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Newsletter Nr. 1 vom 12.1.2012

Newsletter Nr. 1 vom 12.1.2012

Die Umstellung von 14tägigem zu einem einmonatigem Erscheinrhythmus des BBE-Newsletters infolge von Zuwendungskürzungen an das BBE im vergangenen Jahr führte, zum Glück, nicht zu einer Halbierung dessen, was im Feld der Engagementpolitik und Engagementförderung zu berichten wäre. Ganz im Gegenteil, wie einige Stichworte aus 2011 in alphabetischer Reihenfolge exemplarisch zeigen: Arabischer Frühling, Bundesfreiwilligendienst, Extremismuserklärung, Kürzung Soziale Stadt, Staatsrätin für Zivilgesellschaft mit Ministerrang, Stuttgart 21 oder die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Damit wuchs der Umfang des BBE-Newsletters unweigerlich an. Dank einer Zuwendung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius wird es für 2012 möglich sein, zu den bisherigen 12 Newslettern zusätzliche 12 Ausgaben mit redaktionell zusammengestelltem thematischem Fokus zu veröffentlichen, um spezielle Dimensionen der Felder Engagementpolitik, Engagementförderung und Fachdiskurs besser profilieren zu können. Einen herzlichen Dank dafür auch im Namen der kontinuierlich stark wachsenden Leserschaft, der der wachsende Umfang des Newslettters im Jahr 2011 mitunter doch zu schaffen machte! 

Herausgeber und Redaktion

Einleitung

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement wird im Rahmen seines Projektes »Gewinnung, Qualifizierung und Entwicklung ehrenamtlicher Vereinsvorstände« zur Wahrnehmung, Verbreitung und Diskussion unterstützender Ansätze beitragen. Im Rahmen des Projektes werden im Frühjahr 2012 zentrale Hintergrundinformationen, Projekte und Erfahrungsberichte aus Mitgliedsorganisationen auf der Homepage des BBE zur Verfügung gestellt, die dieses Vorhaben unterstützen. Zugleich findet ein breiter Diskurs in verschiedenen Arbeitsgruppen des BBE statt, der in die neue Themenseite auf der BBE-Homepage einfließen wird. Zudem wird das Thema im Rahmen von Newsletter-Schwerpunkten diskutiert. Die vorliegenden Beiträge von Holger Krimmer, Mareike Alscher und Thomas Röbke machen hierzu den Aufschlag. Sie liefern Informationen zur Entwicklung des Vereinswesens, zu Voraussetzungen für die Mobilisierung ehrenamtlicher Vereinsvorstände in den verschiedenen Bereichen gemeinnütziger Organisationen und zu Entwicklungen im Engagement junger Menschen als zukünftiger Funktionsträger gemeinnütziger Organisationen. - Viola Seeger berichtet zudem über das von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern geförderte Modellprogramm »Engagement braucht Leadership«, das lokale Projektpartner bei der Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für die Modernisierung der Vorstandsarbeit begleitet. Dieter Schöffmann vom 3Win Institut stellt die Ergebnisse der Arbeitstagung »Gemeinnützige Vereine und ihre Vorstände« dar, die 2011 Experten aus den Bereichen Bürgerengagement und Freiwilligenmanagement zusammengebracht hat, um organisationsspezifische und -übergreifende Angebote zur Weiterentwicklung des Themenfeldes zu identifizieren.

Thomas Röbke: Verein als zivilgesellschaftliche Selbstorganisation

Angesichts des vor zehn Jahren diagnostizierten Strukturwandels des Ehrenamts hat sich das Vereins- und Verbandswesen in vielen Feldern modernisiert. Gleichwohl stehen mit dem demografischen Wandel und dem Web 2.0 neue Herausforderungen an. Thomas Röbke geht in seinem Beitrag aus dem Blickwinkel der historischen Vereinsforschung der Frage nach, ob weitere tiefgreifende Veränderungen in naher Zukunft zu erwarten sein werden. Aufgrund seiner historischen Perspektive und seines grundsätzlichen Charakters wird der Beitrag in seiner umfänglichen Fassung zugänglich gemacht.

