Newsletter Nr. 18 vom 9.9.2010

Zivildienst und Freiwilligendienste: Regierungspläne

Nach Überlegungen der Regierung soll bei Abschaffung der Wehrpflicht ein freiwilliger Zivildienst eingeführt werden (BBE-Newsletter Nr. 17 berichtete). Welche Konsequenzen sich daraus auch für den Bereich der Freiwilligendienste ergeben, wird derzeit diskutiert. Zu Beginn des neuen Förderzeitraums des Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) und Freiwilligen Ökologischen Jahrs (FÖJ) am 1. September bezieht Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erneut Stellung: Sollte der Zivildienst ausgesetzt werden, entstünden große Herausforderungen im Bereich des freiwilligen Engagements und der Freiwilligendienste, so Schröder. Nur ein staatlich geförderter, freiwilliger Zivildienst komme für den deutlichen Ausbau der Dienste mit Bundesmitteln in Frage.

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Freiwilligendienste: Positionen der Regierungskoalition

Dorothee Bär, CDU/CSU-Fraktion, betont: Einwände gegenüber dem Vorschlag der Bundesregierung müssten sehr ernst genommen und genau geprüft werden. Beides, die Position der Ministerin sowie kritische Argumente, diskutiert sie in ihrem Gastbeitrag. An dem Vorschlag der Ministerin zur Veränderung des Zivildienstes finde sie »charmant«, dass auch Menschen erreicht würden, die sich nicht in Freiwilligendiensten engagieren könnten. Konsequenzen einer Neuorganisation für die Freiwilligendienste seien jedoch zu bedenken. Sie zu erhalten sei ihr besonders wichtig. Sie hätten Ausbaupotential. 
Der Wegfall des Zivildienstes würde »keine sozialpolitische Katastrophe« darstellen, meint Florian Bernschneider, FDP-Fraktion. Bundesfamilienministerin Schröders Konzept zeige die Einigkeit der christlich-liberalen Koalition, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu stärken. Wie dies erreicht werden kann, müsse nun geklärt werden. In Zukunft noch relevanter würde, junge Menschen dafür zu begeistern. Der hohen Nachfrage nach Plätzen für Freiwilligendienste müsse besser entsprochen werden. Doppelstrukturen und Konkurrenzsituationen im bisher hervorragend funktionierenden Freiwilligendienstsystem seien möglichst zu minimieren.

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Freiwilligendienste: Positionen der Opposition

Bundesfamilienministerin Schröder setze mit ihrem Vorschlag auf das »falsche Pferd«, kommentiert Sönke Rix, SPD-Bundestagsfraktion. Warum die Zukunft in einem Ausbau der Jugendfreiwilligendienste liegen sollte und ein sozialer Pflichtdienst nicht erstrebenswert sei, ist Inhalt seines Gastbeitrags. / Mit einem staatlich organisierten freiwilligen Zivildienst würde »völlig unangemessen in zivilgesellschaftliche Strukturen« eingegriffen, so Kai Gehring, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Gehring bezieht Stellung zur aktuellen Debatte und zu den Argumenten von Bundesministerin Schröder. / Auch Harald Koch spricht sich mit seiner Fraktion Die Linke gegen den bundesweiten freiwilligen Zivildienst mit staatlicher Förderung aus. Er skizziert bestehende Probleme und zeigt auf, welche Lösungswege sich aus seiner Sicht anbieten. So seinen beispielsweise aus frei werdenden Mitteln reguläre Beschäftigungsverhältnisse für qualifiziertes Personal in Pflege und Gesundheitsversorgung zu schaffen und Freiwilligendiensten auszubauen.

