Newsletter Nr. 12 vom 15.6.2017

Im vergangenen Newsletter Nr. 11/2017 brachten wir in der Rubrik »Aktuelles aus Engagementpolitik und -debatte« Beiträge von Dr. Andreas Rickert, Prof. Dr. Roland Roth und PD Dr. Ansgar Klein, leider mit teilweise unvollständiger Angabe zum Hintergrund. Alle drei Beiträge gehen zurück auf das 12. Forum Bürgergesellschaft der Stiftung Bürger für Bürger am 5./6. Mai 2017 in Schloss Diedersdorf bei Berlin, das im Rahmen der Gesprächsreihe Bürgergesellschaft 2020 stattfand und sich dem Thema Wirkungsorientierung widmete. Wir bitten dies zu entschuldigen. Auch in dieser Ausgabe ist das Forum und sein Thema präsent, nämlich in Form eines Tagungsberichts in der Rubrik »Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationen«. 

Die Redaktion

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MdB Brase: Engagementpolitische Bilanz der Legislaturperiode

Ein kurzer Rückblick auf die Arbeit des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement ist der Ansatzpunkt des Beitrages von Willi Brase, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Dabei unterstreicht er die thematische Vielfalt und die konstruktive Arbeit aller Beteiligten im Unterausschuss. Im Mittelpunkt steht sein Blick auf engagementpolitische Herausforderungen, insbesondere auf den »Dreiklang von Guter Bildung, Guter Arbeit und Gutem Engagement«. Die Verdichtung der Ausbildungsgänge und die Flexibilisierung der Arbeitswelt stellen dabei besondere Herausforderungen für die Zukunft des Engagements dar, auf die Antworten gefunden werden müssen: »Für gutes Engagement benötigt es Räume, die als Lernorte der Bürgergesellschaft fungieren. Schlussendlich braucht gutes Engagement Zeit, um in einer Epoche, die von Beschleunigung und Zeitknappheit gekennzeichnet ist, nicht obsolet zu werden.« 

Beitrag von MdB Willi Brase (PDF, 374 kB)

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MdB Pahlmann: Engagementpolitische Bilanz der Legislaturperiode

Der Rückblick auf die Arbeit des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement und ein Ausblick auf die Zukunft sind die Themen des Beitrages von MdB Ingrid Pahlmann, stellvertretende Vorsitzende und Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Dabei skizziert sie Herausforderungen für das bürgerschaftliche Engagement angesichts unterschiedlicher gesellschaftlicher Veränderungen. Die bundespolitische Aufgabe ist es, gute Rahmenbedingungen für Engagement zu schaffen und als ermöglichender Staat Engagement zu unterstützen. Anhand einiger Beispiele vom Engagement für Flüchtlinge bis zu Mehrgenerationenhäusern stellt sie die Vielfalt der zu bearbeitenden Themen dar, die es für sie nötig machen, Engagementpolitik zukünftig stärker als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahrzunehmen. Bedeutsam sind ebenso Debatten etwa über Probleme der Arbeitsmarktneutralität oder Monetarisierung. Ziel bleibt die Förderung des Engagements als wichtiger Baustein unserer Gesellschaft: »Wir brauchen auch zukünftig eine Struktur und einen Rahmen, der Bürgerschaftliches Engagement ermöglicht und dessen Innovationskraft (be)fördert. So kann und wird das Engagement eine wichtige Rolle bei der Lösung von zukünftigen Herausforderungen spielen.« 

Beitrag von MdB Ingrid Pahlmann (PDF, 418 kB)

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MdB Stadler: Bilanzen und Ausblicke

Eine Bilanzierung der Engagementpolitik in der 18. Legislaturperiode und Ausblicke auf kommende Aufgaben sind die Themen des Beitrages von Svenja Stadler, Mitglied des Bundestages und Obfrau der SPD im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Sie benennt zentrale gelungene engagementpolitische Maßnahmen aus der ablaufenden Legislaturperiode, aber auch Projekte, die die SPD gewollt hat, die aber mit ihren Koalitionspartnern nicht möglich waren. Im Zentrum ihrer Ausführungen stehen die engagementpolitischen Lehren aus der Ausschussarbeit und der Niederschlag, den diese im SPD-Regierungsprogramm finden. Fortgesetzt werden sollte in Zukunft auch die Offene Arbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement, die die SPD vor jeder Unterausschusssitzung durchführte, um zivilgesellschaftliche Akteure zu beteiligen: »Diese Arbeitsgruppe sollte unbedingt beibehalten werden, schafft sie doch eine gute Anbindung an die Zivilgesellschaft und fördert persönliche Kontakte zu den Engagierten.«

