Newsletter Nr. 8 vom 21.4.2016

MdB Schulz-Asche: Engagement und Landesnetzwerke
Tracht: Zur Bestreitbarkeit unstrittiger Kostenerstattungen
Riehle: Monetarisierung und die Wurzeln des Ehrenamts
Walk: Bürgerschaftliches Engagement und Energiewende
Eichhorn: Ehemaligenstudie Freiwilligendienste im Sport
Freiwilligensurvey 2014 veröffentlicht
MdB Stadler: Kommentar zum Freiwilligensurvey
Kultur macht stark geht in die 2. Förderperiode
OGP: Deutschland will beitreten
Neue Wohnungsgemeinnützigkeit: Antrag Bündnis 90/Die Grünen
Bürgerbeteiligung beim Verkehrswegeplan
Bündnis für Gemeinnützigkeit begrüßt Engagementstrategie
Deutscher Kulturrat: Integration ist langfristige Aufgabe
Unterausschuss BE: Protokoll zur 21. Sitzung
Wortmann: Zwischenruf zu Diversity und Engagement
BBE-Monatsfokus Mai 2016: Diversity und Engagement
Zukunft des Engagements im Katastrophenschutz: Bericht
»Demokratiestärkung im ländlichen Raum«: Fachaustausch
12. Deutsches CSR-Forum: Bericht
Neue Praktikantin in der Civil Academy
Mitglied des Monats: Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern
Zukunft der Berliner Engagementlandschaft: Reminder
Forum Aktive Bürgerschaft 2016: 20 Jahre Bürgerstiftungen
Jugendkongress 2016
Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016: Call for Practice
Citizen Science in den Nationalen Naturlandschaften: Handreichung
»Die Zukunft von Attac«: Studie
»Menschenrecht und Alter«: Publikation
»Ehrenamt verstehen«: Publikation
Hinweis

MdB Schulz-Asche: Engagement und Landesnetzwerke

Das Verhältnis von individuellem bürgerschaftlichen Engagement und Landesnetzwerken ist das Thema des Gastbeitrages von MdB Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Schulz-Asche identifiziert fünf Baustellen der Engagementpolitik und Engagementförderung: Die strukturelle Stärkung des Engagements, die Ermöglichung für Alle, sich zu engagieren, Wertschätzung, Förderung von Weiterbildungen sowie die Wirkungsforschung für engagementpolitische Maßnahmen. Mit Blick auf Strukturen hält sie fest: »Als Fundament für Engagementstrukturen wäre es notwendig, dass alle Aktivitäten einer Landesregierung in Bezug auf das Ehrenamt gebündelt werden, damit hier Synergien entwickelt werden können.« Hier sind Landesnetzwerke von besonderer Bedeutung.

Gastbeitrag von MdB Kordula Schulz-Asche (PDF, 511 kB)

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Tracht: Zur Bestreitbarkeit unstrittiger Kostenerstattungen

Die weitgehende Unbestrittenheit von Kostenerstattungen in der Monetarisierungsdebatte ist das Thema des Gastbeitrages von Susann Tracht, die zu diesem Themenbereich promoviert. Ausgehend von publizierten Diskussionen im BBE stellt sie die im Diskurs vorkommende Trennung zwischen kritikwürdiger Monetarisierung und akzeptabler Kostenerstattungen dar, um sie kritisch zu hinterfragen. Tracht stellt in Frage, dass diese beiden jeweils mit Geldzahlungen verbundenen Welten so deutlich zu trennen sind. Dabei stellt sie auch die aus dem Blick geratenen Genderdimensionen dar und warnt vor einer zu leichten Entscheidung, die Diskurse und Innovationen eher behindert als sie zu befördern. Wir setzen mit diesem Beitrag die Debatte um Monetarisierung fort, die, ausgehend von einer Tagung im September 2015 (siehe BBE-Newsletter 2/2016), ein lebhaftes Echo im Netzwerk und in der LeserInnenschaft findet.

