Europäische Engagementpolitik und Partizipation

Die Engagement- und die Partizipationsdebatte werden häufig noch wie zwei Parallelwelten betrachtet. Doch Engagement ist nicht nur ein Ort der Koproduktion in der Wohlfahrtsgesellschaft, sondern auch ein Ort der Gestaltung der Gesellschaft und ein Ort des politischen Lernens sowie der politischen Meinungs- und Willensbildung.

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Europäische Engagementpolitik

Auf europäischer Ebene ist mit dem Europäischen Solidaritätskorps (ESK) ein gesteigerter politischer Gestaltungswille zur Förderung von Freiwilligentätigkeit und Engagement zu verzeichnen. Zuvor wurde im September 2011 in der Mitteilung der Europäischen Kommission über EU-Politiken und Freiwilligentätigkeit eine engagementpolitische Stellungnahme auf europäischer Ebene skizziert. Es wurde unter anderem Stellung bezogen zu Themenkomplexen, wie dem Europäischen Kompetenznachweis, dem European Volunteer Measurement Projekt oder dem Europäischen Qualifizierungspass.

Mitteilung der Europäischen Kommission zu EU-Politik und Freiwilligentätigkeit: Anerkennung und Förderung grenzüberschreitender Freiwilligenaktivitäten in der EU (20. September 2011) Download

Entschließung des Europäischen Parlaments zur Anerkennung und Förderung grenzüberschreitender Freiwilligenaktivitäten in der EU (2011/2293(INI)) (12. Juni 2012) Weitere Informationen

Auch der Europarat hat einen wichtigen Beitrag geliefert. 2009 verabschiedete er den »Code of Good Practice for Civil Participation in the Decision-Making Process«. Download

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Europäisches Solidaritätskorps (ESK)

Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) ist eine vieldiskutierte Initiative der Europäischen Union, die bis zum Jahr 2020 über 100.000 Freiwilligen- bzw. Beschäftigungsprojekte für junge Menschen ermöglichen möchte. Der Freiwilligenstrang des ESK wäre damit die größte engagementpolitische Maßnahme der EU. Weitere Informationen

Entwicklungsschritte:

  • 14. September 2016: Präsident Juncker kündigt in seiner Rede zur Lage der Union 2016 vor dem Europäischen Parlament die Einrichtung eines Europäischen Solidaritätskorps an
    Weitere Informationen
  • 7. Dezember 2016: Start des Europäischen Solidaritätskorps
    Weitere Informationen
  • 8. März 2017: Beginn der Vermittlung junger Menschen an Organisationen
    Weitere Informationen
  • 20. März 2017: Erstes Mitglied des Europäischen Solidaritätskorps tritt seinen Einsatz an
  • 30. Mai 2017: Kommission schlägt Budget von über 340 Mio. EUR für das Europäische Solidaritätskorps vor
    Download (PDF, 1,1 MB)
  • 17. August 2017: Erste Freiwillige des Solidaritätskorps treffen in Norcia (Italien) ein
    Weitere Informationen

Europäisches Solidaritätskorps: Zwischenbilanz nach einem Jahr Download (PDF, 870 kB)

Europäisches Solidaritätskorps – Schwerpunktthema der BBE Europa-Nachrichten 5/2017 mehr...

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Europäische Jahre

Seit 1983 werden von der Europäischen Union die sogenannten Europäischen Jahre ausgerufen, die einem bestimmten Thema gewidmet sind. Durch eine nationale und zugleich europäische Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit sollen die Bevölkerung, aber auch die nationalen Regierungen auf ein bestimmtes gesellschaftlich wichtiges Thema aufmerksam gemacht werden. Für den Engagementbereich sind insbesondere die Europäischen Jahre 2011-2014 engagementpolitisch von Bedeutung.

  • 2018: Europäisches Jahr des Kulturerbes Weitere Informationen
    BBE Europa-Nachrichten zum Schwerpunkt »Europäisches Jahr des kulturellen Erbes« mehr...
  • 2017: Kein thematisches Europäisches Jahr
  • 2016: Kein thematisches Europäisches Jahr
  • 2015: Europäisches Jahr für Entwicklung Weitere Informationen
  • 2013/2014: Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger Weitere Informationen
  • 2012: Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen Weitere Informationen
  • 2011: Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft Weitere Informationen
    EU-Flaggschiffprojekt des BBE im EJF 2011: mehr...

Europäische Jahre seit 1983 Weitere Informationen

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Europäische Bürgerinitiative (EBI)

Der 2011 in Kraft getretene Lissabon-Vertrag führt die Europäische Bürgerinitiative (EBI) und weitere partizipative Demokratieelemente ein, die direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an europäischer Politik fördern. Die Europäische Bürgerinitiative macht es möglich, dass sich eine Million EU-BürgerInnen unmittelbar an der Entwicklung von Strategien der EU beteiligen, indem sie die Europäische Kommission auffordern, sich mit einem Thema zu befassen oder eine Gesetzesinitiative zu ergreifen.
Weitere Informationen

  • Rechtsrahmen für die Europäische Bürgerinitiative 
    Weitere Informationen
  • Vertrag von Lissabon 
    Download (PDF, 3,9 MB)
  • Gesetzentwurf der Bundesregierung zur nationalen Umsetzung der Europäischen Bürgerinitiative (EBI)
    Download (PDF, 239 kB)

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