Newsletter Nr. 12 vom 13.6.2019

MdB Christmann: Welt retten, digital
Baden/ Helmes: Digitale Nachbarschaft – Du und Dein Verein
Staebner/ Spiller: Eine Engagement-Plattform ist nicht die Lösung
Basile: Die Schweizer App »Five Up«
Lesting: Digitalisierung für Vereine
Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie«: Regionalkonferenzen
Koblenzer Stadtrat: Aufhebung der Altersgrenze im Ehrenamt
Positionspapier zum Hamburgischen Transparenzgesetz
Kölner Ford-Werke unterstützen das Projekt »LeseWelten«
Verabredungen der Landesfinanzminister*innen zum Gemeinnützigkeitsrecht
Aberkennung der Gemeinnützigkeit von #cnetz
Gemeinnützigkeit für europäische Integration: Petition
Maria 2.0: Streik ehrenamtlich tätiger Frauen
DOSB fordert höhere Freibeträge für Ehrenamtliche
Erklärung der Zivilgesellschaft zum UN-Gipfel
BP Matching Fund: Ergebnisse für 2018
»Zukunftsschutzgebiet Stadtraum«: Raumkonferenz & Aktionstage
Twitterprojekt »Engagiert rotiert«
»Berliner Agenda der europäischen Zivilgesellschaft«: Deutsche Übersetzung
BBE- Mitglied des Monats: helpteers
Digital und sozial – »D3 – so geht digital«: Community-Event
Symposium: »Welche Zukunft für die Zivilgesellschaft?«
Online-Befragung für Zivilgesellschaftsforschende: Aufruf zur Beteiligung
Call for Papers: Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter
Deutscher Lesepreis für herausragendes Engagement in der Leseförderung
Tech for Good: digitale Instrumente in der Entwicklungszusammenarbeit
Big Data und der digitale Ungehorsam
Stellenausschreibungen
Hinweis

MdB Christmann: Welt retten, digital

MdB Dr. Anna Christmann, Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der Grünen Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda, diskutiert in ihrem Beitrag digitales Engagement und die Digitalisierung freiwilliger Arbeit. An der Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung kritisiert sie die fehlende Wertschätzung und Förderung digitalen Engagements. Dabei skizziert sie als Einzelaufgaben und Herausforderung u.a. eine bessere rechtliche Anerkennung im Rahmen des Gemeinnützigkeitsrechts, die stärkere finanzielle Förderung digitalen Engagements, die Erweiterung des Deutschen Engagementpreises um eine digitale Dimension, eine auch auf digitales Engagement ausgerichtete Anlage der geplanten Engagementstiftung oder die Diskussion um Zeitpolitik im engagementpolitischen Kontext: »Wir werden die Förderung und Entwicklung digitalen Engagements auch weiterhin politisch begleiten, als Nächstes z.B. in unserer fraktionsweiten Themenwoche zu bürgerschaftlichem Engagement mit dem Motto ›Gemeinsame Sachen machen‹ vom 17. bis 23. Juni.«

Beitrag von MdB Dr. Anna Christmann (HTML)

Beitrag von MdB Dr. Anna Christmann (PDF, 163 KB)

nach oben

Baden/ Helmes: Digitale Nachbarschaft – Du und Dein Verein

Mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 wurde für »Deutschland sicher im Netz« e.V. (DsiN) nochmals klar, wie hoch die Nachfrage nach Fortbildungen zu IT-Sicherheit und Datenschutz für Vereine, Initiativen und freiwillig engagierte Bürger*innen ist. Hier setzt das Projekt »Digitale Nachbarschaft« (DiNa) von DsiN in Kooperation mit dem BBE an. Projektleiter Henning Baden und Referent Daniel Helmes stellen in ihrem Beitrag den analogen Ansatz der »DiNa-Treffs« sowie die methodisch vielfältigen und kostenfreien Lehrmaterialien der DiNa vor. Dabei gehen sie auch auf die Mobilreferent*innen ein, eine Besonderheit des Projekts. Sie reisen quer durch Deutschland, bieten Fortbildungen an und regen zum Austausch über alltägliche und konkrete Fragen aus dem Vereinsleben an: »Welche Fotos vom Sommerfest darf ich eigentlich auf meinen Social-Media-Kanälen posten? Oder welche Angaben gehören ins Impressum meiner Vereinshomepage?« Dieser Beitrag ist auch im BBE-Mitgliederportal zu finden. Dort können eingeloggte Mitglieder einzelne Aspekte ergänzen und diskutieren.

