Newsletter Nr. 19 vom 19.9.2019

Grande: Neue Konflikte, Zivilgesellschaft und Bildung
Gloe: Selbstwirksamkeitserfahrungen, Reflexion und Demokratiekompetenz
Mohr: Eine demokratische Schule – was heißt das überhaupt?
Kratzin: Vom Wert des Engagements für die Demokratie
Vögeding/ Kossack: Zivilgesellschaftliche Jugendkulturarbeit
Rohmann: Jugendkulturen heute
Siegele: Anne Franks Botschaft für Jugendliche heute
Freiwilligenmanagement für Berufstätige: Hochschulkooperation Ehrenamt
Spendenaktion »Menschen helfen!« und Newsletter »Ehrensache«
2. Nürnberger CSR-Tag: »Transformation gestalten - nachhaltig vernetzt«
Dialogforum Bildungslandschaften NRW: Fachkräftetagung
Bericht zum Symposium »Zukunft der Zivilgesellschaft – welche Zukunft?«
Kleine Anfrage zu Spendenbereitschaft von Bundesregierung beantwortet
OGP: 2. Nationaler Aktionsplan beschlossen
Reform des Betreuungsrechts: Stellungnahme der BAGSO
Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie«: Ergebnisse
Mercator Forum »Engagement für's Klima«
Save the Date: Kongress »Zivilgesellschaft und Europa« von WZB und BBE
Auftakt zur »15. Woche des bürgerschaftlichen Engagements«
Präsentation Literaturanalyse Demokratie-Engagement-ländlicher Raum
Irgendwas mit Internet: Dokumentation erschienen
Stiftungskommunikation in der fragmentierten Gesellschaft: Workshop
»Bürgerschaftliches Engagement - auf dem Weg zu einer Klima-resilienten Kommune«: Fachkonferenz
24. BaS-Jahrestagung: Chancen und Risiken der Digitalisierung
5. Demokratiekonferenz 2019 in Stuttgart
CSR-Preis der Bundesregierung: Ausschreibung
Deutscher Engagementpreis: Online-Voting für Publikumspreis
Legitimität und Vertrauen - Zu Rechten und Pflichten zivilgesellschaftlichen Handelns: Publikation
Forschungsjournal Soziale Bewegungen: Heft 1 und 2
Stellenausschreibungen
Hinweis

Dass die Demokratie sich nicht von selbst erhält, erleben wir gerade anhand zahlreicher Herausforderungen – in aktuellen Landtagswahlen, in nationalen Diskursen wie zur Zuwanderung sowie auf europäischer und internationaler Ebene. Diesen Herausforderungen zu begegnen, ist Aufgabe jedes Einzelnen als Teil einer aktiven und lebendigen Zivilgesellschaft. Welchen Beitrag Zivilgesellschaft zu einer wehrhaften Demokratie leistet, was sie dafür braucht und welche Rolle bürgerschaftliches Engagement dabei spielt, möchten wir in diesem Newsletter diskutieren. Als Schwerpunkt beleuchten die Beiträge der Autor*innen Bildungsprozesse im Engagement – für viele Akteure ein wichtiges Handlungsfeld. Wir möchten Sie einladen, Einblick zu nehmen, wie demokratische Bildungsprozesse beispielhaft gestaltet werden, um Demokratiegefährdungen entgegenzuwirken und die Zivilgesellschaft und die Bürger*innen zu stärken. Denn jetzt sind wir alle gefragt – mehr denn je.

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe wurde von der »AG Bildung und Engagement im gesellschaftlichen Raum« des BBE geplant und organisiert und in Verbindung mit der Newsletterredaktion umgesetzt.

Inga Beinke, Franziska Nagy & Jana Priemer, Sprecherinnen der BBE-Arbeitsgruppe Bildung und Engagement im gesellschaftlichen Raum

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Grande: Neue Konflikte, Zivilgesellschaft und Bildung

Prof. Dr. Edgar Grande, Gründungsdirektor des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin, diskutiert die neuen gesellschaftspolitischen Polarisierungen als Herausforderung der Bildungspolitik. Entgegen weitverbreiteter Meinung ist der wichtigste Faktor zur Erklärung der politischen Positionen und Einstellungen radikaler nationalpopulistischer Parteien und rechtspopulistischer sozialer Bewegungen die Bildung. Bei näherer Betrachtung ist das nicht überraschend: Erst durch über Bildung erworbene Qualifikationen wird die »Risikogesellschaft« in einem positiven Sinn zur »Chancengesellschaft«. Nicht nur Schulbildung, auch lebenslanges Lernen und ineinandergreifende kommunale Bildungslandschaften sollten sich in einer umfassenden Bildungspolitik mit einem glaubwürdigen Bildungsversprechen niederschlagen. Denn: »Mehr noch als alle Einzelmaßnahmen zählt für die Bürger das Versprechen: Was immer auch kommt, wir werden dich und deine Kinder unterstützen und fördern – ›Whatever it takes!‹. Was für marode Banken gilt, das sollte für die Bürger – ob jung oder alt – erst recht gelten!«