Holger Krimmer: Stehen Vereine vor einer Führungskrise?

Die ehrenamtliche Führung von Vereinen verlangt besondere Fähigkeiten, aber auch eine besondere Identifikation mit der Organisation und die Bereitschaft der Verantwortungsübernahme. Holger Krimmer zeigt, dass der Blick auf hübsche Engagementquoten den Blick für Krisenphänomene von Teilen des bürgerschaftlichen Engagements verstellt. Gewachsene Mobilität und Zeitverknappung bei jungen Menschen stellen beispielsweise gerade jene Vereine vor große Probleme, die auf einen identifikatorischen Bezug mit dem lokalen Umfeld angewiesen sind.

Mareike Alscher: Junge Menschen als zukünftige Funktionsträger

Die jungen Engagierten von heute sind die Vereinsvorstände von morgen. Deshalb ist es sinnvoll, genauer zu erkunden, in welchen Kontexten ihr Engagement heute stattfindet. Mareike Alscher skizziert vorhandene Befunde und erkennbare Entwicklungen, die sich zu einem Problem für das Funktionieren bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland auswachsen können. Das von ihr im WZB bearbeitete und von der Jacobs Foundation geförderte Projekt »Jugendliche in zivilgesellschaftlichen Organisationen« untersucht deshalb, inwiefern junge Menschen - als potentieller Nachwuchs - in die Arbeit der Organisationen einbezogen werden und wie die organisatorischen Rahmenbedingungen für ihr Engagement aussehen.

Viola Seeger: Programm »Engagement braucht Leadership«

In ihrem Beitrag stellt Viola Seeger das von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern geförderte Modellprogramm »Engagement braucht Leadership« vor. Es begleitet lokale Projektpartner bei der Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für die Modernisierung der Vorstandsarbeit. Die in der ersten Projektphase seit Februar 2011 gewonnenen Erkenntnisse werden in dem Beitrag skizziert. Sie bilden die Grundlage für die nunmehr anstehende 2. Phase des Projekts, über dessen Fortgang die Robert Bosch Stiftung auf der untenstehenden Internetseite des Programms und auf einer Fachtagung im Frühjahr 2013 informiert. 

 
Weitere Informationen unter
www.bosch-stiftung.de/EbL

Dieter Schöffmann: Gemeinnützige Vereine und ihre Vorstände

Im Januar 2011 fand in Köln eine Branchen- und Verbände übergreifende Arbeitstagung zum Thema »Gemeinnützige Vereine und ihre Vorstände« statt. Dieter Schöffmann stellt die wesentlichen Leitfragen und Diskussionsergebnisse dar. Es zeigte sich, dass Abschottung und Konkurrenzdenken zwischen Verbänden und Organisationen überwunden und stattdessen verstärkt kooperiert werden sollte. Ebenso wurde deutlich, dass Ziele und Bedarfe der Vorstandsqualifizierung bzw. -entwicklung nicht ohne Weiteres verallgemeinerbar sind. In diesem Jahr wird eine Folgetagung stattfinden. 

Kooperation von »bürgeraktiv« und Berliner Presse

Bürgeraktiv, das offizielle Engagement- und Bürgerportal des Landes Berlins, kooperiert seit dem 23. November 2011 mit der BERLINER WOCHE, dem mit einer Gesamtauflage von 1,53 Millionen Exemplaren auflagenstärksten Anzeigenblatt Berlins. Auf der Zeitungsseite »Berlin engagiert« werden ehrenamtliche Einsatzmöglichkeiten von »bürgeraktiv« integriert. Eine analoge Kooperation findet mit dem Spandauer Volksblatt statt. Zusätzlich startete die BERLINER WOCHE im Dezember eine monatlich erscheinende 20-teilige Serie zu bürgerschaftlichem Engagement mit Interviews, Hintergrundberichten und Gastbeiträgen von Experten. Zudem werden wöchentlich ehrenamtlich tätige Menschen, Bürgerprojekte, Vereine und sozial engagierte Unternehmen vorgestellt. 

