Newsletter Nr. 17 vom 6.9.2012

Langguth-Wasem/Tigges: BE von Menschen mit Behinderung

Selbstermächtigung und Selbstbestimmung stellen zentrale Dimensionen bürgerschaftlichen Engagements dar. Sie sind eine wichtige Grundlage des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in der Selbsthilfebewegung. Volker Langguth-Wasem, ehrenamtlicher stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V. und Wolfgang Tigges, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V., stellen in ihrem Beitrag dar, was möglich ist, wenn dieses Engagement gesetzlich festgelegte Teilhabeoptionen nutzen kann. Konkret diskutieren sie dies am Instrument der, Zielvereinbarungen für eine barrierefreie Umwelt und an der Förderung der Qualifizierung von bürgerschaftlich engagierten Menschen mit Behinderung.

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Angelika Magiros: Engagement führt mitten hinein

Unterstützung und Betreuung von geistig Behinderten durch Sozialstaat und bürgerschaftlich Engagierte sind ohne Zweifel wichtig für ihre Integration und Inklusion. Leicht übersehen wird dabei aber, dass sich geistig Behinderte ihrerseits bürgerschaftlich engagieren und dadurch am gesellschaftlichen Leben aktiv teilhaben und dieses mitgestalten. Dr. Angelika Magiros, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., hat dort das Projekt »Lebenshilfe aktiv. Bürgerschaftliches Engagement für und von Menschen mit geistiger Behinderung« koordiniert. Sie zeigt in ihrem Gastbeitrag auf, welche positiven Vorteile das bürgerschaftliche Engagement geistig Behinderter für alle Beteiligten hat. Ebenso stellt sie dar, wie es im Rahmen der bestehenden Strukturen der Freiwilligenförderung wie der Behindertenhilfe durchaus möglich werden kann, das bürgerschaftliche Engagement geistig Behinderter zu fördern. Der Beitrag ist zuerst erschienen in: Handbuch Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich, hrsg. von Ansgar Klein, Petra Fuchs und Alexander Flohé, Berlin 2011, Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

 
Weitere Informationen zum Handbuch unter
verlag.deutscher-verein.de/index.php

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Kati Simmank: »Wenn ich einmal alt bin…«

Ehrenamtlichkeit von Behinderten ist auch ein Mittel, um Barrieren zu überwinden - zugleich zeigt sich dabei die Realität von Barrieren. Kati Simmank, Projektleiterin des Projekts »Barrieren überwinden - Neue Formen von ehrenamtlichem Engagement für Menschen mit Behinderung ermöglichen« beim AWO Landesverband Sachsen e.V., stellt die Hintergründe und Erfahrungen aus dieser doppelten Perspektive dar. Erst wenn Menschen mit Behinderung sich und ihre Interessen selbst vertreten können, so ihre These, kann Inklusion verwirklicht werden. Dabei können technische Barrieren ein gravierendes Hindernis sein, wie etwa ein fehlender Fahrstuhl. Schwerer aber wiegen aus ihrer Sicht Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung im Ehrenamt, wenn etwa Einrichtungen befürchten, dass die Ehrenamtlichen den hauptamtlichen Mitarbeiter mehr Zeit und Kraft kosten, als sie im Endeffekt eine Hilfe sind.

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Hannes Jähnert: Online- und Micro-Volunteering - barrierefreies Engagement?

Seit einigen Jahren werden die Chancen von Online- und Micro-Volunteering diskutiert und zunehmend umgesetzt. Hannes Jähnert, diplomierter Sozialarbeiter (FH) und Initiator von ZiviCloud (zivicloud.roteskreuz.at), einem Webangebot zum Online- und Micro-Volunteering, diskutiert die Bedingungen und Perspektiven dieser Formate für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. So kann der Interneteinsatz im freiwilligen Engagement Menschen mit körperlichen Behinderungen eine gewisse Freiheit von physischen Barrieren im öffentlichen Raum geben. Bei Menschen mit geistigen Behinderungen, Lern- und Leseschwierigkeiten können zeitlich flexible Engagementangebote mit guter Passung Potenziale freisetzen. Und auch Menschen mit psychischer Erkrankung kann der Interneteinsatz im freiwilligen Engagement den Zugang zum Ehrenamt erleichtern. Allerdings hängt dies auch von einem versierten Freiwilligenmanagement ab. 