Gastbeitrag von Susann Tracht (PDF, 745 kB)

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Riehle: Monetarisierung und die Wurzeln des Ehrenamts

Ein kritischer Blick auf die Monetarisierung des bürgerschaftlichen Engagements ist das Thema des Gastbeitrages von Dennis Riehle, tätig als Leiter einer Sozial- und Pflegesprechstunde in der Nachbarschaftshilfe und in Bürgerbeteiligungsprojekten. Er fordert ein Zurück zu den Wurzeln des Ehrenamts. Damit in diesem Zusammenhang auch das Thema von akzeptierbaren Aufwandsentschädigungen sinnvoll diskutiert werden kann, schlägt er vor, in der Debatte deutlich zwischen öffentlichen Ehrenämtern und selbstbestimmten Ehrenämtern etwa im Verein zu unterscheiden. Kommunale Wahlämter dürfen nicht als Richtschnur in der Debatte um die Monetarisierung des Ehrenamts herangezogen werden, denn »während ein Stadtrat ein öffentliches Amt übernimmt, kann sich ein Vereinsvorstand frei in seiner Arbeit entfalten.« Wir setzen mit diesem Beitrag die Debatte um Monetarisierung fort, die, ausgehend von einer Tagung im September 2015 (siehe BBE-Newsletter 2/2016), ein lebhaftes Echo im Netzwerk und in der LeserInnenschaft findet.

Gastbeitrag von Dennis Riehle (PDF, 458 kB)

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Walk: Bürgerschaftliches Engagement und Energiewende

Welche Umstände bürgerschaftliches Engagement für die Energiewende befördern oder verhindern, ist das Thema des Gastbeitrages von PD Dr. Heike Walk, Geschäftsführerin des Forschungszentrums für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin und Gründungsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung. Dem Thema widmet sie sich auf der Basis der Literaturstudie »Prometheus - Menschen in sozialen Transformationen am Beispiel der Energiewende«. Die Studie wurde von der 100prozent erneuerbar Stiftung in Auftrag gegeben und von drei Mitgliedern des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung in Berlin durchgeführt. Im Zentrum stehen Formen, Bedingungen und Trends des Engagements, Einstellungen und Verhalten zur Umwelt sowie Einstellungen und Akzeptanz in aktuellen Untersuchungen zur Energiewende.

Gastbeitrag von PD Dr. Heike Walk (PDF, 454 kB)

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Eichhorn: Ehemaligenstudie Freiwilligendienste im Sport

Jedes Jahr leisten mehr als zweitausend FSJ- und BFD-Freiwillige ihr Bildungs- und Orientierungsjahr in einem Sportverein ab. Was aber passiert mit den Engagierten nach Abschluss ihres intensivierten Ehrenamts? Wie kann es gelingen, ehemalige Freiwilligendienstleistende langfristig und nachhaltig zu aktivieren und in die Strukturen des organisieren Sports einzubinden? Das sind die Themen des Gastbeitrages von Dr. Jaana Eichhorn, Bundestutorin für Freiwilligendienste im Sport bei der Deutschen Sportjugend. Hintergrund des Beitrages ist, dass die Deutsche Sportjugend gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen nach Strategien sucht, die auch auf eine Wiederaufnahme des Engagements nach einem zwischenzeitlichen Ausstieg abzielen. Zu diesem Zweck soll die Ausrichtung der Ehemaligen-Arbeit überprüft werden. Hinweise liefert eine Studie, an der fast zweitausend ehemalige Freiwilligendienstleistende aus dem Sportbereich teilgenommen haben und deren Ergebnisse hier vorgestellt werden.

Gastbeitrag von Dr. Jaana Eichhorn (PDF, 494 kB)

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Freiwilligensurvey 2014 veröffentlicht

Seit dem 14. April 2016 ist der Freiwilligensurvey 2014 für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit werden die drei ersten Wellen des Freiwilligensurveys aus den Jahren 1999, 2004 und 2009 ergänzt. Erhoben worden sind die Daten 2014. Danach soll die Engagementquote binnen 2009 zu 2014 von 35,9 Prozent auf 43,6 Prozent gestiegen sein, was einem Zuwachs von ca. 7 Millionen Personen entsprechen würde. Seit Ende 2011 liegt die wissenschaftliche Leitung des Freiwilligensurveys beim Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die Befragung der vierten Welle wurde von infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Jahr 2014 durchgeführt. Insgesamt wurde Wert darauf gelegt, auf Frage- und Durchführungsebene ein Höchstmaß an Kontinuität herzustellen. Verbessert wurde u.a. der Einbezug fremdsprachlicher GesprächspartnerInnen, die Fallzahl und der Einbezug von Personen, die vor allem oder nur über Mobiltelefon erreicht werden können. Eine große Kontinuität zeigt sich auch bei der Publikation absoluter Zahlen ohne erkennbare Berücksichtigung der hohen Zahl an nicht zu Stande gekommenen Interviews. Um 28.000 halbstündige Interviews zu führen, mussten über 140.000 Personen gefragt werden. Die Daten aller Erhebungsjahre sowie ausführliches Dokumentationsmaterial stehen, neben den Berichten des DZA, NutzerInnen für die wissenschaftliche Forschung über das Forschungsdatenzentrum des DZA zur Verfügung.

