Newsletter Nr. 9 vom 2. Mai 2008

Die Schweiz ist etwas anders

Die Schweiz ist auch beim Bürgerengagement etwas anders. In der langen Tradition der Freiwilligenarbeit bedeutet Freiwilligkeit ein Angebot des Individuums an die »Res Publica«, an das Gemeinwesen; im Gegensatz zum Milizsystem mit seinen strengen Regeln und Verordnungen. Herbert Ammann, der Geschäftsführer der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), beschreibt die besonderen schweizerischen Bedingungen des Engagements, die im liberalen Staatsverständnis und in der starken Gemeindeautonomie zu finden sind. Er gibt aber auch einen Überblick über das Ausmaß und die Ausprägung der informellen und formellen Freiwilligenarbeit in der Schweiz.

Gastbeitrag Ammann unter
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Der Schweizer Sozialzeitausweis

Das internationale Jahr der Freiwilligen 2001 war der Anlass für die Schweizer, einen »Schweizer Sozialzeitausweis« einzuführen. Dies ist kein gewöhnlicher Ausweis, sondern ein Dokument, in dem die ehrenamtlichen Aktivitäten eines jeden Engagierten festgehalten werden. Der Ausweis bietet eine Übersicht über die geleisteten Einsätze, einen Nachweis der Aus- und Weiterbildungen sowie ein spezielles Formular, in dem die Anforderungen an freiwillig Engagierte beschrieben werden. Dieser Sozialausweis dient in der Schweiz auch dazu, die Standards für Freiwilligenarbeit zu sichern. Daran ist besonders das Forum Freiwilligenarbeit, der Hausgeber des Sozialzeitausweises, interessiert.

Gastbeitrag Bircher unter
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Das Migros-Kulturprozent

Der schweizerische Migros-Konzern ist einzigartig. Er ist das größte schweizerische Einzelhandelsunternehmen und einer der größten Förderer des freiwilligen Engagements. Als Genossenschaft organisiert, verpflichtete sich der Konzern, einen prozentualen Anteil des Umsatzes für die Förderung von Kultur, Bildung und die Entwicklung neuer gesellschaftlicher Themen zu verwenden. Aber nicht nur künstlerisches Schaffen wird mit dem »Kulturprozent« unterstützt. Migros gehört auch zu den bekanntesten Mäzenen und Sponsoren in der Schweiz und hat ein eigenes Museum und die »Klubschulen«, Bildungseinrichtungen für Erwachsene, gegründet. Heinz Altorfer stellt diese besondere Genossenschaft und ihre bürgergesellschaftlichen Projekte vor.

Gastbeitrag Altorfer unter
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Das Projekt »Innovage«

Welche positiven Antworten gibt es auf die demografische Entwicklung der Gesellschaft mit der befürchteten Überalterung? Es gibt inzwischen viele hoffnungsvoll stimmende Projekte, denn die Menschen werden nicht nur älter, sondern möchten auch nach dem aktiven Arbeitsleben einen positiven Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft leisten. Ältere haben ein breites Erfahrungswissen und möchten dieses auch einbringen. Diese Überlegungen führten zu »Innovage« – einem Projekt des Migros-Kulturprozent, das in Kooperation mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit das Erfahrungswissen hoch qualifizierter Berufsaussteiger/innen für gemeinnützige Anliegen nutzbar macht. »Innovage« wurde inspiriert durch das deutsche Modellprogramm »Erfahrungswissen für Initiativen« (EFI).

Gastbeitrag Peter unter
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Das BENEVOL-Netz

Die BENEVOL-Einrichtungen in der Schweiz sind vergleichbar mit den Freiwilligenagenturen in Deutschland. Mittlerweile gibt es 18 Vermittlungs- und Fachstellen für Freiwilligenarbeit in der Schweiz. Der Dachverband mit Sitz in Winterthur sorgt für die Vernetzung der regionalen Fachstellen, die Erarbeitung gemeinsamer Standards in den starken föderalen Strukturen der Schweiz sowie für eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung im Bereich Freiwilligenarbeit. Gleichzeitig ist der Dachverband auch Interessensvertretung der regionalen Stellen nach außen. Die regionalen Fachstellen erhalten meist finanzielle Unterstützung durch die Landeskirchen.

Informationen unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl09_benovel.pdf

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Kulturrat bewertet Enquete-Bericht

Der Deutsche Kulturrat bewertet in einer ersten Stellungnahme den Bericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags »Kultur in Deutschland«. Darin begrüßt er den deutlichen Akzent des Berichts auf das bürgerschaftliche Engagement und das klare Bekenntnis zur Zeitspende, mit der die Eigenleistungen von Vereinen und Verbänden gewürdigt werden. Begrüßt wird auch die breite Thematisierung des Zuwendungsrechts. Allerdings werden dort die Empfehlungen abgelehnt, Kooperation und Vernetzung sowie die Erschließung anderer Mittel zu Bedingungen für öffentliche Förderung zu machen. Begrüßt wird dagegen die Empfehlung, private Spenden und Sponsoring im Kulturfinanzbericht zu erfassen.

