Newsletter Nr. 4 vom 25.2.2016

Interview mit MdB Jung zur Klimakonferenz
Niebert/ Vossen: Klimaabkommen von Paris - und jetzt?
Zschiesche: Rechte haben und Rechte durchsetzen
Scholz: Was das Paris Agreement für den Klimaschutz bedeutet
Forschungspolitik und Zivilgesellschaft: Workshop-Dokumentation
»Ehrenamt im Kinderschutz«: Fachtagung
Kooperationen von Kommunen und Privaten in der Sozialen Stadt
Stiftungspreis 2016: Die integrierte Sportstadt
»Engagiert in Berlin 2016«: Unternehmenspreis
Die AfD vor den Landtagswahlen 2016: Arbeitspapier
Stadtentwicklung von unten: Podiumsdiskussion
Allianz für Weltoffenheit gegründet
Deutschlandstiftung: Integration mal 600
Caritas: Sprachliche Abrüstung notwendig
Deutscher Wanderverband für Signal der Gastfreundschaft
Gutachten zum Thema Flucht erschienen
ATTAC klagt gegen Finanzamt Frankfurt/Main
Unterausschuss BE: Protokoll zur 19. Sitzung
Sitzung der Agenda-Konferenz
Sitzung des Koordinierungsausschusses des BBE
Konstituierende Sitzung der AG »Demografischer Wandel und Engagementförderung im lokalen Raum«
Konstituierende Sitzung der AG »Freiwilligendienste«
Konstituierende Sitzung der AG »Zivilgesellschaftsforschung«
Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe »Internationales und Europa«
Fünftes Dialogforum des Forums »Inklusive Gesellschaft«
Mitglied des Monats: Heinrich-Böll-Stiftung
Geflüchtete und digitale Selbstorganisation: Kongress
»Politik von unten«: Kolloquium
»Ehrenamt im Spagat«: Tagung
»HelferHerzen«: Preis für Engagement
Jugendliche in Freiwilligendiensten als Aufgabe: Tagung
CSR-Preis der Bundesregierung
Neuer Nachrichtenservice in der Flüchtlingshilfe
Bezahltes Ehrenamt? Ein Widerspruch in sich!
Demokratietheorie und Partizipationspraxis: Publikation
Partizipation in der Offenen Kinder-/ Jugendarbeit: Publikation
Hinweis

Interview mit MdB Jung zur Klimakonferenz

Die Kooperationsaufgaben und Chancen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nach der Klimakonferenz 2015 sind das Thema des Interviews des BBE-Newsletters mit MdB Andreas Jung, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats des Deutschen Bundestages und Bezirksvorsitzender der CDU Südbaden. Der Vertragstext läutet für ihn die weltweite Klimawende ein und damit auch das Ende des fossilen Zeitalters. Dass dies gelingen kann, hängt vom Engagement der BürgerInnen ab: »Ohne das Engagement und die Akzeptanz der Bürger können Klimaschutz und ein so ambitioniertes Projekt wie die Energiewende nicht gelingen. Sie sind geradezu der Schlüssel für den Erfolg.«

Interview mit MdB Andreas Jung (PDF, 471 kB)

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Niebert/ Vossen: Klimaabkommen von Paris - und jetzt?

Die konkreten Hauptaufgaben nach den Vereinbarungen auf der Pariser Klimakonferenz sind das Thema von Prof. Dr. rer. nat. Kai Niebert, Leiter des Lehrstuhls für Didaktik der Naturwissenschaften und Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), und Bjela Vossen, Leiterin der EU-Koordination des DNR und Vizepräsidentin des Europäischen Umweltbüros (EEB). Progressive, schnelle Dekarbonisierung ist die Aufgabe durch und nach Paris, denn anders würde das vereinbarte Klimaziel drastisch verfehlt. Für die wichtigsten Politikfelder zeigen sie für Deutschland auf, was das konkret in den nächsten ein, zwei Jahren bedeutet. Für Deutschland wie Europa ist ihr Befund kritisch. Besonders mit Blick auf eine kurzsichtige Subventionierung veralteter Wirtschaftsideen und -praktiken wird eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik verfehlt. Die Verantwortung für die Endlichkeit der Erde, ihre Flora und Fauna und für spätere Generationen wird nach wie vor politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht hinreichend übernommen.

Gastbeitrag von Prof. Dr. rer. nat. Kai Niebert und Bjela Vossen (PDF, 548 kB)

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Zschiesche: Rechte haben und Rechte durchsetzen

Was ändert sich mit dem Pariser Klimavertrag und welche Rollen haben Zivilgesellschaft, Öffentlichkeit und Recht für die Umsetzung? Das sind die Themen des Gastbeitrages von Dr. Michael Zschiesche, Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. Berlin. In seinem Beitrag zeigt er nacheinander die Vorzüge und die Schwächen des Pariser Abkommens auf. Obgleich im Unterschied zu anderen Abkommen ein Compliance-Mechanismus vorgesehen ist, bleibt die Frage offen, wer die freiwilligen Verpflichtungen der Staaten kontrollieren soll. Hier sieht der Autor eine zentrale Aufgabe für Öffentlichkeit und Zivilgesellschaften: »Nur die Zivilgesellschaft besitzt die notwendige Legitimation einer Gesellschaft, die Umsetzung der eingegangenen Verpflichtungen effektiv überprüfen zu können.« Ein wichtiges Instrument können dabei auch rechtliche Möglichkeiten sein, wie der Autor beispielhaft darstellt.

