Newsletter Nr. 13 vom 1.7.2010

Kommunen als engagementpolitische Akteure stärken

Vor Ort ist eine neue Phase der Engagementförderung angebrochen. Die dynamische Zeit der Aufbruchsstimmung ist in den meisten Kommunen Vergangenheit. Nun stehen Fragen der Sicherung geschaffener Strukturen im Mittelpunkt. Der Prozess der Konsolidierung wird allerdings durch Ermüdungserscheinungen belastet. Nach der dynamischen Anfangszeit und den folgenden Sorgen aufgrund der Finanzkrise besteht die Schwierigkeit darin, neue Energien freizusetzen und frische Ideen zu entwickeln, die neue Anforderungen in Rechnung stellen. So beschreibt Ralf Vandamme, Fachberater für Bürgerschaftliches Engagement im StädteNetzWerk BE in Baden-Württemberg, die aktuelle Situation. Dringend notwendig sei eine Revitalisierung des Engagements vor Ort. Vandamme zeigt auf, welche Herausforderungen und Dilemmata bestehen und wie Impulse gesetzt werden sollten.

nach oben

Engagementförderung auf Landesebene durch Netzwerke

Netzwerke sollen innovative Wege der Kooperation zwischen Staat, Markt und zivilgesellschaftlichen Organisationen ermöglichen. Sie können bei der Stärkung der Infrastruktur bürgerschaftlichen Engagements eine wichtige Rolle spielen. Dies, so Martin Rüttgers, selbständiger Politikberater, gilt insbesondere für die landespolitische Ebene. Rüttgers führt Praxisbeispiele engagementfördernder Landesnetzwerke auf. Sowohl die Entwicklung als auch die Umsetzung von Strategien und Maßnahmen der Engagementförderung ist abhängig von funktionierenden Netzwerken zwischen Akteursgruppen. Rüttgers zeigt exemplarisch auf, wovon der Erfolg engagementfördernder Netzwerke auf Landesebene abhängt.

nach oben

Politische Abstimmung zwischen Bund und Ländern

Engagementpolitik hat in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. Im Zuge des »Nationalen Forums für Engagement und Partizipation« werden Erfolge festgehalten und notwendige Schritte der Weiterentwicklung resümiert. Ulrike Sommer, Leiterin des Referats »Bürgerschaftliches Engagement, gesellschaftliches Engagement von Unternehmen« im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Mitglied im BBE-Sprecherrat, begründet in ihrem Beitrag, warum und wie die Rolle der Länder im Rahmen der Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie besondere Aufmerksamkeit erfahren sollten. Länder und Kommunen, so Sommer, müssten deutlich stärker in einen engagementpolitischen Abstimmungsprozess einbezogen werden. Sommer unterbreitet dafür konkrete Vorschläge.

nach oben

Ergebnisbericht des Dialogforums »Infrastrukturförderung«

Die öffentliche Hand hat eine wesentliche Rolle bei der Verstetigung von Infrastrukturen bürgerschaftlichen Engagements. Der Ergebnisbericht des Dialogforums »Engagementförderung als Infrastrukturförderung« verweist auf Handlungsbedarfe und mögliche Schritte hin zu einer verlässlichen effektiven Infrastrukturförderung durch die Bundesregierung und auf Ebene der Regionen und Kommunen. Es wird deutlich, dass eine Förderstrategie auf bestehenden Strukturen des Engagements und der Beteiligung aufbauen kann. Besondere Berücksichtigung sollten zukünftig unter anderem Strategien erfahren, die den Zugang zu Engagementangeboten für alle Bürgerinnen und Bürger einfach, attraktiv und barrierefrei gestalten. Hierfür sind insbesondere Anlaufstellen vor Ort und deren Vernetzung auszubauen, zu unterstützen und zu sichern.

