BBE Europa-Nachrichten - Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 8 vom 28.8.2012

Editorial

Europaweit macht der Sportbereich das größte Einsatzfeld ehrenamtlich Engagierter aus. Ohne das Engagement der Freiwilligen ließe sich das vielfältige Angebot und die soziale Bedeutung von Sportvereinen und Initiativen nicht denken. Daher verwundert es nicht, dass auch die Europäische Union die Förderung von Freiwilligentätigkeiten als einen Schwerpunkt europäischer Sportpolitik entdeckt hat. Das »Europäische Jahr der Erziehung durch Sport« (2004) und das Weißbuch Sport der Europäischen Kommission (2009) sind die wichtigsten Wegmarken auf diesem Weg, der mit dem Lissabonvertrag die Förderung von Freiwilligentätigkeiten im Sportbereich als Unionsziel schließlich auch primärrechtlich im EU-Vertrag verankerte. Zuletzt machte der Sportbereich einen Schwerpunkt des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 aus. Die Entwicklungen in der europäischen Sportpolitik haben daher auch aus engagementpolitischer Perspektive große Bedeutung. Dieser Schwerpunkt skizziert vor diesem Hintergrund einige der wichtigsten Fragen: Engagementförderung im Sportbereich über EU-Förderprogramme, Schnittmengen europäischer Sport- und Engagementpolitik sowie den Erfahrungsaustausch in zivilgesellschaftlichen Netzwerken und Projekten. 

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Erasmus für Alle: Positionspapier Deutsche Sportjugend

»Erasmus für Alle« soll ein umfassendes Förderprogramm zur allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport werden, das als Nachfolgeprogramm eine Vielzahl bisheriger Programmlinien zusammenfassen soll. Seitdem die Kommission mit diesem Vorschlag in die Öffentlichkeit gegangen ist, hat sich daran auch in Deutschland eine intensive Diskussion entzündet (BBE-Europa-Nachrichten 12/11, 1/12, 3/12, 5/12, 6/12). Im Juli 2012 hat der Vorstand der Deutschen Sportjugend (dsj) ein Positionspapier beschlossen. Die dsj begrüßt eine Vielzahl an Ideen, Zielen und Ansätzen in der Kommissionsvorlage. Allerdings weist sie daraufhin hin, dass bei der Umsetzung dem Vereinscharakter des organisierten Sports und seinen vornehmlich Ehrenamtlichen mehr Rechnung getragen werden müsse. Sie fordert Vorauszahlungen in Höhe von 80 Prozent der Projektmittel, die Einführung von Pauschalbeträgen und die Möglichkeit, Betriebskosten einzubeziehen. Zudem lehnt sie eine verpflichtende Kofinanzierung durch den privaten Sektor als eventuell verpflichtende Förderbedingung ab, da dies insbesondere Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit abträglich sein wird, die keinen positiven Imagetransfer an ein Wirtschaftsunternehmen erlauben. Wie auch viele andere Akteure spricht sich die dsj schließlich für ein eigenständiges Jugendprogramm aus.

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Auf dem Weg zur europäischen Sportpolitik: Tagungsbericht

Mit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages hat die Europäische Union erstmals eine im Primärrecht verankerte Kompetenz für die Förderung von Ehrenamt im Sport erhalten. Zuvor haben schon andere europäische Institutionen wie der Europäische Gerichtshof nachhaltigen Einfluss auf die nationalen und grenzüberschreitenden Sportstrukturen gehabt, etwa im Bereich des Profisports durch das sogenannte Bosmann-Urteil. Vor diesem Hintergrund zielte die Tagung »Auf dem Weg zur europäischen Sportpolitik« auf eine Bestandsaufnahme bisheriger Entwicklungen, aktueller Strukturen und künftiger Perspektiven im Bereich des Sports auf europäischer Ebene. Die Organisatoren um Prof. Dr. Jürgen Mittag stellen wesentliche Inhalte der Tagung dar, die am 28. und 29. Juni 2012 an der Deutschen Sporthochschule Köln stattfand. Dabei kommen sie zu dem Fazit, dass der Governance-Begriff für die Akteure der europäischen Sportpolitik von zentraler Bedeutung sein wird. Eine ausführliche Dokumentation der Tagung wird im Herbst 2012 erscheinen.

