BBE Europa-Nachrichten - Newsletter für Engagement und Partizipation Nr. 4 vom 3.5.2011

Österreich und Schweiz: Engagementpolitik im Vergleich

Österreich und die Schweiz weisen in ihrer politischen Kultur sowie beim zivilgesellschaftlichen Selbstverständnis erhebliche Unterschiede auf. Gleichwohl sind Ausmaß und Formen des bürgerschaftlichen Engagements in beiden Ländern ähnlich ausgeprägt, so Jeannette Behringer in ihrem Gastbeitrag. Der Beitrag stellt österreichische und schweizerische Akteure, Maßnahmen und Rahmenbedingungen des Engagements gegenüber und beleuchtet aktuelle engagementpolitische Herausforderungen. Akteure aus Österreich, der Schweiz und Deutschland tauschen sich im Netzwerk »Grenzen-Los!«, dem u. a. auch das BBE angehört, auf fachlicher Ebene regelmäßig aus. Die kommende dritte Dreiländertagung findet vom 21.-22. November 2011 in Dornbirn/Österreich statt.  

 
Netzwerk Grenzen-Los! unter
www.grenzen-los.info

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Polen: »Engagementmotor« Europäisches Freiwilligenjahr?

Im aktuellen Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit (EJF) 2011 wird Polen wegen seiner EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte im Mittelpunkt stehen. Katarzyna Świątek geht in ihrem Gastbeitrag auf die Umsetzung des EJF in Polen, auf das nationale Arbeitsprogramm und die Beteiligung der zivilgesellschaftlichen Akteure ein. Das EJF wird in Polen mit großen Erwartungen begleitet, zu einer größeren Anerkennung der Freiwilligentätigkeiten und zu einer Stärkung der Engagementinfrastruktur beizutragen. Laut der von der EU in Auftrag gegebenen Studie »Volunteering in Europe« engagieren sich lediglich 12,9% der Polen ehrenamtlich. Polen liegt damit im europäischen Vergleich im unteren Fünftel der EU-Mitgliedstaaten.

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Belgien: Geteilte Zuständigkeiten der Engagementförderung

In Belgien besteht in der Engagementpolitik eine föderale Aufgabenteilung zwischen der nationalstaatlichen Ebene und den Institutionen der Sprachengemeinschaften. Während auf nationaler Ebene der rechtliche Rahmen etwa mit dem Freiwilligengesetz von 2005 geregelt wird, werden spezielle Förderprogramme in den Regionen entwickelt und umgesetzt. Da es keinen nationalen Freiwilligensurvey in Belgien gibt, variiert die geschätzte Engagementquote je nach Erhebungen erheblich zwischen 14% und 37%. Annette Angermann und Birgit Sittermann von der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa heben in ihrem Arbeitspapier »Engagementpolitik in Belgien« weitere Besonderheiten der Engagementförderung in Belgien hervor, wie etwa das Versicherungsangebot für freiwillig Engagierte mit Unterstützung der nationalen Lotterie Belgiens.

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Frankreich: Erhebung zum Vereinswesen

Im Dezember 2010 hat die nationale Statistikbehörde Frankreichs (Conseil national de l‘information statistique) CNIS einen neuen umfassenden Bericht zu den Organisationen des Dritten Sektors in Frankreich, ihrem ökomischen Beitrag und gesellschaftlichen Mehrwert vorgelegt. Verfasst wurde der Bericht »Connaissance des asoociations« von einer gleichnamigen Arbeitsgruppe des CNIS um Édith Archambault, Jérome Accardo und Brahim Laouisset. Er führt die Anzahl der eingetragenen Vereine, Beschäftigungsverhältnisse im Dritten Sektor sowie den Stellenwert des freiwilligen Engagements auf und beinhaltet engagementpolitische Handlungsempfehlungen. Im Rahmen des u. a. vom BBE initiierten und derzeit anlaufenden deutsch-französischen Zivilgesellschaftsdialogs werden die Ergebnisse dieser Studie und weitere Informationen zum Engagement in Frankreich in den kommenden Ausgaben der BBE-Europa-Nachrichten regelmäßig auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht werden.