Gastbeitrag von Dr. Michael Zschiesche (PDF, 493 kB)

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Scholz: Was das Paris Agreement für den Klimaschutz bedeutet

Die Ergebnisse der Pariser Klimakonferenz und die Bedeutung für den Klimaschutz sind die Themen des Gastbeitrages von Sebastian Scholz, Teamleiter/Energie und & Klima beim NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. Dabei diskutiert er die Ebenen der prinzipiellen Ziele und die der Operationalisierung dieser Ziele. Auf beiden Ebenen zeigen sich Fortschritte, aber auch Lücken und Probleme. Sein Fazit: »Das Klimaschutzabkommen ist gut, aber es wird nicht reichen. Die zivilgesellschaftlichen Akteure werden weiterhin auf allen Ebenen konsequenten Klimaschutz einfordern müssen.«

Gastbeitrag von Sebastian Scholz (PDF, 472 kB)

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Forschungspolitik und Zivilgesellschaft: Workshop-Dokumentation

Am 11. Januar 2016 fand in Stuttgart die Veranstaltung »Forschungspolitik - ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?« statt. Es ging um Erfahrungen und Hindernisse bei der besseren Einbindung zivilgesellschaftlicher Anliegen in die Wissenschaft. Organisiert wurde der Workshop von der »Plattform Forschungswende«, einem bundesweiten Netzwerk von Verbänden, Einrichtungen und Organisationen für nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit NABU und BUND. Die Dokumentation der Workshoparbeit liegt jetzt vor.

Dokumentation des Workshops zur Forschungspolitik (PDF, 795 kB) 

Tagungsbericht

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»Ehrenamt im Kinderschutz«: Fachtagung

Kinderschutz ist eine umfassende Aufgabe, die nur im Verbund und durch die Unterstützung vieler gelingen kann. Wenn persönliche AnsprechpartnerInnen im direkten sozialen Umfeld von Kindern fehlen, können Ehrenamtliche eine wichtige Funktion übernehmen. Am 9. März 2016 findet die Veranstaltung »Ehrenamt im Kinderschutz« in Stralsund statt. Ziel der Veranstaltung ist zum einen die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Kinderschutzarbeit und zum zweiten das Aufzeigen ihrer Grenzen im Vergleich zur professionellen Kinder- und Jugendhilfe. Die Fachtagung findet in Kooperation von Deutschem Kinderschutzbund LV Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Ehrenamtsstiftung MV statt. Anmeldeschluss ist der 4. März 2016.

Weitere Informationen zur Fachtagung »Ehrenamt im Kinderschutz«

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Kooperationen von Kommunen und Privaten in der Sozialen Stadt

Von Februar 2016 bis Oktober 2017 führt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) das Projekt »Kooperationen zwischen Kommunen und Privaten in der Sozialen Stadt« durch. Das Projekt richtet sich an Kommunen, die in Programmgebieten der Sozialen Stadt neue Formen der Kooperation mit Unternehmen und Stiftungen entwickeln möchten. Teilnehmende Kommunen sollten innerhalb der Projektlaufzeit konkrete Projektvorhaben initiieren bzw. umsetzen. Zehn ausgewählte Kommunen können während des Projektes intensiv beraten und begleitet werden. Die Begleitung erfolgt durch UPJ e.V. Interessierte Kommunen können sich bis zum 18. März 2016 bewerben.

Weitere Informationen zum Projekt des BBSR

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Stiftungspreis 2016: Die integrierte Sportstadt

Die Stiftung »Lebendige Stadt« und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rufen Städte und Gemeinden auf, sich für den Stiftungspreis 2016 zu bewerben. Gesucht wird »die integrierende Sportstadt: weltoffen - aktiv - interkulturell«. Preiswürdig sind Sportprojekte, die in Kooperation von Stadt, Verein oder mit anderen AkteurInnen der Flüchtlingshilfe angeboten werden und in vorbildlicher Weise die Integration von Flüchtlingen fördern. Die Projekte sollten bereits realisiert worden sein. Ein Anliegen ist es, Best-practice-Beispiele zu fördern, die anderen als Vorbild dienen können. Insgesamt ist eine Preissumme von 15.000 Euro ausgesetzt. Bewerbungsfrist ist der 31. März 2016. Am 14. September 2016 wird der Stiftungspreis feierlich verliehen.

Weitere Informationen zum Stiftungspreis 2016

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»Engagiert in Berlin 2016«: Unternehmenspreis

Erstmalig zeichnet der Regierende Bürgermeister in diesem Jahr Berliner Unternehmen aus, die einen herausragenden Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft und zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements leisten. Bewerben können sich Unternehmen mit Sitz oder Hauptwirkungskreis in Berlin, die das bürgerschaftliche Engagement ihrer MitarbeiterInnen fördern. Ein wichtiges Kriterium ist außerdem die multisektorale Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen oder öffentlicher Verwaltung. Die Preisverleihung findet auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters am 8. April 2016 im Berliner Rathaus statt.

