbeziehen. Ziel ist es, Demokratiebildung und die Stärkung der Zivilgesellschaft dauerhaft zu verankern. Im Fokus steht auch eine finanzielle Entlastung der Kommunen, beispielsweise durch die Aktivierung der Vermögensteuer, damit diese die Demokratieförderung auf kommunaler Ebene angemessen finanzieren können. Zudem soll die Bundesregierung die Förderrichtlinien des Bundesprogramms »Demokratie leben!« zeitnah überarbeiten und die Finanzierung von einer Anteils- auf eine Vollfinanzierung durch den Bund umstellen, um die Arbeit der Projekte auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen zu sichern. Im Rahmen der Vorhabenplanung 2026 plant das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das Bundesprogramm »Demokratie leben!« weiterzuentwickeln. Ziel ist eine neue Struktur der Förderrichtlinien, stärkere Anbindung an Schule, Sport und Unternehmen sowie die Förderung von Extremismusprävention, Antisemitismus- und Islamismusprävention und Demokratiebildung in Arbeits- und Unternehmenskontexten.
Förderung des Freiwilligendienstes kulturweit endet 2027
Das Auswärtige Amt stellt die Förderung des internationalen Freiwilligendienstes kulturweit aufgrund von Haushaltszwängen ein. Der letzte Jahrgang von 300 Freiwilligen startet im September 2026 für sechs Monate. Seit 2009 haben über 6.500 junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren Bildungs- und Kultureinrichtungen im Ausland oder in Deutschland unterstützt. Ziel war die Förderung von Weltoffenheit, internationaler Kompetenz und ein authentisches Deutschlandbild. kulturweit arbeitete mit Partnern wie dem Goethe-Institut, der Deutschen Welle Akademie und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst zusammen und wurde mehrfach für Qualität ausgezeichnet. Das Programm, mit rund fünf Millionen Euro pro Jahr gefördert, ermöglicht ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland und ist als Ersatzdienst anerkannt.
Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg äußert klare Erwartungen an die nächste Landesregierung
Der Jugendrat ist ein ehrenamtliches, selbstorganisiertes Gremium und wird organisatorisch und kommunikativ unterstützt durch die im Umweltministerium angesiedelte Geschäftsstelle der Nachhaltigkeitsstrategie. In dem Tätigkeitsbericht zieht der Jugendrat eine Bilanz seiner Arbeit und der ehrenamtlichen Jugendbeteiligung auf Landesebene. Im Berichtszeitraum beteiligte sich der Jugendrat an verschiedenen landespolitischen Prozessen, organisierte Veranstaltungen, setzte eigene Projekte um und tauschte sich mit Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft aus. Mit Blick auf die kommende Legislaturperiode richtet der Jugendrat klare Erwartungen an die nächste Landesregierung. Jugendbeteiligung müsse strukturell gestärkt und verbindlich in allen Ministerien verankert werden, damit junge Menschen ihre Perspektiven und Erfahrungen wirksam in politische Entscheidungsprozesse einbringen können.
Tätigkeitsbericht 2023-2025 des Jugendrates für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg
Aktuelles aus der BBE-Geschäftsstelle
In Gedenken an Prof. Dr. Thomas Olk
Am 4. März 2026 jährte sich der Todestag von Prof. Dr. Thomas Olk zum zehnten Mal. Thomas Olk, erster Vorsitzender des Sprecher*innenrates des BBE, wirkte als einer der treibenden Gründerväter des BBE maßgeblich am Aufbau des Bundesnetzwerks mit. Über eine Dekade setzte er mit Weitsicht wesentliche Impulse zu engagementpolitischen Debatten, stärkte die Akteure im BBE und führte sie in ihrer Unterschiedlichkeit zusammen. Thomas Olk leitete auch die »Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit«. Der Verein ist aktuell in Auflösung begriffen. Das BBE wird mit einem Teil seines Restvermögens bedacht. So unterstützt Thomas Olk auch jetzt noch großzügig unsere Arbeit. Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit und Wertschätzung an Thomas Olk als prägende Persönlichkeit, analytischen Kopf und kritische Stimme.
