Newsletter Nr. 3 vom 11.2.2016

Einführung
Naumann: Bericht zur Tagung
Escherle: Eröffnungsrede zur Tagung
Wartumjan: Die Sicht eines migrantischen Unternehmervereins
Gespräch mit Ulrich Schumacher zu Migration, Engagement und Unternehmen
Özer: MigrantInnenorganisationen und Arbeitsmarktintegration
Engagement für, mit und von Geflüchtete(n): Marktplatz
»Respekt gewinnt!«: Projektwettbewerb in Berlin
Erster Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg
»Im Osten auf Wanderschaft«: Studie
25 Jahre FÖJ Baden-Württemberg
Freiwilligenagenturen und Flüchtlingshilfe: Analyse
Integration von Flüchtlingen mit Hilfe von Islamverbänden
Ev. Trägergruppe: Ergebnisse der Evaluation der Freiwilligendienste
Ausweitung sicherer Herkunftsstaaten: Kritik von Caritas und Diakonie
Korruptionswahrnehmungsindex 2015
Konstituierende Sitzung der AG 3 »Kulturelle Vielfalt/ Migration und Teilhabe«
Konstituierende Sitzung der AG 4 »Bildung und Engagement«
Konstituierende Sitzung der AG 5 »Soziale Gerechtigkeit und Engagement«
Woche des bürgerschaftlichen Engagements: ReferentIn gesucht
Civil Academy: Vernetzungstreffen
Civil Academy: Fachjury wählt 24 Teilnehmende für die 22. Runde
Das BBE auf der Internationalen Grünen Woche: Bericht
Mitglied des Monats: MOZAIK gGmbH
Engagementpolitik: Colloquium
Kompetent im Ehrenamt: Fachtagung
Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland: Ratgeber
Partizipation von Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund
Rohmann: Lookism und Etabliertenvorrechte
Einsatz von Ehrenamtlichen in deutschen Museen
Evers: Seniorengenossenschaften - eine Buchbesprechung
»Freiwillige Arbeit in gemeinnützigen Vereinen«: Publikation
»Bildung für Vielfalt«: Publikation
Hinweis

In der vergangenen Ausgabe ging es im Schwerpunkt um Beiträge und Berichte der Tagung »Monetarisierung im bürgerschaftlichen Engagement: Wie viel Geld verträgt das Ehrenamt?«, die das BBE und die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz am 15. September 2015 durchgeführt hatten. Im Vorfeld wie im Nachgang der Tagung zeigte sich ein erhebliches und breites Interesse an dem Thema, das voller Widersprüche ist. So schrieb uns Uli Schulte Döinghaus am 4. Februar 2016: »All die klugen Gedanken und Statements zur ›Fachtagung Monetarisierung‹ kann ich nur unterstützen. Auffällig ist, dass während der Tagung lauter Referentinnen und Referenten den Trend zur Monetarisierung analysierten und teils beklagten, die dafür von Berufs wegen - ich hoffe ordentlich - bezahlt werden. In der Regel vom Staat, wenn ich es richtig überblicke.« Wir bleiben am Puls dieses Themas, auch mit weiteren Publikationen. Das gilt mit Sicherheit auch für das Thema, das den heutigen Schwerpunkt darstellt und ebenso aus der Facharbeit des BBE und der sie tragenden AkteurInnen kommt: »Migration - Unternehmen - Engagement«.

nach oben

Einführung

Seit 10 Jahren treibt die Arbeitsgruppe 5 »Migration und Teilhabe« des BBE die fach- und migrationspolitische Debatte im Engagementfeld voran. Am 7. und 8. November 2015 fand im Rüsselsheimer Rathaus die von der Arbeitsgruppe ausgerichtete Tagung »Migration - Unternehmen - Engagement« statt, in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen sowie dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Der vorliegende Schwerpunkt dokumentiert dort gehaltene Vorträge und berichtet über die Tagung, bei der das facettenreiche Spannungsverhältnis von Arbeit, Integration, Engagement und Migration im Mittelpunkt stand.

nach oben

Naumann: Bericht zur Tagung

Über die wesentlichen Inhalte der Tagung »Migration - Unternehmen - Engagement« berichtet Prof. Dr. Siglinde Naumann, Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen an der Hochschule RheinMain und im SprecherInnenteam der AG für die Tagung verantwortlich. Dabei zeigt sie, dass das facettenreiche Spannungsverhältnis von Arbeit und Migration, das noch in der Tagungsvorbereitung im Vordergrund gestanden hatte, in den Diskussionen auf der Tagung von der Frage überlagert wurde, wie der Zugang für Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt bestmöglich gestaltet werden kann und welche Unterstützung MigrantInnenorganisationen, Unternehmen, Ehrenamtliche und andere AkteurInnen der Zivilgesellschaft dabei leisten können.

