Newsletter Nr. 23 vom 14.11.2013

Seit 10 Jahren berichtet das BBE mit diesem Newsletter über Entwicklungen und spannende Themen aus dem Feld der Engagementpolitik und Engagementförderung: Die Null-Nummer erschien am 5. November 2003, die erste reguläre Nummer am 13. November 2003. Ab Februar 2004 wurde der Newsletter in mehrere Rubriken gegliedert, die seitdem weiterentwickelt wurden. Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern sowie den ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Praxis, die mit Ihrem Engagement und Wissen zum Inhalt des Newsletters beigetragen haben und beitragen. Besonderer Dank geht ebenso an die früheren Redaktionsteams. Allen LeserInnen wünschen wir weiterhin spannende Lektüre.

Die (aktuelle) Redaktion 

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Im vorliegenden Newsletter widmen wir uns dem Thema »Open Government« und der sich dafür engagierenden internationalen Staatengruppe »Open Government Partnership« (OGP). Übersetzt bedeutet der Begriff: offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln, und »offen« meint dabei nicht nur Transparenz, sondern auch Partizipation und eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und Staat auf Augenhöhe. Das Ziel ist nicht weniger, als einen Kulturwandel in der Arbeit von Politik, Verwaltung und Justiz zu bewirken. Das BBE engagiert sich im Arbeitskreis »Open Government Partnership Deutschland«, der sich für einen Beitritt Deutschlands zur OGP einsetzt. Die vier Teilbereiche von Open Government, die der Arbeitskreis benennt – Transparenz, Partizipation, Korruptionsbekämpfung und verbesserte Rechenschaftslegung –, sind zentral für die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Kooperation aller gesellschaftlichen Sektoren. Die folgenden Beiträge sollen Einblick in dieses breite Feld geben. Nach dem einführenden Beitrag von Prof. Jörn von Lucke berichtet Birgit Diezel aus der Praxis des Thüringer Landtages, das ein Diskussionsforum schuf, mit dem sich die BürgerInnen bei der Gesetzgebung offen einbringen können. Christian Heise betrachtet aus internationaler Perspektive die Bemühungen der Bundesregierung um Transparenz. Sebastian Haselbeck befasst sich schließlich mit der Frage nach den Auswirkungen von offenem Regieren auf das Verhältnis von BürgerInnen und Staat.
Der Arbeitskreis für den Beitritt Deutschlands zur OGP steht allen zivilgesellschaftlichen Organisationen offen, die sich für die Anliegen von »Open Government« engagieren. 

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Open Government Partnership Deutschland unter
www.opengovpartnership.de

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Lucke: Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln und OGP

In seinem Gastbeitrag erläutert Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zeppelin Universität Friedrichshafen und Mitglied im Arbeitskreis für einen Beitritt Deutschlands zur Open Government Partnership, worum es beim Thema des offenen Regierungs- und Verwaltungshandeln geht und wo Deutschland aktuell bei diesem Thema steht. Zugleich stellt er die internationale multilaterale Initiative zur Umsetzung von Open Government dar, die Open Government Partnership (OGP). Er ist sich sicher, dass von einem Beitritt zu dieser Initiative nicht nur Deutschland, sondern, aufgrund vielfältiger Ansätze offenen Verwaltungs- und Regierungshandeln Made In Germany, auch die Partnerländer profitieren würden.

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Diezel, MdL: Diskussionsforum des Thüringer Landtags

In ihrem Gastbeitrag stellt Birgit Diezel, MdL und Präsidentin des Thüringer Landtags, dar, welche innovativen Wege der Thüringer Landtag gemeinsam mit den BürgerInnen beschreitet, um die Ideen und Vorstellungen aus der Bürgerschaft umfassender in die parlamentarische Arbeit einzubeziehen. Ein wichtiges neues Mittel dazu ist das Diskussionsforum, das Ende 2012 als neu geschaffene Internet-Plattform online ging, damit sich die BürgerInnen aktiv an der Debatte zu Gesetzentwürfen beteiligen können. Sie stellt die Idee, die mittlerweile etablierten Verfahrensabläufe und die Struktur des Diskussionsforums dar, mit dem der Thüringer Landtag Vorreiter in Deutschland ist (BBE-newsletter 2013/1). Nach bisher sechs abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren unter Beteiligung des Forums zieht sie eine positive Bilanz, wünscht sich aber »eine breitere Integration des Diskussionsforums in die politische Öffentlichkeit, an der sich insbesondere auch die Medien noch intensiver beteiligen.«