Save the Date: Fachtagung Klima-Engagement – Klima. Kommune. Kooperation.
Im Rahmen des BBE-Programms »Engagiert für Klimaschutz« lädt das BBE gemeinsam mit der Stiftung Mitarbeit zur diesjährigen Fachtagung Klima-Engagement ein. Die eintägige Veranstaltung bietet einen bundesweiten Austauschraum für Vertreter*innen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, um Kooperationen zu stärken und neue Impulse für lokalen Klimaschutz zu entwickeln. Teilnehmende erwarten Fachforen, praxisnahe Einblicke und vielfältige Netzwerkgelegenheiten. Die Tagung findet am 1. Oktober 2026 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn statt. Das Gebäude ist barrierefrei, Fahrt- und Übernachtungskosten können nach Absprache übernommen werden. Weitere Programminformationen folgen. Interessierte können zudem den Verteiler des Programms »Engagiert für Klimaschutz« unter klimateam[at]b-b-e.de abonnieren.
Anmeldungen und Rückfrage: charlotte.dase[at]b-b-e.de
Bericht: Engagement und demokratische Integration im Fokus der AG Zivilgesellschaftsforschung
In der Sitzung der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaftsforschung am 27. Februar 2026 standen zwei empirische Perspektiven auf den Zusammenhang von Engagement, Demokratie und politischen Einstellungen im Mittelpunkt. Prof. Dr. Thomas Klie stellte Ergebnisse aus dem Monitoring »Demokratische Integration« vor, in dem Engagement, demokratische Beteiligung und Systemvertrauen regional untersucht wird. Die Analysen zeigen weiterhin eine positive Korrelation zwischen Engagement und demokratischer Integration. Gleichzeitig besteht zwar eine breite Zustimmung zur Demokratie als Idee, jedoch wird ihr konkretes Funktionieren deutlich kritischer bewertet. Engagement geht zudem mit stärker wahrgenommener politischer Selbstwirksamkeit einher. Eine Sonderauswertung der Leipziger Autoritarismus-Studie, vorgestellt von Dr. Julia Schlicht und Dr. Vivian Schachler, zeigt, dass Engagierte im Durchschnitt zufriedener mit der Demokratie sind und seltener rechtsextreme Einstellungen vertreten. Zugleich verdeutlichen die Ergebnisse, dass Engagement kein homogener demokratischer Raum ist. Ein Teil der Engagierten weist fragil-demokratische oder rechtsautoritäre Tendenzen auf. Die Diskussionen im Zuge der Sitzung machten deutlich, dass Engagement weder romantisiert noch hinsichtlich ihres Potentials für Demokratiestärkung unterschätzt werden sollte.
Neue Mitglieder stärken das BBE-Netzwerk sektorenübergreifend
Am 5. März 2026 hießen Mitglieder des BBE-Sprecher*innenrates, die Geschäftsführung und die Netzwerkbetreuung neue Mitglieder im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement willkommen: das Autohaus Golbeck GmbH, Fête de la Musique Deutschland, Freiwilligenagentur Duisburg e.V., die Postcode Lotterie Deutschland gGmbH und Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.. Bei einem Frühstücksgespräch in der Geschäftsstelle des BBE hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über die Mitwirkungsmöglichkeiten in den Themenfeldern und Arbeitsgruppen des Netzwerks sowie über mögliche Kooperationsvorhaben persönlich auszutauschen und ihre Wünsche und Perspektiven zu thematisieren. Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch die politische Arbeit des BBE und das Jahresschwerpunktthema »Verbindungen stärken: Für Engagement gewinnen – Perspektiven eröffnen – Gemeinsamkeit befördern«. Durch den Beitritt der neuen Organisationen wird das Netzwerk weiter gestärkt und um zusätzliche Perspektiven aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen bereichert. Die neuen Mitglieder bringen Erfahrungen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Engagementpraxis ein. Damit tragen sie zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit im Netzwerk bei und ergänzen es um vielfältige Kompetenzen und Ansätze zur Förderung von Engagement und zivilgesellschaftlicher Beteiligung.