Tagungsbericht von Prof. Dr. Siglinde Naumann (PDF, 491 kB)

nach oben

Escherle: Eröffnungsrede zur Tagung

Die hier dokumentierte Eröffnungsrede hielt Iris Escherle, Referatsleiterin 311 - Steuerung der Projektarbeit, Integration durch Sport, Informationsmanagement im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. In ihrer Rede zieht sie eine Bilanz nach zehn Jahren Zuwanderungsgesetz und einer entsprechenden Integrationsarbeit des Bundesamtes. Zugleich gibt sie einen Überblick über die gewachsenen Erwartungen an MigrantInnenorganisationen und über Projektförderungen 2016.

Rede von Iris Escherle auf der Tagung
(PDF, 570 kB)

nach oben

Wartumjan: Die Sicht eines migrantischen Unternehmervereins

Das Verhältnis von Migration, Unternehmen und Engagement aus Sicht eines migrantischen Unternehmervereins ist das Thema des Gastbeitrages von Marion Wartumjan, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM). In ihrem Beitrag mahnt sie »eine grundlegend andere Kultur der Beteiligung, der Partizipation« an, wenn man die Potenziale von MigrantInnenorganisationen ausschöpfen will. Als ein Beispiel für gelungene Zusammenarbeit von MigrantInnenorganisationen und Unternehmen stellt sie das Stipendienprogramm der Hamburger Stiftung für Migranten dar.

Gastbeitrag von Marion Wartumjan (PDF, 535 kB)

nach oben

Gespräch mit Ulrich Schumacher zu Migration, Engagement und Unternehmen

In der abschließenden Talkrunde der Tagung »Migration - Unternehmen - Engagement« äußerte sich Ulrich Schumacher, Geschäftsführer Human Resources und Arbeitsdirektor der Opel Group GmbH, Vorstand Personal und Arbeitsdirektor der Adam Opel AG und Vorstandssprecher der Adam Opel AG. Zur Sprache kamen Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft im Bereich der Flüchtlingshilfe, Kooperationen mit MigrantInnenorganisationen sowie das Thema der Infrastrukturbedarfe für erfolgreiche Kooperationen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Engagementbereich.

Gespräch mit Ulrich Schumacher (PDF, 449 kB)

nach oben

Özer: MigrantInnenorganisationen und Arbeitsmarktintegration

Die Bedeutung, die MigrantInnenorganisationen für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund haben, ist das Thema des Gastbeitrages von Cemalettin Özer, Geschäftsführer der MOZAIK gemeinnützige Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote mbH. Darin zeigt er, dass MigrantInnenorganisationen zu Brückenbauern zwischen den »klassischen Akteuren der Arbeitspolitik« und MigrantInnen werden und die Probleme und Bedarfe ihrer Mitglieder in die Institutionen der Arbeitspolitik hineintragen können. Im Detail diskutiert er die Potenziale am Beispiel des IQ Modellprojekts »Interkulturelle Arbeitsmarktlotsen aus MigrantInnenorganisationen in Nordrhein-Westfalen (NRW)«, in dem in zehn Arbeitsmarktregionen des Landes NRW 78 ehrenamtliche VertreterInnen (37 w, 41 m) aus 58 MigrantInnenorganisationen als interkulturelle Arbeitsmarktlotsen gewonnen wurden.

Gastbeitrag von Cemalettin Özer (PDF, 537 kB)

nach oben

Engagement für, mit und von Geflüchtete(n): Marktplatz

Am 16. Februar 2016 findet ein »MARKTPLATZ - Aktiv in Berlin« zum Thema »Engagement für, mit und von Geflüchtete(n)« statt, veranstaltet vom Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin und von der Landesfreiwilligenagentur Berlin. Aktiven, interessierten Hilfs-Netzwerken und Organisationen soll der Marktplatz eine Plattform bieten, sich über bestehendes oder geplantes Engagement für, mit und von Geflüchtete(n) auszutauschen und zu vernetzen. Anmeldungen für den Marktplatz sind bis zum 14. Februar 2016 möglich.

Weitere Informationen zum Marktplatz

nach oben

»Respekt gewinnt!«: Projektwettbewerb in Berlin

BerlinerInnen engagieren sich in Schulen, Verbänden, am Arbeitsplatz oder im Sportverein in Projekten und Initiativen für Weltoffenheit, Respekt und Demokratie. Dieses Engagement würdigt das Bündnis »Berliner Ratschlag für Demokratie« mit dem »Respekt gewinnt!«-Wettbewerb. Auf der Webseite des Projektwettbewerbs können Interessierte ihr Projekt hochladen und präsentieren. Zu gewinnen gibt es Preise von bis zu 5.000 Euro sowie Sachpreise. Teilnehmen können Einzelpersonen oder Personenzusammenschlüsse wie Vereine, Schulklassen, Jugendgruppe und andere. Noch bis zum 20. März 2016 können Projekte eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb »Respekt gewinnt!«

nach oben

Erster Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg

Im November 2015 veröffentlichte die Landesregierung den ersten Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg. Im Kapitel »Lebenslagen und soziale Exklusion« enthält der Bericht Ergebnisse zu dem Thema »politische Teilhabe und Exklusion«. Dazu wurde der Zusammenhang zwischen ausgewählten sozioökonomischen Merkmalen und den drei Indikatoren »Politisches Interesse«, »Ehrenamtliche Tätigkeit und politische Partizipation« sowie »Freiwilliges Engagement« ausgewertet. Der Beitrag fasst die Ergebnisse aus dem Kapitel zusammen und geht auf die einzelnen Indikatoren ein. Als Ergebnis ist festzuhalten: »Sozioökonomische Aspekte haben einen großen Einfluss auf politische und bürgerschaftliche Teilhabe.« Bei dem Text handelt es sich um einen Input des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg für die konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe »Engagement und Soziale Gerechtigkeit« des BBE am 1. Februar 2016.