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Heise: Offenes Regierungshandeln aus internationaler Perspektive

In seinem Gastbeitrag berichtet Christian Heise, Open Knowledge Foundation Deutschland e.V./ Arbeitskreis für den Beitritt Deutschlands zum Open Government Partnership, vom Open Government Summit 2013 in London, der Ende Oktober stattgefunden hat. Zugleich antwortet er auf die Frage, die dort im Plenum gestellt wurde: »Wo ist eigentlich Deutschland?«. Konkret geht es dabei um die Plattform govdata.de des Bundesministeriums des Innern und die Kritik aus der Zivilgesellschaft daran. Letztlich wird das Thema des offenen Verwaltungs- und Regierungshandelns in Deutschland stiefmütterlich behandelt, weil »es in Deutschland an einem klaren Bekenntnis der politischen Führung und der daraus resultierenden Verpflichtung zu mehr Transparenz, Offenheit und Rechenschaft mangelt.«

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Haselbeck: Partnerschaft auf Augenhöhe

Es ist unter den BefürworterInnen bekannt, dass Open Government zu mehr Transparenz und Partizipation, weniger Korruption und Politikverdrossenheit führt. Darüber hinaus verändern sich auch die gesamtgesellschaftlichen Rollenverhältnisse. Sebastian Haselbeck, Geschäftsführer des Vereins Internet und Gesellschaft Collaboratory in Berlin und Mitglied des Arbeitskreis OGP Deutschland, beschäftigt sich in seinem Gastbeitrag mit der Frage, wie Open Government das Verhältnis der BürgerInnen zum Staat verbessert. Wie verändert sich die »Position der Zivilgesellschaft gegenüber dem Staat, wenn dieser offener, transparenter und inklusiver handelt?« Eine Öffnung von Politik und Bürokratie bedarf vor allem den Mut sich auf den demokratischen »trust fall« einzulassen. Wenn dies gelingt, ist eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und Staat möglich, eine »Partnerschaft auf Augenhöhe«, die für beide Seiten Vorteile mit sich bringt. 

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OGP-Umsetzungskonzept

In einem Grundsatzpapier hat der Arbeitskreis für einen Beitritt Deutschlands zur Open Government Partnership (OGP) dargelegt, wie in der jetzigen, neuen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages eine Teilnahme der Bundesrepublik an OGP realisiert werden könnte. Mit dem Konzept wird die Forderung erneuert, dass sich Deutschland an der internationalen Open Government Partnership aktiv beteiligen soll, um in Deutschland Transparenz, Rechenschaftslegung, Bürgerbeteiligung und Korruptionsbekämpfung nachhaltig zu stärken. Das gemeinsame Umsetzungskonzept umfasst Vorschläge zu geeigneten Rahmenbedingungen, einen Handlungsleitfaden für eine Teilnahme, Anregungen zur Finanzierung und zum Aufbau eines Projektbüros. Der Arbeitskreis setzt sich aus Mitgliedern folgender Organisationen zusammen: Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V., Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V., Gesellschaft für Informatik e.V., Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., Open Data Network e.V., Bertelsmann Stiftung, Stiftung Mitarbeit, Initiative E-Demokratie.org, Wikimedia e.V. und BBE sowie demnächst das Whistleblower-Netzwerk e.V. 

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»Open Government wollen alle. Wirklich?«: Veranstaltung

Am 26. November 2013 veranstaltet das Government 2.0 Netzwerk Deutschland in Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema »Open Government wollen alle. Wirklich?«. Für das Panel zugesagt haben Reinhard Brandl, CSU, MdB, Anke Domscheit-Berg, Piratenpartei, Lars Klingbeil, SPD, MdB, Jimmy Schulz, FDP, Konstantin von Notz, Bündnis 90/Die Grünen, MdB und Halina Wawzyniak, Die Linke, MdB. Diskutiert werden sollen die aktuellen Ziele der Parteien zu Open Government für die neue Legislaturperiode. Da der Platz im Veranstaltungsort begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. 