Stellungnahme des Kulturrates unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl09_kulturrat.pdf

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Verlängerung des Zivildienstes

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat angekündigt, die gesetzliche Grundlage für die Option einer Verlängerung des Zivildienstes zu schaffen. Auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen zu diesem Vorhaben antwortet nun die Bundesregierung, dass sich der Entwurf des 3. Zivildienständerungsgesetzes noch in der Ressortabstimmung befinde. Darüber hinaus plane die Bundesregierung keine gesetzliche Regelung, mit der eine allgemeine Dienstpflicht eingeführt werden soll. Zudem soll die Arbeitsmarktneutralität des Zivildienstes nicht in Frage gestellt werden und es soll auch keine negativen Auswirkungen auf die Förderung der Freiwilligendienste geben.

Antwort der Bundesregierung unter
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/086/1608678.pdf

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Versicherungsschutz für Ehrenamtliche

Das Land Sachsen-Anhalt hat eine Sammelversicherung für bürgerschaftliche Engagierte abgeschlossen. Der Versicherungsschutz wird Personen gewährt, die sich in Organisationen engagieren, welche im öffentlichen Interesse handeln oder gemeinnützige bzw. mildtätige Zwecke verfolgen. Das Land hat eine Haftpflicht- und eine Unfallversicherung für freiwillig Engagierte abgeschlossen. Versichert ist das Risiko, für Schäden zu haften, die beim freiwilligen Engagement entstehen und die nicht durch die Versicherungen der Organisationen oder durch die private Haftpflicht abgedeckt sind. Ehrenamtliche in Organisationen wie z. B. Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Feuerwehren sind aber in der Regel bereits durch die Träger versichert. Der neue Versicherungsschutz soll daher nur ergänzende Wirkung haben.

Flyer unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl09_versicherungsschutz_flyer.pdf

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Bundesrat: Migrantenorganisationen gewinnen

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am 25.4.2008 dem Jugendfreiwilligendienst-Gesetz zugestimmt, das nun am 1. Juni in Kraft treten kann. In einer begleitenden Entschließung fordert der Bundesrat die Bundesregierung dazu auf, Migrantenselbstorganisationen gezielt anzusprechen und sie zu einer Mitwirkung an den Jugendfreiwilligendiensten zu motivieren – sowohl als Einsatzstellen als auch als Träger eines ehrenamtlichen Dienstes. Ziel sei es, mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund als Freiwillige zu gewinnen.

Weitere Infos unter
http://www.bundesrat.de/DE/presse/pm/2008/045-2008.html

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Corporate Affairs: Dresdner Bank

Gesellschaftliches Engagement und vielfältige Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility kennzeichnen neben dem unternehmerischen Erfolg die Dresdner Bank. Michael Wedell, Leiter des Bereichs Corporate Affairs, beschreibt die Verantwortung des Finanzdienstleisters für »Gesellschaft und Geschäft« als einen ganzheitlichen Prozess im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft. Hier gehört die Vertrauensbildung gegenüber den Kunden ebenso dazu wie die Förderung von Bildung und Kultur, aber auch das Lobbying, die legitime und transparente Interessenvertretung im vorparlamentarischen Raum.

Beitrag Michael Wedell unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl09_wedell.pdf

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Neue Stimme im Sprecherrat des BBE

Leoni Heister vertritt im Sprecherrat des BBE den Bereich Bürgergesellschaft/ Dritter Sektor. Sie ist ehrenamtliche Büchereileiterin der Katholischen öffentlichen Bücherei (KÖB) Biebesheim, freie Mitarbeiterin des Borromäusvereins (bv.) und der Bistümer Mainz, Limburg, Fulda, Trier und Speyer in den Bereichen der Aus- und Fortbildung sowie Medienbewertung. Weiterhin ist sie Mitglied im Sachausschuss »Bibliotheksarbeit in Kirche und Gesellschaft« der bv.-Fachkonferenz. Ihre Hauptanliegen ist eine stärkere Wahrnehmung der ehrenamtlichen Arbeit im kulturellen und im kirchlichen Bereich sowie deren Vernetzung.

Weitere Infos unter
http://www.borro.de

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Civil Academy: Bewerbung für die Herbstrunde läuft

Für das Trainingsprogramm der Civil Academy können sich jetzt wieder junge Engagierte zwischen 18 und 27 Jahren mit einer Projektidee bewerben. Bewerbungsschluss ist der 13. Juli. Die drei Kompaktseminare des Programms zu Projektmanagement, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit werden im September, Oktober und Dezember stattfinden. Dort werden den jungen Engagierten Kenntnisse und Erfahrungen aus Wirtschaft und gemeinnützigem Bereich geboten und sie können ihre Projektidee bis zur Umsetzungsreife weiter entwickeln.

