Newsletter Nr. 11 vom 29.5.2019

Saliger/ Hub: Courage ist gut, Ausdauer besser
Koch: Bedarfe und Hürden im inklusiven Freiwilligendienst
Vacano/ Hinz-Rommel: Besondere Begleitung statt Sonderprogramme
Pertschy: Bundesfreiwilligendienst Ü27 in der Diakonie Württemberg
Kohn: Einfach mal Zeit haben, Erfahrungen zu machen
Zimmermann: Freiwilliges Engagement in und für Europa – das ESK
United Nations Volunteers (UNV): Inclusive Volunteering for Peace and Development
Hamburg: eSports – über Jugendhilfe zur Gemeinnützigkeit
Landesjugendring NRW: Startschuss Mobilitätskampagne »jung.bewegt.mobil«
Westfalen-Initiative: Tagung zu Engagement und Demografischem Wandel
Landtag Baden-Württemberg: Debatte zum Förderprogramm »Gut Beraten!«
Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung: Anfrage beantwortet
Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern: Antrag im Bundestag
Bürger*innen an Energiewende teilhaben lassen: Antrag im Bundestag
Bündnis Bildung: Stellungnahme zu 70 Jahre Grundgesetz
YACHTFLEET - Internationale Aktionswoche für Menschenrechte auf dem Mittelmeer
Öffentliches Gespräch: »Wohin geht´s weiter mit der Oberlausitz?«
Posten, liken, kommentieren: aber sicher!
Tag der offenen Gesellschaft 2019
BBE-Länderforum 2019
Civil Academy – erfolgreicher Abschluss einer intensiven Zeit
Sechs neue »Botschafter der Wärme« für 2019 ernannt
Forum Umwelt und Entwicklung: Zivilgesellschaftlicher Gipfel zu Nachhaltigkeit
Mitmach-Werkstatt der oskar | freiwilligenagentur lichtenberg
zze: Workshop Monetarisierung und Ehrenamt
bpb Fachtagung »Auf die Straße! - Politischer Protest in Deutschland«
»SILBERNER MERIDIAN«: Preis für europäische Raumfahrtvereine und -freunde
Wettbewerb: »Lebenswerte Stadt- und Ortskerne in ländlichen Räumen«
NesT: Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge
CC-Survey: Unternehmensengagement und Corporate Citizenship
Video der BAG SELBSTHILFE und Influencer Firas Alshater
Stellenausschreibungen
Hinweis

Freiwilligendienste haben Konjunktur, Freiwilligendienste haben Planungsunsicherheit: Wann eigentlich nicht? Neulich wurde die Frage gestellt: »Wo sehen Sie die Freiwilligendienste in fünf Jahren?« Antwort: »So eine langfristige Planungssicherheit kennt man bei den Freiwilligendiensten nicht. Stets gibt es Entwicklungen und Neuerungen. Meist wird Vorschlägen und Forderungen zwar jahrelang nicht nachgekommen, dann aber passiert gesellschaftlich etwas und es wird sich auch an die bewährten Freiwilligendienste erinnert - und ›schon‹ geht ein Ruck durch das Land.« Oder wie 2008/09 über Silvester geschehen, denkt sich die damalige Bundesministerin für Entwicklungszusammenarbeit den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst »weltwärts« aus. Da ließ sich der Außenminister seinerzeit auch nicht lumpen, sodass es im Herbst dieses Jahres auch zum Jubiläum von »Kulturweit« kommt. Und in einer bisher ungewohnten Geschwindigkeit wurde auf europäischer Ebene der Europäische Freiwilligendienst in das Europäische Solidaritätskorps transferiert. Neben Beiträgen von Alice Kohn (in Verbindung mit Anna Veigel) und Heike Zimmermann zu den beiden letztgenannten Formaten umfasst der Schwerpunkt des Newsletters Beiträge, die sich mit speziellen Aspekten zu Freiwilligendiensten bei unter und über 27-jährigen auseinandersetzen. Verfasst sind diese von Annette Vacano, Wolfgang Hinz-Rommel und Klaus Pertschy. Franziska Koch setzt sich differenziert mit dem Dilemma des Stillstandes der Freiwilligendienste beim Thema Inklusion auseinander und warum es hier in den Freiwilligendiensten »nachhaltig« keinerlei Fortschritte gibt, obwohl alle es wollen. Rebecca Daniel gibt Einblicke in die Tätigkeiten der UN Volunteers. Der Beitrag von Susanne Saliger und Rainer Hub beleuchtet Situation und Erwartung der Freiwilligendienste: »Jugendfreiwilligenjahr« hier und Planungsunsicherheit dort, da war was ... Der Schwerpunkt dieser Ausgabe wurde von der AG Freiwilligendienste des BBE geplant und organisiert und in Verbindung mit der Netzwerkbetreuung und -entwicklung sowie der Newsletterredaktion umgesetzt

Zur Arbeitsgruppe für das Themenfeld: »Freiwilligendienste«

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Saliger/ Hub: Courage ist gut, Ausdauer besser