Entschlossen gegen Rechts: Fraktionsbeschluss

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN formuliert im Fraktionsbeschluss »Entschlossen gegen Rechts« eine Reihe von Aufgaben und anzugehenden Maßnahmen, um rechtsterroristischen Mördern ihre gesellschaftliche Unterlage zu entziehen. Auch wenn die Aufklärung der Gründe des erneuten Staatsversagens gegenüber rechtem Terror einen wichtigen Aspekt des Beschlusses ausmacht, richtet sich ein wesentlicher Teil der Überlegungen auf die Bekämpfung eines weiter verbreiteten Mainstreams an menschenverachtender Gruppenfeindlichkeit. Insbesondere gefordert werden ein Ausbau präventiver und demokratiefördernder Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie eine bessere Würdigung der Erkenntnisse zivilgesellschaftlicher Initiativen durch staatliche Behörden. 

Engagement gegen Rechts: Kleine Anfrage beantwortet

Am 14. Dezember 2011 beantwortete Staatssekretär Dr. Kues für die Bundesregierung eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN zur Überprüfung der dem Engagement gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegenstehenden Hindernisse. (Drucksache 17/7946). So sollen mit zusätzlich bereit gestellten Geldern in Höhe von 2 Millionen Euro insbesondere Mittel für Beratungsnetzwerke aufgestockt, lokale Aktionspläne unterstützt, bereits bewilligte Modellprojekte besser oder bisher nicht zum Zuge gekommene Projekte überhaupt gefördert werden. Eine Reduzierung der bisherigen Kofinanzierungsquote ist dagegen nicht beabsichtigt.

Bundesfreiwilligendienst: Nachbesserungen zum Jahresende

Bei der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes war schon deutlich geworden, dass es noch einzelner Nachbesserungen bei Regelungen für Kindergeld, Krankenversicherung oder Aufstocker bedarf. So gilt jetzt rückwirkend, dass für alle Freiwilligen im BFD und im Internationalen Jugendfreiwilligendienst - ebenso wie schon bisher im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Freiwilligen Ökologischen Jahr - ein Kindergeldanspruch besteht, soweit die übrigen Voraussetzungen (Altersgrenze etc.) erfüllt sind (Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften vom 7. Dezember 2011, BGBl. vom 13.12.2011). Rückwirkend zum 1. Juli 2011 gilt ferner im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstrukturgesetz vom 22. Dezember 2011, BGBl. vom 28.12.2011), dass alle Freiwilligen, deren Schul- oder Berufsausbildung durch den Bundesfreiwilligendienst oder einen Jugendfreiwilligendienst unterbrochen oder verzögert wird, für einen der Dauer des Dienstes entsprechenden Zeitraum über das fünfundzwanzigste Lebensjahr hinaus kostenfrei über ihre Familie gesetzlich krankenversichert sind. Schließlich wurde für Arbeitslosengeld II-Bezieher, die einen Bundes- oder Jugendfreiwilligendienst absolvieren, beschlossen, dass vom Taschengeld künftig ein pauschalierter Betrag in Höhe von 175 Euro monatlich anrechnungsfrei bleibt, ohne dass sie dafür Ausgaben für Versicherungen und Werbungskosten) nachweisen müssen.

