Newsletter Nr. 6 vom 24.3.2005

Über 50 Projekte für generationsoffene Freiwilligendienste

Über 50 Projekte aus dem Bereich der neuen Freiwilligendienste werden in diesem Jahr von der Bundesregierung mit insgesamt zehn Millionen Euro gefördert. Noch vor Ostern sollen die Projekte starten, weitere sollen im Herbst und in den kommenden zwei Jahren folgen. Die zuständige Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, erwartet, dass die Förderung dazu beiträgt, eine »Kultur selbstverständlicher Freiwilligenarbeit« zu entwickeln. Angesprochen werden alle Altersgruppen, die sich freiwillig für die Gesellschaft engagieren wollen. Zielgruppen der neuen Freiwilligendienste sind besonders Junge, Alte, Behinderte und stark belastete Familien. Die 54 Projekte lassen sich folgenden Schwerpunkten zuordnen: benachteiligte Kinder, Jugendliche, Familien; neue Ansätze der Freiwilligenarbeit in Institutionen; Vernetzung und Qualitätsverbesserung in der Freiwilligenarbeit; gegenseitige Unterstützung der Generationen; International ausgerichtete Freiwilligendienste sowie Natur– und Umweltschutz.

Pressemitteilung des Ministeriums
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=26440.html

Liste der geförderten Projekte

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Kampagne für Jugendfreiwilligendienst gestartet

Eine Sympathiekampagne, die das Angebot der Jugendfreiwilligendienste bekannter machen soll, wurde Mitte März von den Bundesarbeitskreisen »Freiwilliges Soziales Jahr« (BAK FSJ) und »Freiwilliges Ökologisches Jahr« (BAK FÖJ) gestartet. Unterstützt wird die Kampagne »Jugendfreiwilligendienste hautnah – FÖJ und FSJ laden ein« unter anderem von Vertretern der Bundestagsfraktionen der Grünen und der SPD. Vor allem von Vertretern der Bundespolitik erhoffen sich die Veranstalter mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung für Jugendliche. In einer gemeinsamen Erklärung anlässlich der Kampagne fordern die beiden Sprecher der Arbeitskreise die Regierung auf, die Bedingungen für Freiwilligendienste in Deutschland zu verbessern. Die Kampagne kann mit einer Online-Unterschrift unterstützt werden.

Weitere Infos und Online-Unterschrift unter
http://www.jugendfreiwilligendienste.org

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Qualität internationaler Freiwilligendienste

Berlin-Wannsee, 2. und 3. Mai 2005. Mit dem Sinn und Zweck der verschiedenen Gütesiegel, Zertifikate und anderen Qualitätsmessmethoden im Bereich der internationalen Freiwilligendienste beschäftigt sich die Tagung »Qualität in internationalen Freiwilligendiensten«. Veranstalter sind der »Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee«, die »Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden« sowie die »Evangelische Akademie zu Berlin«.

Weitere Infos und Anmeldung unter
http://www.eaberlin.de

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Ratgeber zu Freiwilligendiensten erschienen

Ein umfassender Ratgeber zum Thema Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr und andere Freiwilligendienste in Deutschland ist im Verlag »interconnections« erschienen. »Freiwilligendienste in Deutschland« bietet neben Adressen und Programminfos auch Tätigkeitsberichte und Infos über Verdienst und Rahmenbedingungen.

Weitere Infos unter
http://www.info-freiwilligendienste.de/

Kontakt
mailto:buch(at)info-freiwilligendienste.de

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Schily: Mehr kooperative Modelle für Engagement

Vor einer Überbetonung des Marktes bei der Umgestaltung des Gemeinwesens und bei der Stärkung der Zivilgesellschaft hat Innenminister Otto Schily gewarnt. »Der Staat braucht die Impulse aus dem […] vorpolitischen und nicht profitorientierten Raum. Kunst, Kultur und Wissenschaft können und dürfen sich nicht den staatlichen Normen oder dem Renditeanspruch der Wirtschaft unterwerfen«, sagte Schily in einer Rede über die verfassungsrechtlichen Grundlagen des bürgerschaftlichen Engagements in Russland und Deutschland. Für das Engagement in einer aktiven Bürgergesellschaft seien die Bürger nicht durch Kosten-Nutzen-Rechnungen zu bewegen. Der Staat könne zivilgesellschaftliches Engagement besser fördern, wenn mehr kooperative Modelle der Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft erarbeitet würden.