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Volunteering im Sport: Projekt zum Freiwilligenmanagement

Der Einsatz Ehrenamtlicher ist europaweit eine der wichtigsten Ressourcen der Sportvereine. Studien zeigen jedoch einen Rückgang der Freiwilligentätigkeiten, und Sportvereine stehen einer größer werdenden Anzahl von vereinsrechtlichen und finanziellen Herausforderungen gegenüber. Nationale und regionale Sportverbände aus neun europäischen Ländern haben daher im vergangenen Jahr ein gemeinsames Projekt »Volunteering in Sport« ins Leben gerufen, um grenzüberschreitenden Austausch von beispielhaften Initiativen der Organisationsentwicklung und des Freiwilligenmanagements im Sportbereich zu fördern und das gegenseitige Lernen anzuregen. Neben dem Aufbau einer informativen Internetplattform mit vielen Projektvorstellungen und Materialien fanden sechs Symposien der Projektpartner statt. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind auf der Projektseite im Internet dokumentiert und abrufbar. 

Internetplattform »Volunteering in Sport« unter
www.volunteeringinsport.eu

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Olympia 2012: Bericht eines Ehrenamtlichen

Es gehört zu den faszinierenden Eigenschaften des heutigen Sports, dass es Mega-Events wie die Olympischen Spiele gibt, die trotz aller Milliarden-Umsätze nicht durchführbar wären ohne die Hilfe von zehntausenden ehrenamtlichen Helfern. John Tatam schildert aus der Sicht eines Ehrenamtlichen bei den Olympischen Spielen 2012 in London, wie sich »Volunteering at the Olympics« anfühlt.

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Erster Engagementbericht der Bundesregierung beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 22. August 2012 den ersten Engagementbericht mit dem Titel »Erster Engagementbericht 2012: Für eine Kultur der Mitverantwortung« beschlossen und dem Deutschen Bundestag vorgelegt (s. a. BBE-Newsletter 16/12). In einem eigenen Abschnitt behandelt der Bericht auch den europäischen Kontext (S. 379ff). In ihrer Stellungnahme bekundet die Bundesregierung ihre Unterstützung für den Vorschlag der EU-Kommission, das Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« für den Zeitraum 2014-2020 fortzuführen und die damit verbundenen Zielsetzungen, die Bürgerbeteiligung auszubauen und dem Programm eine höhere Sichtbarkeit zu geben. Verantwortet wird der Bericht von einer dafür von der Bundesregierung berufenen Kommission aus neun Sachverständigen der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Vertreterinnen und Vertreter des BBE wurden nicht beteiligt. Von Seiten des Netzwerkes wird eine ausführliche Beschäftigung mit dem Bericht und dessen Ergebnissen stattfinden, wobei die vielfältigen Wissensbestände und Kompetenzen des Netzwerkes einfließen werden.

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Europa für Bürgerinnen und Bürger: Arbeitsprogramm 2013

Die Europäische Kommission hat am 13. August 2012 das aktuelle Arbeitsprogramm 2013 für das EU-Förderprogramm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« verabschiedet. Die jährlichen Arbeitsprogramme ergänzen die Ziele der auf sieben Jahre angelegten EU-Förderprogramme. Das europäische Bürgerschaftsprogramm wird damit 2013 ausdrücklich auf die Unterstützung des Europäischen Jahres der Bürgerinnen und Bürger 2013 ausgerichtet. Im kommenden Jahr sind damit insbesondere Projekte förderungswürdig, die u.a. Reflexionen und Debatten über Bedeutung und Auswirkungen von EU-Politiken auf das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger ermöglichen und diese ermutigen, sich zu den politischen Programmen und konkreten Aktionen der Europäischen Institutionen zu äußern und sich am »Agenda-Setting«-Prozess zu beteiligen. 