Berufung Themenpate »Unternehmen und Engagement«
Dr. Christoph Golbeck, Inhaber Autohaus Golbeck GmbH und Geschäftsführer Mobilitätshaus GmbH, ist durch den BBE-Sprecher*innenrat zum Themenpaten »Unternehmen und Engagement« berufen worden. Im Rahmen der Themenpat*innenschaft werden erfolgreiche Formate und Ansätze der Zusammenarbeit aufgegriffen, um neue Strategien der Verknüpfung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu entwickeln. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) werden dabei als wichtige Orte in den Blick genommen, an denen demokratiestärkende Ansätze gruppen- und milieuübergreifend in die Breite getragen werden können. Durch ein produktives Zusammenwirken mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sollen Unternehmen, Vereine und Initiativen sowie die Regionen und ihre Engagementlandschaften langfristig profitieren.
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen
Zivilgesellschaft stärken: Veranstaltung
Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement wirksamer unterstützt werden? Wie lassen sich Praxiswissen und wissenschaftliche Evidenz besser verbinden, damit vernetztes Handeln Wirkung entfaltet? Am 17. April 2026 diskutieren Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Palais Kulturbrauerei in Berlin, wie Engagement gegen Rechtsextremismus wirksam unterstützt werden kann. Die Veranstaltung wird vom Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung (Freie Universität Berlin und WZB) in Kooperation mit der Berlin University Alliance organisiert. Ausgangspunkt ist der Policy Brief »Wirksam gegen Rechtsaußen«. Im Fokus steht, wie Praxiswissen und wissenschaftliche Erkenntnisse vernetzt werden können, um wirksames Handeln gegen die extreme Rechte zu fördern. Auf dem Podium vertreten sind u. a. Nina Reip (DOSB), Elisabeth Kaiser (Bundesbeauftragte für Ostdeutschland, SPD), Henry Marx (Staatssekretär für Wissenschaft Berlin, SPD), Monica Wüllner (CDU-Bundesvorstand, CDA), Swen Hutter (Direktor ZZF) und Günter Ziegler (Präsident FU Berlin). Anmeldung bis 14. April 2026.
Weitere Informationen und Anmeldung
Jahresbefragung 2026: Wie arbeiten Stiftungen – und welche Rolle spielt KI?
Der Bundesverband Deutscher Stiftungen lädt zur Teilnahme an seiner diesjährigen Jahresbefragung ein. Die Erhebung untersucht unter anderem die Arbeitsweise von Stiftungen sowie die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Stiftungsarbeit. Die Teilnahme dauert rund 15 Minuten und ist noch bis zum 31. März möglich. Ziel der Befragung ist es, ein möglichst differenziertes Bild der aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Stiftungssektor zu gewinnen. Je mehr Stiftungen sich beteiligen, desto aussagekräftiger lassen sich Struktur und Vielfalt des Sektors abbilden. Als Anreiz zur Teilnahme werden unter allen Teilnehmenden zehn Freitickets für den Deutschen Stiftungstag am 20. und 21. Mai 2026 in Hamburg verlost.
LAGFA-Tagung 2026 »Teilhabe stärken, Demokratie leben«
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen (LAGFA) lädt zur Fachtagung am 16. April 2026 im Pavillon Hannover unter dem Titel »Teilhabe stärken, Demokratie leben« ein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen rund um Engagement, Beteiligung und demokratische Teilhabe. Ziel der Veranstaltung ist es, den fachlichen Austausch zu vertiefen und gemeinsam Perspektiven für eine lebendige Zivilgesellschaft zu diskutieren. Das Programm umfasst zwei Workshops sowie ein Forum im World-Café-Format, das Raum für offenen Dialog, neue Perspektiven und gemeinsame Ideen bietet. Eine Anmeldung ist bis zum 2. April 2026 möglich.