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Sonja Schmeißer: Special Olympics lebt von ehrenamtlichem Engagement

Anders als im organisierten Sport bilden bei Special Olympics Deutschland (SOD) nicht Vereine die Mitgliedschaft, sondern die Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Aus diesem Grund und durch die besondere Betreuungssituation sowie durch das sehr breit gefächerte Programm von SOD ist die Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements so vielfältig wie die Menschen, die es ausüben und sich für die Athletinnen und Athleten einsetzen. Die Strukturen des Verbandes und der 14 Landesverbände sind weitgehend ehrenamtlich: Vom Präsidium über den Länderrat, die Sportkoordinatoren, bis hin zu den ehrenamtlichen Übungsleitern und Sportlehrern, die den Sport vor Ort organisieren und leiten. Sonja Schmeißer, seit 2008 Presseverantwortliche, informiert in ihrem Beitrag über Hintergründe, Ziele, Programme und den Einsatz von ehrenamtlich Engagierten bei SOD.

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Nathalie Ball: WAB – Ausbildungskonzept in der IT-Branche für Behinderte

Die AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderungen gemeinnützige GmbH) ist das Beispiel eines sozialunternehmerischen Ansatzes in der IT-Branche, um marktorientiertes Handeln und Arbeit von Menschen mit Behinderung zu verbinden. Ihr Kerngeschäft besteht im Austausch bzw. der Rücknahme und Aufbereitung gebrauchter IT-Geräte, zudem beschäftigt sich AfB auch mit der Sammlung und Datenlöschung von mobilen Endgeräten und dem Leergutmanagement gebrauchter Tonerkassetten von Unternehmen. Nathalie Ball ist seit 2011 bei der AfB und beschäftigt sich dort intensiv mit dem Thema CSR (Corporate Social Responsibility) und der Öffentlichkeitsarbeit. Sie stellt in ihrem Gastbeitrag die sozialunternehmerische Geschäftsidee dar und erläutert das gemeinsam mit der IHK Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland initiierte Pilotprojekt »Werkstatt - Arbeit - Behinderung (WAB)«, in dem junge Menschen mit einer Einschränkung eine allgemein gültige Ausbildung zum »Fachpraktiker für IT-Systemelektronik« absolvieren können.

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OffeneKommune.de in Realbetrieb gegangen

 Im April 2012 gab es die Beta-Version und am 18. Juni 2012 wurde in einer Online-Konferenz des »Netzwerks Zukunftsstädte« des Deutschen Städte- und Gemeindebundes die kommunale Beteiligungsplattform »OffeneKommune.de« vorgestellt (BBE-Newsletter 14/2012): Anfang August 2012 ist »OffeneKommune.de« nun online gegangen. Dabei handelt es sich um ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Liquid Democracy in enger Kooperation mit pol-di.net e.V. aus Berlin und ijab - Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. Unterstützt wird es vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB). Ziel ist die Schaffung einer neutralen Infrastruktur zur politischen Beteiligung auf kommunaler Ebene, die allen gesellschaftlichen Akteuren offen steht und einen direkten Dialog zwischen Bürgern, Kommunen, Unternehmen und Organisationen ermöglicht. 