Susanne Saliger, QUIFD-Agentur, und Rainer Hub, Diakonie Deutschland, sind Sprecherin und Sprecher der BBE AG Freiwilligendienste. Sie diskutieren in ihrem Beitrag die großen Herausforderungen für die künftige Entwicklung der Freiwilligendienste: Inklusion, Internationalität, Qualitätsstandards und Ausbau der Freiwilligendienste als Gesellschaftspolitik sind hier zentrale Themen. Zugleich blicken sie kritisch auf die erratischen Botschaften aus dem partei- und staatspolitischen Raum. Letztere schwanken zwischen ausgreifenden, konservativen Ideen eines Pflichtdienstes, der bis zu 12 Milliarden Euro im Jahr kosten würde, über pragmatische Gesetzesänderungen für Teilzeitfreiwilligendienste bis hin zu bevorstehenden realen Kürzungen im Bundeshaushalt ab 2020: »Möge die Erkenntnis von Günter Beckstein, ehemals bayrischer Ministerpräsident, auf die Eckpunkte des Bundeshaushalts bezogen auf die Freiwilligendienste im Bundeshaushalt 2020 ff. zutreffen: ›In der Politik ist alles möglich - auch dessen Gegenteil.‹«

Beitrag von Susanne Saliger und Rainer Hub (HTML)

Beitrag von Susanne Saliger und Rainer Hub (PDF, 174 KB)

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Koch: Bedarfe und Hürden im inklusiven Freiwilligendienst

Franziska Koch, Koordinatorin des Kompetenzzentrums für inklusives Auslandsengagement bei Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev) in Essen, thematisiert die Hürden für ein inklusives Auslandsengagement von Menschen mit Behinderungen. Grundlage ihrer Darstellung ist eine Befragung, die das Frankfurter Evaluationsinstitut INBAS-Sozialforschung GmbH im Auftrag von bezev durchführte. Die ersten Befunde lassen erkennen, welche Arten informativer, sozialer, physischer, ökonomischer und institutioneller Hürden bestehen und welche Erfahrungen die befragten Organisationen gemacht haben. Damit kann Koch genauer präzisieren, an welchen Stellen die Angebote im Einzelnen verbessert werden müssen. Grundsätzlich resümiert sie: »Zentral dabei ist es, weg vom defizitorientierten Fokus auf Beeinträchtigung/Behinderung eines Menschen hin zu einem bedarfsorientierten Ansatz zu gelangen, der die Fähigkeiten und Interessen der jungen Freiwilligen in den Mittelpunkt stellt.«

Beitrag von Franziska Koch (HTML)

Beitrag von Franziska Koch (PDF, 177 KB)

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Vacano/ Hinz-Rommel: Besondere Begleitung statt Sonderprogramme

Annette Vacano, Teamleitung, Abteilung Freiwilliges Engagement, Diakonisches Werk Württemberg, und Wolfgang Hinz-Rommel, ebenda Abteilungsleitung, skizzieren die Herausforderungen für eine individuell angepasste Betreuung von Freiwilligendienstleistenden (FWD) und die bei ihnen zum Einsatz kommenden Instrumente, um das zu gewährleisten. Dafür hat das Diakonische Werk Württemberg den Weg der Sonderprogramme verlassen, die sich an vermeintlich gleichartige Gruppen von FWD richteten. Stattdessen setzt man auf Förderansätze, die bei Bedarf zum Einsatz kommen, also häufig erst, wenn ihre Notwendigkeit im Verlaufe eines Dienstes erkennbar werden. In den Blick geraten dabei nicht zuletzt auch die Übergänge in einen FWD und aus dem FWD in andere Lebensphasen.

Beitrag von Annette Vacano und Wolfgang Hinz-Rommel (HTML)

Beitrag von Annette Vacano und Wolfgang Hinz-Rommel (PDF, 177 KB)

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Pertschy: Bundesfreiwilligendienst Ü27 in der Diakonie Württemberg

Klaus Pertschy, Referent im Diakonischen Werk Württemberg e.V. und seit Beginn des Bundesfreiwilligendienstes auch für das Format »Ü27« zuständig, diskutiert Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven für den Bundesfreiwilligendienst für Menschen über 27 Jahre in der Diakonie Württemberg. Das Diakonische Werk Württemberg hat gezielt mit Kampagnen wie »Silberbufdi gesucht« ältere Menschen angesprochen und bis heute über 850 Bundesfreiwilligendienstleistende mit einem Alter über 27 Jahre bis zu 78 Jahren gehabt. Pertschy skizziert unterschiedliche Beweggründe und Interessen der älteren Freiwilligendienstleistenden, besondere Kontexte wie Flucht, Behinderung oder Postbeamtengesetz und Tätigkeiten wie Einsatzfelder. Perspektivisch sieht er noch erhebliches Potenzial, wenn der Bekanntheitsgrad dieser Möglichkeit gesteigert und Personengruppen gezielt angesprochen werden.