Weitere Informationen zu »Engagiert in Berlin«

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Die AfD vor den Landtagswahlen 2016: Arbeitspapier

Wie positioniert sich die Alternative für Deutschland (AfD) in Kernfragen? Wie reagiert die AfD auf regionale Besonderheiten und wie versucht sie die aktuelle politische Konstellation zu nutzen? U.a. mit diesen Fragen beschäftigt sich das Arbeitspapier Nr. 20 »Die AfD vor den Landtagswahlen 2016 - Programme, Profile und Potenziale« der Otto Brenner Stiftung des Göttinger Instituts für Demokratieforschung. Die Studie vergleicht die AfD in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Analysiert werden Ausgangslage, Wahlprogramm, WählerInnenpotenziale und Organisation der AfD.

Weitere Informationen zum Arbeitspapier Nr. 20 der OBS

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Stadtentwicklung von unten: Podiumsdiskussion

Im Rahmen des letzten Termins der Ringvorlesungsreihe »Zukunftsstadt« »Bonn selbstgemacht. Lokale Praktiken zur Hervorbringung und Gestaltung des urbanen Raumes« tauschten sich am 11. Januar 2016 VertreterInnen der Zivilgesellschaft aus Bonn über eine »Stadtentwicklung von unten« aus. Neben Anna Wissman, Ermekeilinitiative e.V., Gesa Maschkowski, Bonn im Wandel, und Sascha Förster, Bonn.digital, war auch Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, an der Podiumsdiskussion beteiligt. Er plädierte u.a. für kommunale Netzwerke als Orte des Erfahrungsaustausches und gemeinsamer Verabredungen sowie für Formate, mit denen auch Bevölkerungsgruppen für das Engagement gewonnen werden können, die sich bisher wenig engagieren. Die Podiumsdiskussion fand statt im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Reihe »Die Welt im Wandel: Zukunftsstadt«. Ein Mitschnitt sowie ein Veranstaltungsbericht stehen online zur Verfügung.

Mitschnitt der Podiumsdiskussion

Bericht zur Veranstaltung

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Allianz für Weltoffenheit gegründet

Am 11. Februar 2016 hat sich die »Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt« in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammen fordern sie im Aufruf »Die Würde des Menschen ist unantastbar« dazu auf, gerade in Krisenzeiten an den rechtsstaatlichen, sozialen und humanitären Errungenschaften unserer Gesellschaft festzuhalten und Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten: »Die Würde des Menschen zu schützen, ist unser Ziel. Deshalb engagieren wir uns mit vereinten Kräften für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa.« Zu dem Bündnis gehören die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund, der Koordinationsrat der Muslime, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Zentralrat der Juden in Deutschland.

Aufruf der Allianz für Weltoffenheit

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Deutschlandstiftung: Integration mal 600

Zum sechsten Mal wurden gut 100 junge engagierte Menschen mit Migrationshintergrund in das MentorInnenprogramm »Geh Deinen Weg« der Deutschlandstiftung Integration aufgenommen, darunter zum ersten Mal 12 junge Menschen mit Flüchtlingsgeschichte. Spürbar wurde auf der Veranstaltung ein hohes Maß an gemeinsamem Geist der alten wie neuen StipendiatInnen, die sich als junge Menschen mit Migrationshintergrund sehen, die ihr Deutschland prägen werden. Initiiert wurde das Programm »Geh Deinen Weg« vor fünf Jahren von EDEKA und der Deutschen Telekom. Der Festakt fand in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin statt, mit Altpräsident Christian Wulff als Festredner, der zugleich seit 2014 aktiver Mentor im Programm ist. In seiner vielschichtigen, reflexiven Rede sprach er sich für eine neue Kunst des Zusammenlebens aus, wie sie im Konvivalismus seit 2010 diskutiert wird. Eine Debatte, für die im deutschsprachigen Raum AutorInnen aus dem Engagement- und Philanthropiebereich wie Prof. Frank Adloff stehen. Neben langjährigen und aktuellen StipendiatInnen sprachen ebenso Bilkay Öney, Ministerin für Integration in Baden-Württemberg, der Vorstandsvorsitzende der Deutschlandstiftung Wolfgang Fürstner und der Staatssekretär des Bundesfamilienministeriums Dr. Ralf Kleindiek.

Informationen zur Veranstaltung und zu »Geh Deinen Weg«

Diskussion um Konvivalismus

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Caritas: Sprachliche Abrüstung notwendig

In einem Interview mit dem domradio forderte am 11. Februar 2016 Caritas-Generalsekretär Georg Cremer in der Auseinandersetzung um die Aufnahme von und die Hilfe für Flüchtlinge eine sprachliche Abrüstung. Es gibt keine »Herrschaft des Unrechts«, sondern Deutschland erfülle seine internationalen, vertraglichen Verpflichtungen. Ebenso wenig gibt es ein »Staatsversagen«, noch ersetzen Ehrenamtliche staatliche Strukturen. Vielmehr stehen Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam vor einer großen Herausforderung: »Die ehrenamtlichen Helfer tun wahnsinnig viel, aber auch die Beamten, die Mitarbeiter der Landratsämter, der Kommunen tun wahnsinnig viel. Und das ist der zweite Aspekt: Es findet eine tolle Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft statt und es gibt kein Staatsversagen.« Fairness in der Analyse und in der Sprache tun not.