Weitere Informationen unter
offenekommune.de

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StadtteilAktivKassen in Niedersachsen

Die Engagementförderung in benachteiligten Stadtteilen ist eine besondere Herausforderung. Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V. hat einen Leitfaden zum Aufbau einer StadtteilAktivKasse als Förderinstrument sowie das Konzept und den Abschlussbericht des dahinter stehenden Modellprojekts publiziert. Die StadtteilAktivKasse ist ein Programm zur Unterstützung des Engagements von Bewohnern für Bewohner in sozial benachteiligten Stadtteilen. Das Zusammenleben der Generationen, der Einheimischen und der Zugewanderten, die Kinder- und Familienfreundlichkeit und das Wohnumfeld im Stadtteil sollen durch Kleinprojekte der Stadtteilbewohner verbessert werden. Alle Bewohner eines Stadtteils können mitmachen. Die Förderbeträge dürfen 750.- Euro nicht überschreiten. Öffentlich finanzierte Einrichtungen wie Schulen, KITA’s usw. dürfen keine Anträge stellen, da sie schon über andere Finanzierungsquellen verfügen. 

Weitere Informationen unter
www.lag-nds.de/stadtteilaktivkassen.html

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Energiewende und Partizipation: Veranstaltung

Energiewende ist ein realwirtschaftliches, ökologisches und gesellschaftspolitisches Megathema der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Da es hierbei auch um den (Um)Bau technologischer Infrastruktur geht, wird damit ein Bereich berührt, an dem sich in den letzten beiden Jahrzehnten immer wieder Bürgerproteste und Bürgerwut gegen mangelnde effektive Beteiligung und Teilhabe entzündeten. »Die Energiewende schaffen - Wie viel Bürgerbeteiligung braucht das Jahrhundertprojekt?«, so lautet der Titel eines Workshops am 27. September 2012 mit anschließender Podiumsdiskussion in der Landesvertretung NRW in Berlin, organisiert in Verbindung mit der stiftung neue verantwortung. Da die Regierungsparteien in Nordrhein-Westfalen in ihrem neuen Koalitionsvertrag einen Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung von Bürgerbeteiligung gesetzt haben, ist die Landesvertretung NRW ein naheliegender Ort für solch eine Debatte. Grundlage der Diskussion ist ein Papier der intersektoral zusammengesetzten Projektgruppe »Kollaborative Demokratie 21«. Die Podiumsdiskussion bestreiten Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, Franz-Josef Lersch-Mense, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie Prof. Patrizia Nanz, Universität Bremen, European Institute for Public Participation.

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Ansprache des Bundespräsidenten in Rostock-Lichtenhagen

Am 26. August 2012 hielt Bundespräsident Dr. h. c. Joachim Gauck auf der Gedenkfeier »Lichtenhagen bewegt sich« die Ansprache zum 20. Jahrestag der fremdenfeindlichen Angriffe auf das »Sonnenblumenhaus« in Rostock. Der Bundespräsident beließ es nicht bei einem Gedenken an ein vermeintlich abgeschlossenes Kapitel der Zeitgeschichte, sondern fragte nach der Gegenwart von Bedrohungen für ein zivilisiertes, demokratisches Zusammenleben: »Die Ereignisse von Lichtenhagen sind zwar Vergangenheit. Aber die Gegenwart bleibt infiziert von Fremdenfeindlichkeit, Hass, Gewalt.« Dabei reflektierte er aus unterschiedlichen Perspektiven Rollen und Aufgaben der Bürger und ihrer Initiativen und Organisationen sowie des Staates mit seinem Gewaltmonopol: »Glücklicherweise sind ähnliche Übergriffe in den vergangenen Jahren in der Regel durch entschlossenes Handeln von Einsatzkräften und - was mir noch wichtiger ist - durch breite Bürgerbündnisse verhindert worden. An vielen Orten der Republik wurden seit den 1990er Jahren Vereine und Initiativen gegründet, damit Menschen in unserem Land nicht wieder um ihr Leben fürchten müssen.« 

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Bürgerdialog der Bundeskanzlerin: Expertenbericht vorgelegt

