Newsletter Nr. 3 vom 5.2.2004

Vorsitzender des Sprecherrats äußert sich zum Bericht der ›Impulse-Kommission‹

Vorsitzender des Sprecherrats äußert sich zum Bericht der ›Impulse-Kommission‹. Die Debatte um den Abschlussbericht der ›Impulse-Kommission‹ ist in vollem Gange. Der Vorsitzende des Sprecherrats des BBE, Prof. Dr. Thomas Olk, erklärt in einer Pressemitteilung: »Es ist erfreulich, dass sich die Kommission eindeutig gegen die Einführung eines sozialen Pflichtjahres äußert. Wie die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages ›Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements‹ setzen auch wir auf die Freiwilligkeit als zentrales Kriterium für Engagement. Obgleich die Debatte um ein Pflichtjahr durch die Vorstöße einiger Ministerpräsidenten neuen Aufschwung bekommen hat, ist dies nicht nur aus verfassungsrechtlichen Gründen der falsche Weg.«

Zur Pressemeldung (pdf, öffnet in neuem Fenster)
Das BBE erarbeitet derzeit zusammen mit den Mitgliedern der Projektgruppe »Freiwilligendienste« und dem Sprecherrat eine ausführliche Stellungnahme zum Bericht der Kommission, der mit den Mitgliedern des Netzwerkes abgestimmt wird. In der nächste Sitzung des Koordinierungsausschuss am 11. März soll die Stellungnahme des BBE beschlossen werden. Auf der Website des BBE werden die Stellungnahmen der Mitglieder des BBE gesammelt.

Zu den Stellungnahmen der Mitglieder

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Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Die Resonanz auf die vom BBE geplante ›Woche des bürgerschaftlichen Engagements‹ (25. September bis zum 2. Oktober 2004) ist groß. Inzwischen haben 90 Organisationen ihre Beteiligung angekündigt, laufend gehen neue Meldungen bei der Geschäftsstelle ein. Die geplanten Aktionen reichen von ›Tagen der offenen Tür‹, über ›Fachveranstaltungen‹ bis hin zu ›Freiwilligen- und Selbsthilfetagen‹. In fast allen Bundesländern sind bereits Aktivitäten geplant, die überwiegend eintägig und regional durchgeführt werden. Die Woche steht unter dem Motto »Engagement macht stark«, die zentrale Eröffnungsveranstaltung wird am 24. September in Berlin stattfinden. Die bundesweite Koordination der Woche liegt bei den Ad-hoc-Gruppen ›Öffentlichkeitsarbeit‹ und ›Aktionswoche‹ des BBE. Die Werbeagentur ConTeam erarbeitet derzeit Logovorschläge und einen Kampagnenentwurf . Ab April wird es auf der Homepage des BBE einen eigenen Bereich zur Aktionswoche geben, auf der die Mitglieder ihre geplanten Aktionen präsentieren und sich umfassend über den aktuellen Planungsstand informieren können.

Ansprechpartner:
Für die Öffentlichkeitsarbeit: Peter Hill (ZDF Berlin)
Für Planung und Koordination: Dr. Gerd Placke (bagfa)

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Zweiter Freiwilligensurvey startet

Im Frühjahr 2004 wird die repräsentative Bevölkerungsumfrage zum freiwilligen, ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland zum zweiten Mal durchgeführt. Untersucht werden die langfristigen Einstellungen der Bevölkerung gegenüber dem bürgerschaftlichen Engagement. Die aktuelle Befragung erweitert ihren Untersuchungsgegenstand um die Schwerpunkte organisatorische Rahmenbedingungen des Engagements und spezielle Engagementbereiche. Die Anzahl der befragten Bürgerinnen und Bürger in den »kleinen« Bundesländern wird erhöht, so dass auch ein länderspezifischer Vergleich des Engagements möglich sein wird. Im Herbst 2004 soll ein Kurzbericht mit ersten Ergebnissen vorliegen, für Mai 2005 ist der Anschlussbericht geplant.

