Newsletter Nr. 4 vom 19.2.2015

Markl: Reformweg des ADAC

In seinem Gastbeitrag skizziert Dr. August Markl, Präsident des ADAC e. V., den eingeschlagenen Reformweg des ADAC, um die Vertrauenskrise zu überwinden. Unterstützt von einem externen Beirat (Dr. Jürgen Heraeus, Prof. Edda Müller, Prof. Hans-Jürgen Papier und Dr. Rupert Graf Strachwitz), wurde nach intensiver Vorbereitung das Programm »Reform für Vertrauen« von der außerordentlichen Hauptversammlung des Clubs im Dezember 2014 einstimmig verabschiedet. Ein zentraler Ankerpunkt der Reform ist die Rückbesinnung auf den ADAC als Mitgliedergemeinschaft: »Das Mitglied steht im Mittelpunkt«. Das bezieht sich auch auf die partizipative Dimension der Mitgliedschaft, d. h. die Mitwirkung bei den demokratischen Prozessen auf den Mitgliederversammlungen der Regionalclubs und der Hauptversammlung des ADAC e. V., die künftig deutlich transparenter und einfacher zugänglich ausgestaltet werden. Ebenso wichtig sind die beschlossenen Maßnahmen, um Interessenkollisionen zu vermeiden, angefangen von der Einführung eines Compliance-Regelwerks bis hin zur stärkeren Trennung von Vereinsaktivitäten und wirtschaftlichen Aktivitäten in Form einer Aktiengesellschaft, in der der Verein nicht die Aufsichtsratsmehrheit haben wird. Vielmehr wird eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die die gemeinwohlorientierten Aktivitäten des ADAC im Wesentlichen aus den Ausschüttungen der wirtschaftlichen Aktivitäten des ADAC finanzieren wird.


Gastbeitrag von Dr. August Markl unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/02/nl04_gastbeitrag_markl.pdf (375 kB)

Pfisterer: Partizipative Governance in der Sozialwirtschaft

Fragen lokaler partizipativer Governance in der Sozialwirtschaft sind der Gegenstand des Gastbeitrages von Dr. Petra Pfisterer, Fachreferentin bei der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e. V. (AWV). Die AWV e. V. befasst sich seit fünf Jahren in einer Arbeitsgruppe »Governance« mit dem Thema lokale partizipative Governance. Im Rahmen der Arbeitsgruppe kooperieren zivilgesellschaftliche AkteurInnen, bürgerschaftlich Engagierte, ExpertInnen des Bundes und der Länder sowie des kommunalen Bereichs. Der derzeitige Stand der Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe sowie einer am 13.1.2015 im Bundeshaus in Berlin stattgefundenen Fachveranstaltung »Partizipative Governance in der Sozialwirtschaft« bilden den Fokus des Gastbeitrages. Der Beitrag bezieht sich auf einzelne Beiträge der Teilnehmenden an der Arbeitsgruppe, der Referenten der Fachveranstaltung am 13. Januar 2015 sowie auf die gemeinsamen Diskussionen.


Gastbeitrag von Dr. Petra Pfisterer unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/02/nl04_gastbeitrag_pfisterer.pdf (408 kB)

Ludwig/ Martin/ Wischnat: kulturweiter: Alumni-Verein gegründet

Der internationale Freiwilligendienst kulturweit der Deutschen UNESCO-Kommission hat während seines nunmehr fünfjährigen Bestehens fast 2.000 Menschen zwischen 18 und 26 Jahren die Möglichkeit eröffnet, kulturell globale Perspektiven zu entwickeln. Ehemalige Freiwillige haben im Dezember 2014 den Alumni-Verein »kulturweiter – bilden, vernetzen, engagieren« gegründet. Das Verhältnis zu den bestehenden Strukturen und die drei zentralen Ziele des Vereins sind das Thema das Gastbeitrages von Lea Ludwig und Annabelle Wischnat, beide Gründungs- und Vorstandsmitglieder von »kulturweiter«, sowie Peter Martin, Projektkoordinator bei kulturweit.