Weitere Infos unter
http://www.civil-academy.de

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Mentoring beim Berufseinstieg

Das Projektbüro »Dialog der Generationen« veranstaltet zusammen mit dem BBE, der IHK Potsdam und weiteren Kooperationspartnern am 24. Juni einen bundesweiten Fachtag zur Bewältigung der Schwelle des Berufseinstiegs. Auf der Veranstaltung wird das Mentoring-Konzept, die Begleitung junger Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, vorgestellt und diskutiert. Die Fachtagung will Schulen, Bildungszentren und Kommunalverwaltungen die Möglichkeit bieten, sich über Mentoring als Instrument der Berufsorientierung zu informieren und sich mit Expertinnen und Experten über förderliche Strukturen zu beraten.

Weitere Infos unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl09_mentoring.pdf

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Politische Bildung in der Globalisierung

Vom 3. bis 5. Juni veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung die »Bonner Gespräche zur politischen Bildung«. Thema der diesjährigen Veranstaltung sind die Globalisierung und ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Neben der Frage, ob heutige Konzepte der politischen Bildung in der globalisierten Welt noch zeitgemäß sind, wird es um Demokratisierung, Menschenrechte, Ressourcenverbrauch, Religion, kulturelle Identität und internationale Regime gehen. Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der außerschulischen politischen Bildung.

Weitere Infos unter
http://www.bpb.de/veranstaltungen/C67F1G,0,0,Bonner_Gespr%E4che_zur_politischen_Bildung.html

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Online-Workshop: Lebendige Nachbarschaft

Das Forum Seniorenarbeit Nordrhein-Westfalen bieten einen Online-Workshop zum Thema »Älter werden im Wohnquartier: Lebendige Nachbarschaft – Wie gelingt das?« an. Der Workshop ist mit zwei verpflichtenden Präsenztagen in Köln verbunden. Einer davon ist Ende Mai. Der Workshop will für den Aufbau einer lebendigen und guten Nachbarschaft sensibilisieren und eine Anleitung dafür erarbeiten. Die Teilnehmenden werden mit den Methoden der Gruppeninitiierung und der Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement und Partizipation (Community Organizing, Open Space, Zukunftswerkstatt usw.) vertraut gemacht.

Weitere Infos und Anmeldung unter
http://www.forum-lernen.de/anmeldung/formular.php?kurs=7
http://www.forum-seniorenarbeit.de

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Integrationskongress der Caritas

Vom 24. bis 26. September veranstaltet der Deutsche Caritasverband einen Kongress und eine Fachmesse mit dem Thema »Integration verpflichtet«. Der Kongress soll einen Austausch zwischen den verantwortlichen Gestaltern von Integrationspolitik und den Praktikern der sozialen Arbeit ermöglichen. Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute und Praktiker aus der Wohlfahrtspflege, Verwaltung, Politik, Kirchen, Stiftungen und Migrantenorganisationen. Diverse Foren zu konkreten Fragestellungen im Bereich Integration sind geplant.

Weitere Infos und Anmeldeformular unter
http://www.caritas.de/integrationverpflichtet

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EhrenamtMessen in Norddeutschland

In den ersten Monaten des Jahres 2008 fanden in Norddeutschland zahlreiche Großveranstaltungen zum Ehrenamt statt. Mehr als 1.600 Organisationen haben sich beteiligt und mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Angebote zum ehrenamtlichen Engagement. Etwa 8.000 Menschen konnten für eine ehrenamtliche Mitarbeit gewonnen werden. Die Veranstalter planen nach diesem großen Erfolg für das Jahr 2009 weitere EhrenamtMessen und haben sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der ehrenamtlich Aktiven in Norddeutschland zu verdoppeln.

Weitere Infos unter
http://www.ehrenamt-im-norden.de

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Neues Buch zu Corporate Citizenship

Mehr als 40 Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaftspolitik sind in einem Band zum Thema »Corporate Citizenship« versammelt. Der Band, herausgegeben von Holger Backhaus-Maul u.a., versucht eine Bilanz der bisherigen Diskussion und will neue Perspektiven aufzeigen. In Zeiten der Globalisierung und veränderter staatlicher Handlungsbedingungen gewinnen die Unternehmen eine neue Rolle in der Gesellschaft. Daher will der Band ausloten, wie diese Rolle gefüllt wird und fragt auch danach, wie sich damit die sozial-kulturellen Grundlagen moderner Gesellschaften verändern.

Weitere Infos unter
http://www.vs-verlag.de/index.php;sid=e48113027f2ca62a0d18692228cee059&site=w&do=show&isbn=978-3-531-15959-1

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