Newsletter Nr. 8 vom 16.4.2015

Hardenberg/ Tote: Unbewusste Vorurteile

»Unconscious Bias – Unbewusste Vorurteile« sind das Thema des Gastbeitrages von Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e.V., und Kerstin Tote, Referentin in der Geschäftsstelle des Charta der Vielfalt e.V. in Berlin mit Schwerpunkt auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie zeigen, wie hilfreich und notwendig im Alltagsleben unbewusste Vorurteile sind, aber auch, wie sie z. B. im Arbeitsleben zu Blockaden und Ausgrenzungen führen. »Unconscious Bias« stellen eine Herausforderung für Diversity Management in Unternehmen dar, denn sie können nicht einfach zum Verschwinden gebracht werden. Die Autorinnen zeigen Handlungsmöglichkeiten für Verbesserungen auf, die sich durch Sensibilisierung, Strukturanpassungen und Perspektivwechsel erreichen lassen.

Marx: Vielfalt und Inklusion als Chance

Vielfalt und Inklusion als Chance für Gesellschaft und Unternehmen sind die Themen im Gastbeitrag von Christina Marx, Leiterin der Abteilung Aufklärung bei der Aktion Mensch. Sie erläutert zunächst die Gründe, die die Aktion Mensch als Arbeitgeber mit 12 Prozent schwerbehinderten Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle bewogen haben, als das 2000. Unternehmen der Diversity-Charta beizutreten. Im Weiteren diskutiert sie die fortgesetzten Vorurteile gegenüber Inklusion am Arbeitsplatz und stellt dem die positiven Erfahrungen gegenüber, die andere Unternehmen mit einer gezielten Einstellung von Schwerbehinderten gemacht haben: »Menschen mit Behinderung haben Talente und Fähigkeiten, die sie besonders auszeichnen.«

Kasztan: Diversity Management bei Ford

Das Diversity Management bei Ford ist das Thema des Gastbeitrages von Brigitte Kasztan, Diversity Managerin bei Ford Europa und Ford Deutschland. Sie stellt zunächst dar, wie Diversity Management bei Ford in Europa ab 1996 eingeführt wurde und wie es strukturell im Unternehmen verankert ist. Eine zentrale Bedeutung haben dabei die MitarbeiterInnennetzwerke, wobei jedes anerkannte Netzwerk einen Sponsor aus der europäischen Geschäftsleitung hat. Sie stellt aktuelle MitarbeiterInnennetzwerke dar und erläutert die positiven Folgen des Diversity Managements für das Unternehmen. Die praktische Bedeutung von Diversity Management, die sie mit Beispielen unterlegt, spiegelt sich bei Ford in vier Bereichen wider: der innovativen Produktgestaltung, der Nähe zu aktuellen und potenziellen Kundengruppen (Marketingmaßnahmen und Ansprache), der internen Kommunikation einer offenen Unternehmenskultur und Corporate Social Responsibility.

Adsiz/ Banos: Vielfalt solidarisch gestalten

Die Gründe, die die IG Metall dazu bewogen haben, der Charta der Vielfalt beizutreten, sind das Thema des Gastbeitrages von Servan Adsiz, Juristin und Personalreferentin beim IG Metall Vorstand, und Sissi Banos, bis Ende 2014 Referentin für Gender Mainstreaming beim IG Metall Vorstand. Dabei arbeiten sie die verschiedenen Ebenen heraus, auf der die IG Metall als Mitgliederorganisation der Beschäftigten in Betrieben und selbst als Arbeitgeber mit dem Thema Diversity befasst ist. Zugleich stellen sie die verschiedenen Maßnahmen dar, mit denen die IG Metall in den vergangenen Jahrzehnten Diversity-Themen behandelt und welche Erfolge, aber auch Widerstände es dabei gegeben hat: »Der Spagat«, so der IGM-Vorsitzende Detlef Wetzel, »besteht darin, einerseits die neue Vielfalt zu berücksichtigen, andererseits aber zugleich immer wieder die Werte herauszuarbeiten, die uns alle verbinden.«

