Newsletter Nr. 5 vom 20.3.2014

Bergmann: Vom Pflichtdienst zum Freiwilligendienst

Michael Bergmann, Leiter des Arbeitsbereichs Engagementförderung im Deutschen Caritasverband und Mitglied des Koordinierungsausschusses des BBE, hat einen Artikel zur Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) geschrieben. Wesentliche Inhalte des Beitrags sind ein Rückblick auf die im Jahr 2011 eilige Einführung des BFD, die holprigen Anfänge und Schwierigkeiten sowie die Betrachtung notwendiger Veränderungen für die Zukunft. Bergmann zieht in seinem Beitrag eine positive Bilanz gegenüber der Einführung des BFD. So konnten im Dezember 2013 bundesweit erstmalig mehr als 49.000 Freiwillige im BFD im Dienst verzeichnet werden. In den fehlenden Geldern und der Vertröstung von Interessierten aufgrund einer zu geringen Platzanzahl, sieht er jedoch auch Schattenseiten des BFD. Der Beitrag wurde in der Zeitschrift »Salzkörner« des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) veröffentlicht.

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Bündelung der Freiwilligendienste: Stellungnahme BDKJ

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt in einer Pressemitteilung vom 24. Februar 2014 grundsätzlich das Regierungsvorhaben, künftig alle Freiwilligendienste im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu bündeln. Entscheidend für die Freiwilligen sei nicht der zuständige Minister oder die zuständige Ministerin, sondern dass es sich um Lerndienste handelt, die noch besser als bisher an den Bedürfnissen der Freiwilligen ausgerichtet werden. Die Besonderheiten etwa von »weltwärts« als entwicklungspolitischem Lerndienst müssten auch im BMFSFJ erhalten bleiben. »Das Freiwillige Ökologische Jahr ist auch nicht im Bundesumweltministerium angesiedelt und hat dennoch entsprechende Standards«, stellt die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier fest.

Pressemitteilung unter
www.bdkj.de/index.php

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Bündelung der Freiwilligendienste: Stellungnahme von PFIF

Die Politische Interessenvertretung internationaler Freiwilligendienste (PFIF) hat Ende Februar eine Stellungnahme zur Bündelung der Freiwilligendienste publiziert, die auf dem Feedback ehemaliger Freiwilliger aus den Auslandsfreiwilligendiensten beruht. Auch bei denen, die in einer solchen Bündelung eine Chance vermuten, zeigen sich die gleichen Sorgen vor Qualitätsverlust, Verlust des entwicklungspolitischen Profils und Kürzungen im »weltwärts«-Programm. Zugleich wird Transparenz und Beteiligung angemahnt: »Wir fordern eine Einbindung von ehemaligen Freiwilligen und anderen beteiligten Akteuren in diesen Prozess, denn bei der inhaltlichen Debatte um die Zukunft und Qualität der Auslandsfreiwilligendienste dürfen die Erfahrungswerte ehemaliger TeilnehmerInnen nicht fehlen!«

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Selbstbestimmung im Ehrenamt: Dokumentation

Zum Abschluss der letztjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements luden die Kirchen zu einer Tagung ein mit dem Titel »Gefordert und gefördert: Wie selbstbestimmt ist ehrenamtliches Engagement?« Diese Dritte Ökumenische Tagung zum ehrenamtlichen Engagement in Kirche und Gesellschaft fand am 20. und 21. September 2013 in Köln statt. Ehrenamt als Ausdruck und Anreger von biografischen wie gesellschaftlichen Umbrüchen stellte einen roten Faden der Vorträge, Foren und Diskussionen dar. Eine umfassende Dokumentation der Tagung ist nun erschienen. Sie beinhaltet die Eröffnungsreden und Grußworte, Haupt- und Impulsvorträge aus den Foren zusammen mit den erarbeiteten bildungs-, engagement- und kirchenpolitischen Positionierungen. Sie kann für 5 Euro zzgl. Versandkosten (VK 6,40 Euro) bezogen werden, solange der Vorrat reicht. Online zugänglich sind die Mitschnitte der Reden sowie die überarbeiteten Thesen der Tagung.

