Newsletter Nr. 25 vom 16.12.2010

Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements
BBE-Aktionswoche: Sichtbares Engagement, politische Verantwortung
Filmfestival der Aktion Mensch
Deutscher Engagementpreis: »Geben gibt«
Herausragende Preise: Engagierte wertschätzen, Öffentlichkeit sensibilisieren
Anerkennungskultur fördern - Danke sagen
Ehrenamtskarte: Würdigung »goldwerten« Engagements
Initiative Bürgerforum 2011
Steuer- und Zuwendungsrecht: Kleine Anfrage
Kleine Anfrage zur Nationalen Engagementstrategie
Bundesland Bremen: Ergebnisse des 3. Freiwilligensurveys
Bundesfreiwilligendienste: Stellungnahme der bagfa
Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser
Online-Beratung der Caritas zum Freiwilligen Sozialen Jahr
Endspurt: Online-Dialog zur Engagementstrategie
Praxisnahe Hilfestellungen zum Umgang mit Rechtsextremismus
Symposium 20 Jahre Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
BBE-AG Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft
Sachgebietsleitung Verwaltung und Finanzen in der BBE-Geschäftsstelle
Ausschreibung: Praktikum in der BBE-Newsletterredaktion
Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hamburger Tage des Stiftungs- und Non-Profit-Rechts
Arbeitskreis Bürgergesellschaft der Friedrich Ebert Stiftung
Call for Papers: Kolloquium »Politik von unten«
Jubiläumsjahr FSJ Kultur: Jahresprogramm und Newsletter
Fundraising-Seminar der Konrad Adenauer Stiftung
ZDF sucht gemeinnützige Jugendprojekte
Hinweis

Das Jahr 2010 war ein engagementpolitisch bewegtes Jahr. Zum Jahresende möchte sich die BBE-Newsletter-Redaktion herzlich bei Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, für Ihr Interesse bedanken. Mit Berichten, News, Gastbeiträgen, Kommentaren und Hinweisen melden wir uns Mitte Januar 2011 aus der Winterpause zurück. Bis dahin wünschen wir Ihnen und Ihren Familien geruhsame Feiertage und für das neue Jahr alles Gute.

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Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements

Die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Entscheidungsprozessen ist ein zentrales Element einer lebendigen Demokratie. Ein relevanter Aspekt der Förderung und Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements liegt in der Gestaltung einer motivierenden und unterstützenden Anerkennungskultur. Das wird seit einigen Jahren zunehmend diskutiert. Der Schwerpunkt dieses Newsletters beschäftigt sich mit unterschiedlichen Formen und Instrumenten der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements. Beispielhaft vorgestellt werden die Woche des bürgerschaftlichen Engagements des BBE, herausragende Auszeichnungen und Engagementpreise und ein ganz besonderes Filmfestival der Aktion Mensch. Außerdem gehen Gastautoren auf das Thema Spenden und Anerkennung sowie auf die erste länderübergreifende Ehrenamtskarte ein. Es zeigt sich, dass hinter den verschiedenen Instrumenten auch unterschiedliche Verständnisse stehen können, wie die Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements gestaltet und gefördert werden sollte.

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BBE-Aktionswoche: Sichtbares Engagement, politische Verantwortung

Mit der jährlich stattfindenden Woche des bürgerschaftlichen Engagements verfolgt das BBE das Ziel, eine Kultur der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements mit zu entwickeln und zu gestalten. Dabei geht es vor allem um ein kontinuierliches und verlässliches bundesweites Format der Anerkennungskultur und -praxis. Im Beitrag des BBE-Kampagnenteams wird die Idee erläutert, die hinter der Aktionswoche steht und dargestellt, wie das Vorhaben umgesetzt wird. Den Kern bilden lokale Veranstaltungen der eigentlichen Macherinnen und Macher: der Akteure vor Ort. Im Rückblick auf die Aktionswoche im Jahr 2010 wird die Beteiligung sowie die regionale und thematische Verteilung der Beiträge zur Aktionswoche evaluiert. Anliegen der Aktionswoche ist es, die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit für das Engagement kontinuierlich zu stärken. Dies soll durch zunehmende Medienpräsenz für das Thema und durch eine Platzierung verschiedener Ansätze des bürgerschaftlichen Engagements in der Öffentlichkeit realisiert werden. Das BBE will nicht nur die Vielfalt und den Reichtum von Ehrenamt, Freiwilligenarbeit oder Selbsthilfe in Deutschland sichtbar machen; daneben soll auch auf die Verantwortung der Politik für die Gestaltung guter Rahmenbedingungen hingewiesen werden. In diesem Jahr wurde die Aktionswoche zum sechsten Mal durchgeführt.