Interview mit Caritas-Generalsekretär Georg Cremer

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Deutscher Wanderverband für Signal der Gastfreundschaft

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV), ruft angesichts der Häufung von Angriffen auf Flüchtlinge zu mehr Toleranz und Zeichen der Gastfreundschaft auf. Die Vervierfachung der Straftaten gegen Flüchtlingsheime im Jahr 2015 mit 900 Delikten gegenüber 2014 sei bestürzend. Die Wanderbewegung, die seit ihrer Gründung vor über 130 Jahren für gegenseitige Achtung und Respekt eintrete, müsse sich engagieren: »Gerade die Wanderer sollten ein Zeichen setzen und zeigen, dass Wandern nicht trennt sondern verbindet. Der Wanderverband steht für Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Für Rassismus, Diskriminierung und Menschenverachtendes ist bei uns kein Platz.«

Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbandes

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Gutachten zum Thema Flucht erschienen

Das Gutachten mit dem Titel »Partizipation von Flüchtlingen in der kommunalen Entwicklungspolitik«, herausgegeben von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global gGmbH, bietet Interessierten grundlegende Informationen über das Themenfeld. Das Gutachten identifiziert zudem Projekte und AkteurInnen und gibt Hinweise, wie praktische kommunale Maßnahmen zum Themenfeld gelingen können. Hierzu wird unter anderem die Rolle von Kommunalverwaltungen, migrantischen Organisationen und anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen sowie der geflüchteten Personen selbst differenziert betrachtet. Grundlage für die Ausarbeitung des Gutachtens bildeten zwei Workshops mit VertreterInnen von migrantischen Organisationen, mit VertreterInnen entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen, aus Kommunalverwaltungen, Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, Bundesbehörden sowie Geflüchteten. Das Gutachten ist als Heft Nummer 36 in der Reihe »Dialog Global« erschienen und kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

Weitere Informationen und Bestellung

Gutachten (PDF, 1,3 MB)

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ATTAC klagt gegen Finanzamt Frankfurt/Main

Am 17. Februar 2016 teilte das globalisierungskritische Netzwerk Attac mit, dass es gegen das Finanzamt klagen werde, um seine Gemeinnützigkeit wieder zu erlangen. Mit der Begründung, Attac sei zu politisch, hatte das Finanzamt Frankfurt dem Netzwerk am 14. April 2014 die Gemeinnützigkeit entzogen. Insbesondere der Einsatz für eine Finanztransaktionssteuer oder eine Vermögensabgabe diene keinem gemeinnützigen Zweck, hieß es zur Begründung. Attac legte umgehend Einspruch ein. In Reaktion auf die Entscheidung mit anderen Organisationen hat Attac die Gründung der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung« angestoßen, die im Juli 2014 die Arbeit aufnahm. Der Allianz haben sich mehr als 60 Vereine und Stiftungen angeschlossen, darunter beispielsweise Brot für die Welt, Amnesty International, Medico International, Oxfam, Terres des Hommes und Campact. Am 27. Januar 2016 erhielt Attac den ablehnenden Einspruchsbescheid des Finanzamtes und beschreitet jetzt den Klageweg vor Gericht.

Pressemitteilung von Attac

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Unterausschuss BE: Protokoll zur 19. Sitzung

Am 27. Januar 2016 fand die 19. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages in der 18. Legislaturperiode statt. Das Protokoll zur Sitzung liegt nun vor. Zentraler Tagungsordnungspunkt war die »Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der gemeinsamen Evaluation des Gesetzes über den Bundesfreiwilligendienst und des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten«. Als Sachverständige äußerten sich Susanne Huth, INBAS-Sozialforschung und eine der Autorinnen der Evaluation, Juliane Meinhold, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), Stefan Malik, Bundesarbeitskreis FSJ, und Dirk Hennig, Bundesarbeitskreis FÖJ. Die Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner bewertete die Ergebnisse der Evaluation aus Sicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), unterstützt von Dr. Christoph Steegmans.

Protokoll zur Sitzung Unterausschuss BE

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Sitzung der Agenda-Konferenz

Am 18. Februar 2016 kamen die neugewählten SprecherInnen der Arbeitsgruppen und der SprecherInnenrat des BBE mit AnsprechpartnerInnen aus der BBE-Geschäftsstelle zur ersten Agenda-Konferenz zusammen. Einführend stellte Dr. Lilian Schwalb, Leiterin des Bereichs Netzwerkbetreuung und -entwicklung, das neue Format vor, das eine Weiterentwicklung der ehemaligen AG-SprecherInnenkonferenz darstellt. Im Sinne eines Fachbeirates dient die Agenda-Konferenz künftig der gemeinsamen Beratung und Gestaltung der BBE-Agenda und soll Synergien zwischen den einzelnen Themenfeldern in den Blick nehmen.

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Sitzung des Koordinierungsausschusses des BBE

Am 19. Februar 2016 konstituierte sich der 6. Koordinierungsausschuss des BBE (KOA). Im Fokus stand die Wahl eines neuen SprecherInnenrats durch die KOA-Mitglieder. Manfred Bauer, Leiter der Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement und Demografie in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Michael Bergmann, Leiter des Arbeitsbereichs Engagementförderung im Deutschen Caritasverband, Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V., und Brigitta Wortmann, Senior Political Adviser, BP Europa SEBP Europa SE, wurden für weitere drei Jahre als Mitglieder des SprecherInnenrats bestätigt. Als Nachfolger für den bisher amtierenden Prof. Dr. Thomas Olk wurde Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, gewählt. Nach der Mittagspause zog Dr. Lilian Schwalb, Leiterin des Bereichs Netzwerkbetreuung und -entwicklung der BBE-Geschäftsstelle, ein erstes Resümee zum Agendaprozess und insbesondere zu den konstituierenden Sitzungen der neuen AGs und skizzierte das weitere Vorgehen: Ein nächster Schritt wird die Benennung von ThemenanwältInnen für die Themenfelder mit AG-übergreifender Relevanz sein, die sich mit ihrer Expertise in das Netzwerk einbringen und Querschnittsthemen im Blick behalten sollen. Im Anschluss stellte Dr. Rainer Sprengel, Leiter des neuen Bereichs Kommunikation/Information im BBE, ein erstes Gerüst für die Kommunikationsstrategie vor, die der Bereich mit Unterstützung der Netzwerkmitglieder IBM und der Telekom erarbeitet. Abschließend gab Dieter Rehwinkel, Projektleiter der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, einen ersten Ausblick auf die Aktionswoche. Schwerpunkte der Woche vom 16. - 25. September 2016 werden die Themen »Gesundheit und Prävention«, »Migration und Engagement« sowie »Unternehmensengagement für Arbeit und Integration« sein.