 
Weitere Informationen unter
www.wir-engagieren-uns.org

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Diskussion zur Datenlage über Stiftungen: Protokoll

Anlässlich der Jahresversammlung des Fördervereins für Zivilgesellschaftsforschung fand gemeinsam mit dem Maecenata Institut am 27. September 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Colloquium zum Thema »Was wissen wir über Stiftungen? Eine Diskussion zur Datenlage« statt. Es diskutierten Dr. Holger Krimmer, Leiter des Projekts Zivilgesellschaft in Zahlen beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Claudia Schmeißer, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Zivilengagement am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Frank Schmidtke, Referent Datenbanken und Statistik im Bundesverband Deutscher Stiftungen und Dr. Rainer Sprengel, Fellow des Maecenata Instituts und Verfasser mehrerer Forschungsberichte zur Stiftungsstatistik. Moderiert wurde das Gespräch von Dr. Rupert Graf Strachwitz, Direktor des Maecenata Instituts. Christian Schreier hat das hier publizierte, ausführliche Protokoll angefertigt.

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Gauck: Repräsentative Demokratie, Bürgersinn und Erinnern

Seine Gedächtnisvorlesung zum 50. Todestag von Theodor Heuss in Stuttgart nahm Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck zum Anlass, über das Verhältnis von repräsentativer Demokratie, Bürgergesellschaft und Erinnerungskultur nachzudenken. In Auseinandersetzung mit der misstrauischen Position von Heuss gegenüber direktdemokratischen Verfahren begründet der Bundespräsident seine mittlerweile skeptische Position gegenüber direkter Beteiligung auf Bundesebene. Der Ort des Kompromisses ist das Parlament und entsprechend sieht Gauck als wichtigste Teilhabeform, um »in unserem Land Einfluss zu nehmen und eine lebendige Bürgergesellschaft zu schaffen«, die Mitwirkung in bzw. Gründung von Parteien an. Zugleich zeigt er sich überzeugt davon, »dass die Bürgergesellschaft durch wachsendes Bürgerengagement, neue Organisationsformen und neue Technologien ein neues und frisches Gesicht bekommen kann und schon bekommen hat.«

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Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement konstituiert

Am 12. März 2014 hat sich der Unterausschuss »Bürgerschaftliches Engagement« konstituiert. Geleitet wird er in der aktuellen Wahlperiode vom SPD-Abgeordneten Willi Brase (SPD). Ordentliche Mitglieder des Unterausschusses sind: CDU/CSU: Ingrid Pahlmann, Sylvia Pantel, Martin Patzelt, Johannes Steiniger, Dieter Stier, Ingo Wellenreuther, Gudrun Zollner; SPD: Ulrike Bahr, Willi Brase, Dr. Karamba Diaby, Svenja Stadler; Die Linke: Dr. Rosemarie Hein; Bündnis 90/Die Grünen: Kordula Schulz-Asche. Die Stärkung der Anerkennungskultur und die Weiterentwicklung der Freiwilligendienste sieht der neue Vorsitzende auf der Tagesordnung des Unterausschusses. Zugleich unterstrich er, dass noch andere Themen im Laufe der Legislaturperiode abzuarbeiten sein werden. Die anwesende Familienministerin Manuela Schwesig stimmte zwei dieser Themen an: die Nachwuchsgewinnung fürs Ehrenamt, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, und die Gefahr, dass Ehrenamt für einen sich zurückziehenden Staat als Ersatz missbraucht wird: »Das Ehrenamt ist kein Ersatz für staatliche Aufgaben«, so die Ministerin.