Beitrag von Prof. Dr. Edgar Grande (HTML)

Beitrag von Prof. Dr. Edgar Grande (PDF, 186 KB)

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Gloe: Selbstwirksamkeitserfahrungen, Reflexion und Demokratiekompetenz

Markus Gloe, Professor für Politische Bildung und Didaktik der Sozialkunde am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, thematisiert den Zusammenhang von Selbstwirksamkeitserfahrungen, Reflexion und Demokratiekompetenz. Konkret betrachtet er Lernen durch Engagement, das 2018 sowohl der Europarat als auch die Kultusministerkonferenz als Methode zum Erlernen demokratischer Partizipation und des Engagements für unsere Demokratie befürwortet haben. Der Erwerb von Demokratiekompetenz ist damit nicht mehr nur Angelegenheit eines Fachlehrers für politische Bildung. Erforderlich ist eine Öffnung nach außen und zu Konzepten wie kommunalen Bildungslandschaften in allen Fächern. Sein Fazit: »Mit Lernen durch Engagement lassen sich Dinge selbst in die Hand nehmen, Verantwortung für reale Bedarfe übernehmen und damit Demokratie mit Leben füllen. Zugleich kann jede und jeder Einzelne durch angemessen reflektierte Selbstwirksamkeitserfahrungen in seiner Demokratiekompetenz gestärkt werden.«

Beitrag von Prof. Markus Gloe (HTML)

Beitrag von Prof. Markus Gloe (PDF, 289 KB)

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Mohr: Eine demokratische Schule – was heißt das überhaupt?

Christian Mohr, Geschäftsführender Vorstand beim Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V. (SV-Bildungswerk), diskutiert, was unter einer demokratischen Schule zu verstehen wäre und wie die heutige Situation aussieht. Diese zeichnet sich durch wenig Raum und Wertschätzung für Engagement aus, sei es in der Schüler*innenvertretung (SV) oder in anderen selbstorganisierten Angeboten. Festzustellen sind zudem feste Hierarchien zwischen Lehrkräften und Schüler*innen und ein gravierender Mangel an Angeboten zur politischen Bildung. Vor diesem Hintergrund stellt Mohr dar, welche Potenziale sich für eine demokratische Schule bieten und wie diese durch die Bildungsarbeit des SV-Bildungswerk unterstützt werden.

Beitrag von Christian Mohr (HTML)

Beitrag von Christian Mohr (PDF, 199 KB)

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Kratzin: Vom Wert des Engagements für die Demokratie

Tammo Amadeo Kratzin, der im Anschluss an ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Servicestelle Jugendbeteiligung e.V (SJB) dort in Projekten mitwirkt, betrachtet die Schule als einen zentralen und konfliktreichen Ort, an dem Demokratielernen stattfinden sollte. Das kann gelingen, so seine These, wenn echte Beteiligung möglich ist. Als Beispiele diskutiert er den Schüler*innenHaushalt in Berlin, den die Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. (SJB) seit Jahren umsetzt, sowie das Projekt »junge gegenargumente«.

Beitrag von Tammo Amadeo Kratzin (HTML)

Beitrag von Tammo Amadeo Kratzin (PDF, 200 KB)

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Vögeding/ Kossack: Zivilgesellschaftliche Jugendkulturarbeit

Niklas Vögeding und Oliver Kossack, Mitarbeiter bei cultures interactive e.V., diskutieren Notwendigkeit und Potenziale einer menschenrechtsorientierten Jugendkulturarbeit. Dabei gehen sie konkret auf die zivilgesellschaftliche Jugendkulturarbeit als ein Instrumentarium zur Förderung demokratischer Haltungen ein. Sie thematisieren, was diese spezifische Form von politisch-kultureller Bildung meint, wie sie in der Praxis umgesetzt werden kann und aus welchen Gründen sie ein wirksames Werkzeug für eine produktive Präventionsarbeit im Zeichen von politischer Polarisierung und zunehmender Emotionalisierung und »Entrationalisierung« politischer Diskurse von rechts darstellt.