Input des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg (PDF, 467 kB)

Weitere Informationen zum Armuts- und Reichtumsbericht

nach oben

»Im Osten auf Wanderschaft«: Studie

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat in der Studie »Im Osten auf Wanderschaft« untersucht, welche Gemeinden in den fünf ostdeutschen Flächenländern für junge Menschen, Familien oder RuheständlerInnen attraktiv sind. Das Ergebnis: Nach über zwei Jahrzehnten Abwanderung verbuchen die neuen Bundesländer erstmals mehr Zu- als Fortzüge. Doch dies gilt nur für rund 15 Prozent aller ostdeutschen Gemeinden. Das Gefälle zwischen den wachsenden und schrumpfenden Regionen nimmt zu. Eine Chance der Milderung des demografischen Problems in den ländlichen Gemeinden könnten dabei die Zahl der Flüchtlinge darstellen: Ländliche Kommunen verfügen zwar kaum über MigrantInnennetzwerke. Sie bieten jedoch den Vorteil, dass Gemeinschaft in Vereinen oder in der Freiwilligen Feuerwehr organisiert ist. Hier ist die Integration prinzipiell leichter möglich als im anonymen städtischen Umfeld.

Weitere Informationen zur Studie »Im Osten auf Wanderschaft«

nach oben

25 Jahre FÖJ Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat 1990 als eines der ersten Bundesländer das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) als Modellprojekt eingeführt. Am 24. November 2015 fand im Neuen Schloss in Stuttgart die Jubiläumsveranstaltung zu »25 Jahre FÖJ Baden-Württemberg« statt. Eingeladen waren Freiwillige, Einsatzstellen, ehemalige, VertreterInnen aus Politik und den Verbänden, OrganisatorInnen der ersten Stunde und FÖJ-VertreterInnen aus anderen Bundesländern. Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg MdL, betonte in seiner Rede die Rolle des FÖJ als Bildungsjahr: »Bildung ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung, wenn wir die großen Herausforderungen unserer Zeit, wie Globalisierung, demografischer Wandel, Ressourcenknappheit und Klimawandel meistern wollen.« Weitere Festreden hielten Eva-Maria Armbruster, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, und Dirk Hennig, Bundesarbeitskreis FÖJ. Auf der Veranstaltung wurde zudem erstmals die gemeinsame Vision »365 + 1 Platz« für die Weiterentwicklung des FÖJ präsentiert, erarbeitet von den vier FÖJ-Trägern in Baden-Württemberg.

Festreden zur Jubiläumsveranstaltung (PDF, 846 kB)

Vision »365 + 1 Platz«

nach oben

Freiwilligenagenturen und Flüchtlingshilfe: Analyse

Was sind die Aufgabenfelder von Freiwilligenagenturen im Bereich der Flüchtlingshilfe? Sind Flüchtlinge selbst als AkteurInnen eingebunden? Wie gut ist die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen? Woran mangelt es am meisten vor Ort im Feld der Engagementförderung und Flüchtlingshilfe und was sind die größten Hindernisse? Dies waren zentrale Fragen der Umfrage zum Thema »Engagement für Flüchtlinge mit Flüchtlingen«, die die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) an Freiwilligenagenturen gestellt hat. Wesentliche Ergebnisse sind u.a.: Freiwilligenagenturen sind als Informations-, Vermittlungs-, und Vernetzungsstellen in der Flüchtlingshilfe präsent. Außerdem entwickeln und bieten sie Projekte an, die das Engagement für Flüchtlinge fördern. Auch haben Freiwilligenagenturen das Engagement von Flüchtlingen im Blick (46 Prozent gaben an, Flüchtlinge als AkteurInnen in die Aktivitäten mit einzubinden). Allerdings erhalten nur 36 Prozent für das Themenfeld zusätzliche Mittel. Die Analyse kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur Analyse der bagfa

nach oben

Integration von Flüchtlingen mit Hilfe von Islamverbänden

Am 14. Januar 2016 beantwortete die Bundesregierung (18/7289) eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/7123) zum Thema der »Integration von Flüchtlingen mit Hilfe von Islamverbänden«. Die Bundesregierung bekräftigt in ihrer Antwort, dass sich ein möglichst breit gefächertes Spektrum von zivilgesellschaftlichen Gruppierungen für die Flüchtlingshilfe und -integration engagieren sollte. Entsprechend begrüße sie das Engagement der islamischen Verbände. Zugleich hält es die Bundesregierung für notwendig, die islamischen Verbände und ihre Moscheegemeinde dabei zu unterstützen, sich zu professionellen AkteurInnen im Bereich der Flüchtlingshilfe und -integration zu entwickeln. Angesichts der hohen Bedeutung des Ehrenamts sieht die Regierung die Herausforderung, diese Ehrenamtlichen fachlich und hinsichtlich ihrer organisatorischen Fähigkeiten bestmöglich zu qualifizieren und auch zusätzliche fachlich qualifizierte hauptamtliche Strukturen zu schaffen. Daher plane sie aus vorhandenen Haushaltsmitteln »die Strukturbildung sowie die Qualifizierung des Ehrenamtes zu unterstützen«. Der Bedarf an religionssensiblen sozialen Dienstleistungen für MuslimInnen sei da und werde künftig weiter steigen.

