Newsletter Nr. 1 vom 10. Januar 2008

2008: Bewährungsprobe für das BBE

Die großen Themen des neuen Jahres sind nach Einschätzung von engagementpolitischen Experten »Corporate Citizenship«, »Neue Medien und Engagementförderung«, »Engagement in den Kommunen«, »Erwerbsarbeit und Engagement«, die Entwicklung der »Freiwilligendienste« und das Problem einer »Unterwanderung zivilgesellschaftlicher Organisationen durch rechtsradikale Akteure«. Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrats des BBE und der Geschäftsführer des BBE, Ansgar Klein, sehen das neue Jahr als eine Bewährungsprobe für das BBE. Denn das BBE müsse sich als engagementpolitischer Ort von Vernetzung und der Abstimmung der Förderbedarfe zwischen allen großen Bereichen der Bürgergesellschaft und des Dritten Sektors mit den Akteuren aus Staat und Wirtschaft noch stärker profilieren. Fortgesetzt werden soll die erfolgreiche Kampagne »Woche des bürgerschaftlichen Engagements« auch im neuen Jahr.

Bilanz 2007 Thomas Olk und Ansgar Klein unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_olk_klein.pdf

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Rahmenbedingungen haben sich verbessert

Das Thema bürgerschaftliches Engagement ist ins Zentrum der Politik gerückt. Es hat keinesfalls eine Marginalisierung erfahren, wie dies Warnfried Dettling befürchtet. Dies stellen die BBE-Gastautoren Hardo Müggenburg und Matthias Potocki fest, die aus der Sicht des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« des Deutschen Bundestages Bilanz ziehen. Es seien seit der Verabschiedung des Berichtes der Enquete-Kommission im Jahr 2002 eine Reihe von Verbesserungen für das bürgerschaftliche Engagement durch den Bundesgesetzgeber geschaffen worden. Die Autoren ziehen auch eine positive Bilanz für die Arbeit des Unterausschusses und skizzieren seine Arbeitsausgaben für das Jahr 2008.

Gastbeitrag Hardo Müggenburg/ Matthias Potocki
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_potocki_mueggenburg.pdf

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Neuer Gesellschaftsvertrag gewinnt Konturen

Das Leitbild Bürgergesellschaft zeichnet sich als neue politische Perspektive am Horizont ab. Nach Serge Embacher mehren sich in den letzten Jahren die Anzeichen für eine neue Balance zwischen Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft. Der Staat sei mehr denn je auf die bürgergesellschaftlichen Potenziale angewiesen. Die Unternehmen würden erkennen, dass sie neben den Gewinnen stärker auf soziale Belange achten müssen. Und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger, das eigentliche Fundament der Bürgergesellschaft, würden gegenüber den Unternehmen größere Verantwortung erwarten und verstärkt Mitsprache bei staatlichen Entscheidungen einfordern.

Gastbeitrag Serge Embacher unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_embacher.pdf

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Generationsübergreifende Freiwilligendienste

Das Modellprogramm »Generationsübergreifende Freiwilligendienste«, das 2005 startete und nun im Sommer 2008 endet, wird von allen Beteiligten als Erfolg gewertet. Doch über eine Verstetigung hat das Familienministerium noch nicht entschieden. Kerstin Hübner zieht in ihren Gastbeitrag für die Arbeitsgruppe 3 »Freiwilligendienste« des BBE eine positive Bilanz des Modellprogramms. Vor diesem Hintergrund mahnt sie eine schnelle positive Entscheidung des Ministeriums an. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe »Freiwilligendienste« des BBE klare Kriterien entwickelt, wie dieses Programm fortgeführt werden können.

Gastbeitrag Kerstin Hübner unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_huebner.pdf

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Neue Studie zu Strategien gegen extreme Rechte

Die Friedrich Ebert Stiftung hat eine Studie vorgestellt, die Strategien für den Kampf gegen extreme Recht in Kommunalparlamenten entwickelt. Für die Studie wurden je zwei Kommunen in Ost und West untersucht, in denen rechtsextreme Parteien in den Parlamenten sitzen. Die Studie macht deutlich: Im Kampf gegen die extreme Rechte gibt es nicht die eine allgemeingültige Strategie. Die Autoren entwickeln vielmehr eine situationsangepasste Vorgehensweise. Sie bündeln ihre Vorschläge in fünf kommunale Handlungsoptionen. Im Mittepunkt steht dabei die Stärkung der kommunalen Parlamente und der Mandatsträger in der Auseinandersetzung mit den Rechtsextremen in den eigenen Reihen.

