Newsletter Nr. 2 vom 27.1.2005

Civitas-Förderanträge schnell einreichen

Die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus sind unter dem Dach des »Bündnisses für Toleranz und Demokratie - gegen Extremismus und Gewalt« zusammengefasst. Das wichtigste Aktionsprogramm ist »Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus«. Das Aktionsprogramm besteht aus den drei Teilprogrammen »Civitas«, »Entimon« und »Xenos«. Mit »Civitas« soll der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern bekämpft werden, die Mittel wurden von fünf auf neun Millionen Euro erhöht. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2005.

Weitere Infos zum Bündnis unter
http://www.buendnis-toleranz.de/

Weitere Infos zum Aktionsprogramm und den drei Teilprogrammen unter
http://www.bmfsfj.aktiv-gegen-hass.de/content/e38/index_ger.html

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BBE im Beirat

Das »Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt«, in dem über 1300 Initiativen organisiert sind, wird durch einen Beirat unterstützt. Für das BBE ist Professor Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrates, in das Gremium berufen worden.

Weitere Infos unter
http://www.buendnis-toleranz.de

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Kritik der Bundes-Förderprogramme

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat es eine größere Fülle von Initiativen gegen Rechtsextremismus gegeben, erklärt Prof. Roland Roth, Mitglied des Arbeitskreises »Bürgergesellschaft und aktivierender Staat« der Friedrich-Ebert-Stiftung und Autor einer Studie zu den Maßnahmen der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus (»Bürgernetzwerke gegen Rechts. Evaluierung von Aktionsprogrammen und Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit«). Die Studie hebt die zivilgesellschaftliche Orientierung der Programme hervor, kennzeichnet aber auch Schwächen und Probleme. So werden viele der Initiativen dem Bereich »Symbolpolitik« zugeordnet. Kritisiert wird, dass die Laufzeit der Förderprogramme durchweg zu kurz ist, um Änderungen bewirken zu können. Zudem plädieren die Autoren für konzeptionelle Verbesserungen.

In der öffentlichen Debatte nutzen Kritiker die Ergebnisse der Studie z.T. dazu, die Programme grundsätzlich in Frage zu stellen. Nach Auskunft der Autoren widerspricht dies ihrer Intention. Ihnen ging es darum, Schwachstellen in der Konstruktion der Programme aufzudecken und die im Prinzip sinnvollen Instrumente in ihrer Wirkung zu verbessern.

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Strategien gegen Rechtsextremismus gesucht

Drei neue Studien beschäftigen sich mit Vorschlägen zu einer möglichst effektiven Begegnung von rechtsextremen Tendenzen. Dabei stellen die Autoren drei Forderungen in den Mittelpunkt: Das Fernsehen müsse seine Berichterstattung ändern, Schulen müssten die Achtung der Menschenrechte vermitteln, und bei der Erziehung von Kindern sollten soziale und emotionale Kompetenzen früher gefördert werden. Die Studien der »Bertelsmann Stiftung« und des »Centrum für angewandte Politikforschung« sind das Ergebnis des Projekts »Strategien gegen Rechtsextremismus«.

Weitere Infos und Download der Studien unter
http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/4315_20778.jsp

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Initiativen durch Spendenkonzentration bedroht

Das große Spendenaufkommen für Südasien bedeutet, dass im Lauf des Jahres voraussichtlich weniger für andere Zwecke gespendet werden wird. Davon geht das »Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft« in Berlin aus. Beobachtungen über die letzten 15 Jahre zeigen, dass das Spendenaufkommen relativ stabil bei rund fünf Milliarden Euro pro Jahr liegt. Daran haben auch Wiedervereinigung, Professionalisierung des Fundraisings oder höhere Einkommen nichts geändert.

Weitere Infos unter
http://www.maecenata.de/

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Ranking der sozialsten Unternehmen: »BP« vorn

In einer vergleichenden Untersuchung des Manager Magazins wurde der Ölkonzern »BP« zum sozialsten Unternehmen Europas gekürt. BP ist Mitglied im BBE. Auch die Deutsche Telekom, Deutsche Post World Net, Henkel und BASF gehören zu den Top 10. Eine Jury bewertete auf Grundlage öffentlich zugänglichen Materials, wie die Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Zudem konnten die Unternehmen eigene Informationen zur Verfügung stellen. Bewertet wurden die Bereiche »Mitarbeiter«, »Gesellschaft«, »Umwelt«, »Finanzielle Stärke/Performance« sowie »Interne und externe Transparenz«.

Weitere Infos unter
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/csr/0,2828,337574,00.html

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EU-Konsultation zu Bürgerengagement

Die Vorbereitungen für die zweite Phase der EU-Konsultation zur Ausgestaltung der zukünftigen Förderung im Bereich bürgerschaftliches Engagement sind angelaufen. Am 3. und 4. Februar sollen interessierte Institutionen bei einem konsultativen Forum in Brüssel befragt werden. Die Konsultation soll dabei helfen, Grundzüge eines Förderprogramms für eine aktive europäische Bürgergesellschaft zu definieren. Das Programm soll im Jahr 2007 starten.