Beitrag von Niklas Vögeding/ Oliver Kossack (HTML)

Beitrag von Niklas Vögeding/ Oliver Kossack (PDF, 202 KB)

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Rohmann: Jugendkulturen heute

Die Potenziale und Gefährdungen heutiger Jugendkulturen für Bildung, Demokratie und gesellschaftliches Engagement diskutiert Gabriele Rohmann, Leiterin des von ihr mitbegründeten Archivs der Jugendkulturen e. V. in Berlin. Jugendliche Bildung, Demokratie und Engagement von Älteren lassen sich nur eingeschränkt top down verordnen. Das Archiv versucht, die Jugendlichen im Rahmen ihrer Kulturen dabei zu unterstützen, dass sie sich selbst kreativ und wertschätzend für eine demokratische Gesellschaft engagieren. Ebenso erläutert Rohmann systematische Versuche von rechtsextremer Seite, Äußerungsformen von Jugendkulturen für ihre rassistischen und gewalttätigen Zwecke sowie als Zugang zu Jugendlichen zu benutzen.

Beitrag von Gabriele Rohmann (HTML)

Beitrag von Gabriele Rohmann (PDF, 189 KB)

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Siegele: Anne Franks Botschaft für Jugendliche heute

Die Jugendbildungsarbeit des Anne Frank Zentrums erläutert Patrick Siegele, Direktor des Anne Frank Zentrums. Im Mittelpunkt stehen dabei Wanderausstellungen in Verbindung mit Führungen durch Peer-Guides nach dem Prinzip »Jugendliche für Jugendliche«. Da sich in einer Evaluation das Interesse der Peer Guides nach fortgesetztem Engagement zeigte, hat das Anne Frank Zentrum das Anne Frank Botschafter*innen-Programm entwickelt. Was sich dahinter verbirgt und wie sich das Programm auf das bürgerschaftliche Engagement der Beteiligten auswirkt, stellt Siegele dar. Abschließend thematisiert er, wie das Prinzip weiterentwickelt wird, um auf gegenwärtige Herausforderungen im Rahmen lokaler Geschichtsprojekte zu antworten.

Beitrag von Patrick Siegele (HTML)

Beitrag von Patrick Siegele (PDF, 216 KB)

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Freiwilligenmanagement für Berufstätige: Hochschulkooperation Ehrenamt

Ab sofort können sich Interessierte für die Weiterbildung »Professionelles Management von Ehrenamtlichen« 2020 anmelden. Dabei sollen, über 10 Monate verteilt, berufsbegleitend in 7 Modulen an jeweils zwei Tagen die Grundlagen des Managements von Ehrenamtlichen praxisnah vermittelt werden. Veranstalter des Angebots ist die Hochschulkooperation Ehrenamt in Zusammenarbeit mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern. Fachkräfte aus Wissenschaft und Praxis gestalten dieses anwendungsorientierte Angebot. Die Gebühren für die Weiterbildung betragen 1639,- Euro. Für gemeinnützige Organisationen besteht u.U. die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Anmeldeschluss ist der 13. Dezember 2019.

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Spendenaktion »Menschen helfen!« und Newsletter »Ehrensache«

Die 27. Spendenaktion des Tagesspiegel »Menschen helfen!« ist gestartet. Noch bis zum 21. Oktober 2019 können sich Ehrenamtsgruppen, freie Träger, Wohlfahrtsverbände, Vereine, gemeinnützige Gesellschaften und andere soziale Organisationen aus Berlin und Brandenburg um Leserspenden bewerben. Gefördert werden dabei vor allem solche Projekte, die sich für die Themen »vernachlässigte Kinder und Jugendliche«, »Klimaschutzprojekte mit sozialem Mehrwert« und »Hilfe für Menschen am Rande der Gesellschaft« einsetzen. Die gesammelten Gelder werden an ausgewählte Projekte auf einer Spendenfeier im Frühling 2020 vergeben. Der Tagesspiegel veröffentlicht außerdem seit August 2019 den monatlich erscheinenden Newsletter »Ehrensache« zur Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement. Er wird zusammengestellt von Gerd Nowakowski, dem langjährigen Leiter der Redaktion Berlin-Brandenburg, Leitenden Redakteur beim Tagesspiegel und Organisator der Aktionstage »Gemeinsame Sache«.

Weitere Informationen zur Spendenaktion »Menschen helfen!«

Weitere Informationen zum Newsletter »Ehrensache«

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2. Nürnberger CSR-Tag: »Transformation gestalten - nachhaltig vernetzt«

Am 25. Oktober 2019 findet der zweite Nürnberger CSR-Tag statt. Unter dem Motto »Transformation gestalten - nachhaltig vernetzt« soll sich vor allem der Frage gewidmet werden, wie Unternehmen, Non-Profit-Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger sich für mehr Nachhaltigkeit in der eigenen Kommune engagieren können. Die Bandbreite der Themen erstreckt sich dabei von »Engagement für Demokratie über technologische Innovationen bis hin zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft«. Besonderer Fokus soll vor allem auf Good Practice Beispiele gelegt werden. Nach einer Keynote Speech des Präsidenten des Wuppertal Instituts, Prof. Uwe Schneidewind, folgen diverse parallele Fachforen und ein abschließendes Barcamp zu weiteren Diskussionen, Vernetzung und Austausch. Der Nürnberger CSR-Tag ist eine Veranstaltung von »Unternehmen Ehrensache – das CSR-Netzwerk Nürnberg« in Zusammenarbeit mit u.a. UPJ e.V. und RENN.süd.