Die Bundeskanzlerin lud die Bevölkerung zu einem Bürgerdialog über Deutschlands Zukunft ein. Dieser Bürgerdialog wurde mit einem Expertendialog verbunden, der schon vorher begonnen hatte. Der Bürgerdialog startete am 1. Februar 2012 mit der Internetseite »dialog-ueber-deutschland.de«, wobei die thematische Struktur mit der des schon laufenden Expertendialogs identisch war. Bis zum 15. April wurde die Seite 1,7 Millionen Mal besucht, rund 11.600 Vorschläge und 74.000 Kommentare wurden gemacht. In dieser Zeit fanden zudem Bürgergespräche mit je 100 Interessierten in Erfurt, Heidelberg, ebenso eine Konferenz mit 50 Schülern und eine internationale Diskussionsveranstaltung mit dem britischen Premierminister David Cameron und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg sowie 100 Studenten aus 24 Ländern im Bundeskanzleramt in Berlin statt. Ferner haben selbstermächtigt die Volkshochschulen und die Bertelsmann Stiftung mit einem ähnlichen Format an 50 Standorten in Deutschland mit 100 Bürgern eine Dialogveranstaltung mit dem gleichen Fragenformat durchgeführt. Zum Abschluss gab es einen Dialog von 100 Teilnehmern mit der Bundeskanzlerin. Die Kurzfassung des Abschlussberichts der Experten umfasst 219 Seiten, die Langfassung knapp 500 Seiten. Ein Kapitel befasst sich explizit mit den Chancen und Grenzen von Bürgerbeteiligung und bürgerschaftlichem Engagement. 

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UN-Behindertenrechtskonvention: Kleine Anfrage

Zur »Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf EU-Ebene« hat die Fraktion Die Linke eine Kleine Anfrage (17/10563) an die Bundesregierung gerichtet. Die Fraktion will unter anderem wissen, wie die Regierung die »Europäische Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010 - 2020: Erneuertes Engagement für ein barrierefreies Europa« bewertet und welche Schlüsse sie daraus zieht. Darüber hinaus fragt die Fraktion, wie diese Strategie im Prozess der Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention berücksichtigt werde.

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Nationale CSR-Strategie: Kleine Anfrage beantwortet

 Die Bundesregierung hatte 2010 eine »Nationale Strategie zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen - Aktionsplan Corporate Social Responsibility (CSR)« beschlossen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen interessierte sich in einer Kleinen Anfrage (17/10274) dafür, was die Bundesregierung seitdem tatsächlich getan hat (BBE-Newsletter 16/2012). Die 31 gestellten Fragen wurden von der Bundesregierung am 21. August 2012 beantwortet (17/10506). Darin hebt sie den Multistakeholder-Ansatz des Aktionsplans hervor und sieht die Umsetzung auf einen guten und fortgeschrittenen Weg. In einer Anlage sind konkrete Projekte und Maßnahmen mit Haushaltstiteln und Zuwendungshöhen aufgelistet. 

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Internet-Enquete: Erfahrungen und Perspektiven

Nathalie Hillmanns-Weis, stellvertretende Leiterin des Sekretariats der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft, hat auf digital-politik.de, der Internetplattform des Vereins pol-di.net e.V., die experimentelle Arbeitsweise der Enquete-Kommission »Internet und digitale Gesellschaft« des 17. Deutschen Bundestages dargestellt. So sammeln die 34 Mitglieder der Kommission, ihre Mitarbeiter und das Sekretariat der Kommission Erfahrungen mit der Online-Beteiligung der Öffentlichkeit über die Beteiligungsplattform www.enquetebeteiligung.de, die vom Verein Liquid Democracy im Auftrag der Kommission ehrenamtlich betrieben wird. Mit 3.000 Menschen haben sich weniger registriert als erwartet, dafür aber haben die 450 Vorschläge eine in dieser Form nicht erwartete Qualität. Mittlerweile haben sich viele Erfahrungen angesammelt, wie Parlamentsbetrieb und Bürgerbeteiligung ineinandergreifen können, dass aber auch Lernprozesse nötig und Herausforderungen vorhanden sind.