Studie unter (PDF, 163 Seiten, 1,40 MB)
http://library.fes.de/pdf-files/do/05021.pdf

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Bürgerhaushalt in Köln

Die Stadt Köln hat jetzt einen Bürgerhaushalt. Bürgerinnen und Bürger konnten vom 22. Oktober bis 19. November 2007 Vorschläge machen, wofür die Stadt Geld ausgeben und wo sie sparen soll. Allerdings beschränkte der Finanzausschuss die Vorschläge auf die Themen »Sport«, »Grünflächen« und »Straßen, Wege und Plätze«. Über das Internet, Bürgerversammlungen, per Post und via Call Center sind annähernd 5000 Vorschläge zusammengekommen. Die Vorschläge werden im Internet veröffentlicht und können dort kommentiert werden. Aber immer noch beschließt der Stadtrat den Haushaltsplan, in dessen Beratung allerdings die 100 am besten bewerteten Vorschläge aufgenommen werden.

Infos unter
https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de

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Wettbewerb: Ort der Vielfalt

Die Bundesregierung hat die Initiative »Deutschland. Orte der Vielfalt« gestartet. An ihr sollen sich Städte, Kreise und Gemeinden beteiligen und ein Bekenntnis zu Vielfalt, Toleranz und Demokratie ablegen. Damit soll jeder Form von Extremismus entgegengetreten werden. Unterstützt wird die Initiative von den kommunalen Spitzenverbänden, Organisationen aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und den Gewerkschaften. Besonders engagierte Kommunen können sich bewerben und werden dann als »Ort der Vielfalt« ausgezeichnet.

Weitere Infos unter
http://www.orte-der-vielfalt.de

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Bundespräsident würdigt freiwilliges Engagement

Bundespräsident Horst Köhler hat in seiner Weihnachtsansprache das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger gewürdigt und zu einem neuen Miteinander von Jung und Alt aufgerufen. Schon jetzt würden Bürgerinnen und Bürger ganz ohne Ämter und Behörden beachtliches erreichen und nicht nur Lücken füllen. Der Bundespräsident regte an, die vielen Möglichkeiten im Engagement zwischen Jung und Alt noch stärker zu nutzen. So könnten Ältere beispielsweise Jüngeren mit ihren Erfahrungen in der Ausbildung behilflich sein und Jüngere ältere Angehörige betreuen.

Ansprache des Bundespräsidenten unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_rede_bundespraesident.pdf

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Stellungnahme des BBE zur Ehrenamtscard

Die »Arbeitsgemeinschaft Deutschland e.V.« (AGD) gibt eine bundesweite Ehrenamtscard heraus. Vergeben werden soll die Ehrenamtscard durch Städte, Landkreise und Länder an einen begrenzten Personenkreis von Engagierten in Vorständen und ehrenamtlichen Leitungspositionen. Diese erhalten von Unternehmen, die sich an der Ehrenamtscard beteiligen, Vergünstigungen. Der Sprecherrat des BBE beurteilt die Ehrenamtscard der AGD kritisch und macht auf eine Reihe von gravierenden Problemen aufmerksam. Das BBE sieht erheblich datenschutzrechtliche Bedenken sowie einen Mangel an Transparenz und befürchtet, dass die freiwillig engagierten Menschen vermarktet werden. Nicht zuletzt werde die Ehrenamtscard ohne vorherige Abstimmung mit den bereits bestehenden Ehrenamtscards der Länder angeboten.

Stellungnahme des BBE unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_ehrenamtscard.pdf

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Mehr Geld für die Pflege

Der Bund stellt 30 Mio. Euro zusätzlich für das bürgerschaftliche Engagement in der Pflege zur Verfügung. Damit ist ein Gesetzesantrag des Landes Baden-Württemberg, der wesentliche Positionen des BBE übernommen hat, in der Länderkammer angenommen worden. Mit der Änderung des elften Sozialgesetzbuches wird es möglich, dass mit Mittel aus der Pflegeversicherung die Gewinnung, Schulung und Betreuung bürgerschaftlich Engagierter in der Pflege bezuschusst werden kann. Mit den zusätzlichen Mitteln soll die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen verbessert und die familiäre Pflegesituation unterstützt werden.

Weitere Infos unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_baden-wuerttemberg.pdf

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Internet-Wegweiser zu Freiwilligendiensten

Die Träger der Freiwilligendienste bereiten derzeit einen gemeinsamen, deutschlandweiten Internetauftritt vor. Initiiert durch die Arbeitsgruppe 3 des BBE, soll der »Wegweiser Freiwilligendienste« Interessenten aller Alterstufen eine Such- und Orientierungshilfe durch die Vielfalt der über 40.000 Freiwilligendienstplätze bieten. Die neue Plattform wird durch die Bielefelder Sozial AG entwickelt und mit dem »Bürgernetz« unter dem Dach des BBE verknüpft. Die Träger selbst pflegen und verantworten die interaktive Datenbank, unterstützt durch eine Servicestelle. Bereits im Mai soll unter www.freiwilligendienste.de eine Beta-Version freigeschaltet werden.

