BBE Europa-Nachrichten - Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 2 vom 4.3.2019

Descôtes: Die »neue Verantwortung Frankreichs und Deutschlands für Europa«
De Ridder, MdB: Verlieb dich in Frankreich!
Brantner, MdB: Starke Zivilgesellschaft für ein starkes Europa
Birkwald, MdB: Die rebellische Zivilgesellschaft
Jung, MdB: Neuer Aachener Vertrag und deutsch-französische Zivilgesellschaft
Wolter: Deutsche und französische Kommunen: Motor Europas!
Angrand/ Haag: Zivilgesellschaftliches Engagement kennt keine Grenzen
Mehdorn: Netzwerk der Deutsch-Französischen Gesellschaften
Europäisches Parlament beschließt mehr Lobbytransparenz
Europäisches Solidaritätskorps 2019
Europäisches Solidaritätskorps 2021-2027
Bürgerdialoge: Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission
Europäischer Ausschuss der Regionen: Stellungnahme zu Erasmus
EfBB-Nachfolgeprogramm: Erste Stellungnahmen der EU-Gremien
Europäisches Solidaritätskorps und DiscoverEU: Statistik
Huesmann/ Hierlemann: Reform der Europäischen Bürgerinitiative
»Nicht ohne Uns!«: Konferenz der Zivilgesellschaft zur Zukunft Europas
Bürgerdialog in Göttingen: »Europa vor der Wahl - Wir müssen reden!«
Europawahlpapier von EBD und Spitzenverbänden
»Civil Society Futures«: Britisch-deutscher Dialog
Europäische Partnerschaften entwickeln: Seminar der KS EfBB
Einstieg ins Projektmanagement im Programm EfBB
Gesamteuropäisches Seniorentheater-Festival in Esslingen
Europa der Vielen: Aktionen am 19. Mai 2019
Preis Frauen Europas 2019: Vorschläge gesucht
Freiwilligenjahr mit deutscher UNESCO-Kommission
Weimarer-Dreieck-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement
»Friedensprojekt Europa!? Die Bedeutung der EU-Wahl für eine weltweite nachhaltige Entwicklung«: Veranstaltung mit Spitzenkandidat*innen
3. European Civic Academy
Democracy Alive Festival auf Texel, Niederlande
Hinweis

Descôtes: Die »neue Verantwortung Frankreichs und Deutschlands für Europa«

Worin besteht die neue Verantwortung Frankreichs und Deutschland in Europa? Das ist das Thema des Beitrages von Anne-Marie Descôtes, seit Juni 2017 außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland. Anhand der Bestimmungen des Aachener Vertrages zeigt sie dabei auch die besondere Rolle der Zivilgesellschaft auf. Regierungen, Zivilgesellschaft und Bürger*innen können nur gemeinsam die vielfältigen Herausforderungen der heutigen Zeit bestehen. Dafür tragen Deutschland und Frankreich eine besondere Verantwortung, wie es Präsident Macron am 27. Februar 2019 in Paris sagte: »Die deutsch-französische Partnerschaft ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass die Europäische Union vorankommt«.

Beitrag von Anne-Marie Descôtes (HTML)

Beitrag von Anne-Marie Descôtes (PDF, 612 KB)

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De Ridder, MdB: Verlieb dich in Frankreich!

Die vielfältigen Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich seit dem Elysée-Vertrag stehen im Zentrum des Beitrages von Dr. Daniela De Ridder, Mitglied der SPD-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses sowie stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses »Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln« im Deutschen Bundestag. De Ridder zeigt den besonderen Wert der entstandenen vielfältigen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich und die Bedeutung einer aktiven Zivilgesellschaft. Das deutsch-französische Verhältnis reicht weit über kooperatives Regierungshandeln hinaus und kann sich nur so gegenüber aktuellen Herausforderungen in der Zukunft als wichtiger Akteur in Europa bewähren: »Im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung müssen Deutschland und Frankreich nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und kulturell noch enger zusammenarbeiten«.