nach oben

Debatte: Ausbau der Jugendfreiwilligendienste

Entwicklung und Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) stehen derzeit bei freien Trägern und Politik in der Diskussion. Auf der Jahrestagung des Bundesarbeitskreises Freiwilliges Soziales Jahr am 22. Juni 2010 in Berlin wurde dessen Entwicklung im Kontext der Perspektiven in den Bereichen Wehr- und Zivildienst, demografische Entwicklung und Integration benachteiligter Zielgruppen diskutiert. In der »Berliner Erklärung« zu aktuellen Problemen und Anforderung des FSJ fordern die teilnehmenden 100 Träger klare Perspektiven. Die SPD-Bundestagsfraktion plädiert in ihrem Antrag vom 16.6. für eine Stärkung der Jugendfreiwilligendienste. Für einen qualitativen und quantitativen Ausbau sprechen sich mit ihrem Eckpunktepapier auch die engagementpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Ute Kumpf, MdB, und der stellvertretende familienpolitische Sprecher Sönke Rix, MdB aus: Mit einem Jugendfreiwilligendienstestatusgesetz sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden: hin zu mehr Transparenz, Rechtssicherheit für Engagierte und Träger und mehr Anerkennung für die jungen Engagierten.

nach oben

Europäischer Kodex zu Bürgerbeteiligung und Governance

Ein europaweiter »Verhaltenskodex« für die politische Teilhabe der Zivilgesellschaft soll Bürgerbeteiligung fördern, Transparenz und Nachvollziehbarkeit zivilgesellschaftlicher Beiträge erhöhen und Politik und Verwaltung für den Dialog mit Richtlinien versorgen. Er soll so auch die Etablierung geeigneter Rahmenbedingungen für nationale Zivilgesellschaften unterstützen. Der »Code of Good Practice« wurde im Oktober 2009 durch die Konferenz der internationalen Nichtregierungsorganisationen verabschiedet. Nun soll er europaweit bekanntgemacht und implementiert werden. Frank W. Heuberger, Chef der Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Sprecher der AG Europa des BBE, schildert und kommentiert den Prozess. In der deutschen Praxis sind durch das »Nationale Forum für Engagement und Partizipation« gute Voraussetzungen für einen verbesserten Dialog geschaffen worden. Für eine erfolgreiche Umsetzung wäre aber entscheidend, dass die Regeln des Codes zum direkten Gegenstand des Forumsprozesses werden.

nach oben

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Zehn Punkte, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte, haben Akteure der Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf Anregung von Transparency Deutschland e. V. definiert. Ziel der »Initiative Transparente Zivilgesellschaft«, die am 23. Juni bei einer Pressekonferenz in Berlin veröffentlicht wurde, ist die Etablierung eines einheitlichen Mindeststandards im gesamten gemeinnützigen Sektor. Die Unterzeichner verpflichten sich freiwillig, bestimmte Informationen auf ihrer Homepage zu veröffentlichen, wie etwa die Satzung, Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Informationen zu Personalstruktur, Mittelherkunft und -verwendung. Die Initiative will einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in den Sektor leisten, indem Intransparenz und Misswirtschaft entgegengewirkt wird. Zum Trägerkreis zählen Transparency Deutschland, der Bundesverband Deutscher Stiftungen, das DZI, der Deutsche Fundraising Verband, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Spendenrat, das Maecenata Institut und Venro.

nach oben

Engagement in Kirche und Zivilgesellschaft

In jüngster Zeit befasst sich die Kirche intensiv mit Fragen, Anliegen und Anforderungen im Kontext ehrenamtlichen Handelns. Das diskutiert Michael Bergmann, Leiter der Arbeitsstelle Zivildienst/ Freiwilligendienste im Deutschen Caritasverband e. V. und Mitglied im BBE-Sprecherrat, in seinem Beitrag. Er beschreibt auch, wie die beiden großen christlichen Kirchen im BBE-Netzwerk mitwirken. Interessant sei die Zusammenarbeit in Hinblick auf den fachlichen Austausch, die Weiterentwicklung des Engagements und aus engagementstrategischer Sicht. Das vom BBE veranstaltete »Nationale Forum für Engagement und Partizipation« bewertet Bergmann als ein innovatives Politikbegleitungs- und Beratungsinstrument. Erfolgsaussichten der Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie hängen von der Ernsthaftigkeit des Versuchs ab, in Dialog und Auseinandersetzung mit der Bürgergesellschaft zu agieren. Der Beitrag lehnt sich an den Eröffnungsvortrag Bergmanns bei der Delegiertenversammlung der AG der Katholischen Organisationen Deutschlands im Juni des Jahres in Ludwigshafen an.