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Konstituierende Sitzung der AG »Demografischer Wandel und Engagementförderung im lokalen Raum«

Die Arbeitsgruppe im Themenfeld »Demografischer Wandel und Engagementförderung im lokalen Raum« konstituierte sich am 15. Februar 2016. Begrüßt wurden die 35 Teilnehmenden von den bisherigen SprecherInnen der BBE-AG Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement, Dagmar Vogt-Jannsen, Bereichsleiterin im Kommunalen Seniorenservice der Landeshauptstadt Hannover, und Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher Generali Zukunftsfonds. Der Schwerpunkt der Sitzung lag darauf, eine Verständigung über Leitlinien der Arbeitsgruppe und die Agenda der kommenden Treffen zu erlangen. Ein zentraler Diskussionspunkt war die Verständigung über den Begriff »demografischer Wandel«. So plädierte ein Großteil der Teilnehmenden dafür, diesen sehr weit zu fassen und nicht auf die Fragen einer alternden Gesellschaft zu verengen. Bis zur kommenden AG-Sitzung im Frühjahr werden nun Themen gesammelt und zu einer Agenda zusammengestellt. Begleitet wurde dieser Prozess von Dr. Lilian Schwalb, Leiterin der BBE-Netzwerkbetreuung und -entwicklung, die die Arbeitsgruppe u.a. über neue Formen der Zusammenarbeit informierte, die im Rahmen des Agendaprozesses erarbeitet wurden. In das SprecherInnenteam wurden Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds, und als Stellvertreterin Dr. Julia Schlicht, Projektleiterin für Pflege, Engagement, Qualifizierung (PEQ) beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., gewählt.

Weitere Informationen zur AG »Demografischer Wandel und Engagementförderung im lokalen Raum«

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Konstituierende Sitzung der AG »Freiwilligendienste«

Über 30 VertreterInnen aus verschiedenen Bereichen kamen am 16. Februar 2016 zur konstituierenden Sitzung der durch die Mitgliederversammlung wieder eingesetzten Arbeitsgruppe im Themenfeld »Freiwilligendienste« in Frankfurt am Main zusammen. Gastgeberin war die LandesEhrenamtsagentur (LEA) Hessen, für die die Geschäftsführerin Claudia Carnemolla die Begrüßung übernahm. Einführend berichtete Mareike Jung, Referentin im Bereich Netzwerkbetreuung und -entwicklung in der BBE-Geschäftsstelle, über die Ergebnisse des Agenda-Prozesses und stellte neue Möglichkeiten der Schwerpunktsetzung und der Zusammenarbeit vor. Im weiteren Verlauf der Sitzung stand die Diskussion über zukünftige Inhalte der wieder eingesetzten Arbeitsgruppe. Frau Dr. Christa Perabo, ehrenamtliche Mitarbeiterin der LandesEhrenamtsagentur Hessen und Beisitzerin im BAGFA-Vorstand, und Herr Rainer Hub, Bundesreferent Arbeitsfeld Freiwilliges soziales Engagement und Freiwilligendienste, Sozialpolitisches Zentrum Familie, Bildung und Engagement, Diakonie Deutschland, wurden einstimmig als AG-SprecherInnen von den Mitarbeitenden bestätigt. Nach einem Bericht von Eleonore Hübner, Leiterin des Referates 123 »Bundesfreiwilligendienst« im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, über die aktuellen Entwicklungen der Freiwilligendienste mit und ohne Flüchtlingsbezug stellte Susanne Huth, Leiterin von INBAS-Sozialforschung GmbH, Ergebnisse und Empfehlungen der Evaluation des BFD und des JFWD vor. Das Thema »Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen« stand im Fokus eines zweiten Vortrags von Rebecca Daniel, Referentin für Freiwilligendienst »weltwärts alle inklusive«, Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev). Die nächste Sitzung der AG Freiwilligendienste findet am 31. Mai 2016 in Berlin statt.