Beitrag von Henning Baden und Daniel Helmes (HTML)

Beitrag von Henning Baden und Daniel Helmes (PDF, 157 KB)

Link zum BBE-Mitgliederportal

nach oben

Staebner/ Spiller: Eine Engagement-Plattform ist nicht die Lösung

Georg Staebner, Gründer von helpteers, und Sebastian Spiller, Programmierer bei helpteers, stellen in ihrem Beitrag ihren Zugang zu den Möglichkeiten und Grenzen von Online-Plattformen für bürgerschaftliches Engagement vor. Dabei sehen sie die Suche nach der einen großen Plattform für DAS Engagement als unsinnig an, denn so eine Idee verkennt ein zentrales Element von bürgerschaftlichem Engagement: »Menschen engagieren sich nicht nur, weil sie sich einem Thema verbunden fühlen, sondern weil sie ein Teil einer Gemeinschaft mit gleichen Werten sein möchten.« An verschiedenen Beispielen zeigen sie, wie daraus unterschiedliche Plattformen im Kontext unterschiedlicher Gemeinschaften entstehen, die in den jeweiligen Kontexten auch unterschiedliche Funktionen übernehmen.

Beitrag von Georg Staebner und Sebastian Spiller (HTML)

Beitrag von Georg Staebner und Sebastian Spiller (PDF, 194 KB)

nach oben

Basile: Die Schweizer App »Five Up«

Maximiliane Basile, CEO der Five up Community AG, stellt in ihrem Beitrag die Schweizer App »Five Up« vor, die sie als einen neuen Ansatz zur Förderung des freiwilligen Engagements versteht. Die App orientiert sich an den Bedürfnissen der Freiwilligen, die sich bei Bedarf auch selbst Unterstützung in ihrem Umfeld organisieren können. Im Zentrum stehen dabei einfache Funktionen wie Terminplanung, Gruppenmanagement und ein One-Click-Bewerbungsprozess – spezifisch optimiert für den Anwendungsbereich des freiwilligen Engagements. Ebenso stellt sie das Geschäftsmodell und das tragende Netzwerk dar, zu dem u.a. das Schweizerische Rote Kreuz und die Schweizerische Gemeinnützigen Gesellschaft gehören.

Beitrag von Maximiliane Basile (HTML)

Beitrag von Maximiliane Basile (PDF, 217 KB)

nach oben

Lesting: Digitalisierung für Vereine

Stefan Lesting, ehrenamtliches Mitglied der Steuerungsgruppe des Netzwerks Bürgerengagement der Stadt Köln, skizziert in seinem Beitrag drei zentrale Ansatzpunkte für eine Digitalisierung der Vereinsarbeit. Dabei geht es weder um Social Media oder um thematische Diskussionen wie um Hate Speech, so wichtig diese auch sein mögen. Vielmehr geht es um die Ermöglichung digitaler Prozesse durch Veränderungen in der Vereinssatzung, die Digitalisierung von Prozessen, um Ressourcen freizubekommen, und um die Reflexion der Vereinsinhalte mit Blick auf das digitale Zeitalter: »Wer als Funktionsträger heute vergisst, die Aufgaben seines Vereins in das digitale Zeitalter zu übersetzen, der handelt fahrlässig und darf sich nicht wundern, wenn er in der Zukunft keinen Orden oder Ehrentitel mehr durch die nächste Generation verliehen bekommt.«

Beitrag von Stefan Lesting (HTML)