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Halbzeitbewertung von JUGEND IN AKTION

Die Europäische Kommission hat die Zwischenevaluation des Programms JUGEND IN AKTION veröffentlicht. Die mit der Analyse beauftragte Agentur ECOTEC/ECORYS stellt dem Aktionsprogramm darin insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Aus engagementpolitischer Sicht sind besonders zwei Empfehlungen für die Ausgestaltung künftiger Programme interessant. Ausdrücklich wird der Forderung eine Absage erteilt, die Förderung ausschließlich über Jugendorganisationen und Jugendarbeiter abzuwickeln: Die weitere Fortsetzung auch einer Direktförderung Jugendlicher wird befürwortet. Zudem werden die in Teilen hohen Verwaltungsausgaben für die Teile der Programme als gerechtfertigt angesehen, in denen nicht Antragsprofis aus etablierten Organisationen, sondern engagierte Jugendliche oder junge Organisationen zum ersten Mal Förderanträge stellen.

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Debatte über künftige EU-Jugendprogramme

Parallel zur Evaluation hat eine intensive Debatte über die Gestaltung der Folgeprogramme im Jugendbereich begonnen. Die Abteilungsleiter der für Jugend zuständigen Ministerien in 15 EU-Mitgliedsländern haben in einem Brandbrief vom 6. April 2011 die modifizierte Fortsetzung der aus ihrer Sicht bewährten Programme gefordert. Insbesondere warnen sie vor einem Alleingang der EU-Administration. Ebenso haben sich Vertreter von 27 im Feld der Jugend- und Bildungsarbeit tätigen Organisationen und Netzwerken mit einer gemeinsamen Vision für die zukünftige Programmausgestaltung zu Wort gemeldet. Dabei fordern sie ein ganzheitlicheres Verständnis der Arbeit statt einer weiteren Zuspitzung auf Arbeit und Beschäftigung, eine erleichterte und schnellere Programmverwaltung und eine Verdopplung des eingesetzten Budgets.

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Anerkennung nicht-formalen Lernens in der Jugendarbeit

Weiche Schlüsselqualifikationen wie Teamgeist, Empathie oder Verantwortungsfähigkeit werden diskursiv vielfältig gelobt, haben es aber schwer, gegen die leichtere Vergleichbarkeit von Leistungspunkten für Wissensbestände und Erlernen von reproduzierbaren Verfahren und Techniken in der Praxis zu bestehen. Das gilt erst recht, wenn sie nicht im Kontext verschulter Strukturen stattfinden. Seit vielen Jahren wird in der EU nach Möglichkeiten gesucht, Kompetenzen aus nicht-formalen Lernsituationen in der Jugendarbeit und in Jugendorganisationen so anzuerkennen, dass dies den jungen Menschen bei ihrem weiteren Weg in Beruf und Gesellschaft helfen kann. Dabei spielen zivilgesellschaftliche Organisationen und bürgerschaftliches Engagement für die Lernsituationen und die Schlüsselqualifikationen eine bedeutende Rolle, aber auch für mögliche Anerkennungsprozeduren. In einem neuen Papier des Europarats werden die bisherigen Bemühungen auf europäischer Ebene rekonstruiert und Vorschläge für eine Strategie der Anerkennung der Ergebnisse nicht-formalen Lernens entwickelt.

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FinanzWatch in Gründung

Die kaum vergangene Finanzmarktkrise hat das Fehlen eines zivilgesellschaftlichen Gegengewichts zur Bankenlobby auf der Ebene europäischer und internationaler Institutionen unterstrichen. Deshalb riefen 22 Mitglieder des Europäischen Parlaments, die für die Regulierung der Finanzmärkte und des Bankgewerbes zuständig sind, im Sommer 2010 zur Gründung eines entsprechenden zivilgesellschaftlichen Kontrollgremiums auf, damit sie kompetente, unabhängige Expertise bei ihren Auseinandersetzungen mit den zahlreichen Lobbyisten aus dem Banken- und Finanzmarktbereich an ihrer Seite wissen. FinanceWatch soll offiziell im Juni 2011 von einem breiten Spektrum zivilgesellschaftlicher Organisationen gegründet werden, und zwar u. a. von Attac France, Bureau Européen des Unions de Consommateurs (BEUC), European Federation of Investors (EuroInvestors), European Trade Union Confederation (ETUC), Fédération CFDT des Banques et Assurances , Nordic Financial Unions (NFU), Ökosoziales Forum Europa, Oxfam, Rosa Luxemburg Stiftung, Büro Brüssel, Secours Catholique - réseau mondial, Caritas Paris, Stichting Onderzoek Multinationale Ondernemingen (SOMO), Transparency International - EU Office (TI-EU) und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED).