Beitrag von MdB Svenja Stadler (PDF, 419 kB)

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MdB Hein: Engagementpolitische Bilanz der Legislaturperiode

Ein auch persönlicher Rückblick auf die Arbeit im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement ist das Thema des Beitrages von Dr. Rosemarie Hein, Mitglied des Bundestages und Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Dabei kristallisiert sie aus der Fülle und Breite der Unterausschussthemen einige zentrale Herausforderungen für das bürgerschaftliche Engagement heraus. Insbesondere das Spannungsfeld von eigensinnigem Engagement teilhabeorientierter BürgerInnen und öffentlicher Daseinsvorsorge bzw. dessen Abbau sieht sie als permanente Herausforderung. Ebenso gilt dies für ein umfassend inklusives bürgerschaftliches Engagement. Kritisch würdigt sie einige Inhalte des Zweiten Engagementberichts und auch die Tatsache, dass dieser, wie schon in der Legislaturperiode davor, für eine folgenorientierte Behandlung im Bundestag zu spät kam. Die Abgrenzung von bürgerschaftlichem Engagement und anderen Tätigkeitsformen bleibt eine offene Diskussion: »Diese Debatte, die mit der Legaldefinition von Engagement verbunden ist, muss in den kommenden Jahren dringend geführt und am Ende auch entschieden werden.«

Beitrag von MdB Dr. Rosemarie Hein (PDF, 426 kB)

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MdB Schulz-Asche: Engagement - Subsidiarität - politische Partizipation

Das Handeln für bürgerschaftliches Engagement aus der Opposition im Bundestag heraus ist das Thema des Beitrages von Kordula Schulz-Asche, Mitglied des Bundestages und Obfrau von Bündnis 90/ Die Grünen im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages. Als zentralen Aktionsraum sieht sie dabei die politische Agendasetzung an. Beispielhaft stehen dafür die Konferenz der Grünenfraktion zur Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements für Flüchtlinge, die Große Anfrage und der spätere Antrag zur Reform des Gemeinnützigkeitsrechts, das engagementpolitische Positionspapier der Fraktion und die Fachgespräche zur Weiterentwicklung der Freiwilligendienste und zu Ehrenamtlichen in »Blaulichtorganisationen«. Letztere Fachgespräche sollen noch im Juni 2017 in Anträgen an den Bundestag einmünden. Zur Arbeit des Unterausschusses selbst merkt sie kritisch an, dass dieser seine Befugnis, »falls erforderlich, politische Initiativen vorschlagen« (Einsetzungsbeschluss) zu können, trotz großer Gemeinsamkeiten zwischen allen Fraktionen kaum genutzt habe.

Beitrag von MdB Kordula Schulz-Asche (PDF, 470 kB)

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Klein/ Ernst-Pörksen: Gemeinnützigkeits- und Zuwendungsrecht

Gemeinnützigkeits- und Zuwendungsrecht als Instrumente einer Zivilgesellschaftsförderung des demokratischen Staates sind die Themen des Beitrages von PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE und Privatdozent für Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Dr. Michael Ernst‐Pörksen, Volkswirt und seit Anfang der 1990er Jahre Berater von gemeinnützigen Körperschaften im Rahmen einer Steuerberatungsgesellschaft. Es handelt sich dabei um den Beitrag der Autoren zur Sitzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement im Deutschen Bundestag am 22. März 2017. Reformbedarfe benennen sie insbesondere für drei Themen: Die Konkretisierung und Ergänzung des Katalogs gemeinnütziger Zwecke, die Einführung einer Nichtaufgriffsgrenze und die Möglichkeit der Mittelbündelung.