Hackbarth/ Schmidt: Vielfalt im deutschen Fußball

Die Herausforderungen und Chancen der Vielfalt im deutschen Fußball sind das Thema des Gastbeitrages von Thomas Hackbarth, Ansprechpartner für Nachhaltigkeitskommunikation im Deutschen Fußball-Bund (DFB), und Sebastian Schmidt, Bereich Gesellschaftliche Verantwortung beim DFB. Er rekonstruiert die Entwicklung der Mittel und Überlegungen seit Mitte der 1950er Jahre, mit der im DFB das Thema Vielfalt behandelt wurde und wird – von der Sepp Herberger Stiftung bis zur AG Vielfalt. Lange Zeit ging es dabei vor allem um die Integration von MigrantInnen und Menschen mit Migrationshintergrund, die heute 19 Prozent der Mitgliedschaft im DFB ausmachen – während es zum Beispiel im DOSB unter 10 Prozent sind. Doch hat sich das Thema Vielfalt im vergangenen Jahrzehnt deutlich erweitert, weshalb der DFB auch als 1000. Mitglied im Jahr 2011 der Charta der Vielfalt beitrat. Alter, Behinderung, Frauen, sexuelle Verschiedenheit sind einige weitere Themen, in denen sich der DFB positioniert und aktiviert hat, denn, wie Nelson Mandela sagte: »Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Er hat, wie nur wenige Dinge, die Kraft, Menschen zu inspirieren, die Kraft, sie zu vereinen.«

Mecklenburg-Vorpommern: Landesehrenamtsstiftung

Am 7. April 2015 hat die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern die Einrichtung der »Ehrenamtsstiftung MV – Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern« beschlossen. Das Konzept für die neue Stiftung ist in fünf Dialogveranstaltungen mit Ehrenamtlichen erarbeitet worden. Die Stiftung soll dauerhaft das Ehrenamt in dem Bundesland unterstützen. Sie soll beratend tätig werden, Fortbildungen organisieren und Vernetzungen herstellen. Vorgesehen sind 1,4 Millionen Euro jährliche Zuschüsse aus dem Landeshaushalt. Vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung soll die Stiftung ihre Arbeit zum 1. Juni 2015 aufnehmen.

Bayern: Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements: Gutachten

Im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion in Bayern haben Prof. Dr. Gerd Mutz und Dr. Rosário Costa-Schott vom Munich Institute of Social Sciences (MISS) ein »Gutachten zur Weiterentwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements in Bayern« verfasst: Nach einem einführenden Kapitel zum Grundverständnis des Bürgerschaftlichen Engagements werden die neueren Entwicklungen im Feld (»Entgrenzungsprozesse« und Engagement »als soziale und finanzielle Ressource«) und die Entwicklung der engagementfördernden Einrichtungen und Infrastrukturen (»Ermöglichungsstrukturen«) in Bayern dargestellt. Kapitel 4 plädiert für eine »reflexive Engagementpolitik« und das abschließende 5. Kapitel schlägt »Maßnahmen für eine Engagement fördernde Politik in Bayern« vor.

Bayern: Bürgerpreis 2015 ausgeschrieben

Seit 15 Jahren vergibt der Bayerische Landtag jährlich einen Preis zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements in Bayern. Dieser hieß bisher Bürgerkulturpreis und heißt ab diesem Jahr einfach Bürgerpreis. Anlass der Namensänderung war das immer wiederkehrende Missverständnis, dass es sich bei diesem Preis um einen Kulturförderpreis handele. Tatsächlich aber wird immer das Ehrenamt im Rahmen eines vorgegebenen Jahresthemas gewürdigt. Das Leitthema des Bürgerpreises 2015 lautet: »Willkommen! Bürgerschaftliche Initiativen für Menschen auf der Flucht«. Teilnehmen können BürgerInnen sowie gesellschaftliche Gruppen mit Sitz in Bayern (z. B. Helferkreise, Verbände, Vereine o. ä.), die sich mit ihren Initiativen in beispielhafter Weise ehrenamtlich für das Leitthema 2015 engagieren. Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2015.

Werkstatt neue Nachbarschaft in NRW

Am 29. und 30. Mai 2015 findet in Mönchengladbach die Werkstatt Neue Nachbarschaft »Immovielien – Immobilien für Viele« der Montag Stiftung Urbane Räume in Kooperation mit der VHS Mönchengladbach statt. Zielgruppe der Veranstaltung sind zivilgesellschaftlich engagierte ProjektmacherInnen, die Immobilien für Nachbarschaften und Quartiere bewirtschaften und somit nutzbar halten. Anmeldungen sind nur noch bis zum 20. April 2015 möglich.

