Newsletter Nr. 2 vom 24. Januar 2008

Engagement in der Kultur wächst

Eine Sonderauswertung des Freiwilligensurveys von 2004 hat ergeben, dass das Engagement im Bereich »Kultur und Musik« im Vergleich zur letzten Erhebung von 1999 deutlich zugenommen hat. Das kulturelle Engagement konzentriert sich sehr stark auf Musik und wird besonders von den mittleren und älteren Generationen getragen. Und es sind die besser Gebildeten, die sich dort engagieren. Der Verein ist die dominierende Organisationsform, in der sich das häufig projektorientierte Engagement vollzieht. Die Kulturarbeit muss das enorme Engagementpotenzial von Jugendlichen für diesen Bereich erschließen und den kulturellen Bedürfnissen der Migranten stärker Rechnung tragen. Defizite laut Freiwilligensurvey gibt es hinsichtlich der Vielfalt des Engagements und mit Blick auf das Engagement in Organisationen und Strukturen.

Gastbeitrag Kerstin Hübner unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_huebner.pdf

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»Kulturenquete« legt Bericht vor

Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags »Kultur in Deutschland« hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Hildegard Bockhorst hat diesen Bericht unter engagementpolitischen Gesichtspunkten ausgewertet. Ihr Fazit: Ohne bürgerschaftliches Engagement kann Kultur nicht bürgernah gestaltet werden. Die »Kulturenquete« hebt die Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements in der Kultur hervor und benennt auch zahlreiche Hindernisse. Die Auswertung von Bockhorst geht insbesondere auf die Handlungsempfehlungen der Kommission ein. Die Kultureinrichtungen sollen sich viel stärker noch als bürgerschaftliche Einrichtungen verstehen und sich besonders den benachteiligten Zielgruppen öffnen.

Gastbeitrag von Hildegard Bockhorst unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_bockhorst.pdf

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Soziokulturelle Zentren wandeln sich

Entstanden sind sie mit den neuen sozialen Bewegungen in den 1970er und 1980er Jahren. Auch heute noch ist das freiwillige Engagement eine wichtige Stütze für die soziokulturellen Zentren. Christiane Ziller zeigt in ihrem Beitrag, dass freiwillig Engagierte nach wie vor mehr als die Hälfte der Beschäftigten dort ausmachen. Gleichzeitig ist dieser hohe Anteil auch eine Chance für die Zentren, weil dadurch Zugangsschwellen für Nutzer gesenkt werden und durch umfassendere Partizipation neue Trends besser aufgenommen werden können.

Gastbeitrag von Christiane Ziller unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_ziller.pdf

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Freiwilligendienste in der Kultur

Seit 2002 gibt es kulturelle Jugendfreiwilligendienste und das Angebot wurde mit dem generationsübergreifenden Freiwilligendienst in der Kultur erweitert. Die kulturellen Freiwilligendienste haben sich bewährt. In einem Positionspapier macht die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. auf die Belebung der kulturellen Landschaft durch diese Dienste aufmerksam. Wichtig sei es jedoch, die interkulturelle Perspektive bei den kulturellen Freiwilligendiensten noch stärker zu beachten.

Gastbeitrag unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_kulturelle_freiwilligendienste.pdf

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Engagement für die Literatur

Literarische Gesellschaften sind bedeutende Orte des Engagements für alte und zeitgenössische Literatur. Die erste Gesellschaft, der »Pegnesische Blumenorden«, wurde 1644 gegründet; eine der bekanntesten ist die »Karl May-Gesellschaft«, die dem Dichter Anerkennung in der wissenschaftlichen Forschung verschafft hat. Die literarischen Gesellschaften stehen allen offen. Sie pflegen nicht nur das kulturelle Erbe, sondern kümmern sich auch um zeitgenössische Literatur und bereichern mit ihren Veranstaltungen die örtliche Kultur.

Gastbeitrag Christiane Kussin unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_kussin.pdf

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Gefahr für Themenanwälte

Im Dezember 2007 haben die Innenminister der Länder ein Maßnahmenpaket verabredet, das dem Kampf gegen rechtsextremistische Vereinigungen – wie z.B. der NPD – dienen soll. Rainer Sprengel befürchtet, dass die geplanten Änderungen des Spenden-, Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrechts auch zivilgesellschaftliche Themenanwälte treffen könnten. Die Verabredungen der Länderinnenminister seien eine reale Gefahr für das bürgerschaftliche Engagement. Sprengel fordert, dass der Staat auf zivilgesellschaftliche Organisationen so wenig wie möglich Einfluss nehmen dürfe.

