Newsletter Nr. 14 vom 15.7.2010

Rahmenbedingungen für intersektorale Partnerschaften

Intersektorale Partnerschaften befinden sich im Aufwärtstrend. Sie nehmen an Bedeutung und in ihrer Anzahl zu. Simone Klein, Dozentin und Doktorandin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, arbeitet in ihrem Gastbeitrag Charakteristika von Partnerschaften zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen heraus. Durch eine Stärkung interner und externer Mittler könnte die Kontaktsuche zu Partnern und das Management der Partnerschaft erleichtet werden. Akteure sehen sich bei der gemeinsamen Zielvereinbarung und der Gestaltung der Zusammenarbeit mit Herausforderungen konfrontiert, die häufig auf einer geringen Erfahrung mit vergleichbaren Modellen der Zusammenarbeit basieren. Unter Bezugnahme auf eine aktuelle CSR-Studie und die Diskussion im Dialogforum stellt Klein Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren intersektoraler Partnerschaften zur Diskussion.

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Mittlerorganisationen zwischen Unternehmen und Gemeinwesen

Mittlerorganisationen übernehmen heute insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene Schlüsselfunktionen bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Organisationen des Gemeinwesens. So sind beispielsweise Freiwilligenagenturen oder Bürgerstiftungen als Mittler an der Etablierung neuer Modelle der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligt. Sie bündeln Anfragen, bringen Akteure zusammen, übernehmen die Moderation, beraten sie bezüglich ihrer Kooperation oder vermitteln geeignete Partner. Olaf Ebert und Ellen Sturm von der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e. V. stellen in ihrem Gastbeitrag am Beispiel der Verantwortungspartnerinitiative der Region Halle (Saale) dar, welche Chancen und Herausforderungen sich für Organisationen bei der Vermittlung, Koordinierung und Moderation von Partnerschaften ergeben. Die jüngere Entwicklung ihrer Rolle von Dienstleistern hin zu Prozessgestaltern bedarf einer aktiven Gestaltung und Weiterentwicklung vor Ort, jedoch auch der größeren Unterstützung von engagementfördernder Infrastruktur und Vernetzung durch Bund, Länder und Kommunen.

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Interview: Erfolgsbedingungen von guten Partnerschaften

Marita Hilgenstock ist Corporate Responsibility-Managerin bei der RWE AG. Im Gespräch mit BBE-Referentin Ina Bömelburg berichtet sie über die zunehmende Bedeutung von Engagement für das Unternehmen und seine Mitarbeiter und über die Wege, darauf zu reagieren. Sie geht auf das Potential des Engagements aus Unternehmenssicht ein und spricht über Möglichkeiten der Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen sowie Hindernisse bei der Zusammenarbeit. Der Lernprozess von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen bezüglich gemeinsamer Kooperationen ist noch nicht abgeschlossen. Eine konstruktive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wie sie im Rahmen des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation (NFEP) stattfand, sollte es nach Marita Hilgenstock häufiger geben. Dessen Potential sieht sie insbesondere in der breiten Akzeptanz politischer Entscheidungen. Die weitere Bereitschaft, sich in solche Prozesse einzubringen, hängt nun davon ab, ob Unternehmen und Zivilgesellschaft nachvollziehen können, dass ihr Engagement im NFEP Auswirkungen auf die politischen Gegebenheiten hat.

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Bericht: Dialogforum »Unternehmen in der Bürgergesellschaft«

Gemeinsames Handeln von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat, insbesondere für die Sicherung und Neugestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, wird zunehmend als notwendig erkannt und erprobt. Die Frage, wie die Entwicklung von strategischen Partnerschaften zwischen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen gefördert werden kann, stand im Mittelpunkt der Beschäftigung des Dialogforums »Unternehmen in der Bürgergesellschaft - Corporate Citizenship«. Die im Forum erarbeiteten und im Ergebnispapier zusammengefassten Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen thematisieren Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für mehrsektorale Partnerschaften, für Kooperationen auf lokaler und regionaler Ebene und für die Weiterentwicklung der praxisbezogenen Forschung.