Weitere Informationen und Bericht des Freiwilligensurveys 2014

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MdB Stadler: Kommentar zum Freiwilligensurvey

Der gerade publizierte Freiwilligensurvey 2014 ist Gegenstand eines Kommentars von MdB Svenja Stadler, Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement der SPD-Fraktion und Obfrau im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Sie hebt hervor, welche Ergebnisse sie besonders freuen, aber ebenso, wo sich besondere Handlungsherausforderungen zeigen. Die soziale Schere im Engagement ist so ein herausfordernder Befund, der aber möglicherweise nicht allein innerhalb der Engagementförderung lösbar ist: »Das überrascht mich nicht, zeigt aber nun einmal mehr, wie wichtig das Überwinden der gesellschaftlichen Schere für Deutschlands Zusammenhalt ist.«

Kommentar von MdB Svenja Stadler (PDF, 395 kB)

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Kultur macht stark geht in die 2. Förderperiode

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka erklärte am 6. April 2016, dass das Programm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« in eine zweite Förderperiode gehen wird. Zudem wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zunächst bis 2017 zusätzlich fünf Millionen Euro pro Jahr für junge erwachsene Flüchtlinge in diesem Programm bereitstellen. Eine gerade abgeschlossene Evaluation dieses mit 230 Millionen Euro größten Kulturförderprogramms für kulturelle Bildung hatte einen hohen Zielerreichungsgrad ergeben. In 94 Prozent aller Bündnisse für Bildung nehmen Kinder und Jugendliche teil, die sonst kaum Berührung mit kultureller Bildung haben und in 89 Prozent der Bündnisse für Bildung kommen Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen oder finanziellen Verhältnissen oder bildungsfernen Elternhäusern. Zugleich sind in rund 90 Prozent der Maßnahmen der kulturellen Bildung vor Ort Ehrenamtliche engagiert.

Weitere Informationen zum Programm

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OGP: Deutschland will beitreten

Am 7. April 2016 hat der deutsch-französische Ministerrat in Metz getagt. Dort verpflichtete sich Deutschland, der Initiative Open Government Partnership (OGP) beizutreten. In der gemeinsamen Erklärung heißt es dazu: »Deutschland und Frankreich haben sich verpflichtet, die demokratischen Praktiken zu erneuern, indem sie die Transparenz und Beteiligung der Staatsbürger erhöhen. In diesem Sinne hat Deutschland beschlossen, seine Kandidatur für die Partnerschaft für eine offene Regierung (»Open Government Partnership«) einzureichen, deren Vorsitz Frankreich ab Oktober 2016 innehaben wird.« Das BBE wirkt schon länger im nationalen Arbeitskreis OGP mit.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis OGP in Deutschland

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Neue Wohnungsgemeinnützigkeit: Antrag Bündnis 90/Die Grünen

Am 12. April 2016 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Einführung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit fordert. Die alte Wohnungsgemeinnützigkeit war 1990, vor dem Hintergrund damaliger Skandale, abgeschafft worden. Von damals 3,6 Millionen Sozialwohnungen gehörten zwei Drittel zum gemeinnützigen Bereich. Heute gibt es nur noch 1,5 Millionen Sozialwohnungen. Bündnis 90/Die Grünen will daher eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit einführen, die zugleich von Fehlern aus der Vergangenheit lernt. Diese Gemeinnützigkeit soll drei Grundsätzen folgen: »Vielfalt«, »Nachhaltigkeit« sowie »Transparenz und Kontrolle«.

Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (PDF, 431 kB)

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Bürgerbeteiligung beim Verkehrswegeplan

Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) und der Umweltbericht sind an insgesamt 20 Orten in den Bundesländern ausgelegt. Darüber können die Unterlagen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur eingesehen werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/7995) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7785) zur »Bürgerbeteiligung im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung« hervor.