Beitrag von Stefan Lesting (PDF,169 KB)

nach oben

Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie«: Regionalkonferenzen

Zwischen Juni und Juli 2019 startet das Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie« mit seiner ersten Phase und sechs Regionalkonferenzen in Deutschland. Dabei diskutieren Interessierte und Abgeordnete gemeinsam über Herausforderungen und Zukunft der Demokratie Deutschlands. Ziel der Konferenzen ist es, die Organisator*innen auf die zweite Phase, den durch Los zusammengestellten Bürgerrat, vorzubereiten und dafür Themen zu konkretisieren. Die Reichweite der Themen umfasst dabei u.a. die Frage der sozialen Voraussetzungen für demokratische Beteiligung, die Einbindung von Minderheiten sowie gesetzliche Vorschriften. Die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Konferenzen finden statt: in Koblenz am 19. Juni 2019 mit Andrea Nahles, in Gütersloh am 21. Juni 2019 mit Ralph Brinkhaus, in Mannheim am 2. Juli 2019 mit Gisela Erler und in München am 15. Juli 2019 mit Alexander Dobrindt. Für die Veranstaltungen kann sich jede*r bewerben. Vorgesehen ist, die Teilnehmenden so zusammenzustellen, dass sie die Bevölkerung in ihrer Vielfalt möglichst differenziert abbilden, z.B. was Geschlechterverteilung, regionale Verteilung und den Bildungsgrad angeht. Langfristig ist nach der Übergabe der Ergebnisse des Bürgerrates an die Politik eine zivilgesellschaftliche Begleitung der Politik bei der Umsetzung der Empfehlungen geplant.

Weitere Informationen

nach oben

Koblenzer Stadtrat: Aufhebung der Altersgrenze im Ehrenamt

Der Koblenzer Stadtrat hat einstimmig entschieden, »dass bei der Vergabe von Ehrenämtern das Alter ab sofort keine Rolle mehr spielt«. Darüber hinaus fordert er die Landesregierung von Rheinland-Pfalz dazu auf, Altersgrenzen im Ehrenamt zukünftig generell abzuschaffen. In Koblenz hatte sich der städtische Seniorenrat bereits für das Thema eingesetzt und die Begrenzung als »Diskriminierung, unvereinbar mit dem Willkürverbot von Grundgesetz und Landesverfassung« bezeichnet. Mit der Frage, in welchen Bereichen und wie das Leben von Senior*innen durch Altersgrenzen eingeschränkt wird, beschäftigt sich in diesem Rahmen auch das Praxisforschungsprojekt »Diskriminierung älterer Menschen« von Dr. Ludger Klein vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS). Der Sozialverband VdK Deutschland e.V. hat dazu einen Filmbeitrag veröffentlicht.

Weitere Informationen und Filmbeitrag

nach oben

Positionspapier zum Hamburgischen Transparenzgesetz

Transparency Deutschland, Mehr Demokratie, der Chaos Computer Club und die Open Knowledge Foundation Deutschland haben zur Novellierung des Hamburgischen Transparenzgesetzes ein gemeinsames Positionspapier mit 19 Forderungen für eine Weiterentwicklung des Gesetzes für Hamburg vorgelegt und fordern darin mehr Transparenz für Bürger*innen. Die Forderungen beinhalten u.a. den gebührenfreien (Online-)Zugang zum vollständigen Vereins-und Stiftungsregister und zum vollständigen Handels- und Partnerschaftsregister, den nachweisfreien Zugang zu Grundakten und Grundbüchern sowie die Aufhebung der pauschalen Ausnahme für den Verfassungsschutz aus der Informationspflicht. Die Hamburger Verwaltung solle damit »das positive Beispiel für alle anderen sein.« 2011 hatten die genannten Organisationen durch die Volksinitiative »Transparenz schafft Vertrauen« das gegenwärtige Transparenzgesetz auf den Weg gebracht.

Zum Positionspapier (PDF, 633 KB)

nach oben

Kölner Ford-Werke unterstützen das Projekt »LeseWelten«

Die Kölner Ford-Werke unterstützen das Projekt »Flüchtlingskinder begegnen LeseWelten« ab dem 23. Mai 2019 und werden an 12 Terminen Mädchen und Jungen an verschiedenen Orten Geschichten vorlesen. Die Beschäftigten erhalten vorher eine Schulung und werden von ihrer eigentlichen beruflichen Tätigkeit bei voller Bezahlung freigestellt. Ziel der Vorlesestunden ist, dass Kinder aus verschiedenen Nationen ihre Deutschkenntnisse vertiefen, die Lust am Lesen entdecken und gleichzeitig ihre neue Umgebung erkunden können. Die Ford Stiftung »Ford Motor Company Fund« unterstützt das Projekt darüber hinaus auch finanziell. Der Einsatz ist Teil der Ford Frühjahrs-Ehrenamtswoche »Vibrant Volunteer Week«.