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Spendenbilanz 2013: Wachstum und Transparenzmängel

In Deutschland haben die privaten Haushalte im Jahr 2013 nach einer Hochrechnung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) rund 6,3 Milliarden Euro an Geldspenden für gemeinnützige Zwecke geleistet. Selbst wenn man die Kampagnen für Hochwasserhilfe in Deutschland und für die Taifunopfer auf den Philippinen mit zusammen 300 Millionen Euro heraus rechnet, hat sich damit das Spendenvolumen in den vergangenen 10 Jahren um 1 Milliarde Euro erhöht. Wie das DZI am 5. März 2014 mitteilte, tragen die rote Laterne der Transparenzverweigerer Städte und Gemeinden, die beim Hochwasser im Sommer 2013 eigene Spendenaufrufe gestartet hatten. Während zum Beispiel bei der Philippinen-Hilfe 94 Prozent der Hilfswerke Auskunft über ihre Spendeneinnahmen gaben, waren dazu nur ein Drittel der Städte und Gemeinden mit eigenen Hochwassersammlungen bereit. Der Geschäftsführer des DZI, Burkhard Wilke, empfiehlt daher: »Staatlichen Stellen, die nicht bereit sind, über die Verwendung der erhaltenen Spenden ebenso transparent zu berichten, wie es von gemeinnützigen Organisationen heutzutage fast selbstverständlich erwartet wird, sollten Bürgerinnen und Bürger bei ähnlichen Ereignissen in der Zukunft kein Spendengeld mehr anvertrauen«.

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Bremer Open Data Konsultation

Wer Alles wissen will, den bestraft die Geschichte mit Wahnsinn. Die Bereitstellung Offener Daten durch die öffentliche Verwaltung bedarf auch deshalb einer Meditation darüber, wer mit welchen Daten wie und für wen zu mehr Transparenz beitragen will. Ein weiterer Grund liegt im zu betreibenden Aufwand, um Rohinformationen öffentlichkeitsfähig zu machen. Deshalb führt das Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) eine Online-Konsultation über Prioritäten bei der Bereitstellung Offener Daten im Auftrag der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Karoline Linnert, durch. Auch wenn unmittelbar das bisherige Angebot auf www.daten.bremen.de bedarfsgerecht ergänzt werden soll, kann diese Konsultation ein darüber hinausgehendes Interesse beanspruchen. Ohne Registrierung kann man sich vorausgewählte Dokumente anschauen und überlegen, zu welchen davon Rohdaten erwünscht wären. Auch Fehlendes kann vorgeschlagen werden. Diese erste Phase der Konsultation ist auf vier Wochen bis zum 6. April 2014 begrenzt. Prioritäten in Form einer Abstimmung werden in einer anschließenden Konsultationsphase gebildet.

Weitere Informationen unter
www.stateboard.de/opendata/

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AG 2 »Bildung und Qualifizierung«: Sitzungsbericht

Die Arbeitsgruppe »Bildung und Qualifizierung« des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement (BBE) tagte am 17. März 2014 im Maternushaus in Köln. Thema war u. a. der Koalitionsvertrag der Großen Koalition und der daraus entstehende Handlungsbedarf und Erkenntnisgewinn für das BBE – vorgestellt und kommentiert von Andreas Pautzke, stellvertretender BBE-Geschäftsführer. Engagement und Partizipation dürften nicht getrennt behandelt werden, sondern sie müssten zusammen gedacht werden – so die beiden Sprecher Bernhard Suda vom Diözesan-Caritasverband Köln und Dr. Reinhild Hugenroth. Das gilt insbesondere auch für formale Bildungsinstitutionen wie die Schule, demokratiepädagogische Ansätze sind deswegen wichtig. Zudem sei die starke Betonung der Freiwilligendienste gegenüber der Vielfalt der Formen des Engagements der Bürgerinnen und Bürger im Koalitionsvertrag kritisch zu hinterfragen. Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Vorbereitung der Tagung »Kinder – Kitas – Kooperationen. Engagement und Partizipation in Kindertagungseinrichtungen« unter Mitwirkung der Arbeitsgruppe am 1. und 2. April 2014 in Nürnberg sowie der Planung und Konzeption für den Fachkongress »Schule der Bürgergesellschaft« am 27.11.2014.

