Newsletter Nr. 1 vom 13.1.2005

Umfrage: Wie soll die EU Engagement fördern?

Eine Umfrage zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement in Europa hat die Europäische Kommission im Dezember 2004 im Internet gestartet. Die Online-Befragung soll dabei helfen, Grundzüge eines Förderprogramms für eine aktive europäische Bürgergesellschaft zu definieren. Das Programm soll im Jahr 2007 starten. Die Kommission erfragt beispielsweise, ob Städtepartnerschaften sinnvoll sind oder welche Zielgruppen gefördert werden sollten. Der Fragebogen kann bis zum 15. Februar ausgefüllt werden. In einem zweiten Schritt soll am 3. und 4. Februar ein konsultatives Forum stattfinden.

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Regeln für »Europäischen Freiwilligendienst«

Grundbedingungen für einen »Europäischen Freiwilligendienst« (EFD) haben 100 Freiwillige aus ganz Europa in der »Weimarer Erklärung« zusammengetragen. Unter anderem wird gefordert, dass EFD-Programme künftig voll von der EU finanziert werden und dass allgemeine Standards für die Dienste entwickelt werden sollen. Die Autoren der im September beschlossene Erklärung wollen die Formulierung der neuen Generation von EU-Programmen ab dem Jahr 2007 beeinflussen.

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Schneller Überblick über Netzwerke in Europa

Eines der Ziele des BBE ist es, die Vernetzung von bürgerschaftlich engagierten Gruppen über Grenzen hinweg zu fördern. Die BBE-Projektgruppe »Europäische Zivilgesellschaft und ziviler Dialog« hat ein Glossar europäischer Netzwerke erstellt, in dem einige der wichtigen Organisationen aufgelistet und beschrieben sind. In der Auflistung werden nationale Zusammenschlüsse ebenso bedacht wie EU-Netzwerke zur Demokratieentwicklung, zur Entwicklung von Freiwilligentätigkeit in Europa, wissens-, fach– und bereichsbezogene Netzwerke sowie EU-Organisationen und andere Institutionen. Die Liste wird ständig überarbeitet, Korrekturen und Neuigkeiten bittet die Projektgruppe der BBE-Geschäftsstelle mitzuteilen.

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Protest gegen EU-Dienstleistungsrichtlinie

Gegen die Einführung der neuen »EU-Dienstleistungs-richtlinie« wendet sich der Deutsche Kulturrat. Die Richtlinie zielt auf den Abbau von Hindernissen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen. Für den Bereich der Kultur fordert der Deutsche Kulturrat Ausnahmen, da Dienstleistungen des Bildungs- und Kulturbereiches, die audiovisuellen Medien und Dienstleistungen der Gebietskörperschaften nicht als Ware angesehen werden könnten. Zudem bestünde die Gefahr, dass geltende Qualitätsstandards in Zukunft unterlaufen würden. Das Europäische Parlament will sich mit der »Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Dienstleistungen im Binnenmarkt« im Frühjahr beschäftigen.

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Europäischer Austausch älterer Freiwilliger

Das Projekt »Teaming Up« in Trägerschaft der EURAG, Stadt Graz und unter Beteiligung von Städten und Trägerorganisationen hat in sieben europäischen Ländern seine Arbeit aufgenommen. Durch den Austausch ältere Freiwilligen im Rahmen von länderübergreifenden Städtepartnerschaften sollen Netzwerke zwischen den Regionen belebt werden. Ältere Menschen erhalten die Chance, sich nach dem Erwerbsleben zu engagieren. Von deutscher Seite beteiligen sich das Land Rheinland-Pfalz und das Land Hessen.

Ansprechpartnerin: Dr. Karin Stiehr,
ISIS Frankfurt am Main, Tel. 069-264865-0

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Mehr Engagement nach der Tsunami-Katastrophe?

Die Flutkatastrophe in Südasien hat in Deutschland zu einer Welle der Hilfsbereitschaft geführt. Über das Internet kamen Rekordsummen für die Bekämpfung der Katastrophe zusammen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) nennt auf ihren Internetseiten seriöse und gemeinnützige Spendenorganisationen.

Weitere Infos unter
http://www.dzi.de/seebeben.htm

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Umfrage: Deutsche schon vor Tsunami großzügig

Der im November 2004 veröffentlichte »Spendenmonitor« legt eine Analyse der Spenderstruktur in Deutschland vor. Demnach sind Westdeutsche über 50 Jahre die spendenfreudigste Bevölkerungsgruppe; jeder dritte Spender ist über 65 Jahre alt. Die Spender gaben in den letzten vier Jahren durchschnittlich 101 Euro. Die meisten Spenden flossen in den Bereich der Behinderten- und Krankenhilfe. Rund 4.000 Menschen wurden für den Spendenmonitor von »TNS Emnid« befragt.