Unterausschuss BE: Protokoll zur 19. Sitzung

Am 9. November 2011 fand die 19. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages statt. Das Protokoll der Sitzung liegt vor. Im fachlichen Teil ging es um aktuelle Befunde aus der Engagementforschung mit Dr. Holger Krimmer und Dr. Gero Stenke (Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) zu den vorliegenden Teilergebnissen des Projektes »Zivilgesellschaft in Zahlen« sowie mit Thomas Böhme (Staatskanzlei Niedersachsen) zu den vorliegenden Länderauswertungen zum 3. Freiwilligensurvey. Zudem wurde durch Dr. Volker Meyer-Guckel (Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft) das Programm »Mehr als Forschung und Lehre! Hochschulen in der Gesellschaft« vorgestellt. Der Vorsitzende des Ausschusses, Markus Grübel, informierte über die beschlossene, rückwirkend geltende Kindergeldregelung für die internationalen Jugendfreiwilligendienste und den Bundesfreiwilligendienst im sogenannten Beitreibungsrichtlinien-Umsetzungsgesetz. Ebenso wies er auf das verabschiedete Bundeskinderschutzgesetz hin, in dem auch ein erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche verankert ist. 

Mitgliederversammlung des BBE: Bericht

Am 9. Dezember 2011 fand die 12. Mitgliederversammlung des BBE in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank AG in Berlin statt. BBE-Geschäftsführer Ansgar Klein stellt in seinem Bericht die wesentlichen Veränderungen in der Besetzung der Gremien, die neu aufgenommenen Mitglieder sowie weitere Änderungen und Verabredungen dar. Im Zusammenhang mit dem Rückblick auf die Arbeit der Geschäftsstelle würdigt er die positive Entwicklung der freiwilligen Beitragserhöhungen seitens der BBE-Mitglieder als ein Zeichen der Solidarität. 

 
Bilder Mitgliederversammlung unter
www.b-b-e.de/index.php

AG 4 Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft: Bericht

Die 32. Sitzung der Arbeitsgruppe 4 »Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft« fand am 7. Dezember 2011 in den Räumen des Regierungspräsidiums Kassel statt. Den thematischen Schwerpunkt bildete das Thema »Best practices der institutionalisierten Bürgerbeteiligung«. Prof. Dr. Helmut Klages erläuterte vor diesem Hintergrund die Entwicklung von Leitlinien für die Bürgerbeteiligung am Beispiel der Stadt Heidelberg. Ziel der AG ist u.a., Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den in der letzten Zeit vorgestellten Projekten aus Essen, Leipzig, Kassel und Heidelberg zu identifizieren. Für das Jahr 2012 wurden folgende Termine vereinbart: 21. März in Berlin, 5. Juni in Hannover, 19. September in Kassel und 12. Dezember in Essen.

Engagement in KITAS: Fachtagung

In Kindertagesstätten als zentralen Orten des Bildungs- und Erziehungssystems hat das Ehrenamt eine lange Tradition. Die Modelle zur Mitwirkung von Akteuren (des Gemeinwesens) sind in den letzten Jahren jedoch deutlich vielfältiger geworden. Darüber hinaus bieten Kindergärten die Möglichkeit, demokratisches und bürgerschaftliches Handeln zu erfahren und zu erlernen und binden frühkindliche Demokratieerziehung zunehmend in ihre Bildungskonzepte ein. Am 19. und 20. April 2012 findet in Mainz die Fachtagung »Bürgerschaftliches Engagement in Kindertagesstätten« statt, die das BBE gemeinsam mit der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, der Bertelsmann Stiftung, Caritas und Diakonie veranstaltet. Ziel der Tagung ist es, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Praxis und Politik eine Bestandsaufnahme von Ansätzen und Konzepten der Engagementförderung in KITAS vorzunehmen und Entwicklungsmöglichkeiten in Kindertagesstätten aus einer bürgergesellschaftlichen Perspektive zu beschreiben. Neben Fachvorträgen und -gesprächen haben die Teilnehmernnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich in 11 Workshops vertiefend mit einzelnen Aspekten des Themas auseinander zu setzen. Über das Programm informieren in Kürze die Homepage des BBE und ein Tagungs-Flyer.