Vollständiger Sitzungsbericht der konstituierenden Sitzung

Weitere Informationen zur AG »Freiwilligendienste«

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Konstituierende Sitzung der AG »Zivilgesellschaftsforschung«

Am 12. Februar 2015 fand die konstituierende Sitzung der wieder eingesetzten Arbeitsgruppe im Themenfeld »Zivilgesellschaftsforschung« statt. Nach einer Vorstellungsrunde der knapp 25 VertreterInnen und ExpertInnen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft präsentierte Dr. Lilian Schwalb, Leiterin des Bereichs Netzwerkbetreuung und -entwicklung der BBE-Geschäftsstelle, wesentliche Ergebnisse des Agendaprozesses und stellte Impulse aus dem Prozess hinsichtlich neuer Formen der Schwerpunktsetzung und Zusammenarbeit zur Diskussion. In der Diskussion über die künftige Agenda wurde vor allem der beidseitige Nutzen einer gegenseitigen Befruchtung von Wissenschaft und Praxis hervorgehoben. In das AG-SprecherInnenteam gewählt wurden Dr. Holger Krimmer, Mitglied der Geschäftsleitung der Wissenschaftsstatistik und Leiter der Geschäftsstelle ZiviZ, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Prof. em. Dr. Adalbert Evers, Senior Fellow am CSI Centrum für soziale Investitionen und Innovationen, Universität Heidelberg (in Abwesenheit), und PD Dr. Heike Walk, Geschäftsführerin des Forschungszentrums für Umweltpolitik an der Freien Universität zu Berlin. Dr. Holger Krimmer stellte anschließend in einem Input das Projekt »Forum Zivilgesellschaftsdaten (FZD)« vor, das eine systematische und strukturierte Bündelung und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Daten zur Zivilgesellschaftsforschung zum Ziel hat. Die nächste Sitzung der AG »Zivilgesellschaftsforschung« findet am 24. Juni 2016 in Berlin statt. Schwerpunkt soll vor allem das Thema Flucht und Migration im Kontext der Zivilgesellschaftsforschung sein.

Weitere Informationen zur AG »Zivilgesellschaftsforschung«

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Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe »Internationales und Europa«

Am 17. Februar 2016 fand die konstituierende Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe 7 im Themenfeld »Internationales und Europa« in Berlin statt. Etwa 30 Teilnehmende diskutierten über zukünftige Themen und Arbeitsformen der neu eingesetzten Arbeitsgruppe. Ebenso im Mittelpunkt stand die Wahl neuer SprecherInnen der AG. Das neue SprecherInnenteam bilden Dr. Jeannette Spenlen, Kultur- und Religionswissenschaftlerin und Referentin in der »Mitmachzentrale« von Engagement Global, und Abdou Rahime Diallo, Promoter für Migration & Entwicklung für Brandenburg beim Verband Entwicklungspolitischer NRO Brandenburg (VENROB), Politikberater für Ministerin der AKP-Staaten für Migrations- und Entwicklungspolitik und ehemaliger Sprecher der BBE-Unter-AG »Internationales Engagement« (2015). Es wird bei der nächsten Sitzung noch um eine Vertretung für die Europaarbeit im BBE ergänzt. Im Vorfeld der Konstituierung fand das 4. Symposium »Internationale Konflikte, Zivilgesellschaft und Frieden« der ehemaligen UAG »Internationales Engagement« statt, die damit ihre Tätigkeit beendete. Nach der Einführung von Prof. Dr. Peter Schlotter, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, in das Thema Internationale Konflikte, Zivilgesellschaft und Frieden referierte Andreas Dieterich, Referent für zivile Konfliktbearbeitung bei Brot für die Welt, über die Konflikte und die Perspektiven der Zivilgesellschaft in den betroffenen Regionen. Sebastian Gräfe, Zentrum für zivil-militärische Zusammenarbeit, diskutierte mit den Teilnehmenden über die Begriffe »Zivilbevölkerung«, »Zivilgesellschaft« und über die zivil-militärische Zusammenarbeit. Dieses bereits im vergangenen Jahr konzeptionell vorbereitete Symposium bot einen inhaltlich spannenden und hochaktuellen Auftakt zur weiteren Arbeit der neuen Arbeitsgruppe.

Weitere Informationen zur AG »Internationales und Europa«

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Fünftes Dialogforum des Forums »Inklusive Gesellschaft«

Am 17. Februar 2016 kamen in Berlin ca. 60 ExpertInnen im Rahmen des »Forums Inklusive Gesellschaft« zusammen. Im Rahmen des Dialogforums »Antidiskriminierung« ging es um die Frage, welchen Beitrag bürgerschaftliches Engagement leisten kann, damit Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft nicht diskriminiert werden. Dabei ging es sowohl um Möglichkeiten, wie Engagement einen diskriminierungsfreien Zugang zum gesellschaftlichen Leben ermöglichen kann, als auch um Maßnahmen, die zivilgesellschaftliche Organisationen ergreifen können, um ihre eigenen Strukturen diskriminierungsfrei zu gestalten. Nicht zuletzt wurde darüber diskutiert, wie Beratungsstrukturen beschaffen sein müssen, damit Menschen im Falle einer Diskriminierung ihr Recht auch tatsächlich einklagen können. Hier kommt den Selbstvertretungsverbänden und unabhängigen Beratungsstellen eine wichtige Rolle zu.

