Newsletter Nr. 3 vom 10.2.2005

Engagementförderung durch Politische Bildung

Politische Bildung versteht sich als kontinuierliche Förderin demokratischer Kultur. Sie motiviert zu bürgerschaftlichem Engagement, sie aktiviert zur Beteiligung, sie vermittelt Gestaltungskompetenzen und trägt so zur Förderung des Sozialkapitals in der Gesellschaft bei. Verantwortung und Engagement wird primär durch formale und inhaltliche Kompetenzen erlernt und vermittelt. Diese Formen von »civic education« fördern beispielsweise die Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung und bieten vielfältige Informationsmaterialien zu Themenfeldern des bürgerschaftlichen Engagements an. Sie führen Seminare und Fortbildungsveranstaltungen durch und fördern Tagungen und Projekte zur politischen Bildung. Vor diesem Hintergrund hält es die »Deutsche Vereinigung für politische Wissenschaften« für »fahrlässig«, dass die niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung Ende 2004 geschlossen worden ist (siehe BBE-Newsletter Nr. 24/2004).

Das gemeinsame Infoportal der Bundeszentrale und der Landeszentralen: http://www.politische-bildung.de

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Demokratieförderung in 200 Schulen

Mit dem Schulentwicklungsprogramm »Demokratie lernen & leben« soll die demokratische Handlungskompetenz gefördert und eine demokratische Schulkultur entwickelt werden. Das Projekt der »Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung« (BLK-Programm) hat eine Laufzeit von fünf Jahren (2002 bis 2007) und einen Etat von rund 13 Millionen Euro, die auf Projekte in rund 200 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen verteilt werden. Grundlage des Programms war ein Gutachten des »Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung« in Berlin und der »Friedrich-Schiller-Universität Jena« im Jahr 2001. Darin wird betont, das die Demokratieförderung in Schulen notwendig ist.

Weitere Infos unter
http://www.blk-demokratie.de

Demokratieerziehung und die Förderung des freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagements sind die Schwerpunkte des neuen Kapitels »Schule und Engagement« im Wegweiser Bürgergesellschaft. Dort werden die verschiedenen und vielfältigen inner- und außerschulischen Ansätze im Zusammenhang von »Bildung und Engagement« skizziert. Zahlreiche Links ermöglichen weiterführende Informationszugänge.

http://www.buergergesellschaft.de/engagementfoerderung/schule_engagement/index.php

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Aktionstage politische Bildung: Jetzt melden!

Auf der Website der »Bundeszentrale für politische Bildung« (bpb) können alle Termine eingetragen werden, die im Zusammenhang mit den »Aktionstagen politische Bildung« stehen. Die Aktionstage finden zwischen dem 5. und 15. Mai 2005 erstmals in Deutschland statt. Eine zentrale Kick-Off-Veranstaltung ist für Anfang Mai in Berlin geplant. Anlass ist das vom Europarat erklärte »European Year of Citizenship through Education«, das im Jahr 2005 begangen wird. Veranstaltungen, die den Aktionstagen zugeordnet werden sollen, können zunächst in den Internet-Terminkalender der bpb eingetragen werden. Die Daten werden dann auf den Websites der Veranstalter (bpb, Landeszentralen für politische Bildung, »Bundesausschuss politische Bildung«) und in einem Flyer dokumentiert und beworben.

Termine eintragen unter
http://www.bpb.de/veranstaltungskalender

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Lernen und Helfen mit »Service Learning«

»Durch Verantwortung lernen« ist eine mögliche Übersetzung des Begriffes »Service Learning«. Die Idee gehört in den USA schon länger zum Schul- und Studienalltag: Schüler und Studenten lernen durch aktive Beteiligung an sozialen, karitativen oder ökologischen Projekten für die Gemeinschaft. In einem Modellprojekt der »Freudenberg Stiftung« und der »Stiftung Mercator« wurden zehn Schulen über mehrere Monate gefördert, um Ansätze des Service Learnings in Deutschland zu erproben. Unter anderem bauten Schüler ein Mentorenprogramm für Migrantenkinder auf oder entwickelten Vorschläge zur ökologischen Rettung eines örtlichen Sees. Eine Auswertung des Modellprojekts und eine Einführung in die Idee des Service Learnings wurde im letzten September unter dem Titel »Service Learning: Verantwortung lernen in Schule und Gemeinde« veröffentlicht. Das Papier ist in der Schriftenreihe »Beiträge zur Demokratiepädagogik« des BLK-Programms »Demokratie lernen & leben« (siehe Meldung »Demokratieförderung in 200 Schulen«) erschienen.

