AG 8 »Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement«

Informationen zur Arbeit unserer aktuellen AG im Themenfeld »Demografischer Wandel und Engagementförderung im lokalen Raum« finden Sie unter »BBE-Themenfelder 2016-2018«. mehr...

Selbstverständnis und Themen

Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft und die Sozialsysteme dar, das bürgerschaftliche Engagement gewinnt hierbei an besonderer Bedeutung. Die Arbeitsgruppe »Demografischer Wandel« hat es sich zum Ziel gesetzt, die Auswirkungen des demografischen Wandels für das bürgerschaftliche Engagement in seiner ganzen Breite in den Blick zu nehmen und anhand bestehender Erfahrungen Handlungsstrategien für die unterschiedlichen Akteure und Felder im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln. 

Schwerpunktthemen der Arbeitsgruppe sind:

  • Potenziale älterer Menschen bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen
  • Demografische Strategien und Handlungsempfehlungen zur Teilhabe Älterer an der Gesellschaft 
  • Bürgerschaftliches Engagement und Kommunen im demografischen Wandel 
  • Generationendialog im demografischen Wandel 
  • Engagement bildungsferner und partizipationsungewohnter Menschen
  • Engagement und Beteiligung von Migrantinnen und Migranten im demografischen Wandel 
  • Engagement junger Menschen im ländlichen Raum 
  • Generationsübergreifende Freiwilligendienste und ihre Auswirkungen auf die Engagementlandschaft. 

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Vor welche unterschiedlichen Herausforderungen werden die Kommunen angesichts des demografischen Wandels gestellt (Stadt-Land, Ost-West-Unterschiede, Orte mit Alteingesessenen und zahlreichen Zugezogenen etc.)?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um das gesellschaftliche Engagement der verschiedenen Generationen als festen Bestandteil des kommunalen Lebens zu verankern?
  • Wie können Bürger und insbesondere ältere Menschen stärker in kommunale Planungsprozesse eingebunden werden?
  • Unter welchen Voraussetzungen können bislang »engagementferne« Gruppen für ein Engagement gewonnen werden?
  • Wie können Kommunen, Verbände und die Öffentlichkeit für das Thema »Demografischer Wandel und Bürgerengagement« sensibilisiert werden?
  •   Wie kann die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements zu einem eigenständigen Aufgaben- und Politikfeld in der Kommunalpolitik entwickelt werden?
  • Wie kann bürgerschaftliches Engagement für Kommunen im demografischen Wandel planbar werden? – Welche Engagementstrukturen sind übertragbar? 

Arbeitsweise und Struktur

Die Arbeitsgruppe umfasst mehr als 30 aktive Mitglieder. Die Arbeitsgruppe trifft sich jährlich zu vier Sitzungen an unterschiedlichen Orten Die Arbeitsgruppe lädt zu den Arbeitsgruppensitzungen regelmäßig externe Expertinnen und Experten zur Vertiefung und Bearbeitung der Schwerpunktthemen ein.

Themenbereiche

Als vorläufige Arbeitsschwerpunkte hat die Gruppe folgende Themen festgelegt:

1. Potenziale älterer Menschen bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen

Unter diesem Stichwort wurden in der vergangenen Legislaturperiode zahlreiche Vorschläge gemacht, Konzepte entwickelt und Projekte durchgeführt. Der 5. Altenbericht und das EFI-Programm sind Ansatzpunkte für die weitere Debatte. Diese und andere Ergebnisse und Erfahrungen zum Thema sollten aufgearbeitet und genutzt werden. Was kann wie umgesetzt werden? Wer sind die relevanten Akteure? Wie können die Potenziale älterer Freiwilliger noch stärker im Gemeinwesen sichtbar gemacht werden? Wie kann das eher negativ besetzte Altersbild zurechtgerückt werden?

2. Kommunen im demografischen Wandel

Der demografische Wandel vollzieht sich in Deutschland sehr unterschiedlich, wie insbesondere die Studie »Deutschland 2020« des Berlin-Instituts zeigt. Es gibt Regionen, insbesondere (aber nicht nur) in Ostdeutschland, die bereits heute sehr stark »überaltert« sind, weil junge Menschen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit verlassen haben. Wie gehen die betroffenen Kommunen damit um, dass z. B. der Hilfe- und Betreuungsbedarf wächst? Inwieweit kann dieser Bedarf im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement aufgefangen werden? Was bedeuten die Herausforderungen des demographischen Wandels für die Organisationsentwicklung von Verbänden und Vereinen?

3. »Fordernder Staat«

Der demografische Wandel (und veränderte Familienstrukturen) zwingen den Staat auf allen Ebenen, neue Strategien für die Betreuung hilfebedürftiger Menschen zu entwickeln. Das bürgerschaftliche Engagement wird dabei, auch aus finanzpolitischen Gründen, immer wichtiger. Neue Konzepte des bürgerschaftlichen Engagements, wie z. B. die generationenübergreifenden Freiwilligendienste, versuchen einen höheren Grad an Verbindlichkeit im Engagement zu erreichen. Das »freiwillige« Engagement rückt damit näher an die Erwerbsarbeit heran, der Grad an Freiwilligkeit wird kleiner. Gerade in Bezug auf solche Programme ist ein Monitoring von Seiten der Zivilgesellschaft notwendig. Wie viel Verpflichtung ist notwendig und sinnvoll, wie viel Freiwilligkeit muss erhalten bleiben?


Meldungen aus dem BBE

13.07.2017

Fachkräfte von »Demokratie leben!« zu Gast in Washington

Vom 26. bis 30. Juni 2017 waren Fachkräfte des Bundesprogramms »Demokratie leben! Aktiv gegen…

mehr…

13.07.2017

Digitales Engagement: Gemeinsamer Workshop von Wikimedia und BBE

Am 23. Juni 2017 fand bei Wikimedia Deutschland (WMDE) ein gemeinsamer Workshop zum Thema…

mehr…

13.07.2017

Mitglied des Monats: Förderverein Ökologische Freiwilligendienste (FÖF) e.V./ BAK FÖJ

Der FÖF e.V. ist der Dachverband der 52 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in…

mehr…