Gastbeitrag von Lea Ludwig, Peter Martin und Annabelle Wischnat unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/02/nl04_gastbeitrag_ludwig_martin_wischnat.pdf (379 kB)

Protest- und Demonstrationsforschung am Limit: Pegida

Koordiniert von Prof. Dr. Dieter Rucht, WZB und FU Berlin, hat eine Gruppe von Forschenden mit Unterstützung von 58 Studierenden aus Chemnitz und Berlin das Forschungsinstrument der begleitenden Demonstrationsforschung mit anschließender Online-Befragung eingesetzt, um mehr über TeilnehmerInnen, soziale Zusammensetzung und Beweggründe der Demonstrierenden bei der Pegida-Protestdemonstration in Dresden in Erfahrung zu bringen. Dadurch konnten u. a. die erhobenen Daten mit denen aus Protestdemonstrationen zu ganz anderen Themen an anderen Orten vielfältig verglichen werden. Die Durchführung der Studie war deutlich schwieriger als bei anderen Demonstrationen, da die Forschenden auf eine viel stärkere Feindschaft trafen. Andererseits zeigen die Ergebnisse bei denen, die dann bei der nachfolgenden Befragung beteiligt waren, ein mitunter auch überraschendes Bild. Die Studie wurde am 28. Januar 2015 veröffentlicht und ist als pdf-Dokument kostenfrei verfügbar. Die Studie wurde gefördert vom Gesprächskreis »Bürgergesellschaft und aktivierender Staat« der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Otto-Brenner-Stiftung und dem Wissenschaftszentrum Berlin.

Aktionsplan zivile Krisenprävention, Ehrenamt und Zivilgesellschaft

Der Deutsche Bundestag hat am 6. Februar 2015 einen Entschließungsantrag von Union und SPD zum 4. Bericht der Bundesregierung über die Umsetzung des Aktionsplans »Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung« angenommen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, die friedenspolitische Arbeit nationaler und lokaler zivilgesellschaftlicher Akteure, insbesondere des Zivilen Friedensdienstes, im Rahmen der verfügbaren Mittel weiter zu fördern und sie darin zu stärken, ihren Beitrag zu friedlicher Konflikttransformation leisten zu können. Ebenso soll die wichtige Arbeit ehrenamtlicher Einsatzkräfte im Zivilschutz, insbesondere der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), durch die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit im In- und Ausland im Rahmen der verfügbaren Mittel weiter gefördert und gestärkt werden.

Peacekeeper in internationalen Friedenseinsätzen

Der Deutsche Bundestag hat am 6. Februar 2015 einen Antrag der Grünen (18/1460) abgelehnt, den weltweit ca. 240.000 »Peacekeepern« in internationalen Friedenseinsätzen zu mehr Anerkennung zu verhelfen, u. a. durch einen jährlichen »Tag des Peacekeepers«. In ihrem Antrag wiesen die Grünen auf den Beitrag hin, den dabei PolizistInnen sowie zivile ExpertInnen, die beispielsweise als RichterInnen, politische BeraterInnen, MenschenrechtsbeobachterInnen, ExpertInnen für den Aufbau unabhängiger Medien oder die Eingliederung von ehemaligen KämpferInnen arbeiten, leisten. Deshalb sollte die Bundesregierung aufgefordert werden, »die wertvolle Arbeit und das Engagement des zivilen und militärischen Personals bei Friedensmissionen nicht nur intern, sondern auch öffentlich anzuerkennen und den Tag des Peacekeepers zu institutionalisieren«.

Karneval ist Kultur!