Weitere Informationen

nach oben

Verabredungen der Landesfinanzminister*innen zum Gemeinnützigkeitsrecht

Auf der Jahreskonferenz 2019 der Landesfinanzminister*innen haben sich diese auf einige Verbesserungen im Gemeinnützigkeitsrecht geeinigt, die vor allem die Anhebung von Freibeträgen betrifft. Diskutiert wurden darüber hinaus eine Reihe weiterer Fragen wie eSport, die Folgen des ATTAC-Urteils oder die Frage der Verbesserung der Kooperationsmöglichkeiten zwischen gemeinnützigen Organisationen. Hierzu wurden Prüfaufträge vergeben, da ein Konsens noch nicht erzielt werden kann. So besteht zwar Einigkeit darüber, dass mehr »Rechtssicherheit für gemeinnützige Organisationen« geschaffen werden soll – was an dieser Formulierung aber auffällt, ist das Fehlen der Idee der politischen Willensbildung. Die Zivilgesellschaft kritisiert den Irrweg, politische Willensbildung als ausschließliches Recht politischer Parteien und ihrer Profis anzusehen.

Pressemitteilung zur Jahreskonferenz 2019 der Landesfinanzminister*innen

nach oben

Aberkennung der Gemeinnützigkeit von #cnetz

Das kommt ohne Zweifel zur Unzeit. Das Berliner Finanzamt hat dem Verein #cnetz, der die CDU bei ihrer digitalen Transformation unterstützen will, die Gemeinnützigkeit entzogen. Das Finanzamt scheint laut Expert*innen eine missbräuchliche Nutzung des Gemeinnützigkeitsrechts zu unterstellen, um einer politischen Partei rechtswidrig Sachspenden zukommen zu lassen. Dagegen hat der Verein Widerspruch eingelegt. Die Allianz für Rechtssicherheit für politische Willensbildung weist auf den Unterschied zu ATTAC hin. ATTAC wurde vorgeworfen, selber politische Willensbildung zu betreiben, nicht aber irgendeine zu einer Wahl antretende Partei zu unterstützen.

Pressemitteilung der Allianz

nach oben

Gemeinnützigkeit für europäische Integration: Petition

Das sog. Attac-Urteil (Urteil vom 10.1.2019 - VR 60/17) des Bundesfinanzhofes schafft Rechtsunsicherheit. Danach dürften sich gemeinnützige Organisationen nur insoweit politisch betätigen, als es der Verfolgung eines der in § 52 Abs. 2 AO ausdrücklich genannten Zwecke dient. Die Förderung der europäischen Integration ist kein solcher, ausdrücklicher Zweck, obwohl gemäß Artikel 23 Absatz 1 Grundgesetz die Verwirklichung eines vereinten Europas ein Staatsziel Deutschlands ist. Eine beim Deutschen Bundestag eingereichte Petition drängt auf Aufnahme dieses Ziels in die Abgabenordnung. Sie kann online beim Deutschen Bundestag bis zum 26. Juni 2019 mitgezeichnet werden. Provisorisch hilfreich könnte im Übrigen auch ein Nichtanwendungserlass des Bundesfinanzministers sein.