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Bürgerfest des Bundespräsidenten am 8. und 9. September 2012

Am 8. und 9. September 2012 findet in Schloss Bellevue das Bürgerfest des Bundespräsidenten statt. Mit dem Bürgerfest würdigt der Bundespräsident Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl in Deutschland engagieren. Hierzu werden am Samstag ab 17 Uhr ca. 4000 geladene Gäste erwartet, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren. Am Sonntag sind das Schloss und der angrenzende Park für alle interessierten Besucher in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An beiden Tagen stellen sich ausgewählte Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen vor. Auch das BBE präsentiert sich mit seinen Netzwerkprojekten in einem eigenen Zelt. Das Team der »Woche des Bürgerschaftlichen Engagements« wird darüber informieren, wie Engagement in der Praxis aussehen kann und unter anderem Eintrittskarten für die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Aktionswoche verlosen. Für die »Civil Academy«, die das Engagement junger Menschen in Form von Qualifizierungsseminaren unterstützt, werden die Absolventen Andreas Hellstab und Amrei Krings ihre Projekte gegen Rassismus in Fußballstadien und zur Aufklärung von Prostituierten im Umfeld afrikanischer Blumenfarmen vorstellen. Das Bürgerfest bietet an beiden Tagen eine Mischung aus Informationen, Mitmachaktionen für »Jedermann«, Bühnenprogramm, Gesprächen und »Lustwandeln« im Park von Schloss Bellevue. Das Schloss mit seinen historischen Räumen wird an beiden Tagen für alle Gäste für Rundgänge geöffnet sein. 

Weitere Informationen unter
www.bundespraesident.de/buergerfest

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Inklusion durch Partizipation: Handlungsempfehlungen

Am 16. und 17. Juni 2012 fand in Berlin die Fachtagung »Inklusion durch Partizipation. Ein Beitrag von Migrantenorganisationen« statt, die durch das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Zusammenarbeit mit dem Migrationsrat Berlin-Brandenburg am 16./17. Juni 2012 veranstaltet wurde. Im Kontext der Tagung sind die vorliegenden Handlungsempfehlungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer entstanden, die von einem Redaktionsteam zusammengestellt wurden und Forderungen für verbesserte Partizipations- und Beteiligungsmöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten in Politik, Verwaltung und Gemeinwesen enthalten.

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Zuwachs in der »Civil Academy«

Erstmals in der Geschichte des Qualifizierungsprogramms »Civil Academy« wird kein Praktikumsplatz neu besetzt, sondern ein Freiwilliges Soziales Jahr angeboten. Sasha Becker, 17-jährige Abiturientin aus Berlin, möchte die Zeit zwischen Schulabschluss und Studienbeginn nutzen, um sich persönlich zu orientieren und praktische Erfahrungen zu sammeln. Neben der Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Projekts hat sie in der »Civil Academy« die Möglichkeit, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fortbildungsprogramms, deren Projektideen und damit die Vielfalt des Engagements kennenzulernen. Herzlich Willkommen im Team!

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Praktikum Networking im BBE: Ausschreibung

Das BBE sucht ab 1. Oktober 2012 für den Zeitraum von sechs Monaten eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten in Vollzeit für den Bereich Netzwerkbetreuung. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören die Betreuung der Arbeitsgruppen, Vorbereitung und Nachbereitung von Veranstaltungen und Gremiensitzungen, Fachdiskurse zu bürgerschaftlichem Engagement und Zivilgesellschaft sowie die Recherche und Aufbereitung von Fachinformationen. Das Praktikum gibt intensive Einblicke in modernes Netzwerkmanagement und wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Gesucht werden Studenten oder Studenten mit erstem Studienabschluss oder Berufsanfänger der Geistes- oder Sozialwissenschaften. Bewerbungen schriftlich bis spätestens 18. September 2012 an die BBE-Geschäftsstelle.