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Antrag zur Unterstützung von »Soziale Stadt«

Eine Weiterentwicklung und Ausweitung des Programms »Soziale Stadt« haben die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag in einem Antrag gefordert (BT.-Drucksache 15/4660). Seit Dezember 2004 liegt ein Zwischenbericht des Projektes vor. Im Programm »Soziale Stadt« werden seit 1999 Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf unterstützt. Programme gibt es in 252 Städten und Gemeinden.

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Gütesiegel für ethisch vorbildliche Firmen

Die neu gegründete Initiative »Ethics in Business« vergibt ein Gütesiegel für soziales und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften im Mittelstand. Das Unternehmen, das in einem Benchmarkingvergleich am besten abschneidet, erhält zudem den »Deutschen Preis für Wirtschaftsethik«. Ausgezeichnet wird das ressourcenschonende und verantwortungsvolle Handeln als auch die Engagementförderung der Mitarbeiter von Unternehmen (»Corporate Social Responsibility«). Bis zum 10. April 2005 können sich Unternehmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern bewerben. Schirmherr des Projektes ist der ARD-Fernsehmoderator Ulrich Wickert. Projektpartner sind der »Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management« (B.A.U.M), der »Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland« (BUND), das »Deutsche Netzwerk für Wirtschaftsethik« (DNWE), die »Fairness-Stiftung« und die Umweltinitiative »Future«.

Weitere Infos unter
http://www.ethics.de

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Studie vergleicht EU-Jugendfreiwilligendienste

Wie können attraktive Bedingungen für gesellschaftliches Engagement von Jugendlichen geschaffen werden? Im Februar werden die Ergebnisse einer vergleichenden Studie zur Situation der Jugendfreiwilligendienste und ziviler Dienste in Europa veröffentlicht (siehe Newsletter 22/2004). Untersucht wurden die Rahmenbedingungen für solche Dienste in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Tschechien. In der Studie der »Association of Voluntary Service Organisations« (AVSO) werden Probleme bei der Umsetzung internationaler Programme identifiziert und Vorschläge zur Verbesserung gemacht (430 Seiten, englisch, ca. acht Euro). Die Projektgruppen »Freiwilligendienste« und »Europäische Zivilgesellschaft und ziviler Dialog« des BBE planen für Frühsommer eine Veranstaltung in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, auf der die Ergebnisse der Studie vorgestellt und diskutiert werden sollen.

Bestellung unter
http://www.edizioniplus.it

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Freiwilligenagenturen auf dem Prüfstand

Seit Januar überprüfen 35 von bundesweit 180 Freiwilligenagenturen ihre Arbeit mit einem Qualitätsmanagementsystem der »Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen« (bagfa). Das Qualitätsmanagement soll helfen, die Arbeitsabläufe in Freiwilligenagenturen für andere Organisationen sichtbar zu machen und die Qualität der Arbeit zu sichern. Im Dezember 2005 sollen die ersten Bewerber das Qualitätssiegel der bagfa erhalten. Ziel der Freiwilligenagenturen ist es, niedrigschwellige Zugänge in die Freiwilligenarbeit zu schaffen.

Weitere Infos unter
http://www.bagfa.de

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1-€-Jobs und Engagement: Workshop mit dem DGB

Die Auswirkungen der neuen Hartz IV-Regelungen auf die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sind Thema eines gemeinsamen Workshops des BBE und des »Deutschen Gewerkschaftsbundes« (DGB). Im Rahmen des Workshops »Arbeitsmarkt und dritter Sektor« (22. Februar in Berlin) präsentiert das BBE die ersten Ergebnisse einer Mitgliederbefragung. Die BBE-Mitglieder waren gebeten worden, die Auswirkungen der »Ein-Euro-Jobs« auf das bürgerschaftliche Engagement in den einzelnen Organisationen abzuschätzen. Der Workshop wird von der »Hans Böckler Stiftung« unterstützt.

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Mehr Geld für Public Sponsoring von Firmen

Der Bereich des Public Sponsoring - im Übergang vom klassischen Sponsoring zu Corporate Social Responsibility - wird in Deutschland immer wichtiger. Darin waren sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion im Rahmen der »Sponsor Visions 2005« in Hamburg einig. Unternehmen seien offen für Public Sponsoring, in diesem Bereich gebe es die größten Wachstumsraten. Dies bestätigen auch die Zahlen der neuen Studie zur Entwicklung des Sponsoring-Marktes in Deutschland von TNS Emnid und Ipsos. Von Seite des BBE nahm Dr. Frank Heuberger, Mitglied des Sprecherrats, an der Podiumsrunde teil.