Weitere Informationen unter
www.callforfinancewatch.org

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BE und Sport in Europa

Die Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP) im Ausschuss der Regionen verabschiedeten am 3. März 2011 anlässlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit eine Erklärung zum Verhältnis von Freiwilligenarbeit und Sport. In der Erklärung »Cities and Regions promoting sport and active citizenship for social cohesion in Europe« wird der Wert der Freiwilligenarbeit für den sozialen Zusammenhalt, für die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und für das Empfinden gesellschaftlicher Solidarität hervorgehoben. Deshalb fordert die EVP-Gruppe lokale und regionale Akteure dazu auf, den Breiten- und Amateursportbereich zu fördern sowie Freiwilligenarbeit zum Gegenstand von Bildungsprozessen auf allen Ebenen zu machen. Gerade auch dem Sport wird eine wichtige Funktion bei der Umsetzung der europäischen Strategie zur Bekämpfung von Armut und sozialen Ausschluss zuerkannt.

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Bundesfreiwilligendienst: Gesetz vom Bundesrat gebilligt

Der Bundesrat hat in der Sitzung am 15. April 2011 das am 24. März 2011 im Bundestag beschlossene Gesetz zum Bundesfreiwilligendienst gebilligt (BR-Drucks. 165/11), obwohl die Bundesregierung die meisten Wünsche des Bundesrates abschlägig beschieden hat, wie der Erläuterung zu dieser Bundesratsdrucksache zu entnehmen ist. Nach der voraussichtlichen Ausfertigung und Verkündung des Gesetzes Anfang Mai, kann das Gesetz damit zum 1. Juli 2011 in Kraft treten. Es wird sich dann zeigen, wie schnell die im Gesetzgebungsprozess vorgebrachten Einwände und aufgezeigten Probleme zu Änderungen im Gesetz führen werden.

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Umsetzung der EU-Jugendstrategie 2010-2018

Am 3. Mai 2011 wird in Berlin das erste Werkstattgespräch zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie 2010-2018 in Deutschland stattfinden. Im Mittelpunkt des ersten Workshops wird das ambitionierte Ziel des Kommissionspräsidenten Barroso stehen, dass bis 2020 jeder Jugendliche in Ausbildung oder Studium einen Teil seiner dabei verwendeten Zeit in einem anderen Mitgliedsstaat verwendet. Der Förderung der transnationalen Mobilität von sozial benachteiligten jungen Menschen am Übergang Schule - Beruf kommt dabei besondere Bedeutung zu, was auch seinen Niederschlag in der Jugendhilfe finden soll.

Informationen und Anmeldungen unter
E-Mail: brandtner(at)bbj.de

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Deutsche Welle, Advocacy und Globalisierung

Das Verhältnis von Globalisierung, Menschenrechten und Medien ist auch eine Herausforderung für das Verhältnis von Journalisten und der themenanwaltschaftlichen Funktion von NGOs. Beim 4. Deutsche Welle Global Media Forum vom 20.-22. Juni 2011 in Bonn wird eine der drei Hauptpanel dem Spannungsverhältnis von traditionellen Ansprüchen objektiver Berichterstattung und der anwaltschaftlichen Tätigkeit von Menschenrechts-NGO gewidmet sein. Dabei kommen auch das Universum des Bloggens und Twitterns und weiterer neuer Formen in den Blick, bei denen mit Bürgerstatements und Bürgerjournalismus klare Grenzen zwischen Engagement und Berichterstattung verschwimmen. Auch in den anderen 50 Workshops und Panels werden unter den erwarteten 1300 Teilnehmern viele Vertreter aus NGO ihre Perspektiven einbringen.