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AG 5 »Migration und Teilhabe«: Sitzungsbericht

Die Arbeitsgruppe »Migration und Teilhabe« des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement kam am 6. Februar im Sozialpädagogischen Institut in Köln zur ersten Sitzung des Jahres 2014 zusammen. Am Vormittag stand die Erfassung des Engagements von MigrantInnen im Freiwilligensurvey 2014 im Fokus. Dr. Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen stellte den TeilnehmerInnen methodische Konzepte zur besseren Einbeziehung von MigrantInnen und Ihres Engagements in die Erhebung vor. In der anschließenden Diskussion wurde betont, dass in Deutschland ein bestimmtes Bild vorherrsche, bei dem Engagement in erster Linie außerhalb der Familie in Vereinen, Initiativen etc. stattfinde. Diese Vorstellung könne nicht 1:1 auf Engagementformen anderer Länder und Kulturen übertragen werden. Im zweiten Teil der Sitzung beschäftigten sich die SitzungsteilnehmerInnen mit dem Engagement von MigrantInnen im Rahmen von Bürgerbeteiligung. Regina Hermanns vom Planerladen e.V. und Tobias Meier vom Deutschen Institut für Community Organizing (DICO) stellten niedrigschwellige Formate für Bürgerbeteiligung sowie Strategien zur Aktivierung und Unterstützung von Selbstorganisationsstrukturen für BewohnerInnen von Stadtteilen, die als sozialer Brennpunkt gelten, vor. Zudem wurde die weitere Planung der Publikation »Migration und Teilhabe« besprochen, die im Rahmen der BBE-Buchreihe im Wochenschau Verlag erscheinen wird. 

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AG 6 »Kommunikation«: Sitzungsbericht

Die Arbeitsgruppe »Kommunikation« des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement (BBE) tagte am 11. März 2014 in der Konferenzzone des ZDF in Berlin. Die gutbesetzte Sitzung mit 14 TeilnehmerInnen bearbeitete eine umfassende Agenda. Unter anderem stellte Daniel Montua, Engagement Global, eine neue Twitter-Initiative seiner Organisation vor. Die Sprecherin der Arbeitsgruppe, Carola Schaaf-Derichs, hat einen umfassenden Bericht zur Sitzung verfasst. 

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Neue Mitarbeiterin im BBE

Seit dem 1. März unterstützt Katja Supyan als Projektassistentin das Kampagnenteam der »Woche des bürgerschaftlichen Engagements«. Sie wird insbesondere die Webseite des Projekts betreuen, aber auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und bei der Organisation der Auftaktveranstaltung mitarbeiten. Neben dem Masterstudium der Interkulturellen Kommunikation an der Europa-Universität Viadrina war sie mehrere Jahre in der Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin tätig. Außerdem engagiert sie sich als interkulturelle Trainerin und Projektkoordinatorin in der europäischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Zum BBE führt Katja ihr Interesse für den »Dritten Sektor«, für den sie sich nun im Kampagnenteam einsetzen kann.

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Mitglied des Monats: Deutscher Wanderverband

Der Frühling beginnt und immer mehr zieht es nun nach draußen an die frische Luft. Wer gerne durch die Landschaft wandert und radelt, folgt sicherlich den vielen Wegweisern und Hinweisen an den Wanderwegen. Die mehr als 200.000 km Wanderwege in Deutschland werden betreut durch über 20.000 Freiwillige der 57 deutschen Gebirgs- und Wandervereine, die im Deutschen Wanderverband (DWV) zusammengeschlossen sind. Im letzten Jahr feierte der Verband sein 130-jähriges Jubiläum. Der DWV erstellt Richtlinien zur Markierung von Wanderwegen und bildet Wanderführer aus. In den letzten zehn Jahren zeichnete der DWV mit der Initiative »Wanderbares Deutschland« 105 Wanderwege mit insgesamt fast 12.000 km Wegstrecke aus. Mit ihrem Engagement tragen die Wandervereine nicht nur zu einem schönen Ausflug bei, sondern leisten etwa durch die Lenkung von Besucherströmen einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Dieses Jahr hat der DWV zum Aktionsjahr Deutsches Wanderabzeichen unter dem Motto »Sei aktiv und gehe mit!« ausgerufen. Hintergrund ist ein weiteres Jubiläum: 5 Jahre Gesundheitsinitiative des DWV. Regelmäßiges Wandern bringt nämlich nicht nur frische Luft in die Lungen, sondern fördert auch insgesamt die Gesundheit.