Beitrag von Klaus Pertschy (HTML)

Beitrag von Klaus Pertschy (PDF, 168 KB)

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Kohn: Einfach mal Zeit haben, Erfahrungen zu machen

Alice Kohn, freie Journalistin, stellt in ihrem Beitrag in exemplarischer Weise das Ineinandergreifen von Auslandsfreiwilligendiensten, biografischen Weichenstellungen und Ergebnissen an den Dienstorten des Einsatzes dar. Dabei geht es konkret um schlaglichtartige Stationen einer heutigen Mitarbeiterin bei »kulturweit«, die dort als Betreuerin der weltweit tätigen Freiwilligendienstleistenden hauptberuflich arbeitet. Ihre eigenen Erfahrungen gibt sie dabei an heutige jüngere Freiwillige weiter, die gestresst vom Leistungsdruck sind: »Das muss jetzt kein Erfolg werden. Der Freiwilligendienst ist eine Chance, Pause zu drücken. Einfach mal Zeit haben, Erfahrungen zu machen.« Der Beitrag wurde für den BBE-Newsletter im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission verfasst.

Beitrag von Alice Kohn (HTML)

Beitrag von Alice Kohn (PDF, 176 KB)

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Zimmermann: Freiwilliges Engagement in und für Europa – das ESK

Das neue EU-Förderprogramm des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) stellt Heike Zimmermann vor, Programmkoordinatorin für das Europäische Solidaritätskorps bei JUGEND für Europa, der Nationalen Agentur für die EU-Programme Erasmus+ JUGEND IN AKTION und Europäisches Solidaritätskorps. Sie stellt dar, dass das ESK auf Erfahrungen und Errungenschaften des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) aufbaut, diese fortsetzt und was an neuen Möglichkeiten hinzugekommen ist. Ebenso stellt sie dar, welche Voraussetzungen Organisationen zur Teilnahme erfüllen müssen. Kurzzeitfreiwilligendienste ab 2 Wochen, Teamfreiwilligendienste in einer Gruppe von 10 bis 40 jungen Menschen und Solidaritätsprojekte im lokalen Umfeld gehören ebenso zu solchen Neuerungen wie die Möglichkeit, für erfahrene Freiwilligendienstträger Rahmenvereinbarungen für die gesamte Programmlaufzeit mit jährlichen Mittelabrufen abzuschließen, um Bürokratie und Aufwand zu reduzieren. Die aktuellen Diskussionen für die Programmlaufzeit 2021-2027 lassen vermuten, dass Struktur und Formate des laufenden Programms weitgehend erhalten bleiben.

Beitrag von Heike Zimmermann (HTML)

Beitrag von Heike Zimmermann (PDF, 179 KB)

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United Nations Volunteers (UNV): Inclusive Volunteering for Peace and Development

Thema des Beitrages ist das 2018 gestartete »Talent Programme on Inclusion of Young Professional with Disabilities« von United Nations Volunteers (UNV). Erläutert werden die UNV-Ziele im Allgemeinen und die des inklusiven Talentprogramms im Besonderen. Anhand des ersten Freiwilligendienstleistenden im Rahmen dieses Programms werden Ziele, Herausforderungen und ihre Lösung dargestellt. Zu den Ambitionen des Programms stellt Toily Kurbanov, UNV Deputy Executive Coordinator, fest: »Persons with disabilities experience inequalities, as well as stigma, abuse and prejudice. UNV will work in partnership with UNDP to establish a solid foundational structure for scalable engagement of youth with disabilities in the United Nations.« Der Beitrag wurde für den BBE-Newsletter von Rebecca Daniel und Niels Lohmann verfasst, die für UNV als Talent Programme Analyst und Team Leader Capacity Development für die Umsetzung des »UNDP-UNV Talent Programmes for Young Professionals with Disabilities« zuständig sind.

Beitrag von United Nations Volunteers (UNV) (HTML)

Beitrag von United Nations Volunteers (UNV) (PDF, 191 KB)

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Hamburg: eSports – über Jugendhilfe zur Gemeinnützigkeit

Der Hamburger Sportbund teilte in einer Meldung vom 20. Mai 2019 mit, dass es der Hamburger Sportjugend (HSJ) gelungen ist, eSports bis auf Weiteres in Hamburg steuerrechtlich als Spielangebot geltend zu machen und im Rahmen der Jugendhilfe gemeinnützig umzusetzen. Durch das enge Zusammenwirken mit der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Senioren (BASFI) sowie der Finanzbehörde (FB) können in dieser Konsequenz Angebote regional in Hamburg gemeinnützig umgesetzt werden, solange die entsprechenden Vereine neben der Förderung von Sport auch die Förderung von Jugendhilfe satzungsgemäß verankert haben. Die rechtliche Grundlage basiert dabei auf § 11 des achten Sozialgesetzbuches. Dieser definiert einen Schwerpunkt der Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit. Da auf Bundesebene eSports noch nicht dem Sport zugeordnet ist, kann hier eine vorläufige Zuordnung von eSports als Spielangebot zur Jugendhilfe erfolgen. Diese Zuordnung gilt zunächst so lange, bis zum Thema eSports auf regionaler oder Bundesebene eine anderslautende Entscheidung getroffen wird.