Weitere Informationen zum Dialogforum »Antidiskriminierung«

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Mitglied des Monats: Heinrich-Böll-Stiftung

Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll hat sich in die Politik eingemischt, hat Zivilcourage gezeigt und andere dazu ermutigt. Dieses Vermächtnis trägt die grüne politische Stiftung in ihrem Namen. Die Heinrich-Böll-Stiftung steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe und begreift sich als Agentur für grüne Ideen und Projekte. Die Bundesstiftung mit Sitz in Berlin kooperiert mit 16 Landesstiftungen in den Bundesländern und 160 ProjektpartnerInnen in über 60 Ländern. Sie hat eigene Büros in 31 Ländern. Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Bücher, Studien und Fachgespräche machen die Arbeit sichtbar. Der Internetauftritt gießt die Themen der Stiftung in Webdebatten, Dossiers, Erklärfilme und Blogs. Die Grüne Akademie ist ein Netzwerk aus rund 60 ehrenamtlichen Mitgliedern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, hier werden wissenschaftliche und politische Diskurse miteinander verzahnt. Mit der Vergabe von Preisen erinnert die Heinrich-Böll-Stiftung an grüne Vordenkerinnen: Hannah Arendt, Petra Kelly, Anne Klein. Das erfolgreichste Printprodukt ist der mit dem BUND entwickelte Fleischatlas, der Daten und Fakten zur weltweiten Fleischerzeugung präsentiert, Zusammenhänge aufzeigt und so zu einem bewussteren Umgang mit Tieren und Fleisch anregen will.

Weitere Informationen zur Heinrich-Böll-Stiftung

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Geflüchtete und digitale Selbstorganisation: Kongress

Vom 3. bis zum 5. März 2016 findet der Kongress »Zivilgesellschaft 4.0 - Geflüchtete und digitale Selbstorganisation« im Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt. Für Tausende von Geflüchteten, die in Deutschland ankommen, ist Selbstorganisation besonders wichtig. Für die Selbstorganisation sind besonders digitale Werkzeuge entscheidend. Was muss heute angepackt werden? Welche Herausforderungen müssen gemeistert werden? Der dreitägige Kongress bringt Geflüchtete, AktivistInnen, EntwicklerInnen, TheoretikerInnen und KünstlerInnen zusammen, um Strategien zu entwickeln und kritisch über die aktuelle Situation zu reflektieren. Ziel ist es, Probleme zu diskutieren und Lösungen festzuhalten; zu analysieren und zu veranschaulichen, was fehlt. In Arbeitsgruppen entwickeln ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen Instrumente zur Herstellung von Handlungsfähigkeit. Learning Workshops vermitteln Wissen über digitale Technologien und Selbstermächtigung. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen zum Kongress »Zivilgesellschaft 4.0«

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»Politik von unten«: Kolloquium

Seit 2011 organisiert der Arbeitskreis soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), zu Beginn in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin und der Berlin Graduate School of Social Sciences, das Kolloquium »Politik von unten«. In dem Kolloquium werden Forschungsprojekte und Texte zu kollektivem politischem Handeln diskutiert. Einen Schwerpunkt im Programm Frühjahr/ Sommer 2016 bilden vier Sitzungen zum Thema Mobilisierungen in der Flüchtlingspolitik. Darüber hinaus geht es u.a. um kollektive Identität in linken Bündnissen in der Ukraine, um Protest und Recht in Indien und UK, Identität und Repertoires im autoritären Ägypten, Netzwerke der internationalen Klimabewegung, Videoüberwachung und polizeiliche Definitionsmacht. Am 7. März 2016 findet das nächste Treffen statt. Diesmal zum Thema: »Boundary Making and the (Non-)Diffusion of Mobilization Against Refugees«.

Weitere Informationen zum Kolloquium »Politik von unten«

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»Ehrenamt im Spagat«: Tagung

Ehrenamtliche verbessern mit ihren vielfältigen Aktivitäten die Lebenssituation vieler Geflüchteter. Gleichzeitig kommen Ehrenamtliche in ihrem Engagement auch immer wieder an ihre Grenzen. Mit der Tagung »Ehrenamt im Spagat« am 19. März 2016 bietet die Heinrich-Böll-Stiftung ehren- und hauptamtlichen Engagierten im Bereich Flucht und Asyl einen Raum für Reflexion, Austausch und Auseinandersetzung mit dem eigenen Engagement. Eine Anmeldung ist bis zum 11. März 2016 möglich.

Weitere Informationen zur Tagung »Ehrenamt im Spagat«

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»HelferHerzen«: Preis für Engagement

Millionen Menschen in Deutschland nehmen sich tagtäglich Zeit, um sich in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich zu engagieren. Die Initiative »HelferHerzen« möchte diese Menschen würdigen und das Bewusstsein für ihren Einsatz in der Öffentlichkeit stärken. Engagierte können ihr Engagement online auf der Webseite noch bis zum 13. März 2016 beschreiben und so am Wettbewerb teilnehmen. »HelferHerzen« möchte insbesondere Engagierte hervorheben, die in der Nähe wirken und das Zusammenleben mitgestalten. Eine von mehr als 120 regionalen Jurys entscheidet im Sommer 2016 über die PreisträgerInnen. »HelferHerzen« ist eine Initiative von Naturschutzbund Deutschland, Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband, Deutsche UNESCO-Kommission und dm-drogerie markt.

Weitere Informationen zu »HelferHerzen«

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Jugendliche in Freiwilligendiensten als Aufgabe: Tagung

Vom 25. bis 26. April 2016 findet die Tagung »FREI│WIL│LIG - Jugendliche in Freiwilligendiensten als Aufgabe« statt, veranstaltet von der Evangelischen Akademie Meissen in Kooperation mit der Fachstelle Freiwilligendienste in Sachsen. Die Tagung beschäftigt sich mit den veränderten Rahmenbedingen für Freiwillige sowie mit den Veränderungen der Freiwilligen selbst: Welche Schlussfolgerungen lassen sich vor dem Hintergrund der Veränderungen für Bildungsabläufe und den Bildungsauftrag im Freiwilligendienst ziehen? Welche Auswirkungen haben die Biografien, die Lebenswirklichkeiten und die persönliche Reife der Freiwilligen auf den Dienst und die Anstellungsträger? In welcher Form gilt es Bedarfe der Freiwilligen und der Dienststellen miteinander anzugleichen?