Beitrag von Dr. Daniela de Ridder, MdB (HTML)

Beitrag von Dr. Daniela de Ridder, MdB (PDF, 651 KB)

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Brantner, MdB: Starke Zivilgesellschaft für ein starkes Europa

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft in und für Europa steht im Zentrum des Beitrages von Franziska Brantner, MdB, europapolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Sie greift dabei zurück auf ihre Erfahrungen in der deutsch-französischen Grenzregion bei der Vorbereitung des neuen deutsch-französischen Vertrages. Zugleich weist sie auf neue Herausforderungen für die Zivilgesellschaft und die notwendige Unterstützung durch die EU hin. Ihr Fazit: »Wer eine starke EU will, braucht eine starke europäische Zivilgesellschaft. Dafür ist das deutsch-französische bürgerschaftliche Engagement eine wichtige Basis«.

Beitrag von Dr. Franziska Brantner, MdB (HTML)

Beitrag von Dr. Franziska Brantner, MdB (PDF, 631 KB)

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Birkwald, MdB: Die rebellische Zivilgesellschaft

Das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Staat in Frankreich erörtert Matthias W. Birkwald, Mitglied und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag. Ausgehend von aktuellen Protesten interpretiert er die Situation in Frankreich. Sie ist geprägt von staatlichen Institutionen, die die Definition des Gemeinwohls für sich reklamieren und die gesellschaftlichen Zwischeninstanzen aus der Zivilgesellschaft dabei nicht anerkennen. So produzieren sie Gewalt produzieren: »Hier kommt eine der schwerwiegendsten Schwächen des politischen Systems Frankreichs hinsichtlich der Stellung seiner gesellschaftlichen Zwischeninstanzen abermals zum Ausdruck: Es lässt den Bürgerinnen und Bürgern oft nur die Wahl zwischen einer Politik der sehr kleinen Schritte und der Gewalt der Straße; ein recht begrenzter Möglichkeitsraum für eine friedliche Veränderung.«

Beitrag von Matthias W. Birkwald, MdB (HTML)

Beitrag von Matthias W. Birkwald, MdB (PDF, 649 KB)

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Jung, MdB: Neuer Aachener Vertrag und deutsch-französische Zivilgesellschaft

Die Stärkung der deutsch-französischen Zivilgesellschaft durch den neuen Aachner Vertrag steht im Mittelpunkt der Ausführungen von Andreas Jung, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe. Dabei skizziert er die Rolle, die seit dem zweiten Weltkriege zivilgesellschaftliche Aktivitäten beim Annäherungsprozess von Deutschland und Frankreich gespielt haben, die Städtepartnerschaften, die Deutsch-Französischen Gesellschaften und Jugendaustausche. Der am 22. Januar 2019 unterzeichnete Aachener Vertrag will die deutsch-französischen Beziehungen an die Herausforderungen unserer Zeit anpassen, wobei der Zivilgesellschaft und dem bürgerschaftlichen Engagement eine wichtige Rolle zukommt. Eine Reihe von Maßnahmen sind auf eine Stärkung vorhandener oder neuer zivilgesellschaftlicher Aktivitäten ausgerichtet, angefangen bei der Stärkung von Jugendaustausch und digitalen Formaten bis hin zu Städtepartnerschaften und Bürgerfonds, denn: »Der politische Wille sowie der persönliche Austausch, das bürgerschaftliche Engagement und dichte zivilgesellschaftliche Netzwerke sind der Schlüssel für die erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit.«

Beitrag von Andreas Jung, MdB (HTML)

Beitrag von Andreas Jung, MdB (PDF, 622 KB)

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Wolter: Deutsche und französische Kommunen: Motor Europas!