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Schulische Fördervereine in Berlin vernetzt

Die schulischen Fördervereine in Berlin haben einen Landesverband gegründet, der die Aktivitäten der vielen Fördervereine an Schulen unterstützen soll. Der »Landesverband Schulischer Fördervereine Berlin e.V.« (lsfb) wurde Anfang des Jahres 2004 von 20 Schulvereinen aus unterschiedlichen Berliner Bezirken gegründet. Inzwischen haben sich fast 100 Fördervereine aus Berlin dem lsfb angeschlossen. An jeder zweiten Schule in Berlin gibt es einen Förderverein. Im Rahmen der Tagung der Dachverbände der Schulfördervereine (29. und 30. April 2005 in Berlin) soll die Gründung eines Bundesverbandes diskutiert werden.

Weitere Infos unter
http://www.lsfb.de

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Entbürokratisierung Thema des Unterausschusses

Der Geschäftsführer des BBE begrüßt die Bestrebungen des Bundesministerium des Innern (BMI), sich am Bürokratieabbau für Engagierte zu beteiligen und durch konkrete Maßnahmen erste praktische Ergebnisse zu erzielen. Dr. Ansgar Klein berichtete in der Sitzung des Unterschusses »Bürgerschaftliches Engagement« über die Ergebnisse des Gesprächs mit dem BMI zum Thema »Förderung des bürgerschaftlichen Engagements durch Entbürokratisierung und verbesserte Bürgerbeteiligung«. Die Zusammenarbeit zwischen BBE und BMI gestalte sich künftig durch gemeinsame Informationsveranstaltungen, durch die Beteiligung des BMI an den BBE-Bund-Länder-Gesprächen und durch den Informationsaustausch untereinander.

Weiter Infos über die BBE-Geschäftstelle:
mailto:kontakt(at)b-b-e.de

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Organisationsentwicklung: Thema für Bürgerschaftliches Engagement

Vertreter von Organisationen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern trafen sich auf Initiative des BBE, des Dt. Sportbundes und der Hess. Landesehrenamtsagentur beim Workshop »Organisationsentwicklung – Neue Chancen für Bürgerschaftliches Engagement«. In offener Atmosphäre wurde über Organisationspraxis und -reform von Verbänden diskutiert. Die Berichte aus anderen Engagementfeldern dienten als Spiegel für die eigene Verbandsrealität. Die Teilnehmer vereinbarten, verstärkt zu kooperieren und gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen. Zudem wird erwogen, eine Hospitationsbörse einzurichten, die den Austausch intensivieren soll. Der Auftaktveranstaltung sollen weitere Treffen folgen, zur Durchführung hat sich das BBE bereit erklärt. Eine Dokumentation der Tagung wird vom Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS e.V.) erarbeitet.

Weiter Infos:
mailto:t.baur(at)deutscher-verein.de

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»Woche gegen Rassismus« ab 13. März 2005

13. und 20. März 2005: Veranstalter vor Ort können ab sofort die Informationsmaterialien bestellen, die der »Interkulturelle Rat« für die »Internationale Woche gegen Rassismus« zur Verfügung stellt.

Weitere Infos unter
http://www.interkultureller-rat.de/

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EU-Gelder für Antirassismus-Projekte

Die EU-Kommission sucht förderwürdige Projekte im Bereich Menschenrechte. Das Projekt trägt den Titel »Combating Racism & Xenophobia & Promoting the rights of Minorities«. Die Fördersummen betragen zwischen 150.000 und 500.000 Euro, insgesamt stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Unter anderem sollen Projekte unterstützt werden, die Rassismus dokumentieren, Opfern helfen oder durch Bildungsmaßnahmen Rassismus bekämpfen wollen. Anträge können bis 12. April 2005 eingereicht werden.

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Fonds fürs Ehrenamt

Der Fonds fürs Ehrenamt des »Deutschen Kinderhilfswerks« ist mit insgesamt 20.000 Euro pro Jahr dotiert. Freiwillig Engagierte, die sich für Kinder einsetzen, können durch bis zu 50 Stunden freiwillige Arbeit Geld erhalten für ein von ihnen benanntes Kinderprojekt. Angesprochen sind beispielsweise Elternvertreter, Betreuer von Freizeitaktivitäten, Hausaufgabenbetreuer oder Kindergartenhelfer. Über die Auswahl entscheidet das Los.

Weitere Infos unter
http://www.dkhw.de

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Datenbank der Freiwilligenagenturen

Aktuelle Informationen zu den bundesweit rund 180 Freiwilligenagenturen bietet die »Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen« (bagfa) auf ihrer Website. Nutzer können neben den Adressen auch Tätigkeitsfelder der Freiwilligenagenturen einsehen.

Weitere Infos unter
http://www.bagfa.de

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