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Erasmus für Alle: Stellungnahme EP-Ausschuss

Am 20. Juli 2012 hat Doris Pack MdEP, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, ihren Entwurf für eine Stellungnahme des Ausschusses zum Kommissionsvorschlag »Erasmus für Alle« vorgelegt. Darin hat sie eine Vielzahl an Kritikpunkten aus der internationalen Diskussion aufgegriffen (BBE-Europa-Nachrichten 12/11, 1/12, 3/12, 5/12, 6/12). Sie fordert drei eigenständige Kapitel mit genauer bestimmten Zielen und möglichen Aktivitäten für Bildung und Ausbildung, Jugend sowie Sport. Für den Bereich Jugend spricht sie sich für eine eigene Budgetlinie und eine Fortsetzung der Förderung von Europäischen Nichtregierungsorganisationen aus. »Erasmus für Alle« soll zu keiner Akademisierung des Programms führen, sondern insgesamt die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen junger Menschen fördern, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern. Ebenso soll die Persönlichkeitsentwicklung und die aktive Beteiligung junger Menschen unterstützt werden. Im Unterschied zur Kommission will Pack die Entscheidung über nationale Agenturen und Programmkomitees ganz den Mitgliedsstaaten überlassen.

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Arbeitszeitrichtlinie: EU verlängert Diskussion

In welcher Form ehrenamtliche Tätigkeiten etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in Rettungsdiensten als Folge der aktuellen Überprüfung der Arbeitszeitrichtlinie tatsächlich in diese Eingang finden werden, bleibt weiter ungewiss. Die Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern sollten eigentlich Ende August abgeschlossen sein. Mit Zustimmung der Kommission ist der Verhandlungszeitraum bis zum 31. Dezember 2012 verlängert worden, und zwar »wegen der bisher erzielten guten Fortschritte«. Erst nach Abschluss dieser Verhandlungen wird die Kommission Vorschläge zur Änderung der bestehenden Richtlinien machen. Meldungen über einen Einbezug ehrenamtlicher Tätigkeiten in die Richtlinie hatten zu erheblichen Irritationen bei Hilfs- und Rettungsdiensten, zu einem Beschluss des Bayerischen Landtags und zu einem Dementi seitens der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland geführt (BBE-Europa-Nachrichten 3/2012 und 4/2012). 

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Europäische Freiwilligen-Charta: Deutsche Übersetzung

Ende Mai 2012 hat das »European Youth Forum«, ein Zusammenschluss von gut 100 nationalen Netzwerken und internationalen NGO, eine »European Charter on the Rights and Responsibilities of Volunteers« veröffentlicht (BBE Europa-Nachrichten 6/12). JUGEND für Europa - Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION hat die Charta ins Deutsche übersetzt. Auch wenn diese Übersetzung nicht als mit dem Original gleichrangige Version der Charta referenziert werden kann, ist sie für eine breitere Rezeption nützlich. Die Charta soll eine europäische Kultur der Partizipation fördern. Das Europäische Jugendforum will bei den europäischen Institutionen erreichen, dass die Charta als ein europäisches Referenzdokument im Freiwilligenbereich angenommen wird.

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Europäische Bürgerinitiative: Entwicklung

Seit dem 1. April 2012 ist die offizielle Registrierung einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) im amtlichen Register der EU in allen Sprachen möglich. In der Mai-Ausgabe der Europa-Nachrichten hatten wir die ersten sechs bei der EU offiziell registrierten und online zugänglichen EBI vorgestellt. Eine dieser EBI, bei der es um eine EU-Richtlinie für den Schutz von Milchkühen ging, wurde am 20. Juli 2012 wieder zurückgezogen. Dabei handelt es sich um die EBI, die mit über 350.000,- Euro an ausgewiesenen Zuwendungen von dritter Seite über die mit Abstand umfänglichsten Finanzmittel verfügte. Die anderen fünf EBI der ersten Stunde entwickeln sich erkennbar unterschiedlich, wenn man auf die Verfügbarkeit des Anliegens in unterschiedlichen Sprachen schaut. Das Anliegen der in englischer Sprache registrierten EBI 3 zu Wasser als Menschenrecht liegt mittlerweile in 22 europäischen Sprachen vor, während die in französischer Sprache registrierte EBI 6 »Let me vote!« aktuell auf 8 Sprachen kommt. Da neben einer Mindestanzahl von 1 Million Unterstützern zugleich in mindestens 7 der 27 Länder der EU eine vorgeschriebene Mindestanzahl an Unterschriften für eine erfolgreiche EBI gesammelt werden muss, ist diese Multisprachlichkeit nicht ganz unwichtig. Hinzugekommen sind vier weitere EBI. Thematisch gehören zwei EBI in den Bereich Umweltpolitik, eine in das Feld Tierschutz und eine zum Thema Bildung. Eine Online-Unterstützung der EBI funktioniert nach wie vor nicht.