Im Dezember 2014 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) siebenundzwanzig Kulturformen in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, darunter auch den »Rheinischen Karneval mit all seinen lokalen Varianten«, ebenso die Schwäbisch-Alemannische Fastnacht. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, erklärt dazu in einer Pressemitteilung: »Karneval ist Kultur! Die Narren wussten das schon immer, jetzt haben sie auch die amtliche Bestätigung.« Zu den weiteren Formen gehören z. B.: Chormusik in deutschen Amateurchören, Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung, Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft, Peter-und-Paul-Fest Bretten, Falknerei, Genossenschaftsidee, Deutsche Brotkultur, Flößerei, Morsetelegrafie, Orgelbau und Orgelmusik, Köhlerhandwerk und Teerschwelerei sowie die Handwerksgesellenwanderschaft Walz. Die meisten der in die Liste aufgenommenen Formen des immateriellen Kulturerbes sind mit zivilgesellschaftlichen Akteuren verbunden, die laut Enquete-Bericht »Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements« des XIV. Deutschen Bundestags von 2002 wichtige Produzenten sozialen Kapitals sind.

Der Wert öffentlicher Güter: Kommissionsbericht vorgelegt

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat 2012 eine Kommission eingerichtet, die sich mit dem Wert öffentlicher Güter auseinander gesetzt hat. Im Januar 2015 hat die Kommission ihren Bericht (60 Seiten) publiziert. Die Kommission plädiert für die Stärkung öffentlicher Güter und für eine neue Politik der öffentlichen Güter für Gemeinwesen und Staat. Dabei unterstreicht sie neben der arbeitsmarktpolitischen und verteilungspolitischen die besondere Rolle der engagementpolitischen Dimension: »Engagement-Politik: Die Regeln für die Bereitstellung, Verteilung und Nutzung öffentlicher Güter werden gegenwärtig vorrangig von Staat und Wirtschaft bestimmt. Öffentliche Güter brauchen jedoch eine demokratische Öffentlichkeit, um langfristig aufrechterhalten zu werden. Zivilgesellschaftliches Engagement bei der Bereitstellung öffentlicher Güter kann dazu beitragen, genau diese demokratische Öffentlichkeit hervorzubringen.« Der Bericht kann in unterschiedlichen Formaten online und in Print kostenlos bezogen werden.

AG 8 »Demografischer Wandel und BE«: Sitzungsbericht

Am 3. Februar 2015 tagte die AG 8 »Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement« des BBE bei der BP Europa SE. Erik Rahn stellte im Rahmen der Sitzung die Ergebnisse des im November 2014 erschienenen »Engagementatlas 2015« von Generali zu Rolle und Perspektiven der das Engagement unterstützenden Einrichtungen in Deutschland vor. Die Studie liefert Erkenntnisse über Verteilung, Leistungen, Engagementbereiche, Zielgruppen, Kooperationen und Finanzierung engagementfördernder Infrastruktureinrichtungen. Zugleich hatte die AG die Möglichkeit, am »Politischen Mittag« im Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung teilzunehmen und den Ausführungen von Frau Anne-Sophie Parents, Generalsekretärin der AGE Platform Europe, zur Förderung eines aktiven und gesunden Alterns durch altersfreundliche Lebensumfelder zu folgen. Unter dem Dach der AGE Platform versammeln sich rund 160 Organisationen für und von Menschen der Generation 50+. Die nächste Sitzung der AG findet im Juni in Frankfurt statt.

Neue Praktikantin im BBE

Seit Anfang Februar 2015 unterstützt Friederike Petersen das Team des BBE als Praktikantin im Bereich der Netzwerkbetreuung und -entwicklung. Den Weg ins Engagement fand sie über die Jugendpresse Deutschland, wo sie unter anderem in zwei Landesverbänden im Vorstand tätig war und für ein Jahr die Projektgruppe für internationale Jugendmedienprojekte leitete. Während ihres Magisterstudiums der Politik- und Islamwissenschaft in Jena war sie an der Gründung und dem Aufbau eines Vereines in Jena beteiligt, bei dem sie rund vier Jahre ehrenamtlich ein Patenprojekt für Kinder und Jugendliche leitete. Aus diesen Kontexten sowie einem Praktikum bei der Bürgerstiftung/Freiwilligenagentur Jena ist sie mit vielen Themenschwerpunkten und Mitgliedsorganisationen des BBE aus der Praxis vertraut.