Petition beim Deutschen Bundestag

nach oben

Maria 2.0: Streik ehrenamtlich tätiger Frauen

Weltweit arbeiten mehr Frauen als Männer im kirchlichen Ehrenamt der katholischen Kirche, ohne die ein Großteil des kirchlichen Lebens nicht stattfinden kann – und sie sind mit unterschiedlichen Aktionen dabei, eine Veränderung der innerkirchlichen Strukturen einzufordern. An Kampagnen wie »#Macht Licht an« der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), »Pinke Punkt« in der Schweiz und die Initiative »Overcoming Silence« schloss sich jetzt vom 11. bis 18. Mai 2019 im Marienmonat Mai ein Streik an. Daran wirkten sowohl hunderte kfd-Gruppen als auch Frauen des Katholischen Deutsche Frauenbundes e.V. (KDFB), beide Mitgliedsorganisationen des BBE, mit und bestreikten im Rahmen der Aktion Maria 2.0 ihre ehrenamtliche Mitwirkung als Lektorinnen und Katechetinnen, in Pfarrgemeinderat und Hospizarbeit sowie bei Besuchsdiensten. Ebenso blieben sie Gottesdiensten fern. Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der kfd: »Wenn die Amtskirche nicht riskieren will, noch mehr Frauen gehen zu sehen, muss sie jetzt handeln. Wir setzen große Hoffnungen in den angekündigten synodalen Weg, dass dort die notwendigen Veränderungen passieren. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns umso mehr, dass sich viele kfd-Gruppen beteiligen.« Und die KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth erklärte: »Frauen sind nicht Christen 2. Klasse, die ausschließlich eine dienende Rolle einnehmen. Glücklicherweise sind die Zeiten, in denen Männer meinten, Frauen vorschreiben zu müssen, was sie zu denken, zu beten, zu glauben, zu sagen haben, vorbei. Frauen stehen auf für Veränderung, sie wollen etwas bewegen«.

Informationen zu Maria 2.0

Pressemitteilung des KDFB vom 10. Mai 2019

Pressemitteilung der kfd vom 13. Mai 2019

nach oben

DOSB fordert höhere Freibeträge für Ehrenamtliche

Im Mai 2019 ist der Sportentwicklungsbericht 2017/2018 erschienen. In Reaktion auf zentrale Ergebnisse des Berichts fordert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dass sich im Steuerrecht für die Ehrenamtlichen im Sport etwas ändern müsse. Anlass für die Forderung ist der Befund, dass einerseits die Motivation für Ehrenamtliche keinesfalls auf materiellen Aspekten beruht, sondern rein intrinsische Motive den Ausschlag für ein Engagement geben. Andererseits zeigt sich aber, dass die Ehrenamtlichen, wenn sie denn im Ehrenamt angekommen sind, am wenigsten zufrieden sind mit den aktuellen steuerlichen Vergünstigungen. Andreas Silbersack, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung, sagt hierzu: »Das ist ein eindeutiges Zeichen, dass sich im Steuerrecht für die Ehrenamtlichen im Sport etwas ändern muss. Mit dieser Rückmeldung unserer Engagierten sehen wir uns in der Vorgehensweise bestätigt, die Bundesregierung aufzufordern, die gesetzlichen Freibeträge im Jahressteuergesetz 2020 zu erhöhen«.

Pressemitteilung des DOSB vom 9. Juni 2019

Informationen zum Sportentwicklungsbericht und Download

nach oben

Erklärung der Zivilgesellschaft zum UN-Gipfel

»Würde die ganze Welt so leben wie Deutschland, bräuchten wir drei Planeten.« Mit dieser Aussage beginnt die Erklärung von 117 zivilgesellschaftlichen Organisationen (Stand 31. Mai 2019) zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik: »Genug herausgeredet: Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden! Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik«. Kritisiert wird die Zaghaftigkeit der Bundesregierung, die Nachhaltigkeitsziele tatsächlich so anzugehen, dass sie 2030 erreicht sein können. Klimawandel, Flächenverbrauch, Agrarpolitik, soziale Ungleichheit weltweit und in Deutschland, schrumpfende Räume für zivilgesellschaftliches Handeln auch in Deutschland oder ein veraltetes Gemeinnützigkeitsrecht sind einige der benannten Baustellen in dem Papier, für das die Organisationen Handeln einfordert: »Als zivilgesellschaftliche Organisationen fordern wir die Bundesregierung auf, ihre Verpflichtungen nicht länger zu vernachlässigen und nachhaltige Politik jetzt umzusetzen. Es geht um nichts weniger als die Einhaltung unserer internationalen Verantwortung und eine nachhaltige und gerechte Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten.«