Zur Meldung des Hamburger Sportbund  

Weitere Informationen zum Thema eSports der Hamburger Sportjugend

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Landesjugendring NRW: Startschuss Mobilitätskampagne »jung.bewegt.mobil«

Mit der Kampagne »jung.bewegt.mobil« fordert der Landesjugendring NRW den Ausbau des ÖPNV in Nordrhein-Westfalen. Bis November 2019 werden Akteur*innen aus Jugendverbänden und Politik dafür den ÖPNV genauer betrachten und Forderungen der Kampagne veröffentlichen. Die erste dieser Forderungen beinhaltet ein NRW-weites Jugendticket für einen Euro am Tag. Unterstützt wird das Vorhaben ebenfalls vom Kinder-und Jugendrat NRW, dem Landesarbeitskreis für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Nordrhein-Westfalen. Langfristiges Ziel ist es, den ÖPNV jugendgerecht auszubauen – mit einer besseren Anbindung des ländlichen Raums, einer besseren Taktung und dem Ausbau von Fahrradwegen. Die nächste Veranstaltung von jung.bewegt.mobil ist eine ICE-Fahrt mit einem Sonderzug quer durch NRW am 6. Juli 2019. Abschluss ist eine Mobilitätskonferenz am 27. November 2019.

Zur Pressemitteilung des Landesjugendring NRW (PDF, 470 KB)

Allgemeine Informationen über die Forderungen zu Mobilität

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Westfalen-Initiative: Tagung zu Engagement und Demografischem Wandel

Am 7. Juni 2019 veranstaltet die Westfalen-Initiative mit ihren Kooperationspartnern, dem Westfälischen Heimatbund e.V., der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW, eine Tagung mit dem Thema: »Gemeinsam engagiert für die Zukunft – Chancen nutzen, Lebensräume gestalten«. Mit einem Impulsreferat und darauffolgender Podiumsdiskussion werden die derzeitigen Trends der demografischen Entwicklung für die vielfältigen Bereiche des Ehrenamts und des Engagements betrachtet. In einem Erfahrungs- und Wissensaustausch an verschiedenen Thementischen sollen anschließend unter Anleitung von Expert*innen aktuelle Anliegen und Probleme erörtert sowie unterschiedliche Lösungswege entwickelt werden. Anmeldeschluss für die Tagung ist der 3. Juni 2019.

Anmeldung und Programm

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Landtag Baden-Württemberg: Debatte zum Förderprogramm »Gut Beraten!«

Der Landtag von Baden-Württemberg hat auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen das Förderprogramm »Gut Beraten!« behandelt (Drucksache 16 /2001). Die Parlamentarier*innen diskutierten über das Förderprogramm unter dem Aspekt der »Förderung der Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg«. Gelobt wurde u.a. die Grundidee des Förderprogramms, zivilgesellschaftliche Gruppen bei ihrer Ideenentwicklung zu Projekten der Bürgerbeteiligung beratend zu unterstützen, sowie auch die positiven Effekte, die das Förderprogramm bei der Zusammenarbeit von Bürgerschaft und Kommunen erzielt. Während der Debatte sprachen sich Vertreter*innen aller Fraktionen positiv für »Gut Beraten!« aus. In Baden-Württemberg haben zivilgesellschaftliche Initiativen die Möglichkeit, sich im Rahmen des Förderprogramms »Gut Beraten« der Allianz der Beteiligung zu Fragen der Projektentwicklung, -organisation und -durchführung beraten zu lassen. Pro Projekt können dabei bis zu 4.000 Euro für Beratungsleistungen durch fachlich qualifizierte und erfahrene Personen abgerechnet werden.

Die vollständige Parlamentsdebatte zu »Gut Beraten!« vom 15.5.2019 (Video ab 2:20:25)

Antrag der Fraktion GRÜNE und Stellungnahme des Staatsministeriums (Drucksache 16/2001) zum Förderprogramm (PDF, 864 KB)

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Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung: Anfrage beantwortet

Mit Datum vom 9. Mai 2019 hat die Bundesregierung eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zur »Umsetzung der Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung« (Drucksache 19/9528) beantwortet (Drucksache 19/10046). Nach bald zehn Jahren Nationaler Engagementstrategie wird nach den umgesetzten Einzelmaßnahmen wie auch nach der Weiterentwicklung der Strategie gefragt. Ersteres beantwortet die Bundesregierung mit einer aufgrund der sehr kleinen Schrift achtseitigen Tabelle. Letzteres tut sie mit dem Verweis auf die im Familienministerium weiterentwickelte Engagementstrategie. Weitere Themen sind die Vereinbarkeit von Familie und bürgerschaftlichem Engagement sowie der Ressortkreis der Bundesministerien zum Querschnittsthema Bürgerschaftliches Engagement unter Federführung des BMFSFJ.