Die Zusammenarbeit von deutschen und französischen Kommunen als Motor für die Einheit Europas ist Thema des Beitrages von Andreas Wolter, Bürgermeister der Stadt Köln und Vorsitzender des Deutsch-Französischen Ausschusses (DFA) des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE). Wolter stellt als eine zentrale gewachsene Komponente die gut 2200 deutsch-französischen Städtepartnerschaften heraus und weist auf die besondere Rolle der ehrenamtlich engagierten Bürger*innen, Lehrer*innen und Trainer*innen in den Fördervereinen dieser Partnerschaften hin. Ebenso diskutiert er Herausforderungen wie etwa das Thema der Nachwuchsgewinnung für diese Vereine oder dem manifest rückläufigen Erwerb der französischen Sprache in den Schulen. In den Bürgerfonds, die im Aachener Vertrag vereinbart wurden, sieht er einen guten, allerdings um weitere Aktivitäten aus den Kommunen und der Zivilgesellschaft zu ergänzenden Lösungsansatz: »Ob bei zivilgesellschaftlichem Engagement, in Politik, Wissenschaft oder Wirtschaft, ob in Behörden oder Kultureinrichtungen: Wir, die kommunale Ebene, vernetzen uns von Bulgarien bis Lettland, von Helsinki bis Valletta, um gemeinsame Lösungen für Probleme zu finden, die kein Staat mehr allein bewältigen kann.«

Beitrag von Andreas Wolter (HTML)

Beitrag von Andreas Wolter (PDF, 643 KB)

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Angrand/ Haag: Zivilgesellschaftliches Engagement kennt keine Grenzen

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) als Akteur aus und für die Zivilgesellschaft steht im Zentrum des Beitrages von Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), und Johanna Haag, ebenda Pressereferentin. Dabei skizzieren sie nicht nur die Bedeutung der gut 320.000 Programme, die das DFJW seit seiner Gründung ermöglicht und realisiert hat, sondern sie zeigen zugleich, wie sie die deutsch-französischen Erfahrungen europäisieren, denn: »Jugendaustausch ist Demokratieerziehung, er kann einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen Nationalismus und Populismus leisten.«

Beitrag von Béatrice Angrand und Johanna Haag (HTML)

Beitrag von Béatrice Angrand und Johanna Haag (PDF, 632 KB)

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Mehdorn: Netzwerk der Deutsch-Französischen Gesellschaften

Das Netzwerk der Deutsch-Französischen Gesellschaften (VDFG für Europa e.V.) stellt Dr. Margarete Mehdorn, Präsidentin des Netzwerks, vor. Sie berichtet über die Geschichte und die Vorläufer der deutsch-französischen Gesellschaften und über den Weg zur Gründung entsprechender Zusammenschlüsse und Netzwerke in Deutschland wie Frankreich. Die VDFG für Europa e.V. hat heute knapp 150 Mitglieder in Deutschland. Die französische Schwesterorganisation FAFA pour l’Europe vereint ca. 200 lokale Vereine in Frankreich. Mehdorn stellt die Ziele, das Leitbild und konkrete Projekte der VDFG vor. So ist der 64. Kongress vom 13. bis 15. September 2019 in Halle/Saale in Vorbereitung, der angesichts von Globalisierung und Migration die Bedeutung des Aachener Vertrags in den Mittelpunkt stellen wird. Als eine Herausforderung für die deutsch-französische Zukunft bilanziert sie: »Es wird im 21. Jahrhundert nun darauf ankommen, dass wir unsere Motivation für das deutsch-französische Engagement als Beitrag zum großen Friedenswerk Europa plausibel und nachvollziehbar an Jüngere weitergeben können, um dieses Engagement zukunftsfähig zu machen.«

Beitrag von Dr. Margarete Mehdorn (HTML) 

Beitrag von Dr. Margarete Mehdorn (PDF, 677 KB)

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Europäisches Parlament beschließt mehr Lobbytransparenz

Am 31. Januar 2019 hat das Europäische Parlament in einer geheimen Abstimmung eine klare Lobbytransparenz in seiner Geschäftsordnung verankert. An neuen Parlamentsbeschlüssen mitwirkende Europaabgeordnete müssen ihre Treffen mit Lobbyisten öffentlich auflisten (Legislativer Fußabdruck). Mit 380 Ja-Stimmen und 224 Nein-Stimmen bei 26 Enthaltungen wurde die benötigte Stimmenzahl von 376 Ja-Stimmen knapp erreicht. 