Weitere Infos unter
http://www.pilot.de/research/sponsorvisions.php?content=sponsor_visions_2005

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Erfahrungsaustausch mit Bundesverwaltungsamt

Einen Erfahrungsaustausch zwischen dem »Bundesverwaltungsamt« (BVA) und seinen Mitgliedsorganisationen will das BBE initiieren. Ziel ist es, bürokratische Hemmnisse für bürgerschaftliches Engagement abzubauen und das Zuwendungsrecht zu vereinfachen und transparenter zu machen. Für viele Zuwendungsempfänger ist das BVA der erste Ansprechpartner. Bei Abrechnungen oder Zuwendungsbescheiden ist es in der Vergangenheit bei Mitgliedern zu Problemen und Irritationen gekommen. Das BBE möchte die Beteiligten zusammenführen, um einen wechselseitigen Austausch zu initiieren. Derzeit wendet sich das BBE an seine Mitgliedsorganisationen und prüft das Interesse an einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem BVA. Die Idee für diese Veranstaltung wurde in Gesprächen mit dem Bundesinnenministerium angestoßen.

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Dokumentation der CC-Tagung jetzt online

Die Dokumentation der Corporate-Citizenship-Tagung des BBE Ende September 2004 in Stuttgart ist jetzt online einsehbar. Bei der Veranstaltung »Wenn alle gewinnen – Wie Unternehmen Gesellschaft mitgestalten« ging es um die Frage, wie Corportate Citizenship zu einer nachhaltigen Investition werden kann. Zudem wurde diskutiert, wie Win-Win-Situationen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen entstehen können.
 

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Wie weiter mit Rechtsextremismus umgehen?

Bonn, 17. Februar 2005. Ein Fachgespräch »Zur Nachhaltigkeit von Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit« veranstaltet die »Friedrich-Ebert-Stiftung«. Ausgewählte Experten diskutieren, welche Art von Projekten nach Beendigung des bundesweiten Aktionsprogramms »Jugend für Toleranz und Demokratie« nötig sind und wie der künftige Einsatz von Mitteln abgestimmt werden kann. Moderiert wird die Tagung von Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE.

Weitere Infos unter
mailto:Albrecht.Koschuetzke(at)fes.de

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Projektatlas Integration 2004 veröffentlicht

Über 900 Maßnahmen zur Integration von Ausländern und Spätaussiedlern sind im Jahr 2004 vom Bund gefördert worden, der Gesamtetat betrug knapp 28 Millionen Euro. Das geht aus dem »Projektatlas 2004« des »Bundesamts für Migration und Flüchtlinge« hervor. Der Projektatlas listet die Projekte nach Bundesländern sortiert auf und enthält neben Angaben über Ort, Laufzeit und Träger auch eine Kurzbeschreibung der einzelnen Maßnahmen sowie die Kontaktadresse der jeweiligen Ansprechpartner.

Weitere Infos unter
http://www.bamf.de

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Gründung des »Bundesverbandes Regionalbewegung«

Feuchtwangen, 8. bis 10. April 2005. Zum zweiten Bundestreffen der Regionalbewegungen lädt das »Aktionsbündnis Tag der Regionen« ein. Auf der Veranstaltung soll zudem ein Festakt zur Gründung des »Bundesverbandes der Regionalbewegung« stattfinden. Ein Teil der Veranstaltung steht unter dem Motto »Aktive Bürgergesellschaft über die persönliche Rendite hinaus«. Ute Bertel, Mitglied des Sprecherrates des BBE, ist mit einem Implusreferat zum Thema »Wie müssen Bürgerschaft und Wirtschaften in der Region zusammenspielen?« beteiligt.

Weitere Infos unter
http://www.tag-der-regionen.de

 

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Publikation: NGOs im Dialog mit der EU

Zur Tagung »Interessenvertretung durch NGOs auf EU-Ebene« hat das »Institut für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen« an der »Bucerius Law School« einen gleichnamigen Tagungsband  herausgegeben. Die Broschüre beschreibt den Dialog zwischen Interessenvertretern, der Brüsseler Behörde und dem Europäischen Parlament und den rechtlich wenig geklärten Rahmen dieses Dialogs im europäischen Gesetzgebungsverfahren.

Weitere Infos unter
mailto:stiftungsrecht(at)law-school.de

 

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