Antwort der Bundesregierung zur Nationalen Engagementstrategie (PDF, 429 KB)

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Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern: Antrag im Bundestag

Am 14. Mai 2019 hat die Fraktion Die Linke im Bundestag einen Antrag zur Unterstützung und Förderung der Freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum gestellt: »Freiwillige Feuerwehren im Ländlichen Raum unterstützen und fördern« (Drucksache 19/10288). Gefordert werden eine stärkere Anerkennung der Ehrenamtlichen durch Berücksichtigung ihrer Leistungen bei der Rente, durch zeitnahe Anerkennung von beruflichen und feuerwehrspezifischen Aus- und Fortbildungen sowie durch Verstetigung und Erhöhung der Bundesmittel für die Sanierung und Ausstattung feuerwehrtechnischer Infrastruktur. In der Begründung heißt es: »Für die notwendige Technik sowie gut ausgestattete Räumlichkeiten und gute Rahmenbedingungen des Ehrenamtes zu sorgen, ist das Mindeste, was der Staat auf allen Ebenen leisten muss, um jene zu entlasten und zu unterstützen, die wertvolle Arbeit für die Allgemeinheit im Ländlichen Raum leisten. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.«

Antrag zu Freiwilligen Feuerwehren von Die Linke (PDF, 453 KB)

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Bürger*innen an Energiewende teilhaben lassen: Antrag im Bundestag

Am 7. Mai 2019 hat die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag einen Antrag zur Energiewende eingereicht, bei der die Bürger*innen in den Mittelpunkt als Akteur*innen rücken sollen: »Aktive Kundinnen und Kunden für eine bürgernahe Energiewende« (Drucksache 19/9954). So solle auch u.a. der europäische Rechtsbegriff des »aktiven Kunden« aufgenommen werden, den Europäisches Parlament und Kommission geprägt und kodifiziert haben. Ziel des Antrages ist es, die Energiewende durch Erneuerung bürgerschaftlicher Teilhabe zu revitalisieren, indem auf die Bürger*innen gesetzt wird: »Sie sollen zukünftig wieder stärker an der Energiewende teilhaben, von neuen Technologien profitieren, aktiv am Markt agieren und gegenüber der Industrie gleichgestellt werden.«

Antrag zur Energiewende von Bündnis 90/Die Grünen (PDF, 499 KB)

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Bündnis Bildung: Stellungnahme zu 70 Jahre Grundgesetz

Das »Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft« hat anlässlich des 70. Geburtstags des Grundgesetzes eine Stellungnahme veröffentlicht: »70 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – Anlass zur Freude und zum Nachdenken«. Befürwortet wird eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz und anerkannt, dass Kinder und Jugendliche zu eigenständigem politischen Handeln in der Lage sind und endlich mitbestimmen möchten, wie u.a. die Fridays for Future-Bewegung zeige. Ebenso wird festgestellt: »Die Schule und andere Bildungseinrichtungen in einer demokratischen Gesellschaft müssen die Demokratie praktisch erfahrbar machen, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.« Die Stellungnahme wurde im Rahmen einer hierfür eingesetzten AG innerhalb der Bündnis-Steuergruppe, unter Federführung von Michael Töpler, Grundschulverband, erarbeitet. Das BBE und einige seiner Mitglieder sind Teil des Bündnisses.

Zur Stellungnahme (PDF, 288 KB)

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YACHTFLEET - Internationale Aktionswoche für Menschenrechte auf dem Mittelmeer

Mission Lifeline e.V. plant eine Demonstration im Mittelmeer: #YACHTFLEET. Die #YACHTFLEET soll eine Schiffsdemonstration werden, die auf dem Mittelmeer vom 16. bis 21. Juni 2019 ein Zeichen für die Wahrung der Menschenrechte setzt. Parallel findet eine fünftägige Aktionswoche an Land statt. Die fünf Tage sind mit fünf Forderungen verbunden, wie dem Ende der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung, der Etablierung staatlicher Programme sowie der Förderung ziviler Seenotrettung. Für das in Malta festsitzende Schiff LIFELINE, dem vorgeblich eine ordentliche Registrierung fehlen soll, wird ab Juni ein Ersatzschiff fahren, das durch bürgerschaftliches Engagement in Form von Spenden gekauft werden konnte.

Weitere Informationen zur Yachtfleet

Weitere Informationen zur Lifeline

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Öffentliches Gespräch: »Wohin geht´s weiter mit der Oberlausitz?«

Wie wollen wir im ländlichen und strukturschwächeren Raum zusammenleben und was brauchen wir dafür? In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung lädt das BBE ein, miteinander über Lösungswege zu reden. Mit Menschen, die in der Region Verantwortung übernehmen, mit Engagierten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, mit »Raumpionieren«. Am 11. Juni 2019 wird es in der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf (bei Zittau) ein öffentliches Gespräch bei Suppe & Brot geben.