Mitglied des Monats: Deutsche Telekom AG

Bürgerschaftliches Engagement ist bei der Deutschen Telekom AG fester Bestandteil der Unternehmenskultur, sowohl in Form des Corporate Volunteering der MitarbeiterInnen als auch durch die Unterstützung von Projekten und Kooperationspartnern. Seit 2011 ist die Deutsche Telekom Partnerin und Unterstützerin des BBE. Sie begleitet seit drei Jahren die Woche des bürgerschaftlichen Engagements und hat von 2012 bis 2014 das Projekt »Netzwerkentwicklung des BBE« finanziell sowie als strategische Partnerin unterstützt. Ziel des Projekts war es, die Ressourcen und Potenziale des BBE noch besser nutzbar zu machen. Zum zehnjährigen Jubiläum des BBE stellte die Telekom dem Netzwerk das »Engagement-Mosaik« zur Verfügung, eine Online-Plattform, auf der Engagierte sich und ihr Projekt vorstellen können. Das Unternehmensengagement der Telekom widmet sich schwerpunktmäßig den gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels, der Förderung von Medienkompetenz und Chancengleichheit. So entwickelt sie u. a. nachhaltige Kommunikationsprodukte, unterstützt Kinder und Senioren im Umgang mit digitalen Medien oder engagiert sich für den Behindertensport. Mit der »Ich kann was«-Initiative fördert sie seit 2009 Projekte, die die Kompetenzen sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher stärken. Derzeit unterstützt die Deutsche Telekom AG das BBE bei der Entwicklung und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie. In diesem Jahr feiert der Konzern außerdem 20-jähriges Bestehen. Wir gratulieren zum Jubiläum!

Weitere Informationen zur Deutschen Telekom AG unter:
bit.ly/1zo6ziv
 
BBE Engagement-Mosaik unter
mosaik.b-b-e.de/bbe/

Immaterielles Kulturererbe: Fachtagung

Am 16. März 2015 findet in der Landesvertretung Schleswig-Holstein beim Bund in Berlin eine Fachtagung zum immateriellen Kulturerbe mit dem Titel »Wissen. Können. Weitergeben.« statt, veranstaltet von der Deutschen UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat und dem Deutschen Städtetag. Einer der vier Themenschwerpunkte ist zivilgesellschaftlich ausgerichtet: »Verbände und Nichtregierungsorganisationen: Mittler bei der Erhaltung immateriellen Kulturerbes«. Eine Anmeldung bis zum 25. Februar 2015 ist erforderlich.

Verleihung Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2015

Am 20. März 2015 werden in Berlin die Förderpreise Aktive Bürgerschaft 2015 für Bürgerstiftungen verliehen. Die Auszeichnungen, dotiert mit jeweils 10.000 Euro je Bürgerstiftung, werden in vier Kategorien verliehen. So wird zum Beispiel in der Kategorie »mitBestimmen« die Bürgerstiftung Stuttgart für ihren Runden Tisch geehrt, der die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in der Stadt unterstützt. Die anderen Kategorien sind »mitGestalten«, »mitStiften« und »mitMachen«. Sie stehen exemplarisch für die Aktivitätsfelder von Bürgerstiftungen.

Weitere Informationen unter
www.aktive-buergerschaft.de/foerderpreis

reCampaign 2015: Tagung

Am 23. und 24. März 2015 findet in Berlin die reCampaign 2015 statt, das Branchentreffen für Online-CampaignerInnen aus Zivilgesellschaft, Stiftungen und der Kommunikationsbranche. Dort geht es um Analysen, Tipps und Diskussionen rund um die erfolgreiche Kampagnenarbeit im Netz und um Strategien für die digitale Zivilgesellschaft. Die Leitthemen sind Best Practice Collaborative Tools, starke Netzwerke, Crowdsourcing, Fundraising und Mobilisieren per Smartphone. Außerdem werden Inputs zu den Themen Recht und Datenschutz gegeben. Die Teilnahmegebühren liegen zwischen 150 und 190 Euro. Die reCampaign 2015 ist eine Veranstaltung von Oxfam Deutschland, Wigwam Kommunikationsberatung und der Socialbar in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