Antwort der Bundesregierung

nach oben

Ev. Trägergruppe: Ergebnisse der Evaluation der Freiwilligendienste

Ende letzten Jahres wurde die gemeinsame Evaluation des Gesetzes über den Bundesfreiwilligendienst und des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten der INBAS-Sozialforschung vorgestellt, die eine Reihe von Empfehlungen ausspricht. Seitdem ist die Evaluation Gegenstand verschiedener Diskussionen, zuletzt am 27. Januar 2016 im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement. Die Evangelische Trägergruppe hat am 22. Januar 2016 eine ausführliche Kommentierung der Evaluation und Empfehlungen veröffentlicht, die wir hier dokumentieren. Der Befund ist durchwachsen, sowohl im Hinblick auf die Reichweite der Evaluation als auch mit Blick auf die Empfehlungen.

Kommentierung der Evaluation der Freiwilligendienste (PDF, 268 kB)

nach oben

Ausweitung sicherer Herkunftsstaaten: Kritik von Caritas und Diakonie

Am 2. Februar 2016 haben in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Bundesregierung der Deutsche Caritasverband (DCV) und die Diakonie Deutschland die Ausweitung der sogenannten sicheren Herkunftsländer um Marokko, Tunesien und Algerien kritisiert. In der Stellungnahme machen sie auch ihre grundsätzliche Kritik am Prinzip der sicheren Herkunftsstaaten deutlich: »Das Konzept der ›sicheren Herkunftsstaaten‹ birgt die Gefahr, dass das Ergebnis des individuellen Asylverfahrens vorweg genommen wird.« Zudem kritisieren sie an der Wirkung des Konzepts, dass abgelehnte AsylbewerberInnen, die gleichwohl nicht in den sicheren Herkunftsstaat abgeschoben werden können, einem absoluten Arbeitsverbot unterliegen. Bezogen auf die konkreten Länder stellen DCV und Diakonie zugleich detailliert dar, was rechtlich und sachlich gegen eine umstandslose Erklärung dieser Länder zu sicheren Herkunftsstaaten widerspricht. Auch das Institut für Menschenrechte teilt diese Kritik.

Stellungnahme des Deutsche Caritasverbandes (DCV) und die Diakonie Deutschland

Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte

nach oben

Korruptionswahrnehmungsindex 2015

Robert Putnam hatte in »Making Democracy Work« und anderen Studien gezeigt, dass Korruption besonders dort stark ist, wo die Dichte freiwilliger, zivilgesellschaftlicher Organisationen gering ist. In diesem Sinn stellt die Publikation des Korruptionswahrnehmungsindex durch Transparency International auch einen Indikator für die Stärke der freiwilligen, zivilgesellschaftlichen Vernetzung einer Gesellschaft dar. Am 27. Januar 2016 wurde der Korruptionswahrnehmungsindex 2015 veröffentlicht. Der Index setzt sich aus verschiedenen ExpertInnenbefragungen zusammen und misst in 168 Ländern und Territorien die in Wirtschaft, Politik und Verwaltung wahrgenommene Korruption. Gegenüber 2014 hat sich Deutschland um 2 Punkte und Rangplätze verbessert und liegt nunmehr auf Platz 10 und unter den G20-Staaten belegt Deutschland hinter Kanada sogar den 2. Platz, gemeinsam mit Großbritannien. Allerdings zeigt sich auch, dass der (internationale) Ruf der deutschen Wirtschaft in dieser Hinsicht schlechter geworden ist.

