22.03.17

Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Gutachten

Am 7. März 2017 wurde das Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung veröffentlicht und von der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Dr. Eva Kocher zusammen mit Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig der Öffentlichkeit vorgestellt. Danach leisten Frauen täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Tätigkeit für andere als Männer: mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und Hausarbeit. Dieser Wert wurde als neuer Indikator für den Gender-Care-Gap von der Kommission entwickelt. Die Sachverständigenkommission bewertet diese Lohn- und Sorge-Lücke als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern. Als zentrale Strategie wird die Überführung unbezahlter oder gering bezahlter Sorgearbeit, die hauptsächlich von Frauen erbracht wird, in gute bezahlte Erwerbsarbeit empfohlen. Das Gutachten wurde im Januar 2017 an die Ministerin übergeben. Eine Stellungnahme der Bundesregierung zu diesem Gutachten wird derzeit zwischen den Ressorts abgestimmt. Das Gutachten und die Stellungnahme der Bundesregierung zu diesem Gutachten werden zusammen den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung bilden, der dem Kabinett nach Abschluss der Ressortabstimmung vorgelegt wird.

Gutachten der Sachverständigenkommission und Themenblätter 

(Stichwörter: Engagementpolitik & -förderung, Demokratie & Partizipation, Bildung & Qualifizierung, Wandel des Sozialstaates, Newsletter)


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