Weitere Infos unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_freiwilligendienste.pdf

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Tagung »Lebendige Bürgerkommune«

Hannover, 18./19. Januar 2008. Im Neuen Rathaus findet die Fachtagung »Mitmachen Mitgestalten Mitentscheiden Strategien für eine lebendige Bürgerkommune« statt. Ausgelotet werden sollen die Spielräume der Bürgerbeteiligung in den Kommunen. Praktiker aus den Kommunen und Engagierte diskutieren wie die Wege zu einer zukunftsfähigen Bürgerkommune aussehen können. Veranstaltet wird die Tagung vom BBE in Verbindung mit zahlreichen Kooperationspartnern.

Flyer der Fachtagung unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_buergerkommune.pdf

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Tagung in Loccum zu kooperativen Verfahren

Vom 6. – 8. Februar 2008 findet in der Evangelischen Akademie Loccum eine Tagung zur Weiterentwicklung kooperativer Verfahren in Politik, Unternehmen, Kirchengemeinden, Stadtentwicklung und Schulen statt. Ziel der Tagung ist es, neue Anwendungsfelder für Bürgerbeteiligung, Mediation, direkte Demokratie, öffentlich-private Kooperation und partizipative Konzepte zu finden und zu diskutieren. Kooperative Verfahren erbringen einen Gewinn, weil sie aus Betroffenen engagierte Akteure machen. Die Tagung richtet sich an Praktiker und Theoretiker, Entscheider und Berater.

Weitere Infos unter
http://www.procedere.org

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Seminar: Ehrenamt in der Gerichtsbarkeit

Am 9. Februar 2008 veranstaltet die Konrad Adenauer Stiftung im Bildungszentrum im Schloss Wendgräben das Seminar »Ehrenamt in der Gerichtsbarkeit«. Das Seminar soll grundlegende Aspekte der ehrenamtlichen Tätigkeit und deren Bedeutung in der modernen Strafrechtspflege darlegen und so interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Schöffin bzw. Schöffe erleichtern. Es richtet sich am Bürgerinnen und Bürger, die als Schöffinnen und Schöffen tätig werden wollen.

Weitere Infos und Anmeldeformular unter
http://b-b-e.de/uploads/media/nl01_kas.pdf
Kontakt
gisela.schadwinkel(at)kas.de

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Deutsch-Französisches Jugendwerk fördert Projekte

Noch bis zum 15. Februar 2008 können Anträge zur Projektförderung an das Deutsch-Französische-Jugendwerk (DFJW) gestellt werden. Diese Anträge können von Vereinen, Verbänden Organisationen und Institutionen gestellt werden und die Projekte sollen sich an Kinder und Jugendliche unter 30 Jahren richten. In den Projekten soll die Begegnung von Jugendlichen aus unterschiedlichen Milieus zu bestimmten Themen organisiert werden. Die ausgewählten Projekte werden mit bis zu 70 Prozent der Kosten gefördert.

Weitere Infos unter
http://www.dfjw.org

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Preisverleihung Förderpreis Aktive Bürgerschaft

Am 28. Februar 2008 wird der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Förderpreis Aktive Bürgerschaft in Berlin verliehen. Der diesjährige Preis geht an die Bürgerstiftungen in Münster, Weimar und in der Pfalz. Sie sind aus dem zehnten bundesweiten Wettbewerb als Sieger hervorgegangen. Seit 1998 zeichnet die Aktive Bürgerschaft gemeinnützige Initiativen aus, die aktiv Verantwortung für das kulturelle und soziale Leben vor Ort übernehmen.

Weitere Infos unter
http://www.foerderpreis-aktive-buergerschaft.de

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Ausschreibung: Deutscher Sozialpreis 2008

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. schreibt den »Deutschen Sozialpreis 2008« aus. Der Medienpreis der Freien Wohlfahrtspflege ist mit 15.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Journalisten aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen mit herausragenden Beiträgen zu sozialen Themen und den Problemen Not leidender und sozial benachteiligter Menschen in Deutschland. Einsendeschluss ist der 1. März 2008. Der Sozialpreis gehört zu den renommiertesten Journalistenpreisen in Deutschland.

Weitere Infos und Anmeldeformulare unter
http://www.bagfw.de.

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