Weitere Informationen zum Deutschen Wanderverband unter
bit.ly/NRlKwr

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Engagementpotentiale in der Freien Wohlfahrtspflege: Fachtagung

Am 1. April 2014 findet in Berlin die Fachtagung »Engagementpotentiale in der Freien Wohlfahrtspflege« statt. Hintergrund ist die neue Studie »Engagementpotentiale in der Freien Wohlfahrtspflege – Vorstellungen, Potentiale, Rahmenbedingungen und Strategien«. Mit ihr ermöglicht der Paritätische Wohlfahrtsverband mit umfassenden Angaben von 2.200 paritätischen Einrichtungen und Diensten einen exemplarischen Überblick zum Stand des freiwilligen Engagements in wohlfahrtsverbandlichen Organisationen. Anmeldeschluss ist der 28. März 2014. Der Teilnahmebeitrag beträgt 30 Euro, inkl. Mittagessen und Getränken. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt und eine Bestätigung für die Teilnahme erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung.

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Bürgerschaftliches Engagement und Stadtentwicklung: Veranstaltung

Am 1. April 2014 findet im Rahmen der Berliner Stiftungswoche 2014 eine Podiumsdiskussion zum Verhältnis von bürgerschaftlichem Engagement und Stadtentwicklung statt. Was geschieht, wenn Bürgerinitiativen und Stadtentwickler aufeinander stoßen? Wie kann ein gutes Ergebnis entstehen, wenn zwar alle nur das Beste wollen, aber sich kaum kennen oder gar kritisch beäugen? Solche Fragen diskutieren interdisziplinär Akteure aus Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft, aus Wissenschaft und Praxis. Sie stellen dabei ihre Wahrnehmungen gegenüber und benennen Bedingungen für ein Gelingen solcher wichtiger Aushandlungsprozesse. Veranstalter sind das Difu - Deutsches Institut für Urbanistik und die Maecenata Stiftung. 

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Engagement im Alter: Fachtag

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) führen am 9. April 2014 in Köln zum ersten Mal einen gemeinsamen Fachtag durch. Thema ist: »Engagement im Alter – So vielfältig wie das Alter selbst!« Im Vordergrund wird die Bedeutung der Heterogenität des Alters für die Engagementförderung stehen. Den zentralen Input gibt Prof. Dr. Andreas Kruse, Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und Vorsitzender der 7. Altenberichtskommission der Bundesregierung. Anmeldeschluss ist der 27. März 2014. Für Mitglieder von BaS bzw. bagfa ist die Veranstaltung kostenlos, ansonsten beträgt die Teilnahmegebühr inkl. Verpflegung 50 Euro.

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Initiative »Ich kann was!«: Bewerbungsphase

Kinder- und Jugendeinrichtungen aus ganz Deutschland können sich um Förderung sozialer Projekte bewerben, die mit bis zu 10.000 Euro unterstützt werden. »Gestärkt durchs Leben gehen« lautet das diesjährige Motto. Das Angebot richtet sich an Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die in einem sozial schwierigen Umfeld aktiv sind. Insbesondere sollen dabei die individuellen Kompetenzen junger Menschen im Alter von neun bis 14 Jahren gestärkt werden. Die Bewerbungsphase läuft vom 1. bis 31. März 2014.

Weitere Informationen unter
www.initiative-ich-kann-was.de

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Deutscher Alterspreis 2014: Ausschreibung

Für immer mehr Menschen ist das Alter eine aktive und positive Lebensphase. Initiativen, die dieses neue Bild des Alters sichtbar machen, können sich ab sofort für den Deutschen Alterspreis 2014 bewerben. Der mit 120.000 Euro dotierte Preis wird von der Robert Bosch Stiftung für die besten Ideen im und für das Alter verliehen und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Manuela Schwesig. Bewerbungen sind bis zum 15. April 2014 möglich.