Sven Giegold, MdEP: »Bahnbrechender Erfolg für Lobbytransparenz: Europaparlament beschließt Klarheit über Einfluss von Lobbyisten auf Gesetze« 

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Europäisches Solidaritätskorps 2019

Seit dem 5. Februar 2019 können Anträge im Rahmen des Programms Europäisches Solidaritätskorps gestellt werden. Zur Verfügung stehen für diese Antragsphase 89 Millionen Euro.

Weitere Informationen

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Europäisches Solidaritätskorps 2021-2027

Am 4. Februar 2019 stimmte der Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments der Vorlage zum Programm des Europäischen Solidaritätskorps für die Laufzeit 2021-2027 zu. Das Programmvolumen beträgt 1,26 Milliarden Euro. Neben Freiwilligenarbeit umfasst es auch Traineeships, Ausbildungen und Jobs, soweit sie sich auf den sozialen Zusammenhalt beziehen. Zusätzliche Förderungen stehen für besondere Zielgruppen zur Verfügung, um das Programm inklusiver zu gestalten.

Weitere Informationen 

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Bürgerdialoge: Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission

Am 11. Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Fortschrittsbericht zu den über 1260 Bürgerdialogen, die seit 2015 europaweit stattgefunden haben. Dargestellt werden die unterschiedlichen Online- und Offlineformate dieser Dialoge, die Verteilung in den einzelnen Ländern, die Beteiligung hochrangiger Kommissar*innen und Politiker*innen, sich wiederholende Themen und weitere Dimensionen. So erfährt man etwa, dass bei Bürgerdialogen, die als Online-Konsultationen stattfanden, über 22.000 Bürger*innen aus Frankreich und fast 8000 aus Ungarn teilnahmen, aber nur 4000 aus Italien und 300 aus Dänemark. Der Fortschrittsbericht diente den EU-Staats- und Regierungschefs als Diskussionsgrundlage beim Europäischen Rat am 13. und 14. Dezember 2018.

Fortschrittbericht Bürgerdialoge 

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Europäischer Ausschuss der Regionen: Stellungnahme zu Erasmus

Am 6. und 7. Februar 2019 hat der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) auf seiner 133. Sitzung eine Stellungnahme zum Vorschlag der Europäischen Kommission zum neuen Programm »Erasmus – Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport« beschlossen (Drucksache SEDEC-VI/043). So wird die Verdopplung des vorgesehenen Budgets begrüßt, allerdings auch kritisiert, dass damit die Zahl der Nutznießer*innen verdreifacht werden soll – zumal, wenn zugleich die soziale Inklusivität erhöht werden soll. Ebenso wird die Verkürzung von Erasmus+ auf Erasmus bedauert sowie angeregt, über die Auslobung eines »Europäischen Betriebs« nachzudenken.

Stellungnahme des Europäischen Ausschuss der Regionen (PDF, 301 KB)

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EfBB-Nachfolgeprogramm: Erste Stellungnahmen der EU-Gremien

Am 17. Januar 2019 hat das Europäische Parlament im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens den Vorschlag der EU-Kommission von Mai 2018 zum Nachfolgeprogramm von Europa für Bürgerinnen und Bürger (EfBB) mit einigen Korrekturvorschlägen in der ersten Lesung angenommen. Die wichtigsten Änderungsvorschläge betreffen die Erhöhung des Budgets und die Aufnahme eines neuen Förderbereichs »Unionswerte«. Im Dezember 2018 hatte sich auch der Rat der Europäischen Union zu dem Kommissionsvorschlag positioniert. Damit wurden seitens der EU-Gremien die ersten wichtigen Schritte unternommen, um das EfBB-Nachfolgeprogramm als Teil eines größeren Programms »Rechte und Werte« zu verhandeln.

