BBE Europa-Nachrichten - Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 1 vom 29.1.2015

»Europa regieren?!« lautete der Titel des 21. Europäischen Abends, der am 24. November 2014 ab 17:30 Uhr im dbb forum Berlin stattfand. Die Europa-Union Deutschland (EUD), der dbb beamtenbund und tarifunion, das BBE sowie die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und EurActive hatten zu der Veranstaltung eingeladen. Einige der dort von prominenten ExpertInnen aus Politik, Wissenschaft und Medien gehaltenen Beiträge haben die AutorInnen für die BBE Europa-Nachrichten aufbereitet und zur Verfügung gestellt: Dr. Angelika Mlinar, MdEP, Elmar Brok, MdEP, Dr. Eva Högl MdB und Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld. Zusätzlich vertieft Conny Reuter die zivilgesellschaftliche Dimension der Thematik.

Brok, MdEP: Europäisches Regieren

In seinem Gastbeitrag stellt Elmar Brok, MdEP, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, die gegenwärtige Transformation des Regierungsstils auf der Ebene der Kommission in den Mittelpunkt: »Politischer, effektiver und transparenter soll die europäische Regierung werden. Eine klare Kommissionsstruktur und transparente Entscheidungsmechanismen sind dafür die wichtigsten Voraussetzungen.« Im Einzelnen stellt er dar, welche Maßnahmen im Hierarchiegefüge, aber auch bei der Setzung der Kommissionsethik eine effektivere und transparentere Regierung Europas ermöglichen – und zugleich zu einer Parlamentarisierung des Regierens auf europäischer Ebene beitragen werden.


Gastbeitrag von Elmar Brok, MdEP unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/enl01-15_gastbeitrag_brok.pdf (441 kB)

Mlinar, MdEP: Ein Appell an die Mitgliedstaaten

Den Schlüssel für nötige Reformen und eine gedeihliche und notwendige Weiterentwicklung der Europäischen Union halten die europäischen Regierungen in ihren Händen. Das ist der Ansatzpunkt der Überlegungen im Gastbeitrag von Dr. Angelika Mlinar, MdEP, Vizepräsidentin der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) und stellvertretende Parteivorsitzende der NEOS - Das Neue Österreich. Angesichts der nicht rückdrehbaren Globalisierung sind Reformen für eine politische Stärkung der Union, angefangen bei einer vertieften Beteiligung der Bevölkerung, notwendig. Deshalb appelliert sie an die nationalen Regierungen, ihre Egoismen zu überwinden: »Stellt mit Blick auf das gemeinsame Ganze die kurzfristigen Eigeninteressen zurück! Ganz im Sinne der kooperativen Spieltheorie, worauf letztlich die Idee der Europäischen Union basiert.«


Gastbeitrag von Angelika Mlinar, MdEP unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/enl01-15_gastbeitrag_mlinar.pdf (441 kB)

Högl, MdB: Nicht weniger, sondern mehr Europa!

In ihrem Gastbeitrag geht Dr. Eva Högl, MdB und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, davon aus, dass der zukünftige Bestand der Europäischen Union sowie der weitere Fortgang der europäischen Integration keineswegs eine Selbstverständlichkeit sind. Die Zunahme populistischer wie europakritischer Akteure in Nationalstaaten und Europäischem Parlament zeigen das ebenso wie die fehlende Leidenschaft für Europa in der Bevölkerung. Dennoch: »Die Antwort auf die Krise lautet nicht weniger, sondern mehr Europa!« Dieses Mehr an Europa aber muss ein Mehr an Partizipationschancen der Bürgerinnen und Bürger an Europa sein, damit die Identifikation der Bürger mit Europa zunimmt.


Gastbeitrag von Dr. Eva Högl, MdB unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/enl01-15_gastbeitrag_hoegl.pdf (443 kB)

Weidenfeld: Europa regieren

»Differenzierte Integration kann als Laboratorium für das Innovationspotenzial der EU dienen.« Das ist das Credo des Gastbeitrages von Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld, Direktor des CAP (Centrums für angewandte Politikforschung) und Professor für Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität. Aus den Krisen der vergangenen Jahre kann mit einer Führungskultur, die auf differenzierte Integration setzt, Europa weiter entwickelt werden. Was dagegen nicht geht, ist ein rückwärtsgewandtes Verharren auf Gründungsmythen, die lediglich ein hohles Pathos erzeugen. 


Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/enl01-15_gastbeitrag_weidenfeld.pdf (454 kB)

Reuter: Einbindung der Zivilgesellschaft in die EU

Die Einbindung der Zivilgesellschaft in das politische System der Europäischen Union ist das Thema des Gastbeitrages von Conny Reuter, Generalsekretär von SOLIDAR. Er zeigt auf, in welchem Maße Verpflichtungen gegenüber der organisierten Zivilgesellschaft aus dem Lissabonner Vertrag innerhalb des europäischen Institutionengefüges nicht eingehalten werden. Auf Seiten der Kommission bestehen Missverständnisse etwa beim Thema des zivilen Dialogs. Auch die aktuelle Kommission macht Politik ohne Verständigung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren jenseits der aufgewerteten Sozialpartnerschaft mit Unternehmerverbänden und Gewerkschaften. In Reaktion darauf läuft in Brüssel ein Reorganisationsprozess zivilgesellschaftlicher Akteure, etwa in Form der neuen Plattform »Civil Society Europe«. Diese soll der verbreiteten Ignoranz eine Verankerung des zivilen Dialogs auf europäischer Ebene, die Förderung der Partizipation und der Transparenz entgegen setzen. 


Gastbeitrag von Conny Reuter unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/enl01-15_gastbeitrag_reuter.pdf (466 kB)

EU-Bürgerbeauftragter im Europäischen Parlament

Am 15. Januar 2015 wurde im Europäischen Parlament der Bericht des EU-Bürgerbeauftragten für 2013 behandelt, in dem er Transparenz als zentrales Anliegen der Bürger 2013 darstellte: Fast 2/3 der aufgrund von Bürgerbeschwerden eingeleiteten Untersuchungen drehten sich um Transparenz, nach knapp 53 Prozent im Jahr 2012. In einer Entschließung des Parlaments unterstreichen die Abgeordneten das Recht der BürgerInnen auf gute Verwaltung und unterstützen die Forderungen der Bürgerbeauftragten nach transparenterer Politikgestaltung und Informationskampagnen zur transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Dabei heben die Abgeordneten auch hervor, dass der Anteil der Beschwerden gegen die Europäische Kommission gestiegen ist. Sie fordern die neue Kommission auf, schnell Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Die Entschließung des Parlaments ist dessen Stellungnahme zum Jahresbericht 2013 über die Tätigkeit des Europäischen Bürgerbeauftragten, der den Abgeordneten am 15. September 2014 übermittelt wurde.

Europäisches Jahr der Entwicklung 2015 im Europäischen Parlament

Am 15. Januar 2015 diskutierte das Europäische Parlament die Vorhaben und Aufgaben im Europäischen Jahr der Entwicklung 2015, nachdem das Europäische Jahr am 9. Januar 2015 in Riga mit dem Motto »Our world, our dignity, our future« eröffnet worden war. Die Debatte wurde mit Blick auf das Auslaufen der 2000 beschlossenen Milleniumsziele und deren Ersetzung durch neue Zielstellungen durch die Vereinten Nationen im September 2015 geführt. Die Debatte steht als Aufzeichnung online zur Verfügung.

Menschenrechtslage in Ungarn im Europäischen Parlament

 Vor dem Hintergrund von Berichten über Beschränkungen der Arbeit kritischer NGOs und Medien in Ungarn fand am 22. Januar 2015 eine Anhörung zur Situation der Menschenrechte in Ungarn im Innenausschuss des Europäischen Parlamentes statt. Neben Vertretern von NGOs stellten ebenso ungarische RegierungsvertreterInnen ihre Sicht dar. Ungarische NGOs und JournalistInnen zeigten sich besorgt über gezielte Repressionen und Regierungspropaganda. Der internationale Pressesprecher der ungarischen Regierung, Zoltán Kovács, räumte Rechtsstreitigkeiten mit einzelnen NGOs ein. Diese seien jedoch keineswegs als eine Bedrohung des ganzen Sektors misszuverstehen. ExpertInnen von Amnesty International und dem Europarat forderten die EU auf, den Respekt gegenüber den Grundrechten in den Mitgliedstaaten sicherzustellen. Die Anhörung ist online als Mitschnitt verfügbar. 