Weitere Informationen unter
www.neue-nachbarschaft.de/werkstatt

Forschungspolitik und Zivilgesellschaft in NRW

Am 11. Mai 2015 findet in Düsseldorf ein Workshop zum Thema »Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?« statt. Im Rahmen der Veranstaltung soll es um die Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen an Forschungspolitik und Forschungsstrategien gehen. Der Workshop wird von der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende in Kooperation mit dem NABU-NRW und der Verbraucherzentrale NRW durchgeführt. Das Ziel ist, das Verständnis für Forschung und Innovation in zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken und Ansätze für eine Beteiligung und Vernetzung zu entwickeln. Anmeldungen für die begrenzten Plätze sind bis zum 5. Mai 2015 möglich.

Weitere Informationen unter
www.forschungswende.de/index.php

Unterausschuss BE: 12. (öffentliche) Sitzung

Am 22. April 2015 findet die 12. Sitzung des Unterausschusses »Bürgerschaftliches Engagement« des Deutschen Bundestages statt. Auf der Tagesordnung stehen die Punkte »Fachgespräch zum Thema Bürgerstiftungen« sowie »Verschiedenes«. BesucherInnen, die an der öffentlichen Sitzung teilnehmen möchte, können sich per Mail bis zum 20. April unter Angabe ihres Namens, Vornamens und des Geburtsdatums im Sekretariat des Unterausschusses anmelden. Aufgrund des großen Interesses wird üblicherweise keine Anmeldebestätigung versendet. Für den Einlass zur Sitzung wird der Personalausweis benötigt.

Deutsches Institut für Menschenrechte: Gesetzentwurf

Am 27. März 2015 wurde ein Gesetzentwurf (18/4421) der Regierungsfraktionen zum Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMRG) eingebracht, das am 7. Dezember 2000 auf Beschluss des Bundestages gegründet worden war. Mit dieser gesetzlichen Grundlage soll den Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1993 Rechnung getragen und dem Institut ein darauf basierender, privilegierter Status in internationalen Zusammenhängen weiter gesichert werden. In der einstündigen Debatte wurden hinter der bei allen Parteien weitgehend geteilten Unterstützung für ein Gesetz sichtbar, dass es durchaus unterschiedliche Wahrnehmungen der Vorgeschichte und Aufgaben des Instituts und des Gesetzentwurfes gibt. Die Bewertung des Gesetzentwurfs, insbesondere der Aufgaben, Entscheidungsprozesse und Organe, muss entsprechend den Pariser Prinzipien Unabhängigkeit gewährleisten, zugleich aber die Unterstützung und Nähe zur Bundesregierung, zum Parlament und zur Zivilgesellschaft organisieren. In dieser Hinsicht fällt auf, dass die Zivilgesellschaft mit stimmberechtigten Mitgliedern im Kuratorium zwar gut vertreten ist, aber dass bei den – nicht stimmberechtigte – KuratorInnen nur VertreterInnen der Bundesregierung bzw. des Bundesrates zu finden sind. Nicht stimmenmäßig, aber präsenzmäßig dürfte so eine Kuratoriumssitzung arg staatslastig sein. Der Bundestag hat den Gesetzentwurf in die Ausschüsse überwiesen mit dem Ziel, schnell ans Ziel zu kommen, da die Verwirklichung der Pariser Prinzipien sich schon in einer Nachfristphase befindet.

Integrationsbeauftragte: Debatte über Muslime ist realitätsfern

In einem am 13. April 2015 erschienenen Interview in der Zeitschrift »Das Parlament« kritisiert Cemile Giousouf, die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, die Debatte über Muslime als realitätsfern. Die Heterogenität der muslimischen Communities werde ignoriert und die Debatte zugleich auf extremistische Randgruppen reduziert. Die Willkommenskultur in Behörden hält sie ebenso für ausbaufähig wie die Chancengleichheit an Schulen. Wichtig ist ihr, dass langfristig die Imame deutsch sprechen und nicht mehr entsendende ausländische Staaten, wie etwa die Türkei, mit am Tisch sitzen, wenn über muslimisches Leben in Deutschland verhandelt wird. Auf der Tagesordnung steht eine Debatte über die Zukunft der Integrationspolitik, wobei schon als nächste Aufgabe für sie feststeht: »Die Kriegsflüchtlinge, die zu uns kommen und auch hier bleiben werden, müssen wir gut und schnell in unsere Gesellschaft integrieren.«