Weitere Informationen zum Korruptionswahrnehmungsindex 2015

nach oben

Konstituierende Sitzung der AG 3 »Kulturelle Vielfalt/ Migration und Teilhabe«

Am 29. Januar 2016 fand die konstituierende Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe 3 im Themenfeld »Kulturelle Vielfalt/ Migration und Teilhabe« in Köln statt. Nach der Begrüßung durch Susanne Huth, Leiterin von INBAS-Sozialforschung GmbH und Sprecherin der bis dato bestehenden BBE-Arbeitsgruppe »Migration und Teilhabe«, und des Gastgebers Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds, stellten sich die rund 25 Teilnehmenden der Sitzung vor. Einführend stellte Dr. Lilian Schwalb, Leiterin Bereich Netzwerkbetreuung und -entwicklung in der BBE-Geschäftsstelle, Möglichkeiten der Schwerpunktsetzung und neuer Formen der Zusammenarbeit im Rahmen der Arbeitsgruppe vor. Im Anschluss wurden Ideen für die Themenagenda der Arbeitsgruppe in den kommenden drei Jahren gesammelt. Einen fachlichen Input zum Thema »Engagementförderung für MigrantInnen und MigrantInnenorganisationen durch Freiwilligenagenturen« steuerte im zweiten Teil der Sitzung Cora Zehe, Absolventin der Technischen Hochschule Nürnberg, zu der Sitzung bei. Susanne Huth und Prof. Dr. Siglinde Naumann, Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen an der Hochschule RheinMain, wurden als Sprecherinnen der Arbeitsgruppe wiedergewählt. Beide hatten das Amt bereits in den vergangenen drei Jahren inne.

Vollständiger Sitzungsbericht der konstituierenden AG 3 Sitzung 

Weitere Informationen zur AG 3

nach oben

Konstituierende Sitzung der AG 4 »Bildung und Engagement«

Über 30 VertreterInnen aus verschiedenen Bereichen der Bildung und Qualifizierung kamen am 3. Februar 2016 zur konstituierenden Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe 4 im Themenfeld »Bildung und Engagement« zusammen. Einführend berichtete Mareike Jung, Referentin Netzwerkbetreuung und -entwicklung in der BBE-Geschäftsstelle, rückblickend über Schwerpunkte der Arbeit der bisherigen BBE-AG »Bildung und Qualifizierung«, die sich vor allem dem Ziel der Öffnung der formalen Bildungsinstitutionen Schule und Kita für bürgerschaftliches Engagement widmete. In zwei Impulsen wurde anschließend das Thema »Qualifizierung und Fortbildung« näher beleuchtet: Mario Heller, Leiter Team Personalentwicklung und Bildungswesen im DRK-Generalsekretariat, berichtete über neue Ansätze der Kompetenzentwicklung und -nachweise für ehrenamtliche Mitarbeitende. Im Anschluss erläuterte Ina Wittmeier, Referentin der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das Konzept des Freiwilligenmanagements. Nach einem Input von Dr. Lilian Schwalb, Leiterin Bereich Netzwerkbetreuung und -entwicklung in der BBE-Geschäftsstelle, zu den Ergebnissen des Agendaprozesses und den Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutierten die Teilnehmenden, welchen Themen sie sich im Kontext der Zusammenarbeit in der AG in Zukunft widmen und wie das Themenfeld Qualifizierung und Fortbildung künftig bearbeitet werden soll. Die zweite Frage wird vor allem im Fokus der nächsten Sitzung stehen, die am 26. April in Berlin stattfindet. Als neuer Sprecher der AG wurde einstimmig Mario Heller gewählt; StellvertreterInnen sind Ina Wittmeier und Johannes Domnick, Freiwilliger im Rahmen des »Freiwilligen Jahr Beteiligung« (FJB) und Referent für Partizipation und Demokratisierung von Schule bei der Stiftung Bildung.

Weitere Informationen zur AG 4

nach oben

Konstituierende Sitzung der AG 5 »Soziale Gerechtigkeit und Engagement«

Am 1. Februar fand die konstituierende Sitzung der neuen BBE-Arbeitsgruppe 5 im Themenfeld »Soziale Gerechtigkeit und Engagement« statt. In einer Vorstellungsrunde stellten die Mitglieder der neuen Arbeitsgruppe einander ihre persönlichen und fachlichen Hintergründe vor und formulierten erste Erwartungen an die Zusammenarbeit in der neuen Arbeitsgruppe und an deren inhaltlicher Schwerpunktsetzung. Mit einem einführenden Input zum Thema »Soziale Ungleichheit als Thema der Demokratie- und Engagementpolitik« setzte PD Dr. Ansgar Klein, BBE-Geschäftsführer, anschließend einen Impuls für die Diskussion der AG-Mitglieder über eine mögliche Agenda für die nächsten drei Jahre. In einem kurzen Input stellte Dr. Lilian Schwalb, Leiterin Bereich Netzwerkbetreuung und -entwicklung in der BBE-Geschäftsstelle, die wesentlichen Ergebnisse und Neuerungen des Agendaprozesses vor und sprach über neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. In der darauf folgenden Diskussion setzten die Teilnehmenden eine Vielzahl von Themen auf die Agenda, die in den kommenden Sitzungen zu Arbeitsschwerpunkten der AG verdichtet werden. Die einstimmig neu gewählten Sprecher Tobias Baur, Mitglied im Sprecherrat für das Landesnetzwerk Bürgerengagement »aktiv in Berlin«, und Gerd Schulze, Mitglied des engeren Vorstands des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e. V., werden nun in Kooperation mit der Geschäftsstelle einen Entwurf für die zukünftige Agenda erarbeiten. In der nächsten Sitzung soll vor allem der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung als Schwerpunkt bearbeitet werden. Sie findet am 25. März 2016 in Berlin statt.