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle

Jana Kellermann ist seit Anfang des Jahres die neue Projektleiterin der Civil Academy. Die Politikwissenschaftlerin und Germanistin war zuvor in der Stiftung Demokratische Jugend als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Leiterin verschiedener Programme und Projekte tätig, die darauf gerichtet waren, das Engagement junger Menschen in Ostdeutschland zu fördern. Zuletzt hat sie den Bereich »Perspektiven für junge Menschen« in der Stiftung geleitet und war in dieser Funktion Mitglied der AG 8 des BBE. Auch Benjamin Reitz, der bis Ende Dezember als Projektassistent im Team der »Woche des bürgerschaftlichen Engagements« tätig war, ist ebenfalls seit Anfang des Jahres im neu besetzten Projektbüro der Civil Academy als Junior Projektmanager engagiert. Ebenso seit Anfang 2012 ist Kirsten Woitanowski als feste Mitarbeiterin für zunächst 3 Jahre als Sachbearbeiterin in der Geschäftsstelle des BBE tätig. Durch ähnlich angelegte Tätigkeiten in der ARCHE Potsdam und bei Seniorpartner in School e.V. konnte sie bereits Erfahrungen in der gemeinnützigen Arbeit sammeln. Die Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements liegt ihr auch persönlich sehr am Herzen. Die BBE-Netzwerkbetreuung wird seit Anfang des Jahres durch Farina Trautmann als Praktikantin unterstützt. Während ihres Bachelorstudiums der Politikwissenschaft und Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen hat sie sich im Bereich der Hochschulpolitik engagiert.

Online-Umfrage zu Organisationen heute: Zweite Teilnahmechance

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) hat seine umfassende Organisationserhebung »Organisationen heute - zwischen eigenen Ansprüchen und ökonomischen Herausforderungen« abgeschlossen (siehe auch BBE-Newsletter Nr. 12 vom 3.11.2011). Mehr als 3000 Organisationen haben sich an der Umfrage beteiligt, die u.a. Veränderungen in der Struktur und Arbeitsweise von Vereinen, gemeinnützigen GmbHs, Genossenschaften und Stiftungen sowie die Beschäftigungsverhältnisse und die Einbindung von Jugendlichen in diesen Organisationen untersucht. Die begonnene Auswertung zeigt, dass ein hoher Veränderungsdruck auf den Organisationen lastet. Als Reaktion darauf wurden in zahlreichen Organisationen strukturelle Veränderungen durchgeführt. Dabei fand häufig eine Erweiterung der Tätigkeitsfelder statt, um neue finanzielle Mittel zu erschließen. Insgesamt scheinen die Organisationen nach ersten Analysen gut für die Zukunft aufgestellt zu sein. Da im Rahmen der schriftlichen Befragung nicht alle Organisationen angeschrieben werden konnten, aber zahlreiche Organisationen großes Interesse an einer Teilnahme an der Untersuchung artikuliert haben, hat das WZB nun die Möglichkeit einer zusätzlichen Online-Teilnahme geschaffen. Die Online-Umfrage ist bis zum 16. Februar 2012 frei geschaltet: Nach Möglichkeit sollte die Teilnahme an der Online-Umfrage durch Vorstände, Geschäftsführer oder andere haupt- oder ehrenamtliche Leitungspersonen von Vereinen, gemeinnützigen GmbHs, Genossenschaften und Stiftungen erfolgen. Das WZB stellt teilnehmenden Organisationen auf Wunsch die Ergebnisse der Untersuchung zur Verfügung. Am Ende der Online-Umfrage ist für die Rückmeldung ein gesondertes Feld vorgesehen. 

 
Online-Umfrage unter
www.usuma.com/org2011

Lernen in fremden Lebenswelten: CV-Tagung in Halle/Saale

Am 19. und 20. Januar 2012 findet in Halle/Saale eine Fachtagung zum Thema Corporate Volunteering (CV) statt. Die Tagung verfolgt das Ziel, einen Überblick über die verschiedenen Formen und Wirkungen von CV zu geben. Damit wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass CV-Formate in den letzten Jahren bunter geworden sind und von »Engagementmöglichkeiten im Gemeinwesen« bis zu konkreten »Lernangeboten« für Unternehmensmitarbeiter reichen. Die Tagung wird von der Bertelsmann Stiftung, der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., UPJ e.V. und Unternehmen für die Region Halle durchgeführt. Anmeldefrist ist der 17. Januar 2012. 