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»Ehrenämter bei Caritas & Co: Tarnung von Billigjobs«

Als missbräuchlich bezeichnet ein Beitrag des Magazins Panorama bestimmte Arten der Verwendung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale insbesondere durch Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege. Die Möglichkeit, ehrenamtliche Tätigkeiten steuerlich zu begünstigen, führt in der Praxis dazu, dass anstatt bürgerschaftlichen Engagements schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse gefördert und damit ausgeweitet werden, so die Kritik. Die Redakteurinnen T. Anthony, A. Orth und T. Roth beziehen sich auf Beschäftigungsmodelle, bei denen für berufliche Tätigkeiten Aufwandspauschalen bezahlt oder Arbeitslöhne auf 400 Euro-Basis um Ehrenamtsfreibeträge ergänzt werden. Häufig handele es sich sogar um Vollzeitbeschäftigungen, die sich im Tätigkeitsprofil nicht von regulär vergüteten Jobs unterschieden. Arbeitnehmer seien nicht ausreichend abgesichert; die Rahmenbedingungen regulärer, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung würden von Arbeitgebern umgangen. Als ein »attraktives Sparmodell« für Verbände, die bewusst eine Gesetzeslücke nutzten, bezeichnet der Bericht diese Praxis. Politik und Regierung gäben sich unbeteiligt. Der Beitrag erschien am 1. Juli in der ARD.

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Stellungnahmen: Reaktionen auf Panorama-Bericht

Der Panorama-Bericht hat bereits zu politischen Reaktionen geführt. Markus Grübel, Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, befürchtet eine zunehmende Verwischung zwischen Engagement und Erwerbsarbeit und hat Sorge, dass die langjährigen Anstrengungen zur Engagementstärkung und -förderung in ein falsches Licht geraten könnten. Ute Kumpf, engagementpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, fordert in ihrem Brief Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf, mit geeigneten Maßnahmen eine den Zielen des Gesetzgebers fremde Anwendungspraxis der Übungsleiterpauschale zu unterbinden. Die AG Bürgerschaftliches Engagement der SPD-Bundestagsfraktion sieht das Instrument zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements zweckentfremdet. Nach Johannes Jakob vom DGB Bundesvorstand ist es »scheinheilig und erschreckend kurzfristig«, dass gerade Wohlfahrtsverbände dazu beitragen, den Sozialstaat zu unterhöhlen. Adalbert Evers, Professor an der Universität Gießen, kommentiert die beschriebene Praxis als »Eigentor« der Verantwortlichen im gemeinnützigen Bereich. Missbräuche - etwa die Kombinationsmöglichkeit von Übungsleiterpauschale und 400 Euro-Jobs - müssten sofort verboten werden. Seit längerem vorliegende Diskussionsanstöße, auch von Seiten des BBE, sollten durch Politik und Verwaltung aufgegriffen und Mittel zur Engagementförderung besser angelegt werden.

 
Pressemitteilung SPD-Bundestagsfraktion unter
www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,52974,00.html

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»Nationale Engagementstrategie« Thema im Bundestag

Die Entwicklung einer »nationalen Engagementstrategie« war Schwerpunktthema bei der Sitzung des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« am 7. Juli. BBE-Geschäftsführer Ansgar Klein stellte den aktuellen Stand und weitere Schritte zur Erarbeitung einer nationalen Engagementstrategie aus Sicht des BBE vor. Er hob die Bedeutung einer dynamischen Fortführung des »Nationalen Forums für Engagement und Partizipation« (NFEP) für eine »nationale Engagementstrategie« hervor. Über den Planungsstand von Seiten des BMFSFJ berichtete Staatssekretär Hecken. Aus seiner Sicht bietet das NFEP den geeigneten Rahmen zur Bündelung von Expertise in einem transparenten beteiligungsorientierten Verfahren und zur Herstellung von mehr Legitimität für politische Entscheidungen. Engagementpolitik kann so zudem einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Auch nach dem für Oktober/November avisierten Kabinettsbeschluss zur nationalen Engagementstrategie soll die Arbeit des Forums daher fortgeführt werden. Hecken plädierte unter anderem für eine enge Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen bei der Entwicklung der »nationalen Engagementstrategie« und unterstrich, in welchen Bereichen zukünftig Schwerpunkte gesetzt werden sollten.