Action/2015

Über 1000 global tätige Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und Stiftungen haben am 15. Januar 2015 eine Kampagne zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit und zum Schutz des Klimas gestartet. 25 namhafte Personen aus Politik und Zivilgesellschaft haben sich in einem offenen Brief an die globalen politischen Entscheidungsträger gewandt und sie aufgefordert, die Ambitionslosigkeit zu überwinden. Für die globale Bekämpfung von Armut und Ungleichheit sowie des Klimawandels im Jahr 2015 sei der Ausgang der geplanten UN-Konferenzen entscheidend. Zu den Unterzeichnern gehören Königin Rania von Jordanien, Gro Harlem Brundtland, Bill Gates, Bono, Sting, Ben Affleck und 25 weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Social Platform: Arbeitsprogramm 2015

Am 9. Januar 2015 hat die Social Platform ihr Arbeitsprogramm für 2015 veröffentlicht. Die Social Platform vereint 49 europaweite Netzwerke zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich zusammen für soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe in Europa einsetzen. Das Arbeitsprogramm reicht von der Auseinandersetzung mit TTIP und TISA über eine Menschenrechtsstrategie innerhalb der EU bis hin zu einer Social Business Initiative.

Mehr internationale Freiwillige kommen nach Deutschland

Nachdem der Freiwilligendienst weltwärts in einer Pilotphase 2014 bereits 150 internationale Freiwillige nach Deutschland holte, können 2015 deutlich mehr junge Menschen aus Schwellen- und Entwicklungsländern ihren weltwärts-Dienst in Deutschland leisten. Die Engagement Global gGmbH vergibt in diesem Jahr 250 Plätze für diese internationalen Freiwilligen. Ebenso wurde die Zahl der Aufnahme-Organisationen von 35 auf 53 erhöht. Ziel des neuen Angebots ist die Förderung der entwicklungspolitischen Bildung, indem sich junge Menschen über die Lebensverhältnisse in ihren jeweiligen Ländern austauschen und miteinander vernetzen. Am häufigsten vertreten sind Freiwillige aus Peru, Indien und Ecuador, die vor allem im sozialen Bereich, in der Bildungsarbeit oder in der nachhaltigen Landwirtschaft ihren Dienst absolvieren. Freiwillige aus 29 Ländern kommen in diesem Jahr im Rahmen der so genannten weltwärts-Süd-Nord-Komponente nach Deutschland.

Weitere Informationen unter
www.weltwärts.de

Dienstleistungsabkommen TISA: Petition

Etwas im Schatten von TTIP laufen seit zwei Jahren Verhandlungen zum Dienstleistungsabkommen TISA, über das die Öffentlichkeit im Wesentlichen über WhistleblowerInnen erfährt. KritikerInnen sehen u.a. eine drohende Privatisierung des Trinkwassers und die Weitergabe von Bankdaten an die USA. Zur nächsten Verhandlungsrunde von TISA am 9. Februar 2015 soll folgende Petition überreicht werden, die über das Kampagnen-Netzwerk AVAAZ gestartet wurde: »Das hinter verschlossenen Türen ausgehandelte TISA-Abkommen könnte die Privatisierung unserer Wasserversorgung und unseres Gesundheitssystems vorantreiben sowie die Weitergabe europäischer Bankdaten an die USA und undemokratische Schiedsgerichte ermöglichen. Hiermit fordern wir ein Aussetzen der geheimen Verhandlungen zum TISA-Abkommen sowie eine Veröffentlichung des EU-Verhandlungmandats.« Das ursprüngliche Ziel, dafür 200.000 UnterstützerInnen zu finden, ist nach der ersten Sammlungswoche bereits übertroffen. 