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Filmfestival der Aktion Mensch

Das Filmfestival »ueber Mut« findet ein Jahr lang in 100 deutschen Städten statt. Initiator ist die Aktion Mensch. Ziel der Aktion Mensch ist es, mit dem Filmfestival den öffentlichen Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen anzuregen und Engagierte und Interessierte zusammenzubringen. Damit soll ein Engagement und Bewusstsein unterstützt werden, das über die kulturellen Aspekte eines Filmfestivals hinausgeht. Das Filmfestival führt die Aktion Mensch noch bis November 2011 bundesweit gemeinsam mit 19 überregionalen und rund 3.000 lokalen Kooperationspartnern durch. Gezeigt werden zehn internationale Dokumentar- und Spielfilme, die ganz unterschiedliche Geschichten von Menschen erzählen, die gegen alle Widerstände ihre Gesellschaft verändern oder ihre Träume leben wollen. Dahinter steht der Gedanke, dass Mut stets der Mut zur Veränderung des Bestehenden sei. Die Filmdarbietungen werden an den Veranstaltungsorten durch ein Rahmenprogramm mit Publikumsdiskussionen und Expertengesprächen flankiert. Besucher wie Teilnehmer haben hier die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Durch eine konsequent barrierefreie Umsetzung ist das Festival ferner beispielhaft für einen inklusiven Ansatz. Grundlegend ist der Leitgedanke der Aktion Mensch, mit ihrem Engagement eine Gesellschaft der Vielfalt zu unterstützen.

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Deutscher Engagementpreis: »Geben gibt«

Am 4. Dezember wurde zum zweiten Mal der Deutsche Engagementpreis verliehen. In ihrer Festrede betonte Bundesministerin Kristina Schröder die Bedeutung des freiwilligen Engagements für die Gesellschaft. Eines der Ziele der in ihrem Haus entwickelten Nationalen Engagementstrategie sei daher der Ausbau der Anerkennungskultur. Der Preis, für den Bürgerinnen und Bürger Einzelpersonen, Projekte und Organisationen vorschlagen können, wird in fünf Einzelkategorien verliehen. Zu den Ausgezeichneten gehörte u. a. Kazim Erdogan, der sich seit Jahren mit Projekten für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen in Berlin-Neukölln einsetzt. Die Stadt Arnsberg erhielt den Preis in der Kategorie »Politik und Verwaltung« für in Zukunftswerkstätten und Stadtteilkonferenzen entwickelte Ideen und Konzepte des Zusammenlebens der Generationen. Der Deutsche Engagementpreis ist Teil der Kampagne »Geben gibt« des Bündnisses für Engagement. Hauptförderer sind der Zukunftsfonds der Generali Deutschland Holding AG und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Ausrichter ist das »Bündnis für Engagement«, an dem das BBE beteiligt ist.

 
Pressemitteilung BMFSFJ unter
www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=165408.html
 
Weitere Informationen unter
www.geben-gibt.de

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Herausragende Preise: Engagierte wertschätzen, Öffentlichkeit sensibilisieren