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DGB setzt auf Ehrenamtsstrukturen

Die neue Satzung des DGB, die am 1. Juni in Kraft getreten ist, wertet die ehrenamtliche Arbeit vor Ort auf. DGB-Kreis- und Stadtverbände bilden ab sofort eine neue, dritte verbindliche Satzungsebene. DGB und Gewerkschaften wollen auf diese Weise bis 2014 in allen Landkreisen und kreisfreien Städten ehrenamtliche Strukturen aufbauen. Sie sollen die Arbeit der hauptamtlich geführten DGB-Bezirke sowie des Bundesvorstandes ergänzen. In einem Artikel der Ausgabe des gewerkschaftlichen Info-Service »einblick« vom 14. Juni begrüßt Harald Staier, ehrenamtlich Aktiver im DBG-Kreisverband Odenwaldkreis, die Neuentwicklung als »überfällige Anerkennung« der ehrenamtlichen Arbeit durch DGB und Mitgliedsgewerkschaften. Er beschreibt bisherige und zukünftige Ziele und Inhalte ehrenamtlicher Tätigkeit im Kontext von DGB und Gewerkschaften, fordert genügend Ressourcen, weitere Unterstützung durch Hauptamtliche und ruft zu mehr Beteiligung auf.

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Koalitionsvertrag NRW 2010: engagementpolitische Bezüge

Eine Stärkung und Förderung von Engagement und Beteiligung sieht die neue Minderheitenregierung in Nordrhein-Westfalen vor. SPD und Bündnis 90 / Die Grünen einigten sich in ihrem Koalitionsvertrag vom 12. Juli auf zentrale politische Ziele. Bereits mit dem Titel »Gemeinsam neue Wege gehen« unterstreicht der Koalitionsvertrag ein Programm der breiten Mitgestaltung aller gesellschaftlichen Kräfte. Die Koalition wirbt um eine Unterstützung durch Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Vereine und Verbände, der Gewerkschaften, Unternehmen, Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften. Erklärtes Ziel ist, den Begriff »Partner Staat« weiter mit Leben zu füllen und Voraussetzungen für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern. Es soll für eine höhere Anerkennung und Wertschätzung des Engagements gesorgt werden. Dies gilt gerade auch für die Kommunen. Erweiterte Beteiligungsrechte und verbesserte Rahmenbedingungen für Engagement vor Ort sollen zur Stärkung der Demokratie beitragen. Weitere engagementpolitische Schwerpunkte werden in den Bereichen Naturschutz, Sport, Kulturförderung, Integration, europapolitisches Engagement und »Eine-Welt-Politik« gesetzt.

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Bildungsrepublik Deutschland – nicht ohne bürgerschaftliche Kompetenzen

Anlass zur Diskussion mit engagementpolitischem Bezug bietet aktuell die Herausforderung, bis 2012 den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) für lebenslanges Lernen in einen nationalen (DQR) zu übersetzen. Eine Anhörung im Bildungsausschuss des Bundestages zeigt, dass die offizielle Debatte, anders als von Brüssel empfohlen, derzeit auf formale, Abschluss bezogene Bildung beschränkt wird. Eine gleichwertige Anerkennung von Kompetenzen, die in non-formalen und informellen Kontexten erworben werden, muss in Deutschland noch vorangetrieben werden. In anderen Ländern, beispielsweise in Frankreich, ist sie bereits Alltag. Ein genuiner Ort informellen Lernens ist das bürgerschaftliche Engagement. Erführen hier erworbene Kompetenzen mehr Anerkennung, würde Engagement im gesellschaftlichen Bewusstsein zusätzlich aufgewertet. Zu erwarten wäre ein für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands wichtiger (Motivations-) Schub. In ihrem Kommentar fordern die Weiterbildnerinnen Ortrud Harhues und Annette Mörchen eine Kurskorrektur und die dafür notwendige Lobbyarbeit auf Bundes- und Länderebene. Eine gute Basis dafür bietet die jüngst vorgelegte Expertise von Dehnbostel et al.

 
Expertise Dehnbostel et al. unter
www.deutscherqualifikationsrahmen.de
 
Bericht Anhörung
www.bundestag.de/presse/hib/2010_07/2010_239/02.html

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Nominierungen für den Deutschen Engagementpreis 2010

Der Deutsche Engagementpreis geht in die zweite Runde: Noch bis zum 31. Juli 2010 können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen »Helden« für den Deutschen Engagementpreis vorschlagen. Die Auszeichnung soll engagierten Personen und beeindruckenden Projekten ein Gesicht geben und die Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland nachhaltig ausbauen. Sie wird vom Generali Zukunftsfonds und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Der Engagementpreis wird durch die Kampagne »Geben Gibt.« verliehen. Initiator der Kampagne ist das »Bündnis für Engagement«, ein Zusammenschluss von großen gemeinnützigen Dachverbänden, bundesweiten Netzwerken und Initiativen, in dem auch das BBE Mitglied ist.