Weitere Informationen unter
secure.avaaz.org/de/stoppt_tisa/

Europäische Bürgerinitiative 5/2014

Am 19. Dezember 2014 wurde die fünfte Europäische Bürgerinitiative (EBI) des Jahres 2014 offiziell registriert (wobei zwei mittlerweile zurückgezogen wurden). Der Titel dieser EBI lautet: »Für ein soziales Europa! Für eine verstärkte Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von Armut in Europa.« Die EBI will erreichen, dass die EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung verstärkt zusammenarbeiten. Dabei soll der Anteil derjenigen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, von zurzeit 16 Prozent auf unter 3 Prozent reduziert werden. Eine eigene Webseite ist noch nicht ausgewiesen. Eingereicht wurde die EBI in französischer Sprache. Mittlerweile liegt sie ebenso in englischer und deutscher Sprache vor. Es handelt sich dabei um eine modifizierte EBI eines weitergehenden Vorgängers, dessen Registrierung im August 2014 von der Kommission abgelehnt wurde.

Engagementinfrastruktur: Förderung im europäischen Vergleich

Am 27. Januar 2015 kamen im Rahmen des BBE-Projektes »MehrWert AusTausch« rund 25 ExpertInnen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern zum »Europäischen Fachworkshop Engagementinfrastruktur« zusammen. Im Fokus standen dabei rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodelle von Engagement unterstützenden Einrichtungen im europäischen Vergleich: Die Probleme der ausdifferenzierten Engagementinfrastrukturlandschaft in England vor dem Hintergrund zurückgehender staatlicher Fördermittel, das Beispiel der umfassenden Legaldefinition und gesetzlich geregelten Strukturfinanzierung der Freiwilligenzentren durch Bankenstiftungen in Italien sowie das regionale und zentralstaatliche Kofinanzierungsmodell von Infrastruktureinrichtungen in Dänemark wurden vorgestellt und ihr Transferpotential nach Deutschland diskutiert. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem eigenen Schwerpunkt der Februar-Ausgabe der BBE Europa-Nachrichten veröffentlicht.

Weitere Informationen unter
www.b-b-e.de/projekte/mehrwert-austausch/

ENNA: Web-Survey zu Sicherheitsforschung und CSO/NGO

Im Rahmen des Projekts »SecurePART« führt ENNA – (European Network of National Civil Society Associations) einen Web-Survey zu Fragen der Sicherheitsforschung und deren Relevanz für NGO bzw. zivilgesellschaftliche Organisationen durch. Im Projekt »SecurePART« geht es darum, das Interesse zivilgesellschaftlicher Organisationen und Akteure an Fragen und Ergebnissen der Sicherheitsforschung zu erhöhen. Die Umfrage richtet sich an Verantwortliche bzw. MitarbeiterInnen in solchen Organisationen. Die Sprache ist Englisch, allerdings ist alles durch Ankreuzen zu beantworten. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission gefördert.

Weitere Informationen unter
www.securepart.eu

»Wir müssen reden«: TTIP-Bürgerdialoge der EUD

Am 7. Oktober 2014 fand in Kiel der erste TTIP-Bürgerdialog der Europa-Union Deutschland (EUD) statt, gefolgt von Veranstaltungen am 5. Dezember 2014 in Nürnberg und am 20. Januar 2015 in Leverkusen. Die nächsten drei TTIP-Bürgerdialoge finden am 19. Februar 2015 in Pforzheim, am 19. März 2015 in Hannover und am 12. Mai 2015 in Dortmund statt – weitere Termine sollen folgen. Die Bürgerdialoge »TTIP- wir müssen reden!« wollen überparteilich und ergebnisoffen SkeptikerInnen und BefürworterInnen gleichermaßen zu Wort kommen lassen und einen Beitrag zu mehr Transparenz leisten. Sie werden in Zusammenarbeit u.a. mit der American Chamber of Commerce in Germany, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) sowie TTIP unfairhandelbar durchgeführt. Neben den Bürgerdialogen vor Ort ist auch online die Diskussion auf Publixphere möglich. Die Onlinediskussionen werden nach Möglichkeit in die Bürgerdialoge vor Ort mit einfließen. Zu allen bisherigen Dialogen stehen Online-Berichte zur Verfügung. 