Weitere Informationen unter
www.mitwirkung.eu

Vertrauen durch Verfahren: Tagung in Loccum

Vom 27.-29. Januar 2012 veranstalten die Evangelische Akademie Loccum und der Procedere-Verbund eine Tagung zum Thema: Vertrauen durch Verfahren - Wie können vertrauensbildende Prozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet werden? Könnte Vertrauen nur interpersonal existieren, wäre eine komplexe, moderne Gesellschaft kaum denkbar. Umso bedenklicher stimmen Phänomene, die erkennen lassen, dass ein Verlust an Vertrauen in Institutionen und die mit ihnen verbundenen Verfahren um sich greift. Deshalb fragen die Veranstalter danach, ob neue, kooperative und dialogische Verfahren aus der Bürgerbeteiligung, Mediation und Organisationsentwicklung dazu beitragen können, dem gesellschaftlichen Vertrauensverlust zu begegnen?

Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.loccum.de/programm/p1203.html

Netzwerk Bürgerbeteiligung: Jetzt mit Newsletter

Das von der Stiftung Mitarbeit initiierte Netzwerk Bürgerbeteiligung ist seit einigen Monaten online diskussions- und diskursfähig. Eine Aufbaugruppe von 15 Personen entscheidet in der Anfangsphase über die konkreten thematischen Schwerpunktsetzungen auf Basis der Anregungen der Netzwerkerinnen und Netzwerker oder über Projekte, die unter dem Dach des Netzwerks angesiedelt werden. Seit Dezember 2011 gibt es auch den eNewsletter Netzwerk Bürgerbeteiligung. In der Rubrik »Netzwerk aktiv: Meldungen und Aktionen« wird in der ersten Nummer dazu aufgerufen, kommunale Leitbilder und Leitlinien zur Bürgerbeteiligung zu kommunizieren. Ebenso finden sich dort Statements der Aufbaumitglieder sowie ein Save the Date für ein erstes Netzwerktreffen am 15. Juni 2012. Die Rubrik Themenschwerpunkt mit fünf Beiträgen ist dem richtigen Medienmix als Erfolgsfaktor für Bürgerbeteiligung gewidmet. Weitere Rubriken sind »Aktuelle Meldungen«, »Publikationen« und »Veranstaltungshinweise« rund um das Thema Bürgerbeteiligung. 

LSB startet erstes Community Leadership Programm in Deutschland

Die im Herbst 2011 nach amerikanischen Vorbildern gegründete Organisation »Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung e.V. (LSB)« startet ihr erstes Community Leadership Programm am 26. März 2012 in Berlin. In den nächsten Jahren sollen weitere Standorte in anderen deutschen Städten folgen. Bei dem tri-sektoralen Weiterbildungsprogramm begeben sich 35 Führungskräfte auf eine Lern-Expedition durch die Stadtgesellschaft und treffen auf Vorstände, Behördenleiter, Initiatoren von Bürgerbegehren und die unterschiedlichsten Persönlichkeiten ihrer Stadt. Die Teilnehmenden kommen zu einem Drittel aus Wirtschaft, öffentlichem und gemeinnützigem Bereich und lernen in dem Programm nicht nur ihre Stadt und deren Gestalter und Akteure besser kennen, sondern bauen ihre Kompetenzen in »Collaborative Leadership« - der Übernahme von Verantwortung jenseits von Zuständigkeitsbereichen aus. Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung sieht sich in diesem Sinn als Impulsgeber für zivilgesellschaftliches Engagement. 

Weitere Informationen unter
www.leadership-berlin.de

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 26. Januar 2012. Redaktionsschluss ist der 19. Januar 2012.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Alexandra Moll MA und Dr. Rainer Sprengel, unter Mitarbeit von Katrin Gewecke MA (Schwerpunkt).

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Dieser Newsletter wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Bundestages.

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