nach oben

Klage der LAG NW wegen Reisekostenrecht

Die Klage der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Nordrhein-Westfalen (LAG NW) gegen die Bundesrepublik Deutschland wurde abgewiesen. Grundlage des Streits ist das geltende Reisekostenrecht. Beruflich bedingte Vielfahrer kalkulierten beim Erwerb der BahnCard 100 häufig mit einer Mischfinanzierung, die nur aufgehe, wenn Fahrtkosten durch die Kostenträger erstattet werden. Für Besitzer einer BahnCard100 bestünde aber keine Möglichkeit, Dienstreisen adäquat abzurechen. Dies kritisiert der Geschäftsführer der LAG NW, Rainer Bode, in seinem Kommentar. Das Reisekostenrecht sei nicht mehr zeitgemäß, so Bode. Es werde neuen Mobilitätsansprüchen und der Klimaproblematik nicht gerecht. Von dem Problem betroffen sieht Bode gerade auch Zuwendungsempfänger aus dem Engagementbereich. Folgen seien etwa ein verringertes Engagement, Abrechnungsprobleme der Reisenden und der Umstieg von der Bahn auf das Auto, der mit höheren Kosten für den Reisekostenerstatter sowie geringerer Umweltfreundlichkeit des Reisemittels einherginge.

nach oben

Parlamentarischer Abend des BBE

Auch in diesem Jahr lud das BBE zum Parlamentarischen Abend in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft in Berlin ein. Am 29. Juni kamen über 100 Gäste aus Politik, Medien und Organisationen des Dritten Sektors zusammen, um miteinander zu diskutieren und neue Gedanken zu aktuellen Themen auszutauschen. Bevor sich die Gäste den gemeinsamen Gesprächen widmeten, wurden sie vom BBE-Sprecherratsvorsitzenden Thomas Olk und vom Vorsitzenden sowie der Stellvertreterin des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement«, Markus Grübel und Ute Kumpf, die Schirmerrin des Abends war, begrüßt. Olk betonte, dass die Vernetzung der Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft im Zentrum der Aktivitäten des BBE stehe. Aus diesem Grund unterstütze man auch tatkräftig die Bundesregierung bei der Entwicklung der »Nationalen Engagementstrategie«. Er hob hervor, dass es gelungen sei, das Thema bürgerschaftliches Engagement auch medial positiv zu positionieren, gerade mit der Durchführung der jährlich stattfinden Aktionswoche des BBE. Markus Grübel und Ute Kumpf bestärkten das BBE darin, seine konstruktiv-kritische Arbeit im Dialog mit der Politik fortzuführen.

Weitere Informationen unter
www.b-b-e.de/index.php

nach oben

Koordinierungsausschuss: Neue Rechtsform von Geschäftsstelle und Projekten

Der Koordinierungsausschuss des BBE (KOA) traf sich am 17. Juni zu einer außerordentlichen Sitzung in Berlin. Die Sitzung war erforderlich, um noch in diesem Jahr die Entwicklung einer eigenständigen Rechtsform für die Trägerschaft von Geschäftsstelle und Projekten des BBE realisieren zu können. Träger und Zuwendungsempfänger ist bisher der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV). Das BMFSFJ hatte als Förderer des BBE gegen die mit der Trägerschaft des DV verbundene Trennung von Dienst- und Fachaufsicht zuwendungsrechtliche Bedenken angemeldet. Die bei der Sitzung diskutierten und beschlossenen Maßnahmen zur neuen Trägerrechtsform sowie weitere Tagesordnungspunkte werden in der Zusammenfassung erläutert. Im KOA sind 40 Organisationen vertreten. Er ist das zweithöchste Gremium des Bundesnetzwerks.

nach oben

Veranstaltungsdatenbank der Aktionswoche 2010 ist online

Die Veranstaltungsdatenbank der diesjährigen Aktionswoche ist ab sofort auf der Homepage von »Engagement macht stark!« online zugänglich. Ob Märkte der Möglichkeiten, Familienfeste, Freiwilligentage, Seminare, Ausflüge, Ehrenamtsmessen oder Lesenachmittage: Zahlreiche Freiwillige zeigen bundesweit die Vielfalt des Engagements. Die BBE-Kampagnenkoordination ruft Engagierte auf: »Seien auch Sie dabei! Nutzen Sie die mediale Aufmerksamkeit der Aktionswoche für Ihre Pressearbeit. Wir unterstützen Ihre Event- und Öffentlichkeitsarbeit mit Presse- und Werbematerialien.« Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2010 wird vom 17. bis 26. September stattfinden und mit einer zentralen Auftaktveranstaltung am 17. September in Berlin eröffnet werden.