Weitere Informationen unter
www.europa-union.de/ttip-buergerdialoge/

Goede: Boom des VolonTourismus

Der VolonTourismus, im Dreieck von Zivilgesellschaft, bürgerschaftliches Engagement und Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt, ist eine umstrittene Engagementform. Diese ist Thema des Gastbeitrages des Wissenschaftsjournalisten Wolfgang C. Goede. In seinem Beitrag beschreibt er das Phänomen, stellt Pro- und Contra-Stimmen aus und gibt Praxisbeispiele. Da eine Beforschung des Phänomens noch fehlt, ist sein Beitrag zugleich eine erste, vertiefte Erkundung einer begehrten Form des Engagements. Der Beitrag erschien zuerst in zwei Teilen in der Zeitschrift Voluntaris.


Gastbeitrag von Wolfgang C. Goede unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/annaeherung_umstrittene_engagementform_goede_1.pdf (152 kB)

Fallstudie von Wolfgang C. Goede unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/fallstudie_hostal_la_finca_cultures_united _goede_2.pdf (672 kB)

Zimmer/ Bräuer/ Walter: Handlungsempfehlungen für Stakeholder von Sozialunternehmern

Im Mai 2014 berichteten Prof. Dr. Annette Zimmer, Professorin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Stephanie Bräuer M.A., Projektkoordinatorin des EFESEIIS-Teams der Teilstudie Deutschland und Andrea Walter M.A., Projektmitarbeiterin, in den BBE Europa-Nachrichten über das Forschungsprojekt EFESEIIS (»Enabling the Flourishing and Evolution of Social Entrepreneurship for Innovative and Inclusive Societies«). Dort hieß es:»EFESEEIS ist kein universitäres Elfenbeinturmprojekt. Stakeholdern und sozialen UnternehmerInnen kommt im Verlauf des Projektes eine aktive Rolle zu.[…] Die EFESEIIS-Ergebnisse sollen nicht nur dem Erkenntnisgewinn der Wissenschaft dienen, sondern vor allem einen praxisrelevanten Mehrwert für die sozialen UnternehmerInnen und Stakeholder liefern.« Getreu diesem Motto haben die Autorinnen vorläufige Empfehlungen für Stakeholder von Sozialunternehmertum in Deutschland erarbeitet. Neben politischen Anregungen wird unter anderem auch auf die nationale Forschung zu Sozialunternehmertum eingegangen. 


Gastbeitrag von Prof. Dr. Annette Zimmer, Stephanie Bräuer und Andrea Walter unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/recommendations_for_stakeholders_of_social_entrepreneurs.pdf (454 kB)

Umgang mit Populisten: Podiumsdiskussion

Wie soll mit Populisten, die von Weltverschwörung, Lügenpresse oder Überfremdung reden, umgegangen werden? Ignorieren, vermitteln oder bekämpfen? Welches ist das Mittel der Wahl im Umgang mit Populisten und ihren Parolen? Das ist Thema einer Veranstaltung am 5. Februar 2015 in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin. Es diskutieren untereinander und mit dem Publikum Franziska Brantner, MdB, (Bündnis90/Die Grünen), Mariam Lau (Journalistin, Die Zeit), Peter Schneider (Schriftsteller, zuletzt »Die Liebe meiner Mutter«) und Frank Stauss (Wahlkampfexperte/Agentur BUTTER). Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, ist eine Anmeldung per E-Mail an Sandra Deppe bis spätestens 30. Januar 2015 notwendig.

Fachforum Europa: Multiplikatorenkonferenz

Am 9. und 10. März 2015 findet in Dresden das Fachforum Europa statt, durchgeführt von JUGEND für Europa, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Schwarzkopf-Stiftung, dem Interkulturellen Zentrum Österreich und der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD). Das Fachforum setzt sich 2015 mit der Frage auseinander, wie Europa angesichts der aktuellen Herausforderungen bestmöglich vermittelt werden kann. Sind die bestehenden Vermittlungsformen und -methoden ausreichend oder braucht es neue Wege und Innovationen? Partner vor Ort ist die Sächsische Jugendstiftung, Veranstaltungsort das Deutsche Hygienemuseum. Die Teilnahme ist kostenlos. Reise- und evtl. anfallende Übernachtungskosten werden jedoch nicht erstattet. Nur in begründeten Fällen können Reisekosten bis 150 Euro erstattet werden. 