Bundesweit werden jährlich Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und gemeinnützige Organisationen für besonderes Engagement ausgezeichnet. Mit Preisen und Auszeichnungen bekommen Akteure der Bürgergesellschaft Anerkennung und Wertschätzung. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit für die Bedeutung freiwilligen Engagements in verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern sensibilisiert. Der Deutsche Bürgerpreis will Projekte aus ihrer Anonymität holen, sichtbar machen und öffentliche Diskussionen anstoßen. Jährlich zu bestimmten Themenschwerpunkten verliehen, stellt er eine Gemeinschaftsinitiative von Bundestagsabgeordneten, den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband dar. Am 5. Dezember, dem internationalen Tag der Freiwilligen, wurde der Preis »Helfende Hand« durch den Bundesinnenminister für besonderes Engagement im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz verliehen. Die Idee der Bürgerstiftung bekannter machen und zu stifterischem Engagement anregen will die Aktive Bürgerschaft mit ihrem seit 1998 verliehenen und mit 35.000 Euro dotierten Förderpreis. Der diesjährige Reinhard Mohn Preis will auf wachsende Partizipationsbedarfe und auf die stärkere Einbindung benachteiligter Gruppen als Herausforderungen für die Weiterentwicklung von Demokratie aufmerksam machen. Die Auswahl der Preisträger soll im öffentlichen Diskurs durch ein Bürgerforum erfolgen.

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Anerkennungskultur fördern - Danke sagen

Viele Einrichtungen und Organisationen zeigen, wie eine angemessene Anerkennung aussehen kann. Trotzdem ist die Anerkennungskultur in Deutschland gerade gegenüber Spendern zu wenig ausgebildet. Das findet Thomas Röhr, erster stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Fundraising Verbandes. In seinem Kommentar setzt er sich mit der Frage auseinander, warum Spendern häufig »niedere« Beweggründe unterstellt werden. Nach Röhr haben Spender vielschichtige Gründe, die allesamt auf einem sinnstiftenden Motiv beruhen. Insgesamt könne sich nur durch Geben, Abgeben und Teilen eine Gesellschaft dauerhaft selbst erhalten und zufrieden sein. Die beste Anerkennung und ein wichtiges Element des Fundraising sei der Dank. Dieser sollte so persönlich wie möglich gestaltet werden.

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Ehrenamtskarte: Würdigung »goldwerten« Engagements

Die erste Ländergrenzen überschreitende Ehrenamtskarte kann in Bremen und in Niedersachsen genutzt werden. Andrea Frenzel-Heiduk, Referatsleiterin Bürgerengagement, Freiwilligenarbeit und Selbsthilfe bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales der Freien Hansestadt Bremen, berichtet über die Idee, das Konzept und die Umsetzung. Als Trägerinnen und Träger der Karte erhalten herausragend Engagierte von Bremerhaven bis nach Göttingen Vergünstigungen als kleine Würdigung und Anerkennung ihres Engagements. 153 Angebote, Verlosungs- und Rabattaktionen existieren derzeit in beiden Ländern. Freiwillige können von ihrem »goldwerten« Engagement etwa in Bädern, Bibliotheken, Theatern und Fußballstadien profitieren. In beiden Bundesländern soll die Ehrenamtskarte Ausdruck einer gelebten Kultur der Anerkennung und ein weiteres Zeichen der Wertschätzung für in herausragender Weise Engagierte sein. Frenzel-Heiduk spricht sich für die Etablierung einer bundesweit gültigen Ehrenamtskarte aus. Der Blick über den Tellerrand - und sei es nur einer Bundeslandgrenze - sei äußerst gewinnbringend.

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Initiative Bürgerforum 2011

Für Politik begeistern und zu mehr aktiver Teilhabe anregen wollen der Bundespräsident, die Bertelsmann-Stiftung und die Nixdorf-Stiftung mit der gemeinsamen Initiative Bürgerforum 2011. Unter dem Leitmotiv »Zukunft braucht Zusammenhalt, Vielfalt schafft Chancen« sollen in den kommenden Wochen in lokalen Bürgerforen in 25 ausgewählten Städten und Landkreisen Bürgerinnen und Bürger zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Themen miteinander diskutieren. In einer zweiten Phase werden die Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Kommunen in einer bundesweiten Online-Diskussion miteinander vernetzt. Die Ergebnisse des Diskussionsprozesses sollen abschließend bei einem Tag der Demokratie im ehemaligen Bundestag in Bonn vorgestellt und dem Bundespräsidenten übergeben werden. Mit dem Bürgerforum 2011 wollen der Bundespräsident, die Bertelsmann-Stiftung und die Nixdorf-Stiftung gemeinsam zu mehr aktiver Teilhabe an der Politik anregen.