 
Weitere Information unter
www.geben-gibt.de

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Unterarbeitsgruppe »Engagement und Partizipation im Internet«

Am 14. Juni 2010 tagte die neue Unterarbeitsgruppe der AG Öffentlichkeit des BBE in Berlin. Es handelte sich nach ihrer konstituierenden Sitzung um das zweite Zusammentreffen, bei dem unter anderem eine Entscheidung für den neuen Namen »Engagement und Partizipation im Internet« fiel. Fachliche Inputs zum thematischen Schwerpunkt der Sitzung »Social Media« gaben Katarina Peranić, Mitarbeiterin der Stiftung Bürgermut und der Internetplattform Weltbeweger, und Petra Borrman von 2aid.org. Zukünftig werden die bestimmenden Themen die Förderung von Engagement und Beteiligung durch das Internet, die Engagementförderung und Partizipation spezifischer Zielgruppen vor dem Hintergrund der digitalen Spaltung der Gesellschaft sowie die praktische Umsetzung engagementfördernder Instrumente über das Internet sein. Die Teilnehmer sind sich einig, dass sie zukünftig mehr angebotsorientiert arbeiten möchten. Zudem versteht sich die UAG als Expertenkreis, der gleichzeitig offen für neue Informationen, Mitglieder und Austausch ist.

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Neuaufnahmen: BBE begrüßt neue Mitglieder

Das BBE begrüßt sieben neue Mitglieder, die durch den Sprecherrat als vorläufige Mitglieder aufgenommen worden sind und auf der 11. Vollversammlung des BBE am 19. November als Vollmitglieder bestätigt werden. Die zum Teil stimmberechtigten, zum Teil kooperierenden Neumitglieder stammen aus allen gesellschaftlichen Bereichen - dem öffentlichen, zivilgesellschaftlichen und Unternehmensbereich. Die vorläufigen Neumitglieder des BBE sind: die Bayer AG; die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die INTEL GmbH, das Lokale Bündnis für Familie Landkreis Uecker-Randow; die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Die Stadt Nürnberg Referat für Jugend, Familie u. Soziales und der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V.

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft unter
www.b-b-e.de/index.php

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Seminar »EU-Förderung für bürgerschaftliches Engagement«

Ein Seminar zu EU-Fördermöglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement bietet die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. (KS EfBB) in Kooperation mit dem Projekt »BBE für Europa« an. Es findet am 24. September 2010 in Berlin im Kontext der bundesweiten Woche des Bürgerschaftlichen Engagements statt. Im Mittelpunkt steht die Projektförderung im Rahmen des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (Aktion 2, Maßnahme 3). Das Seminar richtet sich insbesondere an Vereine, Verbände und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen, die europäische Kooperationsprojekte zu Themen wie Partizipation, Demokratie, Geschichte und Kultur in Europa, Institutionen und Zukunft der EU durchführen möchten. Die Veranstaltung ist Teil einer gemeinsamen Seminarreihe des BBE und der KS EfBB.

Weitere Informationen unter
www.kontaktstelle-efbb.de/index.php

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Fachtag: Web 2.0 in internationalen Freiwilligendiensten

»Chancen und Risiken des Web 2.0 für internationale Freiwilligendienste« sind Thema eines Fachtags, der am 9. August 2010 an der Universität Witten stattfindet. Die Tagung richtet sich zum einen an Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, die Freiwillige entsenden. Zum zweiten sind ehemalige Freiwillige angesprochen, die sich für neuere Entwicklungen von und die Diskussion über Anwendungsmöglichkeiten des web 2.0 in internationalen Freiwilligendiensten interessieren. Veranstalter sind grenzenlos e. V., trägerübergreifendes Forum ehemaliger Freiwilliger, und das Bewertungsportal für internationale Freiwilligendienste »MeinFreiwilligendienst.de«. Der Fachtag wird von »dieGesellschafter.de« unterstützt.

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Studie: Engagement als Brücke in die Erwerbsarbeit?