Erklärung »Genug herausgeredet« (PDF, 5,3 MB)

nach oben

BP Matching Fund: Ergebnisse für 2018

BP Mitarbeiter*innen in Deutschland vermehrten durch ihr Engagement in gemeinnützigen Organisationen die Einnahmen dieser Organisationen 2018 um 1,1 Millionen Euro. Das ist das Resultat des seit Langem etablierten Prinzips des Matching Funds für die BP-Mitarbeiter*innen. Pro Jahr stellt BP für jede*n Beschäftigte*n bis zu 3.650 Euro zur Verfügung. Finanziert wird das Mitarbeiter*innen-Spendenprogramm aus Mitteln der in den USA ansässigen BP Foundation. Verdoppelt werden dabei nicht nur Geldspenden der Mitarbeiter*innen, sondern ebenso ihr ehrenamtliches Engagement, ihre Zeitspenden. Für jede geleistete ehrenamtliche Stunde wird zusätzlich vom Matching Fund ein festgelegter Geldbetrag pro Arbeitsstunde der/des BP Mitarbeitenden an die Einrichtung überwiesen. Die Spenden gingen dabei an unterschiedlichste Projekte überall auf der Welt: von der Seehundstation an der Nordseeküste bis zur Krankenstation im Senegal.

Informationen zum Matching Fund von BP

nach oben

»Zukunftsschutzgebiet Stadtraum«: Raumkonferenz & Aktionstage

Vom 17. bis 23. Juni 2019 findet die Raumkonferenz 2019 mit dem Titel »Zukunftsschutzgebiet Stadtraum« in Dresden statt. In vier Abendveranstaltungen unter den Überschriften »Gemeinwohl entsteht in der Nachbarschaft«, »Engagement in Ost und West«, »Gemeinsam Städte bauen 1x1« und »Ein Recht auf Grund und Boden« sowie in diversen Tagesevents (Werkstätte, Keynotes, Academies, Spaziergänge usw.) sollen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Planung, Wissenschaft und Politik zum Thema Stadtentwicklung ins Gespräch kommen. Dr. Rainer Sprengel, Leiter der Abteilung Information und Kommunikation des BBE, wird als einer der Vortragenden zur Veranstaltung »Engagement in Ost & West - Erfahrungsberichte aus der Zivilgesellschaft« von seinen Erfahrungen berichten. Ziel der Aktionstage ist die Entwicklung hin zu einer »koproduzierten Stadt«, in der »zivilgesellschaftliche Akteur*innen eine aktive Rolle in der Produktion von Gemeinwohl zugesprochen und somit die nachhaltige und kooperative Verbindung zwischen Verantwortlichen und Betroffenen gestärkt wird«. Die Raumkonferenz sowie die Aktionstage als eine neue Form der Bürgerbeteiligung werden vom Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Stadt Dresden in Kooperation mit dem Verein Konglomerat entwickelt und unterstützt. Weitere Unterstützung erhält die gesamte Veranstaltung durch das Amt für Wirtschaftsförderung sowie die Stadtbezirksbeiräte Neustadt und Altstadt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen

nach oben

Twitterprojekt »Engagiert rotiert«

Engagierte Menschen, Organisationen, Initiativen und weitere Agierende der Zivilgesellschaft sind eingeladen, im Rahmen des Projekts »Engagiert Rotiert« von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen und BBE für jeweils eine Woche das Twitterprofil @meinEngagement zu übernehmen, um über ihr Engagement oder ihre Arbeit im Themenfeld zu berichten. Wie ein Staffelstab wird das Twitterprofil Woche für Woche an neue Teilnehmende weitergegeben, die dann die Chance haben kurze, spannende Nachrichten an ein breites Publikum zu versenden. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos.

Weitere Informationen

Anmeldung

Twitter: @meinEngagement

nach oben

»Berliner Agenda der europäischen Zivilgesellschaft«: Deutsche Übersetzung

Auf der Konferenz der Zivilgesellschaft zur Zukunft Europas »Nicht ohne Uns!« wurde am 22. März 2019 ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet und verabschiedet. Die »Berlin Agenda. European Civil Society demands towards the European Elections 2019 and beyond« enthält gemeinsame Forderungen zur Zukunft der Demokratie in Europa, Civic Space sowie Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Ab sofort ist die Agenda auch auf Deutsch verfügbar.