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Freiwilligendienste: Positionen von Dachorganisationen

Kritisch bei einer Einführung des freiwilligen Zivildienstes, so Gerd Landsberg (Deutscher Städte- und Gemeindebund) ist, dass notwendige zusätzliche Anreize und Mittel bisher nicht vorgesehen seien. / Die Schwächung des FSJ und Lücken in der sozialen Infrastruktur durch den Wegfall von Stellen befürchtet Kerstin Griese, Diakonie-Bundesvorstand. / Zuversichtlich ist hingegen Johannes Freiherr Heereman, Malteser Hilfsdienste, »dass sich durch zusätzliche Impulse langfristig mehr Menschen freiwillig und ehrenamtlich für Andere einsetzen«. / Ausfälle bedürften der Kompensation, so der Paritätische Gesamtverband. Freiwilligendienste müssten als »Lerndienste« und zur Vorbeugung von Problemen in der sozialen Arbeit gestärkt, ausgebaut und besser gefördert werden.  / Die »gesamte Engagementpalette« müsse im Blick gehalten werden, so die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). Enormes Potenzial liege in dem Ausbau des Freiwilligendienstes aller Generationen. / Nach Wolfgang Stadler, AWO-Bundesverband, ist die staatliche Steuerung zivilgesellschaftlichen Engagements ein Widerspruch in sich. Die von unabhängigen Trägern gesteuerte und gestaltete Freiwilligenarbeit würde durch die Ministerin »diskreditiert«. / Der Deutsche Kulturrat spricht sich entschieden gegen eine »Verstaatlichung« der Freiwilligendienste aus und befürchtet eine Konkurrenzsituation für zivilgesellschaftlich verankerte Angebote.

 
Interview Kerstin Griese (Diakonie) unter
www.zeit.de/karriere/beruf/2010-08/interview-freiwilligendienst
 
Pressemitteilung Maltester Hilfsdienst unter
www.malteser.de/1.08.Presse/1.08.01.Presse/Presse_Archiv.asp
 
Stellungnahme Der Paritätische Gesamtverband unter
www.der-paritaetische.de/22/
 
Pressemitteilung AWO unter
www.awo.org/awo-presse/newsdetails/article/konzept-der-ministerin-zum-zivildienst-enthaelt-mehr-fragen-als-antworten/45.html
 
Pressemitteilung Deutscher Kulturrat unter
kulturrat.de/detail.php

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BMI-Programm »Zusammenhalt durch Teilhabe«

Projekte und Initiativen für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland werden durch das neue Programm »Zusammenhalt durch Teilhabe« gefördert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière eröffnete es am 3. September in seiner Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Länder. Mit einer Laufzeit bis 2013 und einem Fördervolumen von 18 Millionen Euro soll sowohl inhaltlich als auch finanziell der demokratische Partizipationsprozess in Ostdeutschland unterstützt und sollen zivilgesellschaftliche Strukturen gegen Extremismus gestärkt werden. Insbesondere Städte und Gemeinden in den Neuen Bundesländern sind angesprochen, die von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen – wie z. B. Abwanderung oder demografischer Wandel – besonders betroffen sind. Für die Durchführung ist die Bundeszentrale für Politische Bildung verantwortlich. Bei ihr können noch bis zum 31. Oktober 2010 Anträge gestellt werden. Eine zweite Förderrunde folgt im ersten Quartal 2011.

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Hearing: Missbrauch von Engagementförderung im Bundestag

Mit einer Anhörung reagiert die SPD Bundestagsfraktion auf einen Bericht des Magazins Panorama vom 1. Juli. Das Magazin hatte von einer Anwendungspraxis von steuerfreien Aufwandspauschalen in Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege berichtet, die anschließend heftig in die Diskussion geraten war (BBE-Newsletter 14 berichtete). Durch die Kombination von Mini-Jobs mit einer sogenannten Übungsleiterpauschale wurde dem Bericht zu Folge in mehreren Einrichtungen die Sozialversicherungsgrenze unterschritten und so Personalkosten zum Nachteil von Beschäftigten eingespart. Von unterschiedlicher Seite wurde moniert, die im Sendebeitrag dokumentierten Fälle von Schein-Ehrenamtlichkeit stellten eine Zweckentfremdung von Instrumenten der Engagementförderung dar. Die SPD-Bundestagsfraktion will die entstandene Diskussion auch auf parlamentarischer Ebene fortsetzen und mit Expertinnen und Experten aus Bürgergesellschaft und Wissenschaft mögliche Konsequenzen für die Engagementpolitik des Bundes erörtern. Die Veranstaltung ist öffentlich.