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Expertenanhörung zur Informationsfreiheit

Die Koalitionspläne für ein »Informationsfreiheits-gesetz« (IFG) sind von mehreren Experten bei einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag begrüßt worden. Bemängelt wurde, dass im vorliegenden Gesetzesentwurf zu viele Ausnahmen vorgesehen seien. Auch das BBE begrüßt, dass mit dem Gesetzesentwurf eine Empfehlung der Enquete-Kommission »Bürgerschaftliches Engagement« umgesetzt wird und Bürgerinnen und Bürger in Zukunft bessere Zugangsrechte zu Informationen der Behörden erhalten können. Mit dem IFG werden Akteneinsichtsrechte von Bürgerinnen und Bürgern, Journalisten, Firmen und Organisationen in der Bundesverwaltung geregelt.

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Gesellschaft für Demokratiepädagogik gegründet

In Magdeburg ist die »Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik« (DeGeDe) gegründet worden. Die Gesellschaft will laut Satzungsentwurf die demokratische Alltagskultur fördern und richtet sich an Kinder, Jugendliche und Lehrer. Im »Magdeburger Manifest zur Demokratiepädagogik« werden zehn Punkte aufgeführt, die bei einer politischen Bildung zur Demokratie bedacht werden müssen. Dazu zählt eine starke Beteiligung der Betroffenen, eine gerechtigkeitsorientierte Entscheidungspraxis wie auch die Transparenz und Legitimität von Entscheidungen.

Weitere Infos unter
http://www.degede.de

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Schulprojekte für Integration ausgezeichnet

Die Heinrich-Zille-Grundschule aus Berlin hat den internationalen Grundschulwettbewerb »Engagement macht Schule« gewonnen. Gesucht waren interessante und praxistaugliche Projekte aus dem Bereich der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Mit seinem Konzept »Ohne Eltern läuft nichts«, das die Eltern stark in den Schulalltag einbezieht, überzeugte das Berliner Projekt unter den Bewerbern aus Deutschland, Dänemark, Österreich und den Niederlanden. Auch der zweite Platz ging nach Berlin: Die Jens-Nydahl-Grundschule am Kottbusser Tor wurde für ihre Vernetzung mit lokalen Vereinen und Organisationen ausgezeichnet. Den dritten Preis gewann das Kinderpressebüro der niederländischen Joop-Westerweelschool in Amsterdam - dort recherchieren Kinder ihre Lokalgeschichte. »Engagement macht Schule« wurde vom Bundesministerium des Innern zusammen mit der Europäischen Kommission initiiert.

Weitere Infos unter
http://www.engagement-macht-schule.de

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Tagung über vereinfachtes Zuwendungsrecht

Die Vereinfachung des Zuwendungsrechtes für Empfänger staatlicher Zuwendungen steht im Mittelpunkt der BBE-Tagung mit Vertretern des Bundesverwaltungsamtes (BVA) am 7. April 2005. Das BBE hatte im letzten Juli Vorschläge zur Entbürokratisierung für bürgerschaftliches Engagement erarbeitet und dabei auch das Zuwendungsrecht thematisiert. Die Tagung soll die bestehenden Spielräume bei der Anwendung geltenden Zuwendungsrechts deutlich machen. Für die Nutzung dieser Spielräume soll öffentlich auch von Seiten des Zuwendungsgebers geworben werden. Das BVA ist der Ansprechpartner des Bundes für zahlreiche Zuwendungsnehmer. Die Planungsvorbereitung liegt beim stellv. Sprecher der Projektgruppe 1 des BBE (»Rahmenbedingungen«).