Weitere Informationen und Anmeldung
LAMSA mobilisiert für demokratische Teilhabe in Sachsen-Anhalt
Im Vorfeld der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt organisiert der Dachverband der Migrantenorganisationen LAMSA bundesweit Haustürgespräche, um Bürger*innen in Halle (Saale) direkt zu erreichen und demokratische Teilhabe zu fördern. Ziel ist es, mit der Bevölkerung über gesellschaftliche Themen, Integration und Migration ins Gespräch zu kommen und die Positionen von LAMSA sichtbar zu machen. Das erste Wochenendprojekt findet am 24. und 25. April 2026 statt, weitere Aktionen folgen am 29. und 30. Mai in Stendal und 21. und 22. August in Dessau. Teilnehmer*innen werden in 3er-Teams an die Haustüren gehen, Perspektiven austauschen und die Ergebnisse am Ende gemeinsam reflektieren. LAMSA nutzt die Aktivitäten, um auf die zehn Forderungen des Verbands für ein demokratisches und lebenswertes Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen. Das Projekt wird von Campact e.V. finanziert. Eine Anmeldung ist bis 27. März 2026 möglich.
Anmeldung per E-Mail: haustuer@lamsa.de
Zehn Forderungen für ein demokratisches und lebenswertes Sachsen-Anhalt
Call for Papers: Ehrenamt und Hauptamt – Koexistenz, Kooperation und Konflikt?
Voluntaris – Zeitschrift für Freiwilligendienste und zivilgesellschaftliches Engagement – nimmt für die Schwerpunkt-Ausgabe 2-2026 zum Verhältnis von Ehrenamt und Hauptamt Beiträge entgegen. Ziel ist es, die vielfältigen Formen von Kooperation, Koexistenz und Konflikt zwischen ehrenamtlich Engagierten und hauptamtlich Beschäftigten sichtbar zu machen. Thematisch stehen theoretische, normative und empirische Analysen auf Mikro-, Meso- und Makroebene im Fokus, etwa Motivation, Zusammenarbeit, Konfliktpotenziale, institutionelle Rahmenbedingungen oder gesellschaftliche Einflüsse. Beiträge können wissenschaftliche Aufsätze, Debatten- und Diskussionsbeiträge oder Dokumentationen aus der Praxis sein. Abstracts (max. 500 Wörter) sind bis zum 15. März 2026 einzureichen, die finalen Beiträge nach Annahme bis zum 21. Juni 2026. Voluntaris erscheint zweimal jährlich im Nomos Verlag und richtet sich an Wissenschaft, Praxis sowie Politik und Verwaltung. Abstracts an: redaktion@voluntaris.de
Wettbewerb »Gute Nachbarschaft« 2026
Im Rahmen der Modellförderung »Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement – Gute Nachbarschaft« unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung innovative Projekte zur Integration und Teilhabe in städtischen und ländlichen Gebieten mit besonderen sozialen, demografischen oder integrativen Herausforderungen. Für das Jahr 2026 stehen erneut drei Millionen Euro bereit. Gefördert werden Kommunen, Landkreise, gemeinnützige Träger, Verbände der Wohlfahrtspflege, kirchliche Organisationen und Kammern. Der Förderzeitraum beträgt maximal drei Jahre, die Förderhöhe liegt bei bis zu 60.000 Euro pro Jahr (bzw. 120.000 Euro bei mehreren Gebieten pro Antragsteller). Projektanträge können bis zum 26. März 2026 eingereicht werden. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt vor den Sommerferien durch eine unabhängige Jury.
Hinweis
Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de
Redaktionsschluss ist der 19. März 2026.
Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -debatte. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellen und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen. Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.
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Redaktion: Dr. Lilian Schwalb (V.i.S.d.P.), Lynn Gogolin-Grünberg und Nino Kavelashvili.
Eine Übersicht über die geplanten Ausgaben finden Sie unter Kommende Themen.
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
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Geschäftsführung: Dr. Lilian Schwalb
Kontakt: lilian.schwalb[at]b-b-e.de