Antwort der Bundesregierung (PDF, 165 kB)

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Bündnis für Gemeinnützigkeit begrüßt Engagementstrategie

In einer Pressemitteilung begrüßt das Bündnis für Gemeinnützigekit ausdrücklich die Engagementstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die am 13. April 2016 auch Thema im Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement« des Deutschen Bundestages war. Das Bündnis sieht in der strategischen Ausrichtung der Engagementpolitik einen wichtigen Impuls für die Engagement-Landschaft. Es fordert das BMFSFJ auf, die Strategie jetzt durch Umsetzung mit Leben zu füllen und über das BMFSFJ hinaus das Thema Engagement in allen Ressorts und der Bundesregierung insgesamt stärker zu platzieren. Insbesondere geht es auch um die notwendigen Rahmenbedingungen, etwa ein engagementfreundliches Arbeits- und Gemeinnützigkeitsrecht, Steuerrecht, Vereinsrecht, Stiftungsrecht oder Zuwendungsrecht.

Pressemitteilung des Bündnisses für Gemeinnützigkeit (PDF, 111 kB)

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Deutscher Kulturrat: Integration ist langfristige Aufgabe

Der Deutsche Kulturrat nahm am 8. April 2016 Stellung zu den Herausforderungen der Integration und den daraus folgenden finanziellen, kultur- und engagementpolitischen Aufgaben. Im Zentrum der Stellungnahme steht die Überzeugung, dass Integration engagierte Menschen und stabile Strukturen braucht, und dass Letztere auch Geld kosten. Ohne bürgerschaftliches Engagement wird das hier Heimisch-Werden der MigrantInnen nicht gelingen. Dabei unterstreicht der Kulturrat das Engagement im Kulturbereich. Für stabile Strukturen von Sprachkursen bis zur Anerkennungskultur sieht er die Schaffung einer Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Integration als notwendig an, ebenso die Ausweitung bestehender und die Auflage neuer Förderprogramme. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, hält fest: »Integration gibt es nicht zum Nulltarif, das gilt auch für den Kulturbereich.«

Stellungnahme des Deutschen Kulturrats

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Unterausschuss BE: Protokoll zur 21. Sitzung

Am 16. März 2016 fand die 21. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages in der 18. Legislaturperiode statt. Das Protokoll zur Sitzung liegt nun vor. Zentraler Tagungsordnungspunkt war ein Fachgespräch zum Thema »Monetarisierung im Engagementbereich«. Als Sachverständige äußerten sich Prof. Dr. Gisela Jakob, Hochschule Darmstadt, und Dr. Karin Fehres, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB).

Protokoll zur Sitzung Unterausschuss BE (PDF, 2,9 MB)

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Wortmann: Zwischenruf zu Diversity und Engagement

»Raus aus der Komfortzone« - das ist das Thema des Zwischenrufs zu Diversity und Engagement von Brigitta Wortmann, Mitglied im SprecherInnenrat des BBE und Senior Political Adviser bei BP Europa SE. Vielfaltsmanagement und Heterogenität in Teams bergen Vorteile, aber auch Herausforderungen. Das gilt nicht nur in Organisationen, sondern ebenso in der Kooperation zwischen gesellschaftlichen Bereichen. Die langfristige Herausforderung der Integration von Flüchtlingen kann nur gelingen, wenn Behörden, Unternehmen und Zivilgesellschaft kooperieren und wechselseitige Hemmschwellen abbauen: Eine vielfältige und wertschätzende Dialog- und Kooperationskultur setzt voraus, aus der eigenen Komfortzone althergebrachter Traditionen und Prozesse herauszukommen. Brigitta Wortmann eröffnet das neue Format des Zwischenrufs zu zentralen engagementpolitischen Themen aus dem BBE-Netzwerk.