Beitrag von PD Dr. Ansgar Klein und Dr. Michael Ernst-Pörksen (PDF, 417 kB)

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Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe in Brandenburg: Studie

Die Brandenburger Integrationsbeauftragte Dr. Lemmermeier hat eine Studie zur Situation des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe im Land Brandenburg erstellen lassen. Die Studie zeigt, dass das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe nach wie vor sehr aktiv ist und eine große Rolle bei der Integration der Geflüchteten spielt. Erstellt wurde sie durch den Urania Landesverband Brandenburg e.V. mit Fragebögen und Einzelinterviews. Die Verteilung der Fragebögen lief über die insgesamt 106 Willkommensinitiativen in Brandenburg. Neben Befunden zum sozialen Hintergrund oder zu Motivlagen bietet die Studie auch Aussagen über die Einstellungen des Umfeldes zum Engagement für Flüchtlinge, d.h. bei NachbarInnen, in der Familie, im KollegInnenkreis und bei FreundInnen. Auch wenn die Zusammenarbeit mit Behörden oder Hauptamtlichen verbesserungsbedürftig ist, besteht bei den Engagierten eine klare Sicherheit: fast 90 Prozent sind davon überzeugt, dass das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe langfristig etwas bewirkt - die Nothilfeperspektive ist vorbei. Die vollständige Studie ist auf der Internetseite des zuständigen Sozialministeriums verfügbar.

Studie zum Ehrenamt in der Flüchtlinghshilfe

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Engagementkongress NRW: Save the date

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) lädt am 16. Oktober 2017 zum dritten Engagementkongress NRW ein. Diesjähriges Schwerpunktthema ist »Bürgerschaftliches Engagement fördern - sozialen Zusammenhalt und Demokratie stärken«. In Kooperation mit dem »Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW« bietet das MFKJKS mit dem Kongress eine Plattform für den landesweiten Erfahrungsaustausch zur lokalen Engagementförderung. Im Fokus stehen dabei Wissen und Beispiele aus der Praxis sowie interaktive Workshops zu einzelnen Themenfeldern. Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, wird einleitend einen Impulsvortrag zu Hintergründen, Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen des Zusammenspiels von Engagementförderung und Demokratiestärkung halten. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung stehen in Kürze zur Verfügung.

Website »engagiert in NRW«

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Diefenbach-Trommer: Gemeinnützigkeit in Wahlprogrammen

Das Gemeinnützigkeitsthema in den vorliegenden bzw. zu erwartenden Wahlprogrammen der Parteien analysiert der Beitrag von Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung«. Dabei beschränkt er sich auf die Parteien, die mit Aussicht auf einen Einzug ins Parlament zur nächsten Bundestagswahl antreten. Die Parteiprogramme sind für ihn für die Weiterentwicklung des Gemeinnützigkeitsrechts und anderer Regeln für zivilgesellschaftliche Organisationen wichtig, weil sie in Koalitionsverhandlungen eingehen können: »Die Programme können Grundlage sein für Gesetzesänderungen, für Weisungen des Bundesfinanzministers und schließlich auch für den Anwendungserlass, der für die Finanzämter verbindliche Vorgaben gibt.«

Beitrag von Stefan Diefenbach-Trommer (PDF, 429 kB)

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Roth: Engagement und Partizipation in Freiwilligendiensten

Kritische Anmerkungen zum Selbstverständnis-Papier der AG Freiwilligendienste des BBE (BBE-Newsletter 9/2017) sind Thema des Beitrages von Prof. Dr. Roland Roth, bis Ende 2014 am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen der Hochschule Magdeburg-Stendal und Mitbegründer von »DESI - Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration«. Dabei kritisiert er zentral die These, dass es sich bei Freiwilligendiensten (FWD) um eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements handele: »Realistisch betrachtet ist der FWD weniger eine ›besondere Form des BE‹, sondern eher eine Mischform aus Praktikum, Berufsorientierungsphase, Moratorium, 2. bzw. 3. Arbeitsmarkt (für die Älteren), Bildungsurlaub und eben auch einem mehr oder weniger bedeutsamen Element freiwilligem Engagements.« Das ergibt sich für ihn auch aus Befunden der Evaluation der Freiwilligendienste. Bei dem Beitrag handelt es sich um Auszüge aus dem Vortragsmanuskript »Politische Partizipation, bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligendienste« für die Arbeitsfeldtagung der Zentralstelle IB-Freiwilligendienste in Bonn am 10. Mai 2017.