Kommentar Rainer Sprengel unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_sprengel.pdf

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Internetportal für Seniortrainer

Das Land Rheinland-Pfalz hat ein Internetportal eröffnet, das sich an ältere Menschen wendet, die aus dem Berufsleben aussteigen und ihr Erfahrungswissen für kulturelle und soziale Projekte einsetzen wollen. Das Portal will die inzwischen mehr als 180 Seniortrainer/innen vernetzten und bietet Kurse, Materialien und Fortbildungen an. Gleichzeitig offerieren die Seniortrainer/innen ihre Unterstützung gemeinnützigen Organisationen und Initiativen für Projekte, die sie nicht selbst stemmen können.

Weitere Infos unter
http://www.seniortrainer-rlp.de

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Bundesjugendring begrüßt Dialogangebot der EU

Die EU-Kommission hat ein Dialogangebot an die nationalen Jungendringe und an das Europäische Jugendforum gemacht. In einem »strukturierten Dialog« sollen die Jugendorganisationen an der Entwicklung der europäischen Jugendpolitik aktiv beteiligt werden. Dieser »strukturierte Dialog« umfasst eine Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Jugendbeteiligung an der europäischen Politik intensiviert werden soll. Der Deutsche Bundesjugendring hat für dieses Beteiligungsangebot konkrete Vorschlägen gemacht, um die Qualität und Nachhaltigkeit des Dialogs zu sichern.

Positionspapier unter
http://www.dbjr.de/index.php?m=4&id=120&year=2007

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Achtes Welttreffen von CIVICUS

Civicus, eine internationale Allianz von zivilgesellschaftlichen Organisationen, lädt zur »World Assembly« am 18-21. Juni nach Glasgow in Schottland ein. Die Registrierung für das Treffen endet am 1. Februar. CIVICUS hat das Ziel, Bürgerrechte und die Zivilgesellschaft zu stärken. Verantwortung und Transparenz sind zwei zentrale Themen des Treffens. Eines der bekannten Programme von Civicus ist der »civil society index (CSI)«, mit dem die Stärke der Zivilgesellschaft festgestellt und die Länderbefunde verglichen werden können.

Weitere Infos und Registrierung unter
http://www.civicusassembly.org

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Neue Praktikantinnen im Kampagnenbüro

Das Kampagnenteam des BBE, das die Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2008 im Herbst vorbereitet, wird durch zwei neue Praktikantinnen verstärkt. Mareike Wendel hat Geografie, Politikwissenschaft und Ethnologie in Köln, Nijmegen und Münster studiert. Sie hat praktische Erfahrungen beim deutschen Orientinstitut im Libanon und beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gesammelt. Anke Jakob studierte Soziologie und Geschichte in Leipzig und hat Erfahrungen in Kapstadt bei der Leitung eines Kultur- und Gästehauses und bei der Deutschen AIDS-Stiftung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gesammelt. Die beiden Praktikantinnen unterstützen das Kampagnenbüro in den nächsten sechs Monaten.

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BBE-Geschäftsstelle sucht Praktikanten

Die Geschäftsstelle des BBE sucht für den Zeitraum von 6 Monaten eine Praktikantin/ einen Praktikanten. Beginn des Vollzeit-Praktikums ist der 1. Mai 2008. Zu den Tätigkeitsbereichen im Rahmen des Praktikums gehören insbesondere die Mitwirkung an der Erstellung des Newsletters sowie die praktische Unterstützung im Büroalltag. Erwartet werden die Fähigkeit, selbständig zu arbeiten, Interesse an der Teamarbeit, Flexibilität, umfassende MS-Office-Kenntnisse und nach Möglichkeit Kenntnisse des Themenfeldes »Bürgerschaftliches Engagement«. Geboten wird ein umfassender Einblick in das Management eines großen Netzwerks und die dazu erforderlichen Kompetenzen. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Arbeitnehmerbrutto) vergütet.

Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte bis zum 20.3.2008 an die BBE-Geschäftsstelle:

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
z.H. Frau Angelika Schultz-Liebisch
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin
angelika.schultz-liebisch(at)b-b-e.de

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Interkommunaler Erfahrungsaustausch

Am 9. April findet in Berlin eine Fachtagung zum Projekt »Den demografischen Wandel mitgestalten – Erfahrungswissen der Älteren nutzen« statt. Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche in Politik und Verwaltung der Kommunen und an Seniortrainer/innen. Getragen wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung. Auf dieser Tagung sollen die Ergebnisse der ersten Projektphase vorgestellt und diskutiert werden. Weiteres Thema ist die Frage, welche Rolle das Engagement von älteren Menschen in den Kommunen spielen kann. Bis zum 22. Februar werden Anmeldungen entgegengenommen.

Infos und Anmeldeformular unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_demogr_wandel_anmeldung.pdf
http://b-b-e.de/uploads/media/nl02_demogr_wandel_flyer.pdf

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Wettbewerb JUGEND HILFT!

Bis zum 28. Februar 2008 können sich Jugendliche beim Wettbewerb Jugend hilft! bewerben. Jugend hilft! fördert soziale Projekte von Kindern und Jugendlichen mit bis zu 2.500 Euro im Jahr. Die besten zehn Projekte werden für fünf Tage nach Berlin eingeladen und nehmen an der Preisverleihung teil. Daneben gibt es Workshops zu Fundraising und Projektmanagement. Die Preisträger lernen zudem viele einflussreiche Menschen kennen.

Weitere Infos unter
http://www.jugendhilft.de

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Ausbildung für Freiwilligenkoordinatoren

NABU und Stiftung MITARBEIT veranstalten ein Seminarprojekt zur Qualifizierung von Ehrenamts- und Freiwilligenkoordinator/innen. Es führt ein erfolgreiches Projekt des Deutschen Naturschutzrings fort. Ziel des Seminars ist es, zu lernen, wie man Freiwillige für den Umweltbereich gewinnt, ihren Wünschen und auch den Ansprüchen und Erwartungen der Vereine und Organisationen gerecht wird. Das Seminar ist in zwei Wochenendblöcke und einen Online-Block aufgeteilt. Anmeldeschluss ist der 15. März 2008.

Weitere Infos unter
http://www.dnr.de/publikationen/drb/archiv/freiwill.pdf

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Neuer Studiengang in Heidelberg

Das Centrum für soziale Innovation und Investition (CSI) der Heidelberger Universität bietet zum Wintersemester 2008/09 den Masterstudiengang »Nonprofit Management und Governance« an. Der Studiengang richtet sich an angehende Führungskräfte in Nonprofit Organisationen, besonders in Stiftungen, und ist als berufsbegleitende Fortbildung konzipiert. Der Studiengang ist auf vier Semester angelegt und interdisziplinär ausgerichtet. Die Studiengebühren für den Masterstudiengang belaufen sich auf rund 10.000 Euro.

Weitere Infos unter
http://www.csi.uni-heidelberg.de/master.htm

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Albert Lippert bekommt Naturschutzmedaille

Der deutsche Naturschutzring (DNR) hat zum ersten Mail seine Naturschutzmedaille verliehen. Preisträger ist Albert Lippert. Er wird damit für seine 60jährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Albrecht Lippert war im Vorstand des DNR und wurde 1996 zum Vizepräsident gewählt. Dort widmete er sich den Themenschwerpunkten Umwelterziehung und Umweltethik. Hubert Weinzierl würdigte Lippert als einen der bedeutendsten ehrenamtlichen Naturschützer in Deutschland.

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Sieger beim Integrationswettbewerb

Die Stiftung Bürger für Bürger hat die Landessieger beim bundesweiten Wettbewerb »Teilhaben und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement« ermittelt. Die Jury wählte aus 193 Bewegungen die Landessieger. Am 11. März wird bei der Preisverleihung im Roten Rathaus in Berlin der Bundessieger bekannt gegeben. Mit dem Wettbewerb sollen vorbildhafte Praxis und innovative Ideen ermittelt werden. Besonderen Wert legte die Jury auf das gemeinsame Engagement von Migranten und Einheimischen.

Weitere Infos unter
http://www.buerger-fuer-buerger.de

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