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Rechte und Zukunft als Unionsbürger: Öffentliche Konsultation

Die Kommission wird 2013 einen Bericht über die Unionsbürgerschaft »Unionsbürger - Ihre Rechte, Ihre Zukunft« veröffentlichen, in dem die Fortschritte und Probleme bei der Ausübung der Rechte als EU-Bürger dargestellt werden. Zur Vorbereitung führt die Kommission eine öffentliche Konsultation mit einem umfänglichen Fragebogen durch (BBE-Europa-Nachrichten 06/2012). Nach einer Pressemitteilung der Kommission vom 17. August 2012 haben sich schon über 5.000 Personen und Organisationen beteiligt. Die öffentliche Konsultation läuft noch bis zum 9. September 2012.

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Frauen in Unternehmensvorständen: Konsultationsantworten

Die in Deutschland heiß diskutierte Frage, ob es gesetzlicher Vorschriften bedarf, um zu einer stärkeren Präsenz von Frauen in Unternehmensvorständen in großen Aktiengesellschaften zu kommen, wird auch auf europäischer Ebene geführt. Viviane Reding, Vizepräsidentin der Kommission, stellte zum Thema der Teilhabe von Frauen an wirtschaftlichen Entscheidungen in der EU auf Unternehmensebene einen kritischen Bericht vor, dem eine öffentliche Konsultation folgte. Ziel war die Prüfung, ob und welche Maßnahmen die Kommission ergreifen soll, um zu mehr Geschlechtergleichberechtigung in Unternehmensvorständen zu kommen. Ein zusammenfassender Bericht der am 28. Mai 2012 beendeten Konsultation liegt zwar noch nicht vor, aber dafür sind alle Beiträge von Personen und Organisationen publiziert. Trotz einer fehlenden statistischen Übersicht lässt sich eine rege Beteiligung aus Deutschland erkennen.

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Von der Energiesparlampe zur (O)LED-Welt: Konsultationsergebnis

Die Kommission hatte kurz vor Weihnachten 2011 ein Grünbuch publiziert, um die Debatte über die Zukunft der Beleuchtung und die Beschleunigung des Einsatzes innovativer Beleuchtungstechnologien voranzutreiben (BBE-Europa-Nachrichten 1/2012). Konkret geht es dabei um SSL-Technologien, wozu LED und OLED gehören. Bis zum 29. Februar 2012 wurde eine Konsultation durchgeführt. Seit dem 7. Juli 2012 sind die Konsultationsergebnisse veröffentlicht. Von den 147 Antworten der teilnehmenden Personen und, vor allem, Organisationen, konnten dabei 125 als valide berücksichtigt werden. Mit jeweils 18 Prozent haben sich Akteure aus Frankreich und Deutschland am stärksten beteiligt.

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Projekt: European Citizens' House in Brüssel

Trotz aller Anstrengungen in der Informationspolitik und ausgeweiteten Konsultations- und Beteiligungsverfahren erscheinen die politischen Entscheidungsprozesse in der Europäischen Union den EU-Bürgern und zivilgesellschaftlichen Organisationen weit entfernt, intransparent und unzugänglich. Unter der Federführung des European Citizens' Action Service ECAS möchte das Projekt eines European Citizens' House (ECH) in Brüssel dem Abhilfe schaffen, indem es als Anlaufstelle und Informationsquelle für die Zivilgesellschaft zu Fragen rund um Bürgerrechte und politischer Beteiligung fungiert. Zunächst wurde dafür eine virtuelle Basis im Internet aufgebaut. Perspektivisch sollen auch in den EU-Mitgliedstaaten entsprechende nationale Kontaktstellen aufgebaut werden. Das BBE unterstützt das Projekt über seine europäischen Netzwerke ENNA und CEV und wird in den kommenden Monaten über die Projektentwicklungen informieren. 