Download Berlin Agenda auf Deutsch (PDF, 1,19 MB)

Weitere Informationen zur Konferenz

nach oben

BBE- Mitglied des Monats: helpteers

Die Vision von helpteers ist, Menschen miteinander zu verbinden, die gemeinsam die Welt bewegen. Die helpteers verbinden technologisches Knowhow mit Sozialem, indem sie einen Crowdmoving-Service zur Verfügung stellen und darüber hinaus ihr Wissen z.B. in Form von Webinaren teilen. Sie sind Partner von sozialen Organisationen und Unternehmen, denen sie individuelle Engagement-Plattformen als Service anbieten und ihnen zeigen, wie sie Menschen über digitale Kanäle aktivieren.

Weitere Informationen

nach oben

Digital und sozial – »D3 – so geht digital«: Community-Event

»D3 – so geht digital« ist ein Projekt der Stiftung Bürgermut, das Vereine, gemeinnützige Organisationen und Social Start-ups auf dem Weg in die digitale Transformation unterstützen möchte. Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Projekt am 17. Juni 2019 ein Community-Event in Berlin, um Akteur*innen aus dem NGO-Bereich zusammenzubringen. Im Rahmen der Veranstaltung stellen Digitalprojekte ihre Ansätze vor und Expert*innen aus »der Digital-Szene« beraten zum Thema und zeigen neue Strategien und Tools im Feld auf. Ziel des Events ist es außerdem, interessierte Vereine und gemeinnützige Organisationen in der D3-Community miteinander zu vernetzen. Die Anmeldung ist kostenlos.

Weitere Informationen

nach oben

Symposium: »Welche Zukunft für die Zivilgesellschaft?«

Zum 70. Geburtstag des wissenschaftlichen Co-Direktors des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft, Dr. sc. oec. Eckhard Priller, lädt die Maecenata Stiftung zu einem Symposium am 12. Juli 2019 nach Berlin ein. In einem dreiteiligen Programm zu Stand der Forschung (I), Entwicklungen (II) und Perspektiven (III) soll dabei die Zukunft der Zivilgesellschaft diskutiert werden. Unter den Vortragenden sind u.a. Holger Krimmer, Luise Burkhardt sowie Rupert Graf Strachwitz. PD Dr. Ansgar Klein wird den ersten Teil der Veranstaltung moderieren. Um Anmeldung per E-Mail unter jk(at)maecenata.eu bis zum 1. Juli 2019 wird gebeten.

Zum Programm (PDF, 265 KB)

nach oben

Online-Befragung für Zivilgesellschaftsforschende: Aufruf zur Beteiligung

Ob die Fridays for Future Bewegung, das große Engagement in der Flüchtlingshilfe oder das Gemeinnützigkeitsurteil zu Attac: Zivilgesellschaftsthemen bestimmen die Medienberichterstattung in Deutschland mit. Aber wie steht es eigentlich um die Zivilgesellschaftsforschung in Deutschland? Wie ist die Situation der Forschenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses? Eine kurze Online-Befragung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW und des Maecenata Instituts Berlin richtet sich an alle, die sich selbst als Zivilgesellschaftsforschende einordnen und fragt nach ihren Einschätzungen. Um Beteiligung bis zum 30. Juni 2019 und um Weitergabe der Informationen in allen Netzwerken wird gebeten.

Zur Online-Befragung

nach oben

Call for Papers: Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter

Am 15. und 16. November 2019 findet die Jahreskonferenz »HASHTAGS | TWEETS | PROTEST. Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter« des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung in Kooperation mit dem Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft statt. Sie widmet sich den Herausforderungen und Chancen für Proteste und Bewegungen im digitalen Zeitalter. Interessierte Akteur*innen und Expert*innen des Themenfeldes sind ab sofort dazu eingeladen, Beiträge (gerne auch in alternativen Darstellungsformen) einzusenden. Mögliche Beiträge können dabei u.a. die folgenden Themen umfassen: »Online-Offline Interaktionen: Mechanismen und Prozesse«; »Internetbewegungen und ›digitale (Bewegungs-)Parteien‹«; »Zivilgesellschaft 2.0: Digitales Streetwork, Solidarität und Gegenhegemonie sowie »Neue Organisationsformen, digitale Repertoires und Kampagnen«. Abstracts für Einzelbeiträge oder Panelvorschläge mit bis zu vier Vortragsabstracts können bis zum 26. Juli 2019 unter konferenz2019(at)protestinstitut.eu eingereicht werden.