Veranstaltungdatenbank unter
www.engagement-macht-stark.de/index.php

nach oben

Koordinationstreffen der AG-Sprecher(innen) des BBE

Die Sprecherinnen und Sprecher der 10 Arbeitsgruppen des BBE trafen sich am 16. Juni in Berlin zur jährlich stattfindenden Koordinationssitzung. Neben einem Austausch aktueller Informationen über das BBE berichteten die AG-Sprecher über die laufenden Aktivitäten ihrer Arbeitsgruppen und stimmten sich über Kooperationen bei gemeinsamen Themen ab. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen diesmal die bisherige und die künftige Rolle der BBE-Arbeitsgruppen im »Nationalen Forum für Engagement und Partizipation« (NFEP). Alle Arbeitsgruppen, so das Ergebnis, werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten Fachwissen und Inputs für die Arbeiten des NFEP zur Verfügung stellen. Betont wurde allerdings auch der Bedarf an eigenen Formaten des NFEP. Die BBE-Arbeitsgruppen können die Dialogforen als Format des NFEP auch bei enger Zusammenarbeit nicht ersetzen. Künftig wird das Team des Koordinationsbüros des NFEP zwecks einer engen Verzahnung mit dem NFEP regelmäßig an den BBE-Arbeitsgruppen teilnehmen.

nach oben

Arbeitsgruppe »Rahmenbedingungen« des BBE

Die Arbeitsgruppe 1 »Rahmenbedingungen« des BBE tagte am 16. Juni in Berlin. Thema war u. a. das derzeit in Erarbeitung befindliche Bundeskinderschutzgesetz. Der Gesetzentwurf sieht eine Regelung vor, nach der Haupt- und Ehrenamtliche, die mit Kindern arbeiten, vor dem Tätigwerden ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen. Hintergrund ist ein möglichst hoher Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch. Kritisiert und bezweifelt wurden jedoch Verhältnismäßigkeit und Geeignetheit einer solchen Regelung. Ein Referentenentwurf wird im Herbst erwartet. Schwerpunkt der Sitzung war die Diskussion bisheriger Ergebnisse des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation. Es ging auch darum, wie die Dialogforen-Papiere bereits jetzt im Feld kommuniziert werden sollten. Grundsätzlich ist der Diskurs freigegeben. Zur Sprache kam des Weiteren die Transparenzinitiative und Transparenzgebote bei Finanzierungen im Dritten Sektor. Es wurde auf die Papiere des Deutschen Spendenrats hingewiesen. Bei der nächsten Sitzung wird sich die AG 1 damit intensiver befassen und diskutieren, inwiefern die Zivilgesellschaft eigene Schritte gehen kann, bevor der Gesetzgeber die Richtung vorgibt.

Kontakt Sprecher der AG1 unter
E-Mail: mechsner-spangenberg(at)t-online.de

nach oben

Arbeitsgruppe »Lokale Bürgergesellschaft« des BBE

Zu ihrer 25. Sitzung traf sich die AG 4 »Perspektiven der lokalen Bürger(innen)gesellschaft« am 16. Juni in Augsburg. Im Zentrum des Treffens standen Erfahrungen aus Bayern rund um das Thema »Bürgerkommune«. Thomas Röbke und Danielle Rodarius vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern stellten das »Lernnetzwerk Nachhaltige Bürgerkommune« vor. Andreas Frank, Referatsleiter im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, und Julius Forster, Referent im Bayerischen Städtetag, informierten zu Aspekten der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements im Freistaat Bayern. Anschließend wurde das weitere Procedere der AG-Arbeit besprochen: Eine Unterarbeitsgruppe der AG 4 zum Nationalen Forum wird zur nächsten Sitzung am 16. September in Kassel eine Diskussionsvorlage erstellen. Darüber hinaus werden die Voraussetzungen zum angestrebten Wikipedia-Eintrag zur »Bürgerkommune« geprüft. Das für Anfang 2011 geplante Thema »Bürgerkommune und Europa« soll vor dem Hintergrund möglicher Kooperationen und des erforderlichen Ressourceneinsatzes auf eine realistische Basis gestellt werden.