Europa gemeinsam gestalten: Seminar der KfBB

Am 24./25. März 2015 findet in Bonn ein zweitägiges Seminar der Kontaktstelle Europa für Bürgerinnen und Bürger (KS EfBB) statt. Es führt in die Förderziele und -modalitäten des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger (2014–2020)« ein, mit dem die Europäische Kommission Projekte fördert, die Anlässe zur Reflexion über Europa und die EU schaffen, Engagement für europäische Themen anregen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Es richtet sich an Projektverantwortliche aus Organisationen, Kommunen und Einrichtungen, die in europäischen Kooperationen arbeiten (möchten). Schwerpunkt des ersten Tages ist die Projektförderung für Kommunen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Am zweiten Tag werden in Workshops die Kenntnisse zur Antragstellung für das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« vertieft.

Civil Society Policy Forum: Call for Proposals

Vom 14. bis 17. April 2015 findet das Civil Society Policy Forum, organisiert von Weltbank und Internationalem Währungsfonds, statt. In 40-50 Sektionen soll ein breites Spektrum an Themen behandelt werden, von Armutsreduktion über Klimawandel bis hin zu Genderfragen, fiskalischen Themen oder der Verschuldung der öffentlichen Hand. Wie in den vergangenen Jahren auch rufen Weltbank und IWF VertreterInnen aus der Zivilgesellschaft dazu auf, Vorschläge für Sektionen bzw. in ihnen zu behandelnde Themen zu machen. Hierfür läuft ein Call for Proposal seit dem 21. Januar 2015, der am 25. Februar 2015 endet. Guidelines und Formulare stehen online zur Verfügung.

Hauptstadt des Fairen Handels 2015: Wettbewerb

 Mittlerweile zum siebten Mal wird der Preis »Hauptstadt des Fairen Handels« von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchgeführt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert den Wettbewerb finanziell. Bewerben können sich alle Städte und Gemeinden, die durch Aktivitäten vor Ort den Fairen Handel mit ihren Akteuren vor Ort unterstützen. Es können sowohl einzelne Aktionen oder Projekte als auch kontinuierliche Maßnahmen eingereicht werden. Diese müssen bis zum Einsendeschluss abgeschlossen bzw. Praxis sein. Bis zu 100.000 Euro Preisgeld, die maximal auf fünf Preisträger verteilt werden, stehen zur Verfügung. Zudem gibt es fünf Sonderpreise. Einsendeschluss ist der 13. Juli 2015.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen unter
www.service-eine-welt.de/hauptstadtfh/hauptstadtfh-start.html

»Teilhaben und Mitgestalten« Publikation

Beteiligungskulturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Thema der Publikation der Stiftung Mitarbeit, veröffentlicht als Nr. 26 der »Beiträge zur Demokratieentwicklung von unten« (Bonn, 2014). Die AutorInnen behandeln als Fragen, wie sich die Mitbestimmungsprozesse im deutschsprachigen Raum gestalten, warum die etablierten Beteiligungsformen unterschiedlich sind und inwiefern es möglich ist, grenzüberschreitend voneinander zu lernen. »Die Erfahrung und Entdeckung des ›Anderen‹ bei gleichzeitigem Sprechen über das vermeintlich Gleiche – politische Partizipation und Engagement in Deutschland, Österreich und der Schweiz – lassen vielfältige Fragen aufkommen. Deren Beantwortung ist hilfreich für die Entwicklung von Reformüberlegungen innerhalb der je eigenen demokratischen Kultur« – so Dr. rer. pol. Jeannette Behringer, Autorin des Beitrages »Delegieren, diskutieren, protestieren: Von der ›Krise der Repräsentation‹ zur ›Beteiligungskultur‹?« und u.a. Sprecherin der BBE-Arbeitsgruppe »Engagement und Partizipation in Europa«. Die Publikation wurde von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in ihre »Top Ten der Zukunftsliteratur 2014« aufgenommen.

Publikation bestellen unter
www.mitarbeit.de/pub_einzelansicht.html

Hinweis

Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter ist der 20. Februar 2015. Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: europa-bbe(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel, Mirko Schwärzel und Nino Kavelashvili.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Dieser Newsletter wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). 

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