II. Mitgliedschaft

§ 4 - Mitglieder

Absatz 1

  1. Mitglieder des Netzwerks sind stimmberechtigte und kooperierende Mitglieder. Die Gründungsmitglieder sind stimmberechtigte Mitglieder des Netzwerks.

  2. Mitglied kann werden, wer die Ziele und Aufgaben des BBE anerkennt und deren Umsetzung unterstützt.

  3. Für die Aufnahme gelten folgende Kriterien: Der/die Antragsteller/in muss

    • sich im gesellschaftlichen Miteinander an den Prinzipien Gewaltfreiheit und Toleranz orientieren,
    • demokratische Zielsetzungen im Sinne des Grundgesetzes verfolgen,
    • die allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkennen und
    • dem Gemeinwohl und der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements verpflichtet sein.

Absatz 2 (Stimmberechtigte Mitglieder aus den drei gesellschaftlichen Sektoren)

  1. Stimmberechtigte Mitglieder des Netzwerks sind für das bürgerschaftliche Engagement und seine Förderung bundesweit relevante Organisationen, Institutionen und Zusammenschlüsse. Das bundesweite Netzwerk hat stimmberechtigte Mitglieder aus den drei gesellschaftlichen Sektoren:

    • Bürgergesellschaft und Dritter Sektor,
    • Bund, Länder und Kommunen,
    • Wirtschaft und Arbeitsleben.

  2. Aus Bürgergesellschaft und Drittem Sektor kann stimmberechtigtes Mitglied im Netzwerk werden, wer:

    • als Organisation für die Förderung bürgerschaftlichen Engagements bundesweite Relevanz hat, was insbesondere durch eine bundesweit ausgerichtete Tätigkeit nachgewiesen ist und
    • auf eine für die Mitarbeit im Bundesnetzwerk angemessene Kontinuität und Stabilität seiner bisherigen Arbeit verweisen kann, was i. d. R. durch ein mindestens zweijähriges Bestehen und Wirken nachzuweisen ist und
    • seinen Sitz in Deutschland hat und
    • im Falle öffentlicher Zuwendungen den Mittelververwendungsnachweis in Deutschland erbringt.


    Vertreter/innen in diesem Sinne können insbesondere sein:

    • bundesweit relevante Organisationen, Verbände, Zusammenschlüsse, Netzwerke und Bundesinitiativen, die sich den Zielen des bundesweiten Netzwerks verpflichtet fühlen,
    • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
    • bundesweit relevante gemeinnützige Stiftungen,
    • bundesweit relevante Bildungs- und Forschungseinrichtungen,
    • Parteien und parteipolitische Vereinigungen,
    • träger- und bereichsübergreifende Landesnetzwerke zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

  3. Vertreter/innen von Bund, Ländern und Kommunen im Netzwerk können sein:

    • Organisationseinheiten des Bundes,
    • Organisationseinheiten der Bundesländer,
    • die Zusammenschlüsse von kommunalen Gebietskörperschaften und Kommunen.

  4. Vertreter/innen der Wirtschaft und des Arbeitslebens können sein:

    • Zusammenschlüsse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie der Medien auf Bundesebene,
    • bundesweit tätige Unternehmen, die in besonderer Weise bürgerschaftliches Engagement fördern.

  5. Die Vertreter/innen von Bürgergesellschaft/Drittem Sektor sind im Bundesnetzwerk in der Mehrzahl.

Absatz 3 (Kooperierende Mitglieder)

  1. Kooperierende Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung eine beratende Stimme.

  2. Kooperierende Mitglieder können werden:

    • Organisationen, Verbände, Zusammenschlüsse, Netzwerke und Initiativen aus Bürgergesellschaft/ Drittem Sektor, die keine bundesweite Relevanz haben,
    • einzelne, an den Netzwerkzielen orientierte Kommunen,
    • nicht bundesweit tätige Unternehmen, die in besonderer Weise bürgerschaftliches Engagement fördern,
    • nicht bundesweit relevante Bildungs- und Forschungseinrichtungen,
    • Einzelmitglieder, wenn sie eine herausragende Rolle in der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements einnehmen, z. B. durch Beiträge in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion.

§ 5 - Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Mitglieder werden durch das Bundesnetzwerk informiert und informieren das Bundesnetzwerk über Vorgänge und Entwicklungen, die die Arbeit des Netzwerks betreffen.

  2. Mitglieder sind berechtigt und aufgefordert, an der Willensbildung im Bundesnetzwerk durch Ausübung des Antrags- und Diskussionsrechts in Mitgliederversammlungen mitzuwirken.

  3. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Es beauftragt eine von ihm legitimierte Vertreterin bzw. einen von ihm legitimierten Vertreter. Diese Beauftragung ist der Geschäftsstelle schriftlich mitzuteilen.

  4. Das Stimmrecht kann nicht auf andere Mitglieder des Netzwerks übertragen werden.

  5. Kooperierende Mitglieder sind nicht in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt, haben aber ansonsten alle Rechte und Pflichten als Mitglied im BBE. Details regeln § 12 und § 16.

§ 6 - Mitgliedsbeiträge, Zuwendungen

  1. Das Netzwerk finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen sowie aus privaten und öffentlichen Zuwendungen. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind nicht ausgeschlossen.

  2. Mitglieder entrichten einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Die Höhe des Beitrags wird auf Vorschlag des Koordinierungsausschusses von der Mitgliederversammlung festgelegt und ist zum Ende des ersten Quartals des Jahres fällig.

§ 7 - Aufnahme, Beendigung und Ausschluss

  1. Die Mitgliedschaft muss schriftlich beantragt werden.

  2. Aufnahmeanträge werden durch den Sprecher/innen/rat gepüft, der ggf. eine vorläufige Mitgliedschaft beschließt. Die endgültige Aufnahme bedarf der Zustimmungm der Mitgliederversammlung. Es bedarf für diese Bestätigung zwei Drittel der Stimmen der erschienenen Mitglieder. Anträge müssen den Mitgliedern fünf Wochen vor einer Aufnahmeentscheidung bekannt gemacht werden.

  3. Gegen eine ablehnende Entscheidung kann innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Beschwerde eingelegt werden, über die von der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung entschieden wird. Die Beschwerdeentscheidung wird schriftlich zugestellt.

  4. Die Mitgliedschaft endet

    • mit der Auflösung der juristischen Person,
    • durch Tod der natürlichen Person,
    • durch Austritt,
    • durch Ausschluss aus dem Netzwerk.

  5. Der Austritt aus dem Netzwerk ist jeweils zum 31.12. des laufenden Jahres möglich. Der Austritt muss schriftlich erklärt werden.

  6. Ein Ausschluss von Mitgliedern ist bei Verstößen gegen die Statuten des Netzwerks möglich. Dazu bedarf es eines schriftlich begründeten Antrags von mindestens 3 stimmberechtigten Mitgliedern oder vom Sprecher/innen/rat an die Mitgliederversammlung. Dieser Ausschlussantrag ist dem betroffenen Mitglied zeitnah zuzleiten. Der Beschluss des Ausschlusses bedarf einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitgliederversammlung.

  7. Bei Beendigung der Mitgliedschaft besteht kein Anspruch auf Anteile am Vermögen des Netzwerks.

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