Kontakt Sprecher der AG4 unter
E-Mail: fjost(at)vhw.de

nach oben

Ausschreibung: Praktikumsstellen in der BBE- Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des BBE sucht für den Zeitraum von sechs Monaten zwei Vollzeit-Praktikanten/innen. Beginn der Praktika sind der 1. August 2010 für die Geschäftsstelle und der 1. Oktober für die Newsletterredaktion. Gesucht werden selbstständige Personen, die Interesse an Teamarbeit, Flexibilität, umfassende MS-Office-Kenntnisse und möglichst Kenntnisse des Themenfeldes »Bürgerschaftliches Engagement« mitbringen. Geboten wird ein umfassender Einblick in das Management eines großen Netzwerkes und die dazu erforderlichen Anforderungen und Kompetenzen. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Interessierte werden gebeten, ihre schriftliche Bewerbung an die BBE-Geschäftsstelle zu richten. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Bewerbungsfristen.

nach oben

Kongress: »Inklusion – Rechte werden Wirklichkeit«

Erstmals fand in Deutschland ein Kongress statt, der Menschen mit geistiger Behinderung und Akteure der Behindertenhilfe aus aller Welt zusammenführte. Rund 2.500 Menschen aus 72 Ländern, darunter etwa 800 »Selbstvertreter«, also Menschen mit geistiger Behinderung, sind der Einladung der »Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung« sowie des Dachverbandes »Inclusion Europe« gefolgt. Unter dem Motto »Inklusion – Rechte werden Wirklichkeit« wurden die Möglichkeiten der Selbstbestimmung und Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen diskutiert, welche die UN-Konvention für behinderte Menschen eröffnet hat. In einer Video-Botschaft versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention, an dem behinderte Menschen und Verbände wie die Lebenshilfe beteiligt werden sollen. Mehr Informationen zum Weltkongress gibt es im Kongress-Tagebuch auf der Website der »Lebenshilfe« und auf der Kongress-Homepage.

Weitere Informationen unter
www.inclusion2010.de
 
Kongress-Tagebuch unter
www.lebenshilfe.de

nach oben

Berliner Stiftungswoche

Dem Wirken und Werken der zahlreichen Stiftungen Berlins war die erste »Berliner Stiftungswoche« gewidmet. Austausch und Kooperation unter den Stiftungen sollten intensiviert werden. Zwischen dem 1. und 10. Juni konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei rund 80 Stiftungen und Organisationen in über 120 Veranstaltungen und Projekten über Vielfalt und Möglichkeiten der Stiftungsarbeit diskutieren, sich informieren, vernetzen und austauschen. Stiftungen öffneten ihre Türen, luden zu unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten ein und stellten Projekte vor, die sie organisieren oder fördern. Fragen der Aktivierung von Engagement oder die Partnerschaft zwischen Stiftungen und Politik sind nur zwei Beispiele für Themen einer Veranstaltungsreihe. Die Berliner Stiftungswoche wurde von rund 20 Stiftungen initiiert und getragen, die der »Berliner Stiftungsrunde« angehören. Die Initiatoren wollen damit auch zur Stärkung des Stiftungsgedankens beitragen.

 
Weitere Informationen unter
www.berlinerstiftungswoche.eu

nach oben

Sozialer Tag 2010: Engagement von und für Jugendliche

Über 100.000 junge Leute sorgten dafür, dass der zehnte Soziale Tag von »Schüler Helfen Leben e. V.« am 17. Juni ein Erfolg wurde: Anstatt in die Schule zu gehen, spendeten sie für einen Tag ihre Arbeitskraft und den erhaltenen Lohn. Die erwirtschafteten Erträge fließen in das Projekt »Straßenkindern eine Chance« im albanischen Tirana. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Euro eingenommen. »Schüler Helfen Leben e. V.« ist eine Jugendorganisation mit rund 200 Mitgliedern. Ihren Ursprung hat sie in einer Jugendinitiative während des Jugoslawienkrieges Anfang der 1990er Jahre. Mit dem jährlich stattfindenden Sozialen Tag werden Projekte der Jugend-, Bildungs-, Versöhnungs- und Demokratiearbeit in Südosteuropa unterstützt. Bislang konnten durch Spenden von insgesamt 18,6 Millionen Euro über 130 Projekte umgesetzt werden. Auch die Projektauswahl übernehmen Schülerinnen und Schüler. Mit dem Ziel, die Projekte langfristig absichern und betreuen zu können, wurde 2002 außerdem eine Stiftung gegründet.