Zwischenruf von Brigitta Wortmann (PDF, 494 kB)

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BBE-Monatsfokus Mai 2016: Diversity und Engagement

Diversity und Engagement stehen im Fokus der BBE-Aktivitäten im Monat Mai 2016. Im Dezember 2006 wurde die Charta der Vielfalt von Daimler, der BP Europa SE, der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom ins Leben gerufen. Der Verein Charta der Vielfalt, der alljährlich u.a. den Diversity-Tag organisiert, startete deshalb am 12. April 2016 die Kampagne »10 Jahre. 10 Städte. Die Charta der Vielfalt on Tour«. Der 4. Diversity-Tag, an dem sich das BBE wie schon bei den vorherigen Tagen beteiligt, findet am 7. Juni 2016 statt. Mit Blick darauf behandeln im Monat Mai BBE-Veranstaltungen und Publikationen zentrale Diversity-Themen. Ein Überblick bietet das Infoblatt »Im BBE-Fokus 1«. Zugleich werden die Themen in diesem Monat verstärkt ihren Niederschlag im Social Media Bereich finden.

Infoblatt »Im BBE-Fokus 1« (PDF, 279 kB)

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Zukunft des Engagements im Katastrophenschutz: Bericht

Vor der Eröffnung des BMBF-Innovationsforums »Zivile Sicherheit« am 12. April 2016 hatte der parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller sowohl PartnerInnen des Projekts INKA (Professionelle Integration von freiwilligen HelferInnen in Krisenmanagement und Katastrophenschutz) als auch Bundestagsabgeordnete aus den Ausschüssen »Inneres«, »Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung« sowie dem Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement« zu einem Frühstück eingeladen. Ausgehend von den Ergebnissen des Projekts INKA diskutierten die Teilnehmenden die Zukunft des freiwilligen Engagements im Katastrophenschutz. Einigkeit bestand bei den ProjektpartnerInnen darin, dass eine zentrale Herausforderung die Einbindung des Engagements jenseits der Katastrophenschutzorganisationen ist. Das zeige sich derzeit auch beim Engagement in der Flüchtlingshilfe. Darauf müssten aber nicht nur Katastrophenschutzorganisationen reagieren. BBE-Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein, der für das BBE an der Runde teilnahm, betonte, dass auch die Bedeutung bestehender Strukturen freiwilligen Engagements jenseits des Katastrophenschutzes - insbesondere die Infrastrukturen des bürgerschaftlichen Engagements - für die Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzorganisationen fit gemacht werden müssten.

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»Demokratiestärkung im ländlichen Raum«: Fachaustausch

Am 5. und 6. April 2016 fand in Magdeburg ein Fachaustausch des Bundesprogramms »Demokratie leben!« im Themenfeld »Demokratiestärkung im ländlichen Raum« statt. Er richtete sich vor allem an die lokalen Partnerschaften für Demokratie in den ländlichen Regionen. Das BBE war vor Ort dabei und unterstützte den inhaltlichen Austausch und die Vernetzung mit einem Workshop zum Thema »Sensibilisierung von Politik und Verwaltung«.

Arbeit des BBE im Themenfeld

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12. Deutsches CSR-Forum: Bericht

Am 5. und 6. April 2016 fand das 12. Deutsche CSR-Forum in Ludwigsburg statt. Auch das BBE war vertreten: Brigitta Wortmann, Mitglied im SprecherInnenrat des BBE und Senior Political Adviser bei BP Europa SE, nahm am ersten Tag als Referentin im Plenum zum Thema »Bürgerschaftliches Engagement im Zeichen der Flüchtlinge« teil. Dr. Ansgar Klein, BBE-Geschäftsführer, diskutierte mit Bernhard Schwager, Geschäftsstelle Nachhaltigkeit, Robert Bosch GmbH, zum Thema »Corporate Volunteering am Beispiel der Flüchtlingsthematik«. Am zweiten Tag wurden die PreisträgerInnen des 7. Deutschen CSR-Preises 2016 ausgezeichnet. In Kooperation mit dem BBE wurde erstmalig ein Preis für MitarbeiterInnenengagement und ein Sonderpreis »Gelungene Maßnahme zur Flüchtlingsunterstützung« vergeben. Brigitta Wortmann war Vorsitzende der Jury in der Kategorie »Mitarbeiterengagement«.

Tagungsband zum 12. Deutschen CSR-Forum (PDF, 11,5 MB)

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Neue Praktikantin in der Civil Academy

Seit Anfang April 2016 ist Toni Shtereva als Praktikantin bei der Civil Academy angestellt. Sie unterstützt die Arbeit im Bereich Veranstaltungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Toni Shtereva kommt ursprünglich aus Bulgarien und ist schon am Ende ihres Bachelorstudiums im Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Bei der Civil Academy wird sie in den nächsten drei Monaten tätig sein.