In einer Studie für das Kölner Netzwerk Bürgerengagement geht Martin Rüttgers, selbständiger Politikberater, der Frage nach, ob sich Engagement in Phasen der Erwerbslosigkeit als Jobmotor oder Brücke zur Erwerbsarbeit eignet. Auf der Basis einer Untersuchung mit Gruppendiskussionen und Einzelgesprächen in Köln fällt sein Fazit eher skeptisch aus. Trotz einiger Chancen und Synergien warnt Rüttgers davor, Engagement generell als chancenreich für den Übergang in die Erwerbsarbeit zu bezeichnen. Ehrenamt könne auch zum »Ausfallbürgen« und »Jobkiller« mutieren. Engagement, so Rüttgers, muss in seinem Eigensinn anerkannt werden, darf gleichwohl nicht überschätzt werden. Dies gelte etwa für den Kompetenzerwerb. In seinem Fazit verweist er u. a. auf die Notwendigkeit der stärkeren Auseinandersetzung etwa mit Fragen der Monetarisierung oder mit der Verdrängung hauptamtlicher Stellen durch den Einsatz Ehrenamtlicher. Durch schlechte Rahmenbedingungen würden Verdrängungseffekte noch verstärkt. Die Studie schließt mit Empfehlungen für die Praxis.

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»Ehrenamt hängt nicht allein am Geld«

In der Juni-Ausgabe der WZB-Mitteilungen zum Thema »Ausgegrenzt: Arm an Bildung, Lebenschancen, Teilhabe« vertreten Petra Böhnke und Dietmar Dathe die These, dass die Stärkung der Zivilgesellschaft durch freiwilliges Engagement nur mittelbar eine Frage des materiellen Wohlstands der Bürgerinnen und Bürger sei. In ihrem Artikel mit dem Titel »Rückzug der Armen« beziehen sich die Wissenschaftler auf Ergebnisse der Berechnungen aktueller Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Danach ist die Abkehr vom Engagement nur selten eine direkte Folge von Verarmung. Engagement wird neben dem Einkommen von stabilen Faktoren wie Bildung, Herkunft und Sozialisation mitbestimmt. Aufmerksamkeit sollte gerade aus bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Perspektive den langfristig unter oder nur knapp über der Armutsschwelle lebenden Einkommensschichten geschenkt werden. Sie im Aufstieg zu unterstützen, bedeute eine gleichzeitige Stärkung der Zivilgesellschaft. Die WZB-Mitteilungen berichten viermal im Jahr über Ergebnisse der WZB-Forschung.

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Neue CCCDebatte: Beziehung von NGOs und Unternehmen

Die aktuelle fünfte Ausgabe der »CCCDebatte«, der Publikationsreihe des Centrums für Corporate Citizenship Deutschland (CCCD), widmet sich der Beziehung von NGOs und Unternehmen in den USA. Die international als Beraterin tätige Autorin Bea Boccalandro beschreibt unter dem Titel »Ein Angebot oder ein Angriff? Wie der Non-Profit-Sektor auf das zunehmende soziale Engagement von Unternehmen reagieren kann«, wie sich die Beziehung von NGOs und Unternehmen in den letzten Jahrzenten gewandelt hat und welche Chancen und Risiken Kooperationen bergen. Die CCCDebatte erscheint fünfmal im Jahr. Sie versteht sich als Diskussionsbeitrag über das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Die Ausgaben können auf der CCCD-Homepage gelesen und per E-Mail abonniert werden.

Weitere Informationen unter
www.cccdeutschland.org/cccdebatte

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Nachbericht: Zukunftssymposium »Bürgerengagement von Senioren«

Beim 2. Zukunftssymposium »Bürgerengagement von Senioren. Perspektiven einer Gesellschaft des langen Lebens« am 24. und 25. Juni wurden in den Räumen der Generali Deutschland Holding AG in Köln strategische Empfehlungen zur Stärkung des Seniorenengagements diskutiert. Veranstalter des Fachkongresses waren der Bundesverband Deutscher Stiftungen und der Generali Zukunftsfonds. Im Nachgang zu der Konferenz sind jetzt auf der Homepage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen e. V. ein Kurzfilm über das Symposium, ein Mitschnitt der Rede von Prof. Dr. Andreas Kruse und eine Fotogalerie eingestellt worden. Eine Kongress-Dokumentation soll im Herbst 2010 erscheinen.

Weitere Informationen unter
www.stiftungen.org/zukunftssymposium

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 29. Juli 2010. Redaktionsschluss ist der 22. Juli 2010.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an kontakt(at)b-b-e.de
Redaktion: Dr. Ansgar Klein und Lilian Schwalb unter Mitarbeit von Ronald Langner.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

Tagesaktuelle Nachrichten rund um das bürgerschaftliche Engagement finden Sie in der »Social Times«
www.socialtimes.de

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