Weitere Informationen zur AG 5

nach oben

Woche des bürgerschaftlichen Engagements: ReferentIn gesucht

Zum 1. März 2016 sucht die BBE gGmbH für das Projekt »Woche des bürgerschaftlichen Engagements« eine/n ReferentIn (Teilzeit 33,15 Stunden/Woche). Aufgabe ist die strategische Umsetzung der »Woche des bürgerschaftlichen Engagements« und die konzeptionelle Weiterentwicklung dieses bundesweiten Anerkennungsformats für bürgerschaftliches Engagement. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2016. Eine Weiterbeschäftigung wird jedoch angestrebt. Bewerbungsfrist ist der 14. Februar 2016.

Weitere Informationen zur Ausschreibung

nach oben

Civil Academy: Vernetzungstreffen

Am Wochenende vom 12.-14. Februar 2016 kommen in Halberstadt jede Menge ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Civil Academy zu einem großen Vernetzungstreffen zusammen, um gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu Fragen und Themen rund um ihr zivilgesellschaftliches Engagement zu diskutieren, ihre Netzwerke zu erweitern, neue Projektideen zu entwickeln und zu feiern: Die Civil Academy gibt es jetzt seit 10 Jahren! Inzwischen haben mehr als 500 junge Engagierte an der Civil Academy teilgenommen und die Engagementlandschaft mit ihren vielfältigen Projekten in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern bereichert. Die Civil Academy twittert vom 11. Februar bis 14. Februar 2016 live vom Vernetzungstreffen (#VNT2016).

Weitere Informationen zum Vernetzungstreffen

nach oben

Civil Academy: Fachjury wählt 24 Teilnehmende für die 22. Runde

Am 27. Januar 2016 hat die vierköpfige Fachjury 24 neue Teilnehmende für die 22. Runde der Civil Academy ausgewählt. Dr. Sunniva Engelbrecht, geschäftsführender Vorstand von startsocial e.V., Jürgen Breitenfeld, Referatsleiter Bürgerschaftliches Engagement, Nachhaltigkeit, Demografie in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, Brigitta Wortmann, Senior Political Adviser BP Europa SE und BBE-Sprecherrätin, und Svenja Käshammer, Alumni-Beirat der Civil Academy, haben alle Bewerbungen sorgfältig geprüft, ausgiebig miteinander diskutiert und die schwierige Entscheidung getroffen, wer für ein Stipendium der Civil Academy ausgewählt wird. Das erste Seminar startet am Wochenende 11.-13. März 2016 mit dem Themenkomplex Projektmanagement.

Weitere Informationen zu den Seminaren und zum Ablauf

nach oben

Das BBE auf der Internationalen Grünen Woche: Bericht

Gemeinsam mit verschiedenen PartnerInnen aus dem Netzwerk und dem Bundesprogramm »Demokratie leben!« präsentierte sich das BBE erstmals auf der Internationalen Grünen Woche (IGW). Im Mittelpunkt des Infostandes im Rahmen der Gemeinschaftsschau »Lust aufs Land - gemeinsam für die ländlichen Räume« standen neben den Netzwerkaktivitäten vor allem zivilgesellschaftliche Strukturen im ländlichen Raum und deren Wirken vor Ort. Daneben war das BBE Ausrichter der Begleitveranstaltung »Demokratiestärkung im ländlichen Raum« des »Zukunftsforums Ländliche Entwicklung« am 20. Januar 2016. Neben einem Podiumsgespräch mit VertreterInnen aus Politik und Projekten im ländlichen Raum stellten zwei StandpartnerInnen ihre Projekte vor und diskutierten mit dem interessierten Publikum ihre Erfahrungen. Besuch aus der Politik gab es auch am BBE-Gemeinschaftsstand: Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, informierte sich am Netzwerkstand über Engagementangebote für den ländlichen Raum. Staatssekretär Gunther Adler, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, nutzte ebenfalls die Gelegenheit für einen kurzen Austausch über die Arbeit des BBE und seiner Partner. Ein Bericht über die IGW und die Begleitveranstaltung steht auf der Themenseite Demokratiestärkung im ländlichen Raum zur Verfügung.

Weitere Informationen und Bericht

nach oben

Mitglied des Monats: MOZAIK gGmbH

Menschen mit Einwanderungsgeschichte stehen bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oft vor besonderen Herausforderungen. Die MOZAIK gemeinnützige Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote mbH mit Sitz in Bielefeld hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hindernisse bei der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von EinwandererInnen zu beseitigen. Sie entwickelt bundesweit Projekte zur beruflichen Integration von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte sowie zur interkulturellen Öffnung von Organisationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Empowerment-Ansätzen für Ehrenamtliche aus MigrantInnenorganisationen. Derzeit koordiniert MOZAIK das bundesweite Transferprojekt »Interkulturelle Netzwerke - Bildungsbeauftragte für junge Menschen!«. Im Rahmen des Projekts werden VertreterInnen von Organisationen und Behörden bei der Umsetzung des (Inter-)Cultural Mainstreaming-Ansatzes sowie zu Möglichkeiten der Einbindung von Ehrenamtlichen aus MigrantInnenorganisationen unterstützt und beraten. In einem weiteren Projekt berät das interkulturelle Team von MOZAIK MigrantInnen zur beruflichen Qualifizierung und zur Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen, die im Ausland erworben wurden.

