Rahmenprogramm »Zivilgesellschaftliches Engagement für Klimaschutz«

Gesellschaftlichen Wandel ermöglichen und voranbringen

Vielen Menschen erschien der Klimawandel lange Zeit noch weit entfernt. Inzwischen ist die Klimakrise auch vor der Haustüre der Mitteleuropäer angekommen. Mit der Reaktion der Pflanzen- und Tierwelt auf die Erderwärmung sowie deren Einfluss auf die Jahreszeiten, auf Fragestellungen im Gesundheitssektor, der Landwirtschaft aber auch zum Beispiel im Sport, der Kultur und dem Tourismus werden die Folgen des Klimawandels auch in unserer direkten Umgebung konkret wahrnehmbar. Sie bedrohen die Lebensumstände. Auch in der öffentlichen Debatte ist das Thema angekommen. Die Botschaft ist: Der Klimawandel geht uns alle an. Und: Der Klimakrise kann etwas entgegengesetzt werden. Die Dringlichkeit wächst, dennoch reicht der Handlungsdruck noch bei weitem nicht aus. Hier setzt das Vorhaben des BBE an.

Ziel des Programms ist es, zivilgesellschaftliches Engagement für Klimaschutz zu stärken. Das BBE initiiert und moderiert den Wissenstransfer, lädt zum Diskurs und zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fachfragen ein, unterstützt Kooperationen und Allianzen und fördert die Ideenentwicklung und das gemeinsame Handeln. Das Vorhaben wird im BBE durch ein Programmbüro unterstützt und in Partnerschaft mit sowie gefördert durch die Stiftung Mercator durchgeführt. Das Thema soll für weitere zivilgesellschaftliche Gruppen und in der Breite der Gesellschaft direkt erfahrbar gemacht werden. Zivilgesellschaftliche Akteure sollen eine zentrale Rolle dabei spielen können, auf die Schnittstellen zu diversen anderen gesellschaftlichen Herausforderungen aufmerksam zu machen und sie mit politischen Forderungen zu verbinden. So können sich mehr Menschen aktiv für eine gesellschaftliche Transformation einsetzen.

Im Rahmen der vierjährigen Programmlaufzeit wird auf mehreren Ebenen angesetzt:

  • Katalysator: Das BBE bietet als sektorenübergreifender Zusammenschluss wichtige thematische Ansätze für eine Verschränkung der spezifischen zivilgesellschaftlichen Agenda mit klimapolitischen Anliegen. Es wird an die Potentiale der Vernetzung und die bereits bestehenden Themen und Formate im BBE systematisch angeknüpft und gemeinsam mit den Mitgliedern daran gearbeitet, Verbindungen zum Thema Klimaschutz zu identifizieren und zu etablieren. Mit Fachwerkstätten, Workshops und einer Tagung werden Räume für den Fachaustausch und die Vernetzung geschaffen. Akteure aus dem Feld der Umweltverbände und des Klimaschutzes im engeren Sinne sollen ebenso wie informellere Strukturen, Bewegungen und Initiativen mit den Organisationen der weiteren Zivilgesellschaft in den Austausch gebracht werden. Ein Multiplikator*innennetzwerk wird weiterentwickelt und etabliert.
  • Inkubator für neue Ideen: Gezielt unterstützt wird die Entwicklung neuer Ideen, indem ein Ideenwettbewerb ausgerufen wird. Innovative Best Practices werden sichtbar gemacht sowie zivilgesellschaftliche Organisationen bei ihrer Neuausrichtung und der Aufnahme des Themas auf ihre Agenda unterstützt. Der Schwerpunkt liegt auf kooperativen Ansätzen, der Diskursverschränkung und dem Aufbrechen des Silodenkens. Interesse bekunden können Engagierte, Initiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die Klimaschutz in der Zivilgesellschaft fördern und das Thema in die Breite tragen wollen. Ein Experimentierraum wird geschaffen und ein Netzwerk zur kollegialen Beratung aufgebaut. Die Auswahl und eine externe fachliche Beratung erfolgen durch einen Beirat. Die zehn Projekte werden in zwei Runden jeweils über eineinhalb Jahre hinweg finanziell gefördert, kommunikativ begleitet und   öffentlichkeitswirksam präsentiert.
  • Zivilgesellschaftsgipfel: Der Zivilgesellschaftsgipfel ist eine große politische Fachveranstaltung mit Strahlkraft: Hier werden die bestehenden Formate aus dem Gesamtvorhaben systematisch verknüpft und dynamisiert. Stabile Kommunikationskontakte werden aufgebaut zwischen den relevanten politischen Verantwortlichen, Wissenschaftler*innen, Unternehmern und Unternehmer*innen, zivilgesellschaftlich Engagierten, Innovator*innen, Publizist*innen. Nachhaltig wirksame Kommunikationsbrücken werden etabliert. Der zweitägige Kongress findet auf Einladung der Stiftung Mercator und des BBE alle zwei Jahre im Frühling statt.
  • Politische Impulsgeberin: Mit dem Programm setzt das BBE klare Akzente als politische Impulsgeberin in der eigenen fachpolitischen Arbeit. Wesentliche Zielsetzungen zum Klimaschutz sollen in der politischen Debatte stärker vorangetrieben und politische Rahmenbedingungen für den Klimaschutz verbessert werden. Zu diesem Zweck soll die Zivilgesellschaft in ihren spezifischen Feldern und Bezügen sprechfähiger werden und mehr Gehör finden. Ziel ist, das Thema mit deutlicherer Wirkung auf der politischen Agenda zu platzieren. Zu diesem Zweck wird es zum (Kern-)Thema ausgewählter politischer Formate.

Das Programm wird gefördert durch die Stiftung Mercator.