Weitere Informationen und Anmeldung

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Im kostenlosen Webinar »Mittagspause mit der Digitalen Nachbarschaft (DiNa)« am 11. Juni 2019 ab 13 Uhr klärt Referentin Katharina Mosene über die sichere Nutzung sozialer Netzwerke auf. Engagierte und Vereine nutzen Online-Profile und -Fanseiten, sie verbreiten Fotos und treten in den öffentlichen Austausch. Hier hilft es, ein Grundwissen über die Themen Datenschutz und Urheberrechte zu haben. Nach einem kurzen Input steht die Referentin für Rückfragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Die »Mittagspause mit der Digitalen Nachbarschaft (DiNa)« bietet regelmäßige Webinare zu Anwender*innenthemen rund um das Thema Internet und online sein. DiNa ist ein Kooperationsprojekt von »Deutschland sicher im Netz« und dem BBE.

Weitere Informationen und Anmeldung

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Tag der offenen Gesellschaft 2019

»Zu Tisch, Deutschland!« lädt die Initiative Offene Gesellschaft, um Freiheit, Offenheit und Vielfalt zu feiern, aber auch, um gemeinsam zu diskutieren und sich darüber auszutauschen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer lebendigen Demokratie gestaltet werden kann. Privatpersonen ebenso wie Organisationen können online einen Tisch anmelden und am 15. Juni 2019 (unbekannte) Gäste empfangen. Letztes Jahr kamen laut Initiative an über 550 Tischen mehr als 25.000 Menschen zusammen. Die Initiative stellt nicht nur PR-Materialien zum Download bereit, sondern sorgt mit den »Thesen für eine Offene Gesellschaft« und »Regeln für eine gute Debatte« auch für möglichen Gesprächsstoff am Tisch. Das BBE unterstützt die Initiative.

Weitere Informationen

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BBE-Länderforum 2019

Die aktuelle Situation und Perspektiven der vielfältigen Strukturen der Zivilgesellschaft in den Ländern sowie politisch-strategische Fragestellungen im Bereich der Engagementförderung und –politik auf Bundesländerebene sektorenübergreifend in den Blick zu nehmen, das war das Ziel des BBE-Länderforums 2019. Die Veranstaltung begann am 21. Mai 2019 mit einem durch eine Dinner Speech von Dr. Holger Krimmer, Stifterverband, angeregten Austausch und reger Vernetzung unter den Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Abendessen. Im Mittelpunkt der jährlich durch das BBE veranstalteten Fachwerkstatt, die in diesem Jahr am 22. Mai 2019 in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales und Integration, Baden-Württemberg in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund durchgeführt wurde, steht der intensive Austausch, die Strategiebildung und Vernetzung unter den Teilnehmenden staatlichen Akteuren, den zivilgesellschaftlichen Netzwerkakteuren, gemeinsam mit wichtigen Vertreter*innen der Engagementförderung in den Ländern. Die Diskussionslinien und Ergebnisse werden in einem BBE-Newsletter-Schwerpunkt am 11. Juli 2019 veröffentlicht.

Zum Programm des BBE-Länderforum 2019 (PDF, 482 KB)

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Civil Academy – erfolgreicher Abschluss einer intensiven Zeit

In nur drei Monaten sind aus 22 Engagementideen echte Projekte in der Startphase entstanden. Seit März haben die jungen Stipendiat*innen der Civil Academy jede Menge Zeit und Herzblut investiert, um das, wofür sie brennen, auch umzusetzen. Das Knowhow dafür wurde von unterschiedlichen Trainer*innen aus dem Unternehmen BP und dem Social Business Bereich geliefert, die ihre Erfahrungen in Projektmanagement, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit an drei Wochenenden zur Verfügung gestellt haben. Am vergangenen Sonntag gab es zum Abschluss die begehrten Zertifikate als Eintrittskarte zum breit gefächerten Alumninetzwerk aus mittlerweile mehr als 650 Ehemaligen. Damit erhalten die jungen Engagierten Zugang zu den jährlichen Vernetzungstreffen am jeweils ersten Märzwochenende. Dort gibt es Räume für Inputs, Austausch, Entwicklung und Motivation zum Engagement. Derzeit läuft bereits die Ausschreibung für den nächsten Durchgang im Herbst. Wieder gibt es die Chance auf einen von 24 neuen Stipendienplätzen. Bewerbungsschluss ist der 16. Juni 2019.