Beitrag von Prof. Dr. Roland Roth (PDF, 430 kB)

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Bundeskanzlerin Merkel: Engagement ist Markenzeichen Deutschlands

Bei der Preisverleihung des 13. Wettbewerbs von »startsocial« am 7. Juni 2017 in Berlin hielt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Rede über bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft. Ehrenamtliches Engagement ist für sie, von der Freiwilligen Feuerwehr bis zur Flüchtlingshilfe, vom Evangelischen Kirchentag bis zum Turnerbund, ein »Markenzeichen von Deutschland«. Gleichzeitig denkt sie über Besonderheiten des Engagements nach: »Ich finde, das Interessante an bürgerschaftlichem Engagement ist, dass ich am Anfang für mich eine Entscheidung treffen muss. (...) Für sich die bewusste Entscheidung zu treffen, eine Sache anzupacken, an einer Sache fest dranzubleiben, um zu erleben, wie ich Schritt für Schritt etwas bewegen kann, ist eine ganz wichtige Entscheidung, die einen nicht ohnmächtig gegenüber all den Problemen sein lässt, denen wir täglich begegnen.«

Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

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Reform des Gemeinnützigkeitsrechts: Antrag der Grünen

Am 31. Mai 2017 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Entschließungsantrag in den Deutschen Bundestag zur Neufassung des Gemeinnützigkeitsrechts eingebracht: »Rechtssicherheit für bürgerschaftliches Engagement - Gemeinnützigkeit braucht klare Regeln« (18/12559). Das Gemeinnützigkeitsrecht müsse angepasst und modernisiert werden, um eine angemessene Rechtssicherheit und die Gleichbehandlung verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure sicherzustellen. Kritisiert wird, dass Akteure mit gleichen oder ähnlichen Aktivitäten in dem einen Bundesland als gemeinnützig gelten würden und in dem anderen nicht. Gemeinnützige Organisationen würden zudem bei politischen Äußerungen Gefahr laufen, ihren Gemeinnützigkeitsstatus zu verlieren, während steuerbegünstigten Berufsverbänden die Beeinflussung der politischen Willensbildung ohne Beschränkung erlaubt sei. Außerdem sollen der Zweckkatalog der Abgabenordnung überarbeitet und ein öffentlich einsehbares Gemeinnützigkeitsregister geschaffen werden.

Antrag zur Reform des Gemeinnützigkeitsrechts (PDF, 159 kB)

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Position des Deutschen Bundesjugendrings zu Jugendverbänden

Am 31. Mai 2017 hat der Hauptausschuss des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) in Berlin einstimmig die Position »Jugendverbände - in Vielfalt vereint« beschlossen, in dem er vor einem gesellschaftlichen Klima warnt, das von Intoleranz, Ausgrenzung, Autorität und Demokratiefeindlichkeit geprägt ist. Im Zentrum der Positionierung steht das Bestehen auf den Prinzipien der Selbstorganisation, Wertepluralität und Demokratieorientierung. Eindringlich wird darauf hingewiesen, dass diese auch gesetzlich anerkannten Prinzipien durch Übergriffe von Fördergebern infrage gestellt werden: »Auflagen des Fördergebers, die in die innere Struktur eines Verbandes oder gar in dessen Ziele und Aufgaben einzugreifen versuchen, sind entsprechend unzulässig.« Ebenso wird gefordert, dass dem Grundsatz der Dauerhaftigkeit auch effektiv bei Förderungen Rechnung getragen wird. Unabhängig von politischen, religiösen, weltanschaulichen und kulturellen Unterschieden begreifen alle Jugendverbände und -ringe auf der Grundlage ihrer gemeinsamen demokratischen Wertebasis alle Anfeindungen und Angriffe gegen einzelne Organisationen aus ihren Reihen oder deren Selbstbestimmtheit als Angriff auf die Gemeinschaft der Jugendverbände bzw. auf alle ihre Mitglieder.