Weitere Informationen unter
www.dw-world.de/dw/0,,13990,00.html

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EJF 2011 in Italien

Am 31.3./1.4. 2011 fand in Venedig die offizielle italienische Eröffnungsveranstaltung des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit statt. In einer öffentlichen Podiumsveranstaltung wurde die italienische Situation mit Experten aus Großbritannien, Portugal, Slowenien und Deutschland diskutiert. Die deutsche Situation stellte Frank Heuberger als Vertreter des BBE dar. Der Hauptteil des Kongresses war der Arbeit in Working Groups zu strategischen Themen des italienischen und europäischen Freiwilligensektors gewidmet.

Ergebnisse der Konferenz in italienischer Sprache unter
www.lavoro.gov.it/AnnoEuropeoVolontariato
 
Zentrale Dokumente in englischer Sprache unter
www.destinazioneeuropa.eu/documenti/veniceconference.asp

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Engagementpolitik und Zivilgesellschaft

Das European Network of National Civil Society Associations (ENNA), in dem 20 Netzwerke von Freiwilligenorganisationen aus 17 Ländern, darunter das BBE organisiert sind, hat einen Überblick über die Kooperationsformen zwischen Staat und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Feld der Engagementpolitik in den Mitgliedsländern erstellt. Dabei lassen sich drei Formen erkennen: Partizipationsstrukturen auf der Grundlage formeller Abmachungen, informelle Teilhabemechanismen und die Abwesenheit von Teilhabe an politischer Entscheidungsvorbereitung und -findung. Die vergleichende Darstellung »Participation for Impact« ist jetzt erschienen.

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CEV: Jahresbericht erschienen

Das Centre Europeen du Volontariat (CEV), in dem das BBE Mitglied ist, hat seinen Jahresbericht für 2010 veröffentlicht. Das CEV koordiniert und vertritt auf europäischer Ebene die Belange des bürgerschaftlichen Engagements in Europa. Neben der Vorbereitung des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 wird die praktische Kooperation mit europäischen Institutionen dargestellt. Außerdem enthält der Bericht eine Liste mit Kontaktadressen aller 89 Mitgliedsorganisationen und Netzwerke aus 34 europäischen Ländern.

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European Volunteer Measurement Project am 6. Mai in Tallin

In Verbindung mit dem Symposium zu Entwicklungstendenzen der Freiwilligentätigkeit in Europa des Centre Europeen du Volontariat (CEV) am 4. und 5. Mai 2011 in Tallinn (siehe Ankündigung Europa-Nachrichten Nr. 2/2011), wird das European Volunteer Measurement Project unter der Leitung der Johns Hopkins University (JHU) gestartet. Dazu findet am 6. Mai 2011 in Tallinn ein Kick-Off statt, bei dem Lester Salamon (JHU) von 9 Uhr bis 13 Uhr in die dabei verwendeten Handbücher und Anleitungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einführt. Das European Volunteer Measurement Project möchte auf Grundlage des ILO-Manuals in Zusammenarbeit mit den nationalen Statistikämtern eine vergleichbare Datengrundlage des bürgerschaftlichen Engagements in Europa schaffen.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter
E-Mail: andreea.nagy(at)cev.be

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EJF 2011: 2. Offizielle EU-Konferenz am 23./24. Mai 2011

Am 23./24. Mai 2011 findet in Brüssel die zweite offizielle EU-Konferenz zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit mit Thema »Volunteers: the difference they make and the challenges they face« statt. Dabei werden Ehrenamtliche die Möglichkeit haben, auf Einladung der Kommission ihre Erfahrungen (in englischer Sprache) in einem erweiterten, europäischen Rahmen zu vermitteln. Das Centre Europeen du Volontariat (CEV) kann hierfür noch interessierte Ehrenamtliche melden, wofür allerdings eine umgehende Bewerbung nötig ist. Organisiert wird die Tagung von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialrat.