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Dialogforum Bildungslandschaften NRW: Fachkräftetagung

Am 29. Oktober 2019 findet das Dialogforum mit dem Titel »Zukunftsperspektiven jugendgerechter Bildungslandschaften. Akteur*innen im Dialog« statt. Dazu kommen Vertreter*innen der folgenden Institutionen zusammen: Landesjugendring NRW, Arbeitsgemeinschaft Offene Türen NRW, LVR-Landesjugendamt Rheinland, LWL-Landesjugendamt WestfalenLippe, Kreis Lippe, Regionales Bildungsbüro Borken, Arbeitsstelle »Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW« und Landesvereinigung Kulturelle Bildung NRW. Gemeinsam mit Interessierten sollen unterschiedliche Perspektiven auf kommunale Bildungslandschaften reflektiert und weiterentwickelt werden. Das Dialogforum richtet sich an Vertreter*innen der kommunalen Jugendpflege und -verbandsarbeit, an die freien Träger der Jugendarbeit, an Schulleitungen und Mitglieder der Regionalen Bildungsbüros sowie an die Mitglieder der landesgeförderten Modellprojekte zum Thema Bildungslandschaft. Es wird begleitet durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW, das Ministerium für Schule und Bildung NRW, die Technische Universität Dortmund, die Freie Universität Berlin, die Bergische Universität Wuppertal und die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement NRW. Anmeldeschluss ist der 1. Oktober 2019.

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Bericht zum Symposium »Zukunft der Zivilgesellschaft – welche Zukunft?«

Am 12. Juli 2019 fand das Symposium »Zukunft der Zivilgesellschaft – welche Zukunft?« in den Räumen der Maecenata Stiftung in Berlin statt. Anlass war der 70. Geburtstag des wissenschaftlichen Co-Direktors des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft, Dr. sc. oec. Eckhard Priller. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Maecenata Institut, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Inhaltlich ging es um den aktuellen Stand der Zivilgesellschaftsforschung aus vornehmlich empirischer Sicht, um die prägenden Entwicklungen der Zivilgesellschaft und um die Zukunft der Forschungsdisziplin. Ein Bericht zum Symposium wurde von Siri Hummel verfasst, Mitarbeiterin am Maecenata Institut.

Bericht zum Symposium »Zukunft der Zivilgesellschaft – welche Zukunft?« von Siri Hummel (PDF, 120 KB)

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Kleine Anfrage zu Spendenbereitschaft von Bundesregierung beantwortet

Am 29. Juli 2019 beantwortete die Bundesregierung eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (Drucksache 19/11499) mit dem Titel »Private Spendenbereitschaft in Deutschland steigern« (Drucksache 19/11988). Zu den meisten der 29 Fragen konnte die Bundesregierung mangels erhobener Daten nichts sagen, bei einigen griff sie auf den Freiwilligensurvey und das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) zurück. Irgendeinen Handlungsbedarf sieht sie nicht, denn: »Die aus den amtlichen Steuerstatistiken ablesbaren Steuermindereinnahmen aufgrund von Zuwendungen belegen, dass die Spendenbereitschaft in Deutschland bereits mobilisiert ist.« Kein Thema wurde in der Kleinen Anfrage und der Antwort, was das DZI im Report Mainz mitteilte, nämlich dass schätzungsweise bis zu 500 Millionen Euro an Spendengeldern pro Jahr versickern. DZI-Chef Bernhard Wilke kommentierte: »Der Staat macht es den Spendenvereinen unnötig leicht.«

Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage (PDF, 173 KB)

Pressemitteilung SWR zu Report Main

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OGP: 2. Nationaler Aktionsplan beschlossen

Am 4. September 2019 hat das Bundeskabinett den 2. Nationalen Aktionsplan Open Government Partnership (OGP) für den Zeitraum 2019-2021 veröffentlicht. Die Verpflichtung auf solche nationalen Aktionspläne und deren Umsetzung ist der zentrale Mechanismus der internationalen OGP-Initiative, der Deutschland angehört. Der Bund bekennt sich bis 2021 zu neun Verpflichtungen, um ein offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln mit Transparenz, offenen Daten und Bürgerbeteiligung dauerhaft zu verankern. Hinzu kommen fünf Verpflichtungen von Seiten der Länder Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein. Jenseits pflichtschuldiger Äußerungen fällt die Begeisterung bei zivilgesellschaftlichen Akteuren verhalten aus. So haben von 46 konsolidierten Vorschlägen aus der zuvor konsultierten Zivilgesellschaft drei den Weg durch Ministerien überlebt. Michael Peters, Koordinator des Open Government Netzwerk und Mitarbeiter der Open Knowledge Foundation, kommentiert: »Das offizielle Feedback der Bundesregierung gibt Einblicke in ihre Denkweise und zeigt, dass Open Government noch nicht überall in den Amtsstuben angekommen ist.«