BAGSO: BE älterer Menschen mit Migrationshintergrund

In einem neuen Positionspapier befasst sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen - BAGSO mit dem freiwilligen Engagement älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei spricht sie sich dafür aus, das freiwillige Engagement älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte anzuerkennen und gezielt zu fördern. Man müsse sich klar machen, dass die Zuwanderungsgeschichten und damit einhergehenden Erfahrungen mit Engagement sehr heterogen sind. Die Einen haben ihr Arbeitsleben hier verbracht und ihre Familien nach Deutschland geholt oder sie hier begründet, während Andere als ÜbersiedlerInnen und SeniorInnen kamen. Das Positionspapier wurde von den Mitgliedern der verbandsübergreifenden Fachkommission »Freiwilliges Engagement und Partizipation« erarbeitet und im März 2015 vom Vorstand der BAGSO verabschiedet.

Bedrohungen der Medien-Öffentlichkeit: Fachgespräch

Am 25. März 2015 fand eine knapp zweistündige öffentliche Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages statt, in der es um die globale Entwicklung der Meinungs- und Medienfreiheit ging. Gefragt wurde nach Strategien der Desinformation und Einflussnahme, deren Ziel JournalistInnen und Medien sind. Ebenso wurde danach gefragt, welche Möglichkeiten JournalistInnen und Medien haben, um angesichts der mit der Digitalisierung gegebenen Möglichkeiten Fakten und Quellenlagen zu verifizieren. Guido Baumhauer, Direktor Distribution & Technik der Deutschen Welle, Michael Klehm, Referent für Internationales des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen e. V., Dr. Antonia Rados, Chefreporterin Ausland der Mediengruppe RTL, Dr. Susanne Spahn, Journalistin, Historikerin und Politologin sowie Prof. Dr. Barbara Thomaß, Institut für Medienwissenschaft an der Ruhruniversität äußerten sich als ExpertInnen.

JournalistInnen und Korruption: Transparency-Umfrage

Haben JournalistInnen in Deutschland korrupte Handlungen und versuchte Einflussnahme im Berufsfeld mitbekommen oder waren sie selbst schon Ziel versuchter Einflussnahme und korruptiver Handlungen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer bundesweiten Online-Befragung zum Thema »Korruption und versuchte Einflussnahme im Journalismus«, die Transparency International Deutschland am 1. April 2015 gestartet hat. Ziel der JournalistInnenbefragung ist es, erstmals vergleichbare Daten zur Korruptionswahrnehmung von JournalistInnen in Deutschland zusammenzutragen und so mögliche Missstände im Berufsfeld genauer benennen zu können. Teilnehmen können JournalistInnen aller Mediengattungen und Ressorts. Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15 Minuten.

Bürgerbeteiligung beim Stromnetzausbau: Kleine Anfrage

Die Bürgerbeteiligung beim Stromnetzausbau macht die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema einer Kleinen Anfrage (18/4465). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, welche konkreten Aufgaben die Bundesnetzagentur für die Bürgerbeteiligung beim Stromnetzausbau übernimmt und wie es mit der Information der BürgerInnen aussieht.

Woche des bürgerschaftlichen Engagements: »Projekt der Woche«

Die bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2015 startet mit neuer Idee: 23 Projekte und Initiativen des freiwilligem Engagements werden bis zum September jeweils als »Projekt der Woche« vorgestellt. Seit dem 7. April 2015 präsentiert das BBE, 23 Wochen vor dem Start der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, jeweils ein Projekt aus der großen Bandbreite des bürgerschaftlichen Engagements als »Projekt der Woche«. Ein symbolischer Staffelstab wird wöchentlich von Projekt zu Projekt weitergereicht, bis das 23. Projekt in der Woche vom 7. September 2015 die Reihe beenden und zur eigentlichen Woche des bürgerschaftlichen Engagements (vom 11. bis 20. September 2015) überleiten wird.