Weitere Infos unter
http://www.bundesverwaltungsamt.de

Kontakt
mailto:lagnw(at)soziokultur.de

BBE-Entbürokratisierungsvorschläge (PDF, 17 Seiten, 126 KB)

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Initiative »Reform des Gemeinnützigkeitsrechts«

Das Gemeinnützigkeitsrecht soll überarbeitet werden. Grundlage dafür bietet eine Empfehlung der Enquete Kommission »Zukunft des Bürgerschaftliches Engagements«. Eine entsprechende Initiative wurde nun von der »Bucerius Law School« und dem Berliner »Maecenata Institut« gestartet. Das Gesetzeswerk soll durch die Überarbeitung vereinfacht, entschlackt und an EU-Recht angepasst werden. Als Teilnehmer der Initiative werden unter anderem Vertreter der Wissenschaft und der Dachverbände aus den Bereichen Sozial, Umwelt, Kultur und Sport angesprochen. Das BBE und der »Bundesverband Deutscher Stiftungen« beteiligen sich an der Vorbereitung der Reform. Das erste Treffen findet am 30. März statt.

Kontakt
mailto:schultz-liebisch(at)deutscher-verein.de

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Lokale »Bündnisse für Familie« verstärken

Bürgerschaftliches Engagement kann wesentlich zur Stärkung und strukturellen Nachhaltigkeit der »Lokalen Bündnisse für Familie« beitragen, die sich inzwischen an über 120 Orten gegründet haben. Das ist ein Ergebnis der Tagung »Lokale Bündnisse für Familie und Bürgerschaftliches Engagement«, die Mitte März im Berlin stattfand. Bisher greifen die Lokalen Bündnisse noch zu wenig auf die Potentiale des Bürgerschaftlichen Engagement zurück. Die Veranstaltung war eine Kooperation von BBE, »Deutschem Bundesjugendring«, »Deutschem Kulturrat«, »Deutschem Gewerkschaftsbund«, »Deutschem Sportbund« und dem Verein »Zukunftsforum Familie«. Eine Dokumentation der Tagung wird vom DGB erstellt und ist derzeit in Vorbereitung.

Die Dokumentation kann vorbestellt werden
mailto:ina.oschmann(at)dgb.de

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Ehrung für sozial engagierte Vereine

Der »Budo-Club Mühlheim« ist für sein einzigartiges Konzept zur Integration von Behinderten mit dem Preis »Sterne des Sports in Gold 2004« geehrt worden. Der Preis ist Teil der Kampagne »Sport tut Deutschland gut« des »Deutschen Sportbunds«. Geehrt werden Amateurvereine für ihr soziales und gesellschaftspolitisches Engagement.

Weitere Infos unter
http://www.sternedessports.de/

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Freiwilligenarbeit: Lernen von den Holländern

Niederlande, 13. Juni 2005. Eine Studienreise zu ausgewählten Projekten der Freiwilligenarbeit in den Niederlande bietet die Paritätische Akademie unter dem Titel »Freiwilligenmanagement in Holland« an. Besucht werden Orte zukunftsorientierter Freiwilligenarbeit aus den Bereichen Verband, Projekt, Freiwilligenzentrale und Weiterbildungseinrichtung zum Freiwilligenmanagement.

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Film über »Service Learning« in der Schule

Wie an Schulen Dienst am Gemeinwohl (»Service Learning«) angeboten wird, zeigt der Film »Service Learning: Demokratie lernen und Verantwortung übernehmen«, der als DVD bestellt werden kann. Der Film berichtet von drei Schulprojekten aus Mannheim und Reutlingen.

Weitere Infos und Bestellung unter
http://www.stadeg-film.com

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Material zur Engagementförderung in Umweltverbänden

Zwölf Broschüren zur besseren Organisation von Umweltgruppen und mit Tipps zur Finanzierung, Organisation und Mitarbeiterbetreuung in Vereinen, Projekten und Gruppen bietet der »Verein für ökologische Kommunikation« (oekom) unter dem Namen »aktiv.um« an.

Kostenloser Download als PDF unter
http://www.aktivum-online.de/

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Neue Website der AGJ zu Kinder- und Jugendhilfe

Einen erneuerten Internetauftritt hat die »Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe« (AGJ) freigeschaltet. Unter anderem werden jetzt monatlich wechselnde Themenschwerpunkte zu Fragen und Entwicklungen der Kinder –und Jugendhilfe in Deutschland angeboten.

Weitere Infos unter
http://www.agj.de/

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