2. Nationaler Aktionsplan OGP (PDF, 1,6 MB)

Pressemitteilung Open Government Netzwerk

Zivilgesellschaftliche Vorschläge von Mai 2019

Feedback der Bundesregierung

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Reform des Betreuungsrechts: Stellungnahme der BAGSO

Anlässlich der Veröffentlichung erster Ergebnisse des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz koordinierten Diskussionsprozesses zur Reform des Betreuungsrechts hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) im August 2019 eine Stellungnahme verabschiedet. Die BAGSO fordert einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Selbstbestimmung. Die zentrale Aufgabe rechtlicher Betreuung solle sein, Menschen bei Entscheidungen zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Rechte geltend zu machen, was auch dem Grundgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention entspreche. Angemessene Rahmenbedingungen für alle am Verfahren Beteiligten werden angemahnt und die vielfach prekäre Situation der etwa 800 Betreuungsvereine in Deutschland mit großer Sorge betrachtet. Gefordert wird eine Erweiterung des Erwachsenenschutzes in Deutschland gegen Freiheitsentziehung als Kompensation von Versorgungsdefiziten und für präventive Interventionsmöglichkeiten bei Missständen in der häuslichen Pflege. Schließlich brauche es eine bundesweite Aufklärungskampagne, die den Unterschied einer rechtlichen Betreuung zu der seit 1992 abgeschafften Entmündigung ins allgemeine Bewusstsein bringt.

Stellungnahme BAGSO zur Reform des Betreuungsrechts (PDF, 105 KB)

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Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie«: Ergebnisse

Im Juni und Juli 2019 fand das Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie« mit seiner ersten Phase und sechs Regionalkonferenzen in Deutschland statt. Dabei diskutierten Interessierte und Abgeordnete gemeinsam über Herausforderungen und Zukunft der Demokratie Deutschlands. Die Ergebnisse der Regionalkonferenzen liegen vor und sind online zugänglich. In der zweiten Phase erarbeiten jetzt per Los ausgewählte Menschen konkrete Vorschläge zur direkten Demokratie und Bürgerbeteiligung und diskutieren weitere Themen aus den Regionalkonferenzen. Die dafür nötigen Sachinformationen bekommen sie direkt vor Ort von Expertinnen und Experten. Das daraus entstehende Bürgergutachten wird dann am »Tag für die Demokratie« am 15. November 2019 vom Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble entgegengenommen und mit Politikerinnen und Politikern vor Ort besprochen.

Ergebnisse der Regionalkonferenzen

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Mercator Forum »Engagement für's Klima«

Vom 23. bis 24. Oktober 2019 findet das diesjährige Mercator Forum in Essen statt. Unter dem Titel »Engagement für`s Klima« wird eine vielseitige Mischung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen miteinander ins Gespräch gebracht. Mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, einen größeren Teil der Zivilgesellschaft in den Austausch über Klimawandel und Klimaschutz zu bringen und konkrete Handlungsoptionen zu diskutieren. Anmeldungen sind noch bis zum 25. September 2019 möglich. Das Forum »Engagement für's Klima« wird von der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem BBE durchgeführt.

Zum Programm des Forums, der Anmeldung und dem Projekt

Zur BBE-Themenseite des Projekts

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Save the Date: Kongress »Zivilgesellschaft und Europa« von WZB und BBE

Am 28. und 29. November 2019 veranstalten das Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) den Kongress »Zivilgesellschaft und Europa« in den Räumen des WZB in Berlin. Im Rückblick auf die Europawahl und mit Perspektive auf die anstehende Übernahme der Europäischen Ratspräsidentschaft durch Deutschland sind Akteure der zivilgesellschaftlichen Praxis und Forschung eingeladen, gemeinsam über Kampagnen und Positionen zur Europawahl 2019, der Zukunft Europas sowie Chancen und Herausforderungen einer zivilgesellschaftlichen Agenda für Europa zu diskutieren. Der Kongress soll zugleich der erste in einer Reihe von jährlich stattfindenden Kongressen zur Forschung und Praxis der Zivilgesellschaft mit wechselnden Themenschwerpunkten sein. Bitte merken Sie sich den Termin vor. Die Einladung und das Kongressprogramm werden im Oktober versendet.