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Mitglied des Monats: Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern

Im Juni 2015 nahm die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern auf Initiative der Landesregierung ihre Arbeit auf. Aufgaben und Ziele der Stiftung wurden in Dialogveranstaltungen mit Engagierten und VertreterInnen von Vereinen und Kommunen gemeinsam entwickelt: z.B. die Stärkung der Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement und die Beratung zu Fragen der praktischen Vereinsarbeit sowie zu Fördermöglichkeiten. Kleinere Projektvorhaben fördert die Stiftung auch selbst: Neben einem allgemeinen Förderprogramm hat sie ein Sonderprogramm aufgelegt, um Willkommensinitiativen von Schulförder- und Schulträgervereinen finanziell zu unterstützen und Engagierte in der Flüchtlingshilfe mit Weiterbildungen zu stärken. Auch allgemeine Weiterbildungen zu Themen wie Vereinsrecht, Fundraising oder der Erstellung von Vereinswebseiten bietet die Stiftung an. Auf dem Portal »Gutes Tun in MV« können Vereine und Initiativen sich und ihre Arbeit vorstellen und Engagierte oder ProjektpartnerInnen für ihre Vorhaben finden. Im BBE engagierte sich die Stiftung bisher u.a. als Mitveranstalterin der Fachtagung »Kinder - Kitas - Kooperationen. Engagement und Partizipation in Kindertagesstätten« im Dezember 2015 sowie am Gemeinschaftsstand des BBE auf der Internationalen Grünen Woche.

Weitere Informationen zur Ehrenamtsstiftung MV

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Zukunft der Berliner Engagementlandschaft: Reminder

Noch bis zum 30. April 2016 können interessierte BerlinerInnen online über die »Zukunft der Berliner Engagementlandschaft« diskutieren und ihre Ideen und Vorstellungen einbringen. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses dienen als Grundlage für weitere engagementpolitische Entscheidungen Berlins. Ziel des Dialogprozesses ist es, den Austausch und die Offenheit innerhalb der Engagementlandschaft in Berlin zu fördern. Das entstandene Papier wird unter anderem dem Berliner Abgeordnetenhaus vorgelegt und im Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement beraten werden.

Weitere Informationen zum Online-Dialog

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Forum Aktive Bürgerschaft 2016: 20 Jahre Bürgerstiftungen

Seit 1996 haben sich Bürgerstiftungen zu einer festen Größe im bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland entwickelt. Beim Forum Aktive Bürgerschaft 2016 am 20. Mai 2016 in Berlin soll auf diese Erfolgsgeschichte zurück und nach vorn geblickt werden. Eine Themeninsel »Bürgerstiftungen aktiv für Flüchtlinge« bietet Raum für gezielten Austausch und zur Information untereinander. Vor welchen Herausforderungen Deutschland steht und wie Bürgerstiftungen ihre Kraft zur Mitgestaltung der Zukunft am besten entfalten können, ist Abschlussthema des Forums.

Weitere Informationen zum Forum Aktive Bürgerschaft 2016

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Jugendkongress 2016

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz - Gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) veranstaltet vom 20. bis 24. Mai 2016 in Berlin den Jugendkongress 2016. In Workshops, Außenforen und vielen weiteren Programmpunkten werden vielfältige Möglichkeiten vorgestellt, sich ehrenamtlich und zivilgesellschaftlich für Demokratie und Toleranz einzusetzen bzw. das eigene Engagement auszubauen. Höhepunkt des Jugendkongresses wird der Tag des Grundgesetzes sein, der 23. Mai. An diesem Tag werden in einem Festakt BotschafterInnen für Demokratie und Toleranz sowie die PreisträgerInnen des Wettbewerbs »Aktiv für Demokratie und Toleranz« ausgezeichnet. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren in Gruppen bis maximal sieben Personen inklusive BetreuerInnen.