Weitere Informationen unter
www.citizenhouse.eu

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Seminar: EU-Förderung im Bereich »Aktives Altern«

Die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« und das BBE bieten am 19. und 20. September 2012 wieder ein Seminar zur EU-Projektförderung in Berlin an. Es richtet sich diesmal an Projektverantwortliche aus Organisationen, Kommunen und Einrichtungen, die sich in europäischen Kooperationsprojekten mit dem Thema »Aktives Altern« befassen (möchten). Damit sollen einerseits die bundesweite Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren im Themenbereich des aktiven Alterns und andererseits die Vermittlung von Know-how für europäisches Projektmanagement gestärkt werden. Nach einer kurzen Einführung in die Kriterien der EU für die Auswahl von Kooperationsprojekten werden in Workshops die Bereiche »Kommunikation nach innen und nach außen« sowie »Ergebnisse und Wirkungen von europäischen Projekten« als Grundlage für eine erfolgreiche Antragstellung vertieft. Workshops am zweiten Seminartag (optional) beschäftigen sich intensiv mit konkreten Antragsschritten.

Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.kontaktstelle-efbb.de/infos-service/veranstaltungen

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PraktikantIn für Europaarbeit und Internetplattform gesucht

Die Geschäftsstelle des BBE sucht ab 1. Oktober 2012 für den Zeitraum von sechs Monaten jeweils eine Praktikantin bzw. einen Praktikanten in Vollzeit für die Newsletter-Redaktion sowie für das Arbeitsfeld Europa. Das Praktikum wird mit 400 Euro im Monat (Minijob) vergütet. Ihre Bewerbung richten Sie bitte per E-Mail bis spätestens zum 7. September 2012 an die BBE-Geschäftsstelle.

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Ich will Europa: Stiftungskampagne

Gegen die umgreifende Krisenrhetorik wendet sich die Stiftungskampagne »Ich will Europa«, die am 27. August 2012 startete. Bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kultur und Gesellschaft und Bürger wurden als Botschafter gewonnen. Ziel der Kampagne ist, den Blick auf die Vorteile und Errungenschaften Europas für Deutschland zu lenken. »Ich will Europa» wird getragen von den »Engagierten Europäern«, einer Gruppe von elf deutschen Stiftungen, die sich für ein starkes Europa einsetzen. Ermöglicht wird die Kampagne federführend durch die Stiftung Mercator und die Robert Bosch Stiftung. Zahlreiche Medienunternehmen stellen Werbeplätze in TV, Print und online zur Verfügung. Bundespräsident Joachim Gauck ist Schirmherr. Auf der Webseite der Initiative kann jeder sein eigenes Bekenntnis zu Europa und die eigenen Gründe dafür hinterlassen.

Weitere Informationen unter
www.ich-will-europa.de

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Europawerkstatt 2012: »Unconference« in Berlin

Am 14. und 15. September 2012 findet die Europawerkstatt 2012 zum Thema »Quo vadis, Europa?« an der Hertie School of Governance in Berlin statt. Der erste Tag dient der inhaltlichen Einstimmung und dem gegenseitigen Kennenlernen. Am zweiten Tag findet dann die sogenannte Unconference statt, an der politische Entscheidungsträgerinnen aus dem Europäischen Parlament, weiteren Parlamenten und der Kommission teilnehmen sowie Funktionsträger aus Verbänden und Verwaltung. Erst vor Ort wird gemeinsam entschieden, welche der von den Teilnehmern angebotenen Sessions tatsächlich durchgeführt werden. Entsprechende Vorschläge können vorab eingesandt werden, sie werden dann auf der Homepage vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich primär an Ehrenamtliche. Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen in einem Vorstand einer Gliederung ihres Verbandes tätig, aktives Mitglied in einer Internationalen Kommission oder Europa-AG ihres Verbandes auf Landes-, Bundes- oder Europaebene oder Redakteure bzw. Redakteurinnen eines Jugendpressemediums sowie zwischen 18 und 30 Jahre alt sein.