Weitere Informationen

nach oben

Deutscher Lesepreis für herausragendes Engagement in der Leseförderung

Seit dem 1. April können sich Einzelpersonen, Einrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen, die sich in Deutschland für die Leseförderung engagieren, für den Deutschen Lesepreis 2019 bewerben. Angesprochen sind dabei alle Personen und Institutionen, »die das Lesen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit innovativen und erfolgreichen Initiativen und Projekten erhalten und fördern«. Der Preis wird dieses Jahr in den folgenden sechs Kategorien vergeben: herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung; herausragendes kommunales Engagement in der Leseförderung; herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas; herausragende Leseförderung an Schulen; herausragende Leseförderung mit digitalen Medien und ein Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung für prominentes Engagement. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2019. Der Deutsche Lesepreis wird von der Stiftung Lesen, der Commerzbank-Stiftung und weiteren Partnern vergeben. Das BBE ist Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Lesen.

Weitere Informationen

nach oben

Tech for Good: digitale Instrumente in der Entwicklungszusammenarbeit

Der NRO-Report »Tech for Good: Möglichkeiten und Grenzen digitaler Instrumente in der Entwicklungszusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen« des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) geht der Frage nach, welche Bedeutung die Digitalisierung für die zivilgesellschaftliche Entwicklungszusammenarbeit hat und inwiefern sich Chancen oder Risiken daraus ergeben. Darüber hinaus zeigt er Beispiele auf, wie Nichtregierungsorganisationen in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern digitale Technologien für eine wirksamere Projektarbeit nutzen. Er skizziert außerdem aktuelle Trends und Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Entwicklungszusammenarbeit, Humanitärer Hilfe und Digitalisierung.

Zum Report (PDF, 3,1 MB)

nach oben

Big Data und der digitale Ungehorsam

In der Reihe »Bürgergesellschaft und Demokratie« bei Springer VS ist von Eric Mülling eine wichtige Arbeit zum Thema »Big Data und der digitale Ungehorsam« erschienen. Obgleich eine Promotion, ist sie lesenswert und flüssig geschrieben und unterläuft die Langweiligkeit üblicher Pflichtkapitel durch Storytelling. Den Kern der Arbeit bilden zwei Forschungsfragen: Was ist digitaler Ungehorsam? Und: Wie beeinflusst Big Data die Netzaktivist*innen in ihrem Ungehorsam? Wer etwas über die Kampf- und Konfliktzonen zwischen hegemonial agierenden Internetkonzernen, teils desillusionierten Netzaktivist*innen und mehr oder weniger bewusst naiver Politik erfahren und verstehen will, wird in dieser Abhandlung gut fündig werden. Die Arbeit profitiert dabei von Interviews mit einer Reihe von Netzaktivist*innen, die der Autor 2017 führte. Aus dieser Perspektive schreibt er im Fazit, S. 216: »Angesichts des fortschreitenden Ausbaus von Sicherheitsgesetzen und der Unbeirrbarkeit beim Einsatz von Big Data gehe ich von einer Ausweitung des digitalen Protests aus. Meine Interviewpartner verweisen auf die nächste Protestgeneration. (...) Von ihnen versprechen sich die Vertreter des digitalen Ungehorsams noch mehr Intensität und Vehemenz in der Auseinandersetzung mit Big Data.«

Weitere Informationen

nach oben

Stellenausschreibungen

Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie auf der Webseite des BBE.

nach oben

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 27. Juni 2019.

Redaktionsschluss ist der 20. Juni 2019.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteur*innen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leser*innen zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Maren Wegener. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

nach oben

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Aktuelle Meldungen

16.08.2019

Mitarbeiter*in: Amnesty International Deutschland

Amnesty International Deutschland e.V. sucht ab sofort eine*n Mitarbeiter*in im Bereich Welcome…

mehr…

16.08.2019

Sachbearbeiter*in: WiD

Wissenschaft im Dialog (WiD) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Sachbearbeiter*in für das…

mehr…

14.08.2019

Referent*in Bioökonomie: NABU

Der NABU sucht für den Fachbereich Naturschutz und Umweltpolitik in Berlin zum 1.9.2019 bzw. zum…

mehr…

Weitere Meldungen ...