»Zivilgesellschaft stärken«

Logo »kompetent. für Demokratie. Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus«

Von November 2008 bis Dezember 2010 lief das Modellprojekt »Zivilgesellschaft stärken«. Es ist Teil des Bundesprogramms »kompetent. für Demokratie« und hatte zum Ziel, Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus in strukturschwachen ländlichen Regionen zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Darüber hinaus wurden im Transfer von Wissenschaft und Praxis Handlungsempfehlungen für zivilgesellschaftliche Akteure erarbeitet, die sich gegen die Verbreitung und Verankerung rechtsextremer Strukturen in diesen Regionen wenden.

Die Projektleitung lag bei der Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit e. V. an der Universität Halle-Wittenberg und ihrem ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Thomas Olk, der gleichzeitig Vorsitzender des BBE-Sprecherrats ist. Das BBE war verantwortlich für die Koordination des Projektes und die öffentlichkeitswirksame Verbreitung der Ergebnisse.
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Titelbild der Handreichung »Gemeinsam handeln: Für Demokratie in unserem Gemeinwesen!« Bildausschnitt aus einer Demonstration mit einem Kind, das ein Plakat hoch hält mit dem Slogan »Lieber denken als vergessen«

Handreichung »Gemeinsam handeln: Für Demokratie in unserem Gemeinwesen«

Zum Projektabschluss wurde im Dezember 2010 die Handreichung »Gemeinsam handeln: Für Demokratie in unserem Gemeinwesen« veröffentlicht. Sie gibt Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Rechtsextremismus im ländlichen Raum. Die Handreichung fasst praxisnahe Hinweise zum Umgang mit rechtsextremen Aktivitäten im Gemeinwesen zusammen und richtet sich an kommunale Akteure in ländlichen Regionen, die gegen Rechtsextremismus aktiv werden möchten.
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Die Landkreise Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern), Kyffhäuserkreis (Thüringen), Schaumburg (Niedersachsen) und der Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) wurden als Modellregionen für die Analyse ausgewählt. Es handelt sich um größtenteils strukturschwache ländliche Regionen, in denen sowohl rechtsextreme Aktivitäten als auch zivilgesellschaftliche Strukturen gegen Rechtsextremismus beobachtbar sind.

Gruppenfoto aus der Beiratssitzung des Projekts »Zivilgesellschaft stärken«

Ein Projektbeirat mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Akteuren aus der Praxis gegen Rechtsextremismus wurde einberufen und die Durchführung von insgesamt vier Workshops geplant. Diese hatten zum Ziel, auf die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projektes aufzubauen und Handlungsempfehlungen im intensiven Erfahrungsaustausch mit kommunalen Akteuren zu erarbeiten.
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Sekundäranalyse zu Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus

Im Auftrag des Projektträgers führte das »Nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung« eine Sekundäranalyse durch. Bereits vorhandene Studien und Evaluationen wurden unter der Fragestellung ausgewertet, welche Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus in den Landkreisen Uecker-Randow, Kyffhäuserkreis und Schaumburg bestehen und welchen Erfolg sie haben. Die Ergebnisse der Sekundäranalyse wurden durch den Projektbeirat und bei Workshops mit Akteuren aus der praktischen Arbeit vorgestellt, um dort kommentiert, beraten und diskutiert zu werden.

Im September 2009 wurde die Sekundäranalyse abgeschlossen. Darauf aufbauend begann die Durchführung einer qualitativen Fallstudie im Altmarkkreis Salzwedel. Die Akademie für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. sicherte und ergänzte mit dieser Fallstudie die Ergebnisse der Sekundäranalyse.

Erarbeitung von Handlungsempfehlungen

Projektteam »Zivilgesellschaft stärken«
Gruppenfoto des Projektteams »Zivilgesellschaft stärken«: Prof. Dr. Thomas Olk, Thomas Stimpel und Susanne Beyer (v.l.n.r.)

Am 7. Mai 2010 diente eine zweite Beiratsitzung dazu, Rückmeldungen zu den Ergebnissen der Fallstudie und zu einem ersten Entwurf einer Handreichung sowie Handlungsempfehlungen zu geben. Bei einem weiteren Workshop am 11. Juni 2010 wurden die Handlungsempfehlungen auf der Grundlage von Fallbeispielen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen abgeschlossen. Die Rückmeldungen der beteiligten Akteure wurden in die Grundstruktur der Handreichung aufgenommen.

Fachtagung »Zivilgesellschaft stärken im ländlichen Raum«

Gruppenbild mit Podium und Teilnehmern der Fachtagung »Zivilgesellschaft stärken im ländlichen Raum« am 30.9.2010 in Berlin

Am 30.9.2010 veranstalteten die Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit e. V., das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und der Deutsche Städte- und Gemeindebund in Berlin die Fachtagung »Zivilgesellschaft stärken im ländlichen Raum«. Dort stellte der Projektleiter Prof. Dr. Thomas Olk die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Ergebnisse des Modellprojekts »Zivilgesellschaft stärken« vor.

Politischer Handlungsbedarf

Bild aus der Podiumsdiskussion mit Ulrich Mohn, Sven-Olaf Obst, Ansgar Klein (Moderation), Axel Lubinski und Thomas Olk (v.l.n.r.)
Gruppenbild aus einem der Workshops bei der Fachtagung »Zivilgesellschaft stärken im ländlichen Raum«

Die Fachtagung bot Raum für eine Diskussion über die politischen Handlungsbedarfe zur Stärkung der Zivilgesellschaft in der Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Aktivitäten im ländlichen Raum. Das erste Podium war besetzt mit Dr. Sven-Olaf Obst (Referat für Grundsatzfragen und Extremismusprävention beim BMSFSJ), Dr. Axel Lubinski (Referat für Grundsatz, Planung und Gesellschaftspolitik im Arbeitsstab Angelegen der Neuen Bundesländer im BMI), Ulrich Mohn (Referat für Recht und Verfassung beim DStGB) und Prof. Dr. Thomas Olk (BBE). In vier Workshops wurden die bereits im Laufe des Projekts erarbeiteten Handlungsempfehlungen vorgestellt und mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen diskutiert. Diese Rückmeldungen wurden bei der Fertigstellung der Handreichung berücksichtigt.

Herausforderungen an die Zivilgesellschaft

Bild aus der Podiumsdiskussion mit Katrin Biebighäuser, Nastassja Nefjodov, Ansgar Klein (Moderation), Gerd Bücker und Thomas Olk (v.l.n.r.)

Die zweite Podiumsdiskussion befasste sich mit den Herausforderungen an die Zivilgesellschaft im ländlichen Raum. Hier diskutierten Katrin Biebighäuser (Bund der Deutschen Landjugend), Gerd Bücker (Deutsche Sportjugend), Nastassja Nefjodov (Deutsche Jugendfeuerwehr) und Prof. Dr. Thomas Olk (BBE).

Ergebnisse der Tagung

Die Ergebnisse der Tagung wurden dokumentiert und stehen hier zum Download bereit.

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Kontakt

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17–18
10179 Berlin-Mitte

Tel.:  (0 30) 6 29 80-11 0
Fax:  (0 30) 6 29 80-15 1

E-Mail: info(at)b-b-e.de


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