Weitere Informationen über die Erhebung
Kontakt:
Dr. Gisela Jakob (Projektleitung), Projektbüro 2. Freiwilligensurvey
c/o Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Taubenstr. 42/43
10117 Berlin
Tel.: (0 30) 2 06 55-16 17

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Stifterverband verwaltet 1,4 Mrd. Euro

Der Stifterverband betreut mittlerweile 1,4 Mrd. Euro von über 350 gemeinnützigen Stiftungen. Allein im Jahr 2003 sind 105 Millionen Euro Stiftungskapital hinzugekommen. Im Stifterverband haben sich rund 3.000 Unternehmen, Unternehmensverbände und Privatpersonen zusammengeschlossen, um Wissenschaft, Forschung und Bildung voranzubringen. Für Förderprogramme in den Bereichen ›Hochschulreform‹ ,›Forschung‹ und ›Dialog‹ konnte der Verband zusätzlich 30 Mio. Euro Spendengelder aus der Wirtschaft einwerben. Anlässlich der konjunkturellen Situation nannte Bundespräsident Rau dies bei einem gemeinsamen Abendessens eine »erfreuliche Summe«. Schwerpunkte im Jahr 2004 sind das Thema ›Kompetitiver Föderalismus‹ und das Engagement für die Etablierung der neuen Studienabschlüsse Bachelor/Master.

www.stifterverband.de

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Projektgruppe Migration / Integration des BBE

Die Projektgruppe Migration / Integration des BBE arbeitet im Moment an folgenden Vorhaben: Die Arbeits- und Organisationsschwerpunkte der Mitglieder des BBE sollen ausgewertet und ihre Aktivitäten zur Einbindung und Engagementförderung von MigrantInnen zusammengestellt werden. Zurzeit erarbeitet die Projektgruppe das Konzept für eine schriftliche Befragung. Die Mitgliedsorganisationen des BBE werden in Kürze ein Schreiben der Projektgruppe erhalten, das genauere Informationen enthält. Die Beteiligung von Migrantenorganisationen und MigrantInnen in der Projektgruppe selbst sowie im BBE soll gestärkt werden: Bisher sind im Netzwerk keine Migrantenselbstorganisationen (MSO) vertreten. Die Projektgruppe erwägt die Durchführung eines Workshops, um die betreffenden Organisationen über die Arbeit des Netzwerks zu informieren und Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Das nächste Treffen der Projektgruppe Migration/Integration des BBE findet am 6. Februar 2004 in Köln statt.

Weitere Informationen zur Projektgruppe
Kontakt: Susanne Huth, Sprecherin der Projektgruppe

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Migrations- und Integrationspolitik im Fokus bürgerschaftlichen Engagements

Der vielleicht wichtigste Beitrag, den die Bürgergesellschaft zur Integration von MigrantInnen leisten kann, liegt in Anerkennungskultur statt Ausgrenzung. Diese Auffassung vertrat Marie-Luise Beck, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, bei der Sitzung des Arbeitskreises »Bürgergesellschaft und Aktivierender Staat« der Friedrich Ebert Stiftung am 12.12.2003. Nach Meinung von Susanne Huth, Sprecherin der Projektgruppe Migration und Integration des BBE geht es darum, das Engagement anerkennend zu würdigen und umfassende Partizipationsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten zu schaffen. Neben Frau Beck waren als Referenten geladen der Beauftragte für Aussiedlerfragen und Minderheiten, Jochen Welt, und der Vorsitzende des Bundesausländerbeirates, Memet Kilic.

Zum Arbeitskreis der Friedrich-Ebert-Stiftung
Zur Website der Integrationsbeauftragten
Zur Website des Aussiedlerbeauftragten
Zur Website des Bundesausländerbeirates

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Migrationsbericht 2003: Deutschland gleichermaßen Einwanderungs- und Auswanderungsland

Der Migrationsbericht 2003 bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Zu- und Abwanderung seit Beginn der neunziger Jahre. Schwerpunkt der Darstellung ist das Migrationsgeschehen in Deutschland in den Jahren 2001 und 2002. Marieluise Beck, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration erklärte bei der Vorstellung des Berichts: »Wer über Zuwanderung debattiert, sollte dies auf der Grundlage verlässlicher Daten und Fakten tun. Die aktuellen Migrationsdaten bieten keinen Anlass für aufgeregte Diskussionen. Die Fakten belegen zweierlei: Deutschland ist gleichermaßen Einwanderungs- und Auswanderungsland. Wir tun daher gut daran, uns den Herausforderungen und Chancen, die Migration mit sich bringt, zu stellen. Wir haben es mit einer hohen Mobilität von Ausländern wie Deutschen zu tun: Partnerschaften und Freundschaften über nationale Grenzen hinweg, Studienaufenthalte oder vorübergehende Auslandsbeschäftigungen wie Aupair-Mädchen oder Saisonarbeiter prägen das Migrationsgeschehen ebenso wie dauerhafte Einwanderung.«

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Neuerscheinung: Migranten sind aktiv

Über die Orte und Formen des gesellschaftlichen Engagements und der freiwilligen sozialen Aktivitäten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland ist wenig bekannt. Sie wurden lange Zeit als Gäste in Deutschland wahrgenommen und nicht als aktive Mitglieder unserer Gesellschaft. Ein flüchtiger Blick auf die Landschaft ehrenamtlicher Aktivitäten scheint die geringe Beteiligung von Migrantinnen und Migranten zu bestätigen: In vielen traditionellen Feldern, etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk und selbst bei den Wohlfahrtsverbänden, sind Migrantinnen und Migranten eher selten anzutreffen. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch: Migrantinnen und Migranten engagieren sich nicht weniger als Deutsche, sondern anders. Ihr Engagement reicht von Familien- und Nachbarschaftshilfe bis hin zu organisierter Selbsthilfe und Vereinsaktivitäten.