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Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2014: Wettbewerbsphase

Der Wettbewerb »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« sucht 2014 wegweisende Impulse und Innovationen, die die Zukunftsperspektiven ländlicher Räume und Regionen stärken. Die Ausgezeichneten erhalten für ihre Ideen insbesondere eine mediale Unterstützung, bei der sie aktiv unterstützt werden und können unter anderem mit dem Titel und dem Logo »Ausgezeichneter Ort« werben. Zusätzlich wählt die unabhängige Jury unter allen Preisträgern aus jeder Wettbewerbskategorie einen Bundessieger. Per Online-Abstimmung wird außerdem aus allen 100 Preisträgern ein Publikumssieger gewählt. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 1. März bis zum 30. April 2014.

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Gutes einfach verbreiten: E-Book

Viele bürgerschaftliche Initiativen und Vereine arbeiten erfolgreich, aber nur wenigen gelingt es, über ihre Region hinaus zu wirken. Das E-Book »Gutes einfach verbreiten«, herausgegeben von der Stiftung Bürgermut, will die wichtigsten Fragen rund um die Verbreitung von guten Ideen beantworten. Es richtet sich an soziale InnovatorInnen, haupt- und ehrenamtliche ProjektmacherInnen, MitarbeiterInnen in gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen. Unter Mitwirkung von 56 PraktikerInnen entstand es aus zahlreichen Diskussionen, Vorträgen und Fragen auf den openTransferCAMPs in Berlin, Köln und München. Es kann kostenlos gegen ein Tweed oder Share bezogen werden.

Weitere Informationen unter
www.opentransfer.de

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Klie: Wen kümmern die Alten? (Publikation)

Immer mehr Menschen stellen sich die Frage: »Wer pflegt mich im Alter?« Schon im Jahr 2030 werden mehr als 4 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz pflegebedürftig sein. Der Sozialexperte Prof. Dr. Klie glaubt nicht daran, dass der Ausbau von Pflegeeinrichtungen die Lösung dieses Problems sein kann: Zum einen fehlt im Großteil der Bevölkerung die Akzeptanz der Heimpflege. Zum anderen werden keine Alternativen zur Heimunterbringung geschaffen, weil Anleger hohe Renditen für Investitionen in Altenheime erzielen. In seinem Buch »Wen kümmern die Alten? Auf dem Weg in eine sorgende Gesellschaft« fordert Klie deswegen eine umfassende Reform der Altenpflege, in der eine Umverteilung der Lasten auf alle Generationen und Gruppen der Gesellschaft stattfindet. Er sieht die Lösung des Pflegenotstands in dem Modell einer sorgenden Gesellschaft, in der Städte, Gemeinden, Nachbarschaften und Familien, unterstützt von den Kommunen, neue Arten der sozialen Verantwortung herausbilden.

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Drücker (Hg.): Die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit (Publikation)

Der neue Reader des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) widmet sich dem Thema »Die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit«. Nach einer kurzen Einführung werden die wichtigsten deutschen MigrantInnenjugendselbstorganisationen kurz dargestellt. Darauf folgt eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Wissenschaft, die durch aktuelle Forschungsergebnisse und Studien abgebildet wird. Das Kapitel umfasst Beiträge von Andreas Thimmel, Birgit Jagusch, Ansgar Drücker und Kirsten Bruhns. Im anschließenden Kapitel folgt eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Jugendverbandsarbeit. Hier werden unter anderem die Perspektive des Deutschen Bundesjugendrings und von IDA dargestellt. Am Ende des Kapitels findet eine kritische Annäherung an den interreligiösen Dialog innerhalb eines Beitrags von Ansgar Drücker statt. Das letzte Kapitel beinhaltet Erfahrungen aus Projekten zur interkulturellen Öffnung sowie ein Interview mit Mazlum Dogan, dem Bundesvorsitzenden des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland. 

Publikation bestellen unter
www.idaev.de/publikationen/bestellformular

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 3. April 2014.
Redaktionsschluss ist der 27. März 2014.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. 

Diese Ausgabe des Newsletters wird durch eine Förderung durch die Otto-Brenner-Stiftung ermöglicht.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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