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Steuer- und Zuwendungsrecht: Kleine Anfrage

Die rechtlichen Rahmenbedingungen bürgerschaftlich Engagierter und gemeinnütziger Organisationen im Steuer- und Zuwendungsrecht thematisiert die SPD-Bundestagsfraktion mit einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung. Dabei greift sie die vom Nationalen Forum für Engagement und Partizipation in diesen Bereichen erarbeiteten Empfehlungen auf. Auch auf die Vorschläge des Deutschen Vereins und den Abschlussbericht der Geschäftsstelle für Bürokratieabbau im Kanzleramt zur Vereinfachung des Zuwendungsrechts wird Bezug genommen. Für Ihre Beantwortung hat die Bundesregierung zwei Wochen Zeit.

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Kleine Anfrage zur Nationalen Engagementstrategie

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zur Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung gestellt. Die Fraktion fragt die Bundesregierung u. a. nach ihren Plänen für eine nachhaltige Infrastruktur in der Engagementförderung, nach Möglichkeiten des Bundes, auch lokale Infrastrukturen zu fördern, nach Verbesserungen im Zuwendungs-, Gemeinnützigkeits- und Stiftungsrecht, zum geplanten Bundesfreiwilligendienst und nach der künftigen Rolle des Bundesamtes für Zivildienst.

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Bundesland Bremen: Ergebnisse des 3. Freiwilligensurveys

30% der Bürgerinnen und Bürger Bremens und Bremerhavens, d. h. rund 177.200 Menschen, sind freiwillig engagiert. Damit steht das Bundesland Bremen an der Spitze der Stadtstaaten vor Berlin und Hamburg. Dieses Ergebnis brachte der aktuelle Freiwilligensurvey 2009 zutage. Bislang wurde der Freiwilligensurvey, die derzeit umfassendste repräsentative Erhebung zu bürgerschaftlichem Engagement und Zivilgesellschaft in Deutschland, in drei Wellen durchgeführt (1999, 2004, 2009). In der aktuellen Erhebung wurden erstmals gesondert für Bremen Zahlen ermittelt. Auf der Basis der Angaben von 1.009 zufällig und telefonisch befragten Bürgerinnen und Bürger des Landes Bremens konnten Daten zum Umfang und zur Struktur des Engagements, zur Zusammensetzung der Gruppe der Engagierten, zu ihren Leistungen und ihrem Engagementumfeld, ihren Motiven und auch zu ihren Verbesserungsvorschlägen bei den Rahmenbedingungen des Engagements erhoben werden. Vom Sportverein über die Freiwillige Feuerwehr bis hin zur Bürgerinitiative: Bürgerschaftliches Engagement ist äußerst vielfältig und in allen Bremer und Bremerhavener Gesellschaftsbereichen präsent. Auswertungsergebnisse sind in einer Kurzauswertung des Freiwilligensurveys 2009 für das Bundesland Bremen mit dem Titel »Bremen engagiert sich« zusammen gefasst.

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Bundesfreiwilligendienste: Stellungnahme der bagfa

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) sieht in der aktuellen Neugestaltung der Freiwilligendienste die Chance für einen neuen Freiwilligendienst, der auch den Anforderungen älterer Menschen gerecht wird. Das Konzept eines neuen Bundesfreiwilligendienstes des BMFSFJ, der generationenoffen angelegt ist, wird prinzipiell begrüßt. In ihrer Stellungnahme macht die bagfa jedoch auf eine Diskrepanz zwischen dem erklärten Ziel, auch für ältere Menschen ein geeignetes Freiwilligendiensteformat einzuführen, und der konkreten Ausgestaltung aufmerksam. Ein eigener Entwurf für einen »zeitflexiblen Freiwilligendienst für alle Generationen« soll auch für Menschen über 27 Jahren ein attraktives Angebot darstellen. Wichtige Eckpunkte seien, dass der Dienst in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet wird, der wöchentliche Umfang zumindest 15 Stunden beträgt und das Trägerprinzip der Jugendfreiwilligendienste übernommen wird. Den Gesetzentwurf für den neuen Bundesfreiwilligendienst stellte Bundesfamilienministerin Schröder im November vor. Am 10. Dezember wurde das Konzept der Bundesministerin im Koalitionsausschuss einstimmig gebilligt.