Weitere Informationen unter
www.schueler-helfen-leben.de

nach oben

KOMPASS: Preis für erfolgreiche Stiftungskommunikation

Bis zum 3. August können sich Stiftungen um den Kommunikationspreis KOMPASS 2010 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen bewerben. Ausgezeichnet werden Beispiele erfolgreicher Stiftungskommunikation, die richtungsweisend für den Stiftungssektor sind. Anliegen des Veranstalters ist, durch die Preisverleihung zu einer weiteren Professionalisierung der Stiftungskommunikation beizutragen, Beispiele guter Stiftungspraxis zu zeigen und den Stiftungsgedanken zu stärken. Der Preis wird in den drei Kategorien »Gesamtauftritt«, »Projektkommunikation« und »Einzelne Kommunikationsmaßnahmen« verliehen. Im Rahmen der letzten Kategorie wird der beste Jahresbericht einer Stiftung mit einem Sonderpreis gewürdigt. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen und die Deutschen StiftungsAkademie laden alle Bewerber zur kostenlosen Teilnahme am KOMPASS-Seminar »Stiftungskommunikation« im Frühjahr 2011 ein. Der KOMPASS-Preis wird im Herbst 2010 zum fünften Mal verliehen.

Weitere Informationen unter
www.stiftungen.org/kompass

nach oben

Freiwilligen-Engagement professionell gestalten

Derzeit sind gemeinnützige Organisationen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das thematisiert die Broschüre »Freiwilligen-Engagement professionell gestalten« zur gleichnamigen Fachtagung der Akademie Management und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Broschüre rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Organisationen auf neue Anforderungen in ihrer Arbeit mit Freiwilligen durch ein professionelles Freiwilligen-Management reagieren können. Inhalt ist unter anderem, wie Freiwillige gewonnen werden können, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Freiwilligen etabliert werden kann und welcher Voraussetzungen eine adäquate Motivation und eine gute Anerkennungskultur bedürfen. Die Broschüre enthält außerdem viele Tipps für die Praxis und Hinweise zur Vertiefung der Themen.

nach oben

Zeitschrift für das Recht der Non Profit-Organisationen

Über aktuelle Entwicklungen im Non-Profit-Bereich informiert die Zeitschrift für das Recht der Non-Profit-Organisationen (npoR). Die neueste Ausgabe 2/2010 beinhaltet u. a. einen Beitrag von Bernd Schlüter mit dem Titel »Die Überformung der Sozialsysteme und der Gemeinnützigkeit durch europäisches Wirtschaftsrecht hat klare Grenzen«. Robert Schütz und Nadine John von Zydowitz schreiben über »Voraussetzungen für die Vergütung von Organen gemeinnütziger Körperschaften«. Thomas Kollers Artikel »Die Schweiz in der internationalen Konkurrenz der Vereinsstandorte« beschäftigt sich mit der bevorstehenden Änderung des schweizerischen Vereinssteuerrechts. Die Zeitschrift erscheint in vierteljährlichem Turnus und kann als Online-Version kostenfrei bezogen werden.

Weitere Informationen unter
www.law-school.de/stiftungsrecht_npln.html

nach oben

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 15. Juli 2010. Redaktionsschluss ist der 9. Juli 2010.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an kontakt(at)b-b-e.de
Redaktion: Dr. Ansgar Klein und Lilian Schwalb unter Mitarbeit von Ronald Langner.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
– Geschäftsstelle – 
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
www.b-b-e.de

Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

Tagesaktuelle Nachrichten rund um das bürgerschaftliche Engagement finden Sie in der »Social Times«
www.socialtimes.de

nach oben


Aktuelle Meldungen

21.05.2019

Teamassistenz Freiwilligen-Service: Wikimedia

Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. sucht ab sofort in Vollzeit…

mehr…

21.05.2019

Mitarbeiter*in im Sekretariat der Geschäftsführung: Fulbright

Für die Unterstützung des Executive Offices sucht die Fulbright-Kommission in Berlin zum…

mehr…

21.05.2019

Bundesfreiwillige*r im Bereich Fundraising: Amnesty

Amnesty International sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Standort Berlin eine*n…

mehr…