Weitere Informationen unter
recampaign.de

Smart Hero Award: Bewerbungen bis 3. März 2015

Noch bis zum 3. März 2015 kann man sich um den Smart Hero Award bewerben, der zum zweiten Mal von der Stiftung Digitale Chancen und Facebook ausgelobt wird. Das Preisgeld beträgt 2.500 Euro je PreisträgerIn, die Preisverleihung ist für Sommer 2015 in Berlin geplant. Es werden Projekte in vier Kategorien ausgezeichnet, wobei immer der strategisch kluge Einsatz von Social Media ausschlaggebend ist. Die Kategorien sind »Bürgerschaftliche und politische Beteiligung«, »Soziales Miteinander und ehrenamtliches Engagement«, »Jugendpreis, Engagement durch Jugendliche (unter 21 Jahre)« sowie »Seniorenpreis, Engagement durch Seniorinnen und Senioren (ab 60 Jahre)«. Unter den nominierten Beiträgen wird in einem öffentlichen Voting der Publikumspreis ermittelt.

Weitere Informationen unter
www.smart-hero-award.de

»Die gemeinnützige Aktiengesellschaft«: Publikation

Die Arbeit »Die gemeinnützige Aktiengesellschaft« von Iris Janina Weber beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwiefern die steuerrechtlichen Anforderungen an eine gemeinnützige Körperschaft mit dem Aktiengesetz vereinbar sind. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche Gründe und Motive für die Wahl der gemeinnützigen Aktiengesellschaft im Vergleich zu anderen Rechtsformen vorhanden sein können. Der Titel ist Teil der Schriftenreihe des Instituts für Stiftungsrecht und das Recht der Non-Profit-Organisationen.

»Ungleichheit in kapitalistischen Gesellschaften«: Publikation

Die Publikation »Ungleichheit in kapitalistischen Gesellschaften« von Boike Rehbein und Jessé Souza entwickelt eine Theorie sozialer Ungleichheit für Gesellschaften der Gegenwart. Es stützt sich auf eigene empirische Forschung in Brasilien, Deutschland, Indien und Laos und argumentiert, dass Ungleichheit bisher nicht ausreichend ergründet wurde, weil nur westliche Gesellschaften Grundlage der Interpretation waren. Die Autoren betrachten Gesellschaften nicht als funktionales oder ökonomisches System, sondern als sinnhafte Praxis. Sie zeigen auf, dass und wie die symbolische Vermittlung von Macht die strukturelle Wurzel der Ungleichheit bildet.

»Mission Wohlfahrtsmarkt«: Publikation zu Sozialunternehmen

Im Mittelpunkt der Veröffentlichung »Mission Wohlfahrtsmarkt. Institutionelle Rahmenbedingungen, Strukturen und Verbreitung von Social Entrepreneuship in Deutschland« von Stephan Grohs, Katrin Schneiders und Rolf G. Heinze steht die Frage nach Relevanz und organisatorischer Ausgestaltung von Social Entrepreneurships in der deutschen Wohlfahrtslandschaft. Zunächst erfolgt eine Analyse der Erstellung von sozialen Dienstleistungen im deutschen Wohlfahrtsstaat und in Vergleichsländern. Exemplarisch werden daraufhin zwei Arbeitsfelder der Wohlfahrtsproduktion auf Aktivitäten der Social Entrepreneurships untersucht: die Altenhilfe und -pflege sowie die Kinder- und Jugendhilfe. Die AutorInnen diskutieren im Anschluss, ob und inwiefern sich die neuen Akteure in etablierte Strukturen der Wohlfahrtsproduktion einpassen und welche Rolle sie bei der Entwicklung sozialer Innovationen spielen. Die Publikation ist Teil der Reihe Wirtschafts- und Sozialpolitik, Band 10.

Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 5. März 2015.
Redaktionsschluss ist der 25. Februar 2015.

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Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

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Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

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