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Deutscher Verein: Bundesteilhabegeld endlich einführen!

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. erneuert in einer Pressemitteilung vom 1. November 2013 die Forderung, ein Bundesteilhabegeld als Teil einer Reform der Eingliederungshilfe einzuführen. Mit dem Bundesteilhabegeld soll die selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderung gefördert und ein besonderer Nachteilsausgleich wegen der immer noch bestehenden Vielzahl von Barrieren geschaffen werden. Bei einem Teilhabegeld von 600 Euro monatlich sieht der Deutsche Verein einen Finanzbedarf des Bundes von etwa 4 Mrd. Euro pro Jahr. Leistungsberechtigt sollen alle volljährigen Personen sein, die einen Anspruch auf eine individuell bedarfsdeckendende Leistung der Eingliederungshilfe oder deren Nachfolgeregelung haben. 

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Mehr Demokratie e.V. fordert faire Regeln für Volksentscheide

Mehr Demokratie e.V. fordert für Berlin faire Regeln für Volksentscheide. Zum einen soll das bestehende Zustimmungsquorum abgeschafft werden. Anlass ist der gescheiterte Volksentscheid zur Rekommunalisierung des Stromnetzes in Berlin, der zwar eine klare Mehrheit von 83 Prozent bei den Abstimmenden hatte, aber knapp unterhalb des Zustimmungsquorums von 25 Prozent der Wahlberechtigten blieb. Zum anderen soll eine zwingende Zusammenlegung von Abstimmungen mit Wahlterminen festgeschrieben und so die Hoheit des Berliner Senats über den Abstimmungstermin beschränkt werden. Die Abstimmung fand nicht parallel zur Bundestagswahl statt, sondern wurde vom Senat auf einen Zeitpunkt kurz danach festgelegt. Die Forderungen können auch einzeln unterstützt werden. 

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BUND-Kampagne gegen Glyphosat

Glyphosat ist das meistgespritzte Unkrautvernichtungsmittel in Deutschland und der Welt, gegen das seit einiger Zeit eine Kampagne des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und anderer Organisationen läuft. Es soll das Schicksal vieler anderer Stoffe erleiden, die einst als vorgeblich unbedenkliche Wunderstoffe in Landwirtschaft oder Haushalt eingesetzt wurden. So hat Ende August 2013 eine Mehrheit der Länderagrarminister die Bundesregierung aufgefordert, zwei Anwendungen von Glyphosat zu verbieten, nämlich die sogenannte Sikkation, bei der Glyphosat bis kurz vor der Ernte gespritzt wird, um Getreide, Hülsenfrüchte und Raps vorzeitig reifen zu lassen, und den Gebrauch in Haus- und Kleingärten. Zur Forcierung der eigenen Kampagne hatte der BUND ein schockierendes Video produziert und verbreitet. Aufgrund der Kritik von Seiten von Unterstützern der Ziele hat der BUND dieses Video am 8. November 2013 zurückgezogen. In einer Erklärung dazu heißt es: »Statt die Aufmerksamkeit auf die gravierenden Folgen des weltweiten Einsatzes von Glyphosat zu lenken, konzentriere sich die Debatte derzeit auf die filmische Umsetzung dieses Anliegens.« 

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Mitglied des Monats: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Vor 60 Jahren wurde das BAMF als »Bundesdienststelle für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge« gegründet. Zunächst zuständig für die Asylanträge von Flüchtlingen, ist das BAMF heute mit einem breiten Aufgabenspektrum im Themenfeld Migration und Integration befasst. Dazu gehören Koordination, Beratung, Projektförderung, Forschung sowie die internationale Zusammenarbeit. Bürgerschaftliches Engagement spielt eine zentrale Rolle bei der Integration. Daher zielt das BAMF mit vielen Projekten auf die Stärkung des gemeinsamen Engagements von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Seit 2006 fördert das BAMF die Tagungsreihe des BBE von und für Migrantenorganisationen, die als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und die Entwicklung von Handlungskompetenzen genutzt werden. Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Tagung zum Thema »Migrantenorganisationen im Spiegel der Generationen« in Dortmund statt. 