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Auftakt zur »15. Woche des bürgerschaftlichen Engagements«

Am vergangenen Freitag haben Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Dr. Thomas Röbke, Vorsitzender des BBE-Sprecher*innenrates, die 15. Woche des bürgerschaftlichen Engagements feierlich eröffnet. In ihrer Rede »Teilhaben und Teilgeben - Zusammenhalt durch Engagement« betonte Dr. Franziska Giffey, wie wichtig die Wertschätzung für die vielen Menschen ist, die sich jeden Tag für ein lebenswertes und demokratisches Miteinander einsetzen. Neben dem Bühnenprogramm mit weiteren Redebeiträgen von Dr. Thomas Röbke, Dr. Matthias Quent (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) und einem Engagement-Kaleidoskop zum Thema »Zusammenhalt durch Engagement« präsentierten sich verschiedene Initiativen auf dem Engagement-Markt und zeigten die Vielfalt ihrer wertvollen Arbeit. Rund 300 Engagierte aus ganz Deutschland waren für den Auftakt nach Berlin gekommen und trugen in der Betonhalle des silent green Kulturquartiers zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Bundesweit finden im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements bis zum 22. September 2019 über 8.000 Veranstaltungen und Aktionen statt.

Zur Bildergalerie der Auftaktveranstaltung

Zur Pressemitteilung der Woche des bürgerschaftlichen Engagements

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Präsentation Literaturanalyse Demokratie-Engagement-ländlicher Raum

Anlässlich des Thementags »Gesellschaftlicher Zusammenhalt« der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements 2019 am 16. September 2019 veranstaltete das IDZ Jena einen Fachtag in Erfurt. Dieser nahm den Einsatz und die Schwierigkeiten jener hunderttausender Thüringer*innen in den Blick, die sich für Zusammenhalt und die Zivilgesellschaft engagieren. In diesem Rahmen wurde auch die Literaturanalyse »Engagementförderung - Demokratiestärkung - ländlicher Raum« präsentiert. Diese vom BBE beauftragte inhaltsanalytische Untersuchung des IDZ Jena behandelt die in den letzten zehn Jahren veröffentlichten Studien im Themendreieck. Sie liefert einen Überblick über bisherige Ergebnisse aus der Engagement- und Demokratieforschung im ländlichen Raum, diskutiert diese kritisch und legt Forschungslücken offen. Als Transferinstrument richtet sich die Analyse an zivilgesellschaftliches, wissenschaftliches und politisches Publikum, um den gegenseitigen Austausch voranzutreiben und zu stärken.

Zum Download der Studie

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Irgendwas mit Internet: Dokumentation erschienen

Unter der Überschrift »Irgendwas mit Internet. Wie die Digitalisierung das Engagement in ländlichen Räumen verändert« fand im Mai 2019 in Stendal eine Fachwerkstatt des BBE-Arbeitsbereichs »Demokratiestärkung im ländlichen Raum« statt. Über 60 Teilnehmende aus ganz Deutschland waren angereist, um sich dem Thema zu stellen. Es ging von großen Fragen wie neuen Arbeitsformen und dem zivilgesellschaftlichen Mitgestalten des digitalen Wandels über datensichere Kommunikation, die Ausgestaltung des Digitalen Dorfs bis hin zum effektiven Einsatz von Social Media. In sieben Pecha-Kucha-Vorträgen stellten sich Begleitstrukturen im digitalen Wandel vor. All das ist in der nun erschienenen Dokumentation zusammengefasst – kombiniert mit zahlreichen Tipps zu Tools und Anlaufstellen.

Zum Download

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Stiftungskommunikation in der fragmentierten Gesellschaft: Workshop

Am 25. und 26. September 2019 lädt das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft zu einem Workshop mit dem Titel »Strategische Kommunikation in einer fragmentierten Gesellschaft: Ein Handlungstraining für Stiftungen« ein. Gemeinsam sollen dabei folgende Fragestellungen beantwortet werden: Wie können Stiftungen in ihrer strategischen Kommunikation die Gräben der fragmentierten Gesellschaft überbrücken und wieder zu mehr Konsens und Zusammenhalt beitragen? Und was können Stiftungen gegen populistische Meinungsmache in Deutschland tun, um die Bürgerinnen und Bürger besser zu erreichen? Im ersten Teil des Workshops werden aktuelle Forschungsergebnisse zu populistischen Einstellungsmerkmalen, zu deren Verteilung in der Bevölkerung und zum Einfluss von Media-Campaigning vorgestellt. Im Anschluss daran werden in einer Fokusgruppen-Beobachtung die tieferliegenden Gründe der aktuellen Entwicklungen analysiert und Handlungsstrategien (wie bspw. die Entwicklung zielgruppengerechter Slogans und Narrative) diskutiert. Der Workshop wird gefördert durch die Open Society Initiative for Europe der Open Society Stiftungen in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Weitere Informationen (PDF, 150 KB)