 
Bericht BBE-Newsletter Nr. 14 unter
b-b-e.de/index.php

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Maßnahmen der Bundesregierung gegen Bildungsarmut

In ihrer Antwort (17/2730) auf eine Kleine Anfrage (17/2607) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen äußert sich die Bundesregierung zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen. Zur Sprache kommt das in Planung befindliche Programm »Lokale Bildungsbündnisse«, mit dem von Bildungsarmut bedrohte Kinder gefördert werden sollen. Bundesmittel sollten über Bündnisse von Akteuren auf lokaler Ebene für zusätzliche außerschulische Bildungsmaßnahmen zur Förderung von Kindern im Grundschulalter eingesetzt werden. Zur Stärkung der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit vor Ort sei ein Programm im Rahmen der BMFSFJ-Qualifizierungsoffensive »Aufstieg durch Bildung« in Planung. Die BMBF-Bildungsketten-Initiative zur Verbesserung des Übergangs zwischen Schule und Beruf sei inzwischen mit den Partnern, v. a. Ländern und Sozialpartnern, abgestimmt und befinde sich in der Umsetzung. Weitere Themen, die sich auf Auswirkungen der bisherigen Bildungsgipfel auf das Bildungswesen beziehen, finden Erwähnung.

Pressemitteilung unter
www.bundestag.de/presse/hib/2010_08/2010_273/01.html
 
Kleine Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter
dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/026/1702607.pdf
 
Antwort Bundesregierung unter
dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/027/1702730.pdf

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Engagement von Unternehmen

Unternehmen leisten in vielfältiger Weise Beiträge für die Gesellschaft. Sie stellen Zeit, materielle Ressourcen oder Know-how zur Verfügung und fördern Engagement. Dabei tragen sie auch zu ihrem eigenen Erfolg bei. Das thematisiert der dritte »Monitor Engagement« mit dem Titel »Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen in Deutschland«. Die Broschüre wurde vom Bundesfamilienministerium herausgegeben. Erstellt wurde sie durch Sebastian Braun, Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiter des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement. Ausgangslage, Hintergründe, Formen und Ziele des Engagements im Kontext von Unternehmen werden beschrieben. Beispiele verdeutlichen, wie Unternehmen Partnerschaften eingehen, Engagement in Geschäftsstrategien einbinden und die Zivilgesellschaft stärken. Die Broschüre beinhaltet auch Hinweise auf weiterführende Literatur und (Beratungs-) Praxis.

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Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement

Das Protokoll der 6. Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement ist online. Zu Beginn der Sitzung stand ein Expertengespräch mit Gisela Jakob, Professorin an der Hochschule Darmstadt, zum Thema Infrastrukturförderung. Zweiter Tagesordnungspunkt war der Bericht von Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, über die Ergebnisse der Dialogforen des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation. Des Weiteren sind dem Protokoll der Zwischenbericht von Staatssekretär Josef Hecken zum Stand der geplanten nationalen Engagementstrategie im BMFSFJ sowie die folgende Diskussion zu entnehmen. Abschließend kamen unter »Verschiedenes« die Themen der kommenden Sitzung am 29. September zur Sprache. Mögliche Reaktionen auf den Vorwurf der missbräuchlichen Verwendung von Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen wurden eruiert, den ein Beitrag der ARD-Sendung »Panorama« thematisiert hatte.

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Empfehlungen für eine nationale Engagementstrategie – Band 3

Die Koordinierungsstelle des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation hat dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Mai 2010 die Handlungsempfehlungen aus sechs weiteren Dialogforen übergeben. Darin vertiefen rund 200 Expertinnen und Experten die im Vorjahr erarbeiteten Eckpunkte. Die Empfehlungen dienen der Bundesregierung als Grundlage für die Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie. Die neuen Publikation »Engagement ermöglichen – Strukturen gestalten« dokumentiert den aktuellen Stand der Beratungen. Sie enthält Berichte und Ergebnisse aus den Dialogforen, Fachgutachten sowie Statements des BBE und des BMFSFJ zur Strategie und ihrer Weiterentwicklung. Die Dokumentation ist der dritte Band in der Reihe von Publikationen des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation.