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Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wird im Jahr 2011 das Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser ausschreiben. Schwerpunkte sollen unter anderem in den neuen Themen »Alter und Pflege« sowie »Integration und Bildung« gesetzt werden. Auch die Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser für die lokale Engagementförderung soll gestärkt werden. Damit ist geplant, das Profil der Mehrgenerationenhäuser zu schärfen. Außerdem sollen Kommunen eine stärkere Rolle als bisher übernehmen, auch durch eine Beteiligung an der Finanzierung. Für Januar sind Gespräche mit Ländern und Kommunen geplant, in denen gemeinsam festgelegt werden soll, wie für Mehrgenerationenhäuser auch über das Folgeprogramm hinaus eine nachhaltige Etablierung und dauerhafte Integration in lokale Infrastrukturen erreicht werden kann. Für die in der aktuellen Periode des Programms geförderten ersten Häuser läuft die Förderung Ende 2011 aus. Sie war von vorneherein auf fünf Jahre angelegt.

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Online-Beratung der Caritas zum Freiwilligen Sozialen Jahr

Eine Beratung zu Freiwilligendiensten im In- und Ausland bietet der Deutsche Caritasverband nun zusätzlich über sein Online-Beratungsportal. Interessierte können sich ab sofort auf der Internetseite u. a. bei der Suche nach Plätzen unterstützen lassen oder über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) informieren. Durch das Angebot soll der Zugang zu ersten Informationen über freiwilliges Engagement erleichtert werden. Anfragen werden an Werktagen innerhalb von 48 Stunden beantwortet. 4.700 jungen Menschen vermittelt der Deutsche Caritasverband zusammen mit den katholischen FSJ-Anbietern jährlich einen Platz im FSJ.

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Endspurt: Online-Dialog zur Engagementstrategie

Noch bis 17. Dezember kann die Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung auf »Engagement zweinull« diskutiert und kommentiert werden. Alle Interessierten können sich beteiligen. Unter der Rubrik »Ergebnisse lesen« kann eingesehen werden, welche Kommentare bisher die meiste Zustimmung finden. Bereits vorgebrachte Argumente können unterstützt werden, um ihnen mehr Nachdruck zu verleihen. Außerdem besteht nach wie vor die Möglichkeit, eigene Kommentare zu verfassen und weitere Themen auf die Agenda zu bringen. Durch einen Kabinettsentschluss der Bundesregierung waren am 6. Oktober 2010 die Grundzüge der nationalen Engagementstrategie vorgelegt worden. Mit dem Online-Dialog wurde eine Plattform geschaffen, auf der sich Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Diskussion über deren Weiterentwicklung beteiligen können.

Weitere Informationen unter
www.engagementzweinull.de

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Praxisnahe Hilfestellungen zum Umgang mit Rechtsextremismus

Im Rahmen des Modellprojektes »Zivilgesellschaft stärken«, das bis Ende des Jahres von der Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit und dem BBE durchgeführt wird, ist zum Projektabschluss die Handreichung »Gemeinsam handeln: Für Demokratie in unserem Gemeinwesen!« erstellt worden. Ab Ende Dezember wird auch eine kleine Auflage der gedruckten Handreichung vorliegen, die die BBE-Geschäftsstelle über bestehende Kontakte verbreitet.

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Symposium 20 Jahre Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg fand am 2. Dezember 2010 ein wissenschaftliches Symposium in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin statt. Engagierte, die Partner aus dem Bund und den Bundesländern sowie die Mitglieder des Landesnetzwerks diskutierten Erfolge und künftige Herausforderungen. Die Referate betonten insbesondere auch die Strahlkraft des Landesnetzwerks auf die Bundesebene, unter anderem schon für die damalige Enquete-Kommission »Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements« des Deutschen Bundestags oder aktuell auch beim Entwurf der Nationalen Engagementstrategie und bei der Diskussion um den Bundesfreiwilligendienst. Wichtige Handlungsfelder für die Zukunft sahen die Referenten im Bereich Integration, Monetarisierung und Vernetzung. Eine Synopse der Beiträge erscheint in der nächsten Ausgabe vom Infodienst Bürger engagiert. Das BBE war Partner bei der Veranstaltung.