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»Bürgerschaftliches Engagement - auf dem Weg zu einer Klima-resilienten Kommune«: Fachkonferenz

Am 28. und 29. Oktober 2019 veranstaltet die Kommunalakademie der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Politischen Bildungsforum NRW und dem Büro Bundesstadt Bonn die Fachkonferenz: »Bürgerschaftliches Engagement - Unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zu einer Klima-resilienten Kommune«. »Um die negativen Folgen des Klimawandels deutlich und wahrnehmbar abzuschwächen, ist in vielen Fällen die Mitwirkung der Bürger unabdingbar.« Die Fachkonferenz zeigt daher Beispiele bürgerschaftlichen Engagements sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum auf und geht der Frage nach, mit welchen Mitteln die Kommunen steuernd in Richtung auf mehr Klimaresilienz eingreifen können. Die Beispiele beinhalten u.a. Formen der Bürgereinbindung bei kommunalen Projekten der Flächenbegrünung oder Möglichkeiten der Einflussnahme durch Ehrenamtliche bei Hochwasserschutz und Nachhaltigkeit. Partizipative Akteursbeteiligung und finanzielle Förderung werden dabei ebenso diskutiert wie Kooperationen und bestehende Gebote und Verbote. Veranstaltungsort ist das Bildungshaus der Salvatorianerinnen in Kerpen.

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24. BaS-Jahrestagung: Chancen und Risiken der Digitalisierung

Am 12. und 13. November 2019 findet die 24. Jahresfachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenbüros (BaS) mit dem Titel »Chancen und Risiken der Digitalisierung - Seniorenbüros stellen sich den Herausforderungen« in Ludwigshafen statt. In Gesprächsrunden, Vorträgen und mehreren Foren sowie Thementischen soll das Thema »Ältere Menschen und Digitalisierung« diskutiert werden. Die einzelnen Foren behandeln in einführenden Impulsvorträgen spezifische Themenfelder wie »Kommunikation verbessern«, »Lebenslanges Lernen ermöglichen«, »Nachbarschaftsinitiativen aufbauen«. Bei den Tischgesprächen werden am zweiten Tag der Veranstaltung verschiedene Angebote wie »Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe digital«, »Digitaler Nachlass« und »Mehrgenerationenhaus digital« vorgestellt. Seniorenbüros sind bei all diesen Themen wichtige lokale Anlaufstellen für Engagement und ein selbstbestimmtes Altern. Sie wollen gemeinsam mit Interessierten über die Chancen und Risiken der Digitalisierung sprechen. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesfamilienministerium und dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie von Rheinland-Pfalz. Anmeldeschluss ist der 4. Oktober 2019.

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5. Demokratiekonferenz 2019 in Stuttgart

Am 28. Und 29. November 2019 veranstalten der Kanton Aargau und das Bundesland Baden-Württemberg im Neuen Schloss in Stuttgart die fünfte Demokratiekonferenz. Nach einer Eröffnung durch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und Herr Landammann Urs Hofmann soll diskutiert werden, wie sich »Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft dem immer stärkeren Druck entgegen stellen können, dem Liberale Demokratien aktuell ausgesetzt werden«. In diversen Workshops werden dabei u.a. die folgenden Themen bearbeitet: »Der ›Grand Débat‹ in Frankreich«, »Einfluss der sozialen Medien auf den politischen Diskurs«, »Generationsfrage Klimaschutz« und »Parteienlandschaft im Wandel«. Je Konferenztag können Interessierte einen von insgesamt jeweils vier Workshops besuchen. Die Teilnahme an der Konferenz ist nur mit Anmeldung möglich.

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CSR-Preis der Bundesregierung: Ausschreibung

Am 1.September 2019 startete die sechswöchige Bewerbungsphase für den CSR-Preis der Bundesregierung. Dieser zeichnet Unternehmen aus, die nachhaltiges Wirtschaften unabhängig von Branche oder Größe fördern oder zukünftig selbst umsetzen wollen. Er wird in drei verschiedenen Größenkategorien vergeben. Darüber hinaus gibt es zwei Sonderpreise für »Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement« und »CSR und Digitalisierung«. Der Preis soll so die öffentliche Anerkennung von verantwortungsvollem Unternehmenshandeln fördern, den Diskurs über die Wirkung unternehmerischer Verantwortung anstoßen und weitere Unternehmen zur Nachahmung motivieren. Schirmherr der Aktion ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2019.