Die Broschüre ›Migranten sind aktiv‹ dokumentiert die Ergebnisse einer Fachtagung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Amtes der Integrationsbeauftragten. Die Broschüre kann per Fax (0 18 88-5 55-49 34) oder online beim Amt der Integrationsbeauftragten bestellt werden.

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Abschlussberichte: Bürgerschaftliches Engagement von MigrantInnen in Europa

Die Abschlussberichte des Austauschprogramms ›Migrant and Ethnic Minority Volunteering‹ (MEM-VOL) in sechs europäischen Ländern - Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich - liegen vor. Zusammengestellt sind Informationen und Förderansätze des bürgerschaftlichen Engagements von MigrantInnen in den beteiligten Ländern. Außerdem enthalten die Berichte Best Practice-Modelle im Rahmen von Migrantenselbstorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und NGOs. Grundlage der Bestandsaufnahme sind Recherchen in den jeweiligen Ländern und die Ergebnisse transnationaler Tagungen. MEM-VOL ist ein Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung, gefördert von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Berichte sind in deutscher, englischer und französischer Sprache unter http://www.mem-volunteering.net veröffentlicht. Ansprechpartnerin bei der Projektleitung INBAS-Sozialforschung GmbH, Frankfurt am Main ist Susanne Huth.

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Mitgliederportrait: Verband für interkulturelle Arbeit, VIA e.V.

Der Verband für interkulturelle Arbeit (bis 2000 Verband der Initiativgruppen in der Ausländerarbeit) ist ein Dachverband für Vereine, Gruppen und Initiativen in der Migranten- und Flüchtlingsarbeit. Ein Arbeitsschwerpunkt von VIA ist die Förderung von Demokratie und Selbstbestimmung durch pädagogische Arbeit mit ausländischen Kindern, Jugendlichen und Eltern. Daneben führt der Verband Projekte in den Bereichen Migrationssozialarbeit, Gesundheitsvorsorge, Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit auf regionaler, bundesweiter und EU-Ebene durch. Dem Verband gehören gegenwärtig bundesweit über 100 Mietgliedsorganisationen und ungefähr 100 Fördermitglieder an.

Vierteljährlich kommt das ›VIA-Magazin‹ heraus, das Hintergrundinformationen, wissenschaftliche Beiträge und Projektberichte zur Migrationsarbeit liefert. Der VIA ist u.a. Mitglied im DPWV und im europäischen Netzwerk gegen Rassismus ›ENAR‹ (www.enar-eu.org).

Interview mit Simone Wiegratz, Mitglied im Vorstand von VIA e.V.
Zur Website von VIA e.V.
Kontakt: Simone Wiegratz ist Mitglied des VIA-Bundesvorstandes, (arbeitet beim Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrum ARiC in Berlin (www.aric.de) und ENAR-Vorstandsmitglied.

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Europäische Kulturkonferenz

Wie, an welchen Orten und mit welchen Akteuren können Kunst und Kultur den Einigungsprozess Europas beeinflussen und zivilgesellschaftliches Engagement für Europa stärken? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der europäische Kulturkonferenz »Eurovisionen - vom kulturellen Netzwerk zur Politik« (29. – 30. April 2004 in Berlin), zu der mehr als 150 Vertreter kultureller Netzwerke und NGOs, Künstler, Intellektuelle, Kulturmittler und Kulturpolitiker aus den 25 EU-Ländern und dem Balkan zusammenkommen. Es soll ein Forum geschaffen werden, das die Leistungen, Möglichkeiten und Grenzen, aber auch die Forderungen der kulturellen Akteure an die Politik zur Sprache bringt. Veranstalter der Konferenz sind die Bundeszentrale für politische Bildung, die Robert Bosch Stiftung und das Goethe-Institut in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat.

Nähere Informationen bei Ulrike Hofmann-Steinmetz, Goethe-Institut, Hauptstadtbüro, Neue Schönhauser Str. 20, 10178 Berlin, Tel: (0 30) 25 90 64 70, Fax: (0 30) 25 90 65 65

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