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Arbeitsgruppe »Demografischer Wandel und Engagement«

Am 2. September 2010 tagte die Arbeitsgruppe 8 »Demografischer Wandel und Engagement« des BBE in Mannheim zum Thema »Bürgerschaftliches Engagement und Stadtentwicklung«. Dieter Frauenholz von KoRis- Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung referierte über »Urban Governance und Stadtentwicklung«. Er ging auf Voraussetzungen, Chancen und Herausforderungen einer Kooperation zwischen Kommune und Bürgerschaft ein. Anschließend wurde über Umsetzungsstrategien und -probleme diskutiert. Rosemarie Hoevels stellte das Projekt »InnoWo« vor. Es beschäftigt sich mit innovativ-ganzheitlichen Diensten und innovativen Wohnformen im Alter. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, ältere Personen bei dem Verbleib im eigenen Haushalt zu unterstützen.

Kontakt Sprecherin AG8 unter
E-Mail: Dagmar.Vogt-Janssen(at)gesundheit-nds.de

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Arbeitsgruppe »Bildung und Qualifizierung«

Am 6. September war die AG 2 »Bildung und Qualifizierung« zu Gast in den Räumen der Dresdner Bürgerstiftung. Auf dem Programm stand eine Projektpräsentation von »jungbewegt« der Bertelsmann Stiftung und ein Bericht zum Planungsstand der Tagung »Schule und Engagement = Bildung durch Beteiligung« vom 21. bis 23. Oktober in Hamburg. Im Anschluss verabschiedeten die Anwesenden sieben Thesen zur Rolle des bürgerschaftlichen Engagements bei der Entwicklung regionaler Bildungslandschaften, die den fachlichen Bezugspunkt für eine Podiumsdiskussion auf der Tagung bilden werden. Den Schwerpunkt der AG-Sitzung gestaltete Andreas Schulte Hemming von HeurekaNet, einem Verein zur Förderung von Lernenden Regionen, mit einem Vortrag über die vielfältigen Verfahren, nonformal und informell erworbene Kompetenzen sichtbar zu machen. Die AG 2 möchte das Thema weiter verfolgen und sagte zu, ihre Expertise in die Entwicklung einer Handreichung einzubringen, die Vereine bei der Anwendung passender Verfahren unterstützen soll.

Kontakt Sprecherin AG2 unter
E-Mail: reinhild.hugenroth(at)web.de

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Bundesfamilienministerin und BBE ernennen Engagementbotschafter

Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am gestrigen Tag gemeinsam mit dem BBE die Schauspielerin Ulrike Folkerts und den Musiker Peter Maffay zu Engagementbotschaftern ernannt. Im Rahmen der Verleihung überreichten Kristina Schröder und Thomas Olk Peter Maffay die Engagement-Nadel. Ulrike Folkerts war terminlich verhindert. Beide Botschafter werden bei der Auftaktveranstaltung der Aktionswoche am 17. September in Berlin anwesend sein. Die Prominenten werden für die kommenden drei Jahre als Fürsprecher für die rund 23 Millionen Freiwilligen in Deutschland fungieren und über eigenes Engagement für mehr öffentliche Aufmerksamkeit von Engagement-relevanten Themen eintreten.

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Neue Praktikantin in der BBE-Geschäftsstelle

Seit dem 1. September ist in der BBE-Geschäftsstelle eine neue Praktikantin tätig. Katrin Gewecke hat in Oldenburg Soziologie und Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkten in den Bereichen Rollenwandel, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, familienbewusstes Engagement von Unternehmen sowie zielgruppenorientiertes Marketing und Personalmarketing studiert. Nach dem Studium war sie in einem Förderprojekt für familiennahe Dienstleistungen beschäftigt und hat in einem Kindernotbetreuungsprojekt gearbeitet. Sie engagiert sich ehrenamtlich in einem Berliner Seniorenheim. Dort hat sie sich mit Rahmenbedingungen von freiwilligem Engagement auseinandergesetzt. Zu ihren Aufgaben im Zuge des Praktikums zählen insbesondere die Betreuung der Gremien und Arbeitsgruppen sowie die Unterstützung der Geschäftsstelle.