Weitere Informationen zum BAMF unter
bit.ly/Hs7Bmg

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Migrantenorganisationen im Spiegel der Generationen: Rückblick

Unter Beteiligung des Oberbürgermeisters von Dortmund, Ulrich Sierau, von Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und des frisch gewählten Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby aus Halle a.d. Saale, der schon seit Jahren an den Tagungen des BBE mit Migrantenorganisationen mitwirkt, fand in Dortmund am 9. und 10. November eine Fachtagung der AG »Migration und Teilhabe« des BBE statt. Thema der intensiven Diskussionen waren die Anforderungen des demografischen Wandels an Migrantenorganisationen: Dazu zählt der Generationenwechsel, der in verschiedenen Migrantenorganisationen stattfindet. Eine ressourcenorientierte Perspektive auf den Lebenslauf und die Lebensphasen von Vereinen wurde für die Identifizierung von guten Praxismodellen genutzt. Dabei sind auch neue Migrantenorganisationen von Bedeutung, die von erst in jüngerer Zeit zugewanderten Communities ins Leben gerufen werden. Weitere Aspekte waren der Generationendialog und die Fragen des Alterns der ersten Einwanderergenerationen. Darüber hinaus wurde der Blick auf Jugendorganisationen und nicht zuletzt auf Familien und Eltern gerichtet. Die Tagung wurde in bewährter Partnerschaft vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und von Prof. Siglinde Naumann und Antonio Diaz, BIFF e.V., geleitet. Eine Tagungsdokumentation ist für das Frühjahr 2014 in Vorbereitung.

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Sitzung der AG 6 »Kommunikation«

In der AG 6 »Kommunikation« stand unter anderem die Auswertung der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2013 auf der Tagesordnung. Die Ergebnisse werden demnächst auf der Homepage der Aktionswoche www.engagement-macht-stark.de kommuniziert. Weitere Themen waren die Engagementakademie für Journalisten des BBE, der Planungsstand einer Fachtagung der AG »Kommunikation« im nächsten Jahr sowie die Themen der nächsten Hintergrundgespräche. Nächster Sitzungstermin ist der 21. November 2013, die erste Sitzung im neuen Jahr findet am 11. März 2014 statt.

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Sitzung der AG 3 »Freiwilligendienste«

Die AG 3 Freiwilligendienste des BBE tagte am 22. Oktober 2013 im Generali Dominium in Köln und wurde von Herrn Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher für den Generali Zukunftsfonds, begrüßt. Über aktuelle Entwicklungen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und der Jugendfreiwilligendienste FSJ/FÖJ informierten Herr Peter Fuchs, BMFSFJ, Herr Christoph Engler, BMFSFJ, und Herr Jens Mädler, BKJ, der neue Sprecher des BAK-FSJ. Thema war einerseits der hohe Anteil von Teilzeit-Freiwilligen beim BFD: Derzeit haben bei der Gruppe der über 27-Jährigen 60 – 65 Prozent Teilzeitvereinbarungen getroffen, d.h. dass mit den für 35.000 Freiwillige vorgesehenen Mitteln ca. 46.000 Freiwillige im Einsatz sind. Andererseits wurde die Einhaltung und Sicherstellung der Arbeitsmarktneutralität von Freiwilligendiensten thematisiert. Dies soll auch Thema der nächsten AG-Sitzung (25. Februar 2014) im Zusammenhang mit einem Positionspapier des DGB sein. Und schließlich wurde auf die vorgesehenen Gespräche und Veranstaltungen zu »50 Jahre FSJ« in 2014 hingewiesen. Nachmittags befasste sich die AG mit der Frage, ob und warum es spezielle Freiwilligendienste für Jugendliche mit »besonderem Förderbedarf« geben sollte. Dazu berichtete Pegah Edalatian, Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev), über ein Projekt von weltwärts, bei dem es um die Ermöglichung der Teilnahme von behinderten (gehörlosen, sehbeeinträchtigten, körperbehinderten...) Jugendlichen an internationalen Freiwilligendiensten geht. Frau Karin Schüler, Engagement Global, führte grundsätzlicher in das Thema ein und vertrat die Auffassung, dass es keiner Sonderstrukturen bedürfe, sondern es um die Bereitstellung von Rahmenbedingungen gehen müsse, die allen Menschen die Teilnahme ermöglicht. Dafür könne es kein einheitliches Konzept und keine Spezialformen geben, sondern es müsse auf die jeweiligen Voraussetzungen der einzelnen TeilnehmerInnen geachtet werden. Das gemeinsame Ziel müsse die soziale Inklusion sein. 