Weitere Informationen zur Civil Academy

Zur Facebookseite der Civil Academy

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Sechs neue »Botschafter der Wärme« für 2019 ernannt

Die Ehrenamtsinitiative »Verbundnetz der Wärme« der VNG AG hat am 9. Mai 2019 Mitglieder für besonderes gesellschaftliches Engagement mit dem Titel »Botschafter der Wärme 2019« ausgezeichnet. Die diesjährigen Botschafter*innen sind Klaus-Dieter Heber (Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V.), Ilka Paeslack (Deutsche Stammzellspenderdatei), Karin Börner (Familiengesundheitspaten), Dirk Thiele (Hilfsverein Nächstenliebe e.V.), Dr. Hannelore Herma (AWO – Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Teltow e.V.) und Sabine Kirton (Landesverband - Frauenhilfe nach Krebs). Die Ernennung ist mit einer finanziellen Unterstützung von jeweils 5.000 Euro verbunden sowie mit Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für ein Jahr. Durch die Ernennung als »Botschafter der Wärme 2019« sind die Preisträger*innen außerdem für den Deutschen Engagementpreis 2019 nominiert, der am 5. Dezember in Berlin verliehen wird. Andreas Pautzke, stellvertretender Geschäftsführer des BBE, war auch dieses Jahr Mitglied in der Auswahlkommission.

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Forum Umwelt und Entwicklung: Zivilgesellschaftlicher Gipfel zu Nachhaltigkeit

Am 3. Juni 2019 findet der zivilgesellschaftliche Gipfel »Nicht auf der Höhe – Deutschland vor dem Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen« in Berlin statt. Im Nachhaltigkeitsjahr 2019 soll damit an die Verpflichtungen der Regierungen aus dem Jahr 2015 erinnert und Akteur*innen zusammengebracht werden, die die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele in, mit und durch Deutschland begleiten und befördern. Die Veranstaltung dient als Plattform für Austausch und Strategieentwicklung und soll in der Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung enden, die zukünftig gezielt Akzente für eine umfassende Nachhaltigkeitsdebatte in Deutschland setzt. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Projekte »Agenda 2030« und »Make Europe Sustainable For All« entwickelt und wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, mit Mitteln der Europäischen Union und durch ENGAGEMNT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

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Mitmach-Werkstatt der oskar | freiwilligenagentur lichtenberg

Am 3. Juni 2019 thematisiert eine Mitmach-Werkstatt der oskar | freiwilligenagentur lichtenberg in Berlin mit Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts, wie auch neue Technologien älteren Menschen dabei helfen können, ein selbstbestimmtes und aktives Leben zu führen.

Zur Mitmach-Werkstatt

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zze: Workshop Monetarisierung und Ehrenamt

Auf Grundlage des Zweiten Engagementberichts veranstaltet das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) in Kooperation mit der bagfa einen Workshop zum Thema »Monetarisierung und Ehrenamt« am 6. Juni 2019 in Berlin. Verträgt das Ehrenamt Geld? Können, dürfen, sollen »bürgerschaftliche« Formen der Nachbarschaftshilfe finanziell entgolten werden? Welche Rolle spielt die sogenannte Übungsleiterpauschale? Mit diesen und anderen Fragen hat sich auch die Kommission zur Erstellung des Zweiten Engagementberichts intensiv auseinandergesetzt. Nun soll die aktuelle Bedeutung der Debatte erneut und gemeinsam mit Vertreter*innen und Politiker*innen zuständiger Ressorts diskutiert werden. Anmeldeschluss ist der 3. Juni 2019. Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe »Brennpunkt Engagement«, in deren Rahmen insgesamt vier Veranstaltungen von Juni bis Oktober 2019 in Berlin, Essen und Frankfurt stattfinden sollen.

Zum Programm (PDF, 259 KB)

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bpb Fachtagung »Auf die Straße! - Politischer Protest in Deutschland«

Am 17. und 18. Juni 2019 veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Hamburg eine Fachtagung mit dem Titel »Auf die Straße! - Politischer Protest in Deutschland«. Zentrales Thema ist der Protest als eine Form der politischen Beteiligung außerhalb von Wahlen, seine Funktionsweisen und Erfolgsbedingungen in unterschiedlichen Ausdrucksformen, auf der Straße sowie aktuell in neuen Formen in den Sozialen Medien. Im Speziellen soll die lange Geschichte von Protest in Ost- und Westdeutschland betrachtet werden. Zu Wort kommen Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen aus allen Bereichen »von campact bis fridays for future«. In seiner Funktion als Herausgeber des Forschungsjournals Soziale Bewegungen wird PD Dr. Ansgar Klein am Montag einen Beitrag geben zum Thema »Warum hier und nicht dort? Entstehungshintergründe von Protesten«. Anmeldeschluss ist der 5. Juni 2019.

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»SILBERNER MERIDIAN«: Preis für europäische Raumfahrtvereine und -freunde

Raumfahrtinteressierte sind dazu aufgerufen, Vorschläge zur Nominierung für die Preisverleihung 2019 der Verleihungsinitiative »Silberner Meridian« einzureichen. »Der Preis kann einmal jährlich an Einzelpersönlichkeiten, Gruppen oder Initiativen vergeben werden, die sich in besonderem Maße um die Darstellung der Faszination Raumfahrt und um die begeisternde Vermittlung raumfahrtwissenschaftlichen, -technischen oder -historischen Wissens sowie der völkerverständigenden Idee einer internationalen Zusammenarbeit im Kosmos verdient gemacht haben.« Der Silberne Meridian ist eine Initiative des Vereins zur Förderung der Raumfahrt e.V. Der Preis wird in der Form einer hochwertigen Anstecknadel und einer Verleihungsurkunde vergeben und ist nicht dotiert. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2019.