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Ausschreibung: Freiwilligenkolleg 2011

Besonders engagierte ehemalige Freiwillige können sich um die Teilnahme an einem Freiwilligenkolleg bewerben. Die Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung und des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren, die in einem Freiwilligendienst aktiv gewesen sind und sich durch besondere Fähigkeiten und außerordentliches freiwilliges Engagement auszeichnen. Die Teilnehmenden des Kollegs werden zu Seminaren eingeladen, durch die sie auf die Übernahme von Verantwortung in Beruf und weiterem Engagement vorbereitet werden sollen. Inhalte der Studienwochen sind Rhetorik, Präsentation und Moderation, Argumentations- und Verhandlungssicherheit sowie Projektentwicklung, Budgetierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Mitteleinwerbung. Bewerbungen werden bis zum 15. Oktober 2010 entgegengenommen.

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Tagung: »Jugendmentoring in sozialen Brennpunkten«

Ziel des Projekts »Hürdenspringer« des Unionhilfswerks ist, Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien beim Berufseinstieg zu unterstützen. Die Jugendlichen werden beim Übergang Schule-Beruf für ein Jahr durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren unterstützt. Bei der Fachtagung »Jugendmentoring in sozialen Brennpunkten« am 21. September in Berlin geht es um Zwischenergebnisse und praktische Erfahrungen. Zur Teilnahme laden die »Denkwerkstatt: JugendMentoring« und das Mentoring-Projekt des Unionshilfswerk ein. Neben Bericht und Austausch über das Projekt werden zum ersten Mal Ergebnisse einer externen Evaluierung präsentiert und darüber mit Beteiligten diskutiert. Die Tagung findet im Rahmen der Aktionswoche 2010 statt. Das Unionshilfswerk ist Mitglied im BBE und Träger des Projektes »Hürdenspringer«. Das Projekt wird im Rahmen des XENOS-Programmes »Integration und Vielfalt« durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfond gefördert.

Weitere Informationen unter
www.huerdenspringer.unionhilfswerk.de

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Ankündigung: Veranstaltung »Lernen durch Engagement«

Service Learning als Unterrichtsmethode steht im Mittelpunkt der Fachtagung zum Thema »Lernen durch Engagement: Impulse zur Schulentwicklung und Engagementförderung in Sachsen-Anhalt«. Die Tagung findet am 6. Oktober in Halle statt. Veranstaltet wird sie vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und dem Netzwerk »Service Learning – Lernen durch Engagement in Sachsen-Anhalt« in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung und der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e. V. Anmeldeschluss ist am 28. September 2010.

Weitere Informationen unter
www.projektems.de/index.php/news

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Fachtagung: Freiwilligendienste aller Generationen

Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Leuchtturmprojekte und neue Standorte der Freiwilligendienste aller Generationen will eine Fachtagung am 21. und 22. September 2010 in Mainz bieten. 46 Leuchtturmprojekte werden von 2009 bis 2011 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Daneben wurden neue Standorte in weiteren Gemeinden, Städten und Kreisen auf den Weg gebracht. Träger greifen hier örtliche Bedarfe oder Probleme auf und reagieren gezielt mit Projektideen. An der Tagung nehmen erstmals Vertreterinnen und Vertreter neuer Standorte teil. Im Mittelpunkt stehen Ergebnisse vier vorgeschalteter Werkstattgespräche mit Expertinnen und Experten. Deren Themen sind »Heranführung von Kindern und Jugendlichen an bürgerschaftliches Engagement«, »Einbindung des Erfahrungswissens älterer Menschen«, »stärkere Teilhabe für Menschen mit Behinderung durch Engagement« und »gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen und Migranten«. Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im BMFSFJ, wird die Veranstaltung eröffnen.