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»eBay« für soziale Zwecke

Auf der neuen Internetseite ycare.de (»Wen kümmerts«?) können Organisationen ihre Projekte vorstellen und ihre Produkte zum Kauf oder zur Unterstützung anbieten. Die Plattform funktioniert ähnlich wie das Internet-Auktionshaus »eBay«. In einer Tabelle kann eingesehen werden, in wieweit der angegebene Finanzbedarf durch Spenden bereits gedeckt ist. Hingewiesen wird auf Projekte in den Bereichen Soziales, Frauen, Kinder, Senioren und Sport. Betreiber der Website ist die ycare AG aus Heidelberg.

Weitere Infos unter
http://www.ycare.de

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Soziale Verantwortung von Organisationen

Das BBE wird künftig im nationalen Arbeitsausschuss »Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen« des Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG) im Deutschen Institut für Normung (DIN) vertreten sein. Ziel ist die Erarbeitung einer ISO-Norm zu »Social Responsibility«. Das BBE wird der »Bank« der Nicht-Regierungsorganisationen zugerechnet. Dort sind auch BUND, amnesty international und der Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (Venro) präsent. Im Arbeitsausschuss sind auch Wirtschaft, öffentliche Hand, Gewerkschaften, Verbraucherorganisationen und Wissenschaft vertreten. Die Arbeit des Normungsausschusses soll bis 2008 abgeschlossen sein.

Weitere Infos unter
http://www.iso.org/sr
und http://www2.din.de/

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Organisationsentwicklung als Chance für Engagement

Frankfurt a/M., 19. und 20 Januar 2005. Einen Workshop über die Anforderungen einer engagementfördernden Organisationsentwicklung veranstaltet das BBE gemeinsam mit dem »Deutschen Sportbund« und der »Landesehrenamtsagentur Hessen«. An dem Erfahrungsaustausch nehmen zahlreiche Expertinnen und Experten aus den großen Verbandsbereichen des Bürgerschaftlichen Engagements teil. Interessierte Tagesgäste sind willkommen.

Weitere Infos
Kontakt unter Tel. 030-39494662

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BBE jetzt Mitglied im European Volunteer Centre

Seit dem 1. Januar 2005 ist das BBE Mitglied beim »European Volunteer Centre« (CEV). Das CEV ist eine Dachorganisation von 34 nationalen und regionalen Freiwilligenzentren in Europa. Ziel ist es, die Freiwilligenarbeit zu unterstützen und internationale Kooperationen auszubauen. Sitz der 1990 gegründeten Organisation ist Brüssel.

Weitere Infos unter
http://www.cev.be

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Bürgertelefon für Fragen zur Unfallversicherung

Für Fragen zu den Änderungen im Unfallschutz hat das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales ein Bürgertelefon eingerichtet. Ehrenamtliche Mitarbeiter, bürgerschaftlich Engagierte oder hauptamtlich Angestellte können sich Montag bis Donnerstag zwischen 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 0 18 05-99 66 05 beraten lassen (0,12 €/Min. aus dem deutschen Festnetz).

Weitere Infos und Info-Broschüre unter
http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/freiwilliges-engagement,did=22204.html

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Neuer Bericht über Ehrenamts-Aktivitäten

Die Initiative »für mich, für uns, für alle« hat ihren zweiten Ehrenamts-Bericht »Deutschland Aktiv« vorgelegt. Im Bericht werden aktuelle Trends des Engagements beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt auf dem generationenübergreifenden Dialog. Einer der drei Autoren ist der Vorsitzende des BBE-Sprecherrats Professor Thomas Olk.

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Kongress für lebendigere Bürgergesellschaft

Berlin, 15. Januar 2005. Neue Impulse für eine lebendigere Bürgergesellschaft in Berlin will der »Hauptstadtkongress. Die Berliner Bürgergesellschaft organisiert sich« geben. Der Kongress wird veranstaltet  von der »Initiative Hauptstadt Berlin«, »Hauptstadtunion«, »Bürgerkonvent«, »Liberales Netzwerk« und »Netzwerk 21«.

Weitere Infos und Programm unter
http://www.hauptstadtkongress-berlin.de

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Über die Macht der Bürger als Verbraucher

Berlin, 17. Januar 2005. Im »Wissenschaftszentrum Berlin« (WZB) beschäftigt sich eine Abendveranstaltung mit der Macht der Verbraucher. »Wenn aus Bürgern Verbraucher werden - Der Konsum als dritte Kraft und die Bedeutung der Verbraucherforschung« ist eine gemeinsame Veranstaltung des WZB, des »Verbraucherzentrale Bundesverbands« und des »Berliner Wissenschafts-Verlags«.

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Unterausschuss »Engagement« legt Programm vor

Die Termine und das Arbeitsprogramm des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« des Deutschen Bundestags ist im Internet veröffentlicht worden. Die Planung umfasst den Zeitraum von Januar 2005 bis Juni 2006.

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