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Wettbewerb: »Lebenswerte Stadt- und Ortskerne in ländlichen Räumen«

Der Wettbewerb »Menschen und Erfolge« widmet sich 2019 dem Thema Wohnen. Unter dem Motto »Lebenswerte Stadt- und Ortskerne in ländlichen Räumen« werden Projekte gesucht, die erfolgreich zur Verbesserung ihres Wohnumfelds beigetragen und damit einen erkennbaren Mehrwert für die Kommune geschaffen haben. Die besten Projekte werden von einer Jury ausgewählt und auf einer öffentlichen Veranstaltung prämiert. Noch bis zum 16. Juni 2019 können sich Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen, Vereine, Verbände, Städte und Gemeinden, Landkreise sowie Kammern mit ihren Beiträgen zu folgenden Themenfeldern bewerben: »Gebautes weiterentwickeln – Neue Qualität schaffen«, »Öffentlichkeit erleben – Begegnung ermöglichen« und »Rahmen schaffen - Unterstützung geben«. Die Projekte werden nach den Kriterien Engagement, Kooperation, Beitrag zum Gemeinschaftsleben, Kreativität und Innovation, Nachhaltigkeit und Baukultur bewertet. Insgesamt stehen 20.000 Euro Preisgelder zur Verfügung. Der Wettbewerb »Menschen und Erfolge« ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat mit den Partnern Deutscher Landkreistag (DLT), Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Deutscher Bauernverband (DBV), Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG).

Teilnahme und weitere Informationen 

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NesT: Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Das neue Pilotprogramm des Bundes »NesT – Neustart im Team« arbeitet gemeinsam mit der Zivilgesellschaft für die Aufnahme von bis zu 500 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen. Ein Team von Mentor*innen begleitet und unterstützt die Ankommenden in der ersten Zeit in Deutschland. Die Auswahl der Geflüchteten erfolgt nach klaren Schutzkriterien von UNHCR. Die Letztentscheidung über die Aufnahme wird vom Aufnahmestaat getroffen. Anders aber als bei rein staatlichen Bundesaufnahmeprogrammen richtet sich der Wohnort der Schutzbedürftigen nach dem der Mentor*innen, um die Erfüllung der Unterstützungsleistungen zu ermöglichen. Institutionen und Vereine, aber auch Einzelpersonen sind dazu aufgerufen, ein solches Mentor*innenteam zu gründen, sich gesellschaftlich zu engagieren und damit u.a. zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Integration der Schutzbedürftigen beizutragen. Interessierte können vorerst an einer kostenlosen eintägigen Informationsveranstaltung teilnehmen, die von der Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle (ZKS) organisiert wird.

Zur Informationsbroschüre (PDF, 724 KB)

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CC-Survey: Unternehmensengagement und Corporate Citizenship

Der im Mai 2019 veröffentlichte Bericht »Unternehmen gestalten Regionen: Vier Herausforderungen vor Ort« analysiert regionale Unterschiede im deutschlandweiten Unternehmensengagement und basiert auf der Datengrundlage des repräsentativen CC-Survey zum sogenannten Corporate Citizenship, eine von ZiviZ im Stifterverband und der Bertelsmann Stiftung angeführte Gemeinschaftsinitiative. Im Zentrum der Datenerhebung steht die Fragestellung, wie Unternehmen verschiedener Größen und Branchen in Deutschland gesellschaftliches Engagement umsetzen. In den Ergebnissen zeigt sich unter anderem, dass städtische Gebiete im Bereich Unternehmensengagement hinter ländlichen zurückbleiben, bezogen sowohl auf Sach- und Zeitspenden als auch auf Geldspenden. Darüber hinaus wird der durch Unternehmensengagement gesteigerte Mehrwert ebenfalls insgesamt stärker von Firmen in ländlichen Regionen wahrgenommen. Ziel der Studie ist es, »Unternehmensengagement erst besser zu verstehen und sodann zu stärken«.

Zum Download der Studie

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Video der BAG SELBSTHILFE und Influencer Firas Alshater

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. hat den Influencer Firas Alshater dabei unterstützt, zwei aufeinander aufbauende Videos zum Thema Selbsthilfe zu erstellen. Der in Syrien geborene Berliner ist für seinen YouTube-Kanal »ZUKAR« bekannt, auf dem er auf humorvolle Weise die deutsche Gesellschaft aus der Perspektive eines Geflüchteten darstellt. Da in der gesundheitlichen Selbsthilfe Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund verschiedener Zugangsbarrieren eher selten vertreten sind, erklärt Firas Alshater das Konzept auf arabischer Sprache mit deutschen Untertiteln und verweist auf mögliche Anlaufstellen für Interessierte.

Das erste Video auf dem YouTube-Kanal Zukar

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