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Deutscher Engagementpreis: Online-Voting für Publikumspreis

Vom 12. September bis 24. Oktober 2019 findet erneut die Abstimmung über den Deutschen Engagementpreis statt. Der noch ausstehende Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die ersten 50 Projekte bzw. Personen erhalten zudem die Teilnahme an einer Weiterbildung in Berlin. Interessierte können sich an der Abstimmung beteiligen und ihre Favorit*innen unter 600 Projekten und Personen auswählen. Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement der Menschen im Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Initiator und Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit.

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Legitimität und Vertrauen - Zu Rechten und Pflichten zivilgesellschaftlichen Handelns: Publikation

In der Publikationsreihe »Observatorium – Analysen, Positionen und Diskurse zu Zivilgesellschaft, Engagement und Philanthropie« der Maecenata Stiftung ist im August 2019 der Beitrag »Legitimität und Vertrauen - Zu Rechten und Pflichten zivilgesellschaftlichen Handelns« von Rupert Graf Strachwitz erschienen. In Folge »der gegenwärtigen Krise der Gesellschaft und politischen Systeme und insbesondere des massiven Vertrauensverlustes in Institutionen jedweder Art« haben zivilgesellschaftliche Akteure die Aufgabe, ihre Legitimität zu begründen und um Vertrauen zu werben, so Strachwitz. Er analysiert dabei die genannte Krise auf verschiedenen, strukturellen Ebenen und benennt bestehende wie gegenwärtig gewachsene neue Herausforderungen bei der Legitimierung und Vertrauensbildung zivilgesellschaftlichen Handelns. Abschließend stellt er ein Kategorienmodell vor, das zunächst für den Bereich der Stiftungen entwickelt wurde. »Es beinhaltet einen systematischen Versuch, wesentliche Kriterien einer vertrauens- und legitimitätsbasierten Zivilgesellschaft zu generieren.« Für das Modell wurden u.a. fünf elementare Hauptkriterien formuliert: Grundhaltung, Gemeinwohlorientierung, Relevanz, Leistung und Verantwortlichkeit. Darüber hinaus sei bei der bestehenden Krise »eine informierte, selbstkritische und kontinuierliche Debatte über die Aufgaben und Begrenzungen zivilgesellschaftlichen Handelns […] [ein] geeigneter Abwehrmechanismus«. Dr. Rupert Graf Strachwitz ist Direktor des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft.

Zur Publikation (PDF, 49 KB)

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Forschungsjournal Soziale Bewegungen: Heft 1 und 2

Im März und Juni 2019 sind zwei neue Hefte des »Forschungsjournal Soziale Bewegungen - Analysen zu Demokratie und Zivilgesellschaft« erschienen. Das erste Heft trägt den Titel »Hinsehen mit Verständnis. Methoden und Ethik der globalen Bewegungsforschung«. Im Themenschwerpunkt stellen unter vielen anderen Andrea Noll und Jan Budniok in ihrem Beitrag »Jenseits von Twitter und Straßenprotest« Ethnologische Biographieforschung als Ansatz in sozialen Bewegungen vor. Peter Ullrich und Antje Daniel beschäftigen sich mit Fragen der Positionierung, Legitimation und gesellschaftlichen Bedeutung von Protest- und Bewegungsforschung. Das zweite Heft behandelt das Thema »Konflikt, Kompromiss, Konsensus: Das ambivalente Verhältnis von Bewegungen und Institutionen«. In empirischen Fallbeispielen aus verschiedenen geographischen Kontexten zeichnen die Autor*innen »ein vielschichtiges Bild, in dem zivilgesellschaftliche Akteure staatlichen Institutionen nicht nur als Kontrahent*innen begegnen, sondern über ihre Mobilisierungsmuster bisweilen selbst an deren Rekonstruktion und Legitimierung beteiligt sind. Bewegungen und Institutionen treten mal als Kooperationspartner, mal als Antagonisten und mal als gegenseitige Substitute auf – zwischen Konflikt, Kompromiss und Konsensus.« In dieser Ausgabe finden sich u.a. Beiträge von Swen Hutter, Hanspeter Kriesi und Jasmine Lorenzini sowie Jannik Pfister, Micha Fiedlschuster und Christian Schröder, Martin Sarnow und Norma Tiedemann.

Weitere Informationen zu 2019/Heft1: Hinsehen mit Verständnis. Methoden und Ethik der globalen Bewegungsforschung

Weitere Informationen zu 2019/Heft2: Konflikt, Kompromiss, Konsensus: Das ambivalente Verhältnis von Bewegungen und Institutionen

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Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite des BBE.

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 2. Oktober 2019.

Redaktionsschluss ist der 25. September 2019.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Maren Wegener. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Aktuelle Meldungen

21.11.2019

Referent*in: Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum sucht zum 01. Januar 2020 eine Referent*in für die Mitarbeit im…

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19.11.2019

Regionalkoordinator*in: LFA

Die Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V. (LFA) sucht eine*n Regionalkoordinator*in (Teilzeit, 20…

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