Weitere Informationen unter
www.engagement-macht-stark.de

Tagung: Kinder - Kitas – Kooperationen: Publikation

Mit dem Thema »Engagement und Partizipation in Kindertagesstätten« beschäftigte sich eine Tagung, die am 1.und 2. April 2014 in Nürnberg stattfand. Sie wurde von der AG 2 »Bildung und Qualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement« des BBE in Zusammenarbeit mit dem Landesnetzwerk BE Bayern, der Bertelsmann Stiftung, dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration und dem Verband der katholischen Kitas in Bayern durchgeführt. Die Vernetzung der Kitas im Sozialraum und die Kita als demokratischer Ort waren ebenso Themen wie die Bereicherung des Kita-Alltags durch das Engagement von Freiwilligen. Bewährte Modelle und Projekte wurden vorgestellt, die Chancen und Grenzen des Engagements in und für Kitas diskutiert. Das Landesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement in Bayern e.V. hat jetzt ein Handbuch als Ergebnis der Tagung veröffentlicht, das als pdf-Dokument kostenlos heruntergeladen werden kann.

Mitglied des Monats: AfB

Das gemeinnützige IT-Systemhaus AfB Arbeit für Menschen mit Behinderungen gGmbH wurde vor gut zehn Jahren mit einer ersten Filiale im baden-württembergischen Ettlingen gegründet, mit der Vision, die digitale Inklusion in unserer Gesellschaft zu fördern. Es übernimmt im Rahmen von CSR-Partnerschaften ausgemusterte IT-Hardware von großen Konzernen und öffentlichen Einrichtungen, bereitet diese für den Wiederverkauf auf oder gewinnt Ersatzteile aus zu alten und defekten Geräten. Damit schont die AfB gGmbH nicht nur die Umwelt, sondern fördert zugleich Diversity und Inklusion: Inzwischen beschäftigt sie an insgesamt 13 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz über 200 Angestellte, die Hälfte mit Behinderung. Die Arbeitsprozesse im Unternehmen sind barrierefrei gestaltet und werden gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung erledigt. Gemeinsam mit der IHK-Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland hat die AfB gGmbH die anerkannte Ausbildung zur/zum FachpraktikerIn für IT-Systeme für junge Menschen mit Behinderung geschaffen und setzt diese im Rahmen des Projektes »Werkstatt - Ausbildung - Beruf« um. AfB sucht weiterhin Firmen als CSR-PartnerInnen. Interessierte Unternehmen können IT-Geräte, die sie nicht mehr benötigen, zur Verfügung stellen und sich auf diese Weise gesellschaftlich engagieren.

Weitere Informationen zur AfB Arbeit für Menschen mit Behinderung gGmbH unter
bit.ly/1I4lcws

Teilhabe von MigrantInnen: Tagung

Am 4. Mai 2015 findet im Brandenburger Landtag in Potsdam die EMPA-Abschlusstagung über »(Politische) Teilhabe von Migrant/innen zwischen Integrationskonzepten und Realität« statt, organisiert vom RAA Brandenburg. Konkret geht es um die Arbeit und den politischen Einfluss von kommunalen Integrations- und Ausländerbeiräten, die für MigrantInnen und vor allem für Drittstaatsangehörige eine alternative Möglichkeit der politischen Beteiligung darstellen. Welche Möglichkeiten stecken in diesem Zusammenhang zum Beispiel im Ansatz der »Interkulturellen Öffnung« von Verwaltung? Was kann Verwaltung zur Integration beitragen? Was kann man aus der Praxis der letzten Jahre lernen und wie können engagierte BürgerInnen mit und ohne Zuwanderungshintergrund auf Augenhöhe miteinander kooperieren? Eine Anmeldung zur Fachtagung ist bis zum 20. April 2015 möglich.

20. Deutscher Präventionstag

Am 8. und 9. Juni 2015 findet in Frankfurt am Main der 20. Deutsche Präventionstag statt. Das Schwerpunktthema lautet: »Prävention rechnet sich. Zur Ökonomie der Kriminalprävention.« Organisator ist die »DPT – DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG«, die eine Tochtergesellschaft der Deutschen Stiftung für Verbrechensverhütung und Straffälligenhilfe (DVS) ist. Zivilcourage, Integration/Soziale Stadt, Rechtsextremismus, Sexuelle Gewalt oder Alternative Sanktionen sind einige der so genannten Themenboxen, in denen auch die zivilgesellschaftliche Perspektive auf das Präventionsthema eine besondere Rolle spielt. Eine Tageskarte kostet zwischen 65 Euro und 85 Euro, ein Kongressticket zwischen 85 Euro und 115 Euro.