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AG 7 »Bürgerschaftliches Engagement und Sozialstaat«: Impulspapier

Die AG 7»Bürgerschaftliches Engagement und Sozialstaat« des BBE hat ein Impulspapier zum Präventionsgesetz und zur Weiterentwicklung der Förderstrukturen gemäß §§ 45c und 45d SGB XI verabschiedet. Der erste Abschnitt des Papiers befasst sich mit Themen und Problemen des Präventionsgesetzes allgemein. Im zweiten Abschnitt geht es um die Weiterentwicklung der Förderstrukturen gemäß §§ 45c und 45d SGB XI, über die Gruppen ehrenamtlich tätiger sowie sonstiger zum bürgerschaftlichen Engagement bereiter Personen einschließlich Selbsthilfegruppen mit Bundeshilfe gefördert werden können. Hier sieht die AG 7 mit Sorge, dass vorhandene Mittel nicht abgerufen werden und macht Vorschläge, um dies zu ändern.

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Erfolgreich dank Erfahrung

Das sagt Christoph Koitka über die Civil Academy. Der Alumnus der 12. Civil Academy Runde (2011) weiß, wovon er spricht. Gerade hat er am alljährlichen Vernetzungstreffen in Weimar teilgenommen. In seinem Artikel »Tatkräftige Gütegemeinschaft«, zu lesen in der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung bszonline, beschreibt er, wie es ist, mit Gleichgesinnten zu arbeiten und neue Energie für ihr Engagement zu schöpfen. Zu Wort kommt in dem Beitrag auch Sabrina Locuratolo, ebenfalls Alumna aus der 12. Runde. Sie gibt allen Interessierten einen Rat mit auf den Weg: »Egal wie absurd oder klein die Idee: Habt keine Angst, dass Euer Projekt nicht gut genug ist. Bewerbt Euch einfach!«  

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Praktikum in der BBE Newsletter-Redaktion

Die Geschäftsstelle des BBE sucht ab 2. Januar 2014 für den Zeitraum von sechs Monaten einen/eine Praktikant/in in Vollzeit in der Newsletter-Redaktion. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören insbesondere die Mitwirkung an der Erstellung des Newsletters, die Akquise von Gastbeiträgen, das Verfassen von Pressemitteilungen sowie die Unterstützung der Geschäftsstelle. Erwartet werden die Fähigkeit selbständig zu arbeiten, eine strukturierte Arbeitsweise, kommunikative Fähigkeiten sowie Kenntnisse des Themenfeldes »Bürgerschaftliches Engagement«. Das Praktikum wird mit 400 Euro pro Monat vergütet. Engagierte StudentInnen oder AbsolventInnen der Geistes- und Sozialwissenschaften richten Ihre Bewerbung bitte bis spätestens zum 1. Dezember 2013 per E-Mail an die BBE-Geschäftsstelle. Die Vorstellungsgespräche finden auf Einladung am 9.12.2013 statt. 

Stellenausschreibung unter
www.b-b-e.de/aktuelle-meldungen/20910-praktikum-bbe-newsletter-redaktion/
 
Kontakt BBE-Geschäftsstelle unter
E-Mail: info(at)b-b-e.de

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openTransfer CAMP 2013 - Gutes einfach verbreiten: Veranstaltung

Das openTransfer CAMP startete vor einem Jahr in Berlin und kehrt nach Stationen in Köln und München an seinen Entstehungsort zurück. Am 23. November 2013 treffen sich unter dem Motto »Gutes einfach verbreiten« engagierte Projektmacher, soziale Innovatoren und kreative Bürgerköpfe. Beim Barcamp zum Thema Projekttransfer dreht sich alles darum, wie es gelingt, dass innovative und erfolgreiche Modelle nicht nur im Lokalen wirken, sondern sich in ganz Deutschland verbreiten. Ziele sind Erfahrungsaustausch, Klärung von Fragen und Vernetzung. Da es sich um ein Barcamp handelt, gibt es dort keine Zuschauer, sondern nur TeilnehmerInnen. 

