Dialogforum »Mobilität und Engagement«

Am 22. Januar 2015 fand das erste Dialogforum im Rahmen des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« in Berlin statt.

Rund 60 ExpertInnen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten darüber, wie Zugänge zu Engagement für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen geschaffen und erleichtert werden können. Ebenfalls im Fokus stand die Frage, durch welche Maßnahmen die Mobilität im öffentlichen Raum verbessert und Barrieren – auch in der Kommunikation – abgebaut werden können. Und welche Akteure müssen welche konkreten Schritte unternehmen, um die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen und Barrieren abzubauen? In drei Phasen - Kritik, Realität und Utopie - diskutierten die Teilnehmenden diese und weitere Fragen.

Drei Aspekte standen im Vordergrund der Diskussion: Zugang zum Engagement, barrierefreie Mobilität und barrierefreie Kommunikation. Die Kritik am gegenwärtigen Status Quo und die Vorschläge zur Verbesserung reichten von eher grundlegenden und allgemeinen Aspekten bis hin zu sehr detaillierten Punkten. Dabei wurden staatliche und zivilgesellschaftliche AkteurInnen gleichermaßen adressiert.

Grundsätzlich müsse das Thema Inklusion als politische Querschnittsaufgabe etabliert werden. In diesem Rahmen gelte es auch die verschiedenen Ressorts der Bundesregierung noch stärker in die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK zu integrieren. Darüber hinaus müsste bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Behinderungen als ein Element der Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben verstanden werden.

Aber auch bei zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, so der Tenor des Dialogforums, besteht Handlungsbedarf. Insgesamt wird bisher noch zu wenig dafür getan, die Rahmenbedingungen für das Engagement von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Zunächst ist es notwendig, bereits bei der Konzeption und Bereitstellung von Informationsangeboten zu Engagementmöglichkeiten darauf zu achten, dass sie möglichst für jedermann zugänglich, verständlich und nutzbar sind.

Bericht im BBE-Newsletter Nr. 11 vom 2.6.2015. mehr...

 
 
 
 

Fotos: Elke A. Jung-Wolff/BBE


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