Weitere Informationen unter
www.praeventionstag.de/nano.cms/startseite

APuZ-Themenheft zu Engagement

Das neue Heft »Aus Politik und Zeitgeschichte« (APuZ) der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist dem Thema Engagement gewidmet. In dem Heft finden sich Analysen der »Vielfalt des Engagements« (Adalbert Evers/ Thomas Klie/ Paul-Stefan Roß), zu »Grundlagen und Perspektiven guter Engagementpolitik« (Ansgar Klein), zur Zukunft von Engagemernt und Engagementpolitik (Michael Adalbert-Seberich/ Holger Backhaus-Maul/ Stefan Nährlich/ Andreas Rickert und Rudolf Speth), zum Bundesfreiwilligendienst (Rabea Haß und Annelie Beller), zum Engagement von ZuwanderInnen (Haci-Halil Uslucan), zu »Engagement im Quartier« (Frank Gesemann und Roland Roth), zum »Engagement in der Flüchtlingspolitik« und auch eine Kritik der Engagementpolitik Ehrenamt statt Sozialstaat von Claudia Pinl. Das Heft kann kostenfrei bei der bpb bestellt bzw. online gelesen werden.

Studie: Engagement in Stiftungen

Die Mehrzahl der deutschen Stiftungen arbeitet mit Freiwilligen zusammen. Aber was sind die Beweggründe dafür? Dieser Frage geht die Studie »Freiwilliges Engagement in Stiftungen« nach. Zudem wird das Thema Anerkennung sowie die praktische Ebene der Zusammenarbeit beleuchtet. Folgende Fragen leiteten die Studie: Weshalb arbeiten Stiftungen mit Freiwilligen zusammen? Wie finden Stiftungen und Engagierte zusammen? Gibt es Schwierigkeiten bei der Suche? Wie ist die Zusammenarbeit strukturiert? Welche Herausforderungen ergeben sich? Und schließlich: Wie steht es um die Wertschätzung der Freiwilligen?

Handreichung für Vereinsvorstände: Publikation

In der Handreichung »Perspektiven entwickeln, Veränderungen gestalten. Eine Handreichung für Vereinsvorstände« werden aktuelle und zukünftige Schwierigkeiten für die Vereins- und Vorstandsarbeit skizziert. Im ersten Teil werden die Prinzipien nachhaltiger Vereinsführung und -arbeit vorgestellt. In den darauffolgenden Beiträgen stehen der Verein als Organisation sowie der Vorstand und die Mitglieder als Akteure im Zentrum. Wie Vorstände aktuellen Tendenzen der Vereinsarbeit begegnen können, wird im dritten Teil erläutert. Die Publikation wurde herausgegeben von der Stiftung Mitarbeit und richtet sich speziell an Vereinsvorstände.

Publikation bestellen unter
www.mitarbeit.de/pub_einzelansicht.html

»Service Learning mit internationalen Studierenden«: Publikation

Die Publikation »Service Learning mit internationalen Studierenden« von Holger Backhaus-Maul et al. stellt Konzept, Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung sowie Entwicklungen des Studienmoduls »International Engagiert Studiert« dar. Das Studienmodul wird seit 2007 an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg angeboten. Innerhalb des Moduls realisieren internationale Studierende und Studierende aus Deutschland in Teams Engagementprojekte und nehmen an begleitenden Lehrveranstaltungen teil. Das Studienmodul basiert auf dem Lehr- und Lernkonzept Service Learning. Die Publikation soll u.a. dazu beitragen, Aktivitäten an anderen Hochschulen anzuregen und weiterzuentwickeln, um Teilhabechancen internationaler Studierender zu vergrößern und Studierenden aus Deutschland eine »Internationalisierung zu Hause« zu ermöglichen.

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 28. April 2015.
Redaktionsschluss ist der 20. April 2015.

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Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

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