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BBE-AG Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft

Am 2. Dezember 2010 tagte in Hannover die BBE-Arbeitsgruppe »Perspektiven der lokalen Bürgergesellschaft«. Kai Masser vom Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer berichtete über die Erfahrungen mit dem Modellprojekt »Bürgerpanels in Rheinland-Pfalz«, in dem das Instrument Bürgerpanel in vier unterschiedlichen Kommunen (kreisfreie Stadt, eigenständige Gemeinde, Verbandsgemeinde, Landkreis) erprobt wurde. Darüber hinaus wurde die Arbeitsplanung für das kommende Jahr besprochen. Im Rahmen des Themas »Bürgerbeteiligung auf lokaler und kommunaler Ebene« sollen im kommenden Jahr die Institutionalisierung von Bürgerbeteiligung, demografischer Wandel und veränderte Anforderungen an Bürgerbeteiligung, Beteiligung und integrierte Stadtentwicklung sowie Online-Beteiligungsverfahren diskutiert werden.

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Sachgebietsleitung Verwaltung und Finanzen in der BBE-Geschäftsstelle

Die BBE-Geschäftsstelle gemeinnützige GmbH sucht spätestens zum 1. Februar 2011 eine Sachgebietsleiterin bzw. einen Sachgebietsleiter Finanzen und allgemeine Verwaltung. Die Stelle ist vorbehaltlich der Finanzierungsbewilligung durch das BMFSFJ zunächst bis 31.12.2011 befristet und kann ggf. auch in Teilzeit besetzt werden. Arbeitsort ist Berlin. Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 11 TVÖD/Bund/Ost. Ihre Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 31.12.2010 an die BBE-Geschäftsstelle gemeinnützige GmbH.

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Ausschreibung: Praktikum in der BBE-Newsletterredaktion

Die Geschäftsstelle des BBE sucht ab Januar 2011 für den Zeitraum von sechs Monaten eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten in Vollzeit für die Newsletter-Redaktion. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören insbesondere die Mitwirkung an der Erstellung des Newsletters und die Betreuung der Homepage im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Aufgaben sind die Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, Projekten und Gremien-Sitzungen des BBE sowie die Unterstützung der allgemeinen Geschäftsstellentätigkeit. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Ihre Bewerbung richten Sie bitte schriftlich oder per E-Mail bis spätestens zum 31.12.2010 an die BBE-Geschäftsstelle.

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Praktikum in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die BBE Geschäftsstelle gGmbH sucht für das Projekt »Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2011« zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet für sechs Monate, eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten. Geboten wird ein Einblick in die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Internetredaktion, Kampagnenplanung und -durchführung und Veranstaltungsmanagement. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Interessierte werden gebeten, sich bis spätestens 3. Januar 2011 per E-Mail beim Projektleiter Erik Rahn zu bewerben.

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Hamburger Tage des Stiftungs- und Non-Profit-Rechts

Am 5. und 6. November trafen bei den Hamburger Tagen des Stiftungs- und Non-Profit-Rechts in der Bucerius Law School rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um sich unter dem Titel »Bilanz und Ausblick - Wo steht die Bürgergesellschaft heute?« interdisziplinär über v. a. rechtliche Fragen auszutauschen. Veranstalter der Hamburger Tage, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begingen, waren das Institut für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen der Bucerius Law School, Hamburg in Kooperation mit den Spitzenverbänden des Dritten Sektors.

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Arbeitskreis Bürgergesellschaft der Friedrich Ebert Stiftung

»Transparenz und Datenschutz: Bürgerschaftliche Beteiligung, politische Öffentlichkeit und Privatheit« stand auf der Tagesordnung der 39. Sitzung des Arbeitskreises Bürgergesellschaft und Aktivierender Staat der Friedrich-Ebert-Stiftung am 1. Oktober 2010 in Berlin. Bei der Veranstaltung sprach Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz über »Bürgergesellschaft zwischen Informationsfreiheit und informationeller Selbstbestimmung - wie politisch ist das Private?«. Schaar plädierte für eine möglichst breite öffentliche Debatte und eine stärkere Auseinandersetzung mit Datenschutz im Internet. Es folgte ein Beitrag von Edda Müller, Vorsitzende von Transparency International Deutschland. Unter dem Titel »Teilhabe, Transparenz und Öffentlichkeit - wie privat ist das Politische?« näherte sie sich dem Thema aus der Perspektive zivilgesellschaftlicher Akteure. Im Anschluss an die Vorträge wurde auch über den Bedarf einer stärkeren Politisierung des Themas Informationsfreiheit und über Fragen der Transparenz im Kontext von Partizipation diskutiert.

