Bildung und Qualifizierung

Engagement fällt nicht vom Himmel. »Wer Engagement fordert, muss Kompetenz fördern und Kontext bieten«, so lautet die Forderung der Enquetekommission »Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements« des Deutschen Bundestages. Gute Rahmenbedingungen für engagierte Freiwillige beinhalten eine qualifizierte Begleitung durch FreiwilligenkoordinatorInnen und -managerInnen. Dazu gehört auch eine Anerkennungskultur und Möglichkeiten der Partizipation für freiwillig Engagierte. Besonders wichtig aber ist ein Verständnis dafür, dass viele Freiwillige in ihrem Engagement etwas lernen, sich qualifizieren wollen. Deshalb betont die BBE-Arbeitsgruppe »Bildung und Qualifizierung« ausdrücklich: Freiwillige haben ein Recht auf Qualifizierung!

Das freiwillige Engagement als Lernmöglichkeit in den Focus zu nehmen, daran arbeitet diese Arbeitsgruppe. Menschen aller Altersstufen lernen im und durch das freiwillige Engagement. Aber auch das »sich freiwillig engagieren« will gelernt sein! Schulen sind dafür ein zentraler Ort. Die Fachdiskussionen geht hier von einer Engagementorientierung der Schulprogramme über neue Formen des Unterrichts und neue Lerninhalte bis zur Neugestaltung des Schulalltags. Der Blick wird dabei auf das Engagement gerichtet und es wird versucht, Schule als Ermöglichungsraum für Engagement zu begreifen. Dazu sind »Gelegenheitsstrukturen« (Prof. Dr. Wolfgang Edelstein) notwendig, um Schule engagiert zu gestalten. Nebenbei geht es auch darum, dass Schulen heute ohne das freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Nachbarschaft nicht mehr sinnvoll arbeiten können. Die Fachdiskussionen befassen sich u. a. mit der Öffnung der Schulen nach innen und außen – vorrangig auch in der Gestaltung der Ganztagsschulen. Wir wissen, dass sich viele Eltern und viele Bürgerinnen und Bürger für eine gute Schule in Deutschland engagieren wollen. Wir sind der Meinung, dass Schule ein eigenständiges Engagementfeld (wie »Sport«, »Naturschutz«, etc.) ist. Damit leisten wir auch einen Beitrag zur Schulreform und Schulentwicklung.

Schlüsselqualifikationen durch Engagement

Über freiwilliges Engagement können Kompetenzen erworben werden, die als Schlüsselqualifikationen gesellschaftlich anerkannt sind. Darüber hinaus spielt die Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in bürgerschaftlichen Organisationen, Vereinen, Verbänden und Freiwilligenagenturen ebenfalls eine wichtige Rolle in diesem Kontext. In vielen sozialen Berufen ist eine Zusatzqualifizierung für die Förderung des freiwilligen Engagement sinnvoll. Freiwillige bekommen oft in ihren Engagements gute Ausbildungen (bspw. als TelefonkrisenberaterIn, als StreitschlichterIn, etc.). Diskutiert wird dabei auch über entsprechende Qualifizierungsnachweise oder über Kompetenzbilanzen. Auch in Kindertagesstätten sind zivilgesellschaftliche Engagementfelder zu entdecken. Dies soll als ein »Zukunftsprojekt« auch in der Arbeitsgruppe »Bildung und Qualifizierung« des BBE diskutiert werden.

Arbeitsschwerpunkte des BBE

Die BBE-Arbeitsgruppe »Qualifizierung / Bildung« arbeitet schwerpunktmäßig an den folgenden Themen:

  • Verankerung von bürgerschaftlichem Engagement als Bildungsziel
  • Entwicklung von Qualifizierung als Teil einer umfassenden Anerkennungskultur für das bürgerschaftliche Engagement
  • Bündelung und Vernetzung vorhandener Qualifizierungsangebote
  • Verankerung von Qualifizierung im Rahmen von Organisationsentwicklung
    mehr...

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu Qualifizierung und Bildung finden Sie auch unter den Seiten der gleichnamigen BBE-Arbeitsgruppe 2:


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