Position des DBJR (PDF, 91 kB) 

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BBE-Mitglied des Monats: Schüler Helfen Leben

Schüler Helfen Leben (SHL) ist Deutschlands größte jugendliche Hilfsorganisation. Vor 25 Jahren wurde sie von SchülerInnen gegründet, die Gleichaltrigen im ehemaligen Jugoslawien während des Krieges helfen wollten: Sie sammelten Hilfspakete und brachten sie in das Krisengebiet; später halfen sie dabei, Kindergärten und Schulen wieder aufzubauen. Heute unterstützt und betreibt die Organisation Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa und Jordanien. Seit 1998 organisiert SHL zudem den Sozialen Tag, an dem zehntausende SchülerInnen ihr Klassenzimmer gegen einen Arbeitsplatz tauschen und ihren Lohn für Hilfsprojekte spenden. Bis heute konnten so über 130 Projekte auf dem Balkan und an der syrischen Grenze umgesetzt werden. Bildung, Engagementförderung, soziale Inklusion benachteiligter Gruppen sowie Friedens- und Versöhnungsarbeit sind Bereiche, in denen die Stiftung SHL Projekte unterstützt. Neben Jugendzentren in Serbien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo finanziert sie u.a. auch Ausbildungszentren und Streetworkingprojekte für Roma. Ziel ist dabei immer, dass die Projekte langfristig finanziell unabhängig werden. Das BBE gratuliert SHL zum Jubiläum und dankt den vielen SchülerInnen für ihr beeindruckendes Engagement.

Weitere Informationen zu Schüler Helfen Leben

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Civil Academy: Ausschreibungsfrist verlängert

Die Civil Academy verlängert ihre Ausschreibungsfrist für die Herbstrunde bis zum 25. Juni 2017. In der »Civil Academy« erhalten 24 junge Engagierte Raum und Zeit, ihre Projektidee weiterzuentwickeln und der Umsetzung näher zu bringen. Beratung und Unterstützung erhalten sie von erfahrenen ExpertInnen aus dem Social-Profit-Bereich und aus dem Unternehmen BP Europa SE. An drei Wochenenden im September, Oktober und Dezember gibt es Grundlagenwissen für eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Engagementidee, insbesondere zu den Themen Projektmanagement, Fundraising, Zusammenarbeit im Team und Öffentlichkeitsarbeit on- und offline. Die TeilnehmerInnen können dieses Know-how und die verschiedenen Instrumente direkt auf ihr Projekt anwenden, unterstützt vom kreativen Austausch mit den anderen Engagierten und den Coaches. Zum Abschluss erhalten sie ein Zertifikat über die erworbenen Qualifikationen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Informationen zum Programm, zu den Seminarterminen und zur Bewerbung

Civil Academy auf Facebook

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Neue Mitarbeiterin im BBE

Seit dem 1. Juni 2017 ist Konstanze Gergs neue Projektmitarbeiterin im Kampagnenteam der »Woche des bürgerschaftlichen Engagements«. Die Betreuung der Website, der Social Media Aktivitäten und des Engagementkalenders bilden ihre Arbeitsschwerpunkte. Darüber hinaus unterstützt sie die Projektreferentin bei der Organisation der Auftaktveranstaltung und der Gestaltung und Durchführung der Thementage. Zuletzt war die Medienwissenschaftlerin bei dem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe FiPP e.V. als Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit tätig. Seit 2009 engagiert sie sich ehrenamtlich in verschiedenen Ausschüssen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und für das Projekt »Stolpersteine«. Nun freut sie sich auf die Arbeit im Team und die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements auch auf beruflicher Ebene.

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Goldener Internetpreis 2017: Wettbewerb

Der Wettbewerb »Goldener Internetpreis 2017« möchte herausstellen, welche Wege und Möglichkeiten es gibt, ältere Menschen dabei zu begleiten, in die Onlinewelt einzusteigen. In den folgenden Kategorien können Bewerbungen eingereicht werden: 1. Ältere unterstützen Ältere, 2. Jung und Alt gemeinsam und 3. Kommunen für Ältere. In der Kategorie 1 werden ältere InternetlotsInnen ausgezeichnet, die andere SeniorInnen bei der Internetnutzung begleiten. Teilnehmen können engagierte Einzelpersonen sowie Initiativen, Vereine oder Organisationen. Kategorie 2 prämiert Projekte, generationsübergreifende Initiativen oder Kooperationen, die gemeinsam im Internet aktiv sind. In der Kategorie 3 werden die besten Angebote von Kommunen ausgezeichnet, die Ältere für das Internet begeistern. Im Rahmen des Sonderpreises »Ideen wachsen lassen« begleitet die Deutsche Telekom eine/n GewinnerIn langfristig bei der Umsetzung des Projektes - durch inhaltliche Beratung und Unterstützung in der Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), Wege aus der Einsamkeit e.V. (Wade), Google Deutschland, die Deutsche Telekom und SAP sind die Partner des Preises.