Weitere Informationen unter
europawerkstatt.eu/quo-vadis-europa/

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Vernetzte Themen - Vernetzte Öffentlichkeit: Tagung

Das Internet als Plattform eines europäischen gesellschaftlichen Bewusstseins, so lautet der Untertitel einer Tagung über »Vernetzte Themen - Vernetzte Öffentlichkeit«, die am 9. und 10. November 2012 im Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin stattfindet. Veranstalter ist die Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Universität Bielefeld und dem MEDIADEM-Projekt. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird es darum gehen, ob die Europäische Union neben dem europäischen Wirtschaftsraum auch eine europäische Öffentlichkeit geschaffen hat, um diesen Wirtschaftsraum demokratisch gestalten zu können. Inwieweit verstehen Bürger der Europäischen Union aktuelle Fragestellungen und gesellschaftliche Streitfragen als europäisch vernetzte Sachverhalte? Welches Bewusstsein herrscht in Medien und Öffentlichkeit darüber, dass viele Themenbereiche vernetzt sind und zumindest europäisch, wenn nicht sogar global, gedacht werden müssen?

Weitere Informationen unter
www.fes.de/gpol/inhalt/vera_mr.php

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Networking European Citizenship Education (NECE): Konferenz

»Participation Now! Citizenship Education and Democracy in Times of Change« ist das Motto einer Konferenz von Networking European Citizenship Education (NECE), die vom 21. bis 24. November 2012 in Córdoba in Spanien stattfindet. NECE ist kein formalisiertes Netzwerk, sondern eine von der Bundezentrale für politische Bildung (BpB) gestartete Initiative, um die Vernetzung und den transnationalen Austausch politischer Bildung zu fördern. Im Mittelpunkt der NECE Konferenz 2012 stehen die Entwicklungen in der arabischen Welt und die Krisenerscheinungen in Europa. Gefördert von der Robert Bosch Stiftung, findet die Konferenz in Kooperation mit einer Reihe weiterer Organisationen statt, wie z.B. der Casa Árabe, der Fundación Ortega Maranón oder dem Centre of Mediterranean and International Studies.

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IAVE: Freiwilligen-Weltkonferenz

Die International Association for Volunteer Effort IAVE ist das größte weltweite Netzwerk von Freiwilligenorganisationen. Alle zwei Jahre organisiert IAVE seit 1970 die Freiwilligen-Weltkonferenzen, diesmal wieder in Europa. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist Corporate Volunteering (CV). Eine wichtige Rolle auf der Tagung wird dabei der kritischen Diskussion von Partnerschaften zwischen NGO und CV-Akteuren im Bereich der Reaktionen auf natürliche und von Menschen verursachte Katastrophen zukommen. Ebenso wird es zum ersten Mal ein weltweites Treffen der Freiwilligenagenturen geben. Die 22. IAVE-Konferenz findet vom 10. bis 12. Dezember 2012 in London statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 500 Personen beschränkt. Bis zum 15. Oktober 2012 gibt es einen Frühbucherrabatt. Je nach Alter und Organisationszugehörigkeit beträgt der Betrag zwischen 280 und 700 US-Dollar.

Weitere Informationen unter
www.iave.org/london2012

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Hinweis

Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter ist der 18. September 2012. Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: mirko.schwaerzel(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die im Newsletter verwendete männliche Form bezieht selbstverständlich die weibliche Form mit ein. Auf die Verwendung beider Geschlechtsformen wird lediglich mit Blick auf die bessere Lesbarkeit des Textes verzichtet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im Europa-Newsletter finden Sie im Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Mirko Schwärzel, Johanna Neuling und Dr. Rainer Sprengel

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Dieser Newsletter wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de

V.i.S.d.P.: Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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