Weitere Informationen (PDF, 635 KB) 

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Europäisches Solidaritätskorps und DiscoverEU: Statistik

Die Jahresstatistik der Beratungsarbeit von Eurodesk Deutschland offenbart ein großes Interesse bei jungen Menschen am Europäischen Solidaritätskorps sowie an der EU-Initiative DiscoverEU. Eurodesk Deutschland und seine regionalen Servicestellen haben 2018 über 58.000 Jugendliche, Eltern, Multiplikator*innen sowie Trägerorganisationen beraten und über Mobilitätschancen und Fördermöglichkeiten informiert. Fast ein Drittel der Beratungen drehte sich dabei um das Europäische Solidaritätskorps.

Beratungsstatistik 2018 von Eurodesk Deutschland (PDF, 411 KB)

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Huesmann/ Hierlemann: Reform der Europäischen Bürgerinitiative

Die Reform der Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist Thema des Beitrages von Dr. Christian Huesmann, Project Manager im Programm »Zukunft der Demokratie« der Bertelsmann Stiftung, und Dr. Dominik Hierlemann, Senior Expert und Leitung des Projekts »Demokratie und Partizipation in Europa« bei der Bertelsmann Stiftung. Sie stellen die Probleme der EBI dar, die sich in den vergangenen 7 Jahren gezeigt haben und diskutieren den eingeschlagenen Reformweg der Europäischen Institutionen. Ihr Fazit: »Die Debatte über ein partizipativeres Europa hat gerade erst begonnen. Nicht nur die Bürgerinitiative, auch die EU hat ihr demokratisches Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft«.

Beitrag von Dr. Christian Huesmann und Dr. Dominik Hierlemann (HTML) 

Beitrag von Dr. Christian Huesmann und Dr. Dominik Hierlemann (PDF, 654 KB)

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»Nicht ohne Uns!«: Konferenz der Zivilgesellschaft zur Zukunft Europas

Am 21. und 22. März 2019 lädt das BBE gemeinsam mit einer Vielzahl an Netzwerken und Initiativen zur Konferenz der Zivilgesellschaft zur Zukunft Europas unter dem Titel »Nicht ohne Uns!« ins Rote Rathaus Berlin ein. Zwei Monate vor der Europawahl findet ein großer Marktplatz der Zivilgesellschaft zum Austausch und der gemeinsamen Aktionsplanung statt. Im Mittelpunkt steht ein Appell mit gemeinsamen Forderungen der europäischen Zivilgesellschaft an die Institutionen der EU und die Regierungen der Mitgliedstaaten.

Programm und Anmeldung 

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Bürgerdialog in Göttingen: »Europa vor der Wahl - Wir müssen reden!«

Unter dem Motto »Europa vor der Wahl – Wir müssen reden!« laden die überparteiliche Europa-Union Deutschland gemeinsam mit Partnern – u.a. auch das BBE – zum nächsten Bürgerdialog am 14. März ab 18 Uhr ins Junge Theater Göttingen ein. Mit der Europawahl im Mai 2019 werden die Weichen für die weitere Entwicklung der EU gestellt. Dabei sind wir Bürger*innen gefragt: In was für einem Europa wollen wir leben? Welchen Nutzen wünschen wir uns von Europa für uns persönlich, für Göttingen und für Niedersachsen? Treten Sie in direkten Austausch mit Expert*innen und politischen Entscheidungsträgern und bringen Sie Ihre Anliegen und Erwartungen in die europäische Zukunftsdiskussion ein. Geplant ist zudem Bürgerdialog in Lutherstadt Wittenberg am 30. März 2019, 13 Uhr. Anmeldung und Programm folgt in Kürze.