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BE mit Kamera und Mikrofon: zwei Workshops

Bürgerfunk ist Ausdruck von Demokratie und kann diese stärken. Dabei kann Professionalität nicht schaden. Zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements veranstalten die Bürgersender radio leinehertz 106,5 und h1 - Fernsehen aus Hannover Einführungsworkshops zur Hörfunk- und Fernsehproduktion. Die Workshops bieten einen Einblick in die Arbeit des Reporters. Ziel ist es, anschließend selbstständig erste Radio- und Fernsehbeiträge produzieren zu können. Die Ausrüstung dafür stellen die Bürgersender kostenlos zur Verfügung. Am 15. September 2012 findet ein Radio-Workshop statt, am 22. September 2012 ein Fernseh-Workshop. Der Kostenbeitrag beträgt jeweils 15.- Euro.

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Berliner Menschenrechtstag: Inklusion

Das Deutsche Institut für Menschenrechte lädt zum Berliner Menschenrechtstag am 27. September 2012 von 14:00 bis 22:00 Uhr ein. Ziel dieses Tages ist die Debatte, wie das menschenrechtliche Prinzip Inklusion nicht nur für den Bereich Behinderung, sondern ebenso für Herausforderungen wie Armut, Migration, Bildung oder sexuelle Orientierung wirksam werden kann. Das Deutsche Institut für Menschenrechte will mit diesem Tag die Diskussion um Inklusion voranbringen. Neben einem Vortrag von Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, bietet der Tag Interviews, Fachforen, einen »Markt der Menschenrechtskulturen« sowie ein Abendessen mit Theater. 

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Freiwillige gibt’s nicht umsonst: Seminar

»Freiwillige gibt’s nicht umsonst«: So lautet der Titel des Seminars, welches vom 22. bis zum 24. Oktober 2012 vom Bildungsinstitut inForm der Lebenshilfe Marburg in Kooperation mit der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland angeboten wird. Im Rahmen des dreitägigen Basiskurses vermitteln Thomas Kegel, Leiter der Akademie für Ehrenamt Deutschland e.V., und Tanja Weisslein, Freiwilligenkoordinatorin der Lebenshilfe Berlin, Kompetenzen in den Bereichen: Entscheidung für die Entwicklung bzw. den Ausbau von Freiwilligenarbeit; Entwicklung von Engagementbereichen sowie Gewinnung und Begleitung von Freiwilligen. Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat dokumentiert. 

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BFD: Videowettbewerb

»Der BFD bewegt« ist das Motto eines Videowettbewerbs des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Bundesfreiwilligendienst, der am 15. August 2012 startete und bis zum 12. Oktober 2012 andauert. Bundesfreiwillige, deren Eltern, Geschwister und Freundinnen und Freunde können im Film darstellen, was der oder die Bundesfreiwillige tut. Die eingereichten Beiträge werden von einer Jury prämiert, zudem gibt es einen Publikumspreis.

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Wie geht’s zur Bildungslandschaft? Praxishandbuch erschienen

Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen verbessern sich dann, wenn vor Ort - im Stadtteil, der Gemeinde oder dem Landkreis - eine funktionierende Netzwerkstruktur aufgebaut wird. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und die Jacobs Foundation haben im Programm »Lebenswelt Schule« Kommunen dabei unterstützt, anhand eines konkreten Vorhabens ihre Bildungsangebote aufeinander abzustimmen, damit Kinder und Jugendliche besser individuell gefördert werden. Das Praxishandbuch »Wie geht’s zur Bildungslandschaft«, ist im Friedrich Verlag, erschienen und bündelt die Erfahrungen, Erkenntnisse und das Wissen beim Aufbau lokaler Bildungslandschaften. Die einzelnen Kapitel orientieren sich an den Entwicklungsschritten einer Bildungslandschaft und enthalten zahlreiche Praxisbeispiele, Tipps, Checklisten und Hinweise zu weiterführender Literatur. 

Weitere Informationen unter
www.friedrich-verlag.de/go/

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 20. September 2012.
Redaktionsschluss ist der 13. September 2012.

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Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dipl.-Pol. Johanna Neuling  und Dr. Rainer Sprengel.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. 

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- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
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