Weitere Informationen zur MOZAIK gGmbH

nach oben

Engagementpolitik: Colloquium

Angesichts des überwältigenden Engagements für Flüchtlinge und der neuen Engagementstrategie des Familienministeriums scheint in die Diskussion um den Wert des Engagements wieder Bewegung zu kommen - doch ist diese Entwicklung auch nachhaltig? Am 16. Februar 2016 findet ein Colloquium zum Thema »Engagementpolitik« im Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin statt, veranstaltet vom Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft. Im Rahmen des Colloquiums soll mit Svenja Stadler, MdB, engagementpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, über aktuelle Fragen der Engagementpolitik in Deutschland diskutiert werden. Interessierte können sich noch bis zum 14. Februar 2016 anmelden.

Weitere Informationen zum Colloquium
(PDF, 216 kB)

nach oben

Kompetent im Ehrenamt: Fachtagung

Am 15. März 2016 findet die Fachtagung »Kompetent im Ehrenamt - Durch Schulungen Ehrenamtliche gewinnen und gekonnt in den Pflegemix einbinden« in den Räumen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin statt, veranstaltet vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Schwerpunktthema der Veranstaltung sind Schulungen. Wie können Schulungen ausgestaltet und umgesetzt werden? Wie gewinnt man Teilnehmende? Wie lassen sich weitere pflegende AkteurInnen einbinden? Und wie gelingt der Übergang zum konkreten Ehrenamt? U.a. diese Fragen sollen anhand von Praxisbeispielen beantwortet werden. Die aktuellen Diskussionen zu Förderkriterien des § 45 SGB XI fließen in die Betrachtungen mit ein. Die Anmeldefrist für die Tagung wurde verlängert, eine Anmeldung ist weiterhin möglich.

Weitere Informationen zur Fachtagung »Kompetent im Ehrenamt«

nach oben

Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland: Ratgeber

In welchen Handlungsfeldern wird die Hilfe für Geflüchtete am meisten benötigt? Wie können Unternehmen das Engagement ihrer Mitarbeitenden unterstützen? Wo gibt es Anknüpfungspunkte zum Kerngeschäft oder für die bestehende Stiftungsarbeit? Und können passende Spendenorganisationen gefunden werden? Antworten auf diese Fragen gibt der Ratgeber »Vom Willkommen zum Ankommen: Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland«. Der Ratgeber zeigt, wo Unterstützung für Geflüchtete am meisten benötigt wird und wo Ansatzpunkte für das eigene Engagement liegen. Stiftungen und Unternehmen erhalten Tipps, wie ihr Engagement für Flüchtlinge mit ihrem gesellschaftlichen Wirken zusammengebracht werden kann.

Weitere Informationen und Ratgeber

nach oben

Partizipation von Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund

Um Aussagen über die soziale und politische Partizipation von Deutschen mit Migrationshintergrund und in Deutschland lebenden AusländerInnen treffen und beide Gruppen mit Deutschen ohne Migrationshintergrund vergleichen zu können, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung eine repräsentative Umfrage unter allen drei Teilgruppen durchgeführt. Befragt wurden zwischen Januar und April 2015 über 3.000 Personen. Die Ergebnisse der Studie »Aktivität ist ansteckend« liegen nun vor. In manchen Bereichen der politischen Einstellungen und Beteiligungen unterscheiden sich die drei Teilgruppen: In den Bereichen Sport und Bewegung sowie Schule und Kindergarten ist das ehrenamtliche Engagement von Deutschen mit Migrationshintergrund prozentual größer als das Engagement von Deutschen ohne Migrationshintergrund. In dem Bereich Politik und politische Interessenvertretung ist das ehrenamtliche Engagement von Deutschen ohne Migrationshintergrund höher als das der Deutschen mit Migrationshintergrund. Die Häufigkeit der Partizipation von MigrantInnen und AusländerInnen steigt dabei mit zunehmender Aufenthaltsdauer in Deutschland. Wenig Unterschiede gibt es bei der Zufriedenheit mit der Demokratie, die bei allen Teilgruppen mit knapp 90 Prozent sehr hoch ist.

Weitere Informationen zur Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

nach oben

Rohmann: Lookism und Etabliertenvorrechte

Am 16. Dezember 2015 fand der Fachtag »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) und Jugendkulturen« des Archiv der Jugendkulturen e.V. statt. Gabriele Rohmann, Leiterin des Archivs der Jugendkulturen e.V. Berlin, berichtet in ihrem Beitrag »Lookism und Etabliertenvorrechte« über die Veranstaltung. Ihr Fazit: »Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland ist zu befürchten, dass Verteilungsängste und Verteilungskämpfe, die sich in den GMF-Studien besonders im Ansteigen der Werte zu Etabliertenvorrechten zeigen, auf der Straße oder bei Pegida oder AfD, uns noch lange Zeit in Bildung, Engagement und Forschung beschäftigen werden.«