Weitere Informationen unter
opentransfer-camp.mixxt.de

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Anerkennung für Ehrenamtliche am Tag des Ehrenamtes

Der Verein Jugend ohne Grenzen e.V. lädt Ehrenamtliche am 7. Dezember 2013 zu einem Netzwerktreffen ins Jugendcafe Lurup in Hamburg ein. Dabei wird er in diesem Jahr vom Comedian Lutz von Rosenberg Lipinsky, bekannt aus dem Quatsch Comedy Club, unterstützt. Er tritt mit einem Kurzprogramm auf und würdigt das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen. Zudem hat der HSV alle TeilnehmerInnen zum Fußballbundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg eingeladen. Bereits am 24. November 2013 veranstaltet der Verein ein Sportturnier, bei dem Vereine und Verbände in verschiedenen Sportarten gegeneinander antreten. 

Weitere Informationen unter
www.jugend-ohne-grenzen.net

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Deutscher Sozialpreis 2013: PreisträgerInnen

Am 4. Dezember 2013 verleihen die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege den 1976 begründeten Deutschen Sozialpreis an drei Journalistinnen und einen Journalist für ihre Beiträge aus dem Jahr 2012. Dieser Medienpreis zur sozialen Lebenswirklichkeit in Deutschland ist mit 15.000 Euro dotiert und wird in den drei Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen vergeben. Eine unabhängige Jury hat in einem mehrstufigen Auswahlverfahren die PreisträgerInnen aus 450 Arbeiten ausgewählt. Die PreisträgerInnen sind Michaela Kölbl (Waiblinger Kreiszeitung), Marie von Kuck (Deutschlandfunk) sowie Pia-Luisa Lenz und Christian von Brockhausen (NDR Fernsehen). 

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Lintemeier/ Rademacher (Hg.): Stakeholder Relations: Publikation

Knapp 100 Seiten, 12 Expertenbeiträge, Studienergebnisse und eine Landkarte der CSR-Regelwerke umfasst der von Klaus Lintemeier und Prof. Dr. Lars Rademacher herausgegebene Expertenband »Stakeholder Relations. Nachhaltigkeit und Dialog als strategische Erfolgsfaktoren« (Lintemeier Stakeholder Relations: 2013). Der Band ist in drei Kapitel gegliedert. Nach einer Einführung in das Thema zeigen 14 renommierte AutorInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie das Management von Stakeholder Relations in der Praxis aussieht. Wie können Unternehmen und Investoren durch neue Dialogverfahren frühzeitig Akzeptanz für Großprojekte schaffen? Welche Normen und Standards gibt es? Der dritte Teil widmet sich anhand von Ergebnissen der Studie »Stakeholder Integration« der Frage, welche Bedeutung Stakeholder Management heute und in Zukunft hat. 

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Kursbuch Wirkung: Praxishandbuch

Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung hat die gemeinnützige PHINEO AG ein Praxishandbuch zur wirkungsorientierten Projektarbeit in gemeinnützigen Organisationen veröffentlicht. Wirkungsorientiert heißt, Projekte auf die gewünschte Wirkung und Ziele hin zu planen. Das »Kursbuch Wirkung. Das Praxishandbuch für alle, die Gutes noch besser tun wollen« vermittelt praxisnah und Schritt für Schritt das notwendige Wissen, wie gemeinnützige Akteure Projekte wirkungsorientiert planen, umsetzen und analysieren können. Der Aufbau des Handbuchs ist in die drei Teile »Wirkung planen«, »Wirkung analysieren« und »Wirkung verbessern« unterteilt. Zahlreiche Praxistipps, Illustrationen und Checklisten erleichtern die praktische Umsetzung. Das »Kursbuch Wirkung« ist ab sofort kostenlos als Download und Printexemplar erhältlich. 

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 28. November 2013.
Redaktionsschluss ist der 21. November 2013.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum. Von diesen Bedingungen ausgenommen sind die Gastbeiträge von Sebastian Haselbeck und Christian Heise, die lizenziert sind unter einer »Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz«.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Mareike Jung, M.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. 

Diese Ausgabe des Newsletters wird durch eine Förderung durch die Otto-Brenner-Stiftung ermöglicht.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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