Fachkonferenz zum Abschluss des Projekts INKA

Die PartnerInnen des Projekts INKA mit dem Staatssekretär Stefan Müller (BMBF, 1. von rechts) auf der Abschlusskonferenz am 23. September 2015 (Foto: Jörg Farys/www.dieprojektoren.de)

Am 23. September 2015 kamen ca. 150 ExpertInnen im Berliner Umweltforum zur Fachkonferenz »Engagiert im Katastrophenschutz – Impulse für ein zukunftsfähiges Freiwilligenmanagement« zusammen. Die Konferenz bildete den Abschluss des Projekts INKA, das in den letzten drei Jahren untersucht hat, wie sich die Rahmenbedingungen für ein freiwilliges Engagement im Katastrophenschutz verändern und wie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) darauf reagieren können. Denn dass der Katastrophenschutz in Deutschland ohne freiwilliges Engagement nicht denkbar ist, darin waren sich der Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes Dr. Volkmar Schön und der parlamentarische Staatsekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Stefan Müller (CSU) einig, wie in ihren Begrüßungsworten deutlich wurde.

Das Projektkonsortium - bestehend aus Deutsches Rotes Kreuz, Fraunhofer IAO, IAT der Universität Stuttgart, Institut für Psychologie der Universität Greifswald, Berliner Feuerwehr und Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement - stellte zunächst die zentralen Ergebnisse des Projekts vor. Dabei wurden nicht nur die drei Analysedimensionen – Motivation Freiwilliger im Katastrophenschutz, Analyse der Organisationsstrukturen und Möglichkeiten von Unternehmen, sich im Katastrophenschutz zu engagieren - in den Blick genommen. Ebenso wurde eine engagement- und gesellschaftspolitische Einordnung der Ergebnisse vorgenommen und gezeigt, wie Forschungsergebnisse für PraktikerInnen vor Ort aufbereitet werden können.

Fotos: Jörg Farys/www.dieprojektoren.de

Im Anschluss daran bot eine Podiumsdiskussion die Möglichkeit, die Ergebnisse aus staatlicher, zivilgesellschaftlicher und unternehmerischer Sicht zu diskutieren. Dr. Volkmar Schön (Deutsches Rotes Kreuz), Christian Dolf (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), Wilfried Gräfling (Berliner Feuerwehr) und Ralf Thomas (Volkswagen Pro Ehrenamt) legten dar, wie sie die Rollen der verschiedenen AkteurInnen sehen und was sie tun müssten, um attraktive Strukturen für ein Engagement im Katastrophenschutz zu schaffen.

Am Nachmittag widmeten sich die KonferenzteilnehmerInnen dann der Praxis vor Ort. Ausgehend von den im Projekt erarbeiteten Praxisleitfäden tauschten sie sich in vier Arbeitsgruppen über verschiedene Facetten der Integration von Freiwilligen in den Katastrophenschutz aus. Neben der Frage, wie man (potentielle) Freiwillige ansprechen und ihnen den Einstieg erleichtern kann, ging es auch darum, wie die Organisationsstrukturen – insbesondere die Ausbildung - gestaltet werden müssen, damit Freiwillige »dabei bleiben«. Und nicht zuletzt ging es darum, was BOS tun müssen, um Kooperationen mit Unternehmen eingehen zu können.

Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde, in der einige der assoziierten Partner des Projekts ihre Perspektive auf das Projekt INKA schilderten. Petra Albert (Arbeiter-Samariter-Bund), Leander Strate (Johanniter Unfallhilfe), Michael Teuber (Technisches Hilfswerk) und Hans-Peter-Eckstein (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) gaben einen Einblick, welche Empfehlungen aus Ihrer Sicht besonders relevant sind und welche Schritte sie in ihren jeweiligen Organisationen einleiten wollen – oder schon eingeleitet haben -, um freiwillige HelferInnen besser zu integrieren.

Abschlusskonferenz INKA am 23.9.2015 (6)
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Fotos: Jörg Farys/www.dieprojektoren.de

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