Bericht von Gabriele Rohmann (PDF, 477 kB)

nach oben

Einsatz von Ehrenamtlichen in deutschen Museen

Wie ist der Einsatz von Ehrenamtlichen in deutschen Museen derzeit gestaltet und wie bewerten die Museen diese Einsätze? Franziska Götz, Absolventin des Studiengangs Kulturmanagement an der PH Ludwigsburg, ging innerhalb ihrer Studie zum »Einsatz von Ehrenamtlichen in deutschen Museen« dieser Frage nach. Hierzu wurde eine Online-Umfrage generiert, die an alle Museen in Deutschland versandt wurde, die 2013 mehr als 20.000 Mal besucht wurden. 258 Museen füllten den Fragebogen aus. Die Studie ergab u.a., dass mehr als die Hälfte der Museen (56 Prozent) auf ehrenamtliche Unterstützung zurückgreifen. Die Einstellung zu ehrenamtlicher Mitarbeit ist insbesondere dort negativ besetzt, wo keine eigenen Erfahrungen mit einem solchen Engagement vorlagen. Die Umfrage ist 2015 im Rahmen einer Masterarbeit am Institut für Kulturmanagement entstanden.

Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF, 253 kB)

nach oben

Evers: Seniorengenossenschaften - eine Buchbesprechung

Als selbstorganisiertes Zukunftsmodell ergänzen Seniorengenossenschaften etablierte Formen Sozialer Dienste und kommunaler Daseinsvorsorge. Die Publikation »Seniorengenossenschaften. Organisierte Solidarität« von Thomas Beyer, Edmund Görtler und Doris Rosenkranz (Hrsg.) beschäftigt sich mit Notwendigkeit, Chancen und Grenzen organisierter Solidarität in einer sich wandelnden Gesellschaft. Prof. Dr. Adalbert Evers, senior fellow am Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Universität Heidelberg, führt die LeserInnen in seiner Buchbesprechung durch die Publikation. Er skizziert dabei u.a., warum unter dem scheinbar klaren Begriff »Seniorengenossenschaften« ein vielschichtiges Phänomen steckt und warum der Titel Seniorengenossenschaften einerseits falsch und andererseits richtig zu sein scheint.

Rezension von Prof. Dr. Adalbert Evers
(PDF, 526 kB)

nach oben

»Freiwillige Arbeit in gemeinnützigen Vereinen«: Publikation

Die Studie »Freiwillige Arbeit in gemeinnützigen Vereinen« von Jennifer Klöckner untersucht Dienstleistungen von Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und von türkisch-islamischen Vereinen sowie die Motive der freiwilligen Mitarbeitenden. Mit Hilfe von ExpertInnengesprächen von VerbandsvertreterInnen und einer standardisierten Befragung von freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeitenden werden Beweggründe der AkteurInnen analysiert. Die Studie integriert sozialpsychologische Ansätze im Rahmen der Motiverforschung, soziologische Theorien zur Erklärung des Einflusses individueller soziodemographischer Eigenschaften der freiwilligen Mitarbeitenden und ihres Netzwerks auf die Motive und freiwillige Arbeit in unterschiedlichen Organisationen sowie ökonomische Theorien zur Erklärung der Bedeutung von Anreizen auf die Motive der Freiwilligenarbeit. Der Band richtet sich an Dozierende und Studierende der Soziologie, der Empirischen Sozialforschung und der Sozialen Arbeit sowie an PraktikerInnen aus diesen Bereichen.

Weitere Information zur Publikation

nach oben

»Bildung für Vielfalt«: Publikation

Wo steht Deutschland bei der interkulturellen schulischen Bildung? Welche Richtung gibt die Politik vor? Wie gut sind LehrerInnen auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet? Welche Projekte haben sich bewährt und wie können gute Beispiele zum Regelfall werden? Diese Fragen werden innerhalb der Publikation »Bildung für Vielfalt. Umgang mit Differenzen lernen - Potenziale nutzen«, herausgegeben von der Herbert Quandt-Stiftung, von den AutorInnen diskutiert. ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zeigen, welchen Beitrag Schule und Politik zu einer pluralistischen Gesellschaft leisten können. Die Beiträge basieren auf der 18. Konferenz »Trialog der Kulturen« der Herbert Quandt-Stiftung.

Weitere Informationen zur Publikation »Bildung für Vielfalt«

nach oben

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 25. Februar 2016.

Redaktionsschluss ist der 18. Februar 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

nach oben

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Newsletter-Abo

Aktuelle Meldungen

09.02.2016

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe 3 »Kulturelle Vielfalt / Migration und Teilhabe«

Am 29. Januar 2016 fand die konstituierende Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe 3 im Themenfeld…

mehr…

03.02.2016

Seniorenbegleitung und DemenzhelferIn: Lehrgang

Im Juni 2016 startet das Evangelische Bildungswerk in München in Kooperation mit der…

mehr…

03.02.2016

Engagementpolitik: Colloquium

Über aktuelle Fragen der Engagementpolitik möchte das Maecenata Institut in einem Colloquium mit…

mehr…