Weitere Informationen zum Wettbewerb

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Sprengel: Tagungsbericht Wirkungsorientierung

Am 5./6. Mai 2017 fand das 12. Forum Bürgergesellschaft der Stiftung Bürger für Bürger in Schloss Diedersdorf bei Berlin statt, im Rahmen der Gesprächsreihe Bürgergesellschaft 2020. Gegenstand des Forums war die kritische Debatte des Themas Wirkungsorientierung. In vier aufeinander folgenden Foren präsentierten und diskutierten namhafte ProtagonistInnen aus Theorie, Politik und Praxis von Wirkungsorientierung, Wirkungsmessung und ihrer Kritik. Über Inhalte und Ablauf der Tagung berichtet Dr. Rainer Sprengel, Leiter des Arbeitsbereichs Information und Kommunikation des BBE.

Bericht zum 12. Forum Bürgergesellschaft der Stiftung Bürger für Bürger (PDF, 1,39 MB)

Weitere Informationen

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Dokumentation Spenden-SiegelFORUM 2017

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat am 16. Mai 2017 in Berlin das Spenden-SiegelFORUM 2017 durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen thematisch fokussierten Workshop. Eingeladen werden vom DZI Organisationen, denen das Spenden-Siegel zuerkannt wurde, um ihnen Informationen zu neuen Entwicklungen im Spendenwesen zu vermitteln, den Dialog mit den Spenden-Siegel-Organisationen zu suchen und auch deren Kontakt untereinander zu fördern. Engagement und Digitalisierung stand in diesem Jahr im Mittelpunkt. Die Dokumentation der Beiträge kann jetzt online öffentlich genutzt werden.

Dokumentation des Spenden-SiegelFORUM 2017

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Bürgerproteste in Zeiten der Energiewende: Publikation

Die Energiewende gilt allgemein als gesellschaftlicher Konsens: Trotzdem wächst der Widerspruch, wenn es um die konkrete Umsetzung geht - bei den dafür nötigen Bauprojekten kommt es häufiger zu massiven Protesten. In der Studie »Bürgerproteste in Zeiten der Engergiewende« analysieren Christoph Hoeft, Sören Messinger-Zimmer und Julia Zilles, wie sich die beteiligten AkteurInnen (Unternehmen, Politik, Verwaltung und die Protestierenden) in solchen Konflikten wahrnehmen und mit welchen Strategien sie ihre Ziele verfolgen. Auch die Sicht der nicht aktiven, aber betroffenen Bevölkerung auf die Konfliktparteien werten die AutorInnen aus.

Weitere Informationen zur Publikation

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Stellenausschreibungen

Die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis (e.V.) sucht ab Juli 2017 für das Modellprojekt »MitWirkung! - Vielfalt lernen in der Ausbildung« eine/n ProjektleiterIn und eine/n pädagogische/n MitarbeiterIn. Bewerbungsfrist ist der 19. Juni 2017, Gespräche finden voraussichtlich zwischen dem 23. und 27. Juni 2017 statt.

Die Bundesgeschäftsstelle des VCD in Berlin sucht ab sofort eine Vertretung für die Verkehrsberatung für das Team des VCD-Servicecenters. Es handelt sich um eine befristete Teilzeitstelle (zunächst bis 01/2018 mit 20 Wochenstunden).

Die Bundesgeschäftsstelle des VCD in Berlin sucht zum 1. Juli 2017 jeweils eine/n RegionalkoordinatorIn für die vier Standorte Chemnitz, Kiel, Hannover, Darmstadt für das Projekt »Wohnen leitet Mobilität« zur Förderung der wohnstandortnahen Mobilität durch Kooperationen zwischen Kommunen, Wohnungsunternehmen und Mobilitätsdienstleistern. Es handelt sich um vier Teilzeitstellen mit 21 Wochenstunden. Die Stellen sind bis zum 31.12.2019 befristet.

Weitere Informationen zu den Stellenausschreibungen

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 29. Juni 2017.

Redaktionsschluss ist der 21. Juni 2017.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Beiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Aktuelle Meldungen

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