Weitere Informationen zum Jugendkongress 2016

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Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016: Call for Practice

Vom 26. bis 28. September 2016 findet an der Technischen Universität Dortmund der bundesweite Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016 statt. Themen werden unter anderem sein: Lebensphase Jugend, Entgrenzung der Kinder- und Jugendarbeit, Freiwilliges Engagement und Hauptberuflichkeit, Digitalisierung, Diversität und Inklusion, Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft. Gesucht werden noch Projekte, die sich auf dem bundesweiten Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016 vorstellen möchten. Interessierte Projekte können noch bis zum 12. Mai 2016 eine kurze Projektbeschreibung (inkl. Informationen zur Organisation sowie Namen und Funktion der Person, die das Projekt präsentieren wird) einreichen. Gesucht werden Projekte, die das aktuelle Spektrum der Kinder- und Jugendarbeit abbilden sowie Einblicke in interessante Forschungsansätze und -methoden bieten.

Weitere Informationen zum Call for Practice

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Citizen Science in den Nationalen Naturlandschaften: Handreichung

Die Handreichung »Citizen Science in den Nationalen Naturlandschaften« bietet Verwaltungen von Nationalen Naturlandschaften eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und praxisnahe Tipps für die Entwicklung von Bürgerwissenschaftsprojekten. Sei es die Zählung von Vögeln, die Kartierung von Quellen oder die Dokumentation von Kröten an Amphibienzäunen - in vielen Bereichen gibt es interessante Tätigkeiten, die sich für Freiwillige mit entsprechender Expertise oder schlicht mit Freude daran, Neues zu lernen, eignen. Der Leitfaden wurde von EUROPARC Deutschland gemeinsam mit dem Projekt »BürGEr schaffen Wissen - WISSen schafft Bürger« (GEWISS) und dem Biosphärenreservat Rhön/Hessen veröffentlicht.

Weitere Informationen zur Handreichung

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»Die Zukunft von Attac«: Studie

Die Studie »Die Zukunft von Attac - Stärken, Probleme, Handlungsoptionen« von Hendrik Sander zeichnet die Entwicklung von Attac nach und zieht eine vorläufige Bilanz des politischen Wirkens. Das einführende Kapitel schildert, wie Attac Deutschland entstanden ist, welchen politischen Charakter das globalisierungskritische Netzwerk aufweist und wie die aktuelle Situation einzuschätzen ist. Demnach steckt Attac Deutschland »in einer grundlegenden Krise, die nicht bloß mit den üblichen Konjunkturen von sozialen Bewegungen zu erklären ist«. Die Stärken und Schwächen der Organisation sind Thema im Hauptteil. Das Fazit formuliert grundlegende Voraussetzungen für den vorgeschlagenen Reformprozess und benennt konkrete Handlungsempfehlungen.

Weitere Informationen zur Studie »Die Zukunft von Attac«

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»Menschenrecht und Alter«: Publikation

In der Publikation »Menschenrecht und Alter« von Gunter Geiger et al. (Hrsg.) beleuchten Fachleute aus sozialkulturellen, sozialpsychologischen, sozialrechtlichen, ethischen und theologischen Blickwinkeln das Thema der Menschenrechte und Menschenwürde im Hinblick auf die Facetten und Bilder des Alters und des Alterns. Welche Herausforderungen sind mit einer älterwerdenden Gesellschaft verbunden? Wie kann gesellschaftliche Teilhabe von älteren Menschen gewährleistet werden? Wie kann lebenswertes Alter gestaltet werden? Die Beiträge sind Ergebnis einer Ringvorlesung »Menschenrechte und Alter«, die das Bonifatiushaus Fulda gemeinsam mit dem Caritasverband für die Diözese Fulda e.V. durchgeführt hat.

Weitere Informationen zur Publikation »Menschenrechte und Alter«

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»Ehrenamt verstehen«: Publikation

Die Publikation »Ehrenamt verstehen« von Bettina Hollstein liefert eine Analyse des Ehrenamts, der Motive und der Situationen, in denen Engagement entsteht. Die Autorin deckt dabei gängige Vorurteile über das Ehrenamt auf und entkräftet diese anhand von empirischen und theoretischen Argumenten. Mithilfe der neopragmatischen Handlungstheorie von Hans Joas werden die Kontingenz, Körperlichkeit und die Sozialität des Handelns im Ehrenamt aufgezeigt. Auf Basis eines wirtschafts- und sozialethischen Konzepts werden schließlich Vorschläge zur Förderung des Ehrenamts für Staat, Wirtschaft und Nonprofit-Organisationen entwickelt.

Weitere Informationen zur Publikation »Ehrenamt verstehen«

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 3. Mai 2016.

Redaktionsschluss ist der 25. April 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
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Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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