Anmeldung zum Bürgerdialog in Göttingen  

Programm (PDF, 615 KB)

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Europawahlpapier von EBD und Spitzenverbänden

Am 26. Februar 2019 hat die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) gemeinsam mit 20 Spitzenverbänden aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Jugend, Umwelt- und Verbraucherschutz und aus der Bürgerschaft aus ihrem Netzwerk ein Europawahlpapier veröffentlicht: »Mehr Europawahlkampf auf allen gesellschaftlichen Ebenen«. Das Papier fordert die Stärkung grundlegender demokratischer Werte auf europäischer Ebene wie das Spitzenkandidatenprinzip und einen besseren Zugang zu Informationen, weniger Propaganda und mehr Aufklärung, weniger Raum für europaskeptische Argumente und mehr proeuropäische Gesichter und Arenen, etwa in öffentlich-rechtlichen Medien. Ebenso wird mehr Transparenz in der europäischen Rechtsprechung gefordert, damit sich Bürgerinnen und Bürger in den europapolitischen Prozessen wiederfinden können und sie nicht als fern oder zu kompliziert wahrnehmen.

Europawahlpapier (PDF, 137 KB)

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»Civil Society Futures«: Britisch-deutscher Dialog

Welche Rolle spielt Zivilgesellschaft bei der Bewältigung der großen Herausforderungen und Veränderungen in der Gesellschaft? Wie kann die zivilgesellschaftliche Beziehung zwischen Großbritannien und Deutschland nach dem Brexit gerettet und gefördert werden? Diese Fragen stehen im Fokus des britisch-deutschen Dialogs, den die Maecenata Stiftung, die Deutsch-Britische Gesellschaft und das BBE am 3. April 2019 um 18 Uhr in der Maecenata Stiftung veranstalten. Julia Unwin, Expertin aus Großbritannien und Vorsitzende von »Civil Society Futures«, stellt die Ergebnisse der zweijährigen Untersuchung über die Zukunft der Zivilgesellschaft in England vor – eine Untersuchung, die mehr als 3.000 Menschen in Hunderten von Workshops, Veranstaltungen, Blogs und akademischer Forschung in die Debatte über die Zivilgesellschaft und ihre Zukunftshoffnungen einbezogen hat. Anschließend diskutiert sie auf dem Podium mit Dr. Rupert Graf Strachwitz, Leiter des Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft und Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft, und mit Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Anmeldung per E-Mail bis zum 1. April 2019: sh(at)maecenata.eu

Einladung als PDF herunterladen (PDF, 185 KB)

Weitere Informationen zur Untersuchung 

Forschungsbericht 

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Europäische Partnerschaften entwickeln: Seminar der KS EfBB

Am 8. April 2019 führt die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (KS EfBB) in Bonn ein Tagesseminar für Kommunalverantwortliche und Ehrenamtliche durch. Dabei geht es um die Entwicklung europäischer Partnerschaften. Es sollen im Seminar gemeinsam Strategien erarbeitet werden, wie die Arbeit der Partnerschaftsvereine und Kommunen im Bereich der Städtepartnerschaften gestärkt werden kann. Dabei stehen Finanzierungsfragen, die Mobilisierung von jungen Menschen für die Städtepartnerschaftsarbeit und die Möglichkeit zum Austausch von kommunalen Vertreter*innen und Ehrenamtlichen im Mittelpunkt. Ebenfalls geht es um den Beitrag, den dabei das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« leisten kann und darum, wie ein erfolgversprechender Antrag aussehen muss. Der Teilnahmebeitrag beträgt inkl. Seminarunterlagen und Verpflegung 25,00 Euro.

Weitere Informationen zum Seminar 

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Einstieg ins Projektmanagement im Programm EfBB

Am 9. April 2019 führt die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (KS EfBB) in Bonn ein Training für Kommunalverantwortliche und Ehrenamtliche durch. Es soll einen Einstieg ins Projektmanagement für europäische Projekte erleichtern und den Teilnehmer*innen das hierfür nötige Werkzeug an die Hand geben. Die Teilnehmer*innen lernen praxiserprobte Instrumente aus durchgeführten EfBB-Projekten kennen, die sie in allen Phasen des Projektzyklus und für die Arbeit mit europäischen Partnern nutzen können. Außerdem haben die Teilnehmer*innen in Arbeitsgruppen die Gelegenheit, ihre Projektideen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Dabei werden sie von erfahrenen Projektkoordinator*innen und den Berater*innen der Kontaktstelle begleitet. Der Teilnahmebeitrag beträgt inkl. Seminarunterlagen und Verpflegung 25,00 Euro.

