»Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland«

Vom 1. März bis zum 30. November 2011 führte das BBE in Partnerschaft mit TNS Infratest Sozialforschung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Projekt »Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland« durch. In dem vom Bundesministerium des Innern (BMI) beauftragten Projekt wurden die Besonderheiten der Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen Bundesländern analysiert und Strategien für die Gestaltung Engagement fördernder Rahmenbedingungen in Ostdeutschland entwickelt. 

TNS Infratest Sozialforschung nahm dabei eine vertiefende Auswertung des Freiwilligensurveys für Ostdeutschland vor, die durch Sekundäranalysen sowie qualitative Experteninterviews der Universität Halle-Wittenberg untersetzt wurde. Das BBE organisierte im Rahmen des Projektes mehrere Arbeitstreffen. In diesen wurden gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren der Engagementförderung auf Länderebene Gelingens- und Misslingensbedingungen für den Auf- und Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen herausgearbeitet. Gleichzeitig dienten die Arbeitstreffen der Implementierung der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Diskurse der Engagementpolitik auf den jeweiligen Länderebenen in Ostdeutschland. 

Die Ergebnisse des Verbund-Projektes und die daraus entwickelten Handlungsempfehlungen wurden am 25. November 2011 im Rahmen der Fachkonferenz des BMI »Nah dran - wir gestalten Demokratie« vorgestellt und in einem Fachforum mit Akteuren aus dem Bundesprogramm »Zusammenhalt durch Teilhabe« vertiefend diskutiert. 

Ende November wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse werden in Kürze durch das BMI online zur Verfügung gestellt. Die Publikation der Studie ist für das nächste Jahr vorgesehen. 

Bürgerschaftliches Engagement in Ostdeutschland

Das zentrale Ziel der Studie bestand darin, die spezifischen Entwicklungen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements in den neuen Bundesländern vertiefend und systematisch zu analysieren und erstmalig auch die  Rahmenbedingungen und Erfahrungen derjenigen Akteurinnen und Akteure zu erfassen, die auf der regionalen Ebene mit der Förderung des bürgerschaftlichen  Engagements betraut sind.
 
Die Studie wurde in Kooperation von TNS Infratest Sozialforschung München (Dr. Thomas Gensicke), der Akademie für Sozialpädagogik und Sozialarbeit e.V. Halle/ Saale (Prof. Dr. Thomas Olk) und dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (Andreas Pautzke, Katrin Gewecke) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) durchgeführt. 

Der Band ist 2014 in der Reihe Bürgergesellschaft und Demokratie im Verlag Springer VS erschienen.
Weitere Informationen

NAH DRAN – Wir gestalten Demokratie

Das Bundesprogramm »Zusammenhalt durch Teilhabe« fördert demokratische Teilhabe und Engagement im ländlichen Raum und unterstützt damit eine Vielzahl von Aktiven, die sich in Vereinen, Verbänden und Initiativen engagieren. 200 Vertreter der geförderten Projekte kamen am 24. und 25. November 2011 in Potsdam zur ersten Fachkonferenz des Programms zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. 

Das BBE beteiligte sich mit dem Fachforum »STÄRKER WERDEN« an der von der Deutschen Jugendfeuerwehr organisierten Konferenz. Im Fachforum wurden zentrale Ergebnisse aus dem im Auftrag des Bundesministerium des Innern durchgeführten Verbund-Projektes »Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland« vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen im Hinblick auf die praktische Arbeit vor Ort diskutiert. Eine gemeinsame, Sektor übergreifende Strategieentwicklung, die Anknüpfung an vorhandene Potentiale für BE vor Ort und die Installierung und Qualifizierung fester Ansprechpartner wurden als einige wesentliche Entwicklungsperspektiven hervorgehoben. Die Ergebnisse des Fachforums gehen in die im Rahmen des Projektes entwickelten Handlungsempfehlungen zur Engagementförderung in Ostdeutschland ein. 

Fachtagung in Halle zeigt: Engagement braucht mehr Kooperation auf Augenhöhe

Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt freute sich, dass es gelungen sei, den länderübergreifenden Dialog zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland zu initiieren und dankte den mehr als 80 beteiligten Projekten und Expertinnen und Experten. »Sie stehen für die Vielfalt des Ehrenamtes und sind wichtiger Teil des Gemeinwesens«, sagte Bischoff in seinem Grußwort. Dass Deutschland gute Bedingungen für bürgerschaftliches Engagement habe, machte Stefan Forester als Vertreter der EU-Kommission deutlich.
Pressemeldung

2. Arbeitstreffen

25 Vertreterinnen und Vertreter staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen diskutierten am 28. September 2011 die Zwischenergebnisse des Projektes »Stand und Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland« in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt. Gemeinsam wurden mögliche Schlussfolgerungen für die Engagementförderung in den neuen Bundesländern erarbeitet. Als wichtige Herausforderungen wurden Kommunikationsstrategien, Koordinierungsstrukturen und Plattformen für Erfahrungsaustausch zwischen allen Ebenen identifiziert. Die Gesamtergebnisse des Projektes werden auf dem Kongress des BMI »Ganz nah dran – wir gestalten Demokratie« am 24 und 25. November 2011 in Potsdam vorgestellt.

1. Arbeitstreffen

30 Vertreterinnen und Vertreter staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen der Engagementförderung aus den ostdeutschen Bundesländern kamen am 31. März 2011 zum 1. Arbeitstreffen des vom Bundesministerium des Innern beauftragten Projektes »Stand und Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland« im BBE zusammen. Neben der Vorstellung des Verbundprojektes von BBE, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und TNS Infratest Sozialforschung und der Auswertung der Freiwilligensurveys 1999 – 2009 für Ostdeutschland stand ein intensiver Informationsaustausch über die Entwicklungen der Engagementförderung in den einzelnen Bundesländern im Mittelpunkt. Der begonnene Dialog wird auf einem weiteren Arbeitstreffen im zweiten Halbjahr 2011 fortgeführt.

Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland

Der Bericht gibt einen Überblick über das bestehende Engagement und das weitere Engagementpotenzial in den neuen Ländern, wobei sich dabei heterogene Entwicklungen mit einer Reihe von sozialen und regionalen Unterschieden abzeichnen. Die Studie ist eine Gemeinschaftsproduktion von Thomas Olk (Universität Halle – Wittenberg), Thomas Gensicke (TNS Infratest München) und dem BBE im Auftrag des Bundesministerium des Innern.
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Kontakt

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

– Geschäftsstelle –
Michaelkirchstr. 17–18
10179 Berlin-Mitte

Tel.:  (0 30) 6 29 80-11 0
Fax:  (0 30) 6 29 80-15 1

E-Mail: info(at)b-b-e.de


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