Weitere Informationen und Bewerbungen unter
E-Mail: andreea.nagy(at)cev.be

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Europäische Förderung für BE: Seminar am 8. Juni 2011

Das EU-Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« fördert Projekte, die Anlässe zur Reflexion über Europa und die EU schaffen, Engagement für europäische Themen anregen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Die nächste Einreichfrist für zivilgesellschaftliche Organisationen endet am 1. Februar 2012. Das Seminar der Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« richtet sich an alle Organisationen, die Projekte im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements umsetzen und dabei mit Partnern in Europa kooperieren (wollen). Es führt in die EU-Förderung ein und gibt nützliche Hinweise für die Antragstellung. Das Seminar findet am 8. Juni 2011 von 9.30-17.30 Uhr in Berlin statt.

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Internationaler Bürgermedienpreis: Bewerbung bis 30. Juli 2011

Bürgermedien ermöglichen Partizipation und geben engagierten Menschen weltweit eine Stimme. Sie tragen zu sozialen Netzwerken bei und entfalten in manchen Gegenden oder bei manchen Themen eine freiheitsfördernde, mitunter auch revolutionierende Kraft. Neben dem Erwerb von Medienkompetenz und der multimedialen Teilhabe am Aufbau einer zivilen Bürgergesellschaft bieten die Bürgermedien ihren Produzenten die Möglichkeit, sich kritisch mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen und ihre Gedanken mit Gleichgesinnten zu teilen. Unter der Trägerschaft des Netzwerkvereins European Youth4Media e.V., des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien e.V. und des Bürgermedienzentrums Bennohaus wird der 1. Internationale Bürgermedienpreis ausgeschrieben, der zukünftig jährlich verliehen werden soll. Bis zum 30. Juli 2011 können Beiträge der Kategorien Video, Audio und Internet eingesendet werden, die in der Zeit vom 1. März 2010 bis zum 30. Juli 2011 produziert wurden und eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Das diesjährige Auftaktthema lautet »Armut«. Dies soll in den eingereichten Beiträgen medial aufgezeigt werden, wobei das persönliche Engagement der Bürger und Bürgergruppen im Vordergrund steht.

Weitere Informationen unter
www.bennohaus.info/content.php

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BE in Europa: Bericht vom Europäischen Abend am 13.4.2011

»Ohne die Zivilgesellschaft sind die EU-Institutionen nichts«, konstatierte Sylvia-Yvonne Kaufmann, Landesvorsitzende der Europa-Union Berlin beim 15. Europäischen Abend zum Thema bürgerschaftliches Engagement. »Ohne bürgerliches Engagement fehlt der gesellschaftliche Kitt und wir steuern auf die nächste Krise zu.« ergänzte Peter Heesen, Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion. Bürgerschaftliches Engagement wurde in weiteren Beiträgen im Spannungsfeld von autonomer Lebensführung, von Gewalt- und Ausbeutungsverhältnissen in Teilen Europas und von körperlichen Einschränkungen, etwa Schwerhörigkeit bei europäischen Institutionen vielschichtig verortet. Im europäischen Vergleich setzen Norwegen und Schweden am stärksten auf das ehrenamtliche Engagement. »Menschen, die abgesichert und gut gebildet sind, engagieren sich einfach am meisten«, erklärte Thomas Olk, Vorsitzender des Sprecherrats des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement.

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Engagementgeld von der EU holen: neuer Guide erschienen

Was nutzen gute Ideen und Engagement, wenn die Mittel fehlen? Und was nutzen die Mittel bei der EU, wenn sie nicht den Weg zu den Engagierten finden? In der 17. Auflage mit Stand März 2011 ist der Guide to European Funding for the Non Profit Sector 2011/2012, herausgegeben vom European Citizen Action Service (ECAS), erschienen. Der Guide stellt auf 217 Seiten u. a. dar, wie das Fördersystem bei der EU funktioniert, wo man welche Mittel als NPO beantragen kann und wie und bei wem man auch Kofinanzierungsmittel einwerben kann.

Weitere Informationen unter
www.ecas-citizens.eu/content/view/383/367/

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 19. Mai 2011. Redaktionsschluss ist der 12. Mai. Bitte schicken Sie Ihre Informationen an
E-Mail: mirko.schwaerzel(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Mirko Schwärzel

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter
http://www.b-b-e.de/index.php?id=kommende_themen

Dieser Newsletter wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de

V.i.S.d.P.: Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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