Weitere Informationen zum Training  

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Gesamteuropäisches Seniorentheater-Festival in Esslingen

Unter dem Titel »stAGE! - Europa ›bühnenreif‹ entdecken!« findet vom 16. bis zum 19. Mai 2019 das erste »Gesamteuropäische Seniorentheater-Festival stAGE!« Ensembles aus Dänemark, Deutschland, Estland, Georgien, Griechenland und der Schweiz führen ihre Stücke auf. Neben Theater(Kunst) gibt es Publikumsgespräche, Workshops, szenisches Speed-Dating, Fortbildungen, öffentliche Aktionen und manches mehr. Veranstalter ist der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) mit seinem Bundesarbeitskreis »Seniorentheater« in Kooperation mit der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB), dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg (LABW), dem Kulturzentrum Dieselstrasse, dem CentralTheater Esslingen, dem Centre of Competence for Theatre (CCT) der Universität Leipzig und weiteren Partnern.

Ticketverkauf ab Mitte Februar 2019: Württembergische Landesbühne Esslingen (WLB) 

Weitere Informationen zum Festival und zum Seniorentheater beim Bund Deutscher Amateurtheater 

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Europa der Vielen: Aktionen am 19. Mai 2019

Mit der »Berliner Erklärung der Vielen« wendeten sich am 9. November 2018 in der Kunst und Kultur Aktive gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Angriffe gegen Kunst und Kultur in Deutschland: »Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.« Die Unterzeichnenden kommen aus staatlichen, wirtschaftlichen wie zivilgesellschaftlichen Kultureinrichtungen, aus Kunstinstitutionen, Theatern, Museen sowie ihren Interessensvertretungen und Verbänden. Entsprechende Erklärungen gab es sofort ebenso als Hamburger, Dresdener, NRW-Erklärungen etc. mit den dort in Kunst und Kultur aktiven Personen und Institutionen. Mittlerweile reicht diese Bewegung von Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Celle, Frankfurt am Main, Halle, Lüneburg, Mannheim, Mecklenburg-Vorpommern, Oldenburg, Region Nordwest, Rostock, Schleswig-Holstein bis nach Thüringen. Vorbereitungen zu Erklärungen gibt es auch in Sachsen, Osnabrück, Wien und Warschau. Im Vorfeld der Europawahl wollen DIE VIELEN ein Zeichen setzen und rufen für den 19. Mai 2019 zu bundesweiten Demonstrationen für ein »EUROPA DER VIELEN« auf.

Weitere Informationen beim Deutschen Kulturrat 

Pressemitteilung (PDF, 290 KB)

»Erklärung der Vielen« 

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Preis Frauen Europas 2019: Vorschläge gesucht

Bis zum 15. März 2019 können Frauen für den »Preis Frauen Europas – Deutschland« vorgeschlagen werden. Seit 1991 zeichnet die Europäische Bewegung Deutschland e.V. mit diesem Preis Persönlichkeiten aus, deren Förderung der europäischen Gemeinschaft, Kultur und des Zusammenhalts herausragend sind. Zu den Anforderungen an die vorgeschlagene Kandidatin gehören unter anderem, dass sie sich für die Förderung des Europäischen Gedankens in der Bundesrepublik Deutschland und für die Verständigung zwischen den europäischen Nationen in herausragender Weise engagiert hat. Dabei sollte ihr Engagement ehrenamtlich sein und seit wenigstens zwei Jahren bestehen. Wenn Beruf oder politisches Mandat bereits einen klaren europäischen Bezug aufweisen, so wird ein deutlich über Stellung und Funktion hinausgehendes Engagement erwartet.