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Call for Papers: Kolloquium »Politik von unten«

Ein Kolloquium zum Thema »Politik von unten« soll ab Februar 2011 an jedem zweiten Freitag des Monats im Wissenschaftszentrum Berlin stattfinden. Es wird vom Arbeitskreis soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin und der Berlin Graduate School of Social Sciences organisiert. Diskutiert werden Forschungsprojekte und Texte zu kollektivem politischem Handeln, u. a. zu den Themen politische Mobilisierung, Protest, soziale Bewegungen und Revolutionen. Verschiedene Disziplinen sind angesprochen. Interessierte, die ihre Texte mit Fachkolleginnen und -kollegen diskutieren möchten, sind aufgerufen, Ihre Vorschläge einzureichen.

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Jubiläumsjahr FSJ Kultur: Jahresprogramm und Newsletter

Mit einem monatlichen Sondernewsletter machen die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) und der im Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur (FSJ Kultur) angeschlossene Trägerverbund ein ganzes Jahr lang auf Ergebnisse, Planungen, Inhalte oder Veranstaltungen im FSJ Kultur aufmerksam. Der jüngst erschienene zweite Sondernewsletter beinhaltet einen Beitrag des Teams des FSJ Kultur in Hessen zum Thema »Identitätsfindung - Das Leben als Kunstwerk«. Anlass ist das zehnjährige Jubiläumsjahr des FSJ Kultur, das durch vielfältige Veranstaltungen und Aktionsformen begleitet wird. Die Sondernewsletter und Informationen über das Jahresprogramm sind auf der Seite des FSJ Kultur zu finden.

Weitere Informationen unter
www.fsjkultur.de

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Fundraising-Seminar der Konrad Adenauer Stiftung

Mit »Fundraising und Sponsoring in der aktiven Bürgergesellschaft« beschäftigt sich ein Workshop der Konrad Adenauer Stiftung. Er findet vom 25. bis 27. Februar 2011 im Bildungszentrum Schloss Wendgräben statt. Im Mittelpunkt stehen der Input von Referenten und ein Austausch der Teilnehmenden über Fundraising durch die Aktivierung von Beteiligten und die Gewinnung von Unterstützern. Ferner sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, erprobte Fundraising-Methoden kreativ anzuwenden. Das Seminar richtet sich an kleine Organisationen. Die Plätze sind begrenzt; um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen unter
www.kas.de/wendgraeben/de/events/44171/

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ZDF sucht gemeinnützige Jugendprojekte

Das ZDF-Kinderfernsehen sucht für eine neue Sendereihe im Jahr 2011 gemeinnützige Projekte, die von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren initiiert und getragen werden. Sowohl neue Projektideen als auch bereits bestehende Projekte, die auf ein bestimmtes Ziel im Jahr 2011 hinarbeiten, sind angesprochen. Geplant ist ein Format, das die Projektentwicklung von der Idee bis zur Realisierung bzw. zum Abschluss dokumentarisch begleitet. Ausgewählte Projekte werden zum Jahresende 2011 in einer Familien-Show zum Thema »Ehrenamtliches Engagement« gemeinsam mit prominenten Paten vorgestellt und einer noch größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht. In der Reihe mit dem Titel »Der Goldene Tabaluga - Auf die Plätze, helfen, los!« sollen gemeinnützige Projekte von Kindern und Jugendlichen vorgestellt und deren Entwicklung verfolgt und unterstützt werden. Außerdem soll anderen Kindern und Jugendlichen Mut gemacht werden, selber aktiv zu werden. Bewerbungen sind bis 28. Februar 2011 möglich.

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 13. Januar 2011. Redaktionsschluss ist der 6. Januar 2010.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an kontakt(at)b-b-e.de
Redaktion: Dr. Ansgar Klein und Lilian Schwalb unter Mitarbeit von Nikola Klein.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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