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Jubiläum: Zehn Jahre Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur

Das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur (FSJ Kultur) feiert Geburtstag. Am 1. September ging es in seinen zehnten Jahrgang und begrüßte den 5.000. Freiwilligen. Im Jubiläumsjahr finden verschiedene Veranstaltungen und Aktionen der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V. und der Träger statt. Den Auftakt bildete das Fachforum des sächsischen Landesträgers, der LKJ Sachsen, am 27. August in Dresden. Durch Initiative der BKJ können Jugendfreiwilligendienste seit 2001 auch im Kulturbereich geleistet werden. Damals gab es 125 Plätze in Museen, Musik- und Kunstschulen, Kulturzentren, Bibliotheken und Theatern sowie fünf Landesträger. Inzwischen stehen 1.100 Plätze zur Verfügung. 900 Kultureinrichtungen sind als Einsatzstellen beteiligt. Rund 38.000 junge Leute signalisierten bislang durch ihre Bewerbung Interesse an dem Angebot. Das FSJ Kultur wird heute von zwölf Trägern in fünfzehn Bundesländern getragen. Es richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren.

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WZB Mitteilungen: Balance zwischen Beruf, Familie und Engagement

Engagierte benötigen Zeit für ihre Aktivitäten. Sie müssen ihr Engagement mit Ausbildung, Beruf und Familie in Einklang bringen. Frauen und Männer sind dabei mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Wie gelingt es, Arbeit, Familie und freiwilliges Engagement in Balance zu bringen? Dem geht Mareike Alscher, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Projektgruppe Zivilengagement am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), nach. Die Engagementforschung habe der Frage nach der Ermittlung der Balance von Familie, Beruf und Engagement bislang nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, so Alscher in der September-Ausgabe der WZB Mitteilungen. In ihrem Beitrag thematisiert sie Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Vereinbarkeit der verschiedenen Lebensbereiche. Thema der WZB Mitteilungen Nr. 129 ist »Aktuelle Geschlechterfragen: Mann Frau Macht Arbeit«.

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Presse-Blitzlicht: Kommentare mit Engagement-Bezug

Im aktuellen Spiegel-Titelthema »Die Dagegen-Republik« widmen sich zehn Redakteure dem Revival der Protestbewegung. Sie beobachten auf lokaler Ebene, u. a. am Beispiel von Stuttgart 21, eine Veränderung von politischer Entscheidung, Machtausübung und demokratischer Mitgestaltung. Dirk Kurbujuweit, Leiter des Spiegel-Hauptstadtbüros, befürchtet Reformblockaden. Der Philosoph Christian Illies begründet in der Süddeutschen Zeitung, warum Proteste rund um Architekturthemen mit den »großen Fragen der Bürgergesellschaft« verknüpft und deshalb sehr ernst zu nehmen seien (SZ, 2.9.2010). Die politische Diskussion zu Bürgerbeteiligung war Thema der letzten beiden BBE-Newsletter. Der Soziologe Helmut Anheier bezieht in DIE ZEIT Stellung zur Debatte um das Spendenverhalten in den USA. Er übersetzt sie für Deutschland und stellt die Frage in den Vordergrund, »was Stiftungen können, was der Staat nicht kann« (DIE ZEIT Nr. 34, 19.8.2010). Der Soziologe Dieter Rucht spricht zum 30. Jubiläum der Umweltorganisation Greenpeace im Interview mit dem Tagesspiegel über die Veränderungen der Organisation und die hohe Relevanz von NGOs (Tagesspiegel, 26.8.2010).

Titelthema unter
Printausgabe Der Spiegel 35/2010 vom 30.8.2010
 
Christian Illies unter
www.sueddeutsche.de/kultur/stuttgart-die-aufregung-ist-wichtig-1.995075
 
Meldungen Volksentscheide (BBE-Newsletter Nr. 16+17) unter
www.b-b-e.de/index.php
 
Helmut Anheier unter
www.zeit.de/2010/34/Forum-Stiftungen
 
Dieter Rucht unter
www.tagesspiegel.de/politik/greenpeace-ist-extrem-zentralistisch-organisiert/1911714.html;jsessionid=60F8FD6C38F55BB47975E1FF7F910DDC

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 23. September 2010. Redaktionsschluss ist der 16. September 2010.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an kontakt(at)b-b-e.de
Redaktion: Dr. Ansgar Klein und Lilian Schwalb unter Mitarbeit von Ronald Langner.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

Tagesaktuelle Nachrichten rund um das bürgerschaftliche Engagement finden Sie in der »Social Times«
www.socialtimes.de

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