Ausschreibung für Kandidatinnenvorschläge (PDF, 96 kB)

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Freiwilligenjahr mit deutscher UNESCO-Kommission

Bis zum 6. Mai 2019 können sich junge Menschen bei kulturweit für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Mit dem Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission setzen sie sich weltweit für Kultur, Natur und Bildung ein. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. März 2020. kulturweit ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Partner sind der Deutsche Akademische Austauschdienst, das Goethe-Institut, die Deutsche Welle Akademie, das Deutsche Archäologische Institut, der Pädagogische Austauschdienst in Kooperation mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen sowie zahlreiche UNESCO-Nationalkommissionen weltweit. Bewerbungen sind online möglich.

Bewerbung und weitere Informationen 

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Weimarer-Dreieck-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement

Der Verein Weimarer Dreieck hat zum 8. Mal den »Weimarer-Dreieck-Preis« für zivilgesellschaftliches Engagement ausgeschrieben. Ziel dieses Preises für zivilgesellschaftliches Engagement ist es, Kontakte zwischen Jugendlichen aus Frankreich, Polen und Deutschland zu fördern. Dadurch sollen gegenseitiges Vertrauen, interkulturelles Lernen, Toleranz und Offenheit ermöglicht werden. Bis zum 30. April 2019 können sich Einzelpersonen, Vereine und Institutionen beteiligen. Erwartet werden innovative trilaterale Projekte, die zu einem nachhaltigen Erleben des Weimarer Dreiecks auf zivilgesellschaftlicher Ebene beitragen.

Weitere Informationen zum Weimarer-Dreieck-Preis 

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»Friedensprojekt Europa!? Die Bedeutung der EU-Wahl für eine weltweite nachhaltige Entwicklung«: Veranstaltung mit Spitzenkandidat*innen

Der diesjährigen Wahl des EU-Parlaments Ende Mai kommt große Bedeutung zu. Wird das »Friedensprojekt Europa« gestärkt? Kommt es zu neuen Impulsen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung oder verstärken sich Tendenzen, die die EU als Wertegemeinschaft infrage stellen? Darüber wird am 9. April 2019 ab 18 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin mit Spitzenkandidat*innen für die Wahl des EU-Parlaments diskutiert. Auf dem Podium sind Manfred Weber (CSU) (angefragt), Dr. Katarina Barley (SPD), Ska Keller (Bündnis 90/Die Grünen), Özlem Alev Demirel (Die Linke) und Nicola Beer (FDP). Veranstalter sind Brot für die Welt und MISEREOR in Kooperation mit Sustainable Development Solutions Network Germany.

Anmeldung 

Weitere Informationen zur Veranstaltung 

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3. European Civic Academy

Am 28. Und 29. März 2019 findet die dritte European Civic Academy (ECA) in Słubice, in Polen statt. Das Ziel der Akademie ist es, Aktivist*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Wissenschaftler*innen und Forscher*innen zusammenzubringen, um gesellschaftliche Herausforderungen in Bezug auf Zivilgesellschaft und Demokratie sowie den Aufbau von Partnerschaften zwischen der akademischen Welt und der Zivilgesellschaft zu diskutieren. Die European Civic Academy wird organisiert von Civil Society Europe gemeinsam mit der polnischen Zivilgesellschaftsplattform OFOP, Collegium Polonicum und European Alliance for Social Sciences and Humanities (EASSH).

Weitere Informationen zu European Civic Academy 

Anmeldung 

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Democracy Alive Festival auf Texel, Niederlande

Vom 11. bis zum 13. April 2019 wird auf der niederländischen Insel Texel europäische Demokratie gefeiert. Mit der Unterstützung der European Movement International wird das Festival Entscheidungsträger*innen, organisierte Zivilgesellschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, Aktivist*innen und vor allem Bürger*innen zusammenbringen, um im Hinblick auf die Europawahlen am führenden Festival der Europäischen Demokratie teilzunehmen. Inspiriert von der nordischen Tradition der Demokratiefestivals setzt sich das Festival »Democracy Alive« zum Ziel, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und das Interesse an der europäischen Demokratie zu stärken.

Anmeldung und weitere Informationen zum Festival 

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 28. März 2019.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: europa-bbe(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel, Mirko Schwärzel und Nino Kavelashvili.


Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de

V.i.S.d.P.: Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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