Weitere Informationen zur Tagung »FREI│WIL│LIG«

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CSR-Preis der Bundesregierung

Vom 1. Mai 2016 bis zum 15. Juni 2016 können sich Unternehmen, die für soziale und ökologische Verantwortung einstehen, für den CSR-Preis der Bundesregierung bewerben. Der CSR-Preis wird in verschiedenen Größenkategorien vergeben und deckt die folgende Aktionsfelder ab: Unternehmensführung, Markt, Arbeitsplatz, Umwelt und Gemeinwesen. Erstmalig gibt es zwei Sonderpreise für Unternehmen, die sich auf verantwortungsvolles Lieferketten-Management sowie auf die betriebliche Integration von Flüchtlingen beziehen. Bei der Teilnahme erhält jedes Unternehmen eine individuelle Analyse seiner bisherigen CSR-Aktivitäten, womit die Teilnehmenden eine Expertise zur eigenen Einschätzung sowie für die Weiterentwicklung ihrer CSR-Maßnahmen erhalten.

Weitere Informationen zum CSR-Preis der Bundesregierung

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Neuer Nachrichtenservice in der Flüchtlingshilfe

Im Januar 2016 startete HelferZentrale.org, ein neuer Nachrichten-Service rund um Flüchtlingshilfe und Integration. Ein Netzwerk von Medienunternehmen hat das Projekt entwickelt und will so die Ersthilfe und Integrationsarbeit mit einem einfachen und schnell zugänglichen Informationsmedium unterstützen. Die Website sammelt und verbreitet aktuelle Nachrichten, erfolgreiche Beispiele, praktisches Wissen und nützliche Tipps rund um die Flüchtlingshilfe. Mit einem Blog und einem wöchentlichen Newsletter soll ein kostenloser Service zum Informationsaustausch für die Flüchtlingshilfe etabliert werden. Ziel ist es, die Hilfe und Integrationsarbeit zu begleiten und zu fördern.

Webseite helferzentrale.org

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Bezahltes Ehrenamt? Ein Widerspruch in sich!

Dr. Andreas Frank, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, und Florian Köhn, Oberregierungsrat im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit der Tendenz zur Monetarisierung im bürgerschaftlichen Engagement. Sie stellen die Abgrenzung von Ehrenamt und Arbeitsverhältnis dar und fassen zusammen: »Um es auf den Punkt zu bringen: Eine ehrenamtliche Tätigkeit liegt dann nicht vor, wenn Ehrenamtliche eine Vergütung erhalten, die über eine angemessene Aufwandsentschädigung hinausgeht. Ein bezahltes Ehrenamt gibt es dagegen nicht!« Der Beitrag ist erschienen im PUBLICUS - Der online Spiegel für das Öffentliche Recht, Ausgabe 2016.2.

Beitrag »Bezahltes Ehrenamt?«

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Demokratietheorie und Partizipationspraxis: Publikation

Die Publikation »Demokratietheorie und Partizipationspraxis« von Sophia Alcántara, Nicolas Bach, Rainer Kuhn und Peter Ullrich stellt die erste umfangreiche wissenschaftliche Systematisierung von Partizipationsformaten dar. 39 ausgewählte Beteiligungsverfahren und Anwendungsbeispiele werden mit Hilfe von 45 Kriterien und Subkriterien dargestellt, systematisiert und analysiert. Die Reflexion der Verfahren vor dem Hintergrund normativer und demokratietheoretischer Konzepte gibt Aufschluss über Zielkonflikte, Probleme und Hindernisse bei der Umsetzung und diskutiert diese theoretisch sowie unter Praxisbezug. Der Band richtet sich an Dozierende und Studierende der Politik- und Sozialwissenschaften sowie an Fach- und Führungskräfte aus Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Erschienen ist der Band in der Reihe »Bürgergesellschaft und Demokratie« bei Springer VS Wissenschaft.

Weitere Informationen zur Publikation

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Partizipation in der Offenen Kinder-/ Jugendarbeit: Publikation

Die Publikationen »Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligen fördern« (Band 1 und Band 2) beschäftigen sich mit der demokratischen Partizipation in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, die besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche erreicht. Diese lehnen etablierte Politikformen ab, sind jedoch bereit, Probleme zu benennen und sich zu engagieren. Band 1 beschäftigt sich mit den konzeptionellen Grundlagen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit und belegt, dass das Handeln von Kindern und Jugendlichen immer »gesellschaftlich« ist. Als Fachkraft gilt es, dieses anzuerkennen und aufzugreifen. Band 2 beantwortet die Frage, wie Fachkräfte Projekte gesellschaftlichen Engagements und demokratischer Partizipation in der Jugendarbeit fördern können. Die Publikationen geben praktische Erfahrungen und Evaluationsergebnissen des Projekts »Förderung gesellschaftlichen Engagements von Benachteiligten in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (GEBe)« wieder, das im Rahmen des Projekts »jungbewegt« der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.

Weitere Informationen zu den Publikationen